Schlagwort: Ukraine

  • Frankreich weist 35 russische Diplomaten aus

    Frankreich weist 35 russische Diplomaten aus

    Frankreich hat angekündigt, im Rahmen einer gemeinsamen europäischen Aktion 35 russische Diplomaten auszuweisen. „Frankreich hat heute Abend beschlossen, eine Reihe von russischen Mitarbeitern mit diplomatischem Status, die in Frankreich stationiert sind und deren Aktivitäten gegen unsere Sicherheitsinteressen verstoßen, auszuweisen“, erklärte das Außenministerium am Montag in einer Mitteilung. Es wurde bekannt, dass 35 russische Diplomaten ausgewiesen werden sollen. „Diese Aktion ist Teil eines europäischen Vorgehens“, teilte das Außenministeriums in seiner Erklärung mit. „Unsere erste Verantwortung ist es, die Sicherheit der Franzosen und Europäer zu gewährleisten“. Lesen Sie auch: Ukraine: Macron will neue Sanktionen gegen Russland nach “unerträglichen Szenen” in Butscha Auch Deutschland hat am Montag eine „beträchtliche Anzahl“ russischer Diplomaten ausgewiesen. Außenministerin Annalena Baerbock nannte dies eine Reaktion auf die „unglaubliche Brutalität“, die den Kreml-Truppen in d…

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  • Ukraine-Krieg: Ist in Frankreich ein Mangel an bestimmten Verbrauchsgütern zu befürchten?

    Ukraine-Krieg: Ist in Frankreich ein Mangel an bestimmten Verbrauchsgütern zu befürchten?

    Aufgrund des Krieges in der Ukraine besteht die Gefahr, dass bestimmte Verbrauchsgüter knapp werden könnten. Müssen sich die Franzosen Sorgen machen?

    Einige Verbraucher tätigen aus Angst vor einer ungewissen Zukunft heute schon Hamsterkäufe. Das ist der Grund, warum man in manchen Supermärkten zum Beispiel ab und zu kein Sonnenblumenöl findet. Der Grund sind nicht tatsächliche Engpässe in der Versorgung. Die Regale in den französischen Supermärkten werden nach wie vor täglich wieder aufgefüllt.

    Nach Meinung von Branchenspezialiten wie Michel-Éduard Leclertc ist es also das Verhalten der Verbraucher, das zu einer Verknappung führen kann. Leere Regale sind die Folge von Ängsten der Verbraucher. Sie neigen dazu, ein Produkt mehr zu kaufen, als sie eigentlich geplant hatten, und so kurze Engpässe zu verursachen.

    Lesen Sie auch: Michel-Édouard Leclerc: Preis für Toilettenpapier wird “erheblich steigen”

    Tatsächlich ist aber ist eines der ersten Produkte, bei dem es zu Engpässen kommen kann, die Sonnenblume. Drei Viertel der Weltproduktion stammt aus Russland und der Ukraine und einige wenige Einzelhändler haben begonnen, die Verkäufe zu rationieren, insbesondere bei Frittieröl. In Frankreich hat die Metro-Kette, die Restaurants und gewerbliche Kunden beliefert, eine mögliche Verknappung vorweggenommen, indem sie den Verkauf rationiert hat.

    Im Moment gibt es noch keine Probleme, aber wenn der Krieg länger andauert, könnte es zu spürbaren Engpässen bei Sonnenblumenöl kommen. Aber die Verbracuher können jederzeit zum Beispiel auf Rapsöl zurückgreifen. Ein wirklicher mangel an Öl wird nicht eintreten.

    Lesen Sie auch: Engpässe: Manche Waren werden in belgischen und französischen Supermärkten rationiert

    Die Ukraine ist auch ein sehr wichtiger Getreide- und vor allem Weizenproduzent. Bei Getreide für Brot und Teigwaren gibt es allerdings keinen Grund zur Sorge, da Frankreich selbst ein sehr großer Produzent von Qualitätsweizen ist. Derzeit exportiert Frankreich etwa 50% seiner Weizenproduktion. Sollte bes zu spürbaren Engpässen kommen, dann kann Frankreich auf Kosten des Exports den lokalen Markt bevorzugen.

