Schlagwort: Treibstoffpreise

  • Das Mittelmeer als Geisel – seid ihr denn noch bei Trost?

    Das Mittelmeer als Geisel – seid ihr denn noch bei Trost?

    KOMMENTAR

    „Wenn wir das Mittelmeer blockieren müssen, dann werden wir das Mittelmeer blockieren.“

    Entschuldigung.

    WAS?!

    Das Mittelmeer?

    Dieses kleine, völlig unbedeutende Planschbecken zwischen Europa, Afrika und Asien? Dieses Gewässer, über das Frachter, Fähren, Kreuzfahrtschiffe, Handel, Lebensmittel, Rohstoffe und Millionen Menschen bewegt werden?

    DAS wollt ihr blockieren?

    Meine Herren, eine Nummer kleiner war gerade ausverkauft, oder was?

    Natürlich haben Frankreichs Fischer Probleme. Ernsthafte Probleme sogar. Der Treibstoff ist teuer, Hilfen wurden nach Angaben der Branche verspätet ausgezahlt, europäische Fangregeln drücken auf die Betriebe, Quoten sorgen für Streit, und manches kleine Fischereiunternehmen fragt sich inzwischen weniger, wie der nächste Fang ausfällt, sondern ob es seinen Betrieb nächstes Jahr überhaupt noch gibt.

    Alles richtig.

    Aber aus „Wir brauchen dringend eine wirtschaftliche Perspektive“ wird plötzlich: Dann legen wir eben das Mittelmeer lahm!

    Ja, seid ihr denn noch bei Trost?

    Vom berechtigten Protest zur maritimen Großmachtfantasie

    Man stelle sich diese Logik einmal in anderen Berufen vor.

    Der Bäcker bekommt seine Energiekosten nicht mehr bezahlt und sagt: „Gut! Dann blockieren wir eben sämtliche Autobahnen zwischen Bordeaux und Berlin!“

    Der Friseur beschwert sich über die Mehrwertsteuer und kündigt an: „Wenn Paris nicht reagiert, wird der Atlantik abgeriegelt!“

    Und der Klempner stellt fest, dass Kupferrohre zu teuer geworden sind und erklärt kurzerhand die Straße von Gibraltar zum Sperrgebiet.

    Irgendwann fehlt nur noch ein Fischer mit Augenklappe, Papagei und Säbel, der vom Bug seines Kutters ruft:

    „Madame la Ministre! Sie haben bis Sonnenuntergang! Danach gehört Korsika uns!“

    Dabei ist das Problem alles andere als komisch.

    Die Proteste haben bereits gezeigt, wie wenig Boote man braucht, um empfindliche Hafeninfrastruktur lahmzulegen. In Nice wurden Schiffe quer vor die Hafeneinfahrt gelegt. In Frontignan blockierten Fischer ein Treibstoffdepot. Auch Sète und Le Grau-du-Roi waren Teil der Mobilisierung. Französische Medien berichteten zudem über Überlegungen, die Aktionen auf Marseille und Toulon auszuweiten.

    Das ist keine folkloristische Hafenromantik mehr.

    Das ist wirtschaftlicher Druck.

    Und zwar mit ziemlich langem Hebel.

    Sète ist kein Dorfteich

    Gerade Sète zeigt, warum die Formulierung vom „Blockieren des Mittelmeers“ so brisant klingt.

    Der Hafen ist eben nicht nur der Ort, an dem morgens ein paar Kisten Doraden über den Kai geschoben werden. Sète vereint Fischerei, Handel, Logistik und Passagierverkehr. Nach Angaben des Hafens hängen mehr als 2.300 direkte Arbeitsplätze an seinen Aktivitäten. Von dort verkehren Fähren unter anderem Richtung Marokko und Algerien; der Hafen bezeichnet sich selbst als Frankreichs wichtigsten Passagierhafen für Verbindungen nach Marokko.

    Mit anderen Worten:

    Wer einen solchen Hafen blockiert, blockiert nicht „die Politik“.

    Er blockiert zunächst Lastwagenfahrer.

    Hafenarbeiter.

    Passagiere.

    Spediteure.

