Schlagwort: Ukraine

  • Kriegsgefahr wächst: Trump fordert Irans „bedingungslose Kapitulation“ – und weitere World-News

    Kriegsgefahr wächst: Trump fordert Irans „bedingungslose Kapitulation“ – und weitere World-News

    Die Spannungen im Nahen Osten nehmen dramatisch zu – vor allem nach jüngsten Äußerungen von Donald Trump. Der US-Präsident forderte Irans „bedingungslose Kapitulation“, sprach offen über einen möglichen Angriff auf den obersten Führer Ayatollah Ali Khamenei und sprach über Israels Kriegsanstrengungen auffällig oft mit „wir“. Das wirft eine brisante Frage auf: Stehen die USA kurz vor einem direkten Kriegseintritt?

    Laut US-Geheimdienstinformationen hat der Iran bereits Raketen und andere Waffensysteme in Stellung gebracht – offenbar in Erwartung eines amerikanischen Eingreifens an Israels Seite. Sollte es dazu kommen, könnten US-Stützpunkte in der Region schnell zur Zielscheibe werden.

    Auf seiner Social-Media-Plattform „Truth social“ erklärte Trump: „Wir wissen genau, wo Ayatollah Ali Khamenei sich versteckt“, ergänzte aber: „Wir werden ihn (zumindest vorerst) nicht ausschalten (töten!).“ Zugleich behauptete er, dass die USA nun „die vollständige Kontrolle über den Luftraum des Irans“ hätten – was eine starke Identifikation mit den israelischen Luftschlägen signalisiert, obwohl keine US-Truppen offiziell daran beteiligt sind.

    Heute früh heulten in mehreren Teilen Israels erneut die Sirenen. Das israelische Militär sprach von iranischen Raketenstarts. Fast zeitgleich veröffentlichte es eine Evakuierungsaufforderung für ein Industriegebiet in Teheran – ein deutliches Signal, dass der Konflikt weiter eskaliert.

    Was auffällt: Noch vor einigen Monaten plädierte Trump für eine diplomatische Lösung und warnte Israel vor einem direkten Angriff auf den Iran. Was hat ihn zu diesem Meinungswechsel bewogen?

    Einige Analysten sind überzeugt, dass Israel mehr als nur militärische Ziele verfolgt – nämlich einen Sturz des iranischen Regimes. Ironie des Schicksals: Genau solche Regimewechsel hatte Trump früher stets scharf kritisiert.

    Gaza: Hilfe unter Beschuss

    Am Montag erreichte erstmals seit Langem wieder humanitäre Hilfe den Norden des Gazastreifens. Verzweifelte Menschenmassen stürmten die Verteilungsstelle in Gaza-Stadt, wo das Welternährungsprogramm der UN Kisten mit Nahrungsmitteln verteilte.

    Doch die Verteilung der Hilfsgüter bleibt ein gefährliches Unterfangen. Allein gestern wurden laut dem Gesundheitsministerium in Gaza über 50 Palästinenser in der Nähe eines Hilfspunkts in Khan Younis getötet – Israel wird für den Vorfall verantwortlich gemacht. Zwei Tage zuvor starben bei einem ähnlichen Zwischenfall 20 Menschen, 200 weitere wurden verletzt.

    Immer wieder setzen israelische Truppen tödliche Gewalt ein, um Menschenmengen bei der Verteilung von Hilfsgütern zu kontrollieren. Die Menschen stehen vor einer brutalen Entscheidung: Hungern oder das Risiko eingehen, erschossen zu werden.

    Die israelische Armee erklärte, eine Menschenmenge habe sich um einen „feststeckenden“ Hilfstransporter versammelt. Es habe Verletzte durch israelisches Feuer gegeben – das Militär „bedauere jeglichen Schaden an Unbeteiligten“.

    Kiew unter Beschuss: Der schlimmste Angriff seit einem Jahr

    In der ukrainischen Hauptstadt Kiew schlugen gestern Dutzende russische Raketen und Drohnen ein. Mindestens zehn Menschen starben, über 100 wurden verletzt – es war der tödlichste Angriff seit fast einem Jahr.

    Der Zeitpunkt war kein Zufall: Zeitgleich fand in Kanada der G7-Gipfel statt. Präsident Selenskyj wollte dort neue Unterstützung und härtere Sanktionen gegen Russland einfordern. Auch ein Treffen mit Trump stand eigentlich auf dem Plan.

    Russland, so scheint es, möchte die Welt mit diesem Angriff daran erinnern, dass der Krieg noch lange nicht vorbei ist – und dass Frieden in weiter Ferne liegt.

    Nordkorea als Wiederaufbauhelfer in Russland?

    Tausende nordkoreanische Bauarbeiter sollen demnächst in Russlands vom Krieg zerstörter Region Kursk beim Wiederaufbau helfen. Ein Zeichen enger Kooperation zwischen den autoritären Staaten.

    Währenddessen ist Russland im Nahostkonflikt praktisch abgetaucht. Die Angriffe Israels auf iranische Ziele – ein schwerer Schlag für die iranische Regierung – bleiben unbeantwortet aus Moskau.

    Weitere Schlagzeilen im Überblick:

    – Beim G7-Gipfel in Kanada sammelte Großbritanniens Premier Keir Starmer Pluspunkte – mit einem Lächeln und einem viralen Bild, auf dem er Trumps heruntergefallene Papiere aufhob.

    – In Großbritannien hat das Parlament beschlossen, dass Frauen künftig nicht mehr strafrechtlich verfolgt werden dürfen, wenn sie eine Abtreibung vornehmen lassen.

    Chinas Exporte erleben dank Trumps Handelszöllen einen Boom – ironischerweise, gerade weil diese den Zugang zum US-Markt einschränken.

    – Neue Regeln in Großbritannien: Bei Fällen von Kindesmissbrauch müssen künftig Ethnie und Nationalität aller Verdächtigen von der Polizei dokumentiert werden.

    – In Haiti setzt die Regierung nun Drohnen gegen Bandenführer ein. Kritiker warnen: Derartige Einsätze außerhalb eines offiziellen Kriegsgebiets könnten gegen internationales Recht verstoßen.

    – Eine neue Untersuchung enthüllt: Nordkoreas Behauptung, die Corona-Pandemie ohne Impfstoffe besiegt zu haben, war eine tödliche Lüge.

    – Die US-Börse erholt sich weiter: Der S&P 500 kratzt an neuen Rekordständen – doch Experten mahnen, dass die Zahlen das eigentliche Bild verzerren.

    – In Südafrika haben Trumps Kürzungen die medizinische Forschung massive Probleme verursacht – gerade dort, wo sie dringend gebraucht wird: im Kampf gegen HIV und Herzkrankheiten.

