Schlagwort: Temu

  • Frankreich greift Ultra Fast Fashion an

    Frankreich greift Ultra Fast Fashion an

    Frankreich verschärft den Kampf gegen umweltschädliche Billigmode. Die Nationalversammlung und der Senat haben ein Gesetz verabschiedet, das gezielt gegen sogenannte Ultra Fast Fashion vorgeht. Das Land übernimmt damit eine Vorreiterrolle in Europa und führt als erster EU Staat finanzielle Sanktionen gegen besonders umweltschädliche Onlinehändler wie Shein und Temu ein. Ziel der neuen Regelung: den Konsum extrem günstiger Wegwerfmode bremsen und nachhaltigeres Kaufverhalten fördern. Herzstück des Gesetzes bildet ein finanzieller Umweltmalus für Unternehmen, die unter die Kategorie Ultra Fast Fashion fallen. Dieser Aufschlag soll schrittweise eingeführt werden und am Ende bis zu 50 Prozent des Verkaufspreises eines Kleidungsstücks erreichen. Die genaue Höhe sowie die Berechnung legt die Regierung in den kommenden Monaten per Verordnung fest. Nach dem derzeitigen Zeitplan treten die wichtigsten Bestimmungen bereits zum 1. September 2026 in Kraft. Neben dem finanziellen Malus sieht das Ge…

    [wtr-time]

    Der weitere Text ist unseren Abonnenten vorbehalten.


    Warum ein Abo? Weil guter Journalismus seinen Preis hat.

    Information mag frei zugänglich sein – aber Journalismus ist kein Selbstläufer. Recherchen, Interviews, Faktenchecks und Einordnungen erfordern Zeit, Expertise und Verantwortung.

    Wer unabhängige, fundierte Berichterstattung will, muss sie ermöglichen. Werbefinanzierung allein reicht nicht – sonst entscheiden Klickzahlen über Inhalte.

    Ein Abonnement ist kein Eintrittsgeld, sondern ein Bekenntnis: zur Qualität, zur Unabhängigkeit und zu einer informierten Öffentlichkeit.

    Information ist frei. Journalismus kostet. Und genau deshalb lohnt sich ein Abo.


    Abo-Light – das Monatsabonnement zum schlanken Preis

    Alle Artikel für 0,50 € pro Woche. Das Abo wird monatlich mit 2 € abgerechnet und ist monatlich kündbar.

    Monatsabonnement buchen…


    Premium-Abo – das Jahresabonnement mit wertvollen Add-Ons

    Alle Artikel für 0,38 € pro Woche. Das Abo wird jährlich mit 20 € abgerechnet und ist jährlich kündbar.

    Das Premium-Jahres-Abo bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    Jahresabonnement buchen…


    Lebenslang – das Premium-Abo für immer

    Für eine einmalige Zahlung für nur 36 €. Unbegrenzter Zugriff – ein Leben lang.

    Das Premium-Abo-Lebenslang bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    „Abo-Lebenslang“ buchen…


     

     

  • Paris-Vatry fordert Kurswechsel bei der Paketsteuer – Frankreichs Alleingang gerät unter Druck

    Paris-Vatry fordert Kurswechsel bei der Paketsteuer – Frankreichs Alleingang gerät unter Druck

    Die französische Regierung wollte mit der neuen Abgabe auf Kleinsendungen aus Nicht-EU-Staaten ein Signal gegen ultra-billige Importware aus Asien setzen. Doch nur wenige Wochen nach Inkrafttreten der Maßnahme zeigt sich ein unerwarteter Nebeneffekt: Nicht die großen E-Commerce-Plattformen geraten unter Druck, sondern ein französischer Frachtstandort selbst. Der Flughafen Paris-Vatry in der Marne verzeichnet einen massiven Einbruch seines Geschäfts und fordert nun ein Umdenken in Paris. Seit dem 1. März 2026 erhebt Frankreich auf bestimmte Kleinsendungen aus Staaten außerhalb der Europäischen Union eine Abgabe von zwei Euro pro Artikelkategorie. Betroffen sind insbesondere Waren mit geringem Einzelwert, wie sie massenhaft über Plattformen wie Shein oder Temu nach Europa gelangen. Die Maßnahme war Teil einer politischen Strategie gegen die ökologischen und sozialen Folgen der Ultra-Fast-Fashion sowie gegen Wettbewerbsverzerrungen im europäischen Handel. Doch der nationale Vorstoß offenb…

    [wtr-time]

    Der weitere Text ist unseren Abonnenten vorbehalten.