    Unternehmen.

    Menschen, die mit der französischen Fischereipolitik ungefähr so viel zu tun haben wie eine Seegurke mit dem Finanzministerium.

    Und genau an diesem Punkt wird aus Protest eine bemerkenswert französische Spezialdisziplin: Wir haben ein Problem mit dem Staat – also sorgen wir dafür, dass es vorsichtshalber erst einmal alle anderen auch haben.

    Paris antwortet – natürlich mit einem Gespräch

    Nun wäre Frankreich nicht Frankreich, wenn auf einen drohenden Aufstand nicht zunächst ein sechsstündiges Treffen folgen würde.

    Sechs Stunden!

    Das ist keine Besprechung mehr. Das ist ein Jean-Luc-Godard-Film mit Mineralwasser.

    Am 17. September empfing Meeres- und Fischereiministerin Catherine Chabaud Vertreter der Mittelmeerfischer. Anschließend kündigte sie an, die Treibstoffhilfen stärker an die Entwicklung der Kraftstoffpreise anzupassen. Die Regierung stellte außerdem weitere Unterstützungsmaßnahmen in Aussicht. Die Fischer hoben Blockaden in Nice und Frontignan zunächst auf. Gleichzeitig blieben Streitpunkte offen – darunter ausstehende Hilfen, der europäische WestMed-Plan und Fragen rund um Fangquoten.

    Also klassische französische Konfliktlösung:

    Die einen sagen: „Wir blockieren alles!“

    Die anderen sagen: „Wir bilden einen Arbeitszusammenhang.“

    Die einen bringen Boote.

    Die anderen bringen PowerPoint.

    Und irgendwo dazwischen liegt dann vermutlich die Zukunft der Mittelmeerfischerei.

    Die Fischer haben ein echtes Problem

    Bei aller Satire darf man einen Punkt nicht unter den Tisch fallen lassen: Die Wut kommt nicht aus dem Nichts.

    Fischer berichten, dass drastisch gestiegene Treibstoffkosten manche Ausfahrt wirtschaftlich fragwürdig machen. Hinzu kommen europäische Vorgaben, Fangbeschränkungen, schwankende Erlöse und die Unsicherheit darüber, unter welchen Bedingungen bestimmte Fischereien in einigen Jahren überhaupt noch betrieben werden können.

    Ein Fischer beschrieb die Lage gegenüber Sud Radio als „accumulation de problèmes“ – als Anhäufung von Problemen. Genannt wurden Treibstoffpreise, EU-Vorgaben und sinkende Fischpreise.

    Das sollte niemand lächerlich machen.

    Ein Beruf, dessen Kosten explodieren, dessen Ressource naturgemäß begrenzt ist und dessen regulatorische Rahmenbedingungen sich verschärfen, steht tatsächlich unter enormem Druck.

    Aber gerade deshalb müsste die Debatte eigentlich ernsthafter werden.

    Wie kann traditionelle Fischerei wirtschaftlich überleben?

    Wie lassen sich Fischbestände schützen, ohne ganze Küstenregionen ökonomisch auszutrocknen?

    Wer trägt das Risiko extremer Energiepreise?

    Welche Hilfen sind Übergangslösung – und welche konservieren lediglich Strukturen, die langfristig nicht mehr funktionieren?

    Das wären Fragen.

    Komplizierte Fragen sogar.

    Leider passen komplizierte Fragen schlecht auf ein Transparent.

    „WIR BLOCKIEREN DAS MITTELMEER!“ dagegen: ausgezeichnet lesbar.

    Und jetzt kommt die Ministerin persönlich

    Catherine Chabaud ist am heutigen 21. September erneut in der Region angekündigt. In Sète und Le Grau-du-Roi soll sie mit Vertretern der Branche sprechen. Die Fischer erwarten weiterhin konkrete Antworten zur Zukunft ihrer Tätigkeit.

    Und hoffentlich besteht „konkret“ diesmal nicht aus der politischen Maßeinheit:

    „Wir haben Ihre Sorgen gehört.“

    Dieser Satz ist nämlich das Verwaltungsfranzösisch für:

    Wir haben verstanden, dass Sie sauer sind. Bitte zünden Sie bis zur nächsten Gesprächsrunde nichts an.