    Sorgen bereitet jedoch das Getreide, das als Tierfutter verwendet wird. Ein längerer Wegfall des billigeren Getreides aus der Ukraine könnte sich möglicherweise in einem deutlichen Anstieg der Preise für Tierfutter und damit auch der Fleischpreise niederschlagen.

    Allerdings hat die Ukraine angekündigt, dass sie trotz des Krieges etwa Hälfte der normalen Getreidemenge wird produzieren können. Es dürfte also ’nur‘ die Hälfte der ukrainischen Produktion fehlen. Auch China, die USA, Kanada und natürlich Frankreich produzieren Getreide. Ein Anstieg der Verbraucherpreise ist leider zu erwarten, und das kann insbesondere ärmeren Länder grosse Probleme bereiten. Aber nicht für Frankreich.

    Ein weiteres Produkt, das Sorgen bereiten könnte, sind Düngemittel. Auch diese werden in grossem Umfang in der Ukraine für den Weltmarkt produziert. Hier können sich Preissteigerungen direkt auf die Preise landwirtschaftlicher Produkte auswirken.

    Generell muss man also eher einen Anstieg der Inflation als eine Knappheit befürchten. 

    Lesen Sie auch: Krieg in der Ukraine: Welche Auswirkungen wird er auf die Preise für Öl, Gas…

  • Massaker in Butscha: Kann Wladimir Putin selbst wegen „Kriegsverbrechen“ angeklagt werden?

    Massaker in Butscha: Kann Wladimir Putin selbst wegen „Kriegsverbrechen“ angeklagt werden?

    Wird Wladimir Putin in einigen Jahren wegen Kriegsverbrechen vor Gericht gestellt werden können, wie man es etwa mit Slobodan Milosevic nach dem Krieg im ehemaligen Jugoslawien in den 1990er Jahren gemacht hat? Nach den Massakern in Butscha stellen sich viele Menschen diese Frage. Angesichts der in Butscha entdeckten Gräueltaten stellt sich die Frage nach einer strafrechtlichen Verfolgung von Wladimir Putin wegen Kriegsverbrechen. Bereits nach der tödlichen Bombardierung der Entbindungsstation und des Kinderkrankenhauses in Mariupol am 8. März hatte ihn die ukrainische Regierung einiger Kriegsverbrechen beschuldigt. Wenige Tage zuvor, nämlich am 2. März, hatte der Internationale Strafgerichtshof (IStGH) bereits eine Untersuchung von Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Kriegsverbrechen eingeleitet, die in der Ukraine seit November 2013, dem Beginn des Konflikts zwischen Russland und der Ukraine, mutmasslich begangen wurden. „Unsere Arbeit, Beweise zu sammeln, hat begonnen“, sagte St…

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  • Ukraine: Macron will neue Sanktionen gegen Russland nach „unerträglichen Szenen“ in Butscha

    Ukraine: Macron will neue Sanktionen gegen Russland nach „unerträglichen Szenen“ in Butscha

    Präsident Emmanuel Macron äußerte sich am Montagmorgen erneut zu den Leichenfunden in der ukrainischen Stadt Butscha. Er wünscht sich neue Sanktionen gegen Russland wegen dieser wahrscheinlichen Kriegsverbrechen. Emmanuel Macron hat sich am Montag, 4. April, dafür ausgesprochen, dass die Europäische Union neue Sanktionen gegen Russland beschließt und dabei auch Öl und Kohle erwähnt, nachdem in der Region Kiew, insbesondere in Butscha, hunderte Leichen von Zivilisten gefunden wurden. „Was in Butscha passiert ist, macht ein neues Sanktionspaket und sehr klare Maßnahmen erforderlich“, sagte der französische Präsident auf France Inter. „Also werden wir uns mit unseren europäischen Partnern, insbesondere Deutschland“ in „den nächsten Tagen“ abstimmen, fügte er hinzu und sprach von individuellen Sanktionen und Maßnahmen in Bezug auf „Kohle und Öl“.

