Schlagwort: Tuberkulose

  • Tuberkulose im Klassenzimmer – ein Befund, der Unruhe stiftet

    Tuberkulose im Klassenzimmer – ein Befund, der Unruhe stiftet

    Es ist eine Nachricht, die in einer ruhigen Gemeinde plötzlich das Grundgefühl von Sicherheit infrage stellt. Anfang Dezember 2025 wird in der Vorschule „Léonard-de-Vinci“ im bretonischen Saint-Évarzec, unweit von Quimper, ein Fall von Tuberkulose bestätigt. Keine Schlagzeile von nationaler Tragweite, kein Alarmismus. Und doch genügt dieses eine Wort – Tuberkulose –, um Erinnerungen an eine Krankheit wachzurufen, die viele längst ins Geschichtsbuch verbannt glaubten. Die regionale Gesundheitsbehörde ARS Bretagne reagiert umgehend. Ein klar strukturierter Gesundheits- und Überwachungsplan tritt in Kraft, das Centre de lutte antituberculeuse, kurz CLAT, übernimmt die medizinische Koordination. Die betroffene Person, über deren Identität aus guten Gründen nichts bekannt wird, befindet sich in stationärer Behandlung und erhält eine angepasste antituberkulöse Therapie. Das Signal ist eindeutig: Die Situation wird ernst genommen, ohne dramatisiert zu werden. Für Eltern kleiner Kinder liegt z…

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  • 24. März – Wendepunkte, Tragödien und Durchbrüche

    24. März – Wendepunkte, Tragödien und Durchbrüche

    Manchmal sind es scheinbar gewöhnliche Tage, an denen Geschichte geschrieben wird. Der 24. März ist so ein Tag – vollgepackt mit Ereignissen, die in die Annalen eingegangen sind. Von dramatischen politischen Wendungen über technische Pionierleistungen bis hin zu bitteren Tragödien: Ein Blick auf diesen Tag führt uns quer durch die Jahrhunderte, über Kontinente hinweg – und auch mitten hinein ins Herz Frankreichs.


    1944: Das Massaker in den Ardeatinischen Höhlen

    Rom, 24. März 1944: Als Reaktion auf einen Anschlag der italienischen Widerstandsbewegung, bei dem 33 deutsche Soldaten ums Leben kamen, befahl die deutsche Besatzungsmacht die brutale Ermordung von 335 Zivilisten. In den Ardeatinischen Höhlen südlich der italienischen Hauptstadt wurden die Opfer – darunter viele Juden und politische Gefangene – erschossen und ihre Leichen in den Stollen verscharrt.

    Dieses Kriegsverbrechen brannte sich tief ins kollektive Gedächtnis Italiens ein und ist bis heute ein Mahnmal gegen Vergeltungsterror. Der verantwortliche SS-Obersturmbannführer Herbert Kappler wurde nach dem Krieg verurteilt, allerdings später aus gesundheitlichen Gründen entlassen – ein Umstand, der in Italien für Empörung sorgte.


    1999: Beginn der NATO-Luftangriffe auf Jugoslawien

    Ein weiterer 24. März, ein weiteres Kapitel europäischer Geschichte – dieses Mal jedoch aus der jüngeren Vergangenheit. Im Jahr 1999 begann die NATO ohne UN-Mandat mit Luftangriffen gegen die Bundesrepublik Jugoslawien. Ziel war es, die serbischen Angriffe auf die albanische Bevölkerung im Kosovo zu stoppen.

    Die Militäroperation markierte einen Wendepunkt: Zum ersten Mal griff das westliche Bündnis ein souveränes Land in Europa ohne UNO-Beschluss an – eine bis heute umstrittene Entscheidung. Die Bombardierungen dauerten 78 Tage und endeten mit dem Rückzug serbischer Truppen sowie der Stationierung internationaler Friedenstruppen im Kosovo.

    Was bleibt? Eine Region, die bis heute mit offenen politischen Wunden kämpft – und eine Debatte über Völkerrecht, Moral und politische Verantwortung, die alles andere als abgeschlossen ist.


    1882: Die Entdeckung des Tuberkulose-Erregers

    Am 24. März 1882 verkündete Robert Koch in Berlin eine wissenschaftliche Sensation: die Identifikation des Tuberkulose-Erregers Mycobacterium tuberculosis. In einer Zeit, in der Tuberkulose als „weiße Pest“ wütete und Millionen das Leben kostete, kam dieser Durchbruch einem medizinischen Meilenstein gleich.