    Von Andreas M. Brucker

  • Bourges boomt – Wie eine französische Kleinstadt zum Rüstungszentrum Europas wird

    Bourges boomt – Wie eine französische Kleinstadt zum Rüstungszentrum Europas wird

    In Zeiten, in denen die Weltordnung ins Wanken gerät, zeigt sich, wie wichtig ein starker industrieller Rückhalt sein kann – und Bourges, die Hauptstadt des Departements Cher, ist dafür das beste Beispiel. Seit Beginn des Ukraine-Kriegs im Jahr 2022 hat sich die französische Rüstungsindustrie rasant gewandelt. Während viele Regionen sich mühsam von den wirtschaftlichen Folgen der Pandemie erholen, erlebt Bourges eine industrielle Renaissance, die ihresgleichen sucht. Wo früher Flaute herrschte, herrscht heute Hochbetrieb Die Produktionshallen brummen, Auftragsbücher platzen aus allen Nähten – die Nachfrage nach Waffen, Munition und Hochtechnologie steigt rasant. Insbesondere zwei Unternehmen stehen im Rampenlicht: KNDS (früher Nexter), bekannt für seine Caesar-Haubitzen, und MBDA, Spezialist für Luftabwehr- und Panzerabwehrraketen. Ein beachtlicher Teil dieser Produktion geht direkt an die ukrainische Armee. Laut Angaben von KNDS sind rund 90 % der hergestellten Caesar-Geschütze für de…

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  • Schläge, Raketen und ein taumelndes Regime – Der iranisch-israelische Schlagabtausch eskaliert weiter

    Schläge, Raketen und ein taumelndes Regime – Der iranisch-israelische Schlagabtausch eskaliert weiter

    Seit fünf Tagen tobt der heftigste Schlagabtausch in der Geschichte des iranisch-israelischen Konflikts – und ein Ende ist nicht in Sicht. Israels erklärtes Ziel, Irans Nuklearprogramm entscheidend zu schwächen, ist bislang nicht erreicht. Doch die Angriffe offenbaren zunehmend: Die iranischen Streitkräfte wirken angeschlagen, überfordert – fast hilflos.

    Ein besonders markanter Schlag erfolgte gestern mitten ins Herz der iranischen Propagandamaschine: Israels Luftwaffe traf das Hauptquartier des staatlichen Fernsehens in Teheran. Kurz zuvor hatte man die Bewohner aufgefordert, bestimmte Stadtteile zu evakuieren. Während eine Nachrichtensprecherin live auf Sendung war, erschütterte eine Explosion das Gebäude – Rauch, Schutt, klirrendes Glas und panische Schreie füllten den Bildschirm. Die Moderatorin rannte davon. Ein Moment wie aus einem apokalyptischen Film.

    Doch es blieb nicht bei einem symbolischen Angriff: Auch das Kommandozentrum der Quds-Einheit – einer geheim agierenden Eliteeinheit, die unter anderem Hisbollah und andere proiranische Milizen steuert – wurde ins Visier genommen. Die Botschaft: Niemand ist sicher. Nicht einmal Irans vermeintlich unantastbare Schattenarmeen.

    Iran wiederum schlug ebenfalls hart zurück. Mehrere Raketen trafen israelische Städte. Laut israelischen Behörden starben mindestens acht Menschen.

    Trump verlässt G7-Gipfel frühzeitig – wegen Nahost

    Inmitten dieser Eskalation verließ Donald Trump überraschend frühzeitig den G7-Gipfel in Kanada. Die offizielle Begründung: „die Entwicklungen im Nahen Osten“.

    Ursprünglich hatte Trump sich geweigert, ein gemeinsames Kommuniqué zu unterzeichnen, das zur Deeskalation zwischen Israel und Iran aufrief. Erst nachdem Formulierungen angepasst wurden, setzte er doch seine Unterschrift darunter.

    Hinter den Kulissen macht Israel indes massiv Druck auf die USA, sich aktiv in den Konflikt einzumischen – und zwar mit sogenannten Bunkerbrechern: Bomben mit 13.600 Kilogramm Sprengkraft, die tief verbunkerte Atomanlagen wie jene in Fordo zerstören könnten. Ob Trump nachgibt? Immerhin hat er sich bislang konsequent gegen amerikanische Militäreinsätze in anderen Ländern ausgesprochen – und gleichzeitig mehrfach betont, dass ein nuklear bewaffneter Iran inakzeptabel sei.

    Ein politischer Anschlag schockiert die USA

    In den USA erschüttert ein schrecklicher Vorfall die politische Landschaft: Vance Boelter, ein Mann, der beschuldigt wird, eine Abgeordnete des Bundesstaats Minnesota und deren Ehemann ermordet sowie ein weiteres Politikerpaar verletzt zu haben, erschien gestern erstmals vor einem Bundesgericht.

    Laut Behörden war sein Ziel eine breit angelegte Mordserie, mit der er demokratische Politiker einschüchtern wollte – ein geplanter Amoklauf, der Angst und Schrecken verbreiten sollte. Seine Festnahme am Sonntag war das Ergebnis der größten Menschenjagd in der Geschichte des Bundesstaats. Boelter muss sich nun wegen zweifachen Mordes verantworten – im schlimmsten Fall droht ihm die Todesstrafe.

    Weitere Schlagzeilen weltweit

    Ukraine öffnet erstmals eines seiner größten Lithiumvorkommen für private Investoren. Möglich wurde dies durch ein Abkommen mit den USA vom April. Ein Schritt, der geopolitisch nicht unterschätzt werden sollte.

    Großbritannien schreibt Geschichte: Blaise Metreweli, bisher Direktorin für Technologie und Innovation beim Geheimdienst MI6 (auch bekannt als „Q“ unter James-Bond-Fans), wird als erste Frau die Leitung des britischen Auslandsgeheimdienstes übernehmen.

    Indien meldet einen Fortschritt bei der Untersuchung des Flugzeugabsturzes der Air India: Der Stimmenrekorder aus dem Cockpit wurde geborgen – Hoffnung auf Aufklärung.

    Westafrika steht vor einer gefährlichen Wende. Islamistische Kämpfer aus dem Sahel drängen immer weiter in Richtung Atlantik – die Sorge wächst, dass ganze Küstenregionen bald unter ihre Kontrolle fallen könnten.

    Wissenschaft mit Gänsehautpotenzial: In Uganda wurde erstmals direkt beobachtet, wie Fledermäuse mit anderen Tierarten interagieren – was das Risiko tödlicher Virusübertragungen drastisch verschärft.

    Handel: Donald Trump und der britische Premier Keir Starmer haben ein Handelsabkommen abgeschlossen, das Zölle auf bestimmte britische Produkte senkt.