    Warum ein Abo? Weil guter Journalismus seinen Preis hat.

    Information mag frei zugänglich sein – aber Journalismus ist kein Selbstläufer. Recherchen, Interviews, Faktenchecks und Einordnungen erfordern Zeit, Expertise und Verantwortung.

    Wer unabhängige, fundierte Berichterstattung will, muss sie ermöglichen. Werbefinanzierung allein reicht nicht – sonst entscheiden Klickzahlen über Inhalte.

    Ein Abonnement ist kein Eintrittsgeld, sondern ein Bekenntnis: zur Qualität, zur Unabhängigkeit und zu einer informierten Öffentlichkeit.

    Information ist frei. Journalismus kostet. Und genau deshalb lohnt sich ein Abo.


    Abo-Light – das Monatsabonnement zum schlanken Preis

    Alle Artikel für 0,50 € pro Woche. Das Abo wird monatlich mit 2 € abgerechnet und ist monatlich kündbar.

    Monatsabonnement buchen…


    Premium-Abo – das Jahresabonnement mit wertvollen Add-Ons

    Alle Artikel für 0,38 € pro Woche. Das Abo wird jährlich mit 20 € abgerechnet und ist jährlich kündbar.

    Das Premium-Jahres-Abo bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    Jahresabonnement buchen…


    Lebenslang – das Premium-Abo für immer

    Für eine einmalige Zahlung für nur 36 €. Unbegrenzter Zugriff – ein Leben lang.

    Das Premium-Abo-Lebenslang bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    „Abo-Lebenslang“ buchen…


     

     

  • 10-Euro-Steuer für Billigimporte: Frankreich zieht die Reißleine bei Mini-Paketen

    10-Euro-Steuer für Billigimporte: Frankreich zieht die Reißleine bei Mini-Paketen

    Was kostet ein T-Shirt aus China? Manchmal weniger als ein belegtes Baguette. Doch damit könnte in Frankreich bald Schluss sein – zumindest, was die Zusatzkosten betrifft. Die Assemblée nationale, Frankreichs parlamentarisches Unterhaus, hat eine Maßnahme in Angriff genommen, die das Shoppingverhalten vieler Französinnen und Franzosen verändern dürfte: eine neue Abgabe auf sogenannte „kleine Pakete“ aus Nicht-EU-Ländern.

    Das Ziel: Die Flut von Billigwaren eindämmen, lokale Händler schützen und ein Signal gegen umweltschädliche Wegwerfware setzen.

    Was steckt hinter der „Mini-Paket“-Steuer?

    Im Zentrum der Diskussion steht ein Segment des Onlinehandels, das bislang steuerlich kaum berührt wurde: Produkte unter 150 Euro, direkt aus Ländern wie China importiert, meist über Plattformen wie Shein, Temu oder AliExpress. Der Trick: Diese Sendungen entgehen häufig der Zollabfertigung und landen nahezu unkontrolliert in französischen Briefkästen.

    Damit soll nun Schluss sein – oder zumindest ein Anfang gemacht werden.

    Geplant ist zunächst eine Abgabe von 2 Euro pro Paket, die ab 2026 gelten könnte. Doch damit geben sich einige Abgeordnete nicht zufrieden: Ein Zusatzantrag fordert stattdessen gleich 10 Euro pro Sendung – ein ordentlicher Aufpreis bei Bestellungen, deren Warenwert oft selbst nur einstellige Beträge beträgt.

