Schlagwort: Sturmschäden

  • Sturmwind: 75.000 Haushalte in Westfrankreich ohne Strom

    Sturmwind: 75.000 Haushalte in Westfrankreich ohne Strom

    Zehntausende Menschen sind im Westen Frankreichs aufgrund starker Winde ohne Strom. Auch der Zugverkehr ist stark beeinträchtigt. Der Sturm Gérard fegt seit Sonntagabend über den Norden und Westen Frankreichs mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 140 km/h hinweg.

    Etwa 75.000 Haushalte waren am Montagmorgen, 16. Januar, vor allem in der Normandie, der Bretagne und den Pays de la Loire ohne Strom, wie der Netzbetreiber Enedis mitteilte.

    Der Sturm Gérard fegt seit Sonntagabend mit besonders starken Winden über den Norden und Westen Frankreichs hinweg. „Der Sturm, der immer noch andauert, ist besonders intensiv mit Windgeschwindigkeiten von deutlich über 110 km/h“, schreibt Enedis in einer Erklärung.

    Laut Météo France erreichte der Wind an der Pointe du Raz im Finistère bis zu 158 km/h. Da sich der Sturm auf die Île-de-France zubewegt, verhängte der Wetterdienst am Montag für die gesamte Region mit Ausnahme des Departements Val-d’Oise sowie für die Departements Loiret, Yonne, Aube und Marne die Warnstufe Orange.

    Die Warnstufe Orange wurde auch für die Departements Finistère, Morbihan, Indre-et-Loire, Indre, Loir-et-Cher, Maine-et-Loire und Cher aufgehoben und für die Departements Mayenne und Sarthe aufrechterhalten.

    Die SNCF berichtet von Verkehrsbehinderungen aufgrund von auf die Gleise gefallenen Bäumen, insbesondere in den Regionen Pays de la Loire, Île-de-France und Normandie, wo einige Züge heute Morgen gar nicht erst abgefahren sind.

    Der Zugverkehr ist vor allem auf der Verbindungsstrecke zwischen La Rochelle, La Roche-sur-Yon, Nantes, Rennes und Saint-Malo sowie um Le Havre herum beeinträchtigt. Auch zwischen Rennes und Saint-Malo ist der Verkehr aufgrund eines umgestürzten Baumes unterbrochen.

    Böen mit bis zu 140 km/h an den Küsten.

    der Sturm wird bis zum Nachmittag von der Normandie in den Süden der Ile-de-France und den Norden von Centre-Val-de-Loire und dann in den äußersten Westen der Regionen Grand-Est und Bourgogne-Franche Comté ziehen.

    Die stärksten Böen werden laut Météo-France im Westen der Normandie zu beobachten sein, mit bis zu 140 km/h an den Küsten und 100-110 km/h im Landesinneren, manchmal sogar mehr.

    Die Behörden rufen die Bevölkerung auf, niemals heruntergefallene Stromleitungen oder Gegenstände, die mit Leitungen in Berührung kommen, anzufassen und Probleme unter der Telefonnummer 09 726 750 gefolgt von den beiden Ziffern des betroffenen Departements zu melden.

  • Unwetter: Tornado trifft Saint-Sulpice-La-Forêt in der Bretagne

    Unwetter: Tornado trifft Saint-Sulpice-La-Forêt in der Bretagne

    Im Departement Ille-et-Vilaine verursachten stürmische Winde am Sonntag große Schäden.

    Am Sonntag, dem 8. Januar, fegten heftige Winde über die Bretagne. Dächer wurden heruntergerissen und ein Teil des Dachstuhls einer denkmalgeschützten Scheune wurde vom Wind weggerissen. Einige Bewohner mussten das Dach ihres Hauses in aller Eile notdürftig reparieren, um einigermassen geschützt schlafen zu können. Ein Tornado zog über die Gemeinde Saint-Sulpice-La-Forêt (Ille-et-Vilaine) hinweg. „Draußen bewegte sich alles, es gab einen großen Krach“, schildert eine Anwohnerin auf dem Sender France 2.

