Schlagwort: Tote Flüchtlinge

  • Schiffbruch in Calais: Junger Migrant beschuldigt die französischen und britischen Behörden

    Schiffbruch in Calais: Junger Migrant beschuldigt die französischen und britischen Behörden

    Was geschah wirklich während des Schiffbruchs in Calais, der 27 Migranten das Leben kostete? Zum ersten Mal sagt einer der beiden Überlebenden aus. Er behauptet, dass trotz mehrerer Anrufe bei den französischen und britischen Behörden zunächst niemand gekommen sei, um sie zu retten.

    Einige Tage nach dem tödlichsten Unfall eines Migrantenbooten im Ärmelkanal, bei dem 27 Menschen ertranken, berichtet ein Mann, der behauptet, einer der Überlebenden zu sein, von seinen Erlebnissen. Ihm zufolge hätten Passagiere in Not die französische und die britische Polizei um Hilfe gerufen, doch diese hätten sich geweigert, einzugreifen. „Wir haben unseren Standort an die französische Polizei geschickt, und die haben gesagt, dass wir uns in britischen Gewässern befinden. Also haben wir die britische Polizei angerufen, damit sie uns helfen, und sie haben gesagt: ‚Rufen Sie die französische Polizei’“. So seine Aussage gegenüber dem Sender France 2

    Die französische Marine dementiert.
    Die Situation an Bord sei, so der Zeuge, kurz nach diesem Anruf katastrophal geworden. „Die Leute haben die Hoffnung verloren, und wir begannen langsam zu sinken“, erzählt er. Für die Marine, die regelmäßig bei Rettungsaktionen zum Einsatz kommt, ist es völlig unmöglich, dass eine Hilfeleistung verweigert wurde. „Es geht hier um die Rettung und Erhaltung des Lebens im Meer. Es ist offensichtlich, dass auf beiden Seiten des Ärmelkanals die Koordination funktioniert und dass es keine solchen Spiele gibt“, kommentierte Kapitän Eric Lavaud, der Sprecher der Marine, die Situation. Eine Untersuchung ist im Gange.

  • Immigration: Der Ton zwischen Frankreich und Großbritannien wird rauher

    Immigration: Der Ton zwischen Frankreich und Großbritannien wird rauher

    Zwischen Frankreich und Großbritannien häufen sich seit einigen Monaten die Streitpunkte an. Diesmal ist es die Migrationskrise, die aus innenpolitischen Gründen den provokativen Appetit von Boris Johnson geweckt hat. Wenn er sich an Emmanuel Macron wendet, tut er dies nun öffentlich über die sozialen Netzwerke. Die Konfrontation zwischen Emmanuel Macron und Boris Johnson wird von Tag zu Tag härter. Die letzte Episode in diesem Streit ist ein Brief des britischen Premierministers an den Präsidenten der Republik, in dem er Frankreich auffordert, Migranten zurückzunehmen. „Ich schlage vor, dass wir ein bilaterales Rückübernahmeabkommen aufsetzen, um die Rückführung aller illegalen Migranten zu ermöglichen, die den Ärmelkanal überqueren“, schrieb der britische Premier. Lesen Sie auch: Boris Johnson fordert Frankreich auf, alle Migranten, die den Ärmelkanal überqueren, zurückzunehmen „Es gibt kein Vertrauen mehr“Der Brief wurde allerdings entgegen aller Gepflogenheiten auf Twitter veröffen…

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  • Migrantenkrise: EU-Minister treffen sich am Sonntag ohne britischen Kollegen

    Migrantenkrise: EU-Minister treffen sich am Sonntag ohne britischen Kollegen

    Der Vizepräsident der Europäischen Kommission sagte am Samstag, dass es an Großbritannien liege, seine Grenzen zu kontrollieren und seine Probleme mit dem Zustrom von Migranten nach dem Austritt aus der Europäischen Union zu lösen. Vier Tage nach dem schlimmen Migrationsdrama im Ärmelkanal findet am Sonntag in Calais ein EU-Treffen statt, um den Kampf „gegen Schleppernetzwerke“ zu verstärken, allerdings ohne die Briten, die von Frankreich ausgeschlossen wurden.Das zwischenstaatliche Arbeitstreffen, an dem die Migrationsminister Deutschlands, der Niederlande, Belgiens und Frankreichs sowie die EU-Kommissarin für innere Angelegenheiten teilnehmen, beginnt um 15 Uhr in der nordfranzösischen Hafenstadt. Die europäische Kriminalpolizei Europol und die Grenzschutzagentur Frontex werden ebenfalls vertreten sein. Der Vizepräsident der Europäischen Kommission, Margaritis Schinas, sagte am Samstag, dass das Vereinigte Königreich seine Probleme mit dem Zustrom von Migranten nach dem Austritt aus …

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  • Schiffbruch eines Migrantenbootes vor Calais fordert mindestens 27 Tote

    Schiffbruch eines Migrantenbootes vor Calais fordert mindestens 27 Tote

    Der Untergang eines Bootes mit Migranten, die versuchten, nach Großbritannien zu gelangen, am Mittwoch vor der Küste von Calais forderte nach Angaben des Innenministeriums mindestens 27 Todesopfer. London und Paris einigten sich darauf, ihre Bemühungen gegen diese tödliche Überfahrten zu verstärken.

    Es ist eine schreckliche Tragödie. Der Tod von 27 Migranten am Mittwoch, 24. November, beim Untergang ihres Bootes im Ärmelkanal löste eine Schockwelle in London und Paris aus, die sich nach wochenlangen Spannungen auf die „Dringlichkeit“ einigten, den Kampf gegen die Schleuserkriminalität zu intensivieren.

