Schlagwort: Sturm Ciaran

  • Ein Jahr nach dem Sturm Ciaran: Hoffnung auf die Rückkehr des Waldes in der Bretagne

    Ein Jahr nach dem Sturm Ciaran: Hoffnung auf die Rückkehr des Waldes in der Bretagne

    Vor einem Jahr traf die Bretagne ein Unwetter historischen Ausmaßes – die Sturmfront Ciaran. Mit Böen bis zu 200 Stundenkilometern riss der Sturm alles nieder, was sich ihm in den Weg stellte: ganze Wälder wurden entwurzelt und hinterließen ein Bild der Verwüstung. Nun, ein Jahr später, zeigt sich die Natur langsam wieder von ihrer zähen Seite. Zwischen den gefallenen Ästen und aufgeschichteten Baumstümpfen sprießen neue Triebe – doch die Wiederherstellung der Landschaften wird Jahrzehnte dauern.

    „Eine schreckliche Nacht“

    Für Marie-Thé und René-Pierre, ein älteres Paar, das in Finistère am Rande der Huelgoat-Wälder lebt, ist der Abend des Sturms immer noch präsent. Der Wald war für sie ein Zufluchtsort mit besonderen Felsen und uralten Bäumen, ein Ort voller Magie. „Als wir am Morgen nach Ciaran hinausgingen, war ich den Tränen nah“, erzählt René-Pierre, während seine Frau hinzufügt: „Überall lagen Äste, und unser wunderschöner Wald war am Boden – die Bäume standen einfach nicht mehr.“

    Doch so verheerend der Anblick auch war, ein kleiner Hoffnungsschimmer tut sich auf. An vielen Stellen schieben sich bereits erste junge Triebe aus der Erde, wie Pascal Gauthier vom französischen Forstamt ONF bestätigt. „Man sieht hier und da fünf bis zehn Zentimeter hohe Keimlinge. Wir haben kleine Zypressen, Birken, Kiefern und Douglasien – ein hoffnungsvoller Anblick.“

    Die Natur kämpft sich zurück – aber mit Hindernissen

    Die Wiederkehr des Waldes verläuft jedoch nicht reibungslos. Eine besondere Herausforderung stellt das Wild dar, das sich die zarten Triebe gern als Mahlzeit genehmigt. „Wenn die Rehe nicht alles abfressen, könnte dies tatsächlich die Zukunft unserer Wälder sein“, meint Pascal Gauthier. Seine Hoffnung liegt dabei auf der Fähigkeit der Natur, sich selbst zu erneuern, zumindest in einem bestimmten Rahmen.

    Das Forstamt unterstützt diesen Erneuerungsprozess, indem es gefällte Bäume entfernt und verkauft. Das schafft Platz und gibt den verbleibenden Pflanzen Licht und Raum – eine Voraussetzung für das Wachstum. Es geht jedoch nicht nur um die reine Wiederbewaldung, sondern auch darum, die richtige Balance zwischen den verschiedenen Baumarten zu finden. Fichten etwa könnten sich zu stark ausbreiten und anderen Arten wie Buchen, Eichen oder Kastanien den Raum nehmen, weshalb hier gezielt reguliert wird.

    Ein Wald im Wandel: Herausforderungen des Klimawandels

    Doch selbst wenn der Wald sich regeneriert, steht er vor einer noch größeren Herausforderung: dem Klimawandel. Extreme Wetterbedingungen nehmen weltweit zu, und auch in der Bretagne könnten Stürme wie Ciaran häufiger und heftiger werden. „Unsere Aufgabe ist es, auf diesen Wandel zu reagieren“, betont Pascal Gauthier. Während die Natur aus eigener Kraft vieles wiederherstellen kann, steht der Mensch vor der Aufgabe, diese Prozesse gezielt zu lenken und anzupassen.

