Schlagwort: Ukraine

  • Ukraine-Krieg: Hat der Lebensmittelkonzern Bonduelle Lebensmittel an die russischen Streitkräfte geliefert?

    Ukraine-Krieg: Hat der Lebensmittelkonzern Bonduelle Lebensmittel an die russischen Streitkräfte geliefert?

    Der französische Konzern Bonduelle, der noch immer in Russland tätig ist, wird nach Veröffentlichungen in russischen sozialen Netzwerken jetzt beschuldigt, die Invasion der Ukraine zu unterstützen.

    Der französische Lebensmittel Multi Bonduelle, der sich auf die Vermarktung von Gemüse spezialisiert hat, wird aufgrund von Bildern, die am 30. Dezember in russischen sozialen Netzwerken erschienen, beschuldigt, den russischen Invasionskrieg in der Ukraine zu unterstützen.

    Lesen Sie auch: Ukraine-Krieg: Für Wladimir Putin ist das “moralische Recht auf der Seite…

    Ein Post von „Ярцево LIVE“ auf VKontakt (dem russischen Facebook), der inzwischen gelöscht wurde jedoch inzwischen aber auch auf Twitter verbreitet wurde, zeigt ein Foto eines Korbes voller Bonduelle-Konserven mit einer Beschreibung, die impliziert, dass der französische Konzern die russische Seite aktiv unterstützen würde.

    Laut demselben Post seien 10.000 dieser Körbe ausgeliefert worden, zusammen mit einem Flugblatt, auf dem zu lesen war: „Wir wünschen Ihnen alles Gute und einen schnellen Sieg!“.

    „Irreführende Informationen“?
    „Ярцево LIVE“ erwähnt außerdem Ekaterina Eliseeva, Mitglied des Exekutivkomitees der Gruppe und Geschäftsführerin von Bonduelle EurAsia Markets, die den russischen Streitkräften einen „schnellen Sieg“ wünscht. Ebendiese Ekaterina Eliseeva hat die Akademie des FSB, des Nachfolgegeheimdienstes des sowjetischen KGB, durchlaufen, um Übersetzerin zu werden. Sie ist jedoch nicht unbedingt mit dem FSB verbunden.

    Die Nachricht wurde in der Ukraine sofort von Persönlichkeiten und Medien wie Obozrevatel aufgegriffen. In Frankreich wurde sie von dem unabhängigen Journalisten Stéphane Kenech gesehen, der auf die Ähnlichkeit des Kleidungsstücks, das ein Mann auf dem Foto des mit Bonduelle-Konserven gefüllten Korbs trug, mit einer russischen Uniform hinwies.

    In einer Erklärung des Konzerns, die am 31. Dezember erschien, wurden „irreführende Informationen“ sowie Aussagen, die den Mitgliedern des Unternehmens zugeschrieben wurden, dementiert. Bonduelle gibt jedoch an, dass das Unternehmen weiterhin in Russland tätig sei, „mit dem einzigen Ziel, den Zugang der Bevölkerung zu wichtigen Nahrungsmitteln zu gewährleisten“.

    Bonduelle ist weiterhin in Russland tätig
    Das Unternehmen hält in der Tat seine Aktivitäten in Russland aufrecht und verweist auf saisonale Aktivitäten, deren Einstellung „sowohl kurz- als auch langfristig schwerwiegende Folgen hätte“.

    Der Konzern sieht es als seine „Verantwortung an, den Zugang der Bevölkerung zu grundlegenden Nahrungsmitteln zu gewährleisten und alles zu tun, um nicht zu einer Nahrungsmittelknappheit beizutragen“.

    Bonduelle bekräftigt jedoch, dass alle Gewinne, die während des Konflikts durch Verkäufe in Russland erzielt wurden, „für den künftigen Wiederaufbau der Infrastruktur und der Agrar- und Lebensmittelökosysteme, die durch den Konflikt in der Ukraine geschädigt wurden, bestimmt sind“.

