Schlagwort: Stromnetz

  • Energiekrise im Winter: Frankreichs Atompark immer mehr geschwächt

    Energiekrise im Winter: Frankreichs Atompark immer mehr geschwächt

    Frankreich rechnet während des Winters mit Stromausfällen. Dieser Mangel an Elektrizität ist die Folge einer andauernden Schwächung des französischen Atomparks.

    Die Wiederinbetriebnahme einer grossen Anzahl von Atomreaktoren der EDF braucht viel zuviel Zeit. Von den 56 Atomreaktoren in Frankreich sind 20 immer noch abgeschaltet, doppelt so viel als in dem Zeitplan vorgesehen, den die EDF im September aufgestellt hatte. Das ist einer der Gründe, warum es in Frankreich im kommenden Winter zu Strommangel kommen könnte. „Wir befinden uns in dieser angespannten Situation, weil der französische Kernkraftpark nicht seine volle Kapazität erreicht“, bedauert Xavier Piechaczyk, Vorstandsvorsitzender des Netzbetreibers RTE.

    Anhaltende Probleme mit den Reaktoren
    Diese Verzögerungen bei der Wiederinbetriebnahme der Reaktoren ist die Folge von anhaltenden Problemen, die an mehreren Reaktoren auftreten. Zu diesen Anomalien gehören insbesondere Risse in den Kühlkreisläufen der Reaktoren. „In den letzten 20 Jahren wurde zu wenig in die Kernenergie investiert“, stellt Phuc-Vinh Nguyen, Forscher im Bereich Energiepolitik, gegenüber dem Sender France 2 fest. Um diese Probleme zu kompensieren, muss Frankreich dringend Energie sparen und Strom aus dem Ausland – zum Beispiel aus Deutschland – importieren.

  • Regierung warnt: Stromausfälle könnten diesen Winter 60% der Franzosen betreffen

    Regierung warnt: Stromausfälle könnten diesen Winter 60% der Franzosen betreffen

    Die Präfekten der französischen Departements wurden in einem von der Regierung übermittelten Rundschreiben aufgefordert, mögliche Stromausfälle im Januar vorzubereiten. Die Regierung liess den Präfekten ein Rundschreiben zukommen, damit diese ihre Departements auf mögliche geplante Stromausfälle vorbereiten, von denen 60% der Bevölkerung, aber keine kritischen Standorte oder vorrangigen Kunden betroffen sein sollten. Der Text, der das gesamte französische Mutterland außer Korsika betrifft, das mit Italien verbunden ist und über eine eigene Stromerzeugung verfügt, dient dazu, „die Vorbereitung des Landes“ zu sichern. Rotierende Entlastungen des Stromnetzes von maximal zwei Stunden werden immer wahrscheinlicher, insbesondere im Januar, wenn die Stromversorgung Probleme bereitet. In dem Rundschreiben der Regierung, das von mehreren Medien aufgegriffen wurde, heißt es: „Wir müssen nur dann abschalten, wenn sich die Kälte bestätigt, wenn wir ein Problem mit der Produktion oder der Verbindun…

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  • Tarn-et-Garonne nach Stromausfall am Montagabend im Dunkeln

    Tarn-et-Garonne nach Stromausfall am Montagabend im Dunkeln

    Im Departement Tarn-et-Garonne fiel gegen 17.30 Uhr nach einem Zwischenfall an einer Hochspannungsleitung der Strom aus. Nach und nach konnte ein Teil der Stromversorgung wieder hergestellt werden, doch 90.000 Kunden waren am Abend noch ohne Strom.

    Kurz vor 17:30 Uhr kam es zu einem Zwischenfall an einer Hochspannungsleitung, der das Departement Tarn-et-Garonne grossteils von der Stromversorgung abschnitt. Die gesamte Stadt Montauban versank in der Dunkelheit. Nach Angaben der Präfektur waren 60% des Departements und 130.000 Haushalte betroffen.

    Dem Netzbetreiber RTE gelang es, die Stromversorgung grösstenteils bis zum späten Abend wieder herzustellen. Die genaue Ursache für den Vorfall ist noch nicht geklärt, es könnte sich jedoch um einen Blitzeinschlag in eine Hochspannungsleitung handeln.