    Gleichzeitig bedrohen längere Trockenperioden den Aufbau eines stabilen Waldbestandes. Auch in einer traditionell feuchten Region wie der Bretagne können die Böden austrocknen, was das Wachstum und die Widerstandsfähigkeit der Bäume erschwert. Welche Baumarten werden am besten mit diesen neuen Bedingungen zurechtkommen? Welche Ökosysteme können sich an die veränderten Umstände anpassen? Fragen wie diese werden die Forstwirtschaft und den Naturschutz in den kommenden Jahrzehnten beschäftigen.

    Zukunft des Waldes: Ein Balanceakt

    Die Rückkehr des Waldes nach einem so massiven Sturm wie Ciaran erfordert Geduld und einen langen Atem. Es ist ein Balanceakt, bei dem der Mensch einerseits hilft und andererseits die Natur auch ihren eigenen Weg gehen lassen muss. Die Arbeit des Forstamtes beschränkt sich dabei auf die Auswahl und Pflege widerstandsfähiger Baumarten und auf die Sicherstellung, dass jede Baumart eine faire Chance bekommt.

    Dass diese Generation die Rückkehr der alten, mächtigen Bäume erleben wird, ist allerdings unwahrscheinlich. Doch auch die neue Generation von Bäumen, die den Wald nun besiedelt, bringt eine Vielfalt mit sich, die uns einen Vorgeschmack darauf gibt, was der Wald einmal wieder sein könnte – wenn Rehe und andere Wildtiere sich zurückhalten und wenn der Mensch klug steuert. Die Natur hat ihren eigenen Zeitplan – und der umfasst oft viele Jahrzehnte.

    Das Erbe des Sturms: ein neuer Wald für kommende Generationen

    Die Wiederherstellung des Waldes in der Bretagne zeigt eindrucksvoll, wie widerstandsfähig die Natur ist, auch wenn sie durch menschliche Eingriffe und den Klimawandel zusätzlich belastet wird. Die Frage ist, wie wir uns in dieser Zeit des Wandels verhalten: Werden wir aktiv und schaffen Bedingungen, die sowohl Mensch als auch Natur zugutekommen?

    So mag der Anblick der heutigen Wälder in der Bretagne zwar noch immer ein erschütternder sein, doch in jedem jungen Trieb liegt auch eine Hoffnung auf eine neue, widerstandsfähige Generation von Bäumen. Und wer weiß? Vielleicht sind es genau diese Wälder, die in der Zukunft den stärkeren Stürmen standhalten und ein neues Gleichgewicht in der Landschaft schaffen – ein Gleichgewicht, das auch die kommenden Generationen noch zu schätzen wissen werden.

  • Sturm Ciaran: Ein Meer aus Holz steht zum Verkauf

    Sturm Ciaran: Ein Meer aus Holz steht zum Verkauf

    Naturgewalten kennen keine Gnade. Die Wälder des Huelgoat im Finistère zeugen noch immer von den Folgen des verheerenden Sturmes Ciaran. Umgestürzte Bäume und zerbrochene Äste prägen das Bild – doch das Holz kann gerettet werden.

    Ein Wald wie ein Mikado

    Stellen Sie sich einen Haufen Mikado-Stäbchen vor, riesig und wild durcheinandergeworfen. So sieht die Landschaft des Huelgoat-Waldes sieben Monate nach dem Sturm Ciaran aus. Tausende von Bäumen liegen kreuz und quer, als wären sie von einer Riesenhand einfach umgestoßen worden. Doch anstatt zu verzweifeln, haben die Forstarbeiter die Ärmel hochgekrempelt und sich an die Arbeit gemacht.

    Mit grobem Gerät werden die Stämme entrindet und in passende Stücke gesägt. Dabei handelt es sich um eine Mammutaufgabe, denn was normalerweise über drei bis vier Jahre hinweg geschlagen würde, liegt nun in einem riesigen Durcheinander am Boden. Im Oktober 2023 fegte der Sturm Ciaran über das Finistère hinweg und hinterließ eine Schneise der Verwüstung: 500.000 Kubikmeter Holz wurden entwurzelt oder gebrochen. Heute sind die Bedingungen für die Holzarbeiter extrem gefährlich – das Terrain ist tückisch und die Arbeit körperlich fordernd.