    Aber umgekehrt gilt genauso:

    Wer ernst genommen werden möchte, sollte vielleicht nicht jedes wirtschaftspolitische Problem sofort in ein nautisches Geiseldrama verwandeln.

    Denn das Mittelmeer gehört weder der Regierung in Paris noch den Fischern von Sète.

    Es ist kein Verhandlungspfand.

    Kein Parkstreifen vor dem Élysée-Palast.

    Und schon gar kein gigantischer Kreisverkehr, den man einfach mit drei Kuttern sperrt, bis die Ministerin den Dieselpreis senkt.

    Die Fischer haben Anspruch darauf, dass ihre wirtschaftlichen Sorgen ernst genommen werden. Die Regierung hat die Aufgabe, darauf nachvollziehbare Antworten zu geben. Und der Rest der Gesellschaft darf durchaus erwarten, dass ein Konflikt zwischen einer Branche und dem Staat nicht automatisch auf dem Rücken sämtlicher Unbeteiligter ausgetragen wird.

    Denn wenn künftig jede Berufsgruppe ihre berechtigten Probleme nach dem Prinzip löst: „Gebt uns, was wir wollen, sonst legen wir kritische Infrastruktur lahm“, dann braucht Frankreich bald kein Wirtschaftsministerium mehr.

    Dann reicht ein Verkehrswarndienst.

    Und wenn wirklich jemand ernsthaft auf die Idee kommt, „das Mittelmeer zu blockieren“, hätte ich nur noch eine organisatorische Frage:

    WO GENAU STELLT MAN DA EIGENTLICH DAS WARNDREIECK AUF?!

    Von Andreas M. Brucker

  • Frankreichs Fischer schlagen Alarm: Der Treibstoffpreis treibt die Branche an ihre Grenzen

    Frankreichs Fischer schlagen Alarm: Der Treibstoffpreis treibt die Branche an ihre Grenzen

    Mit der Blockade eines Erdöldepots in Fos-sur-Mer haben französische Fischer ihren Protest gegen die hohen Treibstoffpreise erheblich verschärft. Seit den frühen Morgenstunden des 15. September blockieren mehrere Dutzend Fischer die Ausfahrt des Terminals nahe Marseille. Rund 50 Tanklastwagen waren nach Angaben der Behörden zeitweise betroffen. Hinter der Aktion steht jedoch mehr als ein Streit über Dieselpreise: Frankreichs Mittelmeerfischerei sieht ihr wirtschaftliches Modell zunehmend gefährdet.

    Protest an einem strategischen Ort

    Die Blockade begann gegen drei Uhr morgens. Größere Zwischenfälle wurden zunächst nicht gemeldet. Die Demonstranten verlangen Gespräche mit Catherine Chabaud, der für Meer und Fischerei zuständigen Ministerin.

    Bereits am Montag hatten Fischer in Sète und Port-Vendres protestiert. Hinter der Mobilisierung stehen regionale Fischereiverbände aus Okzitanien, Provence-Alpes-Côte d’Azur und Korsika sowie Erzeugerorganisationen und Berufsverbände. Damit erhält der Konflikt eine Dimension, die über einzelne Häfen hinausgeht.

    Der Ort der jüngsten Aktion ist bewusst gewählt. Fos-sur-Mer gehört zu den bedeutendsten Energie- und Industriestandorten Frankreichs. Die dortige Société du Pipeline Sud-Européen betreibt 40 Tanks mit einer nominalen Lagerkapazität von 2,26 Millionen Kubikmetern. Über Pipelines ist der Standort unter anderem mit Anlagen in Lyon und Ostfrankreich verbunden.

    Wer hier Tanklastwagen aufhält, erzeugt erheblich mehr Aufmerksamkeit als mit einer Demonstration in einem Fischereihafen.

    Diesel wird zur Existenzfrage

    Auslöser der Proteste ist der Preis für Schiffsdiesel. Die seit dem Frühjahr verschärfte Krise im Nahen Osten hat die internationalen Energiemärkte belastet. Für die Fischerei ist dies besonders problematisch, weil Treibstoff einen erheblichen Anteil der Betriebskosten ausmacht.