    Die Debatte ist eröffnet. Und Frankreich steht bei dieser Entscheidung nicht allein: Auch auf EU-Ebene wird eine Harmonisierung der Besteuerung solcher Importe diskutiert – erste Beschlüsse wurden bereits gefasst.

    Warum überhaupt eine neue Steuer?

    Die Gründe liegen – wie so oft – im Zusammenspiel von Wirtschaft, Umwelt und sozialer Fairness.

    Erstens: Der Onlinehandel mit Billigwaren aus Asien ist in den letzten Jahren regelrecht explodiert. Laut Schätzungen wurden allein 2023 rund 2,3 Milliarden Artikel unter 150 Euro in die EU importiert. Ein beachtlicher Teil davon landet auch in Frankreich. Dabei handelt es sich oft um Mode aus der Ultra-Fast-Fashion-Schiene, Zubehör oder technische Gadgets – günstig, schnell geliefert, aber oft von fragwürdiger Qualität und Herkunft.

    Zweitens: Die derzeitige Steuerpraxis sorgt für ein erhebliches Ungleichgewicht. Während europäische Händler Mehrwertsteuer abführen und unter strengen Auflagen produzieren, gelangen viele Importprodukte nahezu steuerfrei ins Land. Das Ergebnis: Preisverzerrung und ein massiver Wettbewerbsnachteil für den stationären und regionalen Handel.

    Drittens: Die soziale und ökologische Dimension. Billig heißt nicht nur günstig für Konsumenten, sondern häufig auch teuer für Mensch und Umwelt: schlechte Arbeitsbedingungen, hohe Emissionen durch Einzelversand per Luftfracht, Müllberge durch kurzlebige Produkte.

    Kurzum: Die neue Abgabe will einen Preis sichtbar machen, der bislang unsichtbar blieb.

    Zwischen Symbolpolitik und realer Wirkung

    Doch kann eine solche Steuer tatsächlich etwas bewirken – oder bleibt sie bloße Geste?

    Genau hier setzt die Kritik vieler Expert:innen an. Derzeit werden in Frankreich laut einem Bericht lediglich 0,125 Prozent aller Kleinsendungen tatsächlich kontrolliert. Wenn der Zoll gar nicht weiß, was in den Paketen steckt, wie soll dann eine Steuer flächendeckend greifen?

    Noch dazu droht eine Umgehung durch technische Kniffe: Große Plattformen könnten ihre Logistik umstellen und Waren über Zwischenlager in EU-Ländern verschicken – und wären damit aus dem Schneider. Ein echtes Nadelöhr für die Steuerbehörden und ein Risiko für die Glaubwürdigkeit der Maßnahme.

    Dazu kommt: Wenn Frankreich im Alleingang vorprescht, während andere EU-Länder noch zögern, entsteht ein Flickenteppich an Regeln – und das in einem gemeinsamen Binnenmarkt.

    Wer zahlt am Ende?

    Die Maßnahme trifft einen empfindlichen Punkt – vor allem für Menschen mit schmalem Geldbeutel. Viele Kund:innen dieser Plattformen stammen aus Haushalten, die auf günstige Angebote angewiesen sind. Eine zusätzliche Steuer auf jede Bestellung könnte ihre Budgets spürbar belasten. Kritische Stimmen aus dem linken Lager sprechen deshalb von einer „Strafsteuer auf Armut“.

    Gleichzeitig stellt sich eine unbequeme Frage: Wer trägt eigentlich die Verantwortung für den Boom dieser Plattformen? Sind es wirklich nur die Händler – oder auch ein Konsumverhalten, das durch permanente Schnäppchenjagd immer neue Rekorde bricht?

    Die Politik wagt hier einen Spagat: Sie will regulieren, ohne zu verbieten. Steuern, ohne zu bestrafen. Und vor allem: Bewusstsein schaffen, ohne den Zeigefinger zu heben.

    Was bedeutet das konkret?

