Schlagwort: Tierquälerei

  • 315 Rinder und ein Systemversagen: Der Fall Moselle erschüttert Frankreichs Landwirtschaft

    315 Rinder und ein Systemversagen: Der Fall Moselle erschüttert Frankreichs Landwirtschaft

    Manchmal genügt eine Zahl, um das ganze Ausmaß eines Skandals sichtbar zu machen. In diesem Fall ist es 315. So viele Rinder wurden Mitte April im Saulnois, einem ländlich geprägten Gebiet in der französischen Moselle, aus einem Betrieb geholt – nicht etwa im Rahmen einer Routinekontrolle, sondern als Notmaßnahme. Was die Einsatzkräfte dort vorfanden, beschreibt die OABA (Œuvre d’Assistance aux Bêtes d’Abattoirs – französische Tierschutzorganisation) in drastischen Worten: abgemagerte Tiere, teils bis zur Kachexie ausgezehrt, kaum mehr als Haut und Knochen. Ein Bild, das sich einprägt. Und eines, das Fragen aufwirft. Denn die Zahlen sprechen eine eigene Sprache. Mehr als 100 verendete Tiere im Jahr 2025, fast 30 weitere in den ersten Monaten des Jahres 2026 – das ist kein Ausrutscher, kein einmaliges Versagen, sondern deutet auf ein strukturelles Problem hin. Wer so lange so viele Verluste hinnimmt, agiert nicht mehr im Bereich des Zufälligen. Hier scheint ein Betrieb über Monate, viel…

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  • Abgemagerte Tiere in einem Keller in der Moselle – ein Fall, der sprachlos macht

    Abgemagerte Tiere in einem Keller in der Moselle – ein Fall, der sprachlos macht

    Es ist einer dieser Funde, die selbst erfahrene Einsatzkräfte kurz innehalten lassen. In der Gemeinde L’Hôpital im Département Moselle stießen Polizei und Tierschützer Anfang Januar auf rund vierzig Tiere, zusammengepfercht in einem dunklen Kellerraum. Hunde, Katzen, Kaninchen und Hühner, ausgehungert, geschwächt, umgeben von ihren eigenen Exkrementen. Kein Platz, kaum Licht, offensichtlich zu wenig Futter. Ein Ort, der eher an ein vergessenes Verlies erinnert als an ein Zuhause. Ausgelöst wurde der Einsatz durch Hinweise aus der Nachbarschaft. Mehrere Anwohner hatten Alarm geschlagen, weil Gerüche, Geräusche und der Zustand der Tiere Fragen aufwarfen. Am Montag rückten schließlich die nationale Polizei und die SPA, die Société Protectrice des Animaux, gemeinsam an. Was sie vorfanden, bestätigte die schlimmsten Befürchtungen. Etwa zehn Hunde, dazu zahlreiche Katzen, Kaninchen und Geflügel, alle in einem Zustand schwerer Mangelernährung. Draußen im Garten dann die nächste Überraschung. …

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  • Tiere hinter Gittern – und im Stich gelassen: Behörden räumen Wildpark in Montredon-Labessonnié

    Tiere hinter Gittern – und im Stich gelassen: Behörden räumen Wildpark in Montredon-Labessonnié

    Was bleibt von einem Ort, der einst seine Besucher faszinieren wollte – und am Ende nur Entsetzen hinterlässt? Im Tarn, einem ländlich geprägten Département im Süden Frankreichs, wurde in dieser Woche ein düsteres Kapitel tierschutzrechtlicher Versäumnisse geschlossen. 24 Tiere, darunter eine Tigerdame, zwei Wölfe, ein Otter, ein Karakal (eine mittelgroße Wildkatze, die vor allem in Afrika und Teilen Asiens heimisch ist – bekannt für ihre charakteristischen langen, schwarzen Ohrpinsel) und sage und schreibe 19 Waschbären, wurden aus dem ehemaligen Wildpark „Les Trois Vallées“ evakuiert – allesamt in einem Zustand, der den Verantwortlichen keine Wahl ließ. Der Ort: ein verwaistes Tiergehege bei Montredon-Labessonnié. Die Lage: alarmierend. Schon Anfang September hatten Kontrollbehörden bei einer unangekündigten Inspektion festgestellt, was man auf den ersten Blick kaum glauben möchte: Lebensräume, die diesen Namen nicht verdienen. Zerfallene Gitter, spitze Metallteile, ungesicherte Ausl…