    Der Konzern führt nach eigenen Angaben in Verbindung mit NGOs Lebensmittelspenden durch. Bonduelle teilte auf seinem russischen Telegram-Konto mit, dass es an der Operation „Paniers de Bienveillance“ teilnimmt, einer Initiative der russischen Lebensmittelbank, die Lebensmittelkörbe an Bedürftige liefert.

    Wie der französische Journalist Stéphane Kenech berichtet, spricht der Leiter des russischen Bezirks Podolsk, Dmitry Zharikov, auf seinem Telegram-Account jedoch von der Initiative „Körbe des Wohlwollens“ als einer Initiative, die „Geschenke für Militärangehörige und ihre Familien sammeln“ solle.

    Es ist also durchaus möglich, dass einige dieser Körbe in den Händen von Familien von Soldaten gelandet sind, die sich derzeit an der Front befinden. Wie die Zeitung Journal du Dimanche bereits zu Beginn des Krieges berichtete, sind ethnische Minderheiten und die Ärmsten Bevölkerungsschichten unter den russischen Soldaten überrepräsentiert.

  • Ukraine-Krieg: Luftangriffe auf Kiew – tödliches Neujahrsfest

    Ukraine-Krieg: Luftangriffe auf Kiew – tödliches Neujahrsfest

    Auch am Montag, dem 2. Januar, flogen Drohnen und Raketen in den frühen Morgenstunden auf Kiew. Schon der Neujahrstag war von Dutzenden russischen Luftangriffen geprägt, bei denen mindestens vier Menschen in der ukrainischen Hauptstadt und anderen Teilen des Landes getötet wurden.

    Am Montag, dem 2. Januar, wurde Kiew erneut von einem russischen Luftangriff heimgesucht. Sergej Popko, Leiter der Militärverwaltung von Kiew, forderte gegen 01:00 Uhr (23:00 Uhr GMT) auf Telegram die Bevölkerung auf: „Bleibt in den Bunkern“. Die Verwaltung teilte später mit, dass „20 Luftziele abgeschossen wurden“.

    „Die Luftabwehr funktioniert… Fragmente von Balkonen und Fenstern eines Wolkenkratzers wurden im Bezirk Desnyanskyi beschädigt“, teilte Popko mit. Die Warnung wurde etwa drei Stunden später wieder aufgehoben.

    „Die Russen haben mehrere Wellen von Shahed-Drohnen gestartet“, sagte Oelksii Kuleba, Leiter der Militärverwaltung der Region Kiew, und bezog sich damit auf die explosiven Kamikaze-Drohnen iranischer Herstellung. „Sie zielen auf kritische Infrastrukturen“, fügte er hinzu. Nach Angaben des Kiewer Bürgermeisters Vitali Klitschko wurde ein 19-jähriger Mann im Bezirk Desnyanskyi von Glassplittern verletzt und in ein Krankenhaus gebracht.

    Kurz vor und nach dem Jahresübergang auf 2023 waren bei Bombenangriffen auf Kiew und sieben andere Regionen nach Angaben der ukrainischen Behörden bereits mindestens vier Menschen ums Leben gekommen und 50 verletzt worden. Moskau behauptete, man habe nur Einrichtungen zur Herstellung von Drohnen angegriffen.

    Im Zentrum von Kiew schlitzte eine Rakete in der Neujahrsnacht die Fassade eines Hotels auf und der örtliche Polizeichef Andrij Nebitow veröffentlichte auf Facebook ein Foto, auf dem die Überreste einer Drohne mit den Worten „Frohes Neues Jahr“ in russischer Sprache zu sehen waren. Die ukrainische Luftwaffe teilte mit, sie habe in der Nacht von Samstag auf Sonntag 45 Shahed-Drohnen abgeschossen.

    Im Laufe des Sonntags, „führte der Feind 35 Luftschläge durch, bei denen er unter anderem die Drohne ‚Shahed-136‘ einsetzte“. Alle von Russland abgefeuerten Drohnen seien zerstört worden, teilte der Generalstab der ukrainischen Armee am Sonntagabend mit.

    „Die russischen Besatzer“, so hieß es weiter, hätten außerdem „16 Mal mit Mehrfachraketenwerfern geschossen, insbesondere auf das Kinderkrankenhaus in Cherson“, einer südlichen Stadt, die regelmäßig bombardiert wurde, seit sie im Herbst von ukrainischen Soldaten zurückerobert worden war.