    Technologie: WhatsApp bricht mit einer alten Regel – und will künftig Werbung anzeigen. Eine Zäsur für viele Nutzer.

    Modewelt: Kering, der Luxusgigant hinter Gucci, Saint Laurent und Balenciaga, holt sich frischen Wind an die Spitze: Luca de Meo, Ex-Chef von Renault, übernimmt das Ruder.

    Von C. Hatty

  • US-Soldaten in Los Angeles: Trump geht aufs Ganze. Und andere World-News

    US-Soldaten in Los Angeles: Trump geht aufs Ganze. Und andere World-News

    Der Einsatz militärischer Kräfte auf amerikanischem Boden ist politisch höchst umstritten. Wenn ein Präsident zur Nationalgarde greift oder gar aktive Truppen aufmarschieren lässt, geht es meist um Naturkatastrophen, terroristische Anschläge oder Aufstände. Dass Donald Trump nun 4.000 Nationalgardisten und 700 Marines nach Los Angeles entsandt hat, um auf Proteste gegen Immigrationsrazzien zu reagieren, lässt viele Beobachter aufhorchen – und erinnert an autoritäre Tendenzen.

    Der Gouverneur von Kalifornien, Gavin Newsom, beantragte beim Bundesgericht eine Notverfügung, die den Einsatz der Truppen auf den Schutz von Bundeseigentum beschränken soll. In einer Fernsehansprache warnte Newsom vor einem gefährlichen Präzedenzfall: „Kalifornien mag das erste Ziel sein, aber hier wird es nicht enden. Andere Bundesstaaten folgen. Die Demokratie ist als Nächstes dran.“

    Trump rechtfertigte den Einsatz mit dramatischen Worten: „Wenn wir nicht eingeschritten wären, würde Los Angeles jetzt brennen.“ Die Gewalt sei nur durch sein entschlossenes Handeln verhindert worden.

    Rechtliche Grauzonen und politische Sprengkraft

    Verfassungsrechtlich ist in den USA der Einsatz von aktiven Truppen im Inland streng reglementiert. Das sogenannte Posse Comitatus-Gesetz verbietet es dem Militär, polizeiliche Aufgaben zu übernehmen – es sei denn, der Präsident beruft sich auf den Insurrection Act. Dieses Gesetz erlaubt im Falle eines Aufstands oder einer Rebellion die Entsendung von Bundestruppen. Doch genau hier liegt der Streitpunkt: Ist eine Serie von Demonstrationen, die punktuell aufflammt, aber das öffentliche Leben in der Millionenmetropole kaum beeinträchtigt, tatsächlich ein „Aufstand“ im Sinne des Gesetzes?

    Rechtsexperten äußern Zweifel: Es ist schwer vorstellbar, dass die Proteste in Los Angeles, die eher verstreut und nicht flächendeckend auftreten, als Insurrektion, als Aufstand im Sinne dieses Gesetzes, gewertet werden können.

    Inzwischen hat Bürgermeisterin Karen Bass eine nächtliche Ausgangssperre für die Innenstadt verhängt. Landesweit gingen Tausende Menschen auf die Straße – vielfach friedlich, aber in aufgeheizter Stimmung.

    Handelskonflikt zwischen den USA und China: Zeichen der Entspannung

    Während innenpolitisch der Ausnahmezustand droht, zeichnet sich außenpolitisch eine vorsichtige Annäherung ab: Nach zweitägigen Verhandlungen in London haben die USA und China ein Rahmenabkommen zum Handelsfrieden geschlossen. Dieser war in den vergangenen Wochen zunehmend ins Wanken geraten.

    Die Chefunterhändler beider Länder kündigten an, das Resultat zeitnah Präsident Trump und Chinas Staatschef Xi Jinping zur Billigung vorzulegen. Laut US-Angaben sollen beide Seiten bereit sein, einige ihrer zuletzt verhängten Strafmaßnahmen zurückzunehmen. Details wurden bislang nicht veröffentlicht. Ein amerikanischer Regierungsvertreter erklärte jedoch, dass Bedenken hinsichtlich chinesischer Exportbeschränkungen für strategisch wichtige Mineralien und Magneten nun wieder ausgeräumt seien.

    Ein Berufungsgericht in den USA hat Trump vorläufig erlaubt, einen Großteil seiner Strafzölle aufrechtzuerhalten. Der Weltbank zufolge dürfte der Handelskonflikt das globale Wirtschaftswachstum in diesem Jahr spürbar bremsen.

    Chinas militärische Präsenz im Pazifik wächst

    Parallel dazu setzt China militärisch ein deutliches Zeichen: Erstmals haben zwei Flugzeugträger der chinesischen Marine gemeinsame Übungen im Pazifik jenseits der japanischen Inseln durchgeführt. Das japanische Verteidigungsministerium sprach von einer neuen Phase chinesischer Machtprojektion. Peking betont offiziell die „Routine“ des Manövers, doch die geopolitische Botschaft ist unmissverständlich: China will als Seemacht im asiatisch-pazifischen Raum ernst genommen werden.

    Blutiger Amoklauf in Österreich erschüttert ganz Europa

    In Graz, der zweitgrößten Stadt Österreichs, kam es am Vortag zu einem der schlimmsten Amoklauf an einer Schule in Europa seit Jahren. Ein 21-jähriger ehemaliger Schüler stürmte mit einer legal erworbenen Faustfeuerwaffe und einem Gewehr das Schulgebäude und tötete mindestens zehn Menschen, bevor er sich offenbar selbst richtete. Die Polizei fand ihn in einem Waschraum der Schule. Österreichs Bundeskanzler Christian Stocker rief drei Tage Staatstrauer aus. Die Tat hat eine landesweite Debatte über Waffengesetze und psychologische Betreuung ausgelöst.

    Weitere internationale Entwicklungen

    • Argentinien: Die ehemalige Präsidentin Cristina Fernández de Kirchner wurde wegen Korruption endgültig verurteilt. Der Oberste Gerichtshof bestätigte das Urteil; sie darf nie wieder ein öffentliches Amt ausüben.
    • Frankreich: In einer Schule wurde eine Lehrkraft bei einer Taschenkontrolle erstochen. Ein 14-jähriger Schüler wurde festgenommen.
    • Meta: Der Tech-Konzern arbeitet an einem neuen KI-Labor, das sich mit „Superintelligenz“ befassen soll.
    • Großbritannien: Die Regierung kündigte ein Investitionsprogramm von umgerechnet rund 19 Milliarden Dollar für ein neues Atomkraftwerk an.
    • Nordirland: Nach der Anklage gegen zwei Jugendliche wegen sexueller Übergriffe kam es in Ballymena zu Ausschreitungen und Brandstiftungen.
    • Nordkorea: Laut Atomaufsichtsbehörde der UNO errichtet Pjöngjang offenbar eine neue Urananreicherungsanlage.
    • USA: Der TikTok-Star Khaby Lame wurde aus den Vereinigten Staaten ausgewiesen, nachdem er sein Visum überschritten hatte.
    • Südkorea: Fans der K-Pop-Gruppe BTS warten gespannt auf die Wiedervereinigung der Band, deren Mitglieder bald ihren Wehrdienst beendet haben.

