Schlagwort: Steuerhinterziehung

  • Beschlagnahme von 461 Millionen Euro: Geschäftsmann Adrien Labi wegen Steuerhinterziehung verhaftet

    Beschlagnahme von 461 Millionen Euro: Geschäftsmann Adrien Labi wegen Steuerhinterziehung verhaftet

    Gegen den schwerreichen Geschäftsmann Adrien Labi wurde wegen des Verdachts auf Steuerhinterziehung und Geldwäsche Anklage erhoben.

    Gegen den schwerreichen Besitzer zahlreicher Immobilien in den vornehmen Vierteln von Paris, Adrien Labi, wurde am Mittwoch wegen des Verdachts auf Steuerhinterziehung und Geldwäsche Anklage erhoben. Werte in Höhe von 461 Millionen Euro wurden beschlagnahmt.

    Adrien Labi, gegen den ein Haftbefehl vorlag, war am Dienstag im Rahmen einer 2015 eingeleiteten Untersuchung wegen Steuerbetrugs in Polizeigewahrsam genommen worden, wie das Parquet National Financial (PNF, Finanzstaatsanwaltschaft) mitteilte. Diese Ermittlungen, mit denen das Amt für Korruptionsbekämpfung (Oclciff) betraut wurde, folgten auf zwei Beschwerden der Steuerbehörden betreffend die Jahre 2014 und 2015, in denen es um die Nichtzahlung der Einkommensteuer, der Solidaritätssteuer auf Vermögen (ISF) und später der Steuer auf Immobilienvermögen (IFI) von Adrien Labi in seiner Eigenschaft als wirtschaftlich Begünstigter einer großen Immobiliengruppe in Frankreich ging.

    Nach seiner Inhaftierung wurde am Mittwoch ein Ermittlungsverfahren eingeleitet und Adrien Labi wegen Steuerbetrugs und unterlassener Buchungen in den Jahren 2010 und 2011 sowie wegen Steuerbetrugs und Geldwäsche zwischen den Jahren 2018 und 2022 angeklagt. Er wurde unter richterliche Aufsicht gestellt und zur Zahlung einer Kaution verpflichtet. Laut dem Sender BFMTV beläuft sich die Kaution auf 30 Millionen Euro.

    Parallel dazu habe die Finanzstaatsanwaltschaft am 24. Februar eine Voruntersuchung wegen bandenmäßiger Geldwäsche und schwerer Steuerhinterziehung eingeleitet. Der Immobilienkonzern von Adrien Labi wird verdächtigt, die bei Verkäufen erzielten Kapitalgewinne nicht zur Körperschaftssteuer angemeldet zu haben.

    Adrien Labi ist Britischer Millionär und wurde in Libyen geboren
    „Zum Zeitpunkt des Polizeigewahrsams wurden in beiden Verfahren Beschlagnahmungen in Höhe von insgesamt 461 Millionen Euro vorgenommen, um die Zahlung einer möglichen Geldstrafe und die Regulierung seiner Steuersituation zu gewährleisten“, wird eine dem Fall nahestehende Quelle zitiert. „Laut der Agentur für die Verwaltung und Einziehung von beschlagnahmten und eingezogenen Vermögenswerten (AGRASC) entsprechen diese Vermögenswerte dem durchschnittlichen Betrag der Beschlagnahmen eines Jahres“, sagt diese Quelle.

    Laut einer 2015 erschienenen Untersuchung der Zeitung Le Monde besitzt der 1953 in Libyen geborene britische Millionär über eine in Dänemark domizilierte Grundbesitzgesellschaft Dutzende von Gebäuden in den luxuriösesten Vierteln der französischen Hauptstadt. Der Wert des Portfolios dieser Immobiliengesellschaft wurde damals auf 940 Millionen Euro geschätzt. Der sehr diskret lebende Mann besitzt auch Immobilien in England, Kalifornien und der Schweiz und verkauft Oldtimer. Er soll sein Vermögen aus seiner Familie beziehen, doch die tatsächliche Herkunft der Gelder bleibt ein Geheimnis.

