Schlagwort: Umweltschäden

  • Nach den Waldbränden von Fontainebleau: Justiz ermittelt gegen zwei junge Männer

    Nach den Waldbränden von Fontainebleau: Justiz ermittelt gegen zwei junge Männer

    Nach den verheerenden Waldbränden in der Region Fontainebleau hat die Staatsanwaltschaft eine gerichtliche Untersuchung wegen Brandstiftung eingeleitet. Im Mittelpunkt der Ermittlungen stehen zwei 18-jährige Männer, die nach ihren Aussagen gegenüber den Ermittlern einem Untersuchungsrichter vorgeführt wurden. Die Justiz geht derzeit von zwei voneinander unabhängigen Brandereignissen aus. Ob zwischen beiden Vorfällen ein Zusammenhang besteht, ist bislang ungeklärt.

    Einer der Verdächtigen ist ein 18-jähriger freiwilliger Feuerwehrmann. Nach bisherigen Erkenntnissen räumte er ein, im Bereich Arbonne-la-Forêt absichtlich trockenes Geäst mit einem Feuerzeug und etwas Benzin entzündet zu haben. Welche Folgen genau dieses Feuer ausgelöst hat und in welchem Umfang es sich ausbreitete, gehört nun zu den zentralen Fragen der laufenden Ermittlungen.

    Der zweite Beschuldigte, ebenfalls 18 Jahre alt, schilderte einen anderen Ablauf. Er erklärte, einen zweiten Brand unabsichtlich verursacht zu haben, nachdem er eine noch glimmende Zigarette in der Nähe der Faisanderie bei Fontainebleau weggeworfen hatte. Die Ermittler prüfen nun, ob diese Aussage mit den vorliegenden Spuren und den Erkenntnissen der Brandexperten übereinstimmt.

    Die Untersuchungen laufen inzwischen auf mehreren Ebenen. Zunächst waren insgesamt sechs Personen in Polizeigewahrsam genommen worden, um sämtliche denkbaren Ursachen der zahlreichen Brandherde zwischen dem 13. und 14. Juli zu überprüfen. Die Behörden schließen derzeit weder fahrlässige noch vorsätzliche Auslöser aus.

    Besondere Aufmerksamkeit gilt außerdem einem Feuer in der Nähe der Autobahn A6. Dort untersuchen die Ermittler, ob Bau- oder Wartungsarbeiten möglicherweise den Brand ausgelöst haben. Erst nach Abschluss der technischen Gutachten dürfte feststehen, welche Ursachen tatsächlich hinter den einzelnen Feuern stehen.

    Die Brände richteten in der Seine-et-Marne erhebliche Schäden an. Mehr als 2.000 Hektar Vegetation wurden von den Flammen erfasst. Rund 1.000 Menschen mussten ihre Häuser oder Unterkünfte vorübergehend verlassen. Zudem blieb ein Abschnitt der Autobahn A6 während der Löscharbeiten gesperrt, um die Sicherheit der Einsatzkräfte zu gewährleisten.

    Für die Brandbekämpfung standen mehrere hundert Feuerwehrleute im Einsatz. Sie kämpften über viele Stunden gegen die zahlreichen Brandherde und verhinderten nach Angaben der Behörden eine noch größere Ausbreitung des Feuers. Die Waldregion Fontainebleau zählt zu den bedeutendsten Naturgebieten Frankreichs und zieht jedes Jahr zahlreiche Wanderer, Kletterer und Erholungssuchende an. Umso größer ist nun die Aufgabe, die Schäden zu bewerten und die Ursachen der Brände vollständig aufzuklären.

    Autor: Andreas M. Brucker

  • Flammen verwüsten den Wald von Fontainebleau – Verdacht auf Brandstiftung rückt in den Fokus

    Flammen verwüsten den Wald von Fontainebleau – Verdacht auf Brandstiftung rückt in den Fokus

    Der Wald von Fontainebleau, seit Generationen ein Sinnbild französischer Natur und beliebtes Ausflugsziel südlich von Paris, erlebt eine der schwersten Katastrophen seiner Geschichte. Mehr als 800 Hektar Wald fielen bereits den Flammen zum Opfer. Fast fünf Prozent des gesamten Forstgebiets sind zerstört – eine Schneise der Verwüstung, deren Folgen die Landschaft noch über viele Jahre prägen dürften.