    Krisenherd Nahost: Israel, Gaza und die internationale Reaktion

    Die Spannungen in Nahost nehmen erneut zu. Palästinenserpräsident Mahmoud Abbas forderte die radikal-islamistische Hamas auf, ihre Waffen niederzulegen, alle Geiseln freizulassen und sich aufzulösen. Gleichzeitig belegten fünf Länder zwei ultrarechte Minister der israelischen Regierung mit Sanktionen, nachdem diese öffentlich die Vertreibung von Palästinensern aus Gaza und dem Westjordanland gefordert hatten.

    In einem weiteren Vorfall wurde die Klimaaktivistin Greta Thunberg von den israelischen Behörden festgenommen und abgeschoben. Sie hatte an Bord eines Hilfsschiffs Richtung Gaza humanitäre Hilfe leisten wollen.

    Russland und Ukraine: Krieg und Konsequenzen

    Die Europäische Kommission plant neue Sanktionen gegen Moskau, darunter ein Verbot von finanziellen Transaktionen im Zusammenhang mit den Nord-Stream-Pipelines. Diese Maßnahme zielt auf die finanzielle Infrastruktur der russischen Energieexporte.

    In der Ukraine reißen nächtliche russische Angriffe viele Menschen immer wieder aus dem Schlaf. Die russische Strategie der psychologischen Kriegsführung trifft insbesondere die Zivilbevölkerung in Großstädten wie Charkiw und Odessa.

    Ein weiterer brisanter Fall sorgt für Aufmerksamkeit: Ein amerikanischer Lehrer, der 2022 aus seinem Haus in der Ostukraine entführt worden war, wurde nun in einem russischen Gefängnis entdeckt. Sein Schicksal wirft Fragen über das Ausmaß verdeckter Operationen auf.

    Von Andreas Brucker

  • Trump verhängt Einreisestopp – 12 Länder betroffen. Und weitere World-News

    Trump verhängt Einreisestopp – 12 Länder betroffen. Und weitere World-News

    Die US-Regierung unter Donald Trump hat erneut Nägel mit Köpfen gemacht: Einreiseverbote für Menschen aus zwölf Ländern treten ab Montag in Kraft. Damit zieht Trump die Zügel in seiner harten Einwanderungspolitik weiter an. Betroffen sind unter anderem Afghanistan, Iran, Somalia und der Sudan. Doch das ist noch nicht alles – auch teilweise Verbote für Länder wie Kuba, Venezuela oder Laos stehen auf der Liste.

    Offiziell begründet Washington den Schritt mit angeblichen Bedrohungen für die nationale Sicherheit. Schon in seiner ersten Amtszeit hatte Trump mit ähnlichen Maßnahmen auf sich aufmerksam gemacht – damals vor allem gegen Länder mit mehrheitlich muslimischer Bevölkerung. Kritiker sprechen von Diskriminierung, Trump-Anhänger hingegen von notwendigem Schutz.

    Putin plant Vergeltung gegen Ukraine – Trump als stiller Zuhörer

    Donald Trump sorgt in Sachen Ukraine erneut für Schlagzeilen – diesmal mit einer heiklen Enthüllung. In einem Social-Media-Post berichtete der US-Präsident von einem Telefonat mit Wladimir Putin. Der russische Präsident habe ihm zufolge angekündigt, auf den schweren Drohnenangriff der Ukraine reagieren zu wollen. „Ein gutes Gespräch“, so Trump, „aber kein Gespräch, das sofortigen Frieden bringt.“ Ein klares Statement zum weiteren Vorgehen? Fehlanzeige.

    Währenddessen spricht Putin in Moskau öffentlich von Angriffen auf russische Eisenbahnen, bei denen sieben Menschen ums Leben kamen. Die jüngsten Drohnenangriffe auf strategische Bomber? Kein Wort darüber. Stattdessen beschuldigt er Kiew, absichtlich den Friedensprozess zu sabotieren. Präsident Selenskyj hingegen wirft Putin Verzögerungstaktiken vor – um neue US-Sanktionen hinauszuzögern.

    Und dann ist da noch das Thema Iran: Laut Trump waren sich er und Putin einig, dass Teheran keine Atomwaffen besitzen dürfe. Er habe den Kremlchef um Hilfe bei einem neuen Atomdeal gebeten.

    Gaza: Hilfszentren nach tödlichen Zwischenfällen kurzzeitig geschlossen

    Inmitten der humanitären Katastrophe im Gazastreifen kommt es zu einem weiteren Rückschlag: Die von Israel unterstützte „Gaza Humanitarian Foundation“ hat ihre vier Lebensmittelausgabestellen vorübergehend geschlossen. Der Grund? Ein tödlicher Zwischenfall am Vortag, bei dem Palästinenser unter israelischen Beschuss gerieten, als sie versuchten, Hilfe zu bekommen.

    Laut örtlichen Gesundheitshelfern wurden allein in dieser Woche Dutzende Menschen in Rafah getötet – in der Nähe eines dieser Hilfszentren. Die genauen Umstände sind umstritten. Klar ist nur: Das ohnehin fragile Hilfssystem gerät zunehmend unter Druck. Großbritannien fordert nun eine unabhängige Untersuchung.

    Gleichzeitig blockierte die US-Regierung im UN-Sicherheitsrat eine Resolution, die einen sofortigen Waffenstillstand, die Freilassung aller Geiseln und die Wiederaufnahme humanitärer Hilfe gefordert hätte.

    Trotz des Krieges – Israels Rüstungsindustrie boomt. Mit fast 15 Milliarden Dollar Umsatz im letzten Jahr wurde ein neuer Rekord aufgestellt.

    Was sonst in der Welt noch passiert ist

    – In Indien kamen bei einer Massenpanik während eines Cricket-Spiels in Bengaluru mindestens elf Menschen ums Leben.

    – Die islamische Pilgerfahrt Hadsch hat begonnen – bei rekordverdächtigen Temperaturen, die sie zu einer echten Belastungsprobe machen.

    – Der iranische Oberste Führer Khamenei hat das neueste US-Angebot für ein Atomabkommen als „Unsinn“ bezeichnet.

    – Südkoreas Präsident Lee Jae-myung rief bei seiner Amtseinführung zu Dialog mit Nordkorea und zur Zusammenarbeit mit der Trump-Administration auf.