    Die Russen „sind am Verlieren. Drohnen, Raketen und alles andere werden ihnen nicht helfen. Denn wir stehen zusammen“, reagierte Präsident Wolodymyr Selenskyj am Sonntagabend in seiner täglichen Ansprache.

    „Und sie werden der Ukraine nicht ein einziges Jahr wegnehmen, sie werden uns nicht unsere Unabhängigkeit nehmen. Wir werden ihnen nichts geben. Wir antworten auf jeden russischen Schlag (…) auf all unsere Städte und Gemeinden“, sagte Selenskyj.

    Russland veröffentlichte seinerseits, in der Nacht von Samstag auf Sonntag „einen Präzisions-Luftangriff mit großer Reichweite gegen Einrichtungen der ukrainischen Rüstungsindustrie durchgeführt zu haben, die an der Herstellung von Angriffsdrohnen beteiligt sind, die für Terroranschläge gegen Russland eingesetzt werden“.

    Moskau bezeichnet ukrainische Militäroperationen auf russischem Territorium oder gegen russische Infrastrukturen in der Ukraine häufig als „Terrorakte“.

    Die russische Armee erklärte zudem, dass sie ihre Offensive in der Region Donezk im Osten der Ukraine, wo sich derzeit der Großteil der Kämpfe konzentriert, fortsetze.

    Der Generalstab der ukrainischen Streitkräfte wies am Sonntagabend darauf hin, dass „der Feind (…) weiterhin Angriffe im Sektor Bakhmut“ versuche, eine Region, die die Russen seit mehr als sechs Monaten einzunehmen versuchen.

  • Ukraine-Krieg: Für Wladimir Putin ist das „moralische Recht auf der Seite Russlands“

    Ukraine-Krieg: Für Wladimir Putin ist das „moralische Recht auf der Seite Russlands“

    Der russische Autokrat machte diese Aussage während seiner Neujahrsansprache. „Wir werden voranschreiten und siegen.“ Wladimir Putin schickte am Samstag, dem 31. Dezember, offensive Neujahrsgrüße in die Welt, die von der Invasion russischer Streitkräfte in der Ukraine geprägt waren. Eine Rede, in der der autokratische Herrscher des Kremls meinte, die „moralische und historische Richtigkeit“ sei „auf der Seite“ Russlands. Für Wladimir Putin war das Jahr 2022 von „wirklich entscheidenden und wichtigen Ereignissen“ geprägt, die „die Grundlage (…) für unsere wahre Unabhängigkeit“ legten. „Dafür kämpfen wir heute, indem wir unser Volk in unseren eigenen historischen Territorien, in den neuen konstituierenden Einheiten Russlands, schützen“, fügte er hinzu und bezog sich dabei auf die Annexion von vier ukrainischen Regionen im September. „Wir werden alle Schwierigkeiten überwinden“Der russische Präsident kritisierte einen „regelrechten Sanktionskrieg“, den der Westen gegen sein Land geführt…

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  • Ukraine-Krieg: Bei Besuch in Kiew verspricht französischer Verteidigungsminister weitere Unterstützung für die Ukraine

    Ukraine-Krieg: Bei Besuch in Kiew verspricht französischer Verteidigungsminister weitere Unterstützung für die Ukraine

