Schlagwort: Tunesien

  • Halima Ben Ali zwischen Justiz und Politik: Ein Balanceakt in Paris

    Halima Ben Ali zwischen Justiz und Politik: Ein Balanceakt in Paris

    Die jüngst erfolgte Festnahme von Halima Ben Ali in Paris liest sich wie ein Kapitel aus einem Politthriller – und doch ist es bittere Realität. Die jüngste Tochter des 2019 verstorbenen tunesischen Machthabers Zine El-Abidine Ben Ali steht plötzlich im Zentrum eines internationalen Rechtsstreits, der weit mehr ist als ein gewöhnliches Auslieferungsverfahren. Es geht um die Aufarbeitung der Diktatur, um Milliarden verschwundener Gelder, um politische Racheängste – und um die Frage, wie weit Frankreichs Justiz bereit ist zu gehen.

    Ein Moment mit politischer Sprengkraft Am 1. Oktober 2025 landet Halima Ben Ali auf dem Pariser Flughafen – und wird dort sofort verhaftet. Der Grund: eine rote Interpol-Notiz, ausgestellt von den tunesischen Behörden, die ihr massive Veruntreuung von Staatsgeldern vorwerfen. Vor dem Untersuchungsrichter in Paris wird schnell klar: Es geht nicht nur um die Frage, ob die Tochter eines gestürzten…

    [wtr-time]

    Der weitere Text ist unseren Abonnenten vorbehalten.


    Warum ein Abo? Weil guter Journalismus seinen Preis hat.

    Information mag frei zugänglich sein – aber Journalismus ist kein Selbstläufer. Recherchen, Interviews, Faktenchecks und Einordnungen erfordern Zeit, Expertise und Verantwortung.

    Wer unabhängige, fundierte Berichterstattung will, muss sie ermöglichen. Werbefinanzierung allein reicht nicht – sonst entscheiden Klickzahlen über Inhalte.

    Ein Abonnement ist kein Eintrittsgeld, sondern ein Bekenntnis: zur Qualität, zur Unabhängigkeit und zu einer informierten Öffentlichkeit.

    Information ist frei. Journalismus kostet. Und genau deshalb lohnt sich ein Abo.


    Abo-Light – das Monatsabonnement zum schlanken Preis

    Alle Artikel für 0,50 € pro Woche. Das Abo wird monatlich mit 2 € abgerechnet und ist monatlich kündbar.

    Monatsabonnement buchen…


    Premium-Abo – das Jahresabonnement mit wertvollen Add-Ons

    Alle Artikel für 0,38 € pro Woche. Das Abo wird jährlich mit 20 € abgerechnet und ist jährlich kündbar.

    Das Premium-Jahres-Abo bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    Jahresabonnement buchen…


    Lebenslang – das Premium-Abo für immer

    Für eine einmalige Zahlung für nur 36 €. Unbegrenzter Zugriff – ein Leben lang.

    Das Premium-Abo-Lebenslang bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    „Abo-Lebenslang“ buchen…


     

     

  • Kommentar: Mut ist ansteckend – warum diese sieben Menschen uns alle aufrütteln sollten

    Kommentar: Mut ist ansteckend – warum diese sieben Menschen uns alle aufrütteln sollten

    Es gibt Preise – und dann gibt es den Goldman Environmental Prize. Kein Glanz, keine Gala, kein aufgesetztes Lächeln fürs Blitzlichtgewitter. Stattdessen? Echte Geschichten. Echtes Engagement. Und ganz viel Herzblut.

    Man hört oft von Held:innen – und doch bleiben die meisten gesichtslos. Aber hier, bei diesem Preis, bekommen sie ein Gesicht, eine Stimme, eine Bühne. Und wer sich einmal mit diesen Geschichten beschäftigt hat, wird sie nicht mehr los.

    Ein Fluss mit Rechten? Klingt verrückt. Ist aber genial.

