Schlagwort: Strassennetz

  • Zerfurcht und gefährlich: Die Landstraße RD513 zwischen Trouville und Villerville bröckelt

    Zerfurcht und gefährlich: Die Landstraße RD513 zwischen Trouville und Villerville bröckelt

    Es ist ein tägliches Abenteuer für Autofahrer: Die RD513 zwischen Trouville und Villerville ist auf 500 Metern massiv beschädigt. Tiefe Risse, meterlange Spalten, manche davon über 30 Zentimeter tief – für die rund 2.000 Fahrzeuge, die hier täglich unterwegs sind, bedeutet das höchste Aufmerksamkeit. Im Sommer verdoppelt sich der Verkehr, und das Risiko steigt.

    Eine Straße im langsamen Zerfall

    Die Anwohner wissen, woran es liegt: starke Regenfälle, Wasser, das in den Boden eindringt, und Erdrutsche. Die Substanz der Straße leidet – und das nicht erst seit gestern. Doch statt einer grundlegenden Sanierung setzt der zuständige Département-Rat auf oberflächliche Flickarbeiten. Das Problem: Diese Reparaturen halten nicht lange, besonders nicht bei schlechtem Wetter.

    Streit um die richtige Lösung

    Anstatt die RD513 umfassend zu sanieren, verfolgt der Département-Rat eine andere Idee: eine alternative Route, weiter im Landesinneren. Kostenpunkt: 20 Millionen Euro. Doch diese Umgehungsstraße ist umstritten. Der Bürgermeister von Villerville lehnt sie ab. Währenddessen bleibt die Straße eine Gefahrenzone – und die Autofahrer fahren mit einem mulmigen Gefühl.

    Ein größeres Problem in Frankreich

    Diese Straße ist kein Einzelfall. Laut dem Observatoire national de la route befinden sich 10 % der Département-Straßen in schlechtem Zustand. Eine Frage drängt sich auf: Wie lange kann man dringend notwendige Sanierungen noch aufschieben, bevor Straßen endgültig unbefahrbar werden?

    Und mal ehrlich – würdest du hier noch entspannt drüberfahren?

  • Straßen in Gefahr: Wie der Klimawandel Frankreichs Verkehrsnetz zerstört

    Straßen in Gefahr: Wie der Klimawandel Frankreichs Verkehrsnetz zerstört

    Frankreichs Straßen bröckeln – und das ist kein Zufall. Erst extreme Trockenheit, dann sintflutartige Regenfälle: Der Wechsel zwischen diesen Extremen setzt dem Asphalt massiv zu. Risse, Senkungen, Erdrutsche – unser Straßennetz leidet. Doch warum passiert das so häufig? Und vor allem: Was kann dagegen getan werden?

    Wenn der Boden nachgibt

    André Besnier, Bürgermeister von Ceton (Orne), steht fassungslos vor einer abgesackten Straße. Ganze ein Meter ist sie eingebrochen – und das auf einer vielbefahrenen Départementstraße! Schon seit einem Jahr gab es dort immer wieder Sperrungen wegen Rissen. Doch die extremen Regenfälle der letzten Monate haben alles noch schlimmer gemacht.

    Kein Einzelfall: In der ganzen Republik zeigen sich die Spuren des Klimawandels. Vor allem in bergigen Regionen, aber auch in flachen Gebieten wie dem Loiretal, wo allein im Januar drei größere Erdrutsche registriert wurden.

    Der Klimawandel als Straßen-Killer

    Im Cantal wächst die Sorge. Dort stehen 250 Straßenabschnitte unter Beobachtung, weil der Boden nicht mehr stabil ist. In Carlat wurde ein ganzes Dorf im März von der Außenwelt abgeschnitten – ein Hangrutsch hatte die einzige Zufahrtsstraße zerstört. Bürgermeister Yves Alexandre war verzweifelt: „Wir sind in einer extrem schwierigen Lage, vor allem als kleine Gemeinde.“

    Und genau hier liegt das Problem: Der Klimawandel verstärkt die bestehenden Schwachstellen. Viele Straßen sind ohnehin in schlechtem Zustand, weil es an Wartung fehlt. Experten warnen, dass die Situation sich noch weiter verschärfen könnte. Schon jetzt gelten 20 % der Nationalstraßen und 10 % der Départementstraßen als marode.

