Schlagwort: Stiftung Abbe Pierre

  • Abkehr vom Gründer: Die Fondation Abbé Pierre benennt sich um

    Abkehr vom Gründer: Die Fondation Abbé Pierre benennt sich um

    Die Fondation Abbé Pierre, lange ein Symbol des Kampfes gegen Wohnungsnot in Frankreich, wird künftig unter dem Namen „Fondation pour le logement des défavorisés“ auftreten. Dieser Schritt markiert den Versuch, sich von ihrem Gründer und Namensgeber zu distanzieren, nachdem gegen den 2007 verstorbenen Priester und Sozialaktivisten Henri Grouès – bekannt als Abbé Pierre – 33 Vorwürfe sexueller Gewalt laut geworden sind. Die Entscheidung folgt einem monatelangen Prozess und steht für den Willen, eine neue Ära einzuleiten, ohne die ursprüngliche Mission der Stiftung aufzugeben.

    Hintergrund: Schwere Vorwürfe gegen eine Ikone

    Die Enthüllungen über den Abbé Pierre, einst eine der beliebtesten Persönlichkeiten Frankreichs, haben das Land tief erschüttert. Laut drei Berichten des Beratungsunternehmens Egaé, die von der Stiftung und dem Emmaüs-Movement in Auftrag gegeben wurden, soll der Geistliche über Jahrzehnte hinweg zahlreiche Übergriffe begangen haben. Diese Vorwürfe zwingen die Organisationen, die er einst gründete, ihr Erbe kritisch zu hinterfragen.

    Der Abbé Pierre galt als Symbol des Mitgefühls und der Solidarität. Er gründete das Emmaüs-Movement, das Obdachlosen Hilfe leistet, und setzte sich unermüdlich für die Schwächsten der Gesellschaft ein. Die Enthüllungen über sein Verhalten werfen jedoch einen dunklen Schatten auf dieses Vermächtnis und führten zu einer intensiven öffentlichen Debatte über die Trennung von Werk und Persönlichkeit.

    Ein langer Weg zur Umbenennung

    Die Entscheidung, den Namen des Abbé Pierre aus der Stiftung zu entfernen, war ein komplizierter und langwieriger Prozess. Als eine Stiftung, die als gemeinnützig anerkannt ist, benötigte sie Genehmigungen von verschiedenen staatlichen Stellen, darunter das Innenministerium, der Conseil d’État und weitere Ministerien. Laut Christophe Robert, dem Generalsekretär der Stiftung, wurde dieser Schritt notwendig, um der Transparenz und der Verantwortung gegenüber den Opfern gerecht zu werden.

    „Wir öffnen mit dieser Namensänderung eine neue Seite“, betonte Robert in einem Interview. Der Kampf gegen die Wohnungsnot bleibe jedoch unverändert.

    Die Umbenennung soll bis Mitte März vollständig abgeschlossen sein, einschließlich der Anpassung des Logos und der offiziellen Dokumentation. Gleichzeitig betonte Robert, dass die Stiftung ihre Verpflichtungen gegenüber den Begünstigten weiterhin uneingeschränkt erfüllen werde.

    Auswirkungen auf Spenden und Vertrauen

    Die Vorwürfe gegen den Gründer hatten erhebliche Auswirkungen auf die finanzielle Basis der Stiftung. Laut Robert sind die Spenden von Privatpersonen, die über die Hälfte der Einnahmen ausmachen, seit den Enthüllungen um 30 % zurückgegangen. Viele Spender hätten angekündigt, ihre Unterstützung erst nach einer klaren Distanzierung von der Person des Abbé Pierre wieder aufzunehmen.

    „Es war ein Tsunami für uns“, erklärte Robert. „Wir hoffen, dass die Namensänderung und unsere Transparenz das Vertrauen wiederherstellen können.“ Die Stiftung betonte zudem, dass sie auch in Zukunft auf vollständige Offenheit setzen werde.

