Schlagwort: Unruhen

  • Gewalt nach Nahels Tod: Wie viel werden Frankreich die Unruhen kosten?

    Gewalt nach Nahels Tod: Wie viel werden Frankreich die Unruhen kosten?

    Wie hoch sind die Kosten der derzeitigen Unruhen für den Staat und Privatpersonen? Der Wirtschaftsminister kündigte Steuererleichterungen für die von Plünderungen betroffenen Geschäftsleute an. Die Gewalt auf den Strassen ist aber auch schlecht für den Tourismus, ein Jahr vor den Olympischen Spielen in Paris.

    Die Zahl der Sachbeschädigungen und Plünderungen in Geschäften während der Unruhen nimmt jede Nacht zu. Die Kosten dafür könnten sich auf viele Dutzend Millionen Euro belaufen. Im Departement Seine-et-Marne wurde in der Nacht zum 1. Juli ein Einkaufszentrum von den Flammen zerstört. Auch andere Geschäfte wurden in Brand gesetzt. „Ich hatte meine ganze Zeit investiert, ich habe mich für diesen Laden aufgeopfert“, sagt Aly Dia, der ein Carrefour City-Geschäft leitete, auf dem Sender France 2.

    Hotels verzeichnen bereits Stornierungen.
    Auch kleine Geschäfte bleiben nicht verschont, mit Folgen für die Angestellten. „Wir haben Personal, das arbeitslos werden wird, wir wissen nicht, wann wir wieder öffnen werden“, erklärt ein Geschäftsführer. An diesem ersten Wochenende des Schlussverkaufs wurden von den Gewalttätern viele Geschäfte ins Visier genommen. Die Beschädigungen sind wie ein Echo der Unruhen von 2005. Damals beliefen sich die Schäden auf 204 Millionen Euro bei 10.000 registrierten Schadensfällen.

    Im Tourismusbereich verzeichnet die französische Hotellerie bereits Stornierungen für die nächsten Tage und macht sich Sorgen um die Sommersaison.

  • Krise in der Karibik: Übersee-Minister Sébastien Lecornu reist nach Guadeloupe und Martinique

    Krise in der Karibik: Übersee-Minister Sébastien Lecornu reist nach Guadeloupe und Martinique

    Der Minister wird am Ende des Tages in Pointe-à-Pitre erwartet, wo er mit Vertretern der örtlichen Behörden und der Protestbewegung zusammentreffen wird. Am Dienstag wird nach Martinique weiterreisen. Seine Abwesenheit angesichts der Unruhen wurde oft kritisiert, nun wurde er vom Regierungschef in die Region entsandt. Der Minister für Überseegebiete, Sébastien Lecornu, startete am Sonntag, 28. November, auf eine schwierige Reise nach Guadeloupe und Martinique, wie France Télévisions berichtet. Er wird am Ende des Tages in Pointe-à-Pitre landen, wo er am Montag in der Unterpräfektur von Guadeloupe mit politischen, gewerkschaftlichen und wirtschaftlichen Persönlichkeiten der Insel zusammentreffen wird. In den Gesprächen wird es um die auf den 31. Dezember verschobene Impfpflicht für Pflegekräfte, die 1.000 zusätzlichen Arbeitsplätze für Jugendliche oder die am Freitag gestartete Debatte über die Autonomie Guadeloupes gehen. „Man muss jeden mit seiner Verantwortung konfrontieren“, heißt …

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  • Neue Nacht der Unruhen auf Martinique: Polizisten und Journalisten im Visier

    Neue Nacht der Unruhen auf Martinique: Polizisten und Journalisten im Visier

    In der Nacht von Donnerstag auf Freitag wurden auf Martinique zehn Sicherheitskräfte verletzt und auf vier Journalisten geschossen. Die Gewalt löste eine heftige Reaktion der Regierung aus. Die Krise hält auch auf Guadeloupe an. Martinique war erneut Schauplatz einer Nacht der Unruhen und Sicherheitskräfte sowie Journalisten wurden mit scharfer Munition beschossen, wie die Staatsanwaltschaft von Fort-de-France am Freitag in einer Pressemitteilung bekannt gab. „Gestern gab es eine neue Nacht der Unruhen mit schweren Ausschreitungen: brennende Barrikaden, Einbrüche und Sachbeschädigungen, systematische Bedrohung der Bewohner“, berichtet die Staatsanwältin Clarisse Taron in ihrer Erklärung. Sie spricht auch von „Schüssen mit scharfer Munition“ auf Polizisten, Gendarmen und Journalisten. Laut einer Polizeiquelle wurden zehn Polizisten bei den Vorfällen in der Nacht, in der drei Geschäfte geplündert wurden, leicht verletzt. Die Staatsanwaltschaft in Fort-de-France berichtet, dass ein Gendar…

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  • Straßburg: Acht Personen, darunter ein Minderjähriger, wurden in Polizeigewahrsam genommen, weil sie mit Feuerwerkskörpern auf die Polizei geschossen haben

    Straßburg: Acht Personen, darunter ein Minderjähriger, wurden in Polizeigewahrsam genommen, weil sie mit Feuerwerkskörpern auf die Polizei geschossen haben

    Die acht beteiligten Personen sind zwischen 16 und 48 Jahre alt. Acht Personen, darunter ein Minderjähriger, wurden verhaftet und in Polizeigewahrsam genommen, weil sie am Samstag, den 31. Oktober in Straßburg Feuerwerkskörper auf Polizeibeamte und Busse abgefeuert hatten. France Bleu Alsace berichtete am Sonntag, den 1. November. Sie werden derzeit von der Polizei wegen mehrerer Angriffe auf Polizisten und Stadtbusse in der Nacht von Samstag auf Sonntag in mehreren Straßburger Stadtvierteln verhört. Zusätzlich zu den acht festgenommenen Personen feuerten mehrere Gruppen von jeweils drei bis vier Personen Feuerwekskörper in den Sektoren Port-du-Rhin, Cronenbourg, Elsau, Esplanade und Bischheim ab. Es wurde auch von Mülltonnenbränden berichtet. Die Polizisten mussten ihren LBD (lanceur de balles de défense) einsetzen, um sich zu verteidigen. Auf beiden Seiten wurden glücklicherweise keine Verletzungen gemeldet. Die Aufnahmen von Überwachungskameras könnten zu weiteren Verhaftungen führen. Mehrere Städte in der Region Yvelines waren Schauplatz von Zwischenfällen während der Halloween-Nacht. Unter ihnen, in Sartrouville, musste die Feuerwehr einen in Brand gesetzten Bus löschen, der zum Glück keine Fahrgäste an Bord hatte. In Les Mureaux warfen etwa fünfzehn Personen Geschosse auf eine Einsatzgruppe von Polizisten. In Poissy wurden Polizeibeamte mit etwa zwanzig Feuerwerkskörpern beschossen. Auch hier wurden keine Verletzungen gemeldet.