    Während die Feuerwehr den Brand mit einem gewaltigen Aufgebot bekämpft, richtet sich der Blick der Ermittler auf eine mögliche Brandstiftung. Noch existiert kein endgültiger Beweis. Dennoch verdichten sich die Hinweise. Innerhalb eines rund einen Kilometer großen Bereichs registrierten die Einsatzkräfte etwa zehn voneinander getrennte Brandherde. Besonders auffällig erscheint die Tatsache, dass sich zwei davon auf gegenüberliegenden Seiten der Autobahn A6 befanden. Ein solches Muster passt kaum zu einem zufälligen Brandausbruch und beschäftigt nun die Gendarmerie.

    Der Kampf gegen das Feuer gleicht einem Wettlauf mit der Zeit.

    Rund 500 Feuerwehrleute stehen im Einsatz. Unterstützung erhalten sie aus anderen Regionen Frankreichs. Über den Baumwipfeln ziehen Canadair-Löschflugzeuge, Dash-Maschinen und mehrere Löschhubschrauber ihre Bahnen. Ein derart umfangreicher Einsatz aus der Luft besitzt in der Region Île-de-France Seltenheitswert und zeigt, wie ernst die Lage ist.

    Aus Vorsicht brachten die Behörden rund 900 Menschen in Sicherheit. Trotz der dramatischen Entwicklung gibt es bislang weder Todesopfer noch Berichte über zerstörte Wohnhäuser. Für die Einsatzkräfte zählt jetzt vor allem ein Ziel: Die Flammen dürfen sich nicht weiter ausbreiten. Erst danach beginnt die mühsame Arbeit, die zahllosen Glutnester endgültig zu löschen. Das zieht sich oft über Tage hin.

    Die Ursachen für die rasante Ausbreitung liegen auf der Hand. Wochenlange Trockenheit, hohe Temperaturen und ausgedörrte Vegetation schufen ideale Bedingungen für ein Feuer, das sich binnen kurzer Zeit durch den Wald fraß. Wo sonst Wanderer zwischen Felsen und alten Bäumen unterwegs sind, bestimmen nun Rauch, Asche und der Geruch verbrannten Holzes das Bild.

    Mehrere Bereiche des Waldgebiets bleiben bis auf Weiteres gesperrt. Die Behörden rufen die Bevölkerung auf, die betroffenen Zonen konsequent zu meiden. Während die Löscharbeiten andauern, richtet sich die Hoffnung darauf, den Brand vollständig unter Kontrolle zu bringen – und die Antwort auf die entscheidende Frage zu finden, ob hinter dieser Naturkatastrophe tatsächlich menschliches Handeln steckt.

    Autor: Daniel Ivers

  • „Ein Märchen“ – Wenn die Realität nasse Füße bekommt

    „Ein Märchen“ – Wenn die Realität nasse Füße bekommt

    Der Klimawandel sei ein Märchen, sagt Donald Trump.

    Ein Märchen also.

    Man reibt sich die Augen und fragt sich, ob wir alle versehentlich in einem Grimmschen Sammelband gelandet sind. Rotkäppchen trifft den Wolf, Dornröschen sticht sich an der Spindel – und ganze Landstriche versinken im Wasser, weil ein paar Grad mehr in der Atmosphäre angeblich nur eine Laune der Natur darstellen.

    Wer dieser Tage durch überflutete Straßen watet, wer Sandsäcke stapelt, während der Regen nicht aufhört, wer sein Haus, sein Auto, seine Existenz in braunen Fluten treiben sieht, dürfte für solche Sätze wenig übrig haben. Für ihn klingt das Wort „Märchen“ nicht harmlos. Es klingt wie Hohn.