    Bis etwa 21:00 Uhr war auch der Zugverkehr von Montauban in Richtung Agen und Cahors gestört. Der Bahnverkehr wurde in allen Städten in der Umgebung von Montauban für mindestens eine halbe Stunde eingestellt.

  • Stromversorgung: Weitere Verzögerungen bei Inbetriebnahme von EDF-Atomreaktoren

    Stromversorgung: Weitere Verzögerungen bei Inbetriebnahme von EDF-Atomreaktoren

    Die Wiederinbetriebnahme von Atomreaktoren des Stromversorgers EDF, fast die Hälfte aller französischer Atomreaktoren, könnte sich weiter verzögern: Eine Situation, die das Risiko von Stromausfällen im kommenden Winter erhöht.

    Der Zeitplan für die Wiederinbetriebnahme der Atomreaktoren der EDF laut dem Sender BFMTV nochmals verzögert worden. So meldet der Netzbetreiber RTE (Réseau de transport d’électricité), dass das Wiederanfahren einiger Reaktoren bis Dezember nicht möglich sein wird, obwohl die EDF bis Ende November ein Dutzend Reaktoren wieder in Betrieb nehmen wollte. Die Situation könnte sich daher weiter verschlechtern, insbesondere nachdem die Wiederinbetriebnahme von fünf Reaktoren bereits im Oktober verschoben worden war.

    Am Montag, dem 21. November, sind immer noch 26 der 56 französischen Reaktoren abgeschaltet. Und trotz des hohen erwarteten Energieverbrauchs in Frankreich, sind laut den von RTE online gestellten Daten werden etwa 15 Reaktoren bis Januar oder sogar darüber hinaus nicht am Netz sein.

    Hohes Risiko – aber kein Blackout erwartet
    Zwar war die Abschaltung der Reaktoren geplant, doch Streiks, die im September und Oktober die Wartungsarbeiten einiger Kraftwerke blockiert haben, sowie „Verzögerungen und technische Unwägbarkeiten“ verhindern, dass einige Reaktoren rechtzeitig wieder in Betrieb genommen werden können. Eine rechtzeitige Wiederinbetriebnahme ist jedoch entscheidend, da im Januar sowieso nur 65% der Kernkraftkapazität zur Verfügung stehen wird: Eine Situation, die den Netzwerkbetreiber RTE befürchten lässt, dass es insbesondere im Januar zu Stromausfällen kommen könnte. Solche Ausfälle würden höchstwahrscheinlich zwischen 8.00 und 12.00 Uhr sowie zwischen 18.00 und 20.00 Uhr auftreten, so die RTE.

    Es besteht jedoch keine Gefahr eines allgemeinen „Blackouts“ für Frankreich, wenn notwendige Maßnahmen ergriffen werden. Der Konzern gibt an, dass ein „Rückgang des Verbrauchs um 1 bis 5% oder um maximal 15% im schlimmsten Szenario“ ausreichen würde, um Risiken von Blackouts und grösseren Stromausfällen zu vermeiden.

  • So werden französische Haushalte im Winter vor Stromausfällen gewarnt

    So werden französische Haushalte im Winter vor Stromausfällen gewarnt

    In diesem Winter könnte es zu Stromabschaltungen im französischen Netz kommen, um die Gefahr eines Blackouts abzuwenden. Der Netzbetreiber RTE behält sich das Recht vor, als letztes Mittel punktuell den Strom abzuschalten, wenn die Belastung im Netz zu hoch wird. RTE verspricht, dass Unternehmen und Privatpersonen rechtzeitig gewarnt werden. Es soll keine überraschenden Stromausfälle geben.

    Das französische Stromnetz könnte in diesem Winter starken Belastungen ausgesetzt sein. Ein strenger Winter könnte zu einem deutlichen Anstieg des Strombedarfs führen. Auch wenn der aktuelle Trend auf relativ milde Temperaturen hindeutet, bleibt die Prognosesicherheit über die ersten Novemberwochen hinaus gering.