    Für Verbraucherinnen und Verbraucher in Frankreich könnte das künftig heißen: Wer bei Shein & Co. bestellt, zahlt drauf. Zwei Euro extra pro Paket – vielleicht sogar zehn. Das macht aus einem 5-Euro-Shirt schnell eine 15-Euro-Angelegenheit.

    Für die Plattformen wiederum dürfte sich das Geschäftsmodell verteuern. Möglich, dass sie Alternativen suchen: europäische Lager, gebündelte Lieferungen, höhere Produktpreise. Alles Optionen – mit Nebenwirkungen.

    Und für den französischen Staat? Ein doppelter Gewinn: mehr Einnahmen und ein Statement für faireren Handel. Ob sich das geplante Steueraufkommen von bis zu 500 Millionen Euro jährlich tatsächlich realisieren lässt, hängt aber von der Durchsetzung ab – und davon, ob Europa an einem Strang zieht.

    Ein Weckruf – mehr nicht?

    Der Vorstoß der Nationalversammlung ist mehr als nur eine Fußnote im Steuerrecht. Er ist ein Signal. Ein kleiner Ruck gegen einen gigantischen Trend.

    Aber er wirft auch Fragen auf: Reicht diese Maßnahme aus? Oder braucht es mehr – etwa umfassendere Zollkontrollen, strengere Transparenzpflichten oder bessere Aufklärung für Verbraucher?

    Vielleicht ist es auch einfach an der Zeit, sich zu fragen: Muss wirklich jedes T-Shirt aus der anderen Ecke der Welt kommen?

    Eines ist klar: Diese kleine Steuer hat das Potenzial, eine große Debatte auszulösen – über Konsum, Gerechtigkeit und den Preis, den wir alle zahlen.

    Autor: Andreas M. Brucker

  • Ultra-Fast-Fashion: Der Turbo-Modus der Modeindustrie gerät ins Wanken

    Ultra-Fast-Fashion: Der Turbo-Modus der Modeindustrie gerät ins Wanken

    Es war nur eine Frage der Zeit, bis die Modebranche an ihre eigenen Grenzen stößt. Die Ultra-Fast-Fashion – noch schneller, noch billiger, noch kurzlebiger als die ohnehin schon umstrittene Fast-Fashion – hat in wenigen Jahren den Markt überrollt. Doch jetzt formiert sich der Widerstand. Nicht nur in Frankreich, sondern weltweit.

    10.000 neue Kleidungsstücke – pro Tag. Das ist keine Übertreibung, sondern die Realität bei Plattformen wie Shein oder Temu. Während traditionelle Modemarken mit wenigen Kollektionen pro Saison arbeiten, speisen Ultra-Fast-Fashion-Anbieter täglich eine Flut an neuen Artikeln ins Netz – algorithmisch getrieben, massenhaft produziert, zum Schleuderpreis verkauft.

    Ein System, das auf Geschwindigkeit, Volumen und Wegwerfmentalität beruht – mit fatalen Folgen.

    Billig, schnell, kaputt

    Oxfam France hat es auf den Punkt gebracht: Ultra-Fast-Fashion ist nicht einfach eine beschleunigte Mode – sie ist ein eigenes Geschäftsmodell, das auf permanente Erneuerung, künstlich erzeugte Trends und gezielte Impulskäufe setzt. Die Qualität? Laut Tests ist bei fünf von sechs Kleidungsstücken nach zehn Wäschen Schluss.

    Die Umweltauswirkungen sind massiv: synthetische Materialien, die nicht recycelbar sind, tonnenweise CO₂ durch lange Transportwege, Mikroplastik in den Meeren. Und das ist nur die ökologische Seite.

    Wer zahlt den Preis?

    Die eigentlichen Kosten trägt nicht der Konsument, sondern die Arbeiterinnen in den Textilfabriken. In vielen Fällen ohne Vertrag, mit Hungerlöhnen und Arbeitszeiten jenseits der 70-Stunden-Woche. Der Druck, in kürzester Zeit riesige Mengen zu produzieren, geht auf ihre Gesundheit – und ihre Rechte.