    Man muss sich das einmal vorstellen. Da verlieren Familien innerhalb weniger Stunden alles, was sie sich über Jahrzehnte aufgebaut haben. Da stehen Unternehmer vor zerstörten Werkhallen, Landwirte vor vernichteten Ernten, Kommunen vor explodierenden Reparaturkosten. Und irgendwo erklärt so ein Präsident der Vereinigten Staaten, das alles sei im Grunde eine Erzählung für leichtgläubige Gemüter.

    Das ist nicht nur politisch kühn. Es ist moralisch kühl.

    Natürlich hat es Stürme immer gegeben, natürlich gab es Hochwasser lange vor industriellen Schornsteinen. Aber die Häufung, die Intensität, die schiere Wucht der Ereignisse – sie sprechen eine andere Sprache. Versicherungen rechnen längst mit Milliardenrisiken. Städte planen Notfallbudgets ein, die vor zwanzig Jahren noch absurd geklungen hätten. Küstenorte investieren in Deiche, die höher ausfallen als jede Wahlkampfbühne.

    Doch klar, alles nur Fantasie.

    Vielleicht sollten die Betroffenen einfach aufwachen, sich den Schlamm von den Schuhen klopfen und feststellen: Ach so, das war ja nur ein böser Traum. Das Wohnzimmer ist gar nicht überflutet, die Ernte nicht verdorrt, die Stromrechnung nicht gestiegen, das Auto kein Totalschaden. War wohl nur ein Kapitel aus einem dicken Buch mit dem Titel „Klima-Mythen“.

    Ironie beiseite – die Realität ist erbarmungslos konkret. Sie misst sich in Reparaturkosten, in Versicherungsprämien, in steigenden Lebensmittelpreisen. Sie zeigt sich in hitzeflimmernden Städten, in brennenden Wäldern, in Regionen, die um Trinkwasser ringen. Millionen Menschen weltweit erleben die Veränderungen nicht als Debatte, sondern als Alltag.

    Und genau hier liegt der Kern des Problems.

    Wer den Klimawandel zum Märchen erklärt, entzieht sich der Verantwortung. Ein Märchen verlangt keine politischen Antworten. Ein Märchen braucht keine Investitionen in erneuerbare Energien, keine strengeren Bauvorschriften, keine internationale Kooperation. Ein Märchen darf man belächeln – und dann zur Tagesordnung übergehen.

    Doch die Atmosphäre verhandelt nicht.

    Sie reagiert auf physikalische Gesetze, nicht auf Wahlkampfparolen. Sie speichert Wärme, wenn Treibhausgase zunehmen. Sie entlädt Energie in Form extremer Wetterlagen. Das ist keine Ideologie, das ist Thermodynamik.

    Sarkasmus drängt sich dennoch auf, weil die Diskrepanz so grotesk wirkt. Während Wissenschaftler seit Jahrzehnten Daten auswerten, Modelle verfeinern, Risiken berechnen, genügt ein Satz in einem Mikrofon, um all das beiseitezuwischen. Ein „Märchen“ – und die mühsame Arbeit Tausender Forschender verdampft angeblich wie Morgentau.

    Man könnte lachen, wenn es nicht so ernst wäre.

    Denn hinter jeder polemischen Verharmlosung stehen reale politische Entscheidungen. Subventionen hier, Deregulierungen dort, blockierte Klimaschutzprogramme anderswo. Worte formen Prioritäten. Und Prioritäten formen öffentliche Haushalte. Am Ende entscheiden sie darüber, ob eine Stadt in Hochwasserschutz investiert oder die nächste Flut einfach abwartet.

    Die Menschen, die inzwischen „es besser wissen“, brauchen keine Schlagzeilen mehr, um überzeugt zu sein. Sie haben den modrigen Geruch des Wassers in ihren Wohnzimmern gerochen. Sie haben die Hitze erlebt, die selbst nachts nicht weicht. Sie haben gesehen, wie sich Jahreszeiten verschieben, Ernten ausfallen, Versicherer sich zurückziehen. Und das Auto in den Fluten verschwindet.

