Schlagwort: Übernahme

  • Traditionsbruch im Höhenflug: Warum das baskische Luftfahrtunternehmen Lauak jetzt indisch ist

    Traditionsbruch im Höhenflug: Warum das baskische Luftfahrtunternehmen Lauak jetzt indisch ist

    Ein großer Name der französischen Luftfahrtindustrie geht neue Wege – und lässt dabei seine Wurzeln nicht hinter sich. Die traditionsreiche Firma Lauak aus dem baskischen Hasparren hat sich in einem mutigen Schritt neu aufgestellt: 51 Prozent der Firmenanteile gehören jetzt dem indischen Industriegiganten Wipro. Damit verliert die Gründerfamilie Charritton die Mehrheit, behält jedoch weiterhin Einfluss auf das operative Geschäft. Was steckt hinter diesem unerwarteten Kurswechsel? Ein Werkstattbetrieb wird Global Player Wer die Geschichte von Lauak kennt, erkennt sofort, dass hier mehr als nur ein Eigentümerwechsel passiert. 1975 als kleiner metallverarbeitender Betrieb namens Eskulanak gestartet, hat sich Lauak zu einem der wichtigsten Zulieferer für Branchengrößen wie Airbus, Dassault Aviation und Safran entwickelt. Über 1.800 Mitarbeitende – davon rund 500 im französischen Baskenland – sorgen dafür, dass die Flugzeuge der Welt zuverlässig in die Luft kommen. Doch die Konkurrenz schlä…

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  • El Salvador verweigert Rückführung eines aus den USA Abgeschobenen

    El Salvador verweigert Rückführung eines aus den USA Abgeschobenen

    Bei einem Treffen im Weißen Haus erklärte der Präsident von El Salvador, Nayib Bukele, am gestrigen Tag, dass er nicht bereit sei, einen Mann zurück in die USA zu schicken, der fälschlicherweise abgeschoben und anschließend in ein berüchtigtes Gefängnis in El Salvador gebracht wurde.

    „Natürlich werde ich das nicht tun“, antwortete Bukele auf die Frage von Journalisten, ob er bereit sei, bei der Rückführung von Kilmar Armando Abrego Garcia zu helfen. Der Fall steht im Mittelpunkt eines Rechtsstreits, der inzwischen vor dem Obersten Gerichtshof der USA verhandelt wird.

    Bukele sagte, die Rückführung von Abrego Garcia käme dem „Schmuggel eines Terroristen in die Vereinigten Staaten“ gleich. Während Bukele im Oval Office sprach, lächelte Ex-Präsident Donald Trump zustimmend.

    Hintergrund: Die Trump-Regierung hatte die Abschiebung als „Verwaltungsfehler“ bezeichnet. Der Supreme Court hat angeordnet, dass die US-Regierung Abrego Garcias Rückkehr „ermöglichen“ müsse – Trump ignorierte diese Anweisung jedoch bislang.


    Zuckerberg vor Gericht – Der Kampf um Instagram und WhatsApp

    Mark Zuckerberg, Vorstandschef von Meta, stand am ersten Tag eines historischen Kartellverfahrens in den USA als Zeuge vor Gericht. Die Regierung beschuldigt Meta, ein illegales Monopol geschaffen zu haben – durch die Übernahmen von Instagram und WhatsApp, als diese noch kleine Start-ups waren.

    Dieses Verfahren stellt die bislang größte Bedrohung für Zuckerbergs Tech-Imperium dar.

    Im voll besetzten Gerichtssaal in Washington konfrontierten Bundesanwälte Zuckerberg mit E-Mails und internen Dokumenten, die seine Akquisitionsstrategie beleuchten. In einer E-Mail aus dem Jahr 2012 schrieb er, Instagram „ohne neue Features“ weiterlaufen zu lassen – heute nennt er das „frühes Denken“. Letztlich, so Zuckerberg, habe man „enorm investiert“ nach dem Kauf.

    Wie geht es weiter? Heute soll Zuckerberg seine Aussage fortsetzen. In dem auf acht Wochen angesetzten Prozess werden Meta und die US-Regierung zwei völlig unterschiedliche Erzählungen über die 20-jährige Wachstumsgeschichte des Tech-Konzerns präsentieren. Sollte das Gericht gegen Meta entscheiden, müsste Zuckerberg Instagram und WhatsApp womöglich abgeben – ein massiver Einschnitt in die bisherige Silicon-Valley-Praxis.


    Chinas Präsident Xi Jinping besucht Vietnam

    Präsident Xi Jinping ist zum Auftakt einer Südostasien-Reise in Vietnam eingetroffen. In Zeiten wachsender wirtschaftlicher Unsicherheit durch US-Zölle will er neue Allianzen für Peking schmieden.

    In einem Essay, veröffentlicht kurz vor seiner Ankunft, rief Xi andere Länder auf, sich gemeinsam mit China für „Stabilität, freien Handel und ein offenes, kooperatives internationales Umfeld“ einzusetzen.

    Doch trotz diplomatischer Gastfreundschaft: Vietnam und viele Nachbarländer versuchen gleichzeitig, die USA zu besänftigen – in der Hoffnung auf Zollsenkungen. Das könnte sie davon abhalten, sich offen an die Seite Chinas zu stellen.