    Staatschef Emmanuel Macron hatte zunächst eine Zahl von 31 Toten bekannt gegeben, die jedoch vom Innenministerium nach unten korrigiert wurde. Unter den Opfern waren 17 Männer, von denen zwei im Krankenhaus verstarben, sieben Frauen und „drei Jugendliche“, deren genaues Alter noch nicht bekannt ist, wie die Staatsanwältin von Lille, Carole Étienne, gegenüber der Nachrichtenagentur AFP erklärte. Zwei „offenbar somalische und irakische“ Überlebende befinden sich im Krankenhaus und sollten in Kürze angehört werden können, sagte sie.

    „Frankreich wird nicht zulassen, dass der Ärmelkanal zu einem Friedhof wird“, reagierte Emmanuel Macron und forderte „eine Dringlichkeitssitzung der europäischen Minister“. Er versprach, dass alles getan werde, um die Verantwortlichen für den Schiffbruch vor Calais, den Premierminister Jean Castex als „Tragödie“ bezeichnete, zu finden und zu verurteilen.

    Der britische Premierminister Boris Johnson sagte auf Sky News, er wolle usammen mit Frankreich mehr tun, um illegale Überfahrten zu verhindern, wir sind: „Schockiert, empört und zutiefst betrübt“.

    Bei einem Gespräch am Abend betonten Boris Johnson und Emmanuel Macron „die Dringlichkeit, die gemeinsamen Anstrengungen zu verstärken, um diese tödlichen Überfahrten zu verhindern“, so ein Sprecher von Downing Street. Sie betonten auch „die Bedeutung einer engen Zusammenarbeit mit den belgischen und niederländischen Nachbarn sowie mit den Partnern auf dem Kontinent“.

    Das von Behörden und Verbänden schon vorher befürchtete Drama vom Mittwoch ist bei weitem das tödlichste, seit die Zahl der Migranten, die den Ärmelkanal per Boot überqueren wollen in die Höhe geschnellt ist, seit 2018 der Hafen von Calais und der Eurotunnel zunehmend abgeriegelt wurden.

    Die Rettungsschiffe, die die Opfer zurückbrachten, legten am Abend im Hafen von Calais an, wo ein Hangar für die Aufnahme der Leichen bereit gestellt wurde. Die sterblichen Überreste sollen zur Autopsie in das gerichtsmedizinische Institut in Lille gebracht werden, wie die Staatsanwältin Carole Étienne gegenüber der AFP erklärte.

    Die interregionale Sondergerichtsbarkeit (JIRS) in Lille wurde mit den Ermittlungen betraut, die wegen „Beihilfe zur illegalen Einreise und zum illegalen Aufenthalt in organisierter Form“, „fahrlässiger Tötung und Körperverletzung“ und „krimineller Vereinigung“ eingeleitet wurden.

    Lesen Sie dazu auch:

    Laut Gérald Darmanin wurden vier Schleuser festgenommen, die im Verdacht stehen, mit der Tragödie in Verbindung zu stehen.

    Die Tragödie ereignete sich auf einem „Long Boat“, einem instabilen aufblasbaren Boot mit weichem Boden, wie es seit dem Sommer vermehrt von Schleppern benutzt wird. „Wir haben sechs treibende Körper geborgen“, berichtete Charles Devos, der Kapitän des Schnellboots Notre-Dame du Risban der Seenotrettung von Calais, und beschrieb „ein Schlauchboot, aus dem die Luft regelrecht herausgelassen wurde“.

    Etwa 50 Personen versammelten sich am Abend mit Kerzen in der Nähe des Hafens. „Darmanin Mörder du hast Blut an den Händen“, skandierten sie unter anderem.

    Der Ärmelkanal „verwandelt sich in einen Friedhof unter freiem Himmel“, meinte Pierre Roques von der Auberge des Migrants, einer lokalen Hilfsorganisation.

    Das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) zeigte sich „schockiert und erschüttert“ und meinte, dass „nur durch koordinierte und solidarische Anstrengungen (…) weitere Tragödien verhindert werden können“.

    Lesen Sie auch: Ärmelkanal: Schiffbruch eines Migrantenbootes fordert mehr als 20 Tote vor der Küste von Calais

  • Ärmelkanal: Schiffbruch eines Migrantenbootes fordert mehr als 20 Tote vor der Küste von Calais

    Ärmelkanal: Schiffbruch eines Migrantenbootes fordert mehr als 20 Tote vor der Küste von Calais

    Die Staatsanwaltschaft Dünkirchen leitete eine Untersuchung wegen „Beihilfe zum illegalen Aufenthalt in organisierter Form“ und „erschwerter fahrlässiger Tötung“ ein. Mindestens zwanzig Migranten starben am Mittwoch, 24. November, beim Untergang ihres Bootes vor der Küste von Calais (Pas-de-Calais), wie die Polizei der Nachrichtenagentur AFP in einer noch vorläufigen Bilanz mitteilte. Sie hatten versucht, nach Großbritannien zu gelangen. „Gegen 14 Uhr meldete ein Fischer die Entdeckung von etwa 15 Leichen, die vor der Küste von Calais trieben. Ein Schiff der Marine fischte mehrere Menschen heraus, darunter fünf Tote und fünf Bewusstlose, so die vorläufige Bilanz“, berichtete die Polizei. „Der Schiffbruch im Ärmelkanal ist eine Tragödie“, bedauerte Premierminister Jean Castex.

    Der Innenminister beschloss, sich vor Ort ein Bild von den Ereignissen zu machen. „Starke Emotionen angesichts des Dramas der zahlreichen Toten aufgrun…

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