Schlagwort: St. Etienne

  • Upcycling in Saint-Étienne: Alte Zelte werden zu modischen Regenjacken

    Upcycling in Saint-Étienne: Alte Zelte werden zu modischen Regenjacken

    In Saint-Étienne, einer Stadt mit Innovationsgeist und Sinn für Nachhaltigkeit, haben zwei kreative Köpfe, Romain Coll und Léo Moja, eine geniale Idee entwickelt: ausrangierte Zelte in schicke, wasserdichte Jacken zu verwandeln. Mit ihrem Start-up 909-upcycling setzen sie nicht nur auf Ressourcenschonung, sondern auch auf trendige Funktionalität – ein Ansatz, der sowohl praktisch als auch umweltfreundlich ist.

    Warum Zeltstoff?

    Zelte bestehen aus besonders widerstandsfähigen Materialien, die Wind und Wetter trotzen. Genau diese Eigenschaften machen sie perfekt für den Einsatz in wetterfester Kleidung. „Uns interessiert vor allem die wasserdichte Außenhülle“, erklärt Romain, der begeistert die Möglichkeiten dieser recycelten Stoffe beschreibt.

    Ein ausgedientes Zelt reicht für die Herstellung von drei Regenjacken. Doch bevor die Stoffe in den Kleiderschrank der Kunden wandern, durchlaufen sie mehrere Schritte: Reinigung, Bügeln und Zuschneiden – alles bei einem Partnerbetrieb in der Region. Danach landen sie wieder im kleinen Atelier von Romain und Léo, wo die endgültige Verarbeitung erfolgt.

    Vom Kellerfund zum Trendstück

    „Die Zelte stammen oft aus Garagen oder Dachböden“, erzählt Léo und lacht. Was für viele nur altes Camping-Equipment ist, wird durch 909-upcycling zu hochwertiger Mode mit einer Geschichte. Die Nachfrage ist groß: Jährlich gehen etwa tausend Bestellungen ein. Doch bei einer Produktionskapazität von nur einem Kleidungsstück pro Tag in ihrem kleinen Atelier wird schnell klar, dass die Nachfrage die Kapazitäten übersteigt.

    Um diesem Ansturm gerecht zu werden, haben die beiden Unternehmer ein zusätzliches Produktionsatelier in Tunesien ins Boot geholt. Mittlerweile finden ihre Regenjacken nicht nur in Saint-Étienne, sondern auch in der Hauptstadt Paris reißenden Absatz.

    Nachhaltigkeit als Teil des Lebensstils

    Die Idee hinter 909-upcycling ist mehr als nur cleveres Recycling. Sie steht für eine wachsende Bewegung, die unseren Umgang mit Ressourcen grundlegend überdenkt. Frankreich, als europäischer Spitzenreiter im Camping, bietet hier reichlich Potenzial. Alte Zelte, die sonst vielleicht auf dem Müll landen würden, werden dank kreativer Ideen zu neuen, nützlichen Produkten.

    Gleichzeitig zeigt das Unternehmen, dass Nachhaltigkeit nicht langweilig sein muss – ganz im Gegenteil. Wer eine Jacke von 909-upcycling trägt, macht nicht nur ein modisches Statement, sondern auch eines für die Umwelt.

    Ein Blick in die Zukunft

    Romain und Léo denken bereits über die nächste Etappe nach. Mehr Produktionskapazität, neue Designs und möglicherweise weitere Produktlinien stehen auf der Agenda. Ihr kleines Start-up ist ein Paradebeispiel dafür, wie viel Potenzial in der Wiederverwertung von Materialien steckt.

    Vielleicht stellt sich bei der nächsten Camping-Reise die Frage: Was passiert mit dem alten Zelt? Die Antwort könnte in einer nachhaltigen, handgefertigten Jacke aus Saint-Étienne liegen – ein echter Hingucker, der gleichzeitig einen Beitrag zur Umwelt leistet.

  • Exposition in Saint-Étienne: Vergessene Athleten im Rampenlicht

    Exposition in Saint-Étienne: Vergessene Athleten im Rampenlicht

    In Vorbereitung auf die Olympischen und Paralympischen Spiele in Paris präsentiert das Musée d’Art et d’Industrie in Saint-Étienne eine faszinierende Ausstellung, die den Glanz vergangener Tage wieder aufleben lässt. Unter dem Titel „D’Olympie à Saint-Étienne, sports en jeu“ werden vergessene Athlet…

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  • Weltrekord in Saint-Étienne: Größte Raclette aller Zeiten

    Weltrekord in Saint-Étienne: Größte Raclette aller Zeiten

    In Saint-Étienne, einer Stadt in der französischen Region Loire, wurde am Sonntag, dem 17. März, kulinarische Geschichte geschrieben. Der Weltrekord für die größte je servierte Raclette wurde gebrochen – ein Ereignis, das in einer ausgelassenen Atmosphäre mehr als 2.000 Menschen anzog.

