Schlagwort: strasbourg

  • Straßburg zwischen Fachwerk und Kaiserpalast

    Straßburg zwischen Fachwerk und Kaiserpalast

    Ein Stadtrundgang durch Straßburg führt über mittelalterliche Gassen, imposante Kirchen, deutsche Kaiserarchitektur und hin zu kulinarischen Hochgenüssen – von Notre-Dame bis zu versteckten Winstubs im Viertel Petite France.

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  • Straßburg nach dem ersten Wahlgang: Das Ende eines grünen Vorzeigemodells?

    Straßburg nach dem ersten Wahlgang: Das Ende eines grünen Vorzeigemodells?

    Der erste Wahlgang der Kommunalwahlen vom 15. März 2026 in Strasbourg hat die politische Landschaft der elsässischen Metropole grundlegend erschüttert. Entgegen vieler Erwartungen liegt die frühere sozialistische Bürgermeisterin Catherine Trautmann mit 25,93 Prozent an der Spitze. Dicht gefolgt von dem konservativen Kandidaten Jean-Philippe Vetter mit 24,23 Prozent. Die amtierende grüne Bürgermeisterin Jeanne Barseghian landet mit 19,72 Prozent lediglich auf dem dritten Platz. Florian Kobryn von La France insoumise erreicht 12,03 Prozent und könnte damit im zweiten Wahlgang eine entscheidende Rolle spielen. Damit deutet sich für den zweiten Wahlgang entweder eine Viererkonstellation oder – wahrscheinlicher – intensive Verhandlungen innerhalb des linken Lagers an. Der symbolische Rückschlag für die Grünen Das eigentliche politische Signal dieses Wahlgangs liegt weniger im Vorsprung Trautmanns als im relativen Zusammenbruch einer ökologischen Vorzeigebastion. Straßburg galt nach den Komm…

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  • Vom Höhenflug zur Ernüchterung: Droht Frankreichs Grünen bei den Kommunalwahlen 2026 ein Rückschlag?

    Vom Höhenflug zur Ernüchterung: Droht Frankreichs Grünen bei den Kommunalwahlen 2026 ein Rückschlag?

    Sechs Jahre nach dem spektakulären Durchbruch der französischen Grünen bei den Kommunalwahlen zeichnet sich ein Stimmungsumschwung ab. Was 2020 als «vague verte» – als grüne Welle – gefeiert wurde, droht sich 2026 in ein politisches Abflauen zu verwandeln. Wenige Wochen vor dem ersten Wahlgang am 15. März 2026 deutet vieles darauf hin, dass die einstige Aufbruchsdynamik von Europe Écologie-Les Verts (EELV) einer nüchterneren Realität weicht. Der Kontext hat sich verändert – gesellschaftlich, wirtschaftlich und parteipolitisch. Der grüne Moment von 2020 Die Kommunalwahlen im Juni 2020 – pandemiebedingt verschoben – markierten einen historischen Einschnitt. In mehreren Grossstädten übernahmen grüne oder grün-geführte Bündnisse die Rathäuser. In Lyon, Strasbourg, Besançon, Poitiers oder Bordeaux setzten sich Kandidatinnen und Kandidaten durch, die den ökologischen Umbau der Städte ins Zentrum stellten. In Lyon etwa gewann Grégory Doucet überraschend das Bürgermeisteramt; in Strasbourg wur…

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  • Wenn der Jahreswechsel Hände kostet – Elsass erlebt eine Nacht der Verstümmelungen

    Wenn der Jahreswechsel Hände kostet – Elsass erlebt eine Nacht der Verstümmelungen

    Es ist kurz nach Mitternacht, als das neue Jahr im Elsass nicht mit Champagnergläsern, sondern mit Sirenen beginnt. In den Notaufnahmen von Strassburg schlägt die Silvesternacht binnen Minuten in medizinischen Ernst um. Blutige Hände, verbrannte Haut, zerfetzte Finger. Was draußen als Knall, Funke und kurzer Adrenalinschub beginnt, endet drinnen als chirurgischer Wettlauf gegen die Zeit. Marwan ist siebzehn. Ein Alter, in dem man glaubt, alles im Griff zu haben. Er liegt auf der Trage, die Hand in Tücher gewickelt, das Blut sickert dennoch durch. Ein Böller, gezündet, zu spät losgelassen, vielleicht unterschätzt. Fingerknochen gebrochen, die Haut verbrannt, das Gewebe schwer geschädigt. Die Ärzte zögern nicht. Um Infektionen zu verhindern, geht es sofort in den OP. Für das Team Routine, für die Mutter im Wartebereich eine Ewigkeit. Fünfzehn bis dreißig Minuten dauert der Eingriff. Zeit, die sich dehnt wie Kaugummi. „Er wusste eigentlich, dass es gefährlich ist“, sagt sie später, noch i…

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  • Kommentar: Rechtsradikale Dummheit vergiftet unser Leben – jetzt auch auf dem Weihnachtsmarkt!

    Kommentar: Rechtsradikale Dummheit vergiftet unser Leben – jetzt auch auf dem Weihnachtsmarkt!

