Schlagwort: Überschwemmungen

  • Überschwemmungen im Norden Frankreichs: Versicherer zahlten bereits im November über 60 Millionen Euro aus

    Überschwemmungen im Norden Frankreichs: Versicherer zahlten bereits im November über 60 Millionen Euro aus

    Der Berufsverband France Assureurs bestätigte am Montag außerdem, dass Haushalte, die im Januar erneut betroffen sind, nicht zweimal den vertraglichen Selbstbehalt tragen müssen.

    Die Versicherer haben bis Ende Dezember bereits „mehr als 60 Millionen Euro“ an die Geschädigten der Novemberüberschwemmungen in der Region Hauts-de-France ausgezahlt, wie France Assureurs am Montag, dem 8. Januar, mitteilte. Dies entspricht „im Durchschnitt einer Anzahlung von 2.600 Euro pro geschädigtem Versicherten“, so der Verband.

    France Assureurs bestätigte auch, dass Haushalte, die im Januar erneut vom Hochwasser betroffen waren, die vertraglich vereinbarte Selbstbeteiligung nicht zweimal tragen müssen. Wirtschaftsminister Bruno Le Maire hatte dies bereits angekündigt.

    Nach den Überschwemmungen im November, die mehrere hundert Gemeinden im Norden Frankreichs in Mitleidenschaft gezogen hatten, „wurden bis Ende Dezember 2023 98% der Expertenbesuche ausgeführt“, so die Organisation. Die Caisse centrale de réassurance hatte Ende November die Kosten der Überschwemmungen, die im Rahmen des Naturkatastrophenregimes in der Region Hauts-de-France übernommen wurden, auf etwa 550 Millionen Euro geschätzt, wovon sie mindestens die Hälfte selbst tragen muss. Wirtschaftsminister Bruno Le Maire erklärte am Sonntag, dass „50 % der im November Geschädigten vollständig entschädigt worden sind“.

  • Unwetter: Das Pas-de-Calais wird zum achten Mal in zwei Monaten auf Alarmstufe Rot für Hochwasser gesetzt

    Unwetter: Das Pas-de-Calais wird zum achten Mal in zwei Monaten auf Alarmstufe Rot für Hochwasser gesetzt

    Für das Departement Pas-de-Calais wurde am Dienstag, dem 2. Januar, die Hochwasserwarnstufe Rot ausgerufen. In den Departements Nord, Finistère und Meurthe-et-Moselle herrscht Alarmstufe Orange. Es ist das achte Mal in zwei Monaten, dass das Pas-de-Calais unter Alarmstufe Rot gesetzt.

    Mit letzter Kraft verlässt eine Bewohnerin ihr Haus, bevor sie in der Falle sitzt. Das Wasser ist überall, die Fließgeschwindigkeit ist gewaltig. Das Stadtzentrum von Bourthes (Departement Pas-de-Calais) ist schon wieder überschwemmt. Für andere Bewohner ist es bereits zu spät, um die Häuser zu verlassen: Sie werden die Nacht in ihren Häusern mit der Angst verbringen, dass das Wasser weiter und weiter steigt. „Die Situation ist sehr kritisch. Hinter unserem Haus beginnen die Weiden überschwemmt zu werden, das Zentrum des Ortes ist völlig überflutet. Wir können nicht mehr aus dem Haus gehen“, klagt eine Bewohnerin gegenüber dem Sender France 2.

    Der Fluß Aa fließt durch einen großen Teil des Departements Pas-de-Calais. Viele Gemeinden waren am Dienstagabend, dem 2. Januar, gefährdet. Weiter flussabwärts, in Arques, pumpt ein Restaurantbesitzer das Wasser aus seinem Keller. Mitten das Interview mit ihm kommt von Météo France die Ausrufung der Alarmstufe Rot. Für den Restaurantbesitzer wiederholt sich ein Albtraum. In der Nachbargemeinde Blandec beginnt das Wasser, die Häuser eines Wohnviertels zu erreichen. Eine Bewohnerin war bereits im November letzten Jahres von der Katastrophe betroffen. „Wir sind demoralisiert, weil wir unsere Häuser nicht trocknen können“, erklärt sie. Es wird erwartet, dass der Fluss in den nächsten Stunden einen außergewöhnlich hohen Pegelstand erreicht. 120 zusätzliche Feuerwehrleute sollen zur Verstärkung im Departement eintreffen.