    Aber was tun? Einfach immer wieder ausbessern? Oder brauchen wir einen grundlegenden Umbau unseres Verkehrsnetzes, um es klimafest zu machen?

    Ein Teufelskreis aus Trockenheit und Regen

    Um zu verstehen, warum Straßen vermehrt brechen, muss man sich die Mechanismen im Untergrund anschauen. Während Dürreperioden trocknet der Boden aus, schrumpft und reißt auf. Dann kommen die sintflutartigen Regenfälle – das Wasser dringt in die entstandenen Risse ein, lockert das Erdreich und macht es instabil. Das Ergebnis? Erdrutsche, Senkungen, riesige Schlaglöcher.

    Besonders betroffen sind Straßen in ländlichen Gebieten, die auf lehmigen Böden gebaut wurden. Diese Böden quellen bei Nässe auf und schrumpfen bei Trockenheit – ein Albtraum für jede Asphaltdecke.

    Die Kostenfrage: Wer zahlt die Schäden?

    Marode Straßen sind nicht nur ein Sicherheitsrisiko, sondern auch eine finanzielle Belastung. Die Schäden summieren sich – und das in einer Zeit, in der viele Kommunen ohnehin klamme Kassen haben. Straßensanierungen kosten Millionen, und gerade kleine Gemeinden stehen vor einer Mammutaufgabe.

    Ein weiteres Problem: Vielerorts wurden Straßen vor Jahrzehnten gebaut, ohne die heutigen Klimabedingungen zu berücksichtigen. Das rächt sich jetzt.

    Lösungen: Brauchen wir einen anderen Straßenbau?

    Kann man Straßen so bauen, dass sie den Klimawandel besser überstehen? Ja, das geht – aber es braucht neue Materialien und clevere Bauweisen.

    • Dränasphalt: Dieser spezielle Asphalt lässt Wasser schneller versickern und verhindert, dass es in Risse eindringt.
    • Verstärkte Untergründe: Stabilisierte Böden und tiefere Fundamente könnten Erdrutschen entgegenwirken.
    • Bessere Entwässerung: Mehr Gräben, mehr Versickerungsflächen – damit das Wasser gar nicht erst zu einem Problem wird.

    Doch das kostet. Und hier kommt die Politik ins Spiel: Wer soll investieren? Und wie schnell kann das gehen?

    Wie weiter?

    Einfach nur zu flicken, was kaputtgeht – das reicht nicht mehr. Der Klimawandel verändert unsere Infrastruktur grundlegend. Ohne gezielte Investitionen und ein Umdenken im Straßenbau steuern wir auf ein wachsendes Problem zu.

    Und mal ehrlich: Wer möchte schon auf einer Straße unterwegs sein, die jederzeit einbrechen könnte?

    Von Andreas M. B.

  • Straßenschäden in der Aisne: Wenn Schlaglöcher die Werkstattrechnungen hochtreiben

    Straßenschäden in der Aisne: Wenn Schlaglöcher die Werkstattrechnungen hochtreiben

    Wer regelmäßig in der Region Aisne unterwegs ist, kennt das Problem nur zu gut: Die Straßen – insbesondere die D830 zwischen Château-Thierry und Étrépilly – gleichen einem Hindernisparcours aus Schlaglöchern. Für Autofahrer bedeutet das nicht nur ein holpriges Fahrerlebnis, sondern oft auch teure Reparaturen.


    Die D830: Eine Dauerbaustelle ohne Lösung

    Die D830 ist zu einem Symbol für vernachlässigte Infrastruktur geworden. Schlaglöcher, unebene Fahrbahnen und Abnutzung prägen das Bild dieser vielbefahrenen Straße. „Sie ist komplett kaputt, seit Jahren schon“, klagt ein genervter Autofahrer. Auch eine regelmäßige Pendlerin berichtet, dass ihre Reifen und Stoßdämpfer stark in Mitleidenschaft gezogen wurden – eine Reparatur, die schnell ins Geld gehen kann.