    Der Holzmarkt im Ausnahmezustand

    Die Auswirkungen auf den Holzmarkt sind enorm. Der Preis für die Bergung des Holzes ist um 15 % gestiegen, während die Verkaufspreise um 10 % gefallen sind. Dies bringt die Forstarbeiter in eine Zwickmühle: Sollen sie das Holz zu einem niedrigeren Preis verkaufen oder riskieren, dass es verfault und wertlos wird?

    Bereits jetzt wird alles daran gesetzt, die Holzbestände so schnell wie möglich zu verkaufen. Der Holzmarkt in der Region ist angespannt, und die üblichen Kunden wurden bereits bedient. Der Zeitdruck ist spürbar – das Holz muss weg, bevor die Witterung es endgültig zerstört.

    Die Forstarbeiter sind in einem regelrechten Wettlauf gegen die Zeit. Jeder Tag zählt, denn der Zustand des Holzes verschlechtert sich zusehends. Doch was treibt diese Männer und Frauen an, die unter so schwierigen Bedingungen arbeiten? Es ist die Leidenschaft für ihren Beruf und das Wissen, dass jeder gerettete Kubikmeter Holz einen Wert hat – ökologisch und wirtschaftlich.

    „Es ist, als würde man ein wertvolles Erbe bewahren“, erklärt einer der Forstarbeiter. „Wir wollen, dass das Holz eine sinnvolle Verwendung findet, anstatt einfach zu verrotten.“ Dieser Idealismus ist bewundernswert, doch er steht in krassem Gegensatz zu den knallharten ökonomischen Realitäten, mit denen sie konfrontiert sind.

    Chancen im Unglück

    Doch es gibt auch Lichtblicke. Die erhöhte Verfügbarkeit von Holz könnte potenziell neue Märkte erschließen. Möbelhersteller und Holzbauunternehmen könnten von den günstigeren Preisen profitieren und damit letztlich auch die Forstwirtschaft unterstützen. Doch dafür braucht es Flexibilität und Innovationsgeist – Eigenschaften, die in der Forstwirtschaft jetzt mehr denn je gefragt sind.

    Könnte die Krise also auch eine Chance sein? Vielleicht – wenn die richtigen Schlüsse gezogen werden und alle Beteiligten zusammenarbeiten, um nachhaltige Lösungen zu finden.

    Es bleibt zu hoffen, dass die Lehren aus dem Sturm Ciaran die Region widerstandsfähiger gegenüber zukünftigen Stürmen dieser Größenordnung machen. Investitionen in nachhaltige Forstwirtschaft und moderne Technik könnten helfen, ähnliche Schäden in der Zukunft zu verhindern oder zumindest zu minimieren. Doch das braucht Zeit – und Geduld.

    Bis dahin müssen die Forstarbeiter weiterkämpfen, Baum für Baum, Stamm für Stamm. Sie sind die stillen Helden des Waldes in diesen Monaten, die unter extremen Bedingungen dafür sorgen, dass das Holz, das einst als Bäume in den Himmel ragte, nicht ungenutzt verrottet. Ihre Arbeit ist schwer, gefährlich und oft undankbar – doch sie tun es, weil sie wissen, dass es getan werden muss.

  • Nach dem Sturm Ciaran vermisster roter Panda wohlbehalten in der Bretagne gefunden

    Nach dem Sturm Ciaran vermisster roter Panda wohlbehalten in der Bretagne gefunden

    Die Mitarbeiter des Tierparks Terre de Nataé im Departement Morbihan hatten Shanti, ein kleines rotes Pandaweibchen, seit Mittwoch und dem verheerenden Sturm Ciaran nicht mehr gesehen. Am Montag wurde Shanti gesund und munter wiedergefunden.