    Mari Luz Canaquiri Murayari aus Peru hat geschafft, was auf den ersten Blick unmöglich erscheint: Ein Fluss – der Marañón, ein Seitenarm des Amazonas – besitzt jetzt Rechte. Er darf nicht mehr verschmutzt werden, er darf frei fließen. Und die indigene Gemeinschaft der Kukama wacht über ihn wie über ein Familienmitglied.

    Klingt das nur nach Symbolik? Keineswegs. Es ist ein juristischer Triumph – und ein kraftvolles Signal für die Rechte der Natur und der Menschen, die seit Jahrhunderten im Einklang mit ihr leben. Wer schützt hier wen? Vielleicht schützt der Fluss ja auch uns, indem er weiter existiert.

    Müll kennt keine Grenzen – leider

    Semia Gharbi aus Tunesien zeigt, wie schmutzig das Geschäft mit dem Müll wirklich ist. Tausende Tonnen italienischer Haushaltsabfälle, illegal entsorgt in ihrer Heimat. Einfach so, als wäre Afrika eine gigantische Müllhalde.

    Doch Semia – Wissenschaftlerin, Lehrerin, Aktivistin – ließ sich nicht abspeisen. Sie recherchierte, deckte auf, forderte Verantwortung ein. Und siehe da: Die Müllberge wurden zurückgeschickt, Schuldige verhaftet, Gesetze verschärft. Weil eine Frau nicht weggeschaut hat.

    81 Jahre und kein bisschen müde

    Batmunkh Luvsandash aus der Mongolei. Ehemaliger Elektroingenieur, heute Wüstenschützer. Mit 81 Jahren kämpft er immer noch gegen die Ausbeutung der Gobi-Wüste.

    Ein Mann, ein Stück Land, ein unerschütterlicher Wille. Er hat durchgesetzt, dass ein 66.000 Hektar großes Gebiet geschützt bleibt. Kein Bergbau, keine Zerstörung, nur Natur. Ein stiller Held, der zeigt: Alter ist keine Ausrede.

    Der Fluss, der Europa wachgerüttelt hat

    Besjana Guri und Olsi Nika aus Albanien haben der Vjosa, einem der letzten wilden Flüsse Europas, ihre Freiheit bewahrt. Staudämme? Energiegewinnung? Alles schön und gut – aber nicht auf Kosten eines einzigartigen Ökosystems.

    Ihre Arbeit? Wissenschaftlich fundiert, leidenschaftlich vorgetragen, international unterstützt. Das Ergebnis? Die Vjosa ist heute der erste Wildfluss-Nationalpark Europas. Ein Sieg für die Natur – und für uns alle.

    Der Hafen, der nie gebaut wurde

    Carlos Mallo Molina war mal Bauingenieur. Heute baut er keine Häfen mehr, sondern Schutzräume. Auf Teneriffa verhinderte er mit viel Ausdauer einen Megahafen, der ein sensibles Meeresgebiet zerstört hätte.

    Seine Waffe? Wissen. Und ein langer Atem. Heute entsteht dort ein Zentrum für Meeresforschung und Schutz. Eine wundervolle Wendung – und ein Lehrstück für alle, die glauben, gegen wirtschaftliche Interessen könne man eh nichts tun.

    Ewige Chemikalien? Ewiger Kampf.

    Laurene Allen, Krankenschwester aus den USA, ist der lebende Beweis, dass Fürsorge nicht am Krankenbett endet. In ihrer Heimatgemeinde in New Hampshire fand sie heraus, dass das Trinkwasser mit PFAS belastet war – diesen „ewigen Chemikalien“, die Krebs und andere Krankheiten auslösen können.

    Die Behörden schwiegen. Laurene nicht. Über 20 Jahre kämpfte sie, bis endlich die lokale Plastikfabrik geschlossen wurde. Gesundheitsschutz heißt eben auch Umweltschutz.

    Und was ist mit uns?

    Was bewegt Menschen dazu, sich mit Konzernen, Regierungen und übermächtigen Interessen anzulegen? Was treibt sie an, wenn alles dagegen spricht?

    Vielleicht ist es diese einfache Wahrheit: Es geht ihnen nicht am Allerwertesten vorbei. Sie wollen nicht akzeptieren, dass Bequemlichkeit, Geld und Gleichgültigkeit über Leben, Natur und Gerechtigkeit triumphieren.