    Adrien Labi im Jahr 2021 (Wikipedia)
  • Kampf gegen Steuerhinterziehung: In 2022 konnte Frankreich Rekordsumme von 14.6 Milliarden Euro eintreiben

    Kampf gegen Steuerhinterziehung: In 2022 konnte Frankreich Rekordsumme von 14.6 Milliarden Euro eintreiben

    Minister Gabriel Attal begrüßte die „historischen Ergebnisse“, die die Steuerbehörden im vergangenen Jahr erzielt hatten: 1,2 Milliarden Euro wurden im Vergleich zu 2021 zusätzlich eingezogen. „Im Jahr 2022 hat unser Kampf gegen Steuerbetrug historische Ergebnisse hervorgebracht“, freut sich Gabriel Attal. Gegenüber der Zeitung Le Parisien versicherte der Minister für öffentliche Finanzen am Mittwoch, dem 22. Februar, dass die Regierung die Rekordsumme von 14,6 Milliarden Euro hinterzogener Steuern eintreiben konnte, „davon fast 9 Milliarden von Unternehmen“. Das sind 1,2 Milliarden Euro mehr als im Jahr 2021, im Jahr 2020 hatte der Staat 7,8 Milliarden Euro nachträglich eingezogen. Die sogenannten „schweren Fälle“, Fälle, die „zu Strafen von mehr als 40% führen“, nehmen laut Gabriel Attal zu, ebenso wie der Mehrwertsteuerbetrug, der für das letzte Jahr auf 2,2 Milliarden Euro geschätzt wird. Das amtliche Statistik-Institut Insee schätzt, dass sich die Unregelmäßigkeiten bei der Mehrwe…

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  • „Pandora Papers“: Gegen Dominique Strauss-Kahn wird wegen Geldwäsche und schwerer Steuerhinterziehung ermittelt

    „Pandora Papers“: Gegen Dominique Strauss-Kahn wird wegen Geldwäsche und schwerer Steuerhinterziehung ermittelt

    Der ehemalige IWF-Chef wurde Ende des Sommers von Sonderermittlern der Finanzbehörden vorgeladen und in Polizeigewahrsam genommen, um seinen Steuerwohnsitz in Marokko zu erklären.

    Der ehemalige Chef des internationalen Währungsfonds, Dominique Strauss-Kahn, steht im Mittelpunkt eines Ermittlungsverfahrens, das von der Finanz-Staatsanwaltschaft wegen „Geldwäsche und schwerer Steuerhinterziehung“ eingeleitet wurde. Dies meldete Franceinfo am Mittwoch, dem 14. Dezember, unter Berufung auf Justizkreise und bestätigte damit eine Meldung von Le Monde. Die Ermittlungen folgen auf die Enthüllungen der sogenannten „Pandora Papers“, Millionen von Dokumenten, die auf Steuerbetrug in großem Stil hinweisen.

    Der Ex-Chef des Internationalen Währungsfonds (IWF) wurde laut Franceinfo im Spätsommer unter strengster Geheimhaltung vernommen. Der 73-jährige Dominique Strauss-Kahn wurde von spezialisierten Ermittlern vorgeladen und in Polizeigewahrsam genommen. Er musste erklären, ob er tatsächlich seinen steuerlichen Wohnsitz in Marokko hat, wo er 2013 den Sitz seiner Beratungsfirma „Parnasse international“ eingerichtet hatte.

    Die Dokumente der Pandora Papers, die Radio France einsehen konnte, zeigen, dass Dominique Strauss-Kahn fünf Jahre lang von Steuersparmodellen profitierte und dadurch möglicherweise in Frankreich etwa 21 Millionen Euro Steuern nicht bezahlte.

    Strauss-Kahns Anwalt Jean Veil erklärte, dass der ehemalige sozialistische Minister und IWF-Chef sehr wohl in Marokko steuerlich ansässig sei, dass er weniger als sechs Monate im Jahr in Paris verbringe und dass sich sein Arbeits- und Lebensmittelpunkt in Marokko befindet. Er hinterziehe also keine französischen Steuern und habe dies den Ermittlern auch beweisen können. Vor einem Jahr bereits hatte Dominique Strauss-Kahn sich auf Twitter erklärt, dass er seine Steuern in Marokko zahle. Für seinen Anwalt ist der Fall abgeschlossen.