    Bereits im Frühjahr überschritt der Preis für Marinediesel zeitweise die Marke von einem Euro je Liter. Im französischen Senat wurde im Juni auf die dramatische Kalkulation der Branche hingewiesen: Ein Preis von etwa 60 Cent gilt für manche Betriebe als wirtschaftlich tragfähig. Bei 80 Cent verschlechtert sich die Rentabilität deutlich; bei einem Euro können einzelne Ausfahrten mehr kosten, als der Verkauf des Fangs einbringt.

    Die Konsequenz ist ungewöhnlich für eine Branche, deren Geschäftsmodell traditionell auf möglichst intensiver Nutzung der verfügbaren Fangtage beruht: Schiffe bleiben im Hafen, weil Auslaufen Verluste produzieren würde.

    Staatliche Hilfen reichen nicht aus

    Paris hat auf die Krise reagiert. Für April erhielten Fischereiunternehmen eine Unterstützung von 20 Cent je Liter, für Mai waren es 35 Cent. Allein für diese beiden Monate stellte die Regierung 13 Millionen Euro bereit. Weitere Hilfen für Juni, Juli und August wurden angekündigt.

    Doch die Subventionen lösen das strukturelle Problem nicht. Die Fischer argumentieren, dass sich steigende Energiepreise mit höheren Wartungs-, Personal- und Finanzierungskosten sowie zunehmenden regulatorischen Anforderungen überlagern. Gerade kleinere Betriebe verfügen kaum über Reserven, um solche Belastungen über längere Zeit auszugleichen.

    Hinzu kommt ein grundsätzlicher Zielkonflikt. Frankreich und die Europäische Union wollen die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern reduzieren. Die bestehende Fischereiflotte ist jedoch weiterhin stark auf Diesel angewiesen. Alternative Antriebe erfordern erhebliche Investitionen und lassen sich bei vielen vorhandenen Schiffen nicht kurzfristig einsetzen.

    Ein Konflikt mit politischem Potenzial

    Damit wird Fos-sur-Mer zum Symbol eines größeren Problems. Kurzfristig verlangen die Fischer Entlastung beim Treibstoff. Langfristig geht es um die Frage, ob traditionelle Fischereibetriebe unter den veränderten wirtschaftlichen und ökologischen Rahmenbedingungen noch ausreichend rentabel arbeiten können.

    Für die Regierung besteht das Dilemma darin, akute Hilfen zu gewähren, ohne eine dauerhafte Subventionsabhängigkeit von fossilem Treibstoff zu schaffen. Gleichzeitig ist die Fischerei wirtschaftlich mit Häfen, Fischauktionen, Verarbeitung und Handel verflochten. Bleiben Schiffe im Hafen, trifft dies deshalb nicht nur deren Eigentümer.

    Entscheidend wird nun sein, ob sich die Proteste ausweiten. Bleibt Fos-sur-Mer eine punktuelle Blockade, dürfte die Wirkung vor allem politisch und symbolisch sein. Schließen sich weitere Häfen oder Fischerverbände an und geraten zusätzliche Energieinfrastrukturen ins Visier, steigt der Druck auf Paris erheblich. Die Forderung nach «konkreten Antworten» könnte dann rasch zu einer neuen wirtschafts- und sozialpolitischen Bewährungsprobe für die französische Regierung werden.

    P.T.

  • Frankreichs stille Vorbereitung: Wie die Regierung einer Treibstoffkrise zuvorkommen will

    Frankreichs stille Vorbereitung: Wie die Regierung einer Treibstoffkrise zuvorkommen will