    Und mal ehrlich – wenn eine Krankenschwester eine Fabrik schließen kann, ein 81-Jähriger die Wüste schützt und eine indigene Anführerin einem Fluss Rechte erstreitet, was hält uns eigentlich noch zurück?

    Kleine Taten, große Wirkung

    Wir müssen nicht alle Nationalparks gründen oder internationale Müllskandale aufdecken. Aber wir können anfangen – vor der eigenen Haustür, in Gesprächen, mit kleinen Schritten. Vielleicht ist es das, was dieser Preis uns wirklich zeigt: Mut steckt an. Engagement wächst. Und Veränderung beginnt oft ganz leise.

    Diese sieben Menschen – und viele mehr – zeigen: Der Schutz unserer Erde ist kein Privileg von Expert:innen oder Aktivist:innen. Es ist eine Aufgabe für uns alle.

    Ein Kommentar von Catherine H.

  • Ukraine: Russland bricht eigenen Oster-Waffenstillstand und andere World-News

    Ukraine: Russland bricht eigenen Oster-Waffenstillstand und andere World-News

    Die Ukraine und Russland warfen sich gestern gegenseitig vor, den von Präsident Wladimir Putin am Samstagnachmittag verkündeten Oster-Waffenstillstand verletzt zu haben. Die Feuerpause, die 30 Stunden andauern sollte, wirkte wie ein Manöver Putins, um den USA Friedensbereitschaft zu demonstrieren.

    Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj, der zugesichert hatte, sich an die Waffenruhe zu halten – solange auch Russland dies täte –, erklärte, russische Truppen hätten dennoch Artillerie eingesetzt, Soldaten überfallen und Drohnen genutzt. Das russische Verteidigungsministerium hingegen betonte, dass die eigenen Einheiten den Waffenstillstand eingehalten hätten, und beschuldigte die Ukraine, diesen mit Drohnenangriffen und nächtlichen Attacken gebrochen zu haben.

    Ein ukrainischer Drohnenkommandant schilderte, die Gefechte im Osten des Landes hätten während der angeblichen Feuerpause genauso gewütet wie seit Beginn der russischen Invasion im Februar 2022. „In Wirklichkeit gab es also gar keinen Waffenstillstand“, meinte er.

    USA drohen mit Abbruch

    US-Außenminister Marco Rubio sagte am Freitag, dass sich die USA aus den Friedensbemühungen zurückziehen würden, sollte es keine Fortschritte geben. Diese Äußerung wurde allgemein als Druckmittel gegenüber der Ukraine gewertet.

    Rohstoffabkommen geplant

    Ex-Präsident Trump kündigte an, noch in dieser Woche ein umfassendes Rohstoffabkommen mit der Ukraine unterzeichnen zu wollen. Die Gespräche hatten nach einem Eklat im Oval Office zwischen den beiden Staatschefs vor einigen Wochen vorübergehend stagniert.


    Hegseth teilte Details zu Luftschlägen in privatem Signal-Chat

    US-Verteidigungsminister Pete Hegseth gab wichtige Informationen zu den Luftangriffen vom 15. März im Jemen in einem zweiten privaten Signal-Chat weiter. Laut Insidern waren seine Ehefrau, sein Bruder und sein persönlicher Anwalt in diesen Gruppenchat eingebunden.

    Im Gegensatz zum ersten Chat, der vom nationalen Sicherheitsberater Mike Waltz erstellt wurde und versehentlich Details an einen Journalisten des Atlantic weitergab, war dieser zweite Chat von Hegseth selbst ins Leben gerufen worden. Unter dem Namen „Defense | Team Huddle“ tauschten sich Personen aus Hegseths beruflichem und privatem Umfeld aus – der Chat existierte bereits vor seiner Bestätigung als Verteidigungsminister.

    Brisant: Hegseths Ehefrau, einst Produzentin bei Fox News, ist keine Mitarbeiterin des Verteidigungsministeriums. Sein Bruder und sein Anwalt arbeiten zwar im Pentagon, doch bleibt unklar, weshalb sie Zugang zu Informationen über bevorstehende Angriffe benötigen würden.