    – In El Salvador wurden drei ehemalige hochrangige Militärs wegen der Ermordung von vier niederländischen Journalisten im Jahr 1982 verurteilt.

    – In Mexiko steuert die Regierungspartei Morena auf eine Dominanz im Obersten Gerichtshof zu – dank der Wahl von Richtern durch das Volk.

    – Vietnam schafft die Zwei-Kind-Politik ab, um den Geburtenrückgang zu stoppen.

    – China verschärft Maßnahmen gegen den illegalen Export seltener Erden.

    – In Kanada will Premierminister Carney als Antwort auf Trumps Handelspolitik nun die innerkanadischen Handelsbarrieren zwischen den kanadischen Provinzen abbauen.

    – Und: In Deutschland sind die Tesla-Verkäufe im Mai zum fünften Mal in Folge zurückgegangen.

    Wirtschaft & Handel

    – Die US-Zölle auf Stahl und Aluminium steigen auf satte 50 Prozent – betroffen sind unter anderem die EU, Kanada, Mexiko, Brasilien und Südkorea. Großbritannien bleibt verschont.

    – Der Handelsstreit zwischen den USA und China wird immer mehr zu einem Kampf um globale Lieferketten.

    – Und nachdem das Weiße Haus sich das Ziel gesetzt hat, „90 Handelsabkommen in 90 Tagen“ abzuschließen, fragen sich viele: Wie lange dauert das in der Realität wirklich?

    Von Andreas M. Brucker

  • Explosion am Kertsch: Wie die Ukraine Russlands Symbolbrücke ins Wanken bringt

    Explosion am Kertsch: Wie die Ukraine Russlands Symbolbrücke ins Wanken bringt

    Die Brücke über die Straße von Kertsch – für Russland eine Art Prestigeprojekt, für die Ukraine ein Symbol der Besatzung. Am Dienstagmorgen kurz vor Sonnenaufgang wurde sie erneut Ziel eines gezielten Angriffs. Und diesmal kam der Schlag aus der Tiefe.

    Um 4:44 Uhr detonierte laut dem ukrainischen Sicherheitsdienst eine massive Unterwasserladung – entsprechend etwa 1.100 Kilogramm TNT. Der Effekt: mehrere Stützpfeiler der Brücke seien an der Basis massiv beschädigt worden. Offenbar hatte Kiew monatelang heimlich Sprengstoff an den Pfeilern unter Wasser angebracht. Ein filmreifer Coup, dessen Bilder anschließend im Netz kursierten.

    Der Nerv Russlands: Die strategische Achillesferse

    Die Brücke verbindet die russische Region Krasnodar mit der annektierten Krim. Für den Kreml ist sie nicht nur logistisch, sondern auch symbolisch von enormer Bedeutung. Schon zweimal wurde sie zuvor angegriffen – 2022 durch einen Lastwagenanschlag und 2023 durch Drohnenboote. Beide Male: schwere Schäden.

    Diesmal jedoch scheint der Angriff noch raffinierter gewesen zu sein. Stunden nach der Explosion am Dienstag wurde der Verkehr zunächst eingestellt, später jedoch wieder freigegeben. Doch am Nachmittag folgte Berichten zufolge eine zweite Explosion. Die Brücke wurde erneut gesperrt.

    Offizielle Bestätigungen aus Moskau? Fehlanzeige.

    Zermürbung durch Präzision

    Parallel zu diesem Brückenangriff hatte Kiew am Sonntag einen spektakulären Schlag gegen Russlands Luftwaffe durchgeführt. Mehr als ein Dutzend strategische Bomber – darunter atomwaffenfähige Modelle wie der Tu-160 – sollen zerstört worden sein. Zielorte: tief im russischen Hinterland, teils bis nach Sibirien.

    18 Monate Planung, heimlich eingeführte Sprengdrohnen, präzise Koordination durch General Vasyl Maliuk und Präsident Selenskyj persönlich – das war kein Zufall, sondern ein meisterhaft orchestrierter Schlag mitten ins Herz der russischen Militärinfrastruktur.

    Die genauen Details dieser Operation sind streng geheim, doch die Wirkung ist unübersehbar: Moskaus Luftwaffe hat eine empfindliche Schlappe erlitten.

    Schweigen in Moskau, Wut in den Netzwerken

    Während Putin sich weiterhin öffentlich nicht äußert, zeigen sich russische Militärblogger erschüttert. Einige sprechen gar von einem „russischen Pearl Harbor“. Auch Ex-Präsident Dmitri Medwedew hat sich zu Wort gemeldet – gewohnt martialisch: „Alles, was explodieren soll, wird auch explodieren.“ In einem Telegram-Beitrag drohte er Kiew mit brutaler Vergeltung.

    Derweil spricht der Kreml von Ermittlungen, hält sich ansonsten aber bedeckt. Innenpolitisch will man offenbar vermeiden, die eigene Verwundbarkeit zu sehr einzugestehen.

    Die Uhr tickt – auf beiden Seiten

    Interessanterweise laufen im Hintergrund wieder diplomatische Gespräche an. Am Montag trafen sich Vertreter Russlands und der Ukraine in Istanbul – das erste direkte Gesprächsformat seit Monaten. Ergebnis: ein Austausch von Gefallenen und Gefangenen. Doch von echter Annäherung? Keine Spur.

    Die Ukraine schlug sogar ein Gipfeltreffen mit Selenskyj, Putin und Trump vor. Doch der Kreml winkte ab – wenig überraschend. Stattdessen veröffentlichte Moskau seine Bedingungen für eine mögliche Friedenslösung: Weitere Gebietsabtretungen, Neutralität der Ukraine, keine westlichen Militärbündnisse. Kurz: Kapitulation.

    Warten, bis der Gegner schwächelt?

    Ein ehemaliger Kreml-Insider äußerte sich anonym: Ja, die Angriffe seien ein „Fiasko für die russischen Dienste“. Doch Putin, so glaubt er, spiele auf Zeit. Die Ukraine verliere Monat für Monat Soldaten, der Nachschub werde knapper. Moskau hoffe offenbar, dass der Westen irgendwann das Interesse verliere – oder zumindest die Geduld.

    Doch wer sagt, dass der Kreml diesen langen Atem wirklich hat? Was, wenn die Angriffe auf strategische Ziele nicht aufhören? Die Krim-Brücke – Symbol russischer Macht – wackelt erneut. Und jeder neue Schlag bringt die Illusion der Unverwundbarkeit weiter ins Wanken.

    Ein Ende des Krieges? Noch lange nicht in Sicht. Doch eines zeigt sich: Die Ukraine hat nicht nur Kampfgeist, sondern auch Strategie – und bringt Moskau immer wieder aus dem Takt.