    WEITERE TOP-MELDUNGEN

    • Ukraine: Trump bezeichnete den russischen Raketenangriff, bei dem mindestens 35 Menschen in Sumy getötet wurden, als „Fehler“ und „schreckliche Sache“.
    • Gabun: Brice Oligui Nguema gewann die Präsidentschaftswahl und festigte seine Macht nach dem Putsch 2023.
    • USA: Ein Brandanschlag auf das Haus des Gouverneurs von Pennsylvania schürt Sorgen über Bedrohungen gegen Politiker.
    • Ecuador: Amtsinhaber Daniel Noboa wurde erneut zum Präsidenten gewählt. Die unterlegene Kandidatin, eine Vertraute von Ex-Präsident Correa, ficht das Ergebnis an.
    • Kanada: Danielle Smith, Premierministerin des Bundestaates Alberta, sorgt mit lobenden Worten über Trump für Empörung.
    • Dominikanische Republik: Beim Einsturz des Dachs im Jet Set-Nachtclub in Haina starben nach letzten Erkenntnissen 25 Menschen, darunter lokale Persönlichkeiten.
    • Kuba: Die Trump-Regierung hat damit begonnen, US-Visa von Beamten aus Ländern einzuziehen, die kubanische Ärzte beschäftigen.
    • Ungarn: Das Parlament verabschiedete eine Verfassungsänderung, wonach alle Ungarn entweder männlich oder weiblich sind.
    • Gesundheit: Forschern gelang erstmals eine Nierentransplantation bei einem Schwein mit einem zuvor eingefrorenem Organ – dank neuartiger Auftaumethode von innen heraus.
    • Unterhaltung: HBO hat erste Schauspieler für seine „Harry Potter“-Serie vorgestellt – unter anderem John Lithgow als Albus Dumbledore.

  • Prada übernimmt Versace: Zwei Modegiganten unter einem Dach

    Prada übernimmt Versace: Zwei Modegiganten unter einem Dach

    Es ist ein Paukenschlag in der Welt der Luxusmode: Prada übernimmt Versace. Für satte 1,25 Milliarden Euro in bar wandert das berühmte Modehaus zurück in italienische Hände. Was wie ein geschickter Schachzug aussieht, hat das Potenzial, die Modewelt nachhaltig zu verändern.

    Zwei große Namen – ein gemeinsamer Weg. Prada, seit Jahrzehnten Synonym für elegante Zurückhaltung und handwerkliche Perfektion, holt sich mit Versace eine Marke ins Boot, die für lautes Design, goldene Medusen und pure Extravaganz steht.

    Warum also dieser Zusammenschluss?

    Prada spricht von einer „komplementären Ergänzung“ zum bisherigen Markenportfolio. Versace, das trotz weltweiter Bekanntheit zuletzt mit Herausforderungen zu kämpfen hatte, bekommt eine neue Plattform. Die DNA der Marke – das gewagte, luxuriöse Auftreten – soll erhalten bleiben. Gleichzeitig verspricht Prada, die volle Kraft der eigenen Infrastruktur zu nutzen, um Versace auf das nächste Level zu heben.

    Es ist fast wie in einer italienischen Familiensaga: Donatella Versace, jahrelanges Gesicht und kreative Seele des Hauses, tritt kürzer. Doch sie bleibt als Markenbotschafterin an Bord. Ihr Nachfolger im kreativen Bereich? Ein vertrautes Gesicht aus dem Prada-Kosmos. So bleibt auch der Designansatz in der Familie – zumindest im Geiste.

    In der Modebranche wird der Deal als Signal gewertet: Italien will nicht länger zusehen, wie französische Luxuskonzerne den Markt dominieren. Die Übernahme könnte der Auftakt für ein echtes Gegengewicht zu LVMH und Kering sein – italienische Klasse gegen französischen Chic, sozusagen.

    Der Zeitpunkt? Strategisch gewählt. Während Versace unter dem bisherigen Besitzer Capri Holdings nie ganz an frühere Glanzzeiten anknüpfen konnte, hat Prada in den letzten Jahren konsequent investiert und expandiert. Die Übernahme wird durch neue Kredite in Höhe von 1,5 Milliarden Euro finanziert – ein mutiger, aber gut durchdachter Schritt.

    Doch was bedeutet das für Konsumenten?

    Ganz einfach: Noch mehr Auswahl, noch mehr Stil. Prada will Versaces gewagten Look erhalten und weiterentwickeln. Wer den Mix aus barocker Opulenz und moderner Streetwear liebt, darf also hoffen. Und Hand aufs Herz – wann war Luxusmode zuletzt so spannend?

    Ein besonders bemerkenswerter Aspekt: Diese Fusion bringt zwei sehr unterschiedliche Kreativansätze zusammen. Pradas minimalistische Raffinesse trifft auf Versaces theatralische Extravaganz. Das birgt Risiken, klar – aber auch enorme Chancen für frische Ideen und neue Kollektionen, die mehr als bloß beeindrucken wollen.

    Wie also wird sich die Branche wandeln? Wird aus diesem Zusammenschluss ein neues Kraftzentrum italienischer Mode?

    Eines ist sicher: Die nächsten Fashion Weeks werden spannender denn je. Wenn Prada und Versace erstmals gemeinsam auftrumpfen, könnte das die Geburt eines neuen Stils einläuten – einer, der italienische Handwerkskunst mit globaler Vision verbindet.

    Und mal ehrlich – wer hätte gedacht, dass zwei einstige Rivalen einmal gemeinsame Sache machen?

    Von C. Hatty