Schlagwort: Stromversorgung

  • Wassermangel bedroht die Funktionsfähigkeit der französischen Staudämme

    Wassermangel bedroht die Funktionsfähigkeit der französischen Staudämme

    Die Wasserknappheit in Frankreich führt zu Problemen bei der Stromerzeugung. Die Stauseen sind im Vergleich zu den für diese Jahreszeit üblichen Raten viel zu wenig gefüllt.

    Eine historische Wasserknappheit bedroht die Stromerzeugung durch Wasserkraft in Frankreich. Am Staudamm von Villerest (Loire) müssen die Schleusen geöffnet bleiben, um die Region weiterhin mit Wasser zu versorgen, doch die Wasserreserven leeren sich. „Derzeit haben wir einen Zufluss von 2,3 m3/s, bei einem Abfluss von 12,9 m3/s“, erklärte Christophe Thuinet, Einsatzleiter des Loire-Staudamms gegenüber Franceinfo. Überall in Frankreich sind die Stauseen der Talsperren nur zu etwas mehr als 64% gefüllt. Zu dieser Jahreszeit sollten sie zu 80% gefüllt sein.

    Ein Problem für den Betrieb der Infrastruktur
    In den Pyrénées-Atlantiques ist die Situation noch kritischer. Am Fabrèges-Staudamm, der das gesamte Ossau-Tal versorgt, war die Wasserreserve noch nie so niedrig. Auch hier ist es dringend erforderlich, weiterhin alle Flüsse unterhalb des Staudamms zu speisen. Dadurch aber kann die Wasserkraftproduktion während des Winters gefährdet sein, die schon jetzt im Vergleich zu 2021 bereits um 23% zurückgegangen ist. „Unsere Turbinen brauchen einen Mindestdurchfluss, um zu funktionieren. Wenn diese Wassermenge nicht vorhanden ist, (…) werden die Anlagen in Schwierigkeiten geraten“, erklärte Olivier Marfaing, Gruppenleiter bei der Société Hydro-électrique du Midi.

  • Energie: Riskiert Frankreich Stromknappheit im nächsten Winter?

    Energie: Riskiert Frankreich Stromknappheit im nächsten Winter?

    Aufgrund der Energiekrise, die Frankreich derzeit erlebt, sind die Strompreise stark gestiegen. Die Preise sind sogar stärker gestiegen als in anderen europäischen Ländern und es gibt Befürchtungen, dass es im nächsten Winter zu Engpässen bei der Stromversorgung kommen könnte. Das Szenario eines allgemeinen Stromausfalls war vor einigen Monaten noch undenkbar, doch inzwischen stellt sich die Frage ernsthaft. Wird Frankreich genug Energie für den Winter haben? Zwischen Januar und Juli 2022 stieg der Preis pro kWh von 81,08 Euro auf 526,9 Euro, das ist sechsmal so hoch. Der geopolitische Kontext spielt bei diesem Anstieg eine entscheidende Rolle und der Krieg in der Ukraine ist einer der Faktoren, die die Preise in die Höhe treiben, aber durchaus nicht der einzige. Überalterung der nuklearen AnlagenEin weiterer Faktor, der die Strompreise in Frankreich in die Höhe treibt, ist die veraltete nukleare Infrastruktur. „Heute sind weniger als 50% der Reaktoren in Betrieb, was ziemlich außergew…

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  • Welche Geräte verbrauchen bei uns zu Hause am meisten Energie und wie können wir Geld sparen?

    Welche Geräte verbrauchen bei uns zu Hause am meisten Energie und wie können wir Geld sparen?