    Der Herbststurm Ciaran richtete viele Schäden an, als er über die Westseite Frankreichs und insbesondere über die Bretagne hinwegzog. Der Tierpark Terre de Nataé im Departement Morbihan war besonders stark betroffen. Der Zoo war mehrere Tage geschlossen, weil er vom Sturm regelrecht verwüstet wurde. Die Schäden beliefen sich etwa 100.000 Euro. Die starken Windböen ließen Bäume auf die verschiedenen Häuser und Gehege des Zoos stürzen, wodurch die kleinen pelzigen und gefiederten Bewohner von Terre de Nataé in Angst und Schrecken versetzt wurden, wie die Zeitung 20 Minutes berichtet.

    Shanti, ein weiblicher Roter Panda, nutzte einen Baum, der auf seinen Gehege fiel, um sich aus dem Staub zu machen. Das Tier galt seit Mittwochabend als vermisst.

    Nach mehreren Tagen der Suche wurde Shanti jetzt wohlbehalten aufgefunden und von einem Team von Tierärzten versorgt. Sie wird in Kürze wieder in das ihr vertraute Gehege des Bretonischen Parks zurückkehren. Der Zaun ist zur Zeit aber noch immer beschädigt. Es wurde ein Finanzierungspool eingerichtet, um dem Zoo zu helfen, sich von diesem Sturm zu erholen.

  • Sturm Domingos: Überschwemmungen auf Korsika

    Sturm Domingos: Überschwemmungen auf Korsika

    Korsika wurde in den vergangenen Tagen von zwei heftigen Stürmen, Ciaran und Domingos, heimgesucht. Unter anderem wurde in Corte eine Brücke von den Wassermassen weggerissen.

    Von der Brücke in Corte (Haute-Corse) ist nichts mehr übrig. Um den Fluss zu überqueren, müssen sich die Rettungskräfte an ein Seilen über das Wasser hangeln. In der vergangenen Nacht trat der Fluss wegen des Starkregens, den der Sturm Domingos nach Korsika brachte, über die Ufer und riss diesen einzigen Zugang zu dem Stadtteil von Corte mit sich. 20 Menschen leben dort und müssen sich nun mühsam einen Weg nach draußen bahnen. Ein paar Kilometer weiter trat ein anderer Fluss über die Ufer und überflutete mehrere Häuser, die nun als unbewohnbar gelten.

    Straßen wurden weggespült
    „Wir wurden gewarnt, dass wir vorsichtig sein müssen, aber wir haben nicht damit gerechnet, in so einem Disaster aufzuwachen“, sagt ein Bewohner auf dem Sender France 2. Nur zwei Tage zuvor waren bereits einige Straßen vom Sturm Ciaran komplett weggerissen worden, was die Böden in der Umgebung schwächte, die mit dem Durchzug des Sturms Domingos nun auch nachgegeben haben. „Es sieht aus wie auf dem Mond – eine Apokalypse“, so ein Viehzüchter. Bagger sind im Einsatz, um zu versuchen, die Straßen so schnell wie möglich wieder zu öffnen und befahrbar zu machen.

  • „Danke für die Zukunft…“: Macron wird von jungem Mann heftig wegen „Untätigkeit im Klimabereich“ kritisiert

    „Danke für die Zukunft…“: Macron wird von jungem Mann heftig wegen „Untätigkeit im Klimabereich“ kritisiert

    Bei einem Besuch in der Bretagne lieferte sich Emmanuel Macron einen hitzigen Schlagabtausch mit einem jungen Mann über die Maßnahmen der Regierung im Bereich Ökologie. Emmanuel Macron reiste am Freitag, 3. November, einen Tag nach dem Durchzug des Sturms Ciaran in die Bretagne, um „den Rettungskräften zu danken“ und „sich mit den Bewohnern auszutauschen“. Während eines Bads in der Menge wurde der Präsident von einem jungen Mann angesprochen: „Danke für die Zukunft, die Sie uns mit Ihrer klimatischen Untätigkeit bereiten“. Daraufhin antwortete Emmanuel Macron: „Sagen Sie nichts Übertriebenes, es ist nicht richtig, so etwas zu sagen…“.