    Mit dem, was gerade passiert, insbesondere „in Mariupol, müssen wir das Signal aussend…

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  • Macron: „Russland muss sich für Verbrechen in der Ukraine verantworten“

    Macron: „Russland muss sich für Verbrechen in der Ukraine verantworten“

    Präsident Emmanuel Macron verurteilte am Sonntag die „unerträglichen“ Bilder von ermordeten Zivilisten in der ukrainischen Stadt Butscha und forderte, die russischen Machthaber müssten „für diese Verbrechen geradestehen“. „Auf den Straßen wurden Hunderte von Zivilisten feige ermordet“, schreibt Macron auf Twitter und bezieht sich dabei auf die Stadt Butscha vor den Toren Kiews, aus der sich die russischen Streitkräfte vor wenigen Tagen zurückzogen.

    Am Samstag tauchten schockierende Bilder von toten Zivilisten in den Straßen von Butscha auf. Die erschütternden Bilder wurden von führenden westlichen Politikern einhellig verurteilt. Die Bilder entstanden am selben Tag, an dem die Ukraine die Stadt für vom russischen Militär befreit erklärte. Mehr als 300 Einwohner von Butscha seien getötet worden, sagte Bürgermeister Anatoliy Fedoruk am Samstag gegenüber der Presseagentur Reuters. Vor einer Kirche der Stadt befinde sich ein off…

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  • Polen kritisiert Frankreich und Deutschland wegen zu großer Nähe zu Russland

    Polen kritisiert Frankreich und Deutschland wegen zu großer Nähe zu Russland

    Der stellvertretende polnische Ministerpräsident hat in einem am Sonntag veröffentlichten Interview Frankreich und Deutschland vorgeworfen, zu enge Beziehungen zu Russland zu unterhalten. „Deutschland ist ebenso wie Frankreich stark auf Moskau fixiert“, sagte Jaroslaw Kaczynski, der auch Vorsitzender der Regierungspartei Recht und Gerechtigkeit (PiS) ist, in einem Interview mit der deutschen Tageszeitung Die Welt. „Über Jahre hinweg wollte die deutsche Regierung nicht sehen, was Russland unter der Führung von Putin tut, und das Ergebnis erleben wir heute“, sagte Kaczynski. „Polen ist nicht zufrieden mit der Rolle Deutschlands in Europa“, fügte er hinzu. Der stellvertretende polnische Ministerpräsident verurteilte Berlin vor allem dafür, dass es nicht genügend Waffen an die Ukraine liefert und sich weigert, ein Embargo zumindest für den Import von Öl aus Russland zu verhängen. „Es ist wichtig zu wissen, dass Russland vier- bis fünfmal mehr Einnahmen aus dem Ölverkauf als aus dem Gasverk…

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  • Engpässe: Manche Waren werden in belgischen und französischen Supermärkten rationiert

    Engpässe: Manche Waren werden in belgischen und französischen Supermärkten rationiert

    In Frankreich und Belgien befürchten einige Supermärkte, dass es durch den Ukraine-Krieg bei bestimmten Produkten zu Engpässen kommen könnte. In Perpignan rationiert ein Supermarkt nun Sonnenblumenöl.

    In Belgien sind in Supermärkten aufgrund von Lieferproblemen einige Regale mit Mehl oder Öl teilweise leer. Um Engpässe zu vermeiden, rationieren Handelsketten wie Lidl bestimmte Waren und bitten die Kunden, vernünftig zu bleiben. Die Verbraucher sind geteilter Meinung. „Man sollte vermeiden, wie wir es während der Covid-Krise gesehen haben, dass die Leute sich zum Beispiel auf Toilettenpapier stürzen“, amüsiert sich ein Kunde auf France 2.