  • „Jesus“ statt „Pierre“ – französischer Milliardär vermied so 400 Millionen Euro Steuern in der Schweiz

    „Jesus“ statt „Pierre“ – französischer Milliardär vermied so 400 Millionen Euro Steuern in der Schweiz

    Pierre Castel, Mitbegründer einer der größten Weinhandelskette der Welt, sieht sich nun mit einer Verurteilung zur Zahlung von Hunderten von Millionen an das Schweizer Finanzamt konfrontiert.

    Ein Schweizer Gericht hat den 95-jährigen französischen Milliardär, der hinter dem globalen Getränkeimperium Castel Group steht, zu dem auch die Weinhandelskette Nicolas gehört, für schuldig befunden, seine Steuererklärungen gefälscht hat. Das Urteil des Genfer Gerichts, das am 5. Juli erging und diese Woche von der Nachrichtenagentur AFP eingesehen wurde, stellt fest, dass es Castel gelungen ist, erhebliche Teile seines Vermögens zu verbergen. Das Gericht verurteilte ihn zur Zahlung von 410 Millionen Schweizer Franken (420 Millionen Euro) an Steuernachzahlungen. Castels Anwalt hat beim höchsten Schweizer Gericht Berufung eingelegt.

    Pierre Castel verließ Frankreich 1981 und siedelte in die Schweiz über, als der Linke Francois Mitterrand die Präsidentschaft gewann.

    Er entging den Schweizer Steuerbehörden, da er sich unter seinem zweiten Vornamen Jesus und nicht unter dem Namen Pierre, unter dem er üblicherweise bekannt war, anmeldete, wie der Schweizer Enthüllungsblog Gotham City berichtete.

    Obwohl er mit der Castel-Gruppe, die hinter der weltweit tätigen französischen Weinhandelskette Nicolas steht, grosse Gewinne einfuhr, ermöglichte ihm dieser Schachzug, „sich der Aufmerksamkeit der Steuerbehörden 30 Jahre lang zu entziehen“, so der Blog.

    Sein Anwalt argumentiert nun: „Herr Castel hat ausnahmslos alle administrativen Formalitäten erfüllt, indem er bei seiner Ankunft in der Schweiz seinen vollen Namen, einschließlich seiner Vornamen, angegeben hat. Er hat nie ein Pseudonym oder eine andere Identität verwendet.“ Jesus Pierre Castel habe sich seit seiner frühesten Jugend „Pierre“ genannt, um das Stigma eines spanischen Namens zu vermeiden und nicht sofort als Sohn eines Einwanderers erkennbar zu sein.

    In der Entscheidung des Genfer Gerichts heißt es, die Steuerbehörden seien misstrauisch geworden, als sie feststellten, dass Castels deklariertes Vermögen weit geringer war als das, was ihm in den Medien zugeschrieben wurde.

    Das Schweizer Magazin Bilan listete ihn als elftreichste Person in der Schweiz auf; das französische Wirtschaftsmagazin Challenges gab an, dass er mit einem geschätzten Vermögen von 13,5 Milliarden Euro das zehntgrößte Vermögen in Frankreich besitzt.

    Das Genfer Urteil zeigt die komplexe Struktur von Castels Vermögen auf, das auf Firmenbeteiligungen in Gibraltar, eine Stiftung in Liechtenstein und einen Trust in Singapur aufgeteilt ist.

    Castel hatte argumentiert, dies diene dazu, die Unabhängigkeit und Beständigkeit der Castel-Gruppe zu gewährleisten und Konflikte innerhalb der Familie zu vermeiden. Seine Anwälte räumten zwar zunächst ein, dass er es versäumt hatte, „einige Einnahmen zu deklarieren“, argumentierten aber, dass dies zum Teil auf seine „old school“-Art bei manchen Geschäften zurückzuführen sei, die er durch mündliche Vereinbarungen und Händedruck abwickelte.