    Seit Montagmorgen sind die Gemeindearbeiter vor Ort, um aufzuräumen und mit Kettensägen Bäume zu fällen, die umzustürzen drohen. Einige Meter weiter muss ein aufgerissenes Wohnhaus abgesichert werden. „Es geht so schnell und es ist so unberechenbar“, kommentiert die Besitzerin schockiert. Glücklicherweise sind keine Verletzten zu beklagen. Der Schaden ist nur materiell. Der Bürgermeister von Saint-Sulpice-La-Forêt wird in den nächsten Stunden bei den Behörden die Anerkennung des Status der Naturkatastrophe beantragen.

  • Wintersturm in den USA: Mindestens 32 Tote und Zehntausende Haushalte ohne Strom

    Wintersturm in den USA: Mindestens 32 Tote und Zehntausende Haushalte ohne Strom

    Ein Wintersturm, der eisige Winde mit sich führte und seit Tagen über das Zentrum und den Osten der USA fegt, forderte bereits mehr als 30 Todesopfer und ließ Zehntausende Amerikaner am Weihnachtstag ohne Strom in kalten Wohnungen frieren.

    „Das ist nicht das Weihnachten, das wir uns vorgestellt haben“: Ein Wintersturm mit eisigen Winden fegt schon seit Tagen über das Zentrum und den Osten der Vereinigten Staaten und hat schon mehr als 30 Menschenleben gefordert. Zehntausende Amerikaner sassen am Weihnachtstag ohne Strom in kalten Wohnungen.

    Zweiunddreißig Todesfälle wurden in neun Bundesstaaten bestätigt, darunter allein 13 in Erie County im Bundesstaat New York, zu dem auch die Stadt Buffalo gehört, wo die Schneehaufen inzwischen stellenweise bis zu drei Meter hoch sind. Einige Opfer wurden in ihren Autos gefunden, andere auf der Straße inmitten der Schneemassen.

    „Menschen sitzen seit über zwei Tagen in ihren Autos fest“
    Seit Mittwochabend werden die USA von diesem ungewöhnlich starken Wintersturm heimgesucht, dessen polare Winde vor allem in der Region der Great Lakes (Großen Seen) zu starken Schneefällen führten. „Es gibt Menschen, die seit mehr als zwei Tagen in ihren Autos festsitzen und andere in ihren Häusern mit frostigen Temperaturen“, berichtet Mark Poloncarz, ein Verwaltungsbeamter des Landkreises Erie County. Er befürchtet, dass es bald weitere Todesfälle in seinem County geben könnte.

    Trotz Fahrverbot sassen Hunderte von Menschen in ihren Fahrzeugen fest. Die Rettungskräfte gingen am Sonntag von Auto zu Auto, um zu sehen, „ob sie Leichen finden“, beschreibt Mark Poloncarz die Situation auf CNN.

    „Das ist eine große Krise“, sagt die Gouverneurin des Bundesstaates New York Kathy Hochul, selbst eine gebürtige Buffaloerin. „Ich habe alle großen Winterstürme der letzten 60 Jahre erlebt. Das hier ist der schlimmste.“

    Mehr als 48.000 Haushalte waren am Sonntag an der Ostküste der USA ohne Strom. Das Unwetter hatte laut der Website Poweroutage.us ursprünglich rund 150.000 Haushalte von der Stromversorgung abgeschnitten.

    Mehr als 3.000 Flüge wurden am Sonntag gestrichen, zusätzlich zu den etwa 3.500 am Samstag und weiteren 6.000 am Freitag, wie die Webseite Flightaware.com berichtete.

    In Städten, wie Denver oder Chicago, wurden Notunterkünfte eröffnet, um Bedürftige aufzunehmen, damit sie sich aufwärmen können und vor Unterkühlung geschützt sind.

