Schlagwort: Sturm Domingos

  • Sturm Domingos: Überschwemmungen auf Korsika

    Sturm Domingos: Überschwemmungen auf Korsika

    Korsika wurde in den vergangenen Tagen von zwei heftigen Stürmen, Ciaran und Domingos, heimgesucht. Unter anderem wurde in Corte eine Brücke von den Wassermassen weggerissen.

    Von der Brücke in Corte (Haute-Corse) ist nichts mehr übrig. Um den Fluss zu überqueren, müssen sich die Rettungskräfte an ein Seilen über das Wasser hangeln. In der vergangenen Nacht trat der Fluss wegen des Starkregens, den der Sturm Domingos nach Korsika brachte, über die Ufer und riss diesen einzigen Zugang zu dem Stadtteil von Corte mit sich. 20 Menschen leben dort und müssen sich nun mühsam einen Weg nach draußen bahnen. Ein paar Kilometer weiter trat ein anderer Fluss über die Ufer und überflutete mehrere Häuser, die nun als unbewohnbar gelten.

    Straßen wurden weggespült
    „Wir wurden gewarnt, dass wir vorsichtig sein müssen, aber wir haben nicht damit gerechnet, in so einem Disaster aufzuwachen“, sagt ein Bewohner auf dem Sender France 2. Nur zwei Tage zuvor waren bereits einige Straßen vom Sturm Ciaran komplett weggerissen worden, was die Böden in der Umgebung schwächte, die mit dem Durchzug des Sturms Domingos nun auch nachgegeben haben. „Es sieht aus wie auf dem Mond – eine Apokalypse“, so ein Viehzüchter. Bagger sind im Einsatz, um zu versuchen, die Straßen so schnell wie möglich wieder zu öffnen und befahrbar zu machen.

  • 10 St. Verspätung: 500 Passagiere sitzen wegen Sturm Domingos die ganze Nacht im Zug Paris-Toulouse fest

    10 St. Verspätung: 500 Passagiere sitzen wegen Sturm Domingos die ganze Nacht im Zug Paris-Toulouse fest

    Wegen eines auf die Gleise gestürzten Baumes saßen von Samstag auf Sonntag, den 5. November, 500 Passagiere die Nacht über im Zug Paris-Toulouse fest.

    Am Sonntag, dem 5. November, gegen 2 Uhr morgens, blieb der letzte Zug, der von Paris nach Toulouse fuhr, in der Corrèze abrupt auf offener Strecke stehen. Der Sturm Domingos hatte einen Baum auf die Schienen stürzen lassen, wodurch der Zug nicht weiterfahren konnte, berichtet der Sender France Bleu.

    Deswegen waren 500 Passagiere gezwungen, die Nacht im Zug zu verbringen. Erst gegen 8.30 Uhr konnten die Gleise wieder freigemacht werden und der Zug konnte weiterfahren, „mit fast zehn Stunden Verspätung“, wie der Sender France Bleu berichtet.

    Auch am Bahnhof von Brive-la-Gaillarde warteten viele Passagiere die ganze Nacht auf eben diesen Zug. „Zuerst warteten wir im Freien oder im Bahnhof auf den Zug, dann auf dem Bahnsteig, schließlich stiegen wir in einen Waggon, um uns aufzuwärmen, denn es regnete und es war nur 10 Grad warm und windig. Um 4 Uhr morgens haben sie endlich die Heizung angemacht“, berichtete eine junge Frau dem Sender France Bleu.

  • Sturm Domingos: 12 Departements noch in Alarmstufe Orange – Stromausfälle gemeldet

    Sturm Domingos: 12 Departements noch in Alarmstufe Orange – Stromausfälle gemeldet

    Nach dem Durchzug des Sturms Domingos herrscht in zwölf französischen Departements noch immer die Warnstufe Orange für Hochwasser und Überflutung. Es wurden auch Stromausfälle gemeldet, insbesondere in der Gironde.

    Zwei Tage nach Ciaran zog am Samstag ein neuer Sturm mit dem Namen Domingos über das bereits von Unwettern geplagte Frankreich hinweg, was erneut zu Stromausfällen führte. In 12 Departements im ganzen Land herrschte die Alarmstufe Orange.

    Am Sonntagmorgen beendete Météo-France jedoch die Warnstufe Orange für Wind und Überflutungen an der Atlantikküste. „Das Wetter bleibt unruhig mit häufigen Schauern“ , aber „die begleitenden Böen sind weniger stark“, schrieben die Meteorologen in ihrem letzten Wetter-Bulletin, das am Sonntag um 06:00 Uhr veröffentlicht wurde.