    Der französische Verteidigungsminister Sébastien Lecornu traf sich am Mittwochmittag mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zu einem Arbeitstreffen. Der französische Verteidigungsminister Sébastien Lecornu erklärte am Mittwoch, dem 28. Dezember, bei seiner ersten Reise nach Kiew, er wolle daran arbeiten, den ukrainischen Militärbedarf „für die kommenden Wochen“ zu decken. „Die Präsidenten (Wolodymyr) Selenskyj und (Emmanuel) Macron haben (…) darum gebeten, bis Januar Vorschläge zu unterbreiten, um eine gemeinsame Agenda für die französische Militärhilfe festzulegen“, erklärte Lecornu bei einer Pressekonferenz mit seinem ukrainischen Amtskollegen Oleksij Reznikov. Sébastien Lecornu gab bekannt, dass er sich mit dem ukrainischen Verteidigungsminister über die „taktische und strategische Situation“ vor Ort und über „die Bedürfnisse der ukrainischen Armee in den kommenden Wochen“ ausgetauscht habe. Laut einer Erklärung der ukrainischen Präsidentschaft „informierte Wolodymyr Selenskyj Sébastien Lecornu über die Lage an der Front und die dringenden Verteidigungsbedürfnisse“ der ukrainischen Armee. „Weitere praktische Maßnahmen zur Stärkung der Verteidigungsfähigkeit der Ukraine mit französischer Unterstützung wurden besprochen“, heißt es weiter. Frankreich auf Platz 10 der Unterstützer-Länder Vor der Presse verwies der französische Minister auf den „Fonds von 200 Millionen Euro“, der es der Ukraine ermöglicht, Ausrüstung direkt von französischen Industrieunternehmen zu kaufen, je nachdem, welche Prioritäten die Ukraine hat, um der russischen Armee gegenüberzutreten. Mitte Dezember wurden auf einer internationalen Konferenz zur Unterstützung der Ukraine in Paris über eine Milliarde Euro an Spendengeldern gesammelt, um insbesondere der Bevölkerung zu helfen. In einer Rangliste des Kieler Instituts für Weltwirtschaft vom Dezember belegte Frankreich für seine militärische Unterstützung Kiews, die vor bei weitem von den USA angeführt wird, hinter Großbritannien, Polen und Deutschland den zehnten Platz. Ein weiteres Thema, über das die beiden Verteidigungsminister diskutierten, war das Problem der Reparatur von westlicher Militärausrüstung, die auf dem Schlachtfeld beschädigt wurde. „Die Instandhaltung dessen, was der Ukraine bereits geschenkt wurde, ist genauso wichtig wie neue Ausrüstung“, sagte Sébastien Lecornu. „Luftabwehr und -bekämpfung“, „Artilleriesysteme wie die Caesars“ (aus Frankreich), die Versorgung mit Munition und gepanzerten Fahrzeugen sowie der Kampf „gegen iranische Drohnen“ gehören derzeit zu den Prioritäten der ukrainischen Armee, gab Oleksij Reznikow bekannt. Paris bestätigte bereits, dass man darüber nachdenke, Kiew mehr Boden-Luft-Raketen zu liefern. Im Laufe seines Besuchs hat Sébastien Lecornu einen Kranz vor der „Heldenmauer“ in Kiew niedergelegt, die den seit 2014 an der Front getöteten Soldaten gewidmet ist.
  • Ukraine-Krieg: Die New York Times konnte die Urheber des Massakers von Butscha identifizieren

    Ukraine-Krieg: Die New York Times konnte die Urheber des Massakers von Butscha identifizieren

    Eine Untersuchung der „New York Times“ beweist auf die Verantwortung der russischen Streitkräfte für die Massaker in Butscha zu Beginn des Krieges und ermöglichte es, einige der Verantwortlichen für die Übergriffe zu identifizieren.

    Die New York Times hat eine umfassende Untersuchung auf ihrer Website veröffentlicht. Es ist das Ergebnis von acht Monaten Arbeit. Der Artikel enthält vernichtende Enthüllungen über die Beteiligung der russischen Streitkräfte an den Massakern, die in den ersten Kriegswochen in Butscha, einem Vorort von Kiew, verübt wurden.

    Diese Untersuchung war ein regelrechtes Eintauchen in ein Butscha unter russischer Besatzung. Die Journalisten hatten das Gefühl, die Schrecken so zu erleben, als wären Sie selbst Einwohner der Stadt: verschanzt in ihren Kellern, versteckt hinter ihren Fenstern, bei dem Versuch, die Übergriffe der Armee von Wladimir Putin zu dokumentieren. Die Einwohner waren in gewisser Weise die ersten Ermittler. Sie waren es, die Videos, die sie unter grossem persönlichen Risiko mit ihren Smartphones gedreht hatten, manchmal durch Mauerlöcher hindurch, den Journalisten übergaben. Auch Bilder privater Videoüberwachungskameras wurden zur Verfügung gsetsellt. Es sind allesamt genau datierte, zeitlich abgestimmte und georeferenzierte Blickwinkel auf die berüchtigte Yablonska-Straße.