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  • Kommentar: Die letzte Bitte der Meeresriesen – warum Frankreich jetzt handeln muss

    Kommentar: Die letzte Bitte der Meeresriesen – warum Frankreich jetzt handeln muss

    Es ist still geworden in Antibes. Zu still. Wo einst das Kreischen von Kindern und das Echo spritzender Flossen durch die Becken hallte, hört man heute nur das leise Schlagen von Wellen gegen Beton. Hinter den geschlossenen Toren von Marineland warten zwei Orkas und zwölf Delfine auf etwas, das für sie längst überfällig ist: Rettung.

    „La situation est critique pour les animaux“, schreibt der Park in einem offenen Brief – und selten klang ein Satz so schwer. Kritisch heißt in diesem Fall: Leben und Tod. Denn die einst glitzernden Becken sind marode, die Risse im Beton werden größer, das Wasser trüber. Ein kleines Erdbeben – und alles wäre vorbei.

    Die Pfleger kämpfen seit Monaten mit dem, was man wohl nur noch Verzweiflung nennen kann. Sie sehen ihre Tiere jeden Tag – die Orkas Inouk und Wikie, die seit Jahrzehnten zwischen Glaswänden kreisen, die Delfine, die sich apathisch im Kreis drehen. Sie wissen: Diese Tiere spüren, dass etwas nicht stimmt. Dass ihre Welt zerbricht. Und dass niemand kommt.

    Frankreich zögert. Spanien zögert. Währenddessen schwimmen fühlende Wesen in einem bröckelnden Becken, in einer Zone mit seismischer Aktivität. Man kann sich die Szene kaum vorstellen, ohne dass einem das Herz bricht.

    Wie kann es sein, dass in einem Land, das sich den Tierschutz auf die Fahnen schreibt, eine solch dringende Situation zur bürokratischen Farce verkommt? Akten liegen in Schubladen, Anträge warten auf Stempel – während Lebewesen in Betonbecken um ihr Dasein kreisen.

    Marineland, einst Symbol menschlicher Kontrolle über die Natur, ist heute Sinnbild menschlicher Ohnmacht. Und doch – ausgerechnet der Park selbst ruft jetzt um Hilfe. Er, der jahrelang von Shows lebte, in denen Orkas und Delfine Kunststücke für Applaus vollführten, bittet nun um einen Akt der Menschlichkeit. Ein bitteres Paradox.

    Aber vielleicht liegt in dieser Wende auch ein Funken Hoffnung. Vielleicht ist es genau dieser Moment, in dem wir begreifen, dass es nie nur um Tiere in Gefangenschaft ging, sondern um unser Verhältnis zur Natur insgesamt.

    Denn die Orkas und Delfine von Antibes sind nicht einfach „Attraktionen“. Sie sind Botschafter einer Welt, die wir zu oft ignorieren – bis sie bricht.

    Das Gesetz von 2021, das Delfin- und Orca-Shows ab 2026 verbietet, war ein Meilenstein. Aber was nützt ein gutes Gesetz, wenn es seine Opfer in der Übergangszeit vergisst? Die Tiere müssen jetzt umgesiedelt werden – nicht in einem Jahr, nicht nach weiteren Sitzungen, sondern sofort.

    Spanische Wissenschaftler haben längst signalisiert, dass sie bereit wären, die Tiere aufzunehmen. Alles, was fehlt, ist ein offizielles Wort aus Paris. Ein Telefonat, ein Beschluss, eine Entscheidung. Mehr braucht es nicht, um Leben zu retten.