    Gleichzeitig geraten klassische Modehäuser unter Druck. Französische Hersteller sprechen offen von „unlauterem Wettbewerb“. Auch die Secondhand-Branche leidet: Die Spenden nehmen ab, die Qualität der abgegebenen Kleidung sinkt.

    Frankreich setzt ein Zeichen

    Doch jetzt kommt Bewegung in die Sache. Frankreich geht voran – mit einem Gesetz, das dem Wildwuchs der Ultra-Fast-Fashion Einhalt gebieten soll. Der Senat hat im Juni 2025 einen Gesetzesentwurf verabschiedet, der drastische Sanktionen für nicht-konforme Ware vorsieht: bis zu 10 Euro pro Kleidungsstück, bei besonders problematischen Produkten sogar 50 Prozent des Verkaufspreises.

    Ein deutliches Signal – nicht nur an Shein & Co., sondern auch an die Konsumenten.

    Der Widerstand wächst

    Neben der Politik engagieren sich auch zahlreiche Organisationen. Zero Waste France etwa organisiert Protestaktionen zur Eröffnung neuer Filialen, verteilt Informationsmaterial und wirbt für bewussten Konsum. Ihr Credo: weniger kaufen, länger tragen, mehr reparieren.

    Statt Wegwerfmode propagieren sie die Idee der „Slow Fashion“ – also Mode, die mit Bedacht und Qualität statt mit Trends und Tempo punktet.

    Die Hürden auf dem Weg zur Veränderung

    So klar die Forderungen, so komplex die Realität. Denn zwei zentrale Probleme bleiben:

    Erstens: soziale Gerechtigkeit. Für viele Menschen mit kleinem Einkommen ist günstige Kleidung nicht Ausdruck von Konsumlust, sondern schlicht notwendig. Sie zu stigmatisieren, wäre unfair – es braucht also Lösungen, die nachhaltig UND sozial verträglich sind.

    Zweitens: Globalisierung. Solange Plattformen aus dem Ausland über Onlinehandel operieren und billig produzieren lassen, greifen nationale Regelungen nur begrenzt. Es braucht eine internationale Antwort – abgestimmt, durchsetzbar und langfristig.

    Was tun?

    Was also tun als Konsumentin, als Bürger, als Gesellschaft?

    Zunächst: Nicht den perfekten Konsumstil suchen – sondern den besseren. Nicht radikal alles ändern, sondern Schritt für Schritt bewusster entscheiden. Wer Kleidung länger trägt, kauft automatisch weniger. Wer Secondhand kauft oder lokal produziert, unterstützt Alternativen. Und wer sich informiert, bleibt nicht Opfer des Systems, sondern wird Teil der Lösung.

    Denn im Kern geht es hier nicht nur um Mode. Es geht um unser Verhältnis zu Dingen – und zu den Menschen, die sie herstellen. Die Ultra-Fast-Fashion zeigt, wie sehr unser Konsumverhalten außer Kontrolle geraten ist. Aber sie zeigt auch, wie groß das Potenzial für Veränderung ist.

    Eine Frage bleibt am Ende offen: Sind wir bereit, das Tempo rauszunehmen?