    Mehrere französische Energieunternehmen haben die Franzosen dazu aufgerufen, „sofort“ Einsparungen bei ihrem Energieverbrauch vorzunehmen. Hier einige Tipps, wie man Energie sparen und die Kosten senken kann. Am Sonntag, dem 26. Juni, forderten die Geschäftsführer von TotalEnergies, EDF und Engie in einem in der französischen Zeitung JDD veröffentlichten Beitrag die Franzosen auf, ihren Verbrauch von Kraftstoff, Öl, Strom und Gas „sofort“ zu reduzieren, um der Gefahr einer Verknappung und eines Preisanstiegs zu begegnen. Eine ähnliche Aufforderung hatte Jean-François Carenco, der Vorsitzende der französischen Energieregulierungskommission (CRE), bereits im März formuliert: „In Frankreich muss ab sofort Gas und Strom eingespart werden, sonst könnte es im nächsten Winter problematisch werden“. Lesen Sie auch: Energieversorger: Franzosen müssen Verbrauch von Öl, Gas und Strom senken! Hier einige Möglichkeiten, wie man seinen Energieverbrauch im täglichen Leben senken kann. Kühlschrank / Gefrierschrank Das ist unbestreitbar das Haushaltsgerät mit dem höchsten Energieverbrauch in jeder Wohnung. Laut der Agence de la transition écologique (Ademe) verbraucht ein Kühl-/Gefrierschrank im Durchschnitt 346 Kilowattstunden (kWh). Diese Zahl variiert natürlich je nach Modell, Marke und Nutzung. Um den Verbrauch eines Kühlschranks zu senken, gibt es ein paar einfache Tricks.
    • Anordnung der Lebensmittel: Füllen Sie Ihren Kühlschrank nicht komplett mit Lebensmitteln, denn die gekühlte Luft muss im Inneren zirkulieren können.
    • Halten Sie ihn von Wärmequellen fern und stellen Sie ihn nicht in die direkte Sonneneinstrahlung. Im Sommer sollte man ihn etwas weiter von der Wand entfernt aufstellen, damit der Kondensator besser belüftet wird. Überprüfen Sie regelmäßig, ob die Lüftungsöffnung nicht durch Staub verstopft ist.
    • Stellen Sie die Temperatur Ihres Geräts richtig ein: Senken Sie die Kühltemperatur nicht auf unter 4 °C. Lassen Sie außerdem die Kühlschranktür nicht zu lange offen, denn das führt zu einem übermäßigen Energieverbrauch.
    Denken Sie daran, Ihren Gefrierschrank oder das Gefrierfach regelmäßig abzutauen. Wäschetrockner und Waschmaschine Diese Geräte verbrauchen im Durchschnitt etwa 301 Kilowattstunden pro Jahr. Der Wäschetrockner ist dabei besonders energieintensiv. Wenn es möglich ist, sollte man die Wäsche bei gutem Wetter an der frischen Luft trocknen. Wenn das nicht möglich ist, schleudern Sie Ihre Wäsche vor dem Trocknen ausgiebig, damit weniger Wasser zurückbleibt das Trocknen nicht so lange dauert. Auch sollte man die Geräte nicht überladen: Sie verbrauchen viel mehr, wenn sie bis zum Rand gefüllt sind! Das gilt übrigens auch für den Geschirrspüler … Schließlich sollte man wissen, dass das Waschen von Wäsche bei 30°C dreimal weniger Energie als bei 90°C verbraucht: Bevorzugen Sie also das Waschen bei niedrigen Temperaturen. Fernseher Unser Hauskino ist ein Energiefresser! Im Durchschnitt verbraucht ein Fernseher 187 Kilowattstunden pro Jahr. Diese Zahl ist umso wichtiger, als das Fernsehen bei den Franzosen besonders beliebt ist und sie ihre TV-Geräte im Durchschnitt jeden Tag 3,5 Stunden lang laufen lassen. Der Energieverbrauch des Fernsehers hängt allerdings von mehreren Parametern ab: der Größe, seiner Auflösung, seiner Frequenz… Um wirklich Geld zu sparen, ist die Wahl des richtigen Geräts beim Kauf daher von entscheidender Bedeutung. Andere Geräte rund um den Fernseher können die Energierechnung noch weiter belasten: Set-Top-Boxen, Spielkonsolen, DVD-Player etc. All diese Geräte verbrauchen im Stand-by-Modus Energie. Wenn sie nicht benutzt werden, sollte unbedingt der Stecker gezogen werden: „Durch das komplette Ausschalten können bis zu 10% der Stromrechnung eingespart werden und auch das Material wird geschont“, erklärt die französische Umweltagentur (Ademe). Weitere nützliche Tipps Bei der derzeitigen Hitze wünschen wir uns alle eine Klimaanlage, um das Innere unserer Wohnungen angenehm zu kühlen. Aber Achtung: Diese Geräte verbrauchen meist mehr als man denkt, ohne unbedingt den erwarteten Komfort zu bieten. Eine mobile Klimaanlage der Klasse A mit einer Leistung von 2,5 kW kostet im Monat mehr als 130 € und kann bis zu 2,5 Mal mehr verbrauchen als eine fest installierte Klimaanlage und fast 30 Mal mehr als ein Ventilator! Wo möglich, sollten man daher Ventilatoren bevorzugen. Im Winter spielt oft die Heizung die Hauptrolle auf der häuslichen Energierechnung. Die Umweltagentur Ademe rät deshalb: „Senken Sie die Temperatur Ihrer Heizung während der Heizperiode um durchschnittlich ein Grad, so können Sie Ihre Rechnung um mindestens 7% senken“. Top 10 der Geräte, die in privaten Wohnungen am meisten Strom verbrauchen (Rangliste der  französischen Umweltagentur Ademe)
    • Kühl-/Gefrierkombination (346 kWh/Jahr)
    • Wäschetrockner und Waschmaschine (301 kWh/Jahr)
    • Gefrierschrank (288kWh/Jahr)
    • Fernseher (187 kWh/Jahr)
    • Kühlschrank (166 kWh/Jahr)
    • Geschirrspüler (162kWh/Jahr)
    • Elektrischer Backofen (146 kWh/Jahr)
    • Kochplatten (131 kWh/Jahr)
    • Stationärer Computer (123 kWh/Jahr)
    • Videospielkonsole (103 kWh/Jahr)
  • Atomkraft: Hälfte der Reaktoren abgeschaltet – wird es kommenden Winter genug Strom geben?