    Es reicht.

    Wann ist aus einer offenen Gesellschaft ein Ort geworden, an dem selbst der Weihnachtsmarkt nicht mehr sicher vor Hass und Hetze ist? Wann haben wir begonnen, stillschweigend zuzusehen, wie der dunkelbraune Bodensatz der Gesellschaft sich Raum nimmt – ohne Anstand, ohne Scham, ohne Verstand?

    Was da auf dem Place Kléber in Strasbourg passiert ist, war keine Meinungsäußerung. Es war keine Debatte. Es war keine Warnung. Es war blanker, dummer Hass – hingeschmiert auf ein Banner, das mit plumper Provokation die schlimmsten Klischees wiederkäut, die je durch rechte Echokammern gegeifert wurden.

    Und das Schlimmste: Sie tun es mit einem Lächeln.

    Zwei junge Frauen – scheinbar gebildet, medienaffin, strategisch trainiert – hängen mitten in der Adventszeit eine rassistische Botschaft über eine belebte Innenstadt. Mitten zwischen Kindern, Familien, Touristinnen und Touristen. Mitten im Licht. Zwischen Glühwein, Lebkuchen und Weihnachtsliedern. Zwischen allem, was uns erinnert, dass Menschlichkeit mehr ist als Herkunft, mehr als Hautfarbe, mehr als Passnummer.

    Was geht in diesen Köpfen vor?

    Ist das das neue Gesicht des Rechtsextremismus? Freundlich lächelnde Frauen mit Handykamera, die Gift streuen wie Zuckerperlen – in der Hoffnung, dass es keiner merkt? Dass man sie verharmlost, weil sie weiblich, jung, unschuldig wirken?

    Wer so denkt, macht sich mitschuldig.

    Denn das ist das eigentliche Gift: dass wir uns an diese Bilder gewöhnen. Dass wir immer wieder den Kopf schütteln, uns empören – und dann weitermachen, als sei nichts gewesen.

    Aber das war nicht nichts.

    Es war ein direkter Angriff auf unser Zusammenleben. Auf den letzten, warmen Ort der Gemeinsamkeit, den viele Menschen noch haben – den Weihnachtsmarkt. Er steht für Nähe, für Frieden, für Kindheitserinnerungen, für ein kurzes Aufatmen in einer hektischen Welt.

    Und jetzt? Jetzt hängen dort Botschaften, die klingen wie aus den 1930ern. Nur lauter. Nur dreister. Nur digitaler.

    Diese Dummheit, die sich da Bahn bricht, ist keine jugendliche Provokation. Sie ist kaltes Kalkül.

    Sie will provozieren, um Aufmerksamkeit zu bekommen. Sie will verletzen, um Reaktionen zu erzwingen. Sie will Menschen mit Migrationsgeschichte zu Tätern machen – pauschal, kollektiv, widerlich.

    Aber wir sind nicht so.

    Strasbourg ist nicht so. Europa ist nicht so.

    Wir sind besser.

    Und wir müssen lauter sein als diese Sprücheklopfer, diese falschen Weihnachtswünscher, diese selbsternannten Retter des Abendlandes, die in Wahrheit nichts retten – sondern zerstören.

    Was es jetzt braucht? Zivilcourage. Eine Justiz, die nicht zögert. Politiker:innen, die nicht relativieren. Und eine Gesellschaft, die klar macht: Rassismus hat auf keinem Platz der Welt einen Platz.

    Und schon gar nicht auf einem, der nach Zimt riecht und nach Hoffnung schmeckt.

    Von C. Hatty

  • „Raus mit den Vergewaltigern“ – Wie Strasbourg zum Schauplatz rechter Hetze wurde

    „Raus mit den Vergewaltigern“ – Wie Strasbourg zum Schauplatz rechter Hetze wurde

    Die Worte brannten sich ins Gedächtnis wie Brandflecken auf weißer Weihnachtspracht: „Papa Noël, remigre moi ces violeurs étrangers.“ Zu Deutsch: „Weihnachtsmann, schick mir diese ausländischen Vergewaltiger zurück.“ Ein Banner, aufgehängt am 3. Dezember mitten auf dem festlich erleuchteten Place Kléber in Strasbourg, während rundherum Kinderlachen, Glühweinduft und Weihnachtslieder die Luft erfüllten. Was als familiäres Vorweihnachtsidyll begann, endete an diesem Abend mit einer Demonstration der ganz anderen Art – und einem schalen Beigeschmack, der weit über die Grenzen des Elsass hinaus wirkt. Die Aktion stammt vom „Collectif Némésis“, einem radikalen identitären Frauenkollektiv aus Paris, das bereits in der Vergangenheit mit provokanten, rassistisch aufgeladenen Auftritten Schlagzeilen machte. In diesem Fall kletterten zwei Aktivistinnen auf ein Wohnhaus, platzierten das Banner in Sichtweite des Marktes – und verschwanden nach wenigen Minuten. Die Polizei entfernte das Plakat schn…

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