Schlagwort: Umweltgruppe

  • Greenpeace in den USA zu hoher Schadensersatzzahlung verurteilt: Ein Präzedenzfall für Umweltaktivismus

    Greenpeace in den USA zu hoher Schadensersatzzahlung verurteilt: Ein Präzedenzfall für Umweltaktivismus

    Ein Gericht im US-Bundesstaat North Dakota hat die Umweltorganisation Greenpeace zu einer Schadensersatzzahlung von über 660 Millionen US-Dollar verurteilt. Die Entscheidung fiel im Zusammenhang mit den Protesten gegen den Bau der Dakota Access Pipeline in den Jahren 2016 und 2017. Die Kläger, das texanische Unternehmen Energy Transfer und seine Tochtergesellschaft Dakota Access LLC, warfen Greenpeace Verleumdung, Hausfriedensbruch, Belästigung und zivilrechtliche Verschwörung vor.

    Hintergrund der Proteste

    Die Dakota Access Pipeline, ein 1.172 Meilen langes Projekt, das Rohöl vom Norden Dakotas nach Illinois transportiert, stieß von Beginn an auf heftigen Widerstand. Insbesondere die Standing Rock Sioux Tribe protestierte gegen den Bau, da sie befürchtete, dass die Pipeline ihre Wasserversorgung gefährden und heilige Stätten zerstören könnte. Unterstützt wurden sie von zahlreichen Umweltorganisationen, darunter Greenpeace, die auf die ökologischen Risiken des Projekts hinwiesen.

    Vorwürfe gegen Greenpeace

    Energy Transfer warf Greenpeace vor, durch die Unterstützung der Proteste erhebliche finanzielle Schäden verursacht zu haben. Laut Aussagen des Unternehmens habe Greenpeace Demonstranten finanziell unterstützt, mit Ausrüstung versorgt und zu illegalen Aktivitäten angestiftet, um den Bau der Pipeline zu verzögern oder zu verhindern. Diese Aktionen hätten zu erhöhten Sicherheitskosten und Verzögerungen geführt, die das Unternehmen Millionen gekostet hätten.

    Das Urteil und seine Konsequenzen

    Nach einem dreiwöchigen Prozess befand die neunköpfige Jury Greenpeace in mehreren Anklagepunkten für schuldig, darunter Verleumdung und zivilrechtliche Verschwörung. Die Gesamtsumme des Schadensersatzes beläuft sich auf über 660 Millionen US-Dollar, wobei Greenpeace USA den größten Anteil von etwa 404 Millionen US-Dollar tragen muss. Greenpeace International und Greenpeace Fund Inc. wurden jeweils zu Zahlungen von rund 131 Millionen US-Dollar verurteilt.

    Reaktionen und Ausblick

    Greenpeace kündigte umgehend an, gegen das Urteil Berufung einzulegen. Die Organisation sieht in dem Urteil einen Angriff auf das Recht auf freie Meinungsäußerung und friedlichen Protest. Die Geschäftsführerin von Greenpeace USA betonte, dass dieser Rechtsstreit Teil einer Strategie von Unternehmen sei, Gerichte zu nutzen, um abweichende Meinungen zum Schweigen zu bringen. Sie äußerte zudem die Befürchtung, dass das Urteil die Existenz von Greenpeace in den USA bedrohen könnte.

    Energy Transfer hingegen begrüßte das Urteil und bezeichnete es als Sieg für alle gesetzestreuen Amerikaner, die den Unterschied zwischen dem Recht auf freie Meinungsäußerung und der Verletzung von Gesetzen verstehen. Das Unternehmen betonte, dass Greenpeace für seine Handlungen zur Rechenschaft gezogen wurde und dass das Urteil eine Warnung an andere Organisationen sei, die glauben, sie könnten ungestraft gegen das Gesetz verstoßen.

    Implikationen für zukünftigen Umweltaktivismus

    Dieses Urteil könnte weitreichende Folgen für Umwelt- und Aktivistengruppen in den USA haben. Es stellt die Frage, inwieweit zivilgesellschaftliche Organisationen für die Handlungen von Protestierenden haftbar gemacht werden können, insbesondere wenn diese Proteste in zivilen Ungehorsam oder illegale Aktivitäten münden. Rechts- und Verfassungsexperten befürchten, dass solche Urteile eine abschreckende Wirkung auf legitime Proteste haben könnten und somit die Ausübung grundlegender demokratischer Rechte einschränken.