  • Wetter: 10 Departements auf Warnstufe Orange wegen Starkregens und  Überschwemmungen

    Wetter: 10 Departements auf Warnstufe Orange wegen Starkregens und Überschwemmungen

    Im Departement Pas-de-Calais herrschte zeitweilig Warnstufe Orange wegen „Starkregen-Überschwemmung“ und „Hochwasser“.

    Die Wetterwarnungen werden ausgeweitet, da die Regenfälle weiter zunehmen. In der am Montag, dem 1. Januar um 22 Uhr veröffentlichten Vorhersage verhängt Météo-France ab Mitternacht in zehn Departements die Warnstufe Orange. Das Departement Nord wurde nun auch auf die Warnstufe Orange „Hochwasser“ gesetzt und schließt sich damit dem Pas-de-Calais an. Auf der Warnstufe Orange für Regen und Überschwemmungen befinden sich die Departements Manche, Orne, Mayenne, Sarthe, Loire-Atlantique, Vendée, Morbihan und Finistère, die teilweise bereits am Montag in Alarmbereitschaft versetzt wurden.

    „Ein Regengebiet erreicht die Atlantikküste Frankreichs. Der Regen wird die ganze Nacht von Montag auf Dienstag sowie einen großen Teil des Dienstags anhalten, mit anhaltenden Regenfällen, die große Niederschlagsmengen verursachen“, warnt Météo-France. „Innerhalb von 24 Stunden werden Niederschlagsmengen zwischen 40 und 60 Liter / m2 erwartet. Es ist möglich, dass lokal die 60 Liter überschritten werden, insbesondere in Richtung des Finistère. Diese Niederschläge fallen außerdem auf bereits gesättigte Böden“, so die Warnmeldung weiter.

  • Überschwemmungen: Das Departement Pas-de-Calais erneut unter Wasser

    Überschwemmungen: Das Departement Pas-de-Calais erneut unter Wasser

    In der Region Pas-de-Calais gilt immer noch die Warnstufe Orange für Hochwasser. Im Laufe des Tages werden weitere Regenfälle erwartet, die die nach den Überschwemmungen im November noch sehr nassen Böden wieder überlasten könnten.

    In den letzten Stunden stieg in Blendecques (Departement Pas-de-Calais) aufgrund der Regenfälle der Pegel des Flusses Aa unaufhörlich an und mit ihm die Angst der Bewohner der Gemeinde. Nur zwei Monate nach dem letzten Hochwasser wurden die Straßen erneut von Wassermassen überflutet. Erschöpft zogen es einige Bewohner vor, ihre Häuser in der Nacht zu verlassen. Die gleiche Situation herrschte etwa 30 km entfernt in der Gemeinde Bourthes, die ebenfalls vom Fluss Aa durchquert wird.

    An manchen Stellen bis zu 40 Liter Regen.
    Die zu Hause gebliebenen Bewohner versuchten, sich mit den ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln zu schützen. Einige Sandsäcke erschienen angesichts des immer weiter ansteigenden Flusses regelrecht lächerlich. Seit gestern steht das Dorf unter Wasser. Ein Katastrophenszenario, das sich noch weiter verschlimmern könnte. Die Bewohner des Departements Pas-de-Calais erwartet in den nächsten Stunden eine anstrengende und gefährliche Zeit. Im Departement könnten die Regenmengen stellenweise über 40 Liter / m2 betragen.

  • Unwetter: Pas-de-Calais ab Mittag auf Warnstufe Orange „Regen-Überschwemmung“ und „Hochwasser“

    Unwetter: Pas-de-Calais ab Mittag auf Warnstufe Orange „Regen-Überschwemmung“ und „Hochwasser“

    Für das Departement, das bereits im November von heftigen Unwettern betroffen war, gilt ab Sonntagmittag die Alarmstufe Orange.

    Das Departement Pas-de-Calais wird am Sonntag, dem 31. Dezember, wegen der Gefahr von „Regen / Überschwemmungen“ und „Hochwasser“ ab 12 Uhr auf die Warnstufe Orange gesetzt, so der aktuelle Wetterbericht von Météo France. Im Gefolge des Tiefs „Geraldine“ „werden sich die Schauer, die in einer südwestlichen Strömung begonnen haben zu zirkulieren, allmählich über dem Pas-de-Calais intensivieren“, erklärt Météo France. Die Warnung „Regen / Überschwemmung“ dauert bis zum Ende des Sonntags, und die Warnung wegen der Gefahr von „Hochwasser“ wird bis Montag, den 1. Januar, fortgesetzt.