    Der junge Mann fragte Emmanuel Macron dann, wie er bis ins Finistère gekommen sei. „Mit dem Flugzeug, natürlich, und wir werden weiterfliegen, und Sie und Ihre Kinder werden weiterfliegen“, antwortete der Präsident dem jungen Mann, der sich um die Zukunft und die seiner Kinder sorgt. Nach einer kurz…

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  • Frankreich: Nach sintflutartigen Regenfällen ist Pas-de-Calais überschwemmt

    Frankreich: Nach sintflutartigen Regenfällen ist Pas-de-Calais überschwemmt

    Nach dem Wind ist es nun das steigende Wasser, das Nordfrankreich heimsucht… Im Departement Pas-de-Calais sind zahlreiche Häuser überflutet und ein Teil der Stadt Saint-Etienne-au-Mont ist für die Rettungskräfte noch immer unzugänglich.

    Der Ort Saint-Etienne-au-Mont (Pas-de-Calais) ist von der Außenwelt abgeschnitten. Die Straßen sind überflutet und die Bewohner waren gezwungen, mit Booten ihre Häuser zu evakuieren. Ein Anwohner wartete bis zum Mittag, bevor er sein Haus verlassen konnte. Der Fluss Liane stieg schlagartig an und überflutete die Häuser. Am Morgen des Freitags, 3. November, besichtigt ein Großvater das Ausmaß der Schäden. Sein Sohn hatte das Haus gerade erst renoviert. In der gleichen Straße hatte ein junger Mann kaum mehr Glück. Seine Familie wurde mitten in der Nacht überrascht. Das Wasser drang bis zu 50 cm hoch in alle Räume ein.

    250 Häuser sind betroffen und 50 Personen mussten evakuiert werden. „Alle drei, vier Jahre sind wir betroffen. Wir haben gerade allerdings einen noch nie dagewesenen Hochwasserrekord aufgestellt“, sagte Brigitte Papcocq, Bürgermeisterin von Saint-Etienne-au-Mont, auf dem Sender France 2. Nun muss der Rückgang des Hochwassers abgewartet werden, um die Schäden festzustellen und zu beseitigen.

  • Sturm Ciaran: 1.100 Einsätze der Feuerwehr in einer Nacht allein im Departement Manche

    Sturm Ciaran: 1.100 Einsätze der Feuerwehr in einer Nacht allein im Departement Manche

    Allein im Departement Manche rückte die Feuerwehr in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag, dem 2. November, zu 1.100 Einsätzen aus. Auch am Donnerstag mussten die Einsätze fortgesetzt werden.

    Sobald Feuerwehrleute irgendwo im Departement Manche am Donnerstagmorgen, dem 2. November, eintreffen, werden sie von Autofahrern angesprochen. Eine Landstraße in der Nähe von Granville ist unpassierbar. Äste sind auf die Fahrbahn gefallen. Es bilden sich bereits die ersten Staus. Die Einsatzkräfte müssen so schnell wie möglich handeln, um den Verkehr wieder in Gang zu bringen.

    Die Einsätze der Feuerwehren begannen in den ersten Stunden des Sturms, in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag. Die 1.200 Feuerwehrleute, die im Departement vorsorglich mobilisiert wurden, wurden unter anderem gerufen, um die Straßen wieder freizuräumen. Ziel war es, zu verhindern, dass Fahrzeuge auf umgestürzte Bäume und herabgefallene Äste auffahren und Unfälle verursachen. Insgesamt rückten die Rettungskräfte im Departement Manche in dieser einen Nacht zu mindestens 1.100 Einsätzen aus. Die meisten davon betrafen herabgefallene Gegenstände. Die Bewohner fühlten sich durch die Präsenz der Feuerwehr beruhigt. Nach der letzten Bilanz der Behörden gab es im Departement Manche glücklicherweise keine Verletzten.