    Kochs Erkenntnis legte den Grundstein für spätere Impfungen, Diagnoseverfahren und Therapien – auch wenn die vollständige Kontrolle über die Krankheit bis heute nicht gelungen ist. Sein Vortrag vor der Berliner Physiologischen Gesellschaft dauert nur eine halbe Stunde, doch er veränderte die Welt. Und das ganz konkret: Seit 1982 ist der 24. März der offizielle „Welt-Tuberkulose-Tag“.


    1989: Der Untergang des Öltankers Exxon Valdez

    Früh am Morgen des 24. März 1989 läuft die Exxon Valdez im Prinz-William-Sund vor der Küste Alaskas auf ein Riff. Es dauert nicht lange, bis Tausende Tonnen Rohöl ins Meer strömen – eine der schlimmsten Umweltkatastrophen in der Geschichte der USA.

    Die Folgen sind verheerend: Hunderttausende Seevögel, Robben, Wale und Fische verenden. Die Küstenregion wird auf Jahre hinaus vergiftet. Die Katastrophe hat weitreichende Konsequenzen – nicht nur für die Umwelt, sondern auch für die Wahrnehmung der Ölindustrie. In der Folge verschärfen viele Länder ihre Sicherheitsvorkehrungen für Tankertransporte.


    2015: Germanwings-Flug 9525 – Die Tragödie in den französischen Alpen

    Ein Tag, der sich in das kollektive Gedächtnis Frankreichs und Deutschlands eingebrannt hat: Am 24. März 2015 zerschellte ein Airbus A320 der Germanwings auf dem Weg von Barcelona nach Düsseldorf in den südfranzösischen Alpen. 150 Menschen sterben.

    Was zunächst wie ein tragischer Unfall aussieht, entpuppt sich als bewusst herbeigeführtes Unglück. Der Co-Pilot Andreas Lubitz, psychisch schwer belastet, hatte das Flugzeug absichtlich in die Berge gesteuert. Der Fall wirft unbequeme Fragen auf: über medizinische Betreuung, über Sicherheitsvorgaben im Cockpit – und über das Schweigen, das psychische Erkrankungen oft umgibt.

    Ein tragisches Mahnmal bleibt: Am Absturzort bei Le Vernet erinnert heute ein stilles Denkmal an die Opfer – und an das Unbegreifliche dieses Tages.


    Frankreich und der 24. März – Mehr als nur Germanwings

    Frankreichs Geschichte am 24. März ist jedoch nicht nur von Katastrophen geprägt.

    Am 24. März 1808 erließ Napoleon Bonaparte das Décret de Bayonne. Dieses Gesetz sollte ursprünglich spanische Truppen kontrollieren, entwickelte sich aber bald zu einem zentralen Werkzeug der französischen Kontrolle über Spanien während der Napoleonischen Kriege. Es ist ein Beispiel dafür, wie rechtliche Maßnahmen als politisches Instrument dienen – und wie Frankreich versuchte, Macht über das europäische Festland zu sichern.

    Ein anderes, fast vergessenes Datum: Am 24. März 1853 wird in Paris das Opernhaus Théâtre Lyrique eröffnet – ein Kulturereignis, das Paris als Zentrum musikalischer Innovationen weiter stärkte. Unter seiner Leitung sollten Werke wie Faust von Gounod und Carmen von Bizet erstmals das Licht der Bühne erblicken.


    Kurios: Der 24. März und das Eis am Stiel

    Ein kleiner Fun Fact am Rande: Am 24. März 1923 wurde in den USA das Patent für das erste industriell hergestellte Eis am Stiel erteilt – damals noch unter dem Namen „Epsicle“. Ein kleiner Moment mit großem Nachhall. Denn wer denkt bei einem heißen Sommertag nicht an diesen süßen Klassiker?


    Ein Tag, der Geschichten schreibt

    Der 24. März zeigt, wie breit das Spektrum der Geschichte sein kann: von grausamen Kriegsverbrechen bis zu medizinischen Durchbrüchen, von politischen Entscheidungen bis zu kulturellen Meilensteinen.

    Was lehrt uns dieser Blick zurück? Vielleicht, dass jeder Tag das Potenzial trägt, Geschichte zu schreiben – auch wenn er zunächst ganz gewöhnlich erscheint. Und manchmal entscheidet nur ein einziger Moment über Erinnerung oder Vergessen.

    Wer weiß, welches Ereignis wohl am kommenden 24. März für Schlagzeilen sorgen wird?