    Weitere Schlagzeilen im Überblick:

    • Gaza: Ein israelischer Kommandeur wird entlassen, nachdem eine Untersuchung zum Tod mehrerer Sanitäter „erhebliche berufliche Versäumnisse“ festgestellt hat.
    • Papst: Franziskus segnete Zehntausende Gläubige auf dem Petersplatz zur Ostermesse – seine Osteransprache hielt ein päpstlicher Assistent.
    • Vatikan: Franziskus, ein Kritiker von Trumps Abschiebepolitik, traf sich am Rande der Osterfeierlichkeiten kurz mit US-Vizepräsident JD Vance.
    • Sudan: Nach Trumps Aussetzung aller US-Auslandshilfen schlossen innerhalb weniger Tage hunderte Suppenküchen – die Hungersnot breitet sich rasant aus.
    • Kanada: In einer Woche müssen sich die Wähler zwischen zwei gegensätzlichen Kandidaten entscheiden – Mark Carney oder Pierre Poilievre –, um das Land durch eine von Trump verursachte Krise zu führen.
    • Iran: USA und Iran setzen ihre Gespräche über ein Atomabkommen in den kommenden Tagen fort – zuletzt trafen sich beide Seiten in Rom.
    • Nahost: Saudi-Arabien unterstützt mittlerweile Nuklearverhandlungen mit dem Rivalen Iran – ein Zeichen für den Wandel in der Region.
    • Bildung: Der Rückgang internationaler Studierender könnte viele US-Hochschulen hart treffen.
    • Tunesien: In einem neuen Akt der Repression wurden rund 40 Oppositionelle zu Haftstrafen von bis zu 66 Jahren verurteilt.

  • Dramatische Rettungsaktion: 612 Migranten vor Tunesien aus dem Mittelmeer gerettet, 18 Leichen geborgen

    Dramatische Rettungsaktion: 612 Migranten vor Tunesien aus dem Mittelmeer gerettet, 18 Leichen geborgen

    Die Überfahrt über das Mittelmeer – für viele ein verzweifelter Versuch, ein besseres Leben in Europa zu finden. Doch immer wieder endet sie in einer Tragödie.

    In der Nacht zum 17. März hat die tunesische Küstenwache 612 Migranten aus afrikanischen Ländern südlich der Sahara gerettet, während sie versuchten, Europa zu erreichen. Gleichzeitig wurden 18 Leichen geborgen. Die Migranten gerieten in Seenot, als ihre Boote entweder kenterten oder aufgrund technischer Probleme manövrierunfähig wurden.

    Bilder des Grauens

    Veröffentlichte Videoaufnahmen zeigen erschöpfte Menschen – einige klammern sich an große schwarze Rettungsringe, andere wirken völlig entkräftet. Frauen und Kinder sind unter den Geretteten, einige von ihnen scheinen leblos zu sein. Die Küstenwache war im Einsatz, um Leben zu retten, doch für viele kam jede Hilfe zu spät.

    Tunesiens Küsten – nur rund 150 Kilometer von der italienischen Insel Lampedusa entfernt – gehören mittlerweile zu den Hauptausgangspunkt für Flüchtlinge, die von Nordafrika nach Europa gelangen wollen. Zusammen mit Libyen hat das Land sich zu einem Brennpunkt der Migrationsbewegung entwickelt.

    Der verzweifelte Weg nach Europa

    Warum setzen sich Tausende dieser tödlichen Gefahr aus? Die Antwort liegt oft in den unerträglichen Bedingungen, die viele Migranten in ihrer Heimat oder während ihrer Zeit in Nordafrika erleben. Laut humanitären Organisationen leben derzeit 20.000 bis 25.000 Migranten in provisorischen Lagern – ohne Wasser, ohne medizinische Versorgung, ohne jegliche Perspektive.