  • Sturm Ciaran: Der öffentliche Verkehr steht still

    Sturm Ciaran: Der öffentliche Verkehr steht still

    Angesichts des Sturms Ciaran wurden von den französischen Behörden viele Vorsichtsmaßnahmen getroffen. Im Verkehrsbereich stehen am Donnerstag, dem 2. November, in der Bretagne, der Normandie, den Pays de la Loire, dem Centre-Val de Loire und den Hauts-de-France alle TER-Züge still.

    Viele Reisende versuchten, noch vor dem Sturm die betroffenen Regionen zu verlassen. Am Bahnhof von Rouen (Normandie) am Mittwoch, dem 1. November, haben viele Reisende in letzter Minute ihre Fahrten organisiert, um nicht an Ort und Stelle stecken zu bleiben. „Wir haben alle Fahrkarten von morgen umgebucht, um schon heute abzureisen“, erklärte eine Reisende auf dem Sender Franceinfo. Ab dem Abend des 1. November war der Zugverkehr stark beeinträchtigt: Totalausfall des regionalen TER-Verkehrs in der Bretagne. Diese Maßnahme wurde ab Donnerstagmorgen auch in den anderen Regionen im Nordwesten des Landes fortgesetzt.

    Auch der TGV-Verkehr ist gestört.
    Im Bahnhof von Saint-Brieuc (Bretagne) wollen viele Reisende so schnell wie möglich los, manche ohne Erfolg. „Ich sollte am Donnerstag mit dem Zug um 14 Uhr abfahren, aber der wurde gestrichen“, bedauert ein Reisender. Was die TGV-Züge betrifft, so wird der Verkehr bis Rennes aufrechterhalten, aber nicht bis nach Brest oder Quimper, auch nach Nantes oder La Rochelle fahren am Donnerstag keine TGV-Züge. Eine weitere Folge des Sturms ist, dass der Schwerlastverkehr in der Bretagne ab Donnerstag, dem 2. November, verboten ist. Die SNCF kündigte an, alle ihre Teams vorsorglich zu mobilisieren, um eventuelle Schäden am Schienennetz zu beheben und den Zugverkehr im Falle eines Falles so schnell wie möglich wieder aufnehmen zu können.

  • Sturm Ciaran: Entwurzelte Bäume und blockierte Straßen – markante Bilder der Schäden

    Sturm Ciaran: Entwurzelte Bäume und blockierte Straßen – markante Bilder der Schäden

    Der Sturm Ciaran fegte mit Windgeschwindigkeiten von über 200 km/h über die französische Atlantikküste hinweg. Die Sturmböen verursachten zahlreiche Schäden und töteten einen LKW-Fahrer.

    Wie von den Meteorologen erwartet traf der Sturm Ciaran mit voller Wucht auf die Westküste Frankreichs. Am Donnerstag, dem 2. November, ab Mitternacht, hatte Météo France drei Departements wegen starker Windböen auf die Warnstufe Rot gesetzt: Finistère, Côtes-d’Armor und Manche waren in erster Linie mit dem brutalen Herbststurm konfrontiert. Besonders starke Winde, die teilweise die 200 km/h überschritten, wurden an den Küsten der Bretagne und der Normandie gemessen und verursachten schwere Schäden.

    Der Sturm riss sehr viele Bäume um. So etwa im Département Aisne, wo ein Lkw-Fahrer ums Leben kam. Der Fahrer starb, als ein Baum auf seine Fahrerkabine fiel.

    Die Präfektur des Departements Finistère meldete, dass sehr viele Bäume umgerissen worden seien und verhängte ein vorübergehendes Fahrverbot für alle Straßen des Departements.