    Das für die Massaker verantwortliche Regiment wurde identifiziert
    Die Reportage geht ganz speziell auf verschiedene Ereignisse ein. Da ist zum Beispiel dieser Panzer, der auf eine Frau schießt, die auf ihrem Fahrrad um eine Straßenecke biegt. Männer, die von einem Einwohner von Butscha gefilmt wurden, wie sie auf dem Boden knieten während Soldaten mit ihren Waffen auf sie zielten. Und dann, einige Minuten später, gibt es diese Drohnenbilder, die am selben Ort dieselben Männer zeigen, wie sie leblos auf dem Boden liegen. Alles erscheint insgesamt sehr methodisch zu sein, es handelt sich nicht um Gewalttaten einzelner Soldaten.

    Die Journalisten der New York Times konnten genaue Angaben, wie etwa Abzeichen auf den russischen Uniformen, die aufgemalten Markierungen auf den Panzern, dokumentieren. All diese Details weisen auf das 234. Fallschirmjägerregiment hin, das im Westen Russlands stationiert ist. Und ein weiteres brutales Detail gab absolute Gewissheit: Die Journalisten stellten fest, dass fast jedes Mal, wenn in Butscha ein Zivilist starb, sein Telefon benutzt wurde, um Anrufe nach Russland zu tätigen. Dies geschieht meist in den Minuten unmittelbar nach den Tötungen. Und alle Anrufe gehen an Angehörige von Mitgliedern des 234. Fallschirmjägerregiments!

    Russischen Soldaten ist es verboten, ihre privaten Telefone zu benutzen oder ihre Familien anzurufen. Sie nutzten daher die Geräte ihrer Opfer, um mit ihren Frauen oder Eltern zu sprechen.

    Die Rolle des „Kameraden Oberst“.
    In den Straßen von Butscha sprechen die Soldaten einen „Kameraden Oberst“ an, wie es auf einem Video zu hören ist. Nur hochrangige Offiziere werden auf diese Weise angesprochen. Der einzige, der diese Bezeichnung im 234. Regiment für sich beanspruchen kann, heißt Artyom Golodirov. Er wird dabei beobachtet, wie er an den Leichen von Zivilisten vorbeimarschiert, ohne seinen Männer wegen der Tötungen Vorhaltungen zu machen. Ganz so, als ob er die Massaker gutheißen würde.

    Abgesehen von der Ermittlungs- und Dokumentationsarbeit, die zweifellos von Nutzen sein wird, wenn diese Männer eines Tages wegen Kriegsverbrechen vor Gericht gestellt werden, ermöglicht es diese Arbeit der Journalisten auch, vielen der Leichen von Zivilisten, die wir alle im Fernsehen auf dieser Straße liegend gesehen haben, Namen zu geben. Der Mann, der tot neben seinem Fahrrad lag, hieß Vladimir Brovchenko und war 68 Jahre alt. Und derjenige, dessen Körper mit einem weißen Tuch auf dem Rücken gefesselt auf der Straße lag, war Oleksander Tschumak…

  • Krieg in der Ukraine: Drohnenangriff auf russischen Stützpunkt – mindestens drei tote Soldaten

    Krieg in der Ukraine: Drohnenangriff auf russischen Stützpunkt – mindestens drei tote Soldaten

    Die russische Luftabwehr meldet, eine ukrainische Drohne abgeschossen zu haben, deren Trümmer drei Menschen am Boden getötet haben.

