Schlagwort: Strassenbeleuchtung

  • Licht im Dunkel: Die Geschichte der Straßenbeleuchtung in Paris begann schon im Jahr 1524

    Licht im Dunkel: Die Geschichte der Straßenbeleuchtung in Paris begann schon im Jahr 1524

    Paris, die „Stadt der Lichter“, hat diesen Beinamen nicht von ungefähr. Doch wann begann eigentlich die Ära, in der die Straßen der französischen Hauptstadt erleuchtet wurden? Die Geschichte der Pariser Straßenbeleuchtung reicht weit zurück und spiegelt die technische und gesellschaftliche Entwicklung der Stadt wider.

    Die ersten Schritte: Laternen und Kerzen

    Die Anfänge der Straßenbeleuchtung in Paris liegen im Jahr 1524. Damals erließ der Pariser Polizeipräfekt eine Anordnung, dass Bewohner während der Nacht eine brennende Kerze oder Lampe in den Fenstern aufstellen sollten, die zur Straße hinausgingen. Der Zweck war einfach – die Sicherheit sollte erhöht werden, und das Licht sollte Dieben und Vagabunden das Handwerk erschweren. Diese Maßnahme stellte den ersten offiziellen Versuch dar, die nächtlichen Straßen der Stadt zu erhellen.

    Dieser Versuch blieb jedoch auf einzelne Straßenabschnitte begrenzt und war keineswegs flächendeckend. Die Dunkelheit blieb die Herrscherin der Nacht, und die flackernden Kerzen in den Fenstern boten nur wenig Schutz vor der Finsternis.

    Die Ära der Laternen beginnt

    Ein großer Sprung erfolgte im Jahr 1667, als König Ludwig XIV. einen weitreichenden Erlass zur Verbesserung der öffentlichen Sicherheit in Paris verabschiedete. Teil dieses Erlasses war die Installation von Straßenlaternen in der ganzen Stadt – eine Maßnahme, die Paris zur ersten Stadt Europas mit systematischer Straßenbeleuchtung machte. 3.000 Laternen wurden aufgestellt, jede mit einer Kerze im Inneren, die von Laternenanzündern, den sogenannten „allumeurs“, jeden Abend entzündet wurden.

    Die neuen Laternen waren jedoch alles andere als ideal. Der schwache Schein der Kerzen brachte wenig Licht und konnte nur geringe Flächen beleuchten. Außerdem war die Pflege der Laternen aufwendig und teuer. Dennoch war dies ein bedeutender Schritt hin zu einer besser beleuchteten Stadt.

    Die Revolution der Gaslampen

    Mit der industriellen Revolution kam eine neue Ära der Straßenbeleuchtung. Im Jahr 1820 wurde die erste Gaslampe in Paris installiert. Dieses Ereignis markierte den Beginn einer Revolution im Bereich der städtischen Beleuchtung. Die Gaslampen waren nicht nur heller als ihre Vorgänger, sondern auch zuverlässiger und einfacher zu bedienen und zu warten.

    Die Gasbeleuchtung breitete sich schnell in der Stadt aus. Schon 1850 erhellten über 30.000 Gaslampen die Straßen von Paris. Diese Lampen brannten mit einem konstanten Licht, das die Nacht auf eine Weise erhellte, wie es vorher nie möglich gewesen war. Paris wurde dadurch auch zur „Ville Lumière“, einer Stadt, die seither sowohl in ihrer kulturellen Strahlkraft als auch in ihrer physischen Erscheinung leuchtete.

    Elektrisches Licht: Ein neues Zeitalter

    Das 19. Jahrhundert war auch das Jahrhundert des elektrischen Lichts. Während der Pariser Weltausstellung 1878 wurde erstmals die elektrische Straßenbeleuchtung demonstriert. Die Besucher waren fasziniert von dem intensiven weißen Licht, das noch heller und stabiler war als das der Gaslampen.