    Von C. Hatty

  • Neuer Vorschlag der USA in Atomverhandlungen mit dem Iran: Ein Kompromiss in Sicht? Und andere World-News

    Neuer Vorschlag der USA in Atomverhandlungen mit dem Iran: Ein Kompromiss in Sicht? Und andere World-News

    Die USA haben im Ringen um das iranische Atomprogramm einen neuen Vorschlag auf den Tisch gelegt. Präsident Trumps Nahost-Beauftragter hat Teheran ein neues Abkommen angeboten, das einen Mittelweg zwischen den derzeitigen Spannungen und dem langfristigen Ziel Washingtons schaffen soll. Offizielle Stellen im Iran prüfen den Vorschlag – eine Antwort wird in den nächsten Tagen erwartet.

    Dem neuen Plan zufolge dürfte der Iran weiterhin Uran anreichern – allerdings nur auf einem niedrigen Niveau, das für zivile Atomkraftwerke geeignet ist, nicht aber für den Bau von Nuklearwaffen. Parallel dazu würden die USA und andere Staaten an einem detaillierten Plan arbeiten, um Teherans Weg zur Atombombe dauerhaft zu blockieren.

    Damit würde eine Übergangslösung geschaffen: Der derzeit rasche Fortschritt des Iran bei der Produktion fast waffenfähigen Urans soll gestoppt werden, während gleichzeitig ein vollständiger Verzicht auf Anreicherung – das ultimative Ziel der USA – vorbereitet wird. Es ist das erste greifbare Zeichen für einen möglichen Kompromiss seit Trumps Amtsantritt.

    Erschütternde Zahlen aus dem Ukraine-Krieg: Fast 1,4 Millionen Opfer

    Ein neuer Bericht des Center for Strategic and International Studies in Washington schlägt Alarm: In den drei Jahren seit Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine soll es fast 1,4 Millionen militärische Opfer gegeben haben. Demnach wurden auf russischer Seite fast eine Million Soldaten getötet oder verwundet – auf ukrainischer Seite etwa 400.000.

    Die Autoren der Studie betonen zwar, dass solche Zahlen schwer genau zu beziffern seien – aber der Umfang der Verluste spricht für sich. Der Krieg hat sich zu einem zermürbenden Abnutzungskampf entwickelt. Der russische Vormarsch ist dabei so schleppend, dass er stellenweise nur rund 50 Meter pro Tag beträgt – langsamer als der verlustreiche Vorstoß britischer und französischer Truppen an der Somme im Ersten Weltkrieg.

    Interessanterweise erscheint die Studie kurz nach zwei spektakulären ukrainischen Angriffen. So meldete Kiew am Montag, man habe die Brücke zur Krim bereits zum dritten Mal erfolgreich attackiert – diesmal mit monatelang versteckten Sprengsätzen. Am Wochenende griffen zudem ukrainische Drohnen aus dem russischen Inland heraus an und richteten dort massive Schäden an.

    Wieder Schüsse auf Palästinenser bei Lebensmittelausgabe in Gaza

    In Gaza kam es gestern Morgen erneut zu tödlichen Schüssen. Israelische Soldaten eröffneten das Feuer nahe einer neuen Lebensmittelausgabestelle im Süden des Gebiets. Laut israelischem Militär richtete sich der Einsatz gegen eine Menschenmenge, die sich dem Ort näherte. Das Gesundheitsministerium in Gaza und das Rote Kreuz sprechen von mindestens 27 Toten.

    Es ist bereits das zweite derartige Ereignis innerhalb von drei Tagen – beide Male am selben Ort. Die Tragödie wirft erneut ein düsteres Licht auf die sogenannte „Gaza Humanitarian Foundation“, ein neues, von Israel unterstütztes Hilfssystem, das erst letzte Woche den Betrieb aufgenommen hat und seither immer wieder für Schlagzeilen sorgt – jedoch eher durch Chaos als durch Hilfe.

    Und sonst in der Welt?

    In Südkorea wurde Lee Jae-myung zum Präsidenten gewählt. Ein Mann, über den man sich informieren sollte – denn sein Wahlsieg könnte einiges verändern.

    In den Niederlanden platzte die Regierungskoalition. Der rechtspopulistische Geert Wilders zog sich aus dem Bündnis zurück, nachdem es Streit um die Migrationspolitik gab.

    Italien und Frankreich versuchen sich wieder näherzukommen. Premierministerin Giorgia Meloni und Präsident Emmanuel Macron trafen sich gestern, um ihre frostige Beziehung aufzutauen.

    In Mexiko herrschte gähnende Leere bei der Richterwahl: Fast 90 Prozent der Wahlberechtigten blieben der Abstimmung fern – ein demokratischer Tiefpunkt.

    In Portugal wird der Fall Maddie McCann neu aufgerollt. 18 Jahre nach ihrem Verschwinden gibt es neue Suchaktionen.

    In der Medizin gibt es einen Hoffnungsschimmer für Patienten mit multiplem Myelom. Ein Drittel der Teilnehmer einer Immuntherapie-Studie lebt bereits seit Jahren ohne nachweisbaren Krebs.

    Und in Frankreich wurde Alfred Dreyfus – der jüdische Offizier, der zu Unrecht wegen Spionage verurteilt wurde – posthum zum Brigadegeneral befördert. Ein symbolischer Akt der Gerechtigkeit, der viel zu lange auf sich warten ließ.

    Wirtschaft und Handel: Neue Fronten im globalen Machtkampf

    Während USA und China sich weiter gegenseitig mit Strafzöllen überziehen, bahnt sich bereits der nächste Konflikt an – diesmal geht es um Lieferketten und technologische Schlüsselkompetenzen.

    China hat kürzlich den Export seltener Erden drastisch eingeschränkt. Diese Materialien sind essenziell für moderne Hightech-Produkte – vom E-Auto bis zum Smartphone. Ohne sie könnten Fabriken in den USA und Europa schon bald stillstehen.

    Und dann wäre da noch Trumps Handelskrieg. Ein neuer Bericht prognostiziert, dass dieser nicht nur das Wirtschaftswachstum der führenden Volkswirtschaften in diesem Jahr bremst – sondern auch auf Jahre hinaus für wirtschaftliche Verwerfungen sorgt.

    Tesla – lange als Symbol technischer Innovation gefeiert – findet sich zunehmend im Kreuzfeuer politischer Debatten wieder. Aktivisten, die Elon Musks Nähe zur Regierung kritisieren, feiern inzwischen seinen Rückzug aus politischen Gremien als Sieg.

    Autor: M.A.B.