    Autor: Andreas M. Brucker

  • Frankreich geht gegen Shein und Temu vor – Neue Regeln für Ultra-Fast Fashion

    Frankreich geht gegen Shein und Temu vor – Neue Regeln für Ultra-Fast Fashion

    Frankreich hat als erstes europäisches Land ein umfassendes Gesetzespaket verabschiedet, das sich explizit gegen das Geschäftsmodell der sogenannten Ultra-Fast Fashion richtet. Mit diesem Schritt positioniert sich die französische Politik an vorderster Front im Kampf gegen die ökologischen und sozialen Schattenseiten eines rasant expandierenden Modemarkts. Am 10. Juni 2025 stimmte der französische Senat einstimmig für eine Gesetzesinitiative, die bereits im Vorjahr von der Nationalversammlung auf den Weg gebracht worden war. Ziel des Gesetzes ist es, Unternehmen wie Shein oder Temu zu regulieren, deren Geschäftsmodell auf extrem kurzen Produktionszyklen, niedrigen Preisen und einer enormen Produktvielfalt beruht. In der Branche bringt kein Anbieter so viele neue Artikel pro Tag auf den Markt wie Shein: Über 7.000 Stück täglich – ein Vielfaches des üblichen Branchenwerts. Regulierungsmaßnahmen mit Signalwirkung Das verabschiedete Gesetz unterscheidet bewusst zwischen Fast Fashion und Ul…

    [wtr-time]

    Der weitere Text ist unseren Abonnenten vorbehalten.


    Warum ein Abo? Weil guter Journalismus seinen Preis hat.

    Information mag frei zugänglich sein – aber Journalismus ist kein Selbstläufer. Recherchen, Interviews, Faktenchecks und Einordnungen erfordern Zeit, Expertise und Verantwortung.

    Wer unabhängige, fundierte Berichterstattung will, muss sie ermöglichen. Werbefinanzierung allein reicht nicht – sonst entscheiden Klickzahlen über Inhalte.

    Ein Abonnement ist kein Eintrittsgeld, sondern ein Bekenntnis: zur Qualität, zur Unabhängigkeit und zu einer informierten Öffentlichkeit.

    Information ist frei. Journalismus kostet. Und genau deshalb lohnt sich ein Abo.


    Abo-Light – das Monatsabonnement zum schlanken Preis

    Alle Artikel für 0,50 € pro Woche. Das Abo wird monatlich mit 2 € abgerechnet und ist monatlich kündbar.

    Monatsabonnement buchen…


    Premium-Abo – das Jahresabonnement mit wertvollen Add-Ons

    Alle Artikel für 0,38 € pro Woche. Das Abo wird jährlich mit 20 € abgerechnet und ist jährlich kündbar.

    Das Premium-Jahres-Abo bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    Jahresabonnement buchen…


    Lebenslang – das Premium-Abo für immer

    Für eine einmalige Zahlung für nur 36 €. Unbegrenzter Zugriff – ein Leben lang.

    Das Premium-Abo-Lebenslang bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    „Abo-Lebenslang“ buchen…


     

     

  • Frankreich gegen Fast Fashion: Wie der Senat den Textil-Giganten auf die Finger schaut

    Frankreich gegen Fast Fashion: Wie der Senat den Textil-Giganten auf die Finger schaut

    In Paris geht es gerade heiß her – zumindest politisch. Der französische Senat diskutiert über ein Gesetz, das die Modewelt verändern könnte. Zielscheibe: Die Fast-Fashion-Industrie. Genauer gesagt: ihre rasant wachsenden chinesischen Player wie Shein und Temu, die mit täglichen Neuheiten und Billigpreisen das Internet fluten. Aber wie weit reicht dieser Gesetzentwurf wirklich? Was ist Fast Fashion überhaupt? Erstmals will Frankreich den Begriff „Fast Fashion“ gesetzlich definieren – und das gleich mit mehreren Haken: hohe Produktionsmengen, ständige Kollektionserneuerungen, kaum Anreize zur Reparatur und Kleidung mit eingebautem Verfallsdatum. Das trifft ins Mark der Strategie von Plattformen wie Shein, die mit Tausenden neuen Artikeln pro Tag genau dieses Modell perfektioniert haben. Die Idee: Wer so produziert, schädigt nicht nur die Umwelt, sondern auch faire Arbeitsbedingungen weltweit. Und deshalb soll dieser Wahnsinn gestoppt – oder wenigstens gebremst – werden. Der Gesetzesvors…

    [wtr-time]

    Der weitere Text ist unseren Abonnenten vorbehalten.


    Warum ein Abo? Weil guter Journalismus seinen Preis hat.