    Um das Risiko von Überbelastungen zu vermeiden, plant der Stromnetzbetreiber RTE Entlastungsmaßnahmen, d. h. lokalisierte und präventive zweistündige Stromabschaltungen. Enedis und RTE (Réseau de transport d’électricité), erklärten wie die Entlastungsabschaltungen in diesem Winter ablaufen könnten.

    Der Strom wird nicht abgeschaltet, ohne dass die Verbraucher rechtzeitig davon in Kenntnis gesetzt werden. Dank Ecowatt, dem „Wetterbericht für das Stromsystem„, der mit Beginn des Winters eingeführt wurde, können die Franzosen das Spannungsniveau, dem das Stromnetz ausgesetzt ist, mitverfolgen. Grün bedeutet, dass alles in Ordnung ist, Orange ist ein Aufruf zu sparsamen Verhaltensweisen, Rot bedeutet, dass der Stromverbrauch dringend gesenkt werden muss. Im letzten Fall, wenn der Verbrauch nicht sinkt, kann der Netzbetreiber RTE als letztes Mittel Maßnahmen zur Entlastung einleiten.

    „Wenn wir bei der RTE eine potenzielle Situation mit extrem hoher Belastung vorhersehen, die uns dazu veranlassen könnte, den Strom abzuschalten, würden wir ein rotes Ecowatt-Signal aussenden“, wird Jean-Paul Roubin, Exekutivdirektor für Kunden und Betrieb des Stromsystems bei der RTE, von der Zeitung Midi-Libre zitiert. Eine gefährlich hohe Belastung soll soll drei Tage vor Eintritt der Situation festgestellt, zwei Tage vorher bestätigt und am Tag vor einer möglichen Abschaltung bekannt gemacht werden. Im Laufe des Abends, nachdem die Warnung von RTE ausgesandt wurde, werden die Zonen, die zu einem bestimmten Zeitraum abgeschaltet werden sollen, definiert. „Wir legen dann ein Programm für die Abschaltung fest, das um 21.30 Uhr auf der Website Mon Ecowatt zur Verfügung gestellt wird“, erklärt Thierry Sudret, Direktor für Betrieb und Systeme bei Enedis.

    Die Informationen sind im Fernsehen und im Internet verfügbar.
    Die Ecowatt-Warnungen werden auf den Sendern der France-Télévisions-Gruppe ausgestrahlt. So erfahren die Verbraucher auch auf diesem Weg, ob ein rotes Warnsignal ausgelöst wurde. Die Information ist in Echtzeit und rund um die Uhr auf der Ecowatt-Website verfügbar. Dort wird eine Frankreichkarte angezeigt, auf der man sehen kann, welche Departements betroffen sind.

    Für den Fall also, dass eine mögliche Überlastung drei Tage lang bestätigt wird, werden die Verbraucher ab 21:30 Uhr am Vorabend einer möglichen Abschaltung auf der Website erkennen können, ob sie betroffen sind oder nicht. Verbraucher haben auch die Möglichkeit, sich für den roten Warnhinweis „Abschaltung“ anzumelden, dann werden sie per SMS automatisch benachrichtigt.

  • Energiekrise: Warum liefert Frankreich Gas an Deutschland?

    Energiekrise: Warum liefert Frankreich Gas an Deutschland?

    Frankreich begann, Gas über eine Verbindungsleitung im Département Moselle direkt nach Deutschland zu liefern. Berlin versprach seinerseits, Paris mit Strom zu versorgen, da Frankreich durch eine niedrige Atomstromproduktion geschwächt ist. Es ist ein Symbol für die „europäische Solidarität“ zur Überwindung der Energiekrise. Am Donnerstag, dem 13. Oktober, begann Frankreich zum ersten Mal mit direkten Gaslieferungen nach Deutschland. Diese Lieferungen erfolgen im Rahmen eines Abkommens über gegenseitige Hilfe, das Anfang September zwischen Emmanuel Macron und dem deutschen Bundeskanzler Olaf Scholz formalisiert wurde. Deutschland leidet unter dem Rückgang der russischen Gasexporte nach Europa. Berlin verpflichtete sich seinerseits, mehr Strom an Frankreich zu liefern, das unter den Auswirkungen der Abschaltungen von Atomkraftwerken leidet. Ein üblicher Energieaustausch innerhalb Europas, der in diesem Jahr aufgrund der starken Versorgungsspannungen im Zusammenhang mit dem Krieg in der …