    22.800 Haushalte ohne Strom in der Gironde
    In der Nacht von Samstag auf Sonntag, kurz nach Mitternacht, hatten 22.800 Haushalte in der Gironde keinen Strom, wie der Präfekt der Region Nouvelle-Aquitaine und der Region Gironde auf X veröffentlichte. Im Departement Vienne waren am frühen Sonntag etwa 3.000 Haushalte ohne Strom.

    Sturm Domingos ist laut Météo-France auf den ersten Blick „weniger stark“ als sein Vorgänger Ciaran, der in Frankreich mindestens zwei Todesopfer und 47 Verletzte gefordert hatte, ausgefallen. Die Reparaturen des Stromnetzes werden allerdings durch die starken Winde erschwer, die immer noch über weite Teile Frankreichs hinwegziehen.

    Windgeschwindigkeiten von bis zu 152 km/h in Lège-Cap-Ferret.
    Nach den Rekordwinden von Ciaran am Mittwoch und Donnerstag mit bis zu 207 km/h auf der Pointe du Raz (Finistère) registrierte Météo-France am Samstagabend Windgeschwindigkeiten von 152 km/h in Lège-Cap-Ferret (Gironde), 144 km/h in Cognac (Charente), 138 km/h in Rochefort (Charente-Maritime) oder 136 km/h in Niort.

    Eine Person wird in La Rochelle durch einen umstürzenden Baum verletzt.
    In La Rochelle (Charente-Maritime) wurde nach Angaben des Bürgermeisters Jean-François Fountaine eine Person durch einen umstürzenden Baum leicht verletzt. Die Stadt habe in der Nacht „etwa 30 Mitarbeiter mobilisiert“, „um mögliche Überläufe des Regenwassersystems zu bewältigen und umgestürzte Bäume und herabgefallene Äste zu beseitigen“.

    Aufgrund der hohen Wellen galt am Sonntagmorgen in den Departements Bouches-du-Rhône, Var, Alpes-Maritimes und Corse du Sud weiterhin die Warnstufe Orange für Wellen und Überflutungen. Die Warnstufe Orange für Hochwasser wurde außerdem für die Regionen Corrèze, Dordogne, Charente, Charente-Maritime, Deux-Sèvres, Vienne, Pas-de-Calais und Korsika ausgerufen.

  • Sturm Domingos: Starke Winde und heftige Regenfälle – neuer Sturm trifft Südwesten Frankreichs

    Sturm Domingos: Starke Winde und heftige Regenfälle – neuer Sturm trifft Südwesten Frankreichs

    Nach dem Sturm Ciaran wird am kommenden Wochenende ein neues Tiefdruckgebiet mit dem Namen Domingos auf den Südwesten Frankreichs treffen. Météo-France warnt vor starken Windböen an der Küste der Aquitaine, und vor Überschwemmungen im Landesinneren.

    In Frankreich hat man sich gerade erst von Sturm Ciaran erholt, da zieht am Wochenende des 4. und 5. November das Sturmtief Domingos auf. Météo-France beruhigt zwar und sagt voraus, dass dieses neue Sturmtief „viel weniger“ stark sein wird als Ciaran, erwartet aber trotzdem „starke Böen an der Atlantikküste“ und „mögliche Überschwemmungen im Landesinneren“.

    „Wir verfolgen das Tief Domingos, das Frankreich am Samstag von Westen her erreichen sollte, mit Schwerpunkt in der Vendée und der Loire-Atlantique einerseits und den Küstenregionen am Ärmelkanal andererseits. Mit einer Aktivität weit unterhalb von Ciaran, aber dennoch mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 100km/h im Landesinneren“, meldete Météo-France in einem Lagebericht am Donnerstag, dem 2. November.

    „An der Atlantikküste werden anhaltende Winde, ergiebige Regenfälle und auch hohe Wellen erwartet“, sagte der Meteorologe François Gourand bei einer Pressekonferenz. Der Wetterdienst rechnet vor allem mit starken Windböen, die in der Aquitaine die 100 km/h-Marke überschreiten können. Die Rekordwerte, die am Donnerstag an der bretonischen Küste mit örtlichen Spitzenwerten von über 200 km/h gemessen wurden, bleiben jedoch unerreicht. Der Süden der Landes wird voraussichtlich insbesondere von starken Regenfällen betroffen sein.

    Aus diesen Gründen wurden bereits am Donnerstagabend mehrere Departements im Südwesten in Alarmbereitschaft versetzt: Gironde und Landes wegen starker Winde, Pyrénées-Orientales und Landes für Regen und Überschwemmungen.

    Die Küste von Aquitanien könnte auch durch „Submersionswellen“ bedroht werden, massiven Wellen, die vor der Küste entstehen können, wenn die Flut hoch und von starken Winden begleitet wird. „Auch wenn die Gezeitenkoeffizienten niedrig sind, wird man die Verstärkung des Seegangs bei Flut am Sonntagmorgen an der aquitanischen Küste beobachten“, so Météo-France.