Schlagwort: Sport

  • Kinder in Bewegung bringen: Warum körperliche Aktivität eine wichtige Gesundheitsfrage ist

    Kinder in Bewegung bringen: Warum körperliche Aktivität eine wichtige Gesundheitsfrage ist

    Kinder bewegen sich immer weniger – das ist keine neue Erkenntnis, aber die Zahlen dazu werden immer alarmierender. Laut einem Bericht der französischen Akademie der Medizin erreichen nur 50 % der Jungen und lediglich ein Drittel der Mädchen die empfohlene tägliche Stunde körperlicher Aktivität. Diese Entwicklung ist nicht nur eine Frage des Lebensstils, sondern ein drängendes Gesundheitsproblem.

    Doch anstatt gegenzusteuern, hat der französische Staat kürzlich beschlossen, zwei zusätzliche Sportstunden in den Schulen nicht umzusetzen – ein Rückschritt, der auf massive Kritik stößt. Warum wird so wenig getan, wenn die Folgen von Bewegungsmangel so schwerwiegend sind?


    Bewegungsmangel und seine Folgen

    Die Welt unserer Kinder wird immer statischer: Längeres Sitzen und steigender Medienkonsum bestimmen ihren Alltag. Im Schnitt verbringen Kinder 3 bis 4 Stunden täglich vor Bildschirmen – und das hat Konsequenzen.

    Was bedeutet es, wenn Kinder weniger aktiv sind? Neben dem steigenden Risiko für Übergewicht und Herz-Kreislauf-Erkrankungen zeigt sich auch eine direkte Verbindung zu schlechterer geistiger Gesundheit und sinkender schulischer Leistung. Bewegung ist also nicht nur für die körperliche, sondern auch für die geistige Fitness unverzichtbar.

    Besonders betroffen sind Mädchen, Kinder aus benachteiligten Familien und Kinder mit Behinderung. Ihre Chancen, regelmäßig aktiv zu sein, sind deutlich geringer – ein alarmierender Trend, der soziale Ungleichheiten vertieft.


    Kleine Fortschritte, große Hindernisse

    Es gibt bereits Maßnahmen, die wirken: Zum Beispiel die Einführung von 30 Minuten täglicher Bewegung in Grundschulen, zusätzlich zum regulären Sportunterricht. Auch der „Pass’Sport“, ein finanzieller Zuschuss von 50 Euro zur Förderung von Vereinsaktivitäten, ist ein Schritt in die richtige Richtung.

    Doch reichen diese Initiativen aus? Experten wie der Physiologe Xavier Bigard meinen: Nein. Vielmehr müssten diese Programme nicht nur ausgeweitet, sondern langfristig gesichert werden. Eine Erhöhung des Sportunterrichts auf vier Stunden pro Woche in weiterführenden Schulen wäre laut Fachleuten ein dringend nötiger Schritt – aber diese Idee wurde vom aktuellen Kabinett offenbar auf Eis gelegt.


    Eltern und Lehrer: Die heimlichen Schlüssel zur Lösung

    Was tun, wenn staatliche Maßnahmen nicht ausreichen? Eltern spielen eine Schlüsselrolle, wenn es darum geht, Kinder für Bewegung zu begeistern. Ein aktiver Lebensstil beginnt oft zu Hause: Eltern, die selbst aktiv sind, geben diese Gewohnheit viel eher an ihre Kinder weiter. Ob der Schulweg mit dem Fahrrad oder zu Fuß zurückgelegt wird oder gemeinsame Aktivitäten am Wochenende – kleine Schritte machen hier den Unterschied.

    Auch Lehrkräfte könnten stärker in die Pflicht genommen werden. Warum nicht den Unterricht dynamischer gestalten? Regelmäßige Bewegungspausen, weniger Zeit im Sitzen und praktische Übungen, die das Lernen mit Bewegung verbinden, wären einfache Maßnahmen mit großer Wirkung.


    Bewegung muss Spaß machen

    Ein Punkt wird oft übersehen: Sport muss Spaß machen. Wenn körperliche Aktivität als Pflicht oder Strafe wahrgenommen wird, verlieren Kinder schnell die Motivation. Besonders Mädchen und Kinder mit Behinderung profitieren von inklusiven und spielerischen Angeboten, die auf ihre Bedürfnisse eingehen.