    Von den 6.200 km Straßen des Départements Pas-de-Calais waren bereits 475 km durch die schweren Überschwemmungen im November beschädigt worden. Einige Straßen waren aufgebrochen oder sogar eingestürzt. Das Pas-de-Calais wird erst im Frühjahr genau wissen, wie groß die Schäden tatsächlich sind. In der Zwischenzeit hat die Präfektur 50 Millionen Euro für die dringendsten Reparaturen des Straßennetzes und beschädigter Bauwerke bereitgestellt.

  • Gironde: Europas größtes Bücherlager von Hochwasser überflutet

    Gironde: Europas größtes Bücherlager von Hochwasser überflutet

    Für das Departement Gironde wurde die Alarmstufe Orange nach den Überschwemmungen wieder aufgehoben, doch das Wasser richtete zahlreiche Schäden an. Unter anderem wurde ein riesiges Bücherlager in Mitleidenschaft gezogen.

    Didier Rodriguez muss derzeit mit einem Geländewagen zu seinem Arbeitsplatz fahren, dem Village du livre, das nach den jüngsten Überschwemmungen in eine Halbinsel verwandelt wurde. Hinter diesen Mauern befinden sich acht Millionen antiquarische Bücher. Im Lagerraum ist das Wasser viel stärker gestiegen als erwartet. Etwa hunderttausend Bücher waren vom steigenden Wasser betroffen, ein enormer Verlust. Dennoch ist der Betrieb noch lange nicht zum Erliegen gekommen.

    Sichtbare Schäden
    Kurz vor den Weihnachtsfeiertagen sind die Angestellten damit beschäftigt, täglich 100 Bestellungen zu bearbeiten. Am Boden sind die Schäden noch deutlich sichtbar. „Ich, die ich eine Leidenschaft für Bücher habe, es tut mir wirklich im Herzen weh, das zu sehen. Normalerweise haben wir Platz, um zwischen den Regalen zu laufen, jetzt müssen wir uns einen Weg bahnen“, erzählt eine Mitarbeiterin auf dem Sender Franceinfo. Es wird mehrere Wochen dauern, bis die größte antiquarische Buchhandlung Europas wieder auf Vordermann gebracht werden kann.

  • Überschwemmungen in der Charente-Maritime: Tausend Häuser betroffen und 250 Personen evakuiert

    Überschwemmungen in der Charente-Maritime: Tausend Häuser betroffen und 250 Personen evakuiert

    In der Charente-Maritime gilt am Montag weiterhin die zwiethöchste Hochwasserwarnung. Besonders betroffen ist die Stadt Saintes.

    Rund 1.000 Häuser sind betroffen und etwa 250 Menschen wurden am Sonntagnachmittag in Saintes und den umliegenden Gemeinden evakuiert, berichtet der Sender France Bleu La Rochelle. Seit mehreren Tagen leidet das Departement Charente-Maritime unter heftigen Überschwemmungen. Am heutigen Montag gilt dort immer noch eine orangefarbene Hochwasserwarnung.

    Der Rückgang des Hochwassers ist langsam
    Am Sonntagnachmittag erreichte der Fluss Charente mit 6,09 Metern seinen Höchststand. Der Rückgang wird nur langsam erfolgen und könnte laut den Vorhersagen der Webseite Vigicrues die ganze Woche über andauern.

    Der Präfekt beantragte am Sonntag, die Stadt Saintes unter den Status der Naturkatastrophe zu setzen.

  • Charente-Maritime: Haftanstalt in Saintes musste wegen Überschwemmungen evakuiert werden

    Charente-Maritime: Haftanstalt in Saintes musste wegen Überschwemmungen evakuiert werden

    Wegen des steigenden Wasserstandes der Charente mussten 142 Häftlinge aus einem Gefängnis evakuiert werden. In fünf Departements herrscht aufgrund des Hochwassers weiterhin die Warnstufe Orange.

    Das Wasser der Charente stieg am Donnerstag, dem 14. Dezember, weiter an und zwang die Behörden zu Aktionen. In Saintes (Departement Charente-Maritime) mussten am Donnerstagmorgen 142 Insassen des Gefängnisses in andere Haftanstalten evakuiert werden. Auch die Bewohner in mehreren Straßen der Gemeinde mussten ihre Häuser und Wohnungen verlassen.

    Der Höhepunkt des Hochwassers der Charente wird für Samstag oder Sonntag erwartet und soll Werte erreichen wie das letzte große Hochwasser im Jahr 2021. Fünf Departements der Region Nouvelle-Aquitaine wurden am Donnerstagmittag von Météo-France weiterhin auf die Warnstufe Orange „Hochwasser“ gesetzt. Auf der Regierungswebsite Vigicrues sind die betroffenen Flüsse im Detail aufgeführt.