  • Shakira in Spanien wegen Steuerhinterziehung vor Gericht: Ihr drohen 8 Jahre Haft

    Shakira in Spanien wegen Steuerhinterziehung vor Gericht: Ihr drohen 8 Jahre Haft

    Die spanische Steuerbehörde wirft Shakira vor, in den 2010er Jahren 14,5 Millionen Euro nicht angegeben zu haben. Der Latino-Star wird sich in Barcelona wegen Steuerhinterziehung vor Gericht verantworten müssen. Die Staatsanwaltschaft hat eine Haftstrafe von acht Jahren gefordert.

    Der kolumbianische Popstar Shakira soll zwischen 2012 und 2014 etwa 14,5 Millionen Euro am spanischen Fiskus vorbeigeschleust haben. Sie wird deshalb wegen Steuerhinterziehung vor Gericht gestellt, wie die spanischen Justizbehörden am Dienstag bekannt gaben. Der Termin für den Prozess, der vor dem Provinzgericht in Barcelona stattfinden wird, muss noch festgelegt werden.

    Die 45-jährige Shakira, die ihre Unschuld beteuerte, hatte Ende Juli mitgeteilt, dass sie sich weigere, eine Vereinbarung mit der Staatsanwaltschaft zu schließen, da sie eine Gerichtsverhandlung dem Schuldanerkenntnisverfahren vorziehe. Die Staatsanwaltschaft hatte einige Tage später mitgeteilt, dass sie eine Haftstrafe von mehr als acht Jahren und eine Geldstrafe von fast 24 Millionen Euro gegen die Interpretin der Hits „Hips don’t lie“, „Waka Waka“ oder „Loca“ beantragen werde.

    Leben in Spanien, Steuerwohnsitz auf den Bahamas.
    Laut Anklage lebte Shakira seit 2011, als ihre Beziehung mit dem Fußballspieler des FC Barcelona Gerard Piqué öffentlich wurde, in Spanien, hatte aber bis 2015 ihren steuerlichen Wohnsitz auf den Bahamas, die als Steuerparadies gelten, beibehalten. Das Paar, das zwei Kinder hat, gab im Juni 2022 seine Trennung bekannt.

    Shakiras Verteidigung macht geltend, dass ihr Einkommen bis 2014 hauptsächlich aus ihren internationalen Tourneen oder ihrer Teilnahme an der US-Show „The Voice“ stammte und dass sie nicht länger als sechs Monate pro Jahr in Spanien lebte, was eine Voraussetzung für die Begründung ihres steuerlichen Wohnsitzes in dem Land ist. Der Star machte außerdem geltend, dass er bereits 17,2 Millionen Euro an die spanische Steuerbehörde gezahlt habe und daher keine Schulden mehr bei diesen habe.

    „Ich schulde dem Finanzamt nichts“
    „Diese Anschuldigungen sind falsch“, beteuerte Shakira letzte Woche in einem Interview mit der Zeitschrift ELLE und versicherte, dass sie in diesen Jahren den größten Teil der Zeit auf Tournee war und daher nicht als steuerlich in Spanien ansässig betrachtet werden konnte. „Die Steuerbehörden sahen, dass ich mit einem spanischen Staatsbürger liiert war, und begannen zu geifern. Es war klar, dass sie das Geld haben wollten, ohne sich Gedanken darüber zu machen, wie sie es bekommen können“, fügte sie hinzu. „Ich schulde dem Finanzamt nichts und ich bin mir sicher, dass ich genügend Beweise habe, um meinen Fall zu untermauern und dafür zu sorgen, dass die Justiz zu meinen Gunsten entscheidet“, sagte die Sängerin weiter, für die es „eine Frage des Prinzips“ ist, vor Gericht zu gehen.