    Werkstätten profitieren – aber auf Kosten der Autofahrer

    Für Yannick Olanier, einen Garagisten aus Nogentel, ist der Zustand der Straßen ein zweischneidiges Schwert. Einerseits hat sich sein Geschäft in den letzten Jahren um 30 % gesteigert, andererseits sieht er täglich die Auswirkungen auf die Fahrzeuge seiner Kunden.

    „Die Fahrzeuge nehmen bei solchen Schlaglöchern ernsthaften Schaden“, erklärt Olanier. Wenn ein Rad in ein tiefes Loch fährt, entlädt sich die Kompression der Federung abrupt – ein Schock, der nicht nur die Stoßdämpfer, sondern oft das gesamte Fahrwerk beeinträchtigen kann. Die Folge: Kosten, die leicht in den dreistelligen Bereich gehen, manchmal sogar mehr.


    Ein Kreislauf aus Schäden und Kosten

    Autofahrer stehen vor einem Dilemma: Die Reparaturen sind teuer, aber ohne Instandhaltung der Fahrzeuge drohen noch größere Probleme. Reifen, Achsen, und Federungen sind besonders anfällig für Schäden durch die unebenen Straßen. Ein Problem, das nicht nur für Privatpersonen belastend ist, sondern auch Handwerksbetriebe und Lieferdienste trifft, die auf funktionierende Fahrzeuge angewiesen sind.


    Warum wird nichts getan?

    Die offensichtliche Frage ist: Warum werden die Straßen nicht saniert? Oft sind es fehlende finanzielle Mittel oder lange bürokratische Prozesse, die den Fortschritt blockieren. Doch der Zustand der D830 zeigt, dass das Ignorieren des Problems langfristig ebenfalls teuer wird – für Autofahrer und letztendlich auch für die öffentliche Hand, die für größere Instandsetzungsmaßnahmen aufkommen muss.


    Wer zahlt die Zeche?

    Die schlechten Straßenverhältnisse sind mehr als nur ein Ärgernis. Sie haben handfeste wirtschaftliche Auswirkungen, besonders für Menschen in ländlichen Gebieten, die auf ihr Auto angewiesen sind. Die Kosten für Reparaturen belasten Haushalte zusätzlich in einer Zeit, in der die Lebenshaltungskosten ohnehin steigen.


    Ein dringender Handlungsbedarf

    Die D830 ist ein warnendes Beispiel dafür, wie vernachlässigte Infrastruktur den Alltag der Menschen erschweren kann. Schlaglöcher sind mehr als nur ein kosmetisches Problem – sie symbolisieren einen Verfall, der viele betrifft. Es ist an der Zeit, dass lokale und regionale Behörden Prioritäten setzen und Investitionen tätigen, um diese Straßen wieder sicher und befahrbar zu machen.

    Denn letztlich stellt sich die Frage: Was kostet mehr – die Sanierung der Straßen oder die Schäden, die durch ihre Vernachlässigung verursacht werden?

  • Frankreichs Straßenqualität: Vom Spitzenreiter zum Nachzügler?

    Frankreichs Straßenqualität: Vom Spitzenreiter zum Nachzügler?

    Die renommierte Autobahn A13 ist seit Freitag gesperrt und bleibt es mindestens bis Montagabend. Warum? Eine 50 bis 80 cm tiefe Rissbildung, die sich quer über die Autobahn zieht, hat zur kompletten Schließung zwischen Paris und Vaucresson (Hauts-de-Seine) geführt. François Durovray, Präsident des Departementrats von Essonne und Mitglied der Versammlung der französischen Departements, verkündet besorgt, dass Frankreich „innerhalb weniger Jahre“ von der ersten auf die achtzehnte Stelle im weltweiten Ranking der Straßenqualität abgerutscht ist. Aber wie konnte es so weit kommen?

    Das steile Gefälle der französischen Straßenqualität

    Noch 2012 belegte Frankreich stolz den weltweit ersten Platz bei der Qualität der Straßeninfrastruktur. Sieben Jahre später fand sich das Land jedoch nur noch auf Rang 18 wieder – weit hinter Spitzenreitern wie Singapur, den Niederlanden und der Schweiz. Diese Bewertung des Weltwirtschaftsforums beruht auf der subjektiven Wahrnehmung der Anwohner, was sie zwar persönlich färbt, jedoch nicht minder besorgniserregend macht. 2019 stellte sich heraus, dass fast 19% der nationalen Straßen und rund 10% der Departement- und Gemeindestraßen in einem „schlechten Zustand“ waren.