    Kanada ebenfalls betroffen
    Der Wintersturm betraf auch Kanada, wo ein Busunfall auf einer vereisten Straße in British Columbia nach Angaben der Behörden mindestens vier Todesopfer und Dutzende Verletzte forderte. Mehr als 150.000 Menschen waren auch i9n Kanada ohne Strom, vor allem in den Provinzen Ontario und Quebec. Zudem mussten alle Züge von Toronto nach Ottawa und Montreal am Weihnachtstag nach der Entgleisung eines Zuges eingestellt werden, wie die kanadische Eisenbahngesellschaft mitteilte.

    Laut dem National Weather Service der USA sollen die Temperaturen „bis Mitte nächster Woche auf jahreszeitlich normale Werte“ zurückgehen.

    https://twitter.com/NWXweather/status/1605993104804151296
  • Das Departement Gers wird von Sturm schwer getroffen

    Das Departement Gers wird von Sturm schwer getroffen

    Entwurzelte Bäume, weggewehte Dächer und mehrere beschädigte Häuser: Das ist die traurige Bilanz nach einem Ministurm, der am Freitag, dem 4. November, über den Norden des Departements Gers hinwegzog.

    Es war ein sehr lokaler aber zerstörerischer Sturm, der den Norden des Departements Gers am Freitagnachmittag, dem 4. November, heimsuchte. Starke Windböen, begleitet von sintflutartigen Regenfällen, gingen in einem schmalen Korridor zwischen Mouchan und Valence-sur-Baïse und in Preignan nieder. Einige Augenzeugen berichten sogar von einem Mini-Tornado, der gegen 12 Uhr über die Gemeinde Mouchan hinwegfegte. Dutzende Bäume wurden in der Gegend entwurzelt. Scheunen und einige Nebengebäude drohten einzustürzen. Mehrere Gemeindestraßen wurden aus Sicherheitsgründen für den Verkehr gesperrt.

    Die Feuerwehr des Departements Gers musste etwa 15 Einsätze durchführen, um Häuser zu schützen, deren Dächer weggeweht wurden, und um umgestürzte Telefon- und Strommasten zu beseitigen. Glücklicherweise gab es keine Verletzten. Ein Teil des Dorfes Mouchan war jedoch einige Stunden lang ohne Strom.

    Laut EDF wurde etwa ein Kilometer Stromleitung durch die Sturmböen abgerissen.

    Neben der Gemeinde Mouchan waren auch die Gemeinde Mansencôme und ein Teil von Valence-sur-Baïse betroffen. Die Einsätze der Rettungskräfte dauerten den ganzen Nachmittag.

  • Klimakatastrophen: Werden die Versicherungsprämien in die Höhe schnellen?

    Klimakatastrophen: Werden die Versicherungsprämien in die Höhe schnellen?

    Die Zunahme von Unwettern könnte in Frankreich durchaus zu einer Erhöhung der Tarife für Auto- und Hausratversicherungen führen. Die Regierung bittet die Versicherer nun darum, Rücksicht auf die Kaufkraft der Franzosen zu nehmen.

    Das Auto trägt die Spuren der Gewitternacht von Dienstag, dem 21. Juni, auf Mittwoch, den 22. Juni, in Saint-Léger-le-Petit (Cher). Die Karosserie hat den Hagelsturm mit voller Wucht abbekommen. Der Besitzer hatte sein Fahrzeug erst vor einem Monat gekauft. Er hofft nun, dass er sich auf seinen Versicherer verlassen kann. Den Versicherungen zufolge wird es immer teurer werden, solche Schäden zu decken. In den letzten zehn Jahren sind die Tarife in die Höhe geschnellt.