    Darüber hinaus könnte das Urteil Unternehmen ermutigen, sogenannte SLAPP-Klagen (Strategic Lawsuit Against Public Participation) einzureichen, um Kritiker einzuschüchtern und öffentliche Debatten zu unterdrücken. Obwohl viele US-Bundesstaaten Gesetze haben, die solche Klagen verhindern sollen, fehlt ein einheitlicher bundesweiter Schutz, was Aktivisten und Organisationen einem erhöhten Risiko aussetzt.

    Das Urteil gegen Greenpeace markiert einen bedeutenden Moment im Spannungsfeld zwischen Umweltaktivismus und wirtschaftlichen Interessen. Während Unternehmen wie Energy Transfer ihre Projekte vor wirtschaftlichen Schäden und Verzögerungen schützen wollen, betonen Organisationen wie Greenpeace die Notwendigkeit, Umweltschutz und indigene Rechte zu verteidigen. Die kommenden Berufungsverfahren werden zeigen, wie die US-Justiz dieses Gleichgewicht bewertet und welche Auswirkungen dies auf die Zukunft des zivilen Protests in den Vereinigten Staaten haben wird.

    Von Andreas Brucker

  • Sausset-les-Pins: Großreinigung der Mittelmeerküste – Mehr als nur Müllsammeln

    Sausset-les-Pins: Großreinigung der Mittelmeerküste – Mehr als nur Müllsammeln

    Jedes Jahr ziehen Menschen weltweit los, um die Natur von Unrat zu befreien. Im Rahmen des Weltreinigungstags am 21. September fand auch an der Mittelmeerküste, in Sausset-les-Pins in den Bouches-du-Rhône, eine große Aufräumaktion statt. Was für viele wie eine simple Müllsammelaktion erscheinen mag, entpuppt sich bei näherem Hinsehen als wichtiges Statement gegen den steigenden Konsum und die Verschmutzung der Meere.

    Schon mal an einem Strand spazieren gegangen und plötzlich einen Plastikstrohhalm zwischen den Zehen gespürt? Genau solche Erlebnisse sind der Grund, warum sich in Sausset-les-Pins so viele Menschen an der Aufräumaktion beteiligten – bepackt mit Handschuhen, Zangen und einer gehörigen Portion Engagement. Doch was fanden sie dieses Mal? Plastikflaschen, Chipstüten und sogar Bleigewichte von Anglern. Thomas Chesseboeuf, einer der fleißigen Helfer, beschreibt es treffend: „Man entdeckt immer wieder dieselben Dinge.“

    41 Kilo Müll in nur zwei Stunden

    Es war kein kleines Team, das an diesem Tag antrat. Dutzende Freiwillige, darunter auch viele Kinder, stürzten sich auf die Mülljagd. Einer von ihnen, Jules Chamayou, ist gerade einmal acht Jahre alt, aber schon jetzt überzeugt davon, dass seine Hilfe notwendig ist: „Ich sammle seit ich sechs bin gern Müll. Wenn wir es nicht machen, landet das alles im Meer und die Fische fressen es – und dann sterben sie.“ Seine Worte treffen den Kern des Problems. Es geht hier nicht nur um das saubere Erscheinungsbild eines Strandes, sondern um das Überleben der Tierwelt.

    Mit Metalldetektoren bewaffnet, durchsuchte ein anderer Helfer den Sand nach versteckten Schätzen – oder besser gesagt nach eingewühltem Abfall. Er fand Batterien und Alufolien, tief in den Boden gedrückt, kaum sichtbar für das bloße Auge. Innerhalb von nur zwei Stunden sammelten die Freiwilligen unglaubliche 41 Kilo Müll.

    Ein Symbol für unseren Konsum

    Doch wie konnte es überhaupt so weit kommen, dass unsere Strände regelmäßig in Müll versinken? Die Antwort ist einfach, wenn auch erschreckend: Unser Konsumverhalten. „Das zeigt doch, dass wir beim Konsum nicht vorankommen“, sagt die Organisatorin der Aktion, die seit mehr als zehn Jahren für die Umweltorganisation „Planète Perles“ tätig ist. Mit ihrer Aussage trifft sie ins Schwarze. Es geht nicht nur darum, was wir finden, sondern auch, warum wir es überhaupt finden.