    Die Organisation „World Organisation Against Torture“ (OMCT) prangerte erst im Januar an, dass viele Migranten völlig auf sich allein gestellt sind und unter menschenunwürdigen Bedingungen leben. Der Bericht beschreibt die Situation als „prekär und gefährlich“.

    Migration: eine tickende Zeitbombe?

    Die Rettungseinsätze sind nur ein Symptom eines viel größeren Problems. Solange Armut, politische Instabilität und Gewalt in vielen afrikanischen Ländern anhalten, wird der Migrationsdruck auf Europa nicht nachlassen. Die tunesische Regierung kämpft mit begrenzten Ressourcen, um der Lage Herr zu werden, doch der Strom der Flüchtlinge reißt nicht ab.

    Gibt es eine Lösung? Die Debatte darüber ist so alt wie die Krise selbst. Während einige auf stärkere Kontrollen und Abschreckung setzen, fordern andere mehr legale Einwanderungsmöglichkeiten und humanitäre Unterstützung vor Ort. Eines aber bleibt klar: Jeder Mensch, der im Mittelmeer ertrinkt, ist einer zu viel.

    Von C. Hatty

  • Französischer Doktorand in Tunesien verhaftet: Zwischen Forschung und Staatsgeheimnissen

    Französischer Doktorand in Tunesien verhaftet: Zwischen Forschung und Staatsgeheimnissen

    Der 27-jährige Soziologiedoktorand Victor Dupont, Student an der renommierten Universität Aix-Marseille, steht derzeit im Mittelpunkt einer beispiellosen persönlichen und diplomatischen Krise. Seit dem 19. Oktober sitzt der junge Forscher in Tunesien in Haft – eine Inhaftierung, die mit dem Vorwurf der Gefährdung der Staatssicherheit begründet wird. Was war geschehen, und warum hat diese Verhaftung nicht nur seine Familie, sondern auch die diplomatischen Beziehungen zwischen Frankreich und Tunesien erschüttert? Dupont, der sich wissenschaftlich mit den Auswirkungen des Arabischen Frühlings in Tunesien befasst, war gerade einmal zehn Tage auf Forschungsmission in Tunis, als ihn die Sicherheitsbehörden festnahmen und verhörten. Es ging schnell: Ein kurzer Aufenthalt im Polizeigewahrsam, dann die Übergabe an die Militärjustiz. So ungewöhnlich das Vorgehen der Behörden auch erscheinen mag, werfen einige Details des Falls ein Licht auf die Hintergründe. Ein Forschungsauftrag unter Verdacht?…

    [wtr-time]

    Der weitere Text ist unseren Abonnenten vorbehalten.


    Warum ein Abo? Weil guter Journalismus seinen Preis hat.

    Information mag frei zugänglich sein – aber Journalismus ist kein Selbstläufer. Recherchen, Interviews, Faktenchecks und Einordnungen erfordern Zeit, Expertise und Verantwortung.

    Wer unabhängige, fundierte Berichterstattung will, muss sie ermöglichen. Werbefinanzierung allein reicht nicht – sonst entscheiden Klickzahlen über Inhalte.

    Ein Abonnement ist kein Eintrittsgeld, sondern ein Bekenntnis: zur Qualität, zur Unabhängigkeit und zu einer informierten Öffentlichkeit.

    Information ist frei. Journalismus kostet. Und genau deshalb lohnt sich ein Abo.


    Abo-Light – das Monatsabonnement zum schlanken Preis

    Alle Artikel für 0,50 € pro Woche. Das Abo wird monatlich mit 2 € abgerechnet und ist monatlich kündbar.

    Monatsabonnement buchen…


    Premium-Abo – das Jahresabonnement mit wertvollen Add-Ons

    Alle Artikel für 0,38 € pro Woche. Das Abo wird jährlich mit 20 € abgerechnet und ist jährlich kündbar.

    Das Premium-Jahres-Abo bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    Jahresabonnement buchen…


    Lebenslang – das Premium-Abo für immer

    Für eine einmalige Zahlung für nur 36 €. Unbegrenzter Zugriff – ein Leben lang.