    Reaktionen und Konsequenzen

    Die Namensänderung der Stiftung reiht sich in eine Serie von Maßnahmen ein, die durch die Enthüllungen ausgelöst wurden. Bereits zuvor hatte das Emmaüs-Movement beschlossen, den Namen des Abbé Pierre aus seinem Logo zu entfernen. Darüber hinaus hat die katholische Kirche eine Untersuchung über die mutmaßlichen Vergehen des Priesters angeregt und die Öffnung ihrer Archive angekündigt.

    Die Fondation Abbé Pierre hat ihrerseits entschieden, das Erinnerungszentrum an ihren Gründer in Esteville, Normandie, dauerhaft zu schließen. Dieser Schritt wurde von vielen als notwendiges Zeichen des Respekts gegenüber den Opfern begrüßt.

    Der Kampf gegen Wohnungsnot bleibt im Fokus

    Trotz der tiefgreifenden Krise betonte die Stiftung ihre Verpflichtung, den Kampf gegen Wohnungsnot fortzusetzen. „Das Ziel bleibt dasselbe: denjenigen zu helfen, die am meisten benachteiligt sind“, erklärte Robert. Die Umbenennung solle zeigen, dass dieser Kampf unabhängig von der Person des Gründers weitergeführt werde.

    In einem Land, in dem laut offiziellen Schätzungen über vier Millionen Menschen von schlechter Wohnsituation betroffen sind, bleibt die Arbeit der Stiftung dringend notwendig. Die Herausforderungen sind enorm: Angesichts steigender Mieten und wachsender sozialer Ungleichheiten steht die Stiftung vor der Aufgabe, weiterhin effiziente Lösungen anzubieten und gleichzeitig verlorenes Vertrauen wiederzugewinnen.

    Ein symbolischer Neuanfang

    Die Umbenennung der Fondation Abbé Pierre ist mehr als eine bloße Änderung des Namens. Sie ist ein Zeichen des Willens, den Opfern Gehör zu schenken, und eine Anerkennung der Verantwortung, die eine Organisation dieser Größenordnung trägt. Zugleich ist sie ein Versuch, die Kernwerte der Stiftung zu bewahren und ihre Arbeit von den Schatten der Vergangenheit zu befreien.

    Die kommenden Monate werden zeigen, ob dieser Balanceakt gelingt. Klar ist jedoch, dass der Kampf gegen Wohnungsnot und soziale Ausgrenzung in Frankreich auch künftig eine starke und glaubwürdige Stimme benötigt.

  • Die Fondation Abbé Pierre: Ein Leuchtfeuer der Hoffnung für die Armen in Frankreich

    Die Fondation Abbé Pierre: Ein Leuchtfeuer der Hoffnung für die Armen in Frankreich

    Frankreich ist bekannt für seine prachtvollen Sehenswürdigkeiten und seine reiche Kultur. Doch hinter der glitzernden Fassade gibt es viele Menschen, die im Schatten leben – ohne ein Dach über dem Kopf. Hier kommt die Fondation Abbé Pierre ins Spiel. Diese Organisation hat sich seit Jahrzehnten dem Kampf gegen Obdachlosigkeit und Wohnungsnot verschrieben. Aber was macht sie so besonders und warum ist ihre Arbeit von so großer Bedeutung?

    Ursprung und Geschichte der Fondation Abbé Pierre

    Die Geschichte der Fondation Abbé Pierre beginnt mit einem Mann namens Henri Grouès, besser bekannt als Abbé Pierre. Geboren 1912 in Lyon, war er ein katholischer Priester und Mitglied der Résistance im Zweiten Weltkrieg. Nach dem Krieg widmete er sein Leben den Bedürftigen. 1949 gründete er die Emmaus-Bewegung, die sich um Obdachlose kümmerte. Die Gründung der Fondation Abbé Pierre erfolgte 1987, um diese Mission weiter zu stärken und zu professionalisieren.