    Schäden gab es auch in Brest (Finistère): In der Nacht wurde ein großer Baustellenkran durch die Kraft des Windes zerstört. „Normalerweise bleiben die Kräne in Rotation. Das ist zum ersten Mal passiert, das ist außergewöhnlich“, sagte ein Angestellter der Metropole Brest am Donnerstagmorgen gegenüber unseren Kollegen von Ouest-France.

    In der Gemeinde Argentan (Orne) ist die Kirche betroffen. Zwei schwere Pfeiler, die sich auf der Spitze des Gebäudes befanden, hielten den Windböen des Sturms Ciaran nicht stand. Sie stürzten vor die Kirche, wobei glücklicherweise niemand zu Schaden kam.

    Auch im lokalen Stromnetz gab es große Schäden: Laut dem Betreiber Enedis waren am Donnerstagmorgen um 7.30 Uhr fast 1,2 Millionen Haushalte ohne Strom, davon 780.000 in der Bretagne. Anwohner berichten von sogenannte „Power Flashs“: Blitze, die von beschädigten Teilen des Stromnetzes erzeugt wurden.

    An manchen Stellen der Küste brachten die Windböen große Menge an Schaum auf das Festland, der manchmal wie eine Schneedecke aussah.

    In den Häfen wurde viele Schiffe vom Wind losgerissen und beschädigt.

    An der Mole von Les Pierres Noires im Süden der Insel Molène wurde eine Welle von fast 21 Metern gemessen, was der Höhe eines sechsstöckigen Gebäudes entspricht.

    Eine große Zahl französischer Departements bleibt weiterhin auf Warnstufe Orange. Météo-France erwartet „eine neue Störung mit geringerer Intensität für den Abend, die den Südwesten betrifft“, sowie starke Niederschläge auf Korsika.

  • Sturm Ciaran: 1.2 Millionen Haushalte ohne Strom – 21 Meter hohe Wellen

    Sturm Ciaran: 1.2 Millionen Haushalte ohne Strom – 21 Meter hohe Wellen

    Der Sturm Ciaran, der über den Atlantik gekommen ist, trifft derzeit den nordwestlichen Teil Frankreichs.

    Das Departement Manche bleibt auch am Donnerstagmorgen unter Warnstufe Rot, das Departement Finistère, über das der Sturm bereits heute Nacht hinwegfegte, wurde auf Warnstufe Orange herabgestuft, so Météo-France.
    In seinem neuesten Wetterbulletin um 8 Uhr am Donnerstagmorgen meldete Météo-France, dass derzeit in 23 Departements die Warnstufe Orange gilt.
    In der Nacht wurden in der Bretagne zahlreiche Windrekorde gebrochen.

    Verkehrsminister Clément Beaune meldet am Donnerstagmorgen den Tod eines Lkw-Fahrers.

    Mehr als eine Million Haushalte ohne Strom
    Das Unternehmen Enedis teilte in einer Pressemitteilung mit, dass fast 1,2 Millionen Haushalte von der Stromversorgung abgeschnitten seien, davon 780.000 allein in der Bretagne. Der Stromnetzbetreiber hat seine Rapid Electricity Intervention Force (FIRE) ausgelöst und kündigt an, dass 3.000 Mitarbeiter und Dienstleister mobilisiert werden, „sobald die Bedingungen es zulassen, um die Stromversorgung in den betroffenen Gebieten so schnell wie möglich wiederherzustellen“.

    In Brest gab der Arm eines Krans aufgrund des starken Windes nach:

    Eine Welle von über 21 Metern vor der Küste des Finistère gemessen:

    Bilder der durch Ciaran verursachten Schäden in Brest (Departement Finistère):

    Windböe mit 207 km/h am Pointe du Raz gemessen
    Im Département Finistère wurde in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag eine Windböe von 207 km/h gemessen, wie der Wetterdienst Météo-France mitteilte.

    Fahrverbote im Departement Finistère am Donnerstagmorgen