    Das Problem: Unterfinanzierung

    Von 2007 bis 2017 wurde offensichtlich zu wenig in das französische Straßennetz investiert. Ein Bericht aus 2018 offenbart, dass Frankreich jährlich etwa 50.000 Euro pro Kilometer Straße ausgab, während das Vereinigte Königreich rund 80.000 Euro investierte. Diese Unterinvestition konnte die fortschreitende Verschlechterung des Netzes nicht stoppen, so die Experten.

    Die Kehrtwende bei den Kommunen

    Seit 2018 scheint sich das Blatt jedoch zu wenden. Lokale Behörden haben ihre Investitionen erhöht, und der Zustand der Straßen stabilisiert sich. Pierre Dumas vom Nationalen Straßenobservatorium betont, dass der Zustand der Straßen sich nicht weiter verschlechtert habe und sogar die Zahl der Straßen in schlechtem Zustand rückläufig sei. Es zeigt sich: Regelmäßige Wartung ist kostengünstiger als großangelegte Sanierungsarbeiten.

    Können wir also aufatmen?

    Mitnichten! Die aktuellen Bemühungen sind lobenswert, doch das grundlegende Problem der Unterfinanzierung bleibt bestehen. Werden die französischen Straßen jemals wieder zu ihrem früheren Glanz zurückkehren? Das bleibt abzuwarten. Doch eines ist sicher: Die Qualität einer Infrastruktur spiegelt oft die Prioritäten einer Gesellschaft wider – und hier hat Frankreich offensichtlich noch einiges aufzuholen. Warum also warten, bis die Probleme so groß werden, dass sie nicht mehr zu übersehen sind?

    Die Situation der französischen Straßen ist mehr als nur ein Weckruf. Sie ist ein klarer Indikator dafür, dass kontinuierliche Investitionen und Wartungen unerlässlich sind, um die Sicherheit und Effizienz unserer alltäglichen Wege zu gewährleisten. Man kann nur hoffen, dass die Verantwortlichen aus den vergangenen Fehlern lernen und notwendige Schritte unternehmen, um Frankreich wieder an die Spitze der weltweiten Straßenqualität zu führen.

  • Vom Spitzenreiter zum Sorgenkind: Die Misere der französischen Straßen

    Vom Spitzenreiter zum Sorgenkind: Die Misere der französischen Straßen

    Ein dramatischer Absturz kennzeichnet die Entwicklung der französischen Straßenqualität in den letzten Jahren. Während Frankreich 2012 noch den stolzen ersten Platz im weltweiten Ranking einnahm, sieht sich das Land 2019 auf den 18. Platz zurückgefallen. Eine solche Talfahrt wirft Fragen auf und verlangt nach Erklärungen.

    Gefahrenzone Straße

    Für Autofahrer sind sie zu einem echten Hindernisparcours geworden: Schlaglöcher, tiefe Risse und aufgeplatzte Asphaltdecken. Verschiedene Faktoren tragen zu dieser Misere bei. Der Klimawandel setzt den Straßen ebenso zu wie der Vernachlässigung der Instandhaltung. Nicht zu vergessen, die Belastung durch den Schwerlastverkehr, die besonders in verkehrsreichen Regionen wie Ille-et-Vilaine bei Rennes ihre Spuren hinterlässt. Dort haben Umleitungen wegen Bauarbeiten die Situation weiter verschärft, indem sie den Verkehr auf kleinere, dafür nicht ausgelegte Straßen zwangen.

    Ein teures Unterfangen

    Die Instandsetzung der Straßen ist überfällig, doch die Kosten sind immens. Für die Sanierung eines einzigen Kilometers müssen bis zu 100.000 Euro aufgebracht werden. Versuche, durch Geschwindigkeitsbeschränkungen und Aufklärung die Situation zu verbessern, haben bisher wenig Wirkung gezeigt. Die Straßen bleiben eng und gefährlich, was den Unmut der Anwohner nur weiter schürt. Sie blicken nun hoffnungsvoll auf das Ende der Bauarbeiten an der nahegelegenen Departementsstraße – ein Hoffnungsschimmer, der noch in weiter Ferne liegt.