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  • Energieeffizienz: Kleine Kästchen schalten bei Spannungen im Stromnetz elektrische Heizkörper ab

    Energieeffizienz: Kleine Kästchen schalten bei Spannungen im Stromnetz elektrische Heizkörper ab

    Das Gerät, das mit allen Arten von elektrischen Heizkörpern kompatibel ist, ermöglicht es, die Stromversorgung bei Verbrauchsspitzen kurzzeitig zu unterbrechen und so das Stromnetz zu entlasten – ohne dabei an Wärmekomfort zu verlieren.

    Jede Geste zählt und jeder ist betroffen. So lautet die Botschaft der Regierung, die am Donnerstag, dem 6. Oktober, ihren Plan zur Energieeinsparung vorstellt. Der Staat, die Gebietskörperschaften und Unternehmen sind aufgefordert, ihre eigenen Ideen zu präsentieren, um den Stromverbrauch des Landes in diesem Winter um 10% zu senken. Aber auch Privathaushalte sind betroffen. Eine der grossen Herausforderungen wird die in Frankreich viel genutzte Elektroheizung sein, die der größte Stromverbraucher ist. Um den Verbrauch zu senken, hat das Unternehmen Voltalis ein kleines Kästchen entwickelt, mit dem die Heizkörper bei Spannungen im Netz vorübergehend abgeschaltet werden können.

    Das Gerät ist sehr unauffällig. „Es ist ein kleiner Kasten – man muss sich bücken, um ihn zu sehen, weil er so unauffällig ist -, der an die Stromversorgung des Heizkörpers angeschlossen ist“, erklärt der Generaldirektor von Voltalis, Matthieu Bineau gegenüber Franceinfo.

    Stromausfälle vermeiden und Geld sparen
    Die Box wurde bereits vor etwa zehn Jahren entwickelt und ist mehr als nur ein Thermostat. Sie ermöglicht es, den Verbrauch des Heizkörpers automatisch zu regulieren. Ausserdem kann sie den Heizkörper vor einer Überlastung im nationalen Stromnetz kurzzeitig abschalten. „Wenn ich einen Heizkörper für zehn Minuten unterbreche, wird sich die Temperatur im Raum nicht ändern“, erklärt Matthieu Bineau. Und der Effekt lässt sich vervielfachen: „Zehn Minuten an einem Heizkörper, zehn Minuten an einem anderen, zehn Minuten an einem dritten … auf der Ebene von einer Million Heizkörpern ermöglicht uns das, einen Effekt zu erzielen, der auf nationaler Ebene deutlich sichtbar ist und dennoch auf der Ebene jedes einzelnen Verbrauchers unbemerkt bleibt.“

    Zusammengenommen könnten solche Maßnahmen zum Beispiel die Inbetriebnahme eines weiteren umweltschädlichen und teuren Wärmekraftwerks verhindern. Der Verbraucher seinerseits kann bis zu 10% seiner Heizkosten einsparen, zumal die Box und ihre Installation kostenlos sind.

    Aber diese Lösung ist nicht die einzige, es gibt auch andere Möglichkeiten, den Verbrauch zu begrenzen, wie z. B. die Temperatur in der Wohnung zu senken. Mehrere Energieversorger bieten Prämien für Kunden an, die bereit sind, in diesem Winter spürbar Strom zu sparen, um Verbrauchsspitzen zu vermeiden.

  • Vier Mitarbeiter des Stromnetzbetreibers RTE von Inlandsgeheimdienst DGSI verhaftet

    Vier Mitarbeiter des Stromnetzbetreibers RTE von Inlandsgeheimdienst DGSI verhaftet

    Die zwischen 31 und 35 Jahre alten Angestellten des Betreibers des öffentlichen Stromnetzes wurden im Rahmen einer im Juli 2022 eingeleiteten Untersuchung jetzt festgenommen.