    Für sie ist der Klimawandel kein Narrativ. Er ist eine Erfahrung.

    Vielleicht liegt genau darin die Hoffnung. Dass sich Wirklichkeit auf Dauer nicht wegreden lässt. Dass Fakten, so trocken sie oft präsentiert werden, am Ende schwerer wiegen als jeder rhetorische Salto. Dass selbst die lauteste Behauptung gegen die stille Wucht der Realität verblasst.

    Märchen enden meist mit einem beruhigenden Satz: „Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute.“

    Die Klimageschichte unserer Zeit kennt keinen solchen Trost. Sie fordert Entscheidungen. Jetzt.

    Ein Kommentar von Andreas M. Brucker

  • Wenn Autos ertrinken – Die teure Rechnung der Flut

    Wenn Autos ertrinken – Die teure Rechnung der Flut

    Straßen gleichen Kanälen, Tiefgaragen mutieren zu Becken, in denen Stoßstangen und Autodächer wie Bojen treiben. Was in den sozialen Netzwerken binnen Minuten tausendfach geteilt wird, markiert für die Betroffenen einen teuren Einschnitt. Hunderte Fahrzeuge stehen regelmäßig nach Starkregen unter Wasser – und mit ihnen versinken Ersparnisse, Mobilitätskonzepte und wirtschaftliche Kalkulationen.

    Das Auto galt lange als Garant individueller Freiheit. Einsteigen, losfahren, ankommen. Doch in Zeiten zunehmender Extremwetterlagen kippt dieses Versprechen ins Gegenteil. Plötzlich reicht ein Sommergewitter, um aus einer Limousine einen Totalschaden zu machen.

    Die finanziellen Folgen tragen zunächst Privatpersonen. Ein moderner Pkw besteht längst nicht mehr nur aus Metall, Gummi und Glas. Sensoren, Steuergeräte, Assistenzsysteme, bei Elektrofahrzeugen komplexe Hochvoltbatterien – all das reagiert empfindlich auf eindringendes Wasser. Schon eine teilweise Überflutung beschädigt Kabelstränge und Elektronik irreversibel. Werkstätten sprechen nüchtern von „wirtschaftlichem Totalschaden“, sobald die Reparaturkosten den Zeitwert übersteigen.

    Viele Haushalte trifft ein solcher Moment ins Mark. Die Versicherungen ersetzen zwar den Wiederbeschaffungswert, doch zwischen Gutachten, Regulierung und Auszahlung vergehen Wochen oder Monate. In ländlichen Regionen ohne eng getakteten Nahverkehr bricht in dieser Zeit die Alltagsorganisation auseinander. Der Arbeitsweg, der Einkauf, der Arzttermin – alles gerät ins Rutschen. Wer auf Kredit finanziert hat, zahlt womöglich weiter Raten für ein Fahrzeug, das nur noch Schrottwert besitzt. Ganz ehrlich: Das fühlt sich bitter an.

    Hinter jeder überfluteten Straße steht somit eine Vielzahl individueller Kostenpositionen. Abschleppdienste, Standgebühren, Mietwagen, Wertverlust. Hinzu kommt der psychologische Faktor. Eigentum, das oft mit Stolz und Mühe angeschafft wurde, verwandelt sich binnen Stunden in belastenden Sondermüll.

    Noch gravierender wirkt der Schaden im gewerblichen Bereich. Autohäuser verlieren komplette Lagerbestände. Vermieter erleben, dass Flotten von Neuwagen unbrauchbar werden. Handwerksbetriebe büßen Transporter ein, die für ihre Aufträge essenziell sind. Ein einzelnes Starkregenereignis summiert sich so rasch auf Millionenbeträge. Versicherer verbuchen Rekordschäden, Prämien steigen, Selbstbeteiligungen klettern. Am Ende zahlen alle – auch jene, deren Fahrzeuge trocken blieben.