    Die Bilder sind aus der jüngeren Vergangenheit bekannt: lange Schlangen vor Tankstellen, verunsicherte Autofahrer, ein wachsender Druck auf Logistik und Transport. Anfang April 2026 scheint Frankreich zwar noch weit von solchen Szenen entfernt – doch die Regierung agiert bereits, als könnte sich die Lage rasch zuspitzen. Zwischen Beschwichtigung und Vorsorge verfolgt die Exekutive einen vorsichtigen Kurs, der vor allem eines erkennen lässt: Die nächste Energiekrise wird strategisch nicht ausgeschlossen, sondern einkalkuliert. Eine fragile Stabilität Offiziell gibt sich die Regierung betont gelassen. Von einer landesweiten Versorgungskrise könne keine Rede sein, heißt es aus Paris. Und tatsächlich: Die Versorgungslage ist derzeit noch intakt, auch wenn regionale Engpässe auftreten. Etwa jede zehnte Tankstelle meldet temporäre Schwierigkeiten – ein Wert, der zwar keine systemische Krise signalisiert, wohl aber auf eine erhöhte Anfälligkeit hindeutet. Gleichzeitig hat der Benzinpreis eine…

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  • Treibstoff: Preise in Frankreich auf dem niedrigsten Stand seit fünf Monaten

    Treibstoff: Preise in Frankreich auf dem niedrigsten Stand seit fünf Monaten

    Seit mehreren Wochen sinken die Preise an den französischen Zapfsäulen. Am Dienstag, dem 28. November erreichten sie den niedrigsten Stand seit Monaten.

    Preise unter 1,80 Euro an fast allen französischen Tankstellen – das ist das erste Mal seit Januar dieses Jahres. Am Dienstag, dem 28. November, blieb die Nachricht in einer Stadt in der Nähe von Rennes (Ille-et-Vilaine) fast unbemerkt, doch die Preisentwicklung wird von den Autofahrern geschätzt. „Es ist gut. Aber ansonsten ist es immer noch zu teuer“, meint ein Tankstellenkunde gegenüber dem Sender France 2.

    Seit mehreren Wochen sinkt der Weltmarktpreis für ein Barrel Öl. Dies wirkt sich inzwischen auch auf die Preise an den Zapfsäulen aus: minus drei Cent für Benzin und minus zwei Cent für Diesel. Für einige Gewerbetreibende ist dieser Rückgang noch nicht signifikant genug. „Ich fahre (…) im Durchschnitt 150 bis 200 Kilometer am Tag“, erklärt eine freiberufliche Krankenschwester. Alle drei Tage tankt sie für 55 Euro. Sie hofft auf einen noch stärkeren Preisrückgang in den kommenden Wochen. Experten gehen davon aus, dass der Rückgang mindestens bis Ende des Jahres anhalten wird.

  • Tankgutschein: 5.7 Millionen Franzosen werden 2024 Anspruch darauf haben

    Tankgutschein: 5.7 Millionen Franzosen werden 2024 Anspruch darauf haben

    Die französische Regierung hat die Zahl der Empfänger der Treibstoffbeihilfe 2024 um etwa „1,3 oder 1,4“ Millionen zu erweitern. Das wird den französischen Staat „160 bis 165 Millionen Euro“ zusätzlich kosten. Die Zahl der Empfänger der staatlichen Treibstoffbeihilfe 2024 soll um etwa „1,3 oder 1,4″ Millionen Personen steigen“, kündigte Charles de Courson, Chef der unabhängigen Liot-Fraktion in der Nationalversammlung, an. Dies ist eines der Zugeständnisse der Regierung, um die Enthaltung der Liot-Fraktion bei der Abstimmung über den Finanzgesetzentwurf am Dienstag, dem 7. November in der Nationalversammlung zu erreichen. Wer wird Anspruch auf die Treibstoffbeihilfe haben?Die Maßnahme, die auf 50 % der Arbeitnehmer mit dem geringsten Einkommen abzielt, sollte ursprünglich etwa 4,3 Millionen Franzosen betreffen. Nun kommen weitere 1,3 bis 1,4 Millionen Menschen hinzu. Insgesamt werden also 5,6 bis 5,7 Millionen Franzosen in den Genuss der staatlichen Beihilfe kommen. Die Treibstoffbeihi…

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  • Treibstoffprämie von 100 Euro: Wann wird die von der Regierung geplante Hilfsmaßnahme eingeführt?

    Treibstoffprämie von 100 Euro: Wann wird die von der Regierung geplante Hilfsmaßnahme eingeführt?