    Vier Beschäftigte von RTE (Réseau de transport d’électricité) im Alter von 31 bis 35 Jahren befinden sich seit Dienstag, dem 4. Oktober, in Polizeigewahrsam in den Räumlichkeiten der Generaldirektion für Innere Sicherheit (DGSI). Sie werden verdächtigt, größere Schäden am Stromnetz angerichtet zu haben. Ihre Festnahme erfolgte im Rahmen von Ermittlungen, die seit Juli 2022 durchgeführt und dem Inlandsgeheimdienst DGSI übertragen wurden, wie die Pariser Staatsanwaltschaft am Mittwoch gegenüber Franceinfo erklärte. Die Beschädigungen mit potenziell sehr schwerwiegenden Auswirkungen hätten zu mehreren Stromausfällen geführt, meldet Franceinfo unter Berufung auf eine mit den Ermittlungen vertraute Quelle.

    Die Tatsache, dass die Beschäftigten in den Räumlichkeiten der DGSI verhört werden, erklärt sich durch den Status von RTE als Betreiber des landesweiten Stromnetzes, das für das Funktionieren des gesamten Landes von entscheidender Bedeutung ist. Die Verhaftungen und der Polizeigewahrsam fanden aufgrund mehrerer Straftaten statt, wie Franceinfo berichtet. Sie erfolgen im Rahmen einer Untersuchung, die am 29. Juli 2022 wegen Computersabotage und damit verbunden Straftaten eingeleitet wurde, so die Staatsanwaltschaft.

    Am Mittwoch veröffentlichte die Gewerkschaft CGT eine Erklärung, in der sie anprangerte, dass „die Antiterrordienste benutzt werden, um die Lohnforderungen der Beamten zum Schweigen zu bringen“. Die Gewerkschaft behauptet, dass die vier im Norden des Landes ansässigen Beschäftigten verdächtigt werden, „die lokale Umstellung von Umspannwerken programmiert“ zu haben. „Es handelt sich dabei“, so die Gewerkschaft, „um eine symbolische Aktion zur Wiederinbesitznahme des Arbeitsinstruments, die häufig bei Streiks vorkommt und keinerlei Auswirkungen auf die Kontinuität der Stromversorgung oder gar auf die Sicherheit von Menschen und Personen hat“.

  • Französischer Stromnetzbetreiber will 1 Milliarde Euro an Kunden zurückgeben

    Französischer Stromnetzbetreiber will 1 Milliarde Euro an Kunden zurückgeben

    Der französische Stromnetzbetreiber RTE erklärte am Mittwoch, dass er Anfang 2023 mindestens eine Milliarde Euro an die großen Stromverbraucher zurückgeben werde, da seine Einnahmen während der europäischen Energiekrise stark gestiegen sind.

    Der genaue Betrag werde „dem für 2022 prognostizierten Gewinn entsprechen“, erklärte die größtenteils in Staatsbesitz befindliche RTE in einer Erklärung. RTE kündigte an, dass die Rückerstattung einen Rekordbetrag von mehr als 1,5 Mrd. EUR erreichen könnte.

    Der Schritt kommt zu einem Zeitpunkt, an dem der öffentliche Druck für eine EU-weite Steuer auf die von den Energieunternehmen erzielten „Übergewinne“ wächst, da die Energiepreise seit Russlands Einmarsch in der Ukraine in die Höhe geschossen sind.

    Fast 380 große Stromabnehmer in der Industrie könnten sich rund 130 Millionen Euro aus dem Topf teilen, sagte Laurent Martel, Direktor für Finanzen und Einkauf bei RTE, gegenüber der Nachrichtenagentur AFP.

    Zu den Unternehmen gehören Chemiebetriebe, metallverarbeitende Betriebe, Stahlwerke sowie Papier- und Kartonagenfabriken.

    Der größte Teil der Auszahlung – rund 90 Prozent – geht jedoch an die Betreiber lokaler Nieder- und Mittelspannungsnetze, die die Lücke zwischen RTE und den Strom-Endverbrauchern, von der Industrie bis zu den Haushalten, schließen.

    Die Einnahmen von RTE waren in diesem Jahr dank der hohen Strompreise und der dadurch sehr hohen erzielten Gebühren für die Nutzung der Stromnetze über die Landesgrenzen hinweg besonders hoch.