    Versicherer könnten sich weigern, solche Risiken zu decken.
    „Die Prämien für Wohngebäude betrugen 2012 durchschnittlich 218 Euro. Im Jahr 2022 werden sie durchschnittlich 270 Euro betragen, was einem Anstieg von etwa 25% in den letzten zehn Jahren entspricht“, erklärt Delphine Bardou, stellvertretende Generaldirektorin von Réassurez-moi auf dem Sender France 3. Grund dafür sind vor allem Überschwemmungen, Dürren und Stürme, die immer häufiger auftreten. Und das dürfte sich in naher Zukunft noch verstärken und die Rechnung für die Versicherungen noch höher ausfallen lassen. Die Schäden summierten sich zwischen 1989 und 2019 auf 74 Milliarden Euro. Dieser Betrag dürfte sich in den nächsten 30 Jahren fast verdoppeln. Laut Raphaël Vullierme, Generaldirektor der Versicherung LUKO, könnten einige Versicherer in bestimmten Regionen, die anfälliger für klimatische Unwägbarkeiten sind, die Deckung der Risiken vollständig verweigern oder sehr hohe Preise verlangen. Am Donnerstag, dem 23. Mai, wird das Wirtschaftsministerium die Versicherer empfangen. Ziel ist es, die Kaufkraft der Franzosen zu erhalten, indem versucht wird, den Preisanstieg zu begrenzen.

  • Versicherer: Die Unwetter vom 2. bis 5. Juni werden 940 Millionen Euro kosten

    Versicherer: Die Unwetter vom 2. bis 5. Juni werden 940 Millionen Euro kosten

    Die Unwetter zwischen dem 2. und 5. Juni, die in mehreren Regionen Frankreichs grosse Schäden verursachten, werden voraussichtlich 940 Millionen Euro kosten. Dies geht aus einer ersten Schätzung hervor, die der Branchenverband der Versicherer am Mittwoch veröffentlichte.

    Es war die zweite Welle schwerer Unwetter nach derjenigen zwischen dem 20. und 23. Mai, bei der die Schäden auf 323 Millionen Euro geschätzt wurden. Die Gesamtschäden werden nun auf über 1,2 Milliarden Euro in zwei Wochen geschätzt.

    Die Zahlen umfassen Schäden an Häusern (410 Mio. Euro), Autos (370 Mio. Euro), gewerblichen Gütern (90 Mio. Euro) und landwirtschaftlichen Gütern, darunter zerstörte Ernten (70 Mio. Euro), so France Assureurs in der Pressemitteilung.

    Am 12. Juni wurde mehreren Gemeinden im Zentralmassiv, in der Region Ile-de-France und im Südwesten Frankreichs, die durch Überschwemmungen, Hagel oder Schlammlawinen geschädigt wurden, der Status der Naturkatastrophe zuerkannt. Insgesamt waren 65 Departements von den Unwettern betroffen, die einen Toten und 15 Verletzte gefordert hatten.

  • Video: Tornado rast durch die Normandie

    Video: Tornado rast durch die Normandie

    Während der heftigen Stürme und Gewitter am Samstag, dem 4. Juni, wurde die Normandie von einem Tornado heimgesucht. Etwa 100 Häuser wurden beschädigt.

    Die Gemeinde Criquebeuf-sur-Seine (Eure) wurde von einem heftigen und in der Region sehr seltenem Phänomen heimgesucht: einem Tornado. Dieser beschädigte am Samstag, 4. Juni, rund 100 Häuser und verletzte zwei Personen leicht. „Es war ein Hagelvorhang, man konnte überhaupt nichts sehen, es war riesig. So etwas habe ich noch nie gesehen“, berichtete die Geschädigte Dominique Malas auf dem Sender France 2. Der Wind riss nicht nur Äste von den Bäumen, sondern auch Blechteile von Häusern und Dächern ab.

    Unternehmen erleidet Schäden in Höhe von mehr als drei Millionen Euro
    600 m2 Dachfläche eines Unternehmens wurden weggerissen. Die gelagerten Waren sind vom Wasser beschädigt und können nicht mehr verkauft werden. „Solange der Gutachter nicht da war, dürfen wir die Paletten nicht bewegen“, sagt Youssef Gouda, kaufmännischer Leiter von LT Distribution Europe gegenüber France 2. Auch die Lastwagen des Unternehmens sind nicht mehr einsatzfähig. „Die Reparaturkosten werden höher sein als der Wert, es ist alles nichts mehr wert“, verzweifelt der Geschäftsführer, dessen Unternehmen einen Schaden von mehr als drei Millionen Euro verzeichnet.