    Information mag frei zugänglich sein – aber Journalismus ist kein Selbstläufer. Recherchen, Interviews, Faktenchecks und Einordnungen erfordern Zeit, Expertise und Verantwortung.

    Wer unabhängige, fundierte Berichterstattung will, muss sie ermöglichen. Werbefinanzierung allein reicht nicht – sonst entscheiden Klickzahlen über Inhalte.

    Ein Abonnement ist kein Eintrittsgeld, sondern ein Bekenntnis: zur Qualität, zur Unabhängigkeit und zu einer informierten Öffentlichkeit.

    Information ist frei. Journalismus kostet. Und genau deshalb lohnt sich ein Abo.


    Abo-Light – das Monatsabonnement zum schlanken Preis

    Alle Artikel für 0,50 € pro Woche. Das Abo wird monatlich mit 2 € abgerechnet und ist monatlich kündbar.

    Monatsabonnement buchen…


    Premium-Abo – das Jahresabonnement mit wertvollen Add-Ons

    Alle Artikel für 0,38 € pro Woche. Das Abo wird jährlich mit 20 € abgerechnet und ist jährlich kündbar.

    Das Premium-Jahres-Abo bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    Jahresabonnement buchen…


    Lebenslang – das Premium-Abo für immer

    Für eine einmalige Zahlung für nur 36 €. Unbegrenzter Zugriff – ein Leben lang.

    Das Premium-Abo-Lebenslang bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    „Abo-Lebenslang“ buchen…


     

     

  • Fast Fashion aus Fernost: Droht nun das Aus für Billigimporte?

    Fast Fashion aus Fernost: Droht nun das Aus für Billigimporte?

    Der französische Markt wird derzeit von einer Welle günstiger Kleinstsendungen aus China überschwemmt. Plattformen wie Shein, Temu und AliExpress bringen jeden Tag Tausende Pakete ins Land – meist unterhalb der Zollfreigrenze von 150 Euro. Diese Entwicklung ruft nicht nur heimische Einzelhändler auf den Plan, sondern auch die Politik. Doch was steckt hinter dem Vorstoß, diese kleinen Pakete zu besteuern? Billigmode auf Kosten der Fairness Yann Rivoallan, Präsident der Fédération française du prêt-à-porter féminin (FFPAPF), bringt es auf den Punkt: „Das ist nur Show.“ Er meint die Pläne, kleine Warensendungen aus China zu besteuern. Seiner Meinung nach wird dies kaum etwas ändern, solange Anbieter wie Shein weiterhin in der Lage sind, ihre Waren zu Spottpreisen auf den europäischen Markt zu schleusen. Für ihn ist das Ganze ein reines Feigenblatt. Rivoallan geht noch weiter: Er kritisiert nicht nur die ökonomischen Folgen dieser Importe, sondern auch die sozialen und ökologischen – von d…

    [wtr-time]

    Der weitere Text ist unseren Abonnenten vorbehalten.


    Warum ein Abo? Weil guter Journalismus seinen Preis hat.

    Information mag frei zugänglich sein – aber Journalismus ist kein Selbstläufer. Recherchen, Interviews, Faktenchecks und Einordnungen erfordern Zeit, Expertise und Verantwortung.

    Wer unabhängige, fundierte Berichterstattung will, muss sie ermöglichen. Werbefinanzierung allein reicht nicht – sonst entscheiden Klickzahlen über Inhalte.

    Ein Abonnement ist kein Eintrittsgeld, sondern ein Bekenntnis: zur Qualität, zur Unabhängigkeit und zu einer informierten Öffentlichkeit.

    Information ist frei. Journalismus kostet. Und genau deshalb lohnt sich ein Abo.


    Abo-Light – das Monatsabonnement zum schlanken Preis

    Alle Artikel für 0,50 € pro Woche. Das Abo wird monatlich mit 2 € abgerechnet und ist monatlich kündbar.