    Die Regierung kündigte am Mittwoch die Einführung einer Treibstoffprämie von 100 Euro für die einkommensschwächsten Franzosen an. Wirtschaftsminister Bruno Le Maire sprach jetzt über den Zeitplan für die Einführung dieser Hilfsmaßnahme. Angesichts der steigenden Kraftstoffpreise kündigte Premierministerin Élisabeth Borne am Mittwoch, dem 7. Dezember, die Einführung einer Hilfszahlung von 100 Euro an, die den 10 Millionen einkommensschwächsten Arbeitnehmern vorbehalten sein soll. „Wir werden eine Treibstoffpauschale für die ärmeren Franzosen einführen, die ihr Auto brauchen, um zur Arbeit zu fahren, also 100 Euro für etwa die Hälfte der Haushalte, das bedeutet einen Rabatt von etwa 10 Cent pro Liter“ für jemanden, der etwa 12.000 Kilometer im Jahr zurücklegt. Das ist der übliche Durchschnitt in Frankreich. Das hatte Premierministerin Elisabeth Borne im Sender RTL erklärt.

    Am Donnerstag, dem 8. Dezember, gab Wirtschaftsminister Br…

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  • Benzin: Elisabeth Borne kündigt 100 Euro Benzingeld für 10 Millionen ärmste Franzosen an

    Benzin: Elisabeth Borne kündigt 100 Euro Benzingeld für 10 Millionen ärmste Franzosen an

    Premierministerin Elisabeth Borne kündigt an, dass die Regierung im Jahr 2023 eine Treibstoffhilfe von 100 Euro für die einkommensschwächsten Haushalte auszahlen wird. Die Regierung hat beschlossen, eine neue Maßnahme zugunsten der französischen Autofahrer einzuführen, um den steigenden Kraftstoffpreisen entgegenzuwirken. Laut Elisabeth Borne kommen für die neue Treibstoffprämie Autofahrer in Frage, die über ein geringes Einkommen verfügen. „Die Regierung wird im nächsten Jahr 100 Euro für etwa 10 Millionen Menschen auszahlen, die am wenigsten verdienen und ihr Auto brauchen, um zur Arbeit zu fahren“, kündigte die Premierministerin auf dem Sender RTL an.

    Das entspricht einem Rabatt von 10 Cent pro Liter.“Ungefähr die Hälfte der Haushalte“ ist betroffen. „Das entspricht einem Rabatt in der Größenordnung von 10 Cent pro Liter, wenn Sie 12.000 Kilometer pro Jahr fahren, was dem Durchschnitt dessen entspricht, was die Franzosen in ei…

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  • Ansturm auf französische Tankstellen kurz vor Ende des staatlichen Rabatts

    Ansturm auf französische Tankstellen kurz vor Ende des staatlichen Rabatts

    In den letzten Tagen waren lange Warteschlangen an den französischen Tankstellen eigentlich kein Thema mehr, doch kurz vor dem Ende des 30-Cent-Rabatts der Regierung auf die Kraftstoffpreise wollen die Autofahrer ihre Tanks noch einmal füllen.

    Es ist 10 Uhr morgens, der Verkehr fließt nach der morgendlichen Rushhour wieder. Aber es haben sich trotzdem Staus gebildet, nicht auf der Straße, sondern an den Einfahrten von Tankstellen. Etwa 20 km südlich von Toulouse standen mindestens zehn Fahrzeuge vor der Tankstelle des Intermarché in Pinsaguel. Angezeigter Preis: 1,58 Euro pro Liter SP-95. An diesem Dienstag ist der letzte Tag der staatlichen Beihilfe von 0,30 Cent auf einen Liter Diesel oder Benzin. Viele Autofahrer haben beschlossen, ihren Tank schnell noch einmal aufzufüllen, bevor der staatliche Zuschuss ausläuft.

    Auf der Toulouser Ringstraße wurden die beiden gegenüberliegenden Total-Stationen regelrecht gestürmt, der Preis für Benzin (Sp-95) lag dort bei 1,50 Euro. Am Vormittag bildeten sich an den Einfahrten zu den Tankstellen heftige Staus, was zu erheblichen Verzögerungen führte.