    Das Premium-Abo-Lebenslang bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    „Abo-Lebenslang“ buchen…


     

     

  • Erschütternde Festnahme einer Anwältin in Tunesien live im Fernsehen

    Erschütternde Festnahme einer Anwältin in Tunesien live im Fernsehen

    In einem dramatischen Vorfall, der live von France 24 übertragen wurde, stürmten tunesische Sicherheitskräfte am Samstagabend das Anwaltsgebäude in Tunis und verhafteten die Anwältin und Kolumnistin Sonia Dahmani. Die Festnahme erfolgte nachdem sie sich kritisch über die politische Situation in Tunesien geäußert hatte. Dieser Vorfall löste eine Welle der Empörung aus, sowohl lokal als auch international.

    Direkte Übertragung unterbrochen
    Während des Vorfalls befanden sich Journalisten von France 24 vor Ort, um über eine Unterstützungsveranstaltung für die Anwältin zu berichten. Die Situation eskalierte, als maskierte Polizisten das Kamerateam angriffen, die Kamera gewaltsam vom Stativ rissen und die Live-Übertragung abrupt beendeten. Der Kameramann wurde kurzzeitig festgenommen, während die Korrespondentin von France 24 blieb auf freiem Fuß.

    Gewaltsames Vorgehen gegen die Pressefreiheit
    France 24 verurteilte in einem offiziellen Statement das gewaltsame Vorgehen und die Einschüchterung durch die Sicherheitskräfte, die damit die Freiheit der Presse massiv einschränkten. Diese Aktionen stellten einen gravierenden Eingriff in die journalistische Arbeit dar, da die Medienvertreter lediglich eine Aktion für Gerechtigkeit und freie Meinungsäußerung abdecken wollten.

    Umstrittene Anklagen
    Sonia Dahmani sieht sich schweren Vorwürfen ausgesetzt. Sie wird unter anderem beschuldigt, „falsche Informationen mit dem Ziel, die öffentliche Sicherheit zu gefährden“ verbreitet und zu „Hassreden“ angestiftet zu haben. Diese Anklagen basieren auf dem Dekret-Gesetz Nr. 54, das im September 2022 vom tunesischen Präsident Kais Saied erlassen wurde. Das Gesetz sieht Haftstrafen von bis zu fünf Jahren vor für Personen, die Informationsnetzwerke nutzen, um Nachrichten zu verbreiten, die die Sicherheit oder die Rechte anderer gefährden könnten.

    Breitere Repressionen
    Die Festnahme von Dahmani ist Teil einer größeren Welle der Unterdrückung in Tunesien, bei der in den letzten anderthalb Jahren mehr als 60 Personen, darunter Journalisten, Anwälte und Oppositionelle, auf der Grundlage dieses Gesetzes verfolgt wurden. Diese Entwicklungen werfen ernsthafte Fragen über die Richtung der tunesischen Demokratie und die Sicherheit von Rechtsstaatlichkeit im Land auf.

    Diese Ereignisse stellen einen besorgniserregenden Trend dar, der die internationale Gemeinschaft alarmiert und die Notwendigkeit einer starken und einheitlichen Antwort auf die Unterdrückung von Meinungsfreiheit und rechtsstaatlichen Prinzipien unterstreicht.

  • Tunesien: Geheimnisvoller Tunnel unter dem Haus des französischen Botschafters gefunden

    Tunesien: Geheimnisvoller Tunnel unter dem Haus des französischen Botschafters gefunden

    Es wurde ein Tunnel zwischen dem Haus des französischen Botschafters in Tunis und einem Nachbarhaus entdeckt. Der Tunnel wurde von tunesischen Polizeibeamten bei Ermittlungen gegen einen „religiösen Extremisten“ entdeckt. War der französische Botschafter in Tunis in Gefahr? Diese Frage stellt sich nach der Entdeckung eines Tunnels, der am Mittwoch, den 3. November, zwischen dem Haus des Diplomaten und einem benachbarten Wohnhaus in der tunesischen Hauptstadt gefunden wurde. Die tunesische Polizei teilte mit, dass in der Nähe der Residenz des französischen Botschafters Bauarbeiten an einem Tunnel entdeckt worden seien. Nach Angaben von Courrier International befindet sich die Residenz in Marsa, einem nördlichen Vorort von Tunis. Das Einstiegsloch befand sich in der Nähe eines Hauses, „das von verdächtigen Personen bewohnt wird“, so das tunesische Innenministerium. Über die Länge des Tunnels wurden keine Angaben gemacht. Der Sprecher des Innenministeriums, Yasser Ben Mosbah, sagte, der …

    [wtr-time]

    Der weitere Text ist unseren Abonnenten vorbehalten.