    Monatsabonnement buchen…


    Premium-Abo – das Jahresabonnement mit wertvollen Add-Ons

    Alle Artikel für 0,38 € pro Woche. Das Abo wird jährlich mit 20 € abgerechnet und ist jährlich kündbar.

    Das Premium-Jahres-Abo bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    Jahresabonnement buchen…


    Lebenslang – das Premium-Abo für immer

    Für eine einmalige Zahlung für nur 36 €. Unbegrenzter Zugriff – ein Leben lang.

    Das Premium-Abo-Lebenslang bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    „Abo-Lebenslang“ buchen…


     

     

  • 95% der auf der chinesischen Plattform Temu verkauften Spielzeuge sind gefährlich für Kinder

    95% der auf der chinesischen Plattform Temu verkauften Spielzeuge sind gefährlich für Kinder

    Der Französische Verband der Spielzeugindustrie meldet: „Die Spielzeuge können zu Schnittverletzungen, Blockierung der Atemwege, Erstickung, Strangulation, Perforation und chemischen Risiken führen“.

    „95% der Spielzeuge“, die auf der Plattform Temu getestet wurden, „entsprechen nicht den europäischen Sicherheitsvorschriften“, warnt der französische Verband der Spielzeug- und Kinderpflegeindustrie (FJP) in einem kürzlich veröffentlichten Bericht. Temu ist eine chinesische E-Commerce-Anwendung, die es Verbrauchern ermöglicht, Produkte zu unschlagbar günstigen Preisen zu kaufen.

    Ende 2023 kaufte der Europäische Verband der Spielzeugindustrie 19 Spielzeuge auf der Plattform Temu. Anschließend wurden diese an „ein unabhängiges und akkreditiertes europäisches Testlabor zur Bewertung nach den Europäischen Sicherheitsstandards für Spielzeug“ geschickt. Und das Ergebnis war, dass von diesen 19 Spielzeugen „keines den EU-Vorschriften entsprach und 18 ein echtes Sicherheitsrisiko für Kinder darstellten“.

    Die Vizepräsidentin der FJP, Julie Chaboud, erwähnte am vergangenen Donnerstag im Gespräch mit dem Sender France Inter das Beispiel eines Spielzeugs aus einem „Ring mit kleinen Bändern in Regenbogenfarben“. Sie erklärt, dass „spitze Metallteile aus dem Spielzeug herausragen“ und somit „potenziell das Kind schneiden“ können. Einige Teile könnten sich auch lösen und vom Kind verschluckt werden“. Julie Chaboud kritisiert, dass „solche Produkte nicht kontrolliert werden, weil sie direkt vom chinesischen Hersteller an die französischen Verbraucher versandt werden“. Dies verhindert ihrer Meinung nach jede Überprüfung der „Konformität dieser Produkte“.

    Nach diesen Ergebnissen hat Temu mitgeteilt, dass man Maßnahmen ergriffen habe, um diese Spielzeuge auf der Plattform nicht mehr verfügbar zu machen. Der Europäische Verband der Spielzeugindustrie begrüßt diese „Reaktionsfähigkeit“, ist jedoch der Ansicht, dass diese Korrekturmaßnahmen nicht ausreichen. „Für jedes gefährliche Spielzeug, das auf der Plattform identifiziert wird, gibt es unzählige andere, die nicht entdeckt werden und sich irgendwann in den Händen von Verbrauchern in der gesamten EU befinden“, kritisiert er in einer Erklärung.

    Angesichts dieser Tatsache fordern der europäische und der französische Spielzeugverband die Behörden auf, hart gegen skrupellose Händler außerhalb der Europäischen Union vorzugehen, die sich über die hier geltenden Regeln hinwegsetzen und gefährliches Spielzeug nach Europa verkaufen. Der französische Verband prangert ein „rechtliches Vakuum“ an und fordert europäische Rechtsvorschriften, „die sowohl zum Schutz der Kinder als auch dazu geeignet sind, seriösen und renommierten Spielzeugunternehmen zu ermöglichen, in einem fairen Wettbewerbsumfeld zu arbeiten“.