    Plastik ist allgegenwärtig. Es begleitet uns im Alltag – und landet allzu oft dort, wo es nicht hingehört. Jedes einzelne Stück Müll, das am Strand von Sausset-les-Pins gefunden wurde, erzählt seine eigene Geschichte. Eine Plastikflasche, die bei einem Sommerpicknick vergessen wurde. Ein Zigarettenstummel, achtlos in den Sand getreten. Ein Chipspaket, das der Wind davongetragen hat. Kleinigkeiten, die sich zu einem globalen Problem summieren.

    Ein globales Phänomen

    Die Aktion in Sausset-les-Pins war nur eine von vielen. Allein an diesem Wochenende fanden in Frankreich mehr als 2.500 ähnliche Aufräumaktionen statt. Doch auch weltweit mobilisiert der Weltreinigungstag Millionen von Menschen. Sie alle verbindet ein gemeinsames Ziel: Die Welt ein Stück sauberer zu machen – für uns, für die Tiere und für die kommenden Generationen.

    Es bleibt jedoch die Frage: Reicht es, einmal im Jahr den Müll zu sammeln? Oder brauchen wir mehr – eine echte Veränderung in unserem Verhalten? Klar ist, dass solche Aktionen wichtig sind. Sie schaffen Bewusstsein und setzen ein Zeichen. Aber sie sind nur ein Tropfen auf den heißen Stein, wenn wir nicht gleichzeitig unser Konsumverhalten ändern.

    Was bleibt nach dem Aufräumen?

    Nach zwei Stunden harter Arbeit und 41 Kilo Müll auf der Waage kehrten die Freiwilligen nach Hause zurück – müde, aber zufrieden. Doch das wahre Ziel liegt in der Zukunft. Es geht darum, den Müllberg im nächsten Jahr kleiner zu machen. Dafür braucht es ein Umdenken bei jedem Einzelnen. Denn die Welt zu verändern beginnt nicht mit einer großen Aktion, sondern mit vielen kleinen Schritten.

    Die Aufräumaktion in Sausset-les-Pins war ein Erfolg, keine Frage. Doch der wahre Sieg wird erst dann errungen, wenn solche Aktionen irgendwann überflüssig werden. Bis dahin bleibt uns nichts anderes übrig, als weiterzumachen – mit Zange und Müllsack in der Hand und dem festen Willen, unseren Planeten zu schützen.

  • Aktivisten bewerfen Monet-Gemälde im Museum von Lyon mit Suppe

    Aktivisten bewerfen Monet-Gemälde im Museum von Lyon mit Suppe

    Claude Monets Gemälde „Le Printemps (Der Frühling)“ wurde im Musée des Beaux-Arts in Lyon von Umweltaktivisten mit Suppe bespritzt.

    Diese Aktion des Kollektivs Riposte Alimentaire fand etwa zwei Wochen nach einer ähnlichen Aktion im Louvre statt, bei der die Mona Lisa mit Suppe beworfen wurde.

    Das Gemälde „Le Printemps“ von Claude Monet wurde am Samstagnachmittag, den 10. Februar, im Musée des Beaux-Arts in Lyon mit Suppe bespritzt. Zu dieser Aktion bekannte sich das Kollektiv Riposte Alimentaire auf dem sozialen Netzwerk X.

    „Dieser Frühling wird der einzige sein, der uns bleibt, wenn wir nicht reagieren. Was werden unsere zukünftigen Künstler malen? Wovon werden wir träumen, wenn es keinen Frühling mehr gibt?“, skandierten die beiden Aktivistinnen des Umwelt-Kollektivs vor dem Gemälde.

    Mit dieser Aktion möchte Riposte Alimentaire auf die sich abzeichnende Klima- und Sozialkrise aufmerksam machen. Das Kollektiv fordert „die Aufnahme der Ernährung in das allgemeine System der sozialen Sicherheit“.

    Eine Aktion, die sofort zahlreiche Reaktionen auf dem sozialen Netzwerk X hervorrief.

    Die Oppositionspolitiker der Stadt Lyon kritisieren diese militante Aktion scharf.