    Auch in Frankreich
    In Frankreich wurde gerade ein Hinweisschild in einem Geschäft in der Nähe von Perpignan (Pyrénées-Orientales) ausgehängt: maximal drei Flaschen Sonnenblumenöl pro Kunde. „Ich nehme ein bisschen mehr Öl, Nudeln und so“, gesteht eine Kundin. Nachdem einige Einzelhändler schon mit der Rationierung beginnen, räumt einer von ihnen gegenüber France Télévisions ein, dass es Probleme bei der Versorgung gibt. Öl, Nudeln oder Zucker könnten die am stärksten betroffenen Produkte sein.

  • In Nizza lernen ukrainische Kinder Französisch und finden ihr Lächeln wieder

    In Nizza lernen ukrainische Kinder Französisch und finden ihr Lächeln wieder

    In Nizza lernen ukrainische Kinder und Jugendliche die Grundlagen der französischen Sprache. Der Unterricht wird von ukrainischen Lehrern erteilt, die auch aus ihrem Land geflohen sind.

    Seit dem 21. März werden in Nizza Französischkurse für Kinder und Jugendliche zwischen 11 und 18 Jahren, aber auch für ukrainische Erwachsene angeboten. Die Klassenräume befinden sich in dem Phoenix-Park, um alle Interessenten aufnehmen zu können. In zweistündigen Unterrichtseinheiten werden hier täglich mehr als 200 Schülerinnen und Schüler betreut.

    Hundert Lehrer wurden kontaktiert.
    Um die Schüler in die Grundlagen der französischen Sprache einzuführen, haben die Organisatoren ukrainische Französischlehrer angeworben, die ebenfalls vor dem Krieg in der Ukraine geflohen sind. Im Zentrum der Maßnahme steht der Verein Francophonia, der pädagogische Schulungen für Lehrer und Studenten für Französisch als Fremdsprache anbietet.

    Die Organisation kontaktierte 120 Französischlehrer in der Ukraine, „um ihnen zu sagen, dass wir Lösungen für sie finden können, was Unterkunft und Verpflegung betrifft, wenn sie dafür ein wenig ihrer Zeit opfern. Aber einige haben zu viel Angst, die Ukraine zu durchqueren, sie sind mit Kindern unterwegs und haben Angst vor den Risiken“, sagte der Direktor der Schule, Yann Librati, gegenüber der Zeitung 20 Minuten in Nizza.

    Um ihre ukrainischen Kollegen zu unterstützen, wurden französische Lehrer im Ruhestand um Hilfe gebeten. Neben dem Erlernen der Sprache sind für die Kinder die Rituale wichtig, kleine Aktivitäten, die sich jeden Tag wiederholen.

    Und Fortschritte sind bereits spürbar, wie Nataliia Putivtsev, Französischlehrerin von der Universität Charkiw, feststellt: „Sie beginnen zu lächeln, sie werden offener, denn hier herrscht eine warme Atmosphäre“.

    Laut dem Direktor der Vereinigung Francophonia werden die Schüler etwa drei Wochen brauchen, um die elementaren Grundlagen der französischen Sprache zu erlernen, was es den Kindern ermöglichen soll, nach den Osterferien eine reguläre Schule zu besuchen.

    Bereits 780 Personen haben sich für zwei tägliche Stunden Unterricht von Montag bis Freitag angemeldet. Bisher hat die Stadt Nizza 1.600 der 30.000 Ukrainer aufgenommen, die in Frankreich registriert sind.

  • Ukraine-Krieg: Supermärkte haben Probleme beim Nachschub

    Ukraine-Krieg: Supermärkte haben Probleme beim Nachschub

    Der Krieg in der Ukraine hat inzwischen Auswirkungen auf den Alltag in Frankreich. Die Industrie ist besorgt und einige Geschäfte führen Rationierungen für Produkte wie Sonnenblumenöl ein.

    In einem Geschäft in Montpellier (Hérault) ist das Sonnenblumenöl im Regal halb leer. Darüber hängt ein Zettel, auf dem steht, dass der Kauf auf vier Flaschen pro Person beschränkt ist. In einem anderen Geschäft in Perpignan (Pyrénées-Orientales) sind es drei Liter pro Einkaufswagen. Die Supermärkte haben Lieferschwierigkeiten und bitten die Kunden daher, sich zurück zu halten. „Vielleicht ist es gar nicht so schlecht, dass wir uns jetzt einschränken, damit wir möglichst lange etwas davon haben“, meint eine Kundin gegenüber France 2. Eine andere findet die Situation besorgniserregend und plant, mehr auf Vorrat zu kaufen.