    Der Name Shakira wird auch in den Pandora Papers genannt, einer umfassenden Untersuchung, die Ende 2021 vom Internationalen Konsortium Investigativer Journalisten veröffentlicht wurde und in der mehrere hundert Prominente beschuldigt werden, ihr Vermögen in Offshore-Firmen versteckt zu haben, insbesondere zum Zweck der Steuervermeidung.

  • Um einer Anklage wegen Steuerhinterziehung zu entgehen zahlt McDonald’s 1.25 Milliarden Euro

    Um einer Anklage wegen Steuerhinterziehung zu entgehen zahlt McDonald’s 1.25 Milliarden Euro

    Der Fast-Food-Konzern wird verdächtigt, seine in Frankreich zu versteuernden Gewinne für die Jahre von 2009 bis 2020 künstlich gemindert zu haben.

    Der US-Riese McDonald’s erklärte sich am Donnerstag, 16. Juni, bereit, 1,25 Milliarden Euro in Frankreich zu zahlen, um dort einer Strafverfolgung wegen Steuerhinterziehung zu entgehen. „Diese Vereinbarung beendet einen Steuerstreit und eine gerichtliche Untersuchung ohne Schuldanerkennung“, schrieb die französische Niederlassung des Unternehmens und fügte hinzu, dass sie mit der Verwaltung an ihrem Steuerschema arbeite.

    Der Fastfood-Konzern ist seit 2014 im Visier der Steuerbehörden. Er wird verdächtigt, seine Gewinne in Frankreich ab 2009 durch Lizenzgebühren für die Nutzung der Marke McDonald’s, die an seine europäische Muttergesellschaft mit Sitz in Luxemburg gezahlt wurden, künstlich gemindert zu haben.

    Der Präsident des Pariser Gerichts bestätigte am Donnerstag eine Vereinbarung, die die Zahlung einer Geldstrafe im öffentlichen Interesse in Höhe von 508 Millionen Euro vorsieht. McDonald’s hatte im Mai auch der Zahlung von 737 Millionen Euro an die Verwaltung zugestimmt, um seine Körperschaftssteuer zu begleichen, die durch das Steuervermeidungsschema umgangen wurde.

    Durch die Zustimmung zur Unterzeichnung dieses Gerichtsvertrages von öffentlichem Interesse (Cjip), der mit dem Parquet National Financier (PNF) geschlossen wurde und der bislang der größte je in Frankreich in Sachen Steuerhinterziehung geschlossene Vergleich ist, vermeidet der McDonald’s-Konzern einen Prozess und schließt seinen Rechtsstreit sowohl mit der Steuerbehörde als auch mit der Staatsanwaltschaft ab.

  • McKinsey Frankreich: Beratungsfirma wegen Verdachts auf Steuerhinterziehung durchsucht

    McKinsey Frankreich: Beratungsfirma wegen Verdachts auf Steuerhinterziehung durchsucht

    Die Staatsanwaltschaft hatte im März eine Voruntersuchung wegen „schwerer Geldwäsche und Steuerbetrug“ eingeleitet. Laut einem Bericht des Senats hat die Beratungsfirma seit „mindestens zehn Jahren“ keine Körperschaftssteuer mehr gezahlt. Am Dienstag, den 24. Mai, wurde der französische Hauptsitz von McKinsey in der Avenue des Champs-Elysées in Paris durchsucht. Die Polizei durchsuchte den Sitz der amerikanischen Beratungsfirma im Rahmen einer Voruntersuchung wegen „schwerer Geldwäsche und Steuerbetrug“, so das Parquet national financier. Das PNF hat am 31. März eine Untersuchung eingeleitet, nachdem der Senat einen Untersuchungsausschuss über den Einfluss privater Beratungsfirmen auf die öffentliche Politik eingesetzt hatte. Die französische Niederlassung der Firma McKinsey wird verdächtigt, eine Steuerkonstruktion geschaffen zu haben, die es ihr ermöglichte, zwischen 2011 und 2020 keine Körperschaftssteuer zu zahlen. McKinsey versichert, „alle erforderlichen Informationen“ bereitgest…

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  • Pandora Papers: Neue Namen von prominenten Steuerflüchtlingen aufgedeckt