    In Saintes gingen die Feuerwehrleute am Donnerstag von Haus zu Haus, um den Bewohnern der gefährdeten Gebiete zum Verlassen ihrer Häuser zu bewegen. „Ich helfe meiner Mutter beim Umzug“, erklärte ein Mann gegenüber dem Sender France 2. „Wir werden sie eine Zeit lang bei mir unterbringen (…) Wir werden nicht alles entfernen können, Möbel und Haushaltsgeräten werden da bleiben“. Eine Bewohnerin hat ihre Möbel auf Betonsteine gestellt, um Schäden zu verhindern, da das Wasser in ihr Wohnzimmer einzudringen droht. „Wir schauen uns die Vorhersagen auf Vigicrues an. (…) Es stimmt, dass es beängstigend ist“, gesteht sie.

  • Unwetter: In der Dordogne wurde die Gemeinde Montignac-Lascaux überschwemmt

    Unwetter: In der Dordogne wurde die Gemeinde Montignac-Lascaux überschwemmt

    Die Lage in der Dordogne ist besonders besorgniserregend. In Montignac-Lascaux ist der Pegel der Vézère am Dienstag, dem 12. Dezember, innerhalb kürzester Zeit auf über 5 Meter gestiegen.

    Jeden Morgen auf den Wasserstand der Vézère zu schauen, um sich einen Überblick über die Lage zu verschaffen, ist zu einem Ritual geworden. „Das Hochwasser hat sich bei etwa fünf Metern stabilisiert. Wenn es in Corrèze und Haute-Corrèze zu starken Niederschlägen kommt, kann es erneut zu einem schnellen Anstieg der Vézère kommen, der besorgniserregend werden kann“, erklärte Laurent Mathieu, der Bürgermeister von Montignac-Lascaux (Dordogne), auf dem Sender France 2.

    Kinder werden mit Traktoren zur Schule gebracht
    Am Dienstag, dem 12. Dezember, stieg der Wasserstand der Vézère auf 5,40 m an. Das Wasser drang in die Restaurants am Flussufer und in ein Dutzend Wohnungen im Stadtzentrum ein. Als Vorsichtsmaßnahme brachte eine Bewohnerin alle Möbel in ihrem Haus nach oben. „Es ist besser so, damit ich nicht in Panik geraten muss. Dieses Jahr wird es steigen, sinken, steigen, sinken, also muss man langfristige Vorsichtsmaßnahmen treffen“, erklärte Christine Andral. In der Nähe von Périgueux (Dordogne) werden die Kinder von Saint-Vincent-sur-l’Isle (Dordogne) in diesen Tagen mit dem Traktor zur Schule gebracht.

  • Überschwemmungen: Jahrhundert-Hochwasser im Departement Haute-Savoie

    Überschwemmungen: Jahrhundert-Hochwasser im Departement Haute-Savoie

    In der Nacht vom 14. auf den 15. November gingen über dem Departement Haute-Savoie sintflutartige Regenfälle nieder. Vor allem der Fluss Arve trat über die Ufer und verursachte zahlreiche Schäden.

    Stundenlange starke Regenfälle und reißende Flüsse in der Nacht vom 14. auf den 15. November in Hochsavoyen. Der Fluss Arve trat in mehreren Gemeinden über die Ufer und überflutete zahlreiche Straßen. Die Straßenschilder sind fast verschwunden. Rundherum sind die Felder überschwemmt. Ein Rinderzüchter, der auf der Suche nach seinen Tieren ist, erkennt die Gegend kaum wieder.

    Rekorde werden gebrochen
    Auf der anderen Seite des Flusses steht ein Weiler unter Wasser. In der vergangenen Nacht mussten 30 Personen von der Feuerwehr evakuiert werden, wie auch eine Anwohnerin, die von der Geschwindigkeit des Wasseranstiegs überrascht wurde. „Als ich mich umgesehen hatte, stand das Wasser plötzlich überall“, sagt sie auf dem Sender France 2. Im Erdgeschoss des Hauses stand das Wasser bis zu 1,40 m hoch, sodass die Feuerwehrleute ein Boot einsetzen mussten. Als sich das Wasser schließlich zurückzog, blieben nur noch Schlamm und Schlick übrig. Die Rekordwasserstände der Überschwemmungen von 1968 und 2015 wurden weit übertroffen. Am Mittwochabend und Donnerstag herrscht in Hochsavoyen „nur noch“ die Alarmstufe Gelb, die Präfektur ruft jedoch weiterhin zu größter Vorsicht auf.