    Mit 2.236 Teilnehmern wurde nicht nur der alte Rekord weit übertroffen, sondern auch eine neue Messlatte für geselliges Beisammensein gesetzt. Im Parc des Expositions in Saint-Étienne verwandelte sich der Tag in ein Fest der Superlative: „Um mit einer Menge Freunden eine gute Mahlzeit zu genießen, sind wir hier genau richtig“, schwärmte ein Besucher. Für das rekordverdächtige Event wurden 620 Kilogramm Käse, 350 Kilogramm Wurstwaren und eine Tonne Kartoffeln aufgetischt. Beleuchtet von Kerzenschein und in wahrhaft gallischer Stimmung erlebten die Anwesenden ein unvergessliches Mahl.

    Mehr als nur Käse

    Hinter dem Event stand der Humorist und Entertainer Jason Chicandier, der seine Erwartungen bei Weitem übertroffen sah: „Ich habe mit vielem gerechnet, aber das hier ist verrückt, es ist volkstümlich (…) wir verkaufen nicht viel, außer Glück“, sagte er. Der Erfolg der Veranstaltung, bei der innerhalb von fünf Tagen 2.000 Tickets im Internet verkauft wurden, war überwältigend. Ein Teil der Erlöse kommt einer Behindertenhilfeorganisation zugute, was dem fröhlichen Beisammensein eine wohltätige Note verlieh.

    Neben Kostümen, Musik, DJ und Tanz stand natürlich die Raclette im Mittelpunkt des Geschehens. Dieses Event bewies einmal mehr, dass Essen mehr ist als nur Nahrungsaufnahme – es ist ein Fest der Gemeinschaft, das Menschen zusammenbringt und für einen guten Zweck genutzt werden kann. In Saint-Étienne wurde an diesem Tag nicht nur ein kulinarischer, sondern auch ein gesellschaftlicher Höhepunkt erreicht, der in Erinnerung bleiben wird. Die größte Raclette der Welt ist somit nicht nur ein Zeugnis für den Gemeinschaftssinn, sondern auch für die Großzügigkeit und Lebensfreude, die solche Veranstaltungen mit sich bringen.

  • Saint-Étienne: Pizzabäcker und Mitglied der italienischen Mafia nach 16 Jahren auf der Flucht verhaftet

    Saint-Étienne: Pizzabäcker und Mitglied der italienischen Mafia nach 16 Jahren auf der Flucht verhaftet

    Edgardo Greco, ein Pizzabäcker aus Saint-Étienne (Loire) und mutmaßliches Mitglied der kalabrischen Mafia, wurde am Donnerstag, dem 2. Februar, festgenommen. In Italien wurde er wegen zweifachen Mordes bereits zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt.

    Seine Kunden und Kollegen kannten ihn unter dem Namen Paolo Dimitrio. Er war ein diskreter italienischer Pizzabäcker, der seit mehreren Jahren in Saint-Étienne (Loire) lebte. Niemand hätte sich vorstellen können, dass sich hinter dieser bescheidenen Identität in Wirklichkeit Edgardo Greco verbarg, ein Mitglied der ‚Ndrangheta, der mächtigen kalabrischen Mafia, der seit 16 Jahren als verurteilter Mörder auf der Flucht ist.

    Er wartet jetzt auf seine Auslieferung an Italien.
    Der 63-Jährige, der in Italien wegen Doppelmordes zu lebenslanger Haft verurteilt worden war, wurde in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag, dem 2. Februar, von der französischen und der italienischen Polizei in einer gemeinsamen Aktion festgenommen. Die Festnahme war durch einen Artikel möglich geworden, der 2021 in der Zeitung Le Progrès veröffentlicht wurde. Der Pizzabäcker war in dem Artikel auf einem Foto zu sehen. Er preist dem Zeitungsartikel seine hausgemachte italienische Küche an. Die italienischen Ermittler hatten seit 2006 nach ihm gesucht und schliesslich seine Spur bis nach Saint-Étienne verfolgt. In Italien sorgt der Fall bereits für Schlagzeilen. Edgardo Greco wartet nun auf seine Auslieferung nach Italien.