    Blick nach vorn

    Die Verschlechterung der Straßen in Frankreich ist ein komplexes Problem, das nicht über Nacht gelöst werden kann. Es erfordert eine sorgfältige Abwägung von Umwelteinflüssen, Verkehrsdichte und finanziellen Möglichkeiten. Mit Blick auf die Zukunft bleibt zu hoffen, dass innovative Lösungen und nachhaltige Ansätze gefunden werden, um Frankreichs Straßen wieder zu dem zu machen, was sie einmal waren: ein Musterbeispiel für Qualität und Sicherheit im internationalen Vergleich.

  • Savoie: Straßenverkehr leidet unter Wetterkapriolen

    Savoie: Straßenverkehr leidet unter Wetterkapriolen

    In der Region Savoie in Frankreich führen heftige Unwetter und daraus resultierende Erdrutsche immer wieder zu erheblichen Verkehrsbehinderungen.

    Ein besonders drastisches Beispiel ereignete sich Anfang Dezember, als ein Teil einer Departementsstraße auf einer Länge von 50 Metern und einer Höhe von 10 Metern einstürzte. „Es bildete sich eine Art Wassersack unter der Fahrbahn, der dann zu einem Schlammstrom führte“, erklärt der Anwohner Jean-Pierre Curtil gegenüber dem Sender France 2. Der sandige Untergrund, bereits durch Trockenheit geschwächt, gab nach heftigen Regenfällen nach.

    Unpassierbare Straßen und umgeleitete Verkehrswege

    Die Situation ist symptomatisch für die Region: Viele Straßen sind mittlerweile unpassierbar. Dies zeigt sich unter anderem im Tunnel des Échelles, nur wenige Kilometer entfernt, wo es nach starken Regenfällen Ende November zu zwei Felsstürzen kam. Diese Vorfälle stören den Verkehr erheblich und zwingen Autofahrer dazu, ihre gewohnten Routen zu ändern. Die Häufigkeit dieser Ereignisse ist alarmierend: Zwischen November und Dezember 2023 wurden in Savoie insgesamt 300 solcher Vorfälle registriert. Jean-Philippe Laplanche, Direktor der Infrastrukturabteilung des Departementsrats von Savoie, beziffert den Schaden auf 16 Millionen Euro – ein Drittel des jährlichen Budgets der Behörde.

    Eine wachsende Herausforderung

    Diese Ereignisse stellen nicht nur eine unmittelbare Gefahr für die Verkehrssicherheit dar, sondern werfen auch Fragen bezüglich der langfristigen Infrastrukturplanung und -erhaltung auf. Die zunehmende Frequenz und Intensität von Unwettern, bedingt durch den Klimawandel, erfordert angepasste Maßnahmen zur Vermeidung zukünftiger Katastrophen. In Savoie manifestiert sich das Problem in besonders dramatischer Weise, da hier natürliche Gegebenheiten wie steile Hänge und ein durchlässiger Untergrund die Auswirkungen von Starkregen verschärfen.

    Die Suche nach Lösungen

    Angesichts der steigenden Schadenszahlen und der damit verbundenen Kosten ist es dringend geboten, präventive Maßnahmen zu ergreifen. Dies könnte die Stärkung von Hangbefestigungen, die Verbesserung der Wasserableitung und die Anpassung der Straßeninfrastruktur an die veränderten klimatischen Bedingungen umfassen. Gleichzeitig müssen die Anwohner und Verkehrsteilnehmer in Savoie auf weiterhin mögliche Unterbrechungen und Gefahren vorbereitet sein.

    Die Ereignisse in Savoie sind ein deutliches Zeichen dafür, dass der Klimawandel und seine Folgen eine umfassende Herausforderung für die Verkehrsinfrastruktur darstellen, die sowohl kurzfristige Reaktionen als auch langfristige Strategien erfordern.