    1881 wurde die Avenue de l’Opéra die erste elektrisch beleuchtete Straße in Paris. Elektrizität hatte das Potenzial, das städtische Leben grundlegend zu verändern. Doch wie immer bei neuen Technologien gab es anfänglich Bedenken – die Kosten waren hoch, und nicht jeder war von der Überlegenheit des elektrischen Lichts überzeugt.

    Es dauerte noch bis zum Ende des 19. Jahrhunderts, bis das elektrische Licht das Gaslicht endgültig verdrängte. Doch ab diesem Zeitpunkt gab es kein Zurück mehr – Paris wurde heller und sicherer als je zuvor.

    Die Moderne: Leuchtstofflampen und LED-Technologie

    Die Weiterentwicklung der Straßenbeleuchtung ging auch im 20. Jahrhundert weiter. In den 1930er Jahren begannen die Pariser, Quecksilberdampf- und Leuchtstofflampen einzusetzen. Diese boten eine noch effizientere Beleuchtung und trugen dazu bei, dass Paris seinen Ruf als „Stadt der Lichter“ festigte.

    Heute sind wir im Zeitalter der LED-Technologie angekommen. LED-Lampen sind nicht nur energieeffizient, sondern auch langlebig und umweltfreundlich. Seit den 2010er Jahren wird die Pariser Straßenbeleuchtung schrittweise auf LEDs umgestellt. Die Stadt plant, bis 2025 nahezu alle Straßenlaternen mit dieser Technologie auszustatten. Dies ist nicht nur ein Beitrag zum Umweltschutz, sondern ermöglicht es Paris auch, seinen Energieverbrauch erheblich zu senken.

    Ein Blick in die Zukunft

    Wenn wir in die Zukunft blicken, stellt sich die Frage: Wie wird die Straßenbeleuchtung in Paris in 50 Jahren aussehen? Wird sie weiterhin eine führende Rolle in der Entwicklung städtischer Beleuchtungstechnologien spielen? Oder stehen wir vielleicht am Anfang einer Ära, in der die nächtliche Dunkelheit auf eine Weise gebrochen wird, die wir uns heute noch nicht vorstellen können?

    Die Geschichte der Straßenbeleuchtung in Paris zeigt eindrucksvoll, wie technische Innovationen das Stadtleben prägen und verändern können. Von den ersten Kerzen in den Fenstern über die revolutionären Gaslampen bis hin zur modernen LED-Technologie – Paris hat stets an vorderster Front der Entwicklung gestanden. Die „Stadt der Lichter“ wird ihrem Namen auch in Zukunft gerecht werden – davon kann man ausgehen.

  • Lichter aus: Französische Städte sparen Energie und reduzieren die Straßenbeleuchtung

    Lichter aus: Französische Städte sparen Energie und reduzieren die Straßenbeleuchtung

    Städte und Gemeinden in ganz Frankreich reduzieren die Straßenbeleuchtung als Teil des nationalen Energiesparplans für den Winter.

    Einige grosse französische Städte, darunter Toulouse und Lyon, schalten seit dem 31. Oktober nachts die Straßenbeleuchtung ab, um Energie zu sparen.

    Einen Tag, nachdem in Frankreich die Uhren auf Winterzeit umgestellt wurden, wird in Toulouse die Straßenbeleuchtung in Bereichen außerhalb des Stadtzentrums von Mitternacht bis 5 Uhr morgens ausgeschaltet; in Lyon wird die Beleuchtung von Sonntag bis Mittwoch wöchentlich zwischen 2 Uhr und 4.30 Uhr ausgeschaltet bleiben.

    Auch einige Städte in den Pyrénées-Orientales, darunter Argelès-sur-Mer, Toulouges und Sainte-Marie, werden nachts die Lichter ausschalten. Zahlreiche auch kleinere Gemeinden schließen sich an und beschliessen Energie und Geld zu sparen, indem sie die Strassenbeleuchtung abschalten, wenn die meisten Menschen im Bett sind.