    Die Gebühren hängen zum Teil von dem Stromaustausch zwischen Frankreich und seinen Nachbarländern ab, der in diesem Jahr aufgrund der Energieknappheit infolge des Krieges in der Ukraine und der Wartung eines großen Teils der französischen Kernreaktoren stark angestiegen ist.

  • Französisches Fernsehen wird „Stromkarte“ zur Vermeidung von Stromausfällen im Winter senden

    Französisches Fernsehen wird „Stromkarte“ zur Vermeidung von Stromausfällen im Winter senden

    Frankreichs nationaler Fernsehsender kündigte am Freitag an, man werde damit beginnen, eine „Stromkarte“ auszustrahlen, die den Zuschauern den Strombedarf im ganzen Land und die Gebiete zeigt, in denen ein übermäßiger Verbrauch zu Stromausfällen führen könnte.

    Im Rahmen einer Vereinbarung mit dem Hauptbetreiber des französischen Stromnetzes wird France Televisions eine Echtzeitkarte namens „Ecowatt“ auf seinen Kanälen ausstrahlen.

    Die französische Regierung befürchtet, dass es in diesem Winter zu Stromengpässen kommen könnte, da die Gaslieferungen aus Russland unterbrochen wurden und es zu größeren Wartungsproblemen in den französischen Atomreaktoren kam.

    In Zeiten besorgniserregend hoher Nachfrage – die rot eingefärbt sein werden – werden die Zuschauer dazu angehalten, ihren Stromverbrauch zu reduzieren oder das Netz zu Spitzenzeiten nicht in Anspruch zu nehmen.

    „Man könnte dann die Waschmaschine eher um 22 Uhr als um 19 Uhr einschalten“, sagte die Chefin von France Televisions, Delphine Ernotte, gegenüber der Nachrichtenagentur AFP.

    Die Initiative mit dem Stromnetzbetreiber RTE sei Teil des Engagements des staatlichen Medienkonzerns im Kampf gegen den Klimawandel, erklärte Ernotte.

    RTE, der Betreiber des Stromnetzes in Frankreich, hat vor wenigen Tagen einen neuen, durch eine App ergänzten Dienst mit dem Namen „Ecowatt“ eingeführt. Er soll dazu dienen, in Echtzeit vor drohenden Stromausfällen in diesem Winter zu warnen.

    Dieser neue Service soll den Franzosen helfen, ihren Energieverbrauch zu regulieren und vor dem Hintergrund massiv steigender Energiekosten einen sparsameren Umgang mit Energie zu pflegen. Pünktlich zum Herbstbeginn hat RTE den neuen Service Ecowatt gestartet. Ecowatt wurde in Partnerschaft mit Enedis und soll Privatpersonen vor allem bei Spannungen im Stromnetz Ratschläge für umweltbewusstes Verhalten geben. Durch eine farbige Karte und Vorhersagen für bis zu 4 Tagen wird Ecowatt vor möglichen Überlastungen im Stromnetz warnen und kleine Gesten empfehlen, die man zu Hause leicht durchführen kann und die sehr nützlich sind, um das Stromnetz zu entlasten. Dieser Service wird als eine Art Wetterbericht für den Strom vorgestellt.

    Ecowatt versteht sich als Warn- und Beratungsdienst. Jeden Tag gibt RTE Prognosen über den Stromverbrauch ab, die auf mehreren Parametern basieren: Stromerzeugung, mögliche Importe, aber auch das Wetter, da man weiß, dass kühlere Temperaturen schnell zu einem höheren Energieverbrauch führen, da viele Franzosen ihre Wohnungen mit Strom heizen.

    Anhand dieser Prognosen ordnet Ecowatt die Tage in Farb-Kategorien ein:

    Grün: alles in Ordnung der Verbrauch ist in Frankreich angemessen.
    Orange: Achtung der Verbrauch ist hoch, „Ökogesten sind willkommen“.
    Rot: Der Verbrauch ist ungewöhnlich hoch, es besteht die Gefahr eines Stromausfalls. „Stromsystem sehr angespannt. Stromausfälle unvermeidbar, wenn wir unseren Verbrauch nicht senken“, so RTE.