  • Präsident aus Wachs – eine Botschaft aus Beton: Greenpeace protestiert gegen Frankreichs Russlandpolitik

    Präsident aus Wachs – eine Botschaft aus Beton: Greenpeace protestiert gegen Frankreichs Russlandpolitik

    Was wie ein Drehbuch für eine schräge Politkomödie klingt, war am 2. Juni 2025 pure Realität in Paris: Vier Greenpeace-Aktivisten entführten in einer spektakulären Aktion die Wachsfigur von Präsident Emmanuel Macron aus dem berühmten Musée Grévin und platzierten sie – wohin sonst? – direkt vor der russischen Botschaft. Zwischen Bannern, die den französischen Energiehandel mit Russland anprangerten, stand der Präsident aus Wachs sinnbildlich für eine Politik voller Widersprüche. Ein Coup mit Charme und Chuzpe Die Aktivisten agierten clever. Erst als Touristen, dann als Museumsmitarbeiter getarnt, bugsierten sie die 40.000 Euro teure Statue durch die engen Gänge des Museums und auf die Straßen der Hauptstadt. Ziel: die russische Botschaft im 16. Arrondissement. Und was macht man mit einem französischen Präsidenten aus Wachs? Man stellt ihn dorthin, wo’s wehtut – und zwar mitten in die Debatte um Frankreichs widersprüchliche Russlandpolitik. Die Aktion sollte laut Greenpeace ein grelles S…

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  • Südkoreas Schicksalswahl: Zwischen Demokratie, Diktatur und drohendem Chaos

    Südkoreas Schicksalswahl: Zwischen Demokratie, Diktatur und drohendem Chaos

    Südkorea steht heute an einem politischen Scheideweg. Die Präsidentschaftswahlen haben begonnen – vor dem Hintergrund monatelanger Unruhen und einem politischen Erdbeben, das das Land erschüttert hat.

    Im Dezember rief Präsident Yoon Suk Yeol für kurze Zeit das Kriegsrecht aus – ein Schritt, der große Empörung auslöste. Es folgte seine Absetzung durch ein Amtsenthebungsverfahren. Seitdem gleicht die politische Bühne des Landes einem Minenfeld.

    Nun kämpfen zwei Männer um das höchste Amt im Staat: Lee Jae-myung, gemäßigter Vorsitzender der Demokratischen Partei, liegt laut Umfragen vorn. Sein Herausforderer ist Kim Moon-soo von der konservativen People Power Party – jener Partei, die einst Yoon anführte.

    Ein Land, das sich selbst hinterfragt

    Für viele Wähler geht es bei dieser Wahl um mehr als nur ein neues Gesicht an der Spitze. Es ist eine Volksabstimmung über Yoon Suk Yeol und sein politisches Vermächtnis. Lee Jae-myung spricht offen davon, „den Aufstand zu beenden“ – mit anderen Worten: Yoon und dessen Partei endgültig aus der Politik zu verdrängen.

    Kim hingegen hält Yoon die Treue – oder zumindest schafft er es nicht, sich klar von ihm zu distanzieren. Er warnt die Bevölkerung: Wenn Lee gewinnt, werde der – mit der parlamentarischen Mehrheit im Rücken – zum Diktator und rücke Südkorea näher an China und Nordkorea. Die Allianz mit den USA? Angeblich in Gefahr. Lee bezeichnet diese Vorwürfe als „Schmutzkampagne“.

    Ein Favorit mit dunklen Schatten

    Doch Lee trägt selbst einigen Ballast mit sich herum. Er steht in mehreren Strafverfahren – unter anderem wegen angeblicher Korruption – vor Gericht. Er und seine Anhänger behaupten, die Anklagen seien politisch motiviert, eine Racheaktion der Yoon-Regierung.

    Sollte Lee gewinnen, bleibt eine zentrale Frage offen: Dürfen seine Prozesse weitergeführt werden? Die Rechtslage ist unklar – die Verfassungsexperten streiten. Wahrscheinlich wird das Verfassungsgericht entscheiden müssen.

    Baustellen über Baustellen

    Der künftige Präsident – egal wer – übernimmt ein Land am Limit. Wirtschaftlich dümpelt Südkorea dahin, das Wachstum stagniert. Die Schere zwischen Arm und Reich klafft weiter auseinander. Und gesellschaftlich? Zerreißproben ohne Ende. Die Generationen stehen sich gegenüber, aber besonders junge Männer und Frauen sind tief gespalten.

    Gleichzeitig spitzt sich die geopolitische Lage zu. Nordkorea rüstet auf – nicht nur mit Raketen, sondern nun auch durch eine frische Militärallianz mit Russland. Der neue Präsident wird also nicht nur vor der eigenen Tür fegen müssen, sondern sich auch in der veränderten Weltpolitik positionieren.

    Und da ist noch jemand: Donald Trump. Seitdem er wieder im Weißen Haus sitzt, will er, dass Südkorea mehr für die Militärallianz zahlt. Gleichzeitig belegt er südkoreanische Produkte – Autos und Stahl – mit saftigen Zöllen. Eine explosive Mischung, die höchstes diplomatisches Fingerspitzengefühl verlangt.

    Netzwerk der Zerstörung: „Operation Spinnennetz“ in Russland

    Parallel dazu findet ein Schlagabtausch im Osten Europas statt: Die Ukraine hat am Wochenende mit einer konzertierten Aktion namens „Operation Spinnennetz“ mehrere russische Luftwaffenstützpunkte tief im Landesinneren angegriffen. Drohnen, monatelang vorbereitet und direkt vor den russischen Militärbasen platziert, zerstörten mindestens fünf Flugzeuge – darunter vier strategische Bomber.

    Experten sprechen von einem Meilenstein im Ukraine-Krieg – vergleichbar mit dem Untergang des russischen Kriegsschiffs Moskva. Die Botschaft ist klar: Die Ukraine passt sich an, lernt und schlägt zurück.

    Ein Funke Hoffnung: Gefangenenaustausch in Istanbul vereinbart

    In Istanbul kam es gestern zu einem humanitären Lichtblick: Russland und die Ukraine einigten sich darauf, schwer verletzte und junge Kriegsgefangene auszutauschen und jeweils die Leichen von 6.000 gefallenen Soldaten zu übergeben. Ein Waffenstillstand? Weiter Fehlanzeige. Aber immerhin – ein Schritt in die richtige Richtung.

    Hassverbrechen in Colorado: Angriff auf Solidaritätsmarsch

    Weiter in die USA: In Boulder, Colorado, wurden Teilnehmer eines Marschs für die israelischen Geiseln in Gaza mit Molotowcocktails attackiert. Acht Menschen mussten ins Krankenhaus. Der mutmaßliche Täter, Mohamed Sabry Soliman, ein ägyptischer Staatsbürger, soll laut Ermittlungen die Tat ein Jahr lang geplant haben.