    Warum ein Abo? Weil guter Journalismus seinen Preis hat.

    Information mag frei zugänglich sein – aber Journalismus ist kein Selbstläufer. Recherchen, Interviews, Faktenchecks und Einordnungen erfordern Zeit, Expertise und Verantwortung.

    Wer unabhängige, fundierte Berichterstattung will, muss sie ermöglichen. Werbefinanzierung allein reicht nicht – sonst entscheiden Klickzahlen über Inhalte.

    Ein Abonnement ist kein Eintrittsgeld, sondern ein Bekenntnis: zur Qualität, zur Unabhängigkeit und zu einer informierten Öffentlichkeit.

    Information ist frei. Journalismus kostet. Und genau deshalb lohnt sich ein Abo.


    Abo-Light – das Monatsabonnement zum schlanken Preis

    Alle Artikel für 0,50 € pro Woche. Das Abo wird monatlich mit 2 € abgerechnet und ist monatlich kündbar.

    Monatsabonnement buchen…


    Premium-Abo – das Jahresabonnement mit wertvollen Add-Ons

    Alle Artikel für 0,38 € pro Woche. Das Abo wird jährlich mit 20 € abgerechnet und ist jährlich kündbar.

    Das Premium-Jahres-Abo bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    Jahresabonnement buchen…


    Lebenslang – das Premium-Abo für immer

    Für eine einmalige Zahlung für nur 36 €. Unbegrenzter Zugriff – ein Leben lang.

    Das Premium-Abo-Lebenslang bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    „Abo-Lebenslang“ buchen…


     

     

  • Tunesien: Najla Bouden wird Premierministerin – eine historische Ernennung

    Tunesien: Najla Bouden wird Premierministerin – eine historische Ernennung

    Dies ist ein Novum in der Geschichte Tunesiens. Der Präsident hat eine Frau zur Bildung einer neuen Regierung und zur Premierministerin ernannt. Es handelt sich um Najla Bouden, eine Akademikerin, die der breiten Öffentlichkeit noch nicht bekannt ist. Zum ersten Mal in der Geschichte Tunesiens wurde am Mittwoch, dem 29. September, eine Frau zur Premierministerin ernannt. Ihre erste Aufgabe wird es sein, in den kommenden Tagen eine neue Regierung zu bilden. Die 1958 geborene Wissenschaftlerin Najla Bouden ist in der breiten Öffentlichkeit noch unbekannt. Vor ihrer Ernennung leitete sie ein Projekt zur Reform der Hochschulbildung. Begrenzte Befugnisse Zwei Monate nach der Entlassung des bisherigen Regierungschefs sind einige Tunesier froh, eine Frau an der Spitze der Regierung zu sehen. „Ich finde es gut, dass sich der Präsident der Republik unter diesen Umständen für die Ernennung einer Frau entscheidet. In der Vergangenheit hat sie ihre Kompetenz in verantwortungsvollen Positionen unt…

    [wtr-time]

    Der weitere Text ist unseren Abonnenten vorbehalten.


    Warum ein Abo? Weil guter Journalismus seinen Preis hat.

    Information mag frei zugänglich sein – aber Journalismus ist kein Selbstläufer. Recherchen, Interviews, Faktenchecks und Einordnungen erfordern Zeit, Expertise und Verantwortung.

    Wer unabhängige, fundierte Berichterstattung will, muss sie ermöglichen. Werbefinanzierung allein reicht nicht – sonst entscheiden Klickzahlen über Inhalte.