    Am Sonntag, dem 28. Januar, hatte das Kollektiv bereits eine ähnliche Aktion im Louvre in Paris durchgeführt und Suppe gegen das Panzerglas geworfen, das „Die Mona Lisa“ schützt. Zwei Aktivistinnen wurden damals in Polizeigewahrsam genommen. Ein Richter ordnete an, dass die Aktivistinnen einen Beitrag an eine Vereinigung von Opferfamilien zu zahlen hätten, so die Pariser Staatsanwaltschaft.

    In Frankreich werden für die Beschädigung von Kunstwerken maximal sieben Jahre Haft und 100.000 € Geldstrafe verhängt.

  • Frankreich: Staatsrat stoppt Auflösung des Umwelt-Kollektivs „Les Soulèvements de la Terre“

    Frankreich: Staatsrat stoppt Auflösung des Umwelt-Kollektivs „Les Soulèvements de la Terre“

    Der französische Innenminister Gérald Darmanin hatte im März 2023 das Verbot und die Auflösung der militanten Umwelt-Gruppe eingeleitet. Der Minister hatte die Aktivisten beschuldigt, Urheber gewalttätiger Aktionen bei den Protesten gegen die riesigen Wasserstaubecken in Sainte-Soline gewesen zu sein. Nachdem die Umweltbewegung Soulèvements de la Terre im Juni vom Ministerrat aufgelöst wurde, hat der Staatsrat am Donnerstag, dem 9. November, die Aufhebung dieser Regierungsentscheidung bekannt gegeben. Innenminister Gérald Darmanin hatte am 28. März die Auflösung der radikalen Umweltbewegung eingeleitet, da er sie beschuldigt hatte, „Urheber der gewalttätigen Aktionen“ bei Protesten im März in Sainte-Soline (Deux-Sèvres) gegen die dort geplanten Wasserbecken, gewesen zu sein. Die Auflösung der Aktivistengruppe, die mit der „Letzten Generation“ in Deutschland vergleichbar ist, war bereits im August in einem einstweiligen Verfügungsverfahren vom Staatsrat ausgesetzt worden und wird mit de…

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  • Louis Vuitton Boutique von Umwelt-Aktivisten mit oranger Farbe beschmiert

    Louis Vuitton Boutique von Umwelt-Aktivisten mit oranger Farbe beschmiert

    Die Aktivisten fordern größere Investitionen in die thermische Sanierung von Gebäuden.

    Am Montagnachmittag, 2. Oktober in Paris, mitten in der „Fashion Week“, versammelten sich Neugierige und Modefans auf den Champs-Elysées vor dem Hauptsitz von LVMH und dem angrenzenden Geschäft kurz vor der geplanten Modenschau, als drei Umweltaktivisten der Gruppe Dernière Rénovation die Fassade mit einer besonders auffälligen orangefarbenen Farbe besprühten. 

    Die Polizei griff innerhalb von Sekunden ein und verhaftete die Aktivisten, die auf ihren T-Shirts eine Aufschrift in schwarzer Schrift trugen: „Ihr Egoismus tötet“. Eine illegale, aber legitime Aktion, wie Simon, einer der Aktivisten, meint und erklärt: „Die LVMH-Gruppe und insbesondere Kering sind Meister bei der Steuerflucht. Die Steuerflucht in Frankreich beläuft sich auf 15 Milliarden Euro pro Jahr, und unsere Forderung besteht darin, 12 Milliarden Euro pro Jahr in Projekte zur thermischen Gebäudesanierung zu stecken.“

    „LVMH hat Blut an den Händen“
    Diese Forderung sei alles andere als nur eine Anekdote. „Heute ist der Bausektor der drittgrößte Posten bei den Treibhausgasemissionen“, sagt der Aktivist.

    „Es gibt 5 Millionen ungenügend isolierte Unterkünfte in Frankreich, das betrifft ungefähr 12 Millionen Menschen und es gibt jedes Jahr 2.200 Todesfälle, die direkt auf schlechte Wohnbedingungen zurückzuführen sind.“ Das sagt Umwelt-Aktivist Simon gegenüber dem Sender Franceinfo.
    Bessere thermische Isolierung war Bestandteil des Maßnahmenkatalogs des Bürgerkonvents für das Klima und wurde von der Regierung bisher nur ungenügend angegangen, weshalb es zu der illegalen, aber für die Aktivisten von Dernière Rénovation legitimen Aktion kam. Eine Aktion, die nicht verhinderte, dass die Louis Vuitton-Modenschau stattfand – in einem Saal, der mit orangefarbenem Polyethylen ausgekleidet war…