    In Vernehmungen äußerte er Hass gegen „alle Zionisten“ und sprach davon, sie alle töten zu wollen. Er wurde wegen versuchten Mordes in 16 Fällen und weiterer Straftaten angeklagt. Präsident Trump äußerte sich zum Vorfall – lenkte den Fokus dabei jedoch auf Grenzsicherung, nicht auf Antisemitismus. Ob das der passende Moment war?

    Weitere Schlagzeilen aus aller Welt

    Polen: Der Nationalist Karol Nawrocki gewinnt ganz knapp die Präsidentschaft – ein Zeichen für Europas wachsende Konflikte um Migration, Abtreibung und LGBTQ-Rechte.

    Großbritannien: Premierminister Keir Starmer kündigt an, bis zu zwölf neue Unterseeboote zu bauen – eine milliardenschwere Investition in die Rüstung.

    Bangladesch: Ein Sondergericht erlässt Haftbefehl gegen Ex-Premierministerin Sheikh Hasina. Grund: Über 1.000 Tote bei Protesten am Ende ihrer Amtszeit.

    Zölle: Trump will am Mittwoch die Abgaben auf Stahl und Aluminium auf 50 Prozent anheben – trotz gerichtlicher Zweifel an der Rechtmäßigkeit dieser Maßnahmen.

    Technologie: Die Investoren an der Wall Street investieren kräftig in KI-Technologie – steht hier schon die nächste Spekulationsblase bevor?

    Italien: Der Ätna spuckt wieder Feuer – Touristen auf Sizilien mussten evakuiert werden.

    Mode: LVMH holt Jonathan Anderson als Chefdesigner für Dior – er übernimmt alle Linien des Hauses.

    Gesundheit: Frauen, die in ihrer Lebensmitte viel Koffein konsumieren, altern laut Langzeitstudie gesünder als andere.

    Von Andreas M. Brucker

  • Verblüffender Drohnenangriff: Ukrainische Luftschläge treffen Putins Bomberbasen bis tief in Sibirien

    Verblüffender Drohnenangriff: Ukrainische Luftschläge treffen Putins Bomberbasen bis tief in Sibirien

    Kurz vor dem geplanten beginn neuer Friedensgespräche zwischen der Ukraine und Russland hat Kiew seine Schlagkraft demonstriert – und zwar so deutlich wie selten zuvor. Während die Welt auf diplomatische Annäherung hofft, fliegen über 4.000 Kilometer entfernt Drohnen Angriffe auf russische Militärstützpunkte – ein strategisches Trommelfeuer mit überraschender Reichweite.

    Sonntagmorgen: Irkutsk, tief in Sibirien. Auf einem Video, das auf Telegram viral geht, hebt eine Drohne von einem Lastwagen ab. Knatternde Salven aus automatischen Waffen hallen durch die Luft, russische Soldaten versuchen das Flugobjekt vom Himmel zu holen. Eine zweite Drohne schließt sich dem Manöver an und nimmt Kurs auf den nahegelegenen Militärflugplatz Belaïa – ein Ort, an dem normalerweise schwere russische Bomber auf ihren Einsatz gegen die Ukraine warten.

    In der gleichen Nacht wird ein weiteres russisches Luftwaffenlager im Hohen Norden getroffen. Auch hier: Kamikaze-Drohnen, präzise Einschläge, keine Vorwarnung. Die Operation trägt den Namen „Spinnennetz“ – und so raffiniert wie ihr Name ist auch ihre Durchführung. Ukrainische Geheimdienste stehen hinter dem Coup und haben nicht nur Bildmaterial von den Angriffen verbreitet, sondern auch Vorbereitungsfotos aus dem eigenen Lager publik gemacht.

    Was ist da los?

    Eine derart tief ins Herz Russlands zielende Luftschlag-Serie – mit Angriffen bis in die Region Irkutsk, rund 4.300 Kilometer von der Ukraine entfernt – hat es bislang in diesem Krieg nicht gegeben. Damit überschreitet die Ukraine eine neue Schwelle des Krieges, die weit über die Grenze der Krim oder des Donbass hinausgeht. Eine regelrechte Demonstration technischer Raffinesse und psychologischer Wucht.

    Und die Bilder sind schwer verdaulich für Moskau. In einem Video werfen russische Soldaten mit Steinen nach den Drohnen, in einem fast verzweifelten Versuch, das Unvermeidliche zu verhindern. Es erinnert an eine Szene aus einem dystopischen Film – nur ist sie real. Die Vorstellung, dass Soldaten der einst so gefürchteten russischen Armee mit Steinwürfen gegen hochmoderne Drohnentechnologie vorgehen müssen, ist ein Symbol für einen dramatischen Wandel auf dem Schlachtfeld.

    Nicht nur die Luftwaffe wird getroffen.

    Parallel zu diesen Angriffen meldet die Region Briansk – unweit der ukrainischen Grenze – Sabotageakte auf das russische Eisenbahnnetz. Auch hier steckt offenbar Kiew dahinter. Ein verzweigtes Vorgehen, das zeigt: Die Ukraine kämpft nicht nur an der Frontlinie, sondern auch im Schatten – und das mit wachsender Raffinesse.

    Was bedeutet das für den weiteren Kriegsverlauf?

    Diese Art von Operation bringt vor allem eins mit sich: Unsicherheit. Russland muss sich nun auf eine neue Realität einstellen. Der Schutz des eigenen Luftraums, selbst Tausende Kilometer vom Kriegsgeschehen entfernt, ist offenbar nicht mehr gewährleistet. Wer jetzt noch dachte, dass nur die Ukraine täglich mit Sirenen und Einschlägen leben muss, sieht sich getäuscht.

    Die Aktion „Spinnennetz“ ist mehr als nur ein Schlag gegen militärische Infrastruktur. Sie ist ein psychologisches Statement. Ein Fingerzeig in Richtung Kreml: „Eure Sicherheit ist eine Illusion.“

    Wie reagiert Moskau?

    Noch hüllt sich der Kreml in Schweigen, doch Experten rechnen mit einer scharfen Antwort. Entweder durch verstärkte Gegenoffensiven oder durch Propaganda. Eines ist jedoch klar – mit jedem erfolgreichen Angriff auf russischem Boden schwindet Putins Nimbus der militärischen Unverwundbarkeit ein Stück weiter.

    Und während all das passiert, soll in Istanbul erneut über Frieden verhandelt werden. Ironie der Geschichte – oder Teil eines größeren Plans? Eine Frage, die sich viele stellen dürften.

    Der Krieg hat eine neue Etappe erreicht. Nicht durch Worte, sondern durch rotierende Rotoren und lautlose Einschläge mitten in der Nacht.

    Von C. Hatty