    Neuer Angriff auf russischem Territorium. Mindestens drei Menschen wurden auf dem Militärflugplatz Engels im Südosten Moskaus bei der Explosion einer ukrainischen Drohne getötet, wie russische Nachrichtenagenturen am Montag, dem 26. Dezember, berichteten. „Am 26. Dezember wurde ein ukrainisches unbemanntes Luftfahrzeug aus geringer Höhe abgeschossen, als es sich dem Militärflugplatz Engels in der Region Saratow näherte“, meldete die Nachrichtenagentur Tass unter Berufung auf das Verteidigungsministerium. „Infolge des Absturzes des Wracks der Drohne wurden drei russische Techniker, die sich auf dem Flugplatz befanden, tödlich verletzt.“

    Kiew will den Ausschluss Moskaus aus dem UN-Sicherheitsrat beantragen. Die Ukraine plane, heute den Ausschluss Russlands als ständiges Mitglied des UN-Sicherheitsrats zu fordern, sagte der ukrainische Außenminister Dmytro Kuleba gestern. Der mächtige Sicherheitsrat besteht aus 15 Mitgliedern, deren Aufgabe es ist, globale Krisen durch die Verhängung von Sanktionen, die Genehmigung von Militäraktionen und die Genehmigung von Änderungen der UN-Charta zu bewältigen.

    Putin wirft dem Westen vor, Russland „spalten“ zu wollen. Der Westen versucht, „zu spalten, um besser zu beherrschen“, kritisierte der russische Präsident gestern und rechtfertigte den seit über zehn Monaten andauernden Krieg des Kremls gegen die Ukraine, um, wie er sagte, eine „Vereinigung des russischen Volkes“ zu ermöglichen.

  • 24. Februar – 24. Dezember: Zehn Monate Krieg in der Ukraine

    24. Februar – 24. Dezember: Zehn Monate Krieg in der Ukraine

    Vor genau zehn Monaten begann Wladimir Putin seinenÜberfall auf die Ukraine, damit den Krieg auf europäischen Boden zurückzubringen und die schwerste geopolitische Krise seit dem Zweiten Weltkrieg auszulösen. Doch die Ukraine leistet Widerstand und kämpft für Freiheit und Demokratie. Es war der 21. Dezember 1941. Während sich der Zweite Weltkrieg ausweitete und die Vereinigten Staaten unter dem Schock des Angriffs auf Pearl Harbour standen, machte sich Winston Churchill auf die Reise nach Washington. Er folgte der Einladung von Präsident Roosevelt und nahm das Risiko auf sich, trotz der Bedrohung durch deutsche U-Boote den Atlantischen Ozean zu überqueren. Der britische Premierminister sollte anschliessend vor dem US-Kongress eine bemerkenswerte Rede halten. „Wir stehen enormen Mächten gegenüber. Sie sind verbissen, sie sind skrupellos“, sagte er vor den amerikanischen Abgeordneten und fügte hinzu: „Und wir stehen zusammen, um alles zu verteidigen, was den freien Menschen am Herzen lie…

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  • Deportation ukrainischer Kinder nach Russland: Assoziation fordert Untersuchung wegen „Völkermords“

    Deportation ukrainischer Kinder nach Russland: Assoziation fordert Untersuchung wegen „Völkermords“

    Hunderttausende ukrainische Kinder wurden ihren Eltern weggenommen und zwangsweise nach Russland deportiert. Die französische Vereinigung „Pour l’Ukraine, leur liberté et la nôtre“ fordert den Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag auf, eine Untersuchung wegen „Völkermords“ einzuleiten. Die Zahlen sind schwindelerregend und die vorgebrachten Beweise sind furchtbar. Von den Hunderttausenden ukrainischen Kindern, die im Namen der „Entnazifizierung“ des Landes nach Russland deportiert wurden, sind bereits 13.000 identifiziert worden. Insgesamt sollen zwischen 200.000 und 700.000 Kinder betroffen sein. Für Emmanuel Daoud, Anwalt der Vereinigung „Für die Ukraine, ihre und unsere Freiheit“, ist es ein Völkermord-Verbrechen, das in der Ukraine gerade passiert. Zwangsdeportation von Hunderttausenden von Kindern, die aus Entbindungsstationen und Waisenhäusern in den von Russland besetzten Gebieten geholt oder der ihren geflüchteten Eltern in den Lagern bei deren Ankunft in Russland weggen…

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  • Ukraine-Krieg: Laut Kreml werden US-Waffenlieferungen den Konflikt „verschärfen“

    Ukraine-Krieg: Laut Kreml werden US-Waffenlieferungen den Konflikt „verschärfen“

    Die USA wollen der Ukraine neue Waffen liefern, um dem Beschuss der russischen Armee entgegenzutreten. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj reist am Mittwoch, dem 21. Dezember, nach Washington und wird dort vor dem Kongress sprechen. Der Kreml reagiert mit Kritik auf die angekündigten Waffenlieferungen.