    Ab Mittwoch, dem 16. November, wird der Regierungsrabatt von 30 Cent auf 10 Cent gesenkt. Parallel dazu wird auch der von der TotalEnergies-Gruppe eingeführte Rabatt von 20 Cent um 10 Cent sinken. Die Regierung kündigte an, dass sie an einer gezielten Unterstützung für Vielfahrer arbeiten würde, um das Auslaufen der finanziellen Unterstützung zu mildern.

  • Benzinpreise: Nach zweiwöchigem Anstieg sinken die Preise an den Zapfsäulen wieder

    Benzinpreise: Nach zweiwöchigem Anstieg sinken die Preise an den Zapfsäulen wieder

    Nach den letzten Zahlen des Ministeriums für den ökologischen Übergang sind die Preise für Kraftstoffe im Straßenverkehr in der vergangenen Woche im Durchschnitt wieder gesunken.

    Nach einem starken Anstieg in der Vorwoche sind die Preise für Kraftstoffe in der vergangenen Woche im Durchschnitt wieder gesunken, wie aus Zahlen des Ministeriums für den ökologischen Übergang hervorgeht. So wurde der Liter SP95 im Durchschnitt mit 1,632 Euro verkauft, gegenüber 1,6665 Euro sieben Tage zuvor. Der Liter Dieselkraftstoff blieb allerdings auf einem hohen Niveau: 1,905 Euro pro Liter im Durchschnitt, gegenüber 1,921 in der Vorwoche.

    Landesweit fehlte an rund 20,9% der Tankstellen noch immer mindestens eine Kraftstoffart. Diese Berechnungen wurden auf der Grundlage von Daten durchgeführt, die um 9.45 Uhr am Montag, dem 24. Oktober, auf der Website prix-carburants.gouv.fr verfügbar waren und rund 9.300 Verkaufsstellen umfassten.

    Die Durchschnittswerte verdecken jedoch die unterschiedlichen Realitäten vor Ort: In 58,3% der Tankstellen im Departement Puy-de-Dôme und in 55,1% der Tankstellen im Departement Ain fehlte mindestens ein Kraftstoff. Im Departement Indre-et-Loire lag der Anteil bei 51%, in Seine-Saint-Denis bei 49,4 % und im Departement Nièvre bei 48,3%.

  • Benzinknappheit: Kraftstoffdiebe machen die Tanks von LKWs leer

    Benzinknappheit: Kraftstoffdiebe machen die Tanks von LKWs leer

    Wegen der hohen Preise und der Treibstoffknappheit kommt es vermehrt zu Benzindiebstählen in Frankreich. Vor allem Transportunternehmen werden Ziel von Kriminellen, die auf der Suche nach Treibstoff sind.

    In Bellignat (Ain) wurde ein Fuhrunternehmer am vergangenen Wochenende Opfer eines dreisten Treibstoffdiebstahls. Es handelte sich bereits um den vierten Fall innerhalb weniger Monate. „Der Tankverschluss wird mit einem Schlüssel verschlossen, und der Dieb, der kam, um sich an Diesel zu bedienen, hat wahrscheinlich einen Schraubenzieher benutzt und danach einen Schlauch mit einem Ansaugsystem eingefädelt, um sich seine Kanister zu füllen“, schildert der LKW-Fahrer Bertrand Niogret gegenüber France 3.

    Der 43-jährige Dieb konnte schließlich festgenommen werden. Er leugnete nicht, dass er von der aktuellen Situation profitieren wollte. „Es ist eine Person, die nicht viel Geld hat und daher ganz einfach Geld verdienen wollte“, erklärt Kommandant Bertrand Dufour von der Polizeiwache in Oyonnax (Ain). Die Unternehmer befürchten Schäden an ihren Lastwagen. Alex Grandclément, CEO von Jacquet BTP, erklärt, dass bei einem durchstochenen Tank der Verdienstausfall plus die Reparatur des Fahrzeugs den Wert der entwendeten Liter Benzin bei weitem übersteigt.