    Hier zeigt sich die volkswirtschaftliche Dimension des Klimawandels. Extremwetter belastet nicht nur öffentliche Haushalte durch zerstörte Infrastruktur, sondern trifft auch den privaten Konsum und die Investitionsbereitschaft. Wer zwei Totalschäden in fünf Jahren erlebt, überlegt sich den nächsten Fahrzeugkauf gründlicher. Banken kalkulieren Risiken neu. Versicherer differenzieren Tarife nach Postleitzahlen und Gefährdungsklassen. Mobilität erhält einen Risikoaufschlag.

    Parallel wächst der ökologische Fußabdruck der Katastrophe. Überflutete Fahrzeuge enthalten Öle, Kraftstoffe, Kühlmittel, Kunststoffe. Sie müssen abgeschleppt, getrocknet, demontiert, recycelt oder entsorgt werden. Speziell bei Elektroautos erfordert der Umgang mit durchnässten Batterien strenge Sicherheitsprotokolle. Das kostet Zeit, Personal und Geld. Die Entsorgungsbranche arbeitet unter Hochdruck, während Kommunen die Verkehrswege freiräumen müssen. Auch diese Ausgaben fließen in die Klimabilanz ein – nur tauchen sie selten im öffentlichen Bewusstsein auf.

    Die Ursache liegt nicht allein im Regen. Versiegelte Flächen, enge Bebauung, Tiefgaragen in Senken – vielerorts trifft ökonomischer Druck auf planerische Kurzsichtigkeit. Asphalt und Beton leiten Wassermassen ungebremst weiter. Binnen Minuten stauen sich Fluten in Unterführungen und Parkhäusern. Fahrzeuge werden zur leichten Beute der Physik. Der Klimawandel wirkt hier wie ein Brandbeschleuniger für strukturelle Schwächen.

    Ökonomen sprechen inzwischen von „Anpassungskosten“. Darunter fallen Investitionen in bessere Entwässerungssysteme, Rückhaltebecken, Warnsysteme, hochwassersichere Bauweisen. Solche Maßnahmen erfordern Milliardenbeträge. Doch Nichtstun kommt teurer. Jede zerstörte Fahrzeugflotte, jede überflutete Tiefgarage liefert den Beweis. Prävention mag in Haushaltsdebatten als lästig und zu teuer erscheinen, zahlt sich langfristig aber aus.

    Gleichzeitig stellt sich die Frage nach der Abhängigkeit vom Individualverkehr. Wo Alternativen fehlen, potenziert sich der Schaden. Fällt das Auto aus, stockt das Leben. Städte mit gut ausgebautem öffentlichen Verkehr und Carsharing-Modellen reagieren resilienter. Mobilität verteilt sich auf mehrere Schultern, statt auf einem einzelnen Fahrzeug zu lasten.

    Die Bilder von halb versunkenen Autos sind eindringlich und bleiben im Gedächtnis, weil sie etwas sehr Vertrautes zeigen. Sie erzählen nicht nur von Wetterextremen, sondern von einem Strukturwandel mit Preisschild. Klimawandel bedeutet nicht abstrakte Gradzahl auf einem Thermometer, sondern konkrete Rechnungen – für Familien, Unternehmen und Staaten.

    Wer heute durch eine überflutete Straße watet, blickt somit in eine Zukunft mit Kosten. Jede Flut setzt eine Zahl unter die Bilanz. Und diese Zahl steigt.

    Andreas M. B.

  • Riesiger Waldbrand in den Corbières offiziell gelöscht – Schwere Schäden, die Ermittlungen laufen

    Riesiger Waldbrand in den Corbières offiziell gelöscht – Schwere Schäden, die Ermittlungen laufen

    Der verheerende Großbrand, der das Corbières-Massiv im Département Aude verwüstet hat, ist nun offiziell gelöscht. Nach 23 Tagen unermüdlichen Einsatzes verkündete die Präfektur des Departements Aude am Donnerstag, dem 28. August 2025, offiziell das Ende dieses Feuers – des schlimmsten, das die Region seit einem halben Jahrhundert erlebt hat.