  • Maroder Zustand vieler Brücken in Frankreich

    Maroder Zustand vieler Brücken in Frankreich

    Am Montag stürzte eine Bogenbrücke in Gard unter der Last eines kleinen LKWs zusammen. Obwohl es noch zu früh ist, um definitive Schlüsse über die Ursachen des Einsturzes zu ziehen, weist ein Bericht des französischen Senats aus dem Jahr 2022 darauf hin, dass viele Brücken in Frankreich in schlechtem Zustand sind.

    Ein Brückeneinsturz in Chamborigaud (Departement Gard) zerteilt eine Straße in zwei Teile und zertsörte mehrere Meter der Brücke. War die Brücke marode oder durch die kürzlich erfolgten Hochwasser geschwächt? Das bleibt vorerst ungeklärt. Innerhalb von vier Jahren ist dies der dritte Brückeneinsturz in dieser Gemeinde – ein alarmierendes Zeichen für den Verfall der Infrastruktur im ganzen Land.

    Ursachenforschung: Warum so viele Brücken in schlechtem Zustand sind

    Frankreich hat über 250.000 Straßenbrücken, von denen zwischen 30.000 und 35.000 in schlechtem Zustand sind. Die Lage verschärft sich zusehends: Seit 2019 kamen 10.000 weitere Brücken zu dieser besorgniserregenden Liste hinzu. Doch was sind die Gründe für diesen bedenklichen Zustand? Ein Mangel an Kenntnissen über die Infrastruktur, schlechtes Management und vor allem chronische Unterfinanzierung sind laut dem Senatsbericht die Hauptursachen. Die finanziellen Mittel seien unzureichend, der Senat attestierte einen Reparaturrückstand von 350 Millionen Euro seit 2020. Die Senatoren fordern einen dringenden Handlungsbedarf angesichts dessen, was sie als „die Baustelle des Jahrhunderts“ bezeichnen.

    Ein Aufruf zum Handeln

    Diese Situation unterstreicht die dringende Notwendigkeit für Frankreich, in seine Infrastruktur zu investieren und die Sicherheit seiner Bürger zu gewährleisten. Die wiederholten Brückeneinstürze sind nicht nur ein Zeichen des physischen Verfalls, sondern auch ein Weckruf für die politischen Entscheidungsträger, umfassende Maßnahmen zu ergreifen und die Infrastrukturkrise anzugehen. Die Sicherheit der öffentlichen Straßeninfrastruktur muss eine Priorität sein, um zukünftige Katastrophen zu vermeiden und das Vertrauen der Bevölkerung in die Zuverlässigkeit und Sicherheit der Verkehrswege zu stärken. Es ist an der Zeit, in die Zukunft zu investieren und das Fundament für eine sichere und nachhaltige Infrastruktur zu legen.

  • Verkehrssicherheit: Warum werden die französischen Straßen so schlecht gewartet?

    Verkehrssicherheit: Warum werden die französischen Straßen so schlecht gewartet?

    In Frankreich sind 30 % der tödlichen Unfälle auf schlechte Fahrbahnen zurückzuführen. Angesichts dieser Tatsache schlagen jetzt mehrere Autofahrerverbände Alarm.

    Sailly-sur-la-Lys (Departement Pas-de-Calais) gehört zu den Gemeinden in Frankreich, in denen die Straßen besonders stark beschädigt sind. Es sind zwar irgendwann Bauarbeiten geplant, die Autofahrer sind verärgert. „Wir sind gezwungen, langsamer zu fahren und vorsichtiger zu sein“, sagt ein Autofahrer gegenüber dem Sender France 2. Schlaglöcher findet man auch auf einigen Autobahnen, wie zum Beispiel die A15 im Departement Val-d’Oise. Ein Motorradfahrer berichtet, dass bereits zweimal seine Reifen wegen solcher Löcher in der Fahrbahn geplatzt sind.

    30 % der tödlichen Unfälle
    Durch die starken Regenfälle und den anschließenden Frost ist der Asphalt aufgeplatzt und die Reparaturarbeiten sind manchmal kompliziert. „Eine größere Reparaturmaßnahme auf die Beine zu stellen, dauert ungefähr einen Monat, um eine Sperrung zu planen, damit die Bauunternehmen in der Lage sind, zu arbeiten“, erklärt Thomas Walliser, Leiter der Verwaltung und des Betriebs der DIRIF. In Frankreich spielt der Zustand der Straßen bei 30 % der tödlichen Unfälle eine Rolle, aber „nur“ in 1 % der Fälle ist der Straßenzustand die einzige Ursache.