    Abbé Pierre selbst wurde zur Symbolfigur des Kampfes gegen soziale Ungerechtigkeit. Sein Engagement und seine unermüdliche Arbeit machten ihn zu einem nationalen Helden und seine Stiftung zu einem Synonym für Hilfe und Hoffnung.

    Mission und Ziele der Fondation Abbé Pierre

    Die Fondation Abbé Pierre verfolgt mehrere zentrale Ziele: Obdachlosigkeit bekämpfen, menschenwürdigen Wohnraum sichern und soziale Ausgrenzung verhindern. Sie setzt sich dafür ein, dass jeder Mensch ein Recht auf ein Dach über dem Kopf hat – eine Grundvoraussetzung für ein würdiges Leben.

    Die Stiftung arbeitet auf verschiedenen Ebenen:

    1. Notunterkünfte und Wohnungsbau: Die Fondation errichtet und unterstützt Notunterkünfte und langfristige Wohnlösungen. Dabei geht es nicht nur um ein Dach über dem Kopf, sondern um menschenwürdigen Wohnraum.
    2. Politische Arbeit und Lobbying: Ein wesentlicher Teil ihrer Arbeit besteht darin, politischen Druck auszuüben. Die Stiftung engagiert sich in der Gesetzgebung und kämpft für bessere Bedingungen und Rechte für Obdachlose und Geringverdiener.
    3. Bildung und Prävention: Aufklärung und Bildung sind entscheidend, um langfristig Wohnungsnot zu verhindern. Die Fondation organisiert Workshops und Informationskampagnen, um Menschen zu informieren und zu befähigen.
    4. Forschung und Studien: Um fundierte politische Arbeit zu leisten, betreibt die Fondation umfassende Forschung. Jährlich veröffentlicht sie Berichte zur Wohnungsnot in Frankreich, die als wichtige Grundlage für politische Entscheidungen dienen.

    Aktuelle Herausforderungen und Erfolge

    Obwohl Frankreich eine der größten Volkswirtschaften Europas ist, gibt es hier massive soziale Ungleichheiten. Laut aktuellen Berichten der Fondation Abbé Pierre leben über 300.000 Menschen auf der Straße oder in prekären Wohnverhältnissen. Diese Zahl ist alarmierend und zeigt den dringenden Handlungsbedarf.

    Trotz dieser Herausforderungen hat die Stiftung bemerkenswerte Erfolge erzielt. Jährlich profitieren tausende Menschen von ihren Projekten. Von der Bereitstellung sicherer Unterkünfte bis hin zur Unterstützung bei der Arbeitsplatzsuche – die Arbeit der Fondation ist vielfältig und lebensverändernd.

    Ein beeindruckendes Beispiel für ihren Erfolg ist die Stadt Lille. Hier hat die Fondation in Zusammenarbeit mit lokalen Behörden und anderen Organisationen ein umfassendes Wohnprojekt initiiert, das über 500 Menschen aus der Obdachlosigkeit geholt hat. Diese Projekte zeigen, dass Veränderung möglich ist, wenn man zusammenarbeitet und sich für das Gemeinwohl einsetzt.

    Die Bedeutung der Fondation Abbé Pierre für die Gesellschaft

    Warum ist die Arbeit der Fondation Abbé Pierre so wichtig? Einfach gesagt: Ein Zuhause ist mehr als nur ein Dach über dem Kopf. Es bedeutet Sicherheit, Stabilität und die Möglichkeit, ein würdiges Leben zu führen. Ohne eine feste Unterkunft sind Menschen anfälliger für Krankheiten, Gewalt und soziale Ausgrenzung.

    Die Fondation Abbé Pierre ist nicht nur ein Helfer in der Not, sondern auch ein Sprachrohr für die Schwächsten in der französischen Gesellschaft. Sie erinnert uns daran, dass Obdachlosigkeit nicht nur ein individuelles Schicksal ist, sondern ein gesellschaftliches Problem, das wir gemeinsam lösen müssen.