    Draußen vor der Tür führte der Influencer Jeremstar eine weitere Protestaktion durch. Mit Kunstblut bedeckt, in einer Verkleidung als „gehäutete Schlange“, lief er über einen Laufsteg und rief: „Ihre Handtaschen und Accessoires lassen Tiere leiden. LVMH hat Blut an den Händen!“

  • Frankreich: Verbot der Umweltbewegung „Soulèvements de la Terre“ vom Staatsrat ausgesetzt

    Frankreich: Verbot der Umweltbewegung „Soulèvements de la Terre“ vom Staatsrat ausgesetzt

    Politiker der linken Seite des politischen Spektrums in Frankreich begrüßen die Entscheidung des Staatsrats, des höchsten französischen Verwaltungsgerichts, der am Freitag, dem 11. August, die drohende Auflösung und das Verbot des Kollektivs „Les Soulèvements de la Terre“ (Aufstände der Erde) ausgesetzt hat. Innenminister Gérald Darmanin hat diese Runde verloren. Der Staatsrat hat am Freitag, dem 11. August, die Entscheidung, die Umweltbewegung „Les soulèvements de la Terre“ aufzulösen, ausgesetzt. Für das höchste Gericht des Landes „lassen weder die in der Akte hinterlegten Unterlagen noch der Meinungsaustausch während der Anhörung die Annahme zu, dass das Kollektiv in irgendeiner Weise gewalttätige Handlungen gegenüber Personen billigt“.

    Für die Umweltaktivisten ist das eine Genugtuung. „Es ist eine große Erleichterung zu wissen, dass wir unsere Bewegung weiterführen können“, präzisiert Léna Lazard, Mitglied des Kolle…

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  • Gipfeltreffen für globalen Finanzpakt: Symbolische Aktion am Eiffelturm

    Gipfeltreffen für globalen Finanzpakt: Symbolische Aktion am Eiffelturm

    Umweltaktivisten rufen die globale Finanzwelt dazu auf, aus der fossilen Energieindustrie auszusteigen. Am Mittwoch, 21. Juni, trafen sich etwa 15 Umweltaktivisten um 8.30 Uhr auf dem Trocadero-Platz in Paris zu einer symbolischen Aktion. Die Aktivisten spannten ein transparentes Banner auf und verwandelten den Eiffelturm durch optische Effekte in eine riesige Windkraftanlage. Das Banner trug die folgende Botschaft: „End fossil finance. Make polluters pay“.

    Unter den anwesenden Aktivisten waren auch das „Glasgow action team“ und die NGO „350.org“, Mitorganisatoren der Aktion, die einen Tag vor der Eröffnung des Gipfels für einen neuen globalen Finanzpakt in der Hauptstadt stattfand. Die Umweltorganisationen rufen die anwesenden Staats- und Regierungschefs dazu auf, die globale Finanzwirtschaft aus der fossilen Energieindustrie herauszulösen: „Das Geld ist vorhanden, das Problem ist, dass es heute in fossile Energieträger investiert wir…

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  • Politik: Das Öko-Kollektiv „Les Soulèvements de la Terre“ wird aufgelöst

    Politik: Das Öko-Kollektiv „Les Soulèvements de la Terre“ wird aufgelöst

    Innenminister Gérald Darmanin legte dem Ministerrat am Mittwoch, dem 21. Juni, das Dekret zur Auflösung des Kollektivs „Les Soulèvements de la Terre“ (Die Aufstände der Erde) vor. Das Kollektiv, das von der Linken und den Grünen unterstützt wird, ist zu einem Symbol der Spaltung geworden.  Das Klima- und Öko-Kollektiv „Aufstände der Erde“ wurde am Mittwochmorgen, dem 21. Juni, im Ministerrat offiziell aufgelöst. Die Regierung wirft ihnen vor, gewalttätige Aktionen durchzuführen. Das Kollektiv „Soulèvements de la Terre“ wurde 2021 in Notre-Dame-des-Landes gegründet. Ein Verbotsverfahren war bereits im März eingeleitet worden, nachdem es in Sainte-Soline (Deux-Sèvres) zu gewaltsamen Zusammenstößen zwischen den Ordnungskräften und den Umweltschützern bei Demonstrationen gegen geplante Wasserrückstaubecken gekommen war. Klage vor dem Staatsrat geplantMitglieder des Kollektivs waren auch bei der verbotenen Demonstration gegen die Eisenbahnlinie zwischen Lyon und Turin dabei, erklärt de…