    Und man fragt sich: Wie viele Briefe, wie viele Appelle braucht es noch, bis jemand in der Regierung versteht, dass jede weitere Woche Stillstand eine Qual bedeutet?

    Marineland ist zu einem Mahnmal geworden. Für unsere Trägheit. Für das Scheitern von Verwaltung, wenn Menschlichkeit gefragt wäre. Und für die Frage, die uns alle betrifft: Wie weit darf Bürokratie gehen, wenn Leben auf dem Spiel steht?

    Inouk, der ältere der beiden Orkas, ist 25 Jahre alt. In freier Wildbahn hätte er vielleicht noch Jahrzehnte vor sich. In Antibes schwimmt er im Kreis. Er wartet auf Rettung – und mit ihm ein Stück unserer eigenen Verantwortung.

    Frankreich muss jetzt handeln. Nicht irgendwann. Jetzt.
    Weil Menschlichkeit nicht in Formularen steht. Sondern in Entscheidungen, die Leben retten.

    Ein Kommentar von Andreas M. Brucker

  • 700 tote Schweine im Stall: Was ist im französischen Saint-Aubin-de-Terregatte passiert?

    700 tote Schweine im Stall: Was ist im französischen Saint-Aubin-de-Terregatte passiert?

    Es ist ein furchtbarer Anblick: Rund 700 Schweine verendet, seit Wochen unbemerkt, in den dunklen Ställen eines abgelegenen Betriebs in der Normandie. Ein Skandal, der Fragen aufwirft – und nicht nur über die Verantwortung eines einzelnen Landwirts, sondern über ein ganzes System. Eine grausige Entdeckung Saint-Aubin-de-Terregatte – ein beschaulicher Ort im Département Manche, nahe der Grenze zur Bretagne. Hier, in einem Schweinemastbetrieb, entdeckten Kontrolleure der französischen Tierschutzbehörde DDPP am 11. September etwas, das man sich kaum vorstellen mag: In den Stallungen lagen Hunderte Kadaver – teils verwest, übereinandergeschichtet, der Gestank unerträglich. Der gesamte Bestand des Betriebs war tot. Seit mehreren Wochen, so die Einschätzung der Behörden, lagen die Tiere bereits dort. Die Ursache? Noch völlig unklar. Krankheit? Technikversagen? Fahrlässigkeit? Die Ermittlungen laufen. Ermittlungen wegen Tierquälerei Was bislang feststeht: Die Staatsanwaltschaft ermittelt gege…

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  • Elf Hunde tot in Durnes – Wenn der Tierschutz an seine Grenzen stößt

    Elf Hunde tot in Durnes – Wenn der Tierschutz an seine Grenzen stößt

    Es ist der 14. August 2025, als die Mitarbeiter der Société Protectrice des Animaux (SPA) in ein Haus in Durnes, im französischen Département Doubs, gerufen werden. Was sie dort finden, ist kaum in Worte zu fassen: elf Hundekadaver in fortgeschrittener Verwesung, auf dem Boden verstreut zwischen Müllbergen und Gestank. Drei abgemagerte Hunde und ein schwaches Kätzchen klammern sich an ihr Leben – ausgehungert, verdurstet, gezwungen, ihre eigene Urinlache zu trinken. Eine Szene wie aus einem Albtraum. Und doch bittere Realität. Eine Wiederholungstat, die schockiert Die Besitzerin des Hauses ist keine Unbekannte. Christelle T., 41 Jahre alt, war bereits im Dezember 2024 verurteilt worden – damals wegen Tierquälerei an Ponys im Parc Micaud in Besançon. Das Urteil schien zunächst ein Signal: Justiz und Gesellschaft dulden kein solches Verhalten. Doch die Frau durfte trotz ihrer Verurteilung weiterhin Tiere halten. Keine Auflagen, keine Verbote. Das Ergebnis sehen wir jetzt in Durnes. Elf t…

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  • Editorial: Warum der Internationale Tag zur Abschaffung der Tierversuche zum Umdenken einlädt

    Editorial: Warum der Internationale Tag zur Abschaffung der Tierversuche zum Umdenken einlädt

    Jedes Jahr wird der Internationale Tag zur Abschaffung der Tierversuche als eine kraftvolle Erinnerung begangen, die uns alle betrifft. Warum setzen wir, trotz fortgeschrittener Technologie und wissenschaftlicher Entwicklungen, immer noch auf Methoden, die aus einem längst vergangenen wissenschaftlichen Zeitalter zu stammen scheinen?