    Atomkraft: Hälfte der Reaktoren abgeschaltet – wird es kommenden Winter genug Strom geben?

    Die Hälfte der französischen Atomreaktoren ist derzeit abgeschaltet: 28 von 56. Bei einigen stehen Kontrollen an, bei anderen gibt es ein Korrosionsproblem. Wird es im nächsten Winter den Franzosen an Strom mangeln?

    Es ist ein Rekord, auf den der Stromerzeuger EDF gut hätte verzichten können. 28 Atomreaktoren sind abgeschaltet. In den meisten Fällen handelt es sich um planmäßige Wartungsarbeiten an den Reaktoren oder um Kontrollbegehungen, die alle zehn Jahre stattfinden. Die EDF hat jedoch auch ein großes Problem mit der Korrosion von Kühlungsrohren, die für die Sicherheit eines Kraftwerks von entscheidender Bedeutung sind. „Man hat an den Sicherheitsinjektionsrohren Korrosionsspuren im Stahl entdeckt“, erklärt Ludovic Dupin, ein Sprecher des französischen Kernenergieunternehmens.

    Lesen Sie auch: Atomkraft: 12 von 56 französischen Reaktoren von Korrosionsproblemen befallen

    Die Stromerzeugung geht zurück.
    Fünf Reaktoren wurden für Arbeiten abgeschaltet, bei sieben weiteren werden Kontrollen durchgeführt. Die Stromproduktion wird geringer und daher die Kosten für Strom in diesem Winter in die Höhe treiben. „Das wird sich später auf den Rechnungen der Verbraucher bemerkbar machen, wahrscheinlich ab Anfang 2023“, sagt der Energieexperte Nicolas Goldberg auf dem Sender France 2.

    Lesen Sie hier weiter Artikel zum Thema Atomkraft…

  • Atomkraft: 12 von 56 französischen Reaktoren von Korrosionsproblemen befallen

    Atomkraft: 12 von 56 französischen Reaktoren von Korrosionsproblemen befallen

    Angesichts des Verdachts auf Korrosion bei mehreren Reaktoren des französischen Reaktorparks weist ein Bericht auf technische Probleme bei der jüngsten Reaktorgeneration hin.

    Die Behörde für nukleare Sicherheit will sich aber auf jeden Fall über den Zustand des französischen Atomparks beruhigend geben. In ihrem am Dienstag, dem 17. Mai 2022, vorgelegten Jahresbericht geht sie auf das technische Problem ein, das seit Ende letzten Jahres bei mehreren Reaktoren festgestellt wurde.

    Die Atomaufsichtsbehörde stellt die Korrosionsprobleme bei einem Teil der Reaktoren und und die Konstruktion der neuesten Reaktoren in einen Zusammenhang. Der Präsident der ASN, Bernard Doroszczuk, sprach von einem ernsthaften Problem: „In diesem Stadium hat EDF im Rahmen der Spannungsrisskorrosion die Abschaltung oder die Verlängerung der planmäßigen Abschaltungen von 12 Reaktoren zur eingehenden Begutachtung und gegebenenfalls Reparatur veranlasst“.

    Derzeit sind also 12 von 56 Reaktoren wegen eines Korrosionsproblems an den Rohrleitungen des Primärkreislaufs, der den Kern kühlt, abgeschaltet. Die Probleme wurden an den Schweißnähten der Bögen der Sicherheitsinjektionsleitungen, die den Reaktor im Falle eines Unfalls kühlen, festgestellt.