    Ein Abonnement ist kein Eintrittsgeld, sondern ein Bekenntnis: zur Qualität, zur Unabhängigkeit und zu einer informierten Öffentlichkeit.

    Information ist frei. Journalismus kostet. Und genau deshalb lohnt sich ein Abo.


    Abo-Light – das Monatsabonnement zum schlanken Preis

    Alle Artikel für 0,50 € pro Woche. Das Abo wird monatlich mit 2 € abgerechnet und ist monatlich kündbar.

    Monatsabonnement buchen…


    Premium-Abo – das Jahresabonnement mit wertvollen Add-Ons

    Alle Artikel für 0,38 € pro Woche. Das Abo wird jährlich mit 20 € abgerechnet und ist jährlich kündbar.

    Das Premium-Jahres-Abo bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    Jahresabonnement buchen…


    Lebenslang – das Premium-Abo für immer

    Für eine einmalige Zahlung für nur 36 €. Unbegrenzter Zugriff – ein Leben lang.

    Das Premium-Abo-Lebenslang bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    „Abo-Lebenslang“ buchen…


     

     

  • Algerien und Marokko stehen jetzt auf der roten Liste: Was ändert sich für Reisende?

    Algerien und Marokko stehen jetzt auf der roten Liste: Was ändert sich für Reisende?

    Um die vierte Covid-Welle zu bekämpfen, verlangt Frankreich nun von nicht geimpften Personen aus diesen beiden Ländern, dass sie zwingende Gründe für ihre Reise angeben. Eine Quarantäne wird obligatorisch. Ab Samstag, 21. August, werden Algerien und Marokko zusammen mit Tunesien zu den von Frankreich als rot eingestuften Ländern gehören. Diese Liste enthält die Länder und Gebiete, die als besonders gefährdet gelten und in denen „eine aktive Zirkulation des Virus mit dem Auftreten besorgniserregender Varianten beobachtet wird“, so das Außenministerium. Sowohl in Marokko als auch in Algerien ist ein starkes Wiederaufleben der Covid-19-Epidemie zu sehen. Doch was ändern diese neuen Maßnahmen für die Reisenden? Angabe eines zwingenden Grundes Um nach Frankreich zu kommen, müssen nicht geimpfte Personen aus diesen beiden Ländern nun einen zwingenden Grund nachweisen. Sie müssen eine Reisebescheinigung ausfüllen. Es gibt allerdings Ausnahmen: französische Staatsbürger und ihre Familien, die …

    [wtr-time]

    Der weitere Text ist unseren Abonnenten vorbehalten.


    Warum ein Abo? Weil guter Journalismus seinen Preis hat.

    Information mag frei zugänglich sein – aber Journalismus ist kein Selbstläufer. Recherchen, Interviews, Faktenchecks und Einordnungen erfordern Zeit, Expertise und Verantwortung.

    Wer unabhängige, fundierte Berichterstattung will, muss sie ermöglichen. Werbefinanzierung allein reicht nicht – sonst entscheiden Klickzahlen über Inhalte.

    Ein Abonnement ist kein Eintrittsgeld, sondern ein Bekenntnis: zur Qualität, zur Unabhängigkeit und zu einer informierten Öffentlichkeit.

    Information ist frei. Journalismus kostet. Und genau deshalb lohnt sich ein Abo.


    Abo-Light – das Monatsabonnement zum schlanken Preis

    Alle Artikel für 0,50 € pro Woche. Das Abo wird monatlich mit 2 € abgerechnet und ist monatlich kündbar.

    Monatsabonnement buchen…


    Premium-Abo – das Jahresabonnement mit wertvollen Add-Ons

    Alle Artikel für 0,38 € pro Woche. Das Abo wird jährlich mit 20 € abgerechnet und ist jährlich kündbar.

    Das Premium-Jahres-Abo bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    Jahresabonnement buchen…


    Lebenslang – das Premium-Abo für immer

    Für eine einmalige Zahlung für nur 36 €. Unbegrenzter Zugriff – ein Leben lang.

    Das Premium-Abo-Lebenslang bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    „Abo-Lebenslang“ buchen…