    Tierversuche waren lange Zeit ein fest verankerter Bestandteil der wissenschaftlichen Forschung, insbesondere in der Medizin und Kosmetikindustrie. Doch mit dem Aufkommen innovativer Technologien wie Organchips, die menschliche Organe auf Mikrochips nachbilden, oder fortschrittlicher Computermodellierungen, stellt sich die Frage: Ist es nicht an der Zeit, alte Gewohnheiten zu überdenken?

    – Und ja, der Wandel ist bereits im Gange.

    In vielen Teilen der Welt nimmt die Zahl der durchgeführten Tierversuche ab, getrieben nicht nur durch ethische Bedenken, sondern auch durch die Erkenntnis, dass Modelle, die den menschlichen Körper genauer abbilden, oft zuverlässigere Daten liefern. Länder wie die Niederlande haben sich zum Ziel gesetzt, bis 2025 tierversuchsfrei zu sein. Ist das nicht ein Zeichen, dass eine Zukunft ohne Tierversuche nicht nur möglich, sondern auch erstrebenswert ist?

    Die Verwendung von Tieren in Experimenten wirft eine Fülle von ethischen Fragen auf. Wie rechtfertigen wir Leid, das im Namen der Wissenschaft verursacht wird, wenn alternative Methoden zur Verfügung stehen, die möglicherweise weniger schmerzhaft oder gar schmerzfrei sind? Diese Fragen sind nicht nur rhetorisch – sie fordern uns heraus, unsere moralischen Kompass neu zu justieren.

    Die Entwicklung alternativer Forschungsmethoden hat zudem gezeigt, dass Innovation oft an der Grenze zwischen Notwendigkeit und ethischer Verantwortung blüht. Es ist ein klassisches Beispiel dafür, wie Einschränkungen Kreativität beflügeln können. Vom „Human-on-a-Chip“-Modell bis hin zu vollständig computerisierten Simulationsplattformen – die Fortschritte sind nicht zu leugnen.

    Aber die Umstellung erfordert mehr als nur neue Technologien; sie benötigt eine Veränderung des Denkens bei Forschern, Geldgebern und der Öffentlichkeit. Wie können wir diese Veränderung fördern? Indem wir Bildung und Transparenz verbessern und zeigen, dass Wissenschaft ohne Leid nicht nur ein Ideal, sondern eine realisierbare Realität ist.

    Dieser Tag sollte uns alle dazu anregen, aktiv zu werden. Ob als Verbraucher, indem wir tierversuchsfreie Produkte wählen, oder als Bürger, die von ihren Vertretern fordern, die Forschung zu unterstützen, die ethisch vertretbar ist und zukunftsorientierte Lösungen bietet. Jeder von uns hat die Macht, einen Unterschied zu machen.

    So lässt dieser Tag jedes Jahr die Hoffnung aufleben, dass wir uns einer Zukunft nähern, in der Tierversuche der Vergangenheit angehören. Eine Zukunft, in der Wissenschaft und Mitgefühl Hand in Hand gehen – nicht nur zum Wohl der Tiere, sondern für uns alle. War das nicht schon immer das eigentliche Ziel der Wissenschaft?

  • An den Stränden der Bretagne werden tote Rinder angespült

    An den Stränden der Bretagne werden tote Rinder angespült

    In den letzten Monaten wurden mehrere tote Rinder an den Stränden der Region Finistère aufgefunden. Bisher wurde keine Ursache dafür gefunden, ein Journalist hat das Phänomen untersucht und einige Schiffe als Verdächtige ausgemacht.