    Ein Problem der Konstruktion?
    Dieses Problem betrifft jedoch nicht oder nur in geringem Maße die Kraftwerke der ältesten Generation. Die in den 1980er Jahren in Betrieb genommenen Kernreaktoren blieben bislang von dem im Dezember letzten Jahres festgestellten Korrosionsproblem verschont. Mit 900 MW sind sie zwar weniger leistungsstark als die der nachfolgenden Generationen, machen aber heute den Großteil der in Betrieb befindlichen Kraftwerke aus: 32 von 56. Ihre Konstruktion entspricht eher dem ursprünglichen Modell der amerikanischen Firma Westinghouse, während die Rohrleitungen der Nachfolgemodelle stärker verändert wurden. Die Untersuchungen konzentrieren sich derzeit auf ein Konstruktionsproblem bei den neueren Modellen.

    Lesen Sie auch: Tricastin: Atomar verseuchtes Wasser tritt aus dem Atomkraftwerk aus

    Ein schwerwiegendes Problem, das groß angelegte Reperaturen über mehrere Jahre hinweg erfordern und einen Teil des französischen Atomparks über Jahre hinweg stillegen wird, befürchten Experten. Und das zu einer Zeit, in der die Atomindustrie sich für den Bau der neuen Kraftwerksgeneration EPR 2 rüsten muss.

    Von seinen 56 Reaktoren umfassenden Bestand hat der französische Stromanbieter EDF derzeit 29 Reaktoren wegen Überprüfungen abgeschaltet.

  • Energie: Neue Befürchtungen wegen Schäden in EDF-Kraftwerken

    Energie: Neue Befürchtungen wegen Schäden in EDF-Kraftwerken

    In mehreren EDF-Atomkraftwerken wurden Risse in den Rohrleitungen festgestellt.

    In der 23h-Sendung von Franceinfo am Donnerstag, dem 21. April, berichtet die Journalistin Aurélie Schiller, dass seit mehreren Monaten „Risse in den Rohrleitungen mehrerer Reaktoren“ des französischen Stromerzeugers EDF festgestellt worden seien. „Bei Kontrollen wurden bereits Risse an fünf Reaktoren festgestellt, mindestens vier weitere Reaktoren könnten betroffen sein. Das AKW Chooz (Ardennen) zum Beispiel ist mindestens bis Dezember abgeschaltet. Ein zusätzliches Gutachten soll die genaue Art der Defekte und ihre Schwere bestimmen“, berichtet die Journalistin.

    Lesen Sie auch: EDF muss drei weitere Atomreaktoren wegen Korrosionsverdachts abschalten

    „EDF will beruhigen“
    Die Journalistin befürchtet, dass „alle Anlagen des französischen Atomparks betroffen sein könnten und von den drei Reaktorfamilien sind es die 900-Megawatt-Reaktoren, die die EDF besonders beunruhigen“. Dies sind 32 der insgesamt 56 französischen Reaktoren. Die Journalistin Aurélie Schiller erinnert an den 4. April, als während des plötzlichen Temperatursturzes 25 Reaktoren wegen Wartungsarbeiten abgeschaltet waren. Die EDF musste sich aus anderen Ländern mit Strom versorgen und forderte die Franzosen auf, ihren Verbrauch zu senken. „Heute gibt sich die EDF beruhigend. Das Problem sei unter Kontrolle und habe keine Auswirkungen auf die Energie-Sicherheit des Landes“, so die Journalistin.

    Lesen Sie auch: Regierung will mit über 2 Milliarden den Stromversorger EDF aus der Krise holen

  • Stromzähler-Zähler spielt verrückt und nun soll ein Ehepaar 290.000 € zahlen

    Stromzähler-Zähler spielt verrückt und nun soll ein Ehepaar 290.000 € zahlen

    Ein Ehepaar aus Saône-et-Loire erlebte eine böse Überraschung, als es feststellen musste, dass seine Stromrechnung nach dem Einbau eines neuen Linky-Zählers auf 290.000 Euro geschätzt wurde.

    Stéphane und Stéphanie, ein Ehepaar aus dem Departement Saône-et-Loire, wollten ihren EDF-Zähler nur ungern gegen einen digitalen Linky-Zähler austauschen. Wie die Zeitung Le JSL berichtet, haben sie sich am 25. Februar dazu entschlossen. „Irgendwann mussten wir es tun, da es obligatorisch wurde. Wir haben es also getan, aber nicht leichten Herzens“, erzählen sie.