    Warum nicht mehr Spiele, Tanz- oder Outdoor-Aktivitäten einbauen? Schließlich ist die Freude an Bewegung der wichtigste Antrieb, um langfristig aktiv zu bleiben.


    Eine Frage der Priorität

    Dass die französische Regierung die Förderung körperlicher Aktivität zunächst zur „Grande Cause Nationale“ erklärte und dann zurückruderte, zeigt ein großes Problem: Die Umsetzung guter Ideen scheitert oft an politischen Prioritäten. Aber wenn wir weiterhin zusehen, wie Kinder sich immer weniger bewegen – wer zahlt dann am Ende die Rechnung?

    Es ist höchste Zeit, Kinder wieder in Bewegung zu bringen. Schließlich hängt von ihrer Gesundheit nicht nur ihre persönliche Zukunft ab, sondern die unserer gesamten Gesellschaft.

  • Sicherheitsbilanz nach dem Länderspiel Frankreich-Israel: „Es lief sehr gut“, so Polizeipräfekt Laurent Nunez

    Sicherheitsbilanz nach dem Länderspiel Frankreich-Israel: „Es lief sehr gut“, so Polizeipräfekt Laurent Nunez

    Der Fußballabend zwischen Frankreich und Israel war von Spannung auf und abseits des Spielfelds geprägt. Während das Match selbst mit einem torlosen 0:0 endete, stand die Sicherheitsfrage im Mittelpunkt – und wurde zum Prüfstein für die Pariser Behörden. Laurent Nunez, der Polizeipräfekt von Paris, zieht heute ein positives Fazit: „Es lief sehr gut“, erklärte er am Freitag in der Sendung Les 4 Vérités auf dem Sender France 2.

    Ein Großaufgebot an Sicherheitskräften war vor Ort. Bereits im Vorfeld war klar, dass der Abend sensibel werden könnte. Der Polizeipräfekt beschrieb, wie umfangreich die Vorkehrungen waren – vom Stadionumfeld über die öffentlichen Verkehrsmittel bis hin zur genauen Beobachtung der Tribünen. „Wir hatten ein sehr großes Aufgebot, sowohl um das Stadion als auch in den öffentlichen Verkehrsmitteln. Das hat sich ausgezahlt.“

    Trotz kleinerer Vorfälle, darunter eine Auseinandersetzung zwischen Fans in den Tribünen, blieb es weitgehend ruhig. Nunez lobte die Arbeit der Ordnungskräfte und Sicherheitsdienste, die die Lage schnell unter Kontrolle brachten.

    Die erwähnte Auseinandersetzung in den Tribünen sorgte für kurze Unruhe. Doch laut Nunez wurde die Situation schnell entschärft – sowohl durch die Stadionmitarbeiter als auch durch die Einsatzkräfte, die umgehend vor Ort waren. Insgesamt gab es zwei Festnahmen: Eine während des Spiels, eine weitere nach Spielende. Diese Zahlen sind angesichts der befürchteten Eskalation bemerkenswert niedrig. Nunez betonte, dass keine größeren Zwischenfälle zu verzeichnen waren, und hob hervor, dass die Präventionsmaßnahmen gegriffen haben.

    Warum war gerade dieses Spiel mit solch hohen Sicherheitsvorkehrungen verbunden? Die Begegnung zwischen Frankreich und Israel galt als potenziell heikel, nicht nur sportlich, sondern auch politisch. In einer Zeit, in der gesellschaftliche Spannungen zunehmen, ist jedes Großereignis auch ein sicherheitspolitischer Kraftakt. Dass die Lage so reibungslos blieb, sieht Nunez als Erfolg einer gut koordinierten Planung: „Es hat sich gezeigt, dass eine starke Präsenz vor Ort – sowohl sichtbar als auch unsichtbar – deeskalierend wirkt.“

    Der Abend könnte als Musterbeispiel dienen, wie heikle Veranstaltungen sicher durchgeführt werden können. Mit