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  • Emmanuel Macron fordert Auflösung der Öko-Protest-Gruppe „Les soulèvements de la Terre“

    Emmanuel Macron fordert Auflösung der Öko-Protest-Gruppe „Les soulèvements de la Terre“

    Am Mittwoch, dem 14. Juni, forderte Emmanuel Macron von Elisabeth Borne die Einleitung der Auflösung des Vereins „Les soulèvements de la Terre“ (Die Aufstände der Erde). Die Auflösung des Vereins „Les soulèvements de la Terre“ soll eingeleitet werden, forderte Emmanuel Macron von Elisabeth Borne am Mittwoch im Ministerrat, berichtet die Zeitung Les Echos. Das Umweltkollektiv ist seit einigen Monaten im Visier der Behörden. Gérald Darmanin hatte am 28. März ein Auflösungsverfahren eingeleitet, nachdem es während der Mobilisierungen gegen die Mega-Wasserbecken in Sainte-Soline zu Zusammenstößen gekommen war. Der Innenminister hatte die Gruppe insbesondere beschuldigt, hinter den besonders gewalttätigen Aktionen bei den verbotenen Demonstrationen zu stecken, und die „extreme Gewalt von Gruppierungen, die manchmal seit sehr vielen Jahren unter Beobachtung der Sicherheitsbehörden stehen“ angeprangert. Das Thema kam am vergangenen Sonntag wieder auf, nachdem Aktivisten in der Nähe von Nantes…

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  • César 2023: Umwelt-Aktivistin sorgt für Unterbrechung bei den französischen Oskars

    César 2023: Umwelt-Aktivistin sorgt für Unterbrechung bei den französischen Oskars

    Die Zeremonie der 48. César-Verleihung wurde durch eine Aktion der Aktivistengruppe Dernière rénovation unterbrochen. Eine junge Frau, die ein T-Shirt mit der Aufschrift „We have 761 days left“ („Es bleiben uns noch 761 Tage“) trug, musste evakuiert werden.

    Eine Aktivistin der Gruppe Dernière rénovation unterbrach am Freitag, dem 24. Februar, die Zeremonie der César 2023. Sie kletterte während eines Auftritts des Komikers Ahmed Sylla und der Schauspielerin Léa Drucker auf die Bühne. Die junge Frau stand mit erhobener Hand auf der Bühne. Sie trug ein weißes T-Shirt mit der schwarz geschriebenen Botschaft „We have 761 days left“ („Es bleiben uns noch 761 Tage“).

    Die Protestaktion führte zu einer vorübergehenden Unterbrechung der Preisverleihung und der Sender Canal plus stellte sogar vorübergehend die Übertragung von Live-Bildern ein. Die Fernsehzuschauer waren also nicht dabei, als die junge Frau evakuiert wurde.

    „Aufruf zum Widerstand“
    Sehr kurz nach der Unterbrechung wurde die Protestaktion von der Gruppe Dernière rénovation auf Twitter für sich beansprucht. „Nina, eine Bürgerin, die Dernière Rénovation unterstützt, unterbricht die 48. Zeremonie der #Cesar2023 live auf der Bühne des Olympia, am Freitag, dem 24. Februar. Dieses Ereignis markiert die Wiederaufnahme der Aktionen der Kampagne des zivilen Widerstands“, schieben die Umweltaktivisten in ihrem Post.

    „Frankreich erlebt in diesem Winter 32 Tage Trockenheit: Das ist nur ein Vorgeschmack auf die Welt mit +4°, die uns der Minister für den Übergang Christophe Béchu voraussagt. Die Kampagne leiht sich die Medienbühne der Césars, um diesem Aufruf zum Widerstand überall und von allen Gehör zu verschaffen“, so Dernière rénovation. „Es ist an der Zeit, die Augen für die sich anbahnende Katastrophe zu öffnen und sich gegen eine Machtelite zu erheben, die uns an den Rand des Abgrunds bringt. Unsere kollektive Verantwortung ist es, zu handeln, um uns zu retten. Unsere Regierenden werden das nicht tun, das haben sie bewiesen“.