    Einige Wochen später, am 10. April, wollte Stéphanie, mithilfe einer App auf ihrem Handy einen Blick auf ihren Verbrauch werfen. Und erlebte eine Überraschung: Die Schätzungen seit ihrer letzten Rechnung belaufen sich auf 289.772,93 €! Ihr Verbrauch ist also von 6.212 kWh auf unglaubliche 478.244 kWh gestiegen!

    Für das Paar ist das unverständlich. „Wir heizen nicht elektrisch, sondern mit Holz, und wir sind zwei Personen weniger im Haus als im Vorjahr. Das ist schwer zu verstehen“, erklären sie.

    Das Paar wendet sich an die EDF. „Die Person, mit der ich gesprochen habe, hat mir bestätigt, dass diese Zahlen nicht stimmig sind, und mir erklärt, dass es sicherlich ein Problem mit dem Stromfluss gibt“, erzählt die junge Frau etwas erleichtert. „Wir lachen jetzt darüber, aber es ist trotzdem beunruhigend.(…) Wir wissen, dass es ein Problem gibt, aber wie wird es gelöst? Wir warten ab, wie es weitergeht“, sagt Stéphane.

  • Regierung will mit über 2 Milliarden den Stromversorger EDF aus der Krise holen

    Regierung will mit über 2 Milliarden den Stromversorger EDF aus der Krise holen

    Wirtschaftsminister Bruno Le Maire kündigte am Freitag an, dass sich der Staat mit 2,1 Milliarden Euro an der Rekapitalisierung der EDF beteiligen wird. Der Staat wird sich mit 2,1 Milliarden Euro an der Rekapitalisierung des Stromversorgers EDF beteiligen, kündigte Wirtschaftsminister Bruno Le Maire am Freitag auf dem Sender RTL an. Diese Summe entspreche dem 83,9%igen Anteil des Staates an dem Stromversorger, der sein Kapital um 2,5 Milliarden erhöhen werde, erklärte der Minister. „Die EDF hat Schwierigkeiten, die mit der Nichtverfügbarkeit von Kernreaktoren zusammenhängen. Sie braucht die Unterstützung des Staates und wie immer steht der Staat an der Seite der EDF und den Beschäftigten“, betonte Bruno Le Maire. Der Minister bekräftigte, dass die langfristigen Aussichten weiterhin günstig für den Energiekonzern sei, der im Zentrum des von Emmanuel Macron angekündigten neuen Plans für die Kernenergie stehen werde – insbesondere durch den Bau von sechs neuen Reaktoren. Der Präsident ha…

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  • Abgeschaltete Atomreaktoren: Ist die Stromversorgung Frankreichs gefährdet?

    Abgeschaltete Atomreaktoren: Ist die Stromversorgung Frankreichs gefährdet?