    Die Herausforderungen bleiben groß, doch die Fondation Abbé Pierre zeigt, dass Hoffnung und Engagement den Unterschied machen können. Mit neuen Projekten und Initiativen plant sie, ihre Arbeit noch weiter auszubauen. Die Digitalisierung bietet dabei neue Möglichkeiten – von Online-Beratungsdiensten bis hin zu digitalen Plattformen zur Wohnungsvermittlung.

    Unterstützung kommt in vielen Formen – sei es durch Spenden, ehrenamtliche Arbeit oder das Bewusstsein und die Verbreitung der Botschaft der Fondation Abbé Pierre. Jeder Schritt zählt und gemeinsam kann man dafür sorgen, dass in Frankreich niemand mehr ohne ein Zuhause leben muss.

    Abschließend bleibt zu sagen, dass die Fondation Abbé Pierre weit mehr ist als nur eine Wohltätigkeitsorganisation. Sie ist ein Symbol für Menschlichkeit, Mitgefühl und den unermüdlichen Kampf für soziale Gerechtigkeit. In einer Welt, die oft von Individualismus geprägt ist, erinnert sie uns daran, dass wir alle eine Verantwortung füreinander tragen – und das ist eine Botschaft, die nicht laut genug wiederholt werden kann.

  • Parlamentswahl 2024: Stiftung Abbé Pierre ruft zur „kollektiven Mobilisierung gegen den Sieg der extremen Rechten“ auf

    Parlamentswahl 2024: Stiftung Abbé Pierre ruft zur „kollektiven Mobilisierung gegen den Sieg der extremen Rechten“ auf

    Ein Appell für Solidarität und Zusammenhalt Die Stiftung Abbé Pierre hat zusammen mit rund 100 weiteren Organisationen, darunter die CFDT, Attac und die Fédération nationale des Samu Sociaux, einen dringenden Appell veröffentlicht. Ihr Ziel: Eine kollektive Mobilisierung, um einen Sieg der extremen Rechten bei den bevorstehenden Parlamentswahlen zu verhindern. Christophe Robert, der Generalsekretär der Stiftung, erklärte am 19. Juni auf dem Sender France Inter, dass es darum geht, ein solidarisches und gemeinschaftliches Miteinander zu bewahren.

    Angst vor sozialer Spaltung Viele der von der Stiftung betreuten Menschen fürchten eine Verschlechterung der gesellschaftlichen Verhältnisse, sollte das Rassemblement National (RN) an die Macht kommen. „Eine RN-geführte Regierung würde bedeuten, dass Menschen, die auf medizinische Hilfe angewiesen sind, aufgrund der Abschaffung oder Reduzierung der staatlichen medizinischen Unterstü…

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  • Wohnungsnot: Zahl der Obdachlosen in Frankreich hat sich in zehn Jahren verdoppelt

    Wohnungsnot: Zahl der Obdachlosen in Frankreich hat sich in zehn Jahren verdoppelt

    Christophe Robert, Generaldirektor der Abbé-Pierre-Stiftung, schlägt Alarm wegen der aktuellen Wohnungsnot in Frankreich. Trotz der Erhöhung der Zahl der Plätze in Notunterkünften „leben zu viele Menschen auf der Straße, Familien, alleinstehende Frauen mit Kindern rufen die Nummer 115 an, und man antwortet ihnen: ‚Nein, die Unterkunft ist voll'“, beklagt Christophe Robert, Generaldirektor der Stiftung Abbé Pierre. „Die Zahl der Menschen ohne festen Wohnsitz hat sich in zehn Jahren verdoppelt“, sagt er. Seiner Meinung nach ist dies zum Teil auf die steigenden Wohnkosten zurückzuführen. Christophe Robert zufolge sind zwei Faktoren für die angespannte Lage bei der Suche nach einer Sozialwohnung verantwortlich. „Erstens hat die Regierung 2018 beschlossen, das Budget für Sozialwohnungen zu kürzen“, erklärte Robert auf dem Sender France 2. Zweitens spielten externe Parameter eine Rolle, wie die Erhöhung der Zinssätze sowie der Anstieg der Baukosten. Diese Problematiken gelten nicht nur für d…