    Der Kreml droht. Wenige Stunden nach der Ankündigung, dass die USA neue Waffen an die Ukraine liefern würden, reagierte Moskau. Der Kreml ist der Ansicht, dass die neuen Waffen den Konflikt mit Russland nur „verschärfen“ werden. „All dies führt ganz sicher zu einer Verschärfung des Konflikts und verheißt nichts Gutes für die Ukraine“, versicherte der Sprecher des russischen Präsidialamts, Dmitri Peskow. Die ukrainische Präsidentschaft wollte sich bisher nicht äußern.

    Präsident Wolodymyr Selenskyj befindet sich am Mittwoch, dem 21. Dezember, zu einem Überraschungsbesuch in den Vereinigten Staaten. Er verließ sein Land zum ersten Mal seit dem Beginn der russischen Invasion. Selenskyj wird im Weißen Haus mit US-Präsident Joe Biden zusammentreffen und anschließend eine Rede vor dem Kongress halten.

    Die Reise von Wolodymyr Selenskyj findet anlässlich der offiziellen Bekanntgabe einer weiteren Militärhilfe statt, die als „bedeutend“ bezeichnet wird. Die Ukrainer sollen von den USA das Patriot-Flugabwehrsystem erhalten, um sich gegen russische Raketen besser zur Wehr setzen zu können. Patriot ist das Flaggschiff der amerikanischen Militärtechnologie. Es ist ein Boden-Luft-Raketensystem mit mittlerer Reichweite: Es besteht aus einer Kommandozentrale, einem Radar, das herannahende Bedrohungen erkennt, Antennen zur Erkennung und Störung sowie den Abschussvorrichtungen.

    Die Sprecherin des Weißen Hauses, Karin Jean-Pierre, bekräftigte, dass die USA die Ukraine „so lange wie möglich“ unterstützen werden. Eine echte Herausforderung für Wladimir Putin.

    300 Tage Krieg
    Am Mittwoch, dem 21. Dezember, zählt man den 300. Tag des Krieges in der Ukraine. Aus diesem Anlass beruft Wladimir Putin ein großes Treffen per Videokonferenz mit 15.000 militärischen Führungskräften ein. Der russische Präsident will Schlussfolgerungen aus dem zu Ende gehenden Jahr ziehen und die Ziele seiner Armee für 2023 festlegen.

    Patriot-Luftabwehr (Wikipedia)
  • Ukraine-Krieg: Wolodymyr Selenskyj fliegt zu Treffen mit Joe Biden in die USA

    Ukraine-Krieg: Wolodymyr Selenskyj fliegt zu Treffen mit Joe Biden in die USA

    Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj verlässt sein Land zum ersten Mal seit Beginn des Krieges. Er reist in die Vereinigten Staaten, wo er am Mittwoch eine Rede vor dem Kongress halten wird. Die USA werden der ukrainischen Armee ein Patriot-Luftabwehrsystem zur Verfügung stellen. Es ist eine historische Reise. Wolodymyr Selenskyj, der Präsident der Ukraine, verlässt sein Land zum ersten Mal seit der Invasion durch Russland am 24. Februar 2022. Er fliegt in die USA, wo er am Mittwoch, dem 21. Dezember, von Präsident Joe Biden im Weißen Haus empfangen wird, bevor er eine Rede vor dem US-Kongress halten wird. Die Reise dauert nur wenige Stunden und findet unter sehr hohen Sicherheitsvorkehrungen statt.

    Anlässlich dieser Reise will Washington eine neue „bedeutende“ Hilfe für die Ukraine ankündigen, um der russischen Armee zu widerstehen. Dazu gehört eine Batterie von Patriot-Raketen: Dabei handelt es sich um hochentwickelt…

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