    Nachdem in drei weiteren Atomreaktoren mögliche Korrosionsprobleme festgestellt wurden, sind nun 20% des Atomparks abgeschaltet. Die Betreiber des Stromnetzes bleiben jedoch optimistisch, dass es nicht zu einem „Blackout“ kommt. Schwarze Serie für die EDF. Der französische Konzern kündigte die Abschaltung von drei weiteren Atomreaktoren an, um Kontrollen wegen möglicher Korrosionsprobleme an einem Sicherheitsschaltkreis durchzuführen. Alles begann damit, dass im Dezember letzten Jahres im Kraftwerk Civaux im Departement Vienne Risse in den Rohren des Sicherheitseinspeisungskreislaufs – der im Falle eines Störfalls zur Kühlung des Reaktorkerns dient – festgestellt wurden. „Ernsthaftes Ereignis“ Diese Schäden wurden durch ein bislang unerklärtes Korrosionsphänomen verursacht. Dies hat sowohl bei der EDF als auch bei der Behörde für nukleare Sicherheit (Autorité de la sûreté nucléaire) Besorgnis ausgelöst. Deren Direktor bezeichnete das Problem als „ernstes Ereignis“, zumal es Reaktoren unterschiedlichen Typs oder unterschiedlicher Leistung betrifft. „Es ist ein ernstes Ereignis, weil die betroffenen Kreisläufe diejenigen sind, die dazu dienen, mögliche Folgen eines Unfalls zu stoppen“. „Das System dient nicht dazu, den Reaktor zu betreiben, sondern dient dazu, ihn zu fluten, wenn der Reaktorkern schmilzt. Es ist ein wesentliches Sicherheitsinstrument“, erklärt Nicolas Goldberg, Energieexperte bei Colombus Consulting gegenüber Franceinfo. Das ist für den Stromversorger EDF ein heikles Problem, denn wenn man solche Korrosionen bei einem Großteil der Kernkraftwerke feststellt, könnte man diese zwar abschalten, müsste dann aber zwischen der Sicherheit der Atomenergie und der Versorgungssicherheit abwägen. Die EDF ist nun gezwungen, eine Reihe von präventiven Abschaltungen vorzunehmen, um die notwendigen Überprüfungen durchzuführen. Ohne zu wissen, ob in den nächsten Wochen oder Monaten nicht noch weitere Reaktoren abgeschaltet werden müssen. Ein weiterer schwerer Schlag für die atomare Stromerzeugung, da bereits fünf andere Reaktoren abgeschaltet sind. 20% des Atomparks stehen nun also still: Elf der 56 Reaktoren in Frankreich werden in diesem Jahr stillgelegt. Lesen Sie auch: EDF muss drei weitere Atomreaktoren wegen Korrosionsverdachts abschalten Muss man sich Sorgen machen? Die EDF muss nun ihre Prognosen für die Stromproduktion weiter senken, nachdem diese bereits unter der eines einem normalen Jahres lag. Dennoch gibt es kein Horrorszenario eines „black out“ im Falle einer großen Kältewelle in Frankreich, beruhigen Experten. Kurzfristig bestehe kein erhöhtes Risiko von Stromausfällen, es sei denn, das Wetter werde bis Ende des Winters besonders ungünstig. Obwohl es natürlich noch zu früh ist, um die Auswirkung der Abschaltungen der drei Reaktoren in Chinon, Catennom und Bugey zu messen, die zwischen dem 19. Februar und dem 9. April erfolgen sollen, wird die Stromproduktion natürlich sinken. Die EDF rechnet nun mit einer Kapazität von 295 bis 315 Terawattstunden, anstelle der bisherigen 300 bis 330. Wobei zu bedenken ist, dass die Stromerzeugung in einem normalen Jahr zwischen 330 und 360 liegt. Befürchtungen für den nächsten Winter In den letzten Jahren war die Atomstromproduktion noch nie so niedrig. So muss man bis ins Jahr 1991 zurückgehen, um ein vergleichbares Produktionsniveau zu finden, bei sechs Kernkraftwerken weniger als 2022. Die Folge sind erhöhte Stromimporte aus den Nachbarländern während des Winters. Deswegen erteilte die Regierung Anfang Februar den letzten Kohlekraftwerken in Frankreich die Genehmigung, mehr zu produzieren und damit in den Monaten Januar und Februar ausnahmsweise mehr CO2 auszustoßen, als es die geltenden Normen vorsehen. Längerfristig richtet sich die Sorge nun auf den nächsten Winter, natürlich abhängig von den Ergebnissen der Kontrollen der Reaktoren. Und der noch schwer abzuschätzenden Dauer ihrer Nichtverfügbarkeit. Emmanuel Macron soll am Donnerstag, dem 10. Februar, in Belfort einen Plan für den Bau mehrerer neuer Atomreaktoren bekannt geben.
  • Strom: Regierung deckelt den Anstieg der Stromtarife

    Strom: Regierung deckelt den Anstieg der Stromtarife

    Der 1. Februar 2022 markiert den Tag, an dem traditionell die Strompreise steigen. Die Regierung hat nun beschlossen, diese Preiserhöhung auf 4% zu blockieren. Angesichts der steigenden Strompreise hat die Regierung am Dienstag, dem 1. Februar, beschlossen, etwas für den Geldbeutel der Franzosen zu tun. Die Erhöhung der Tarife wird auf 4% begrenzt. „Das ändert die Lage, denn sonst wären die Preise für den Verbraucher um 35% gestiegen“, erklärt Dorotée Lachaud, Journalistin, in der Sendung 13 heures auf France 2. Konkret bedeutet dies einen Anstieg von 38 Euro im Jahr gegenüber 330 Euro, gäbe es diese Obergrenze nicht. Diese Maßnahme wird den Staat rund 14 Milliarden Euro kosten, der „auch beschlossen hat, die EDF, deren Mehrheitsaktionär er ist, zur Kasse zu bitten, indem er sie zwingt, eine größere Strommenge an ihre Konkurrenten zu verkaufen“. Dies hat vor kurzem zu einem Streik geführt, da dies von den EDF-Beschäftigten abgelehnt wird. Aber, der Stromversorger EDF kann natürlich sei…

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