    In vielen Dörfern werden die Straßenlaternen bereits heute in den frühen Morgenstunden ausgeschaltet, jetzt haben lokale Behörden beschlossen, die Abschaltzeit weiter vorzuverlegen – z. B. die Lichter um 23 Uhr statt um Mitternacht auszuschalten.

    Laut einem Anfang Oktober veröffentlichten Bericht der Regierung ist die Straßenbeleuchtung nach den öffentlichen Gebäuden der zweitgrößte Posten auf der Energierechnung der Kommunen, sie macht insgesamt 31 Prozent der kommunalen Energieausgaben aus.

    Diese Massnahmen sollen es den gemeinden ermöglichen, die Energiekosten zu senken und die Steuerlast für die Bürger zu reduzieren. Weniger Strom bedeutet allerdings auch weniger Belastung für die Umwelt. Es ist besser für den Geldbeutel der Menschen, aber auch für Pflanzen und Tiere, die auf diese weise weniger künstlichem Licht ausgesetzt sind.

    Andere Städte dagegen, darunter auch Paris, haben beschlossen, die Straßenbeleuchtung aus Sicherheitsgründen nicht zu reduzieren. Die Vereinigung „60 millions de piétons“ wies darauf hin, dass 30 Prozent der tödlichen Unfälle mit Fußgängern in den Monaten November, Dezember und Januar, also in der dunklen Jahreszeit, passieren.

    Der Verband befürchtet nun, dass durch die Abschaltung der Strassenbeleuchtung die Zahl der Unfälle mit Fußgängern zunehmen wird, und rät Abendspaziergängern, in der Dunkelheit helle Kleidung zu tragen, damit sie besser gesehen werden können.

    Ab dem 1. November sind Geschäfte und Büros in Paris allerdings verpflichtet, beleuchtete Hinweisschilder und Werbetafeln auszuschalten, sobald sie geschlossen haben, andernfalls drohen Geldstrafen zwischen 750 und 1.500 Euro.

    Einen Monat später, sechs Monate vor dem Inkrafttreten eines landesweiten Gesetzes, tritt in Paris ein Verbot für Leuchtreklame auf Straßen und in öffentlichen Verkehrsmitteln von 23.45 Uhr bis 6 Uhr morgens in Kraft – eine Regelung, die 3.000 digitale Anzeigetafeln und 1.630 Leuchtreklamen allein in Paris betreffen wird.

    Laut dem grünen Abgeordneten Dan Lert verbraucht eine zwei Quadratmeter große Werbetafel so viel Strom wie die Beleuchtung und alle Geräte in einem Haushalt.

  • Der Kampf gegen Energieverschwendung wird in Frankreich intensiviert

    Der Kampf gegen Energieverschwendung wird in Frankreich intensiviert

    Am Montag, dem 29. August, kündigte die Regierung ein Dekret an, um bestimmten energieintensiven Dingen wie beleuchteten Werbetafeln ein Ende zu setzen. Zu den Maßnahmen, auf die das jüngste Dekret der Regierung abzielt, gehören digitale Bildschirme, auf denen Werbungen angezeigt werden. „Die Regierung will die Regeln auf nationaler Ebene harmonisieren und daher verbieten, dass solche Werbetafeln von 1 Uhr bis 6 Uhr morgens eingeschaltet werden. Man muss dazu sagen, dass diese Bildschirme sehr energieintensiv sind“, wird in der Sendung 12/13 auf France 3 am Dienstag, dem 30. August, erklärt. So wird der Stromverbrauch eines 2m2 großen Bildschirms auf über 2 kWh pro Jahr geschätzt, was so viel ist wie der Verbrauch eines Vier-Personen-Haushalts für Beleuchtung und Haushaltsgeräte. Reduzierung der öffentlichen Beleuchtung Das Dekret wird es geheizten Geschäften verbieten, ihre Türen in diesem Winter offen zu lassen, wie es oft im Sommer trotz Betriebs der Klimaanlagen geschehen war. Die …

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