  • Frankreich: Überlastete Autobahn A31 – angrenzende Gemeinden haben die Nase voll

    Frankreich: Überlastete Autobahn A31 – angrenzende Gemeinden haben die Nase voll

    Im Département Moselle sind die Straßen aufgrund der von Apps und GPS-Geräten vorgeschlagenen Alternativrouten für die A31 oft überlastet. Einige Bürgermeister wollen jetzt die Vorschriften verschärfen.

    Jeden Morgen verwandelt sich die Autobahn A31 in Richtung Luxemburg in einen riesigen Stau. Der Grund dafür? Die Zahl der Grenzgänger steigt ständig: 120.000 sind es heute, dreimal so viele wie vor 20 Jahren. Die Folge: Um die Autobahn zu umgehen und Zeit zu sparen, nehmen Autofahrer Alternativrouten, bei denen es sich meist um kleine Dorfstraßen handelt. Dies ist zum Beispiel der Fall in Hettange-Grande, einer Gemeinde, durch die täglich mehr als 17.000 Autos fahren. Dort zu fahren ist zu einem Alptraum geworden, wie eine Autofahrerin dem Sender France 2 bestätigt.

    Für den Bürgermeister der Gemeinde ist die Situation unhaltbar. „Es handelt sich um Lärmbelästigung, Verkehrsrisiken, Umweltverschmutzung und Straßenverschleiß, die für die Gemeinden mit hohen Kosten verbunden sein werden“, erklärt Bürgermeister Roland Balcerzak. Die Gemeindeschule befindet sich direkt neben einer solchen Durchgangsstraße, was die Eltern beunruhigt. Um den Verkehr zu verringern, haben einige Bürgermeister drastische Entscheidungen getroffen, wie zum Beispiel an der luxemburgischen Grenze. Seit August hat der Bürgermeister des Ortes eine Verordnung erlassen: Es ist verboten, während der Hauptverkehrszeiten auf bestimmten Straßen zu fahren.

    Um den Verkehr zu entlasten, soll bald eine neue Autobahn entstehen: die A31 bis. Sie wird aber erst zwischen 2030 und 2035 in Betrieb genommen werden können.

  • Straßennetz: Mehr als die Hälfte der französischen Straßen müssen dringend repariert werden

    Straßennetz: Mehr als die Hälfte der französischen Straßen müssen dringend repariert werden

    Vor zehn Jahren war das französische Straßennetz das beste der Welt. Am Montag, 4. April 2022, rangiert es nur noch auf dem 17ᵉ Platz. Nach Angaben des Rechnungshofs sind 53% des nationalen Strassennetzes reparaturbedürftig.

    In Salasc (Hérault) fährt der Radfahrer Jean-Marie Delourme mit den Augen auf den Boden gerichtet, um die vielen Schlaglöcher zu vermeiden. Auf dem Land zu fahren ist riskant geworden: „Es ist katastrophal, es ist heruntergekommen, es ist gefährlich“, sagt der Radfahrer auf dem Sender France 3. Die Dorfbewohner haben die Departementsstraße in „Straße der Flicken“ umbenannt. Der Fall ist bei weitem kein Einzelfall. In Rouen (Seine-Maritime) hat die Stadtverwaltung gerade nicht weniger als 14.000 Schlaglöcher gestopft.

    Auf den 1 Million Kilometern des französischen Straßennetzes verschlechtert sich der Zustand der Fahrbahnen immer weiter. Im Jahr 2012 waren laut Rechnungshof 43% der Straßen wartungsbedürftig. Bis 2022 ist dieser Anteil auf 53% gestiegen. Der Grund dafür ist der Rückzug des Staates. Um das Problem zu lösen, muss der Staat nun tief in die Tasche greifen: Der Gesetzgeber hat das Budget bis 2037 auf eine Milliarde Euro pro Jahr erhöht.