    Pandora Papers: Neue Namen von prominenten Steuerflüchtlingen aufgedeckt

    Seit Montag, 4. Oktober, gibt es neue Enthüllungen im Zusammenhang mit den Pandora Papers, einer großen Untersuchung über weltweite Steuerhinterziehung. Die Journalisten des International Consortium of Investigation (ICIJ) haben mit den Pandora Papers die Büchse der Pandora der Steuerhinterziehung geöffnet: „Diese gigantische Untersuchung betrifft Milliardäre, Politiker, Staatsoberhäupter und europäische Politiker, wie den tschechischen Premierminister Andrej Babis. Er soll ein Schloss an der Côte d’Azur gekauft haben, ohne es in seinem Vermögen auszuweisen“, erklärt der Journalist Alexandre Hebert von France Télévisions. Tony Blair, DSK oder Guy ForgetAuch der Name von Tony Blair, dem ehemaligen britischen Premierminister, taucht auf. Insgesamt soll es weltweit 29.000 Offshore-Gesellschaften geben. Auch Dominique Strauss-Kahn ist davon betroffen, wie die Teams von Cash Investigation herausgefunden haben. Er hätte 2018 über eine Gesellschaft in Dubai eine Offshore-Gesellschaft mit dem …

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  • „Pandora Papers“: Enthüllungen über Dominique Strauss-Kahn

    „Pandora Papers“: Enthüllungen über Dominique Strauss-Kahn

    Dominique Strauss-Kahn war einst einer der einflussreichsten Männer Frankreichs. Der ehemalige sozialistische Minister hat seit seinem Ausscheiden aus dem öffentlichen Leben  das Gehalt eines Vorstands eines börsennotierten Unternehmens verdient. Nun wurden seine Steuertricks öffentlich. Nach dem Sofitel-Skandal in New York wurde der ehemalige geschäftsführende Direktor des IWF (2007-2011) zum viel gebuchten Redner und internationalen Berater. Seine Kunden: Oligarchen, Unternehmen oder Staatsoberhäupter, die nicht immer den besten Ruf geniessen. Eine Tätigkeit, die sich auszahlt. Seit seinem Ausscheiden aus dem öffentlichen Leben hat der ehemalige Wirtschafts-, Finanz- und Industrieminister das Gehalt eines hochdotierten Firmen-Chefs verdient und die Steuergrenzen ausgetestet: Er hat seine Unternehmen in Ländern angesiedelt, in denen es keine Gewinnsteuer gibt. Für „Cash Investigation“ hat die Journalistin Linda Bendali monatelang in den „Pandora Papers“ geforscht, den Millionen vertra…

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  • Pandora Papers: Steuerhinterziehungsskandal betrifft Prominente wie DSK, Shakira und Tony Blair

    Pandora Papers: Steuerhinterziehungsskandal betrifft Prominente wie DSK, Shakira und Tony Blair

    Die so genannte „Pandora Papers“-Untersuchung, an der rund 600 Journalisten beteiligt sind, stützt sich auf etwa 11,9 Millionen Dokumente von 14 Finanzdienstleistungsunternehmen und hat mehr als 29.000 Offshore-Gesellschaften aufgedeckt. Am Sonntagabend veröffentlichte das International Consortium of Investigative Journalists (ICIJ) eine als „Pandora Papers“ bezeichnete Untersuchung, die aufzeigt, wie Prominente und Politiker 11,3 Billionen Dollar in Offshore-Firmen versteckten. Insgesamt fand das ICIJ Verbindungen zwischen Offshore-Vermögenswerten und 336 Spitzenmanagern und Politikern, die fast 1.000 Unternehmen gründeten, von denen mehr als zwei Drittel auf den Britischen Jungferninseln angesiedelt sind. Wer sind die ersten genannten Personen? Der König von Jordanien, die Präsidenten von Kenia und Ecuador sowie der tschechische Premierminister gehören zu den führenden Persönlichkeiten, die in der Untersuchung der Pandora Papers bereits gefunden wurden. Auch der Name des ehemaligen …

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