    Im November und Dezember des vergangenen Jahres wurden an den Stränden der Bretagne in Trégoat, Crozon und Trégunc, alle im Finistère gelegen, mehrere Rinderkadaver gefunden, wie der Sender Ouest France berichtet. Jedes Mal waren die Kennzeichnungen der Tiere entfernt worden und die Körper der Rinder hatten viel Zeit im Wasser verbracht, was auf absichtliche Taten schließen ließ.

    Nach Angaben von Umwelt- und Tierschutzorganisationen wurden diese Kühe und Bullen vermutlich von der Besatzung von Transportschiffen ins Meer geworfen. „Sie sind die gestrandete und traurige Seite dessen, was der Seetransport von lebenden Tieren darstellt“, sagte Johanne Mielcarek, Sprecherin von L214, im Dezember 2023 gegenüber dem Sender France 3 Bretagne.

    Ein ausländischer Journalist ermittelt
    Die Entdeckungen der Tierkadaver ließen den niederländischen Journalisten Jan Daalder aufhorchen. Er führte Nachforschungen durch, die auf der Plattform Follow the Money veröffentlicht wurden, berichtet der Sender Ouest France. Der investigative Journalist konzentrierte sich bei seinen Ermittlungen auf zwei Schiffe, die Sarah M und die Ganado Express, die zu dieser Zeit von Irland aus in den Nahen Osten aufgebrochen waren.

    „Auf der Sarah M und der Ganado Express, die nach Libyen und Israel fuhren, starben vier bzw. fünf Bullen“, schreibt jan Daalder. Tatsachen, die in das Logbuch eingetragen werden, da der Kapitän die Anzahl der Tiere, die während der Überfahrt sterben, registrieren muss. Jan Daalder wies jedoch auf ein Problem hin, das insbesondere das Schiff Sarah M betraf: „Der Kapitän stellte bei seiner Ankunft in Libyen fest, dass sich 2.064 Stiere an Bord befanden. Der irische Inspektionsbericht hingegen erwähnte am Tag der Abreise 2.085 Tiere. Somit sind 21 Stiere irgendwo zwischen Irland und Libyen verschwunden. Der Kapitän erwähnt im Logbuch jedoch nur fünf Todesfälle“.

    Der Journalist weist auch auf einen Regelverstoß bei der Navigation der Sarah M hin: „Beim Verlassen Irlands hat ihr Kapitän gegen die Regeln verstoßen, da es ihm nicht erlaubt ist, unter den damals herrschenden Bedingungen – Windstärke acht – zu navigieren. Beide Schiffe haben gegen alle möglichen Regeln verstoßen. Aber es ist immer noch nicht klar, wer für die Strandungen in der Bretagne verantwortlich ist“, schloss er. Das Rätsel bleibt also, zumindest teilweise, bestehen.

  • Alpes-Maritimes: 117 Katzen tot aufgefunden – Besitzer in Polizeigewahrsam genommen

    Alpes-Maritimes: 117 Katzen tot aufgefunden – Besitzer in Polizeigewahrsam genommen

    Der Verdächtige war den Behörden bereits wegen ähnlicher Vorfälle bekannt und wurde von der Association d’enquêteurs de la protection animale (AEPA) überwacht.

    117 Katzen wurden am vergangenen Dienstag tot und etwa 40 weitere in einer Voliere eingesperrt in La-Roquette-sur-Siagne (Alpes-Maritimes) aufgefunden. Dies teilte die Vereinigung der Tierschutzermittler (AEPA) dem Sender France Bleu Azur mit. Der Besitzer der Katzen wurde in Polizeigewahrsam genommen.

    Es war ein von den Gerüchen belästigter Nachbar, der den Alarm ausgelöst hatte. „Ein Nachbar hatte uns kontaktiert, weil aus seinem Haus üble Gerüche nach Ammoniak und Schmutz kamen. Wir haben Tag und Nacht ermittelt, um zu sehen, ob es noch Katzen an diesem Haus gibt, und wir haben einige sehr, sehr beschädigte Katzen draußen gesehen“, erklärte die Vorsitzende des Vereins, Nathalie Bassot, gegenüber France Bleu Azur.