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  • 120 Millionen Euro für Notunterkünfte: „Es muss sehr schnell gehen“ fordert die Abbé Pierre Stiftung

    120 Millionen Euro für Notunterkünfte: „Es muss sehr schnell gehen“ fordert die Abbé Pierre Stiftung

    Man muss „alle leeren Gebäude finden, sie einrichten und von den Vereinen verwalten lassen“, fordert der Generaldelegierte der Stiftung, Christophe Robert.

    „Das ist eine gute Nachricht, aber jetzt muss es sehr schnell gehen, um diese Plätze zu schaffen“, reagierte der Generaldelegierte der Fondation Abbé Pierre, Christophe Robert, am Dienstag, dem 9. Januar, auf dem Sender Franceinfo auf die Ankündigung des Ministers für Wohnungsbau Patrice Vergriete vom Montag. Vergriete kündigte an, dass zusätzliche Mittel in Höhe von 120 Millionen Euro bereitgestellt würden, um „das System der Notunterkünfte zu stärken“, in einer Zeit, in der Frankreich einen heftigen Kälteeinbruch erlebt.

    „Wir fordern die Regierung auf, mit den Präfekten Notfallzellen einzurichten, um alle leeren Gebäude zu finden, sie einzurichten und von Vereinen verwalten zu lassen“, forderte der Generaldelegierte der Stiftung Abbé Pierre, Christophe Robert. Er beschreibt eine „wirklich angespannte Situation“.

    „In den letzten Wochen gab es ungefähr 5.300 Personen, die die Notrufnummer 115 anriefen und denen keine Hilfe angeboten werden konnte, darunter mehr als 1.300 Kinder.“ (Christophe Robert Generaldelegierter der Fondation Abbé Pierre gegenüber Franceinfo).

    Dabei sind diejenigen, für die die Notrufnummer keine Option mehr ist, noch gar nicht berücksichtigt. Denn: „Wir wissen, dass zwei Drittel der Obdachlosen sie nicht mehr anrufen, weil sie dort keine Hilfe finden. Seit Monaten schlagen wir Alarm, um zu erklären, dass vor allem in den Großstädten Tausende die Notrufnummer 115 anrufen, weil sie nicht wissen, wo sie schlafen sollen, wenn es Abend wird“, betont Robert.

  • Stiftung Abbé Pierre: Wohnungsnot steigt in Frankreich

    Stiftung Abbé Pierre: Wohnungsnot steigt in Frankreich

    Die Zahl der Menschen ohne festen Wohnsitz hat sich in in Frankreich in den letzten zehn Jahren verdoppelt, so die Fondation Abbé Pierre.

    In ihrem Bericht, der am Dienstag, dem 31. Januar veröffentlicht wurde, nennt die Stiftung Abbé Pierre immer alarmierendere Zahlen. In Frankreich sind 12,1 Millionen Menschen in unterschiedlichem Maße von der Wohnungskrise betroffen, 4 Millionen davon leiden direkt darunter. „Die finanzielle Belastung durch die Wohnung im Haushaltsbudget wird immer größer (…), sie macht heute 28% aus. 1990 lagen wir bei 20%, aber für viele sind es inzwischen tatsächlich 40, 50, 60%“, erklärte Christophe Robert, Generaldelegierter der Fondation Abbé Pierre, am Mittwoch, 1. Februar, im Sender France Inter.