    Einige Geschäfte beginnen daher, solche Hinweise auszuhängen. Die großen Einzelhandelsunternehmen versichern jedoch, dass derzeit keine Gefahr einer allgemeinen Verknappung besteht, sondern dass die Geschäfte lediglich einem möglichen Ansturm auf bestimmte Grundnahrungsmittel zuvorkommen wollen. Nur ein Geschäft gibt an, Lieferschwierigkeiten zu haben. Aufgrund des Krieges in der Ukraine könnten sich solche Probleme in einigen Monaten vervielfachen, insbesondere bei Weizenprodukten. In Belgien, Deutschland und Spanien haben Geschäfte bereits damit begonnen, die Verkäufe zu rationieren.

  • Gérard Depardieu: „Das russische Volk ist nicht verantwortlich“für die „inakzeptablen Entgleisungen“ Putins

    Gérard Depardieu: „Das russische Volk ist nicht verantwortlich“für die „inakzeptablen Entgleisungen“ Putins

    Der französische Schauspieler, der oft wegen seiner Beziehungen zu den russischen Machthabern kritisiert wird, äußerte sich jetzt in einem Statement gegen die Invasion der Ukraine.

    Der französische Schauspieler Gérard Depardieu, weltweit bekannt als Obelix in den Asterix-Filmen, verurteilte am Donnerstag die „verrückten, inakzeptablen Entgleisungen“ von Wladimir Putin und kündigte an, dass alle Einnahmen aus seinen drei Konzerten, die er Anfang April im Théâtre des Champs-Elysées geben wollte, „den ukrainischen Opfern zugutekommen“ würden.

    „Inakzeptable verrückte Entgleisungen Putins“
    „Das russische Volk ist nicht verantwortlich für die verrückten, inakzeptablen Entgleisungen ihrer Führer wie Wladimir Putin“, erklärte der Star, der dem russischen Präsidenten in der Vergangenheit sehr nahe stand, in einer Erklärung gegenüber der Nachrichtenagentur AFP. Vom 1. bis 3. April wird er im Théâtre des Champs-Elysées in Paris auftreten.

    Lesen Sie auch: Schauspieler Gérard Depardieu, enger Vertrauter Putins, fordert, “die Waffen ruhen zu lassen und zu…

    „Die gesamten Einnahmen der drei Konzerte, die ich im Théâtre des Champs-Élysées gebe, (…) werden den ukrainischen Opfern dieses tragischen Bruderkriegs zugutekommen“, bekräftigt der Schauspieler. „Ich hatte schon immer eine eigenartige Vorliebe für das russische Volk, das von Dostojewski, Tolstoi, Gogol, Pasternak und so vielen anderen Künstlern so treffend beschrieben wurde, Tschaikowsky, Prokofjew, Schostakowitsch…“, betont Gérard Depardieu. Am 1. März, dem sechsten Tag der russischen Invasion in der Ukraine, hatte Gérard Depardieu bereits dazu aufgerufen, „die Waffen ruhen zu lassen und zu verhandeln“.

    Russischer Reisepass und Lob für Putin.
    Das Enfant terrible des französischen Kinos, das sowohl die französische als auch die russische Staatsbürgerschaft besitzt, hatte im Januar 2013 einen russischen Pass erhalten, da er mit der Steuerpolitik von Präsident François Hollande nicht einverstanden war. „Ich finde es normal, zu zahlen, aber nicht an Arschlöcher, die denken, dass sie Gutes tun“, hatte er 2014 der Wochenzeitung Le Point gesagt. Seitdem hat Gérard Depardieu immer wieder seine neue Heimat Russland als „große Demokratie“ gepriesen und Wladimir Putin gelobt, den er unter anderem mit Papst Johannes Paul II. verglichen hat.