    67 tote Katzen in einer Tiefkühltruhe
    Die Vereinigung von Tierschutzermittlern (AEPA) hatte das Anwesen des Mannes zwei Monate lang überwacht. Die AEPA erstattete Anfang Januar Anzeige und veranlasste so die Polizei, das Anwesen zu durchsuchen. So wurden am Dienstag, dem 6. Februar, 117 tote Katzen in der Tiefkühltruhe und im Garten des Hauses entdeckt. 50 Katzen waren im Garten vergraben und die restlichen 67 wurden in der Tiefkühltruhe entdeckt.

    Weitere 40 lebende, aber kranke Katzen wurden eingesperrt in einer Voliere gefunden. Sie wurden von der Tierschutzorganisation abgeholt und müssen nun medizinisch versorgt werden, damit sie hoffentlich bald von neuen Besitzern adoptiert werden können. Die Organisation hat einen Online-Spendenpool gestartet, um die Behandlung der Katzen zu finanzieren.

    Die Entdeckung kranker Tiere ist keine Premiere in diesem Anwesen. Das Haus ist den Behörden bereits bekannt: 2019 und 2021 gab es zwei ähnliche Einsätze. Im Jahr 2019 hatte der Tierschutzverein 58 lebende, aber kranke Katzen in diesem Haus beschlagnahmt. Der Besitzer sei auch den Tierärzten in der Umgebung gut bekannt, so die Tierschutzorganisation. „Sie nehmen ihn nicht mehr in die Sprechstunde, weil er immer tote oder fast tote Katzen mitbringt. Dieser Herr macht das immer wieder, man weiß nicht, warum er nicht vor Gericht gestellt wird“, bedauert Tierschützerin Nathalie Bassot gegenüber dem Sender France Bleu Azur.

    Der Besitzer „scheint unter einer psychologischen Störung zu leiden“, schreibt die Präfektur des Departements Alpes-Maritimes auf ihrem X-Account. Er wurde jetzt in Polizeigewahrsam genommen. Die Staatsanwaltschaft von Grasse leitete ein Verfahren ein.

  • 130 Katzen und Hunde in einer Wohnung in Nizza entdeckt

    130 Katzen und Hunde in einer Wohnung in Nizza entdeckt

    Über 100 Katzen und Hunde, die in einer etwa 70 m2 großen Wohnung in Nizza zusammengepfercht waren, wurden am Mittwoch, dem 12. Juli, von Polizisten entdeckt.

    In einer Wohnung in Nizza (Alpes-Maritimes) wurden am Mittwoch, dem 12. Juli, mehr als hundert Katzen und Hunde in einem erbärmlichen Zustand entdeckt. „Wir haben Säcke gefunden, die in einer Dusche gestapelt waren, in denen sehr viele Katzenkadaver waren. Eine Katze lag auf dem Tisch, völlig verwest, und es gab Säcke voller toter Tiere“, berichtete Alain Guezzi, Brigadier chef der Polizei und ehrenamtlicher Mitarbeiter beim Tierschutzverein auf dem Sender France 3.

    Ehepaar wegen schwerer Misshandlung und Grausamkeit gegenüber Tieren verhaftet
    Tierschutzorganisationen versuchen, diejenigen zu retten, die noch gerettet werden können. Bei einigen kommt jedoch jede Hilfe zu spät. Alle sind dehydriert, unterernährt und abgemagert. „Ich denke, die Hunde waren für den Weiterverkauf bestimmt. Die Katzen sind wohl auf der Straße oder bei Privatleuten eingesammelt worden. Diese Dame glaubte, dass sie Tiere liebt“, berichtet Anne-Marie David, Leiterin des Vereins ARPA. Ein Ehepaar lebte inmitten der Tiere. Es wurde wegen schwerer Misshandlung und Grausamkeiten gegenüber Tieren festgenommen. Die Polizei vermutet auch illegalen Handel mit Hunden. Die Welpen können für 500 bis 700 Euro verkauft werden.