    Hohe menschliche und materielle Verluste

    Das Feuer, das am 5. August in der Gemeinde Ribaute ausbrach, fraß sich über 17.000 Hektar Land und durchquerte dabei 16 Gemeinden. Eine 65-jährige Frau kam in Saint-Laurent-de-la-Cabrerisse ums Leben, 24 Menschen wurden verletzt – darunter 19 Feuerwehrleute. Insgesamt wurden 36 Wohnhäuser zerstört, mehr als 20 landwirtschaftliche Gebäude fielen den Flammen zum Opfer.

    Beispiellose Einsatzkräfte im Kampf gegen die Flammen

    Angesichts der Ausmaße des Brandes wurden über 2.000 Feuerwehrleute mobilisiert, unterstützt von umfangreichen Luftressourcen, darunter 13 Löschflugzeuge. Die Tramontane – ein starker Fallwind, der zeitweise mit 70 km/h wehte – trieb die Flammen rasch voran und machte die Löscharbeiten extrem gefährlich.

    Schwere Folgen für Umwelt und Wirtschaft

    Neben den menschlichen und materiellen Verlusten traf das Feuer auch die Umwelt schwer. Etwa 20 Prozent der Weinberge der Corbières wurden beschädigt – das entspricht 900 Hektar zerstörten Reben sowie weiteren 600 Hektar, die durch Flammen oder Löschmittel beeinträchtigt wurden. Es ist der größte Brand dieser Art seit mindestens 50 Jahren in der Nähe der französischen Mittelmeerküste.

    Ermittlungen deuten auf Brandstiftung hin

    Die Behörden vermuten Brandstiftung als Ursache. Die Gendarmerie sowie das Institut für kriminaltechnische Forschung der Nationalen Gendarmerie führen die Untersuchungen, um die genauen Hintergründe des Brandursprungs zu klären.

    Jetzt beginnt der Wiederaufbau

    Mit dem offiziellen Ende des Brandes beginnt für die Anwohnerinnen und Anwohner sowie die lokalen Behörden eine neue Etappe: der Wiederaufbau. Der Staat hat bereits seine Unterstützung zugesagt – für die Gemeinden, Landwirte und Betriebe, die nun vor der gewaltigen Aufgabe stehen, ihre Region wieder aufzubauen.

    Kurzmitteilung, Nachrichten.fr

    https://twitter.com/InfosFrancaises/status/1961002670325416190

  • Französische Atombomben-Tests: Opfer lange übersehen – Jetzt steht Gerechtigkeit im Fokus

    Französische Atombomben-Tests: Opfer lange übersehen – Jetzt steht Gerechtigkeit im Fokus

    Nach über sechzig Jahre nach Beginn der Atomtests in der Sahara und Polynesien rückt der Umgang mit den Betroffenen wieder in den politischen Mittelpunkt Frankreichs. Eine von der Nationalversammlung eingesetzte Parlamentarische Untersuchungskommission legte im Juni 2025 einen kritischen Bericht zum französischen Entschädigungsprogramm vor. Sie beanstandet einen hohen Ausschluss von Anträgen sowie die restriktive Anwendung des „vernachlässigbaren Risikos“ – und fordert tiefgreifende Reformen. Defizite bei der aktuellen Entschädigungspraxis Seit Inkrafttreten der sogenannten «Morin-Gesetzgebung» am 5. Januar 2010 ist der CIVEN als unabhängige Verwaltungsbehörde zuständig für die Prüfung von Ansprüchen radioinduzierter Erkrankungen. Anspruchsberechtigt sind Betroffene nach einem der 210 Nukleartests, die Frankreich zwischen 1960 und 1996 durchgeführt hat. Doch die Realität ist ernüchternd: Tausende eingereichte Anträge, nur wenige Entschädigungen. Betroffene beklagen langwierige Verfahre…

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