    Ein beunruhigender Befund für Frauen

    In diesem Jahr hat sich die Stiftung mit geschlechtsspezifischen Fragen befasst, einem Faktor, der laut der Fondation Abbé Pierre in der Wohnungspolitik bisher nicht berücksichtigt wird. Und die Feststellung ist durchaus besorgniserregend. So sind Frauen am stärksten von der Wohnungsnot betroffen, insbesondere wenn sie allein mit einem Kind leben. Die Organisation berichtet, dass es für solche Frauen deutlich schwieriger ist, eine Wohnung zu finden, was unter anderem auf diskriminierende Verhaltensweisen zurückzuführen sei.

  • Bericht der Abbé-Pierre-Stiftung: Schlechtes Zeugnis für die Macron-Regierung

    Bericht der Abbé-Pierre-Stiftung: Schlechtes Zeugnis für die Macron-Regierung

    Die Stiftung Abbé-Pierre  stellt am Mittwoch, dem 2. Februar, ihren Jahresbericht über die Wohnungsnot in Frankreich vor und geht dabei nicht zimperlich mit der fünfjährigen Amtszeit von Emmanuel Macron um.  Die Stiftung Abbé-Pierre (FAP) zieht in ihrem Jahresbericht über die Wohnungsnot eine schlechte Bilanz für die Regierung von Emmanuel Macron, die ihrer Meinung nach „nicht auf der Höhe“ der Herausforderungen ist. Am Mittwoch, dem 2. Februar, wird der Präsident der Republik bei der Vorstellung des Berichts in Paris per Video zugeschaltet und am Nachmittag wollen mehrere linke Präsidentschaftskandidaten sprechen. „Wohnungsbau nie eine Priorität der Exekutive“ Die Stiftung geht in ihrem umfangreichen Bericht, der weitgehend der Bilanz der vergangenen 5 Jahre gewidmet ist, mit der scheidenden Regierung ins Gericht. „Im Allgemeinen scheint es, dass der Wohnungsbau in dieser Amtszeit nie eine Priorität der Exekutive war“, kritisiert sie. Sie begrüßt jedoch die Bemühungen, wohnungslose Me…

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  • Urlaub: Dank der Fondation Abbé Pierre sieht eine 63-jährige Frau zum ersten Mal das Meer

    Urlaub: Dank der Fondation Abbé Pierre sieht eine 63-jährige Frau zum ersten Mal das Meer

    In Sète (Hérault) organisiert die Stiftung Abbé Pierre seit Jahren Ferien für benachteiligte Menschen. Einige von ihnen haben ihren Wohnort, ihre Nachbarschaft, nie verlassen und das Meer nie gesehen.

    Mit 63 Jahren hat sie noch nie das Meer gesehen. Eine Mutter genießt ihren ersten Urlaub dank der Stiftung Abbé Pierre, die sie seit zehn Jahren unterstützt. Ihre persönliche Geschichte hat ihr lange Zeit das Glück eines Urlaubs verwehrt. „Ich freue mich, dass sie hier ist, und ich freue mich auch, hier zu sein, ich bin voller Emotionen“, sagt Adeline Hennequin, eine spezialisierte Betreuerin der Stiftung Abbé Pierre, die die Frau bei ihrem ersten Bad im Meer begleitet.

    Ein erster Gang an den Strand
    Es gibt 400 Begünstigte, die jeweils für eine Woche in einem Ferienzentrum Ferien geniessen dürfen. Einige von ihnen sind obdachlos oder bei Vereinen untergebracht, aber für ein paar Tage werden sie zu Urlaubern wie alle anderen. Es ist wie ein Hauch von frischer Luft und einem neuen Leben. Eine 44-jährige Frau geht zum ersten Mal ins Meer: Sie weiß nicht, wie man schwimmt, aber sie nimmt die angebotene Hand an. „Erst hatte ich Angst vor dem Wasser, aber jetzt nicht mehr. Ich war zwar noch nie auf dem Mond, aber das muss den gleichen Effekt haben“, sagt sie.