  • Tuberkulosefälle in einer Vorschule in Libourne: Zwei Kinder betroffen

    Tuberkulosefälle in einer Vorschule in Libourne: Zwei Kinder betroffen

    In einer Vorschule im französischen Libourne (Gironde) sind zwei Fälle von Tuberkulose entdeckt worden. Wie die regionale Gesundheitsbehörde (ARS Nouvelle-Aquitaine) mitteilt, handelt es sich bei den Betroffenen um Geschwister. Die Kinder wurden isoliert und medizinisch betreut, sodass sie nun keine Gefahr mehr für ihre Mitschüler und das Personal der Vorschule Jean Jaurès darstellen.

    Vorsorgliche Tests für Schüler und Lehrkräfte

    Um die Ausbreitung der bakteriellen Infektionskrankheit zu verhindern, kündigte die Gesundheitsbehörde an, alle Schüler, Lehrkräfte sowie weiteres Personal der Schule zu testen. Dieser präventive Schritt soll sicherstellen, dass mögliche weitere Infektionen frühzeitig erkannt und behandelt werden.

    Tuberkulose: Eine unterschätzte Gefahr

    Tuberkulose ist eine bakterielle Infektionskrankheit, die häufig die Lunge betrifft, aber auch andere Organe angreifen kann. Sie wird durch Tröpfcheninfektion übertragen und ist besonders für junge Kinder und Menschen mit geschwächtem Immunsystem gefährlich. In Frankreich ist die Krankheit heutzutage selten, doch Fälle wie dieser zeigen, dass sie noch immer eine Bedrohung darstellen kann.

    Keine Gefahr für die Schule

    Die beiden erkrankten Kinder wurden laut ARS schnell isoliert und behandelt, sodass keine Ansteckungsgefahr mehr von ihnen ausgeht. Dennoch bleibt Vorsicht geboten. Die Schule und die Behörden arbeiten eng zusammen, um die Situation vollständig unter Kontrolle zu bringen und alle Betroffenen bestmöglich zu informieren.

    Die betroffenen Familien und die Schulgemeinschaft wurden bereits über die geplanten Maßnahmen unterrichtet. Eltern und Angehörige erhalten Unterstützung und Aufklärung, um Unsicherheiten zu minimieren.

    Gesundheit im Fokus

    Der Vorfall verdeutlicht die Wichtigkeit von Prävention und schneller Intervention bei Infektionskrankheiten. Regelmäßige Untersuchungen und gezielte Tests können verhindern, dass sich Krankheiten wie Tuberkulose weiter ausbreiten. Auch wenn die medizinische Versorgung in diesem Fall effektiv war, bleibt Tuberkulose eine Mahnung, wie wichtig die öffentliche Gesundheit ist – besonders in Gemeinschaftseinrichtungen wie Schulen.

  • Tuberkulose: WHO warnt vor steigender Zahl krankheitsbedingter Todesfälle in Europa

    Tuberkulose: WHO warnt vor steigender Zahl krankheitsbedingter Todesfälle in Europa

    Im Jahr 2021 starben 27.300 Europäer an der Lungenkrankheit, gegenüber 27.000 im Vorjahr, so die neuesten Daten der Weltgesundheitsorganisation (WHO).

    Nach 20 Jahren des Rückgangs steigt die Zahl der Tuberkulosetoten in Europa wieder an, wie die Weltgesundheitsorganisation (WHO) berichtet. Im Jahr 2021 starben 27.300 Europäer an der Lungenkrankheit, gegenüber 27.000 im Jahr zuvor, wie aus den neuesten verfügbaren Daten hervorgeht. Russland und die Ukraine sind mit rund 4.900 bzw. 3.600 geschätzten Todesfällen die am stärksten betroffenen Länder,

    Eine Tuberkulose, die gegen ein wichtiges Antibiotikum resistent ist.
    Die Zahl der Todesfälle ist laut WHO vor allem wegen der nachlässigen Diagnosen während der Covid-19-Krise und der Verbreitung von einer Tuberkulose-Variante, die gegen ein Antibiotikum, das als Mittel gegen die Krankheit eingesetzt wird, resistent ist, angestiegen. In einem von drei Fällen im Jahr 2021 zeigte sich die Tuberkulose gegen das Arzneimittel Rifampicin resistent.

    In den 53 Ländern des WHO-Regionalbüros Europa (einschließlich Zentralasien) erkrankten rund 230.000 Menschen an Tuberkulose, die durch ein Bakterium verursacht wird, das hauptsächlich die Lunge angreift. Diese Zahl ist im Vergleich zu den Vorjahren aber zurückgegangen.

    Im Oktober hatte die WHO bereits die Sorge geäußert, dass die Zahl der neuen Tuberkulosefälle im Jahr 2021 zum ersten Mal seit mehr als 20 Jahren wieder ansteigen würde und weltweit 10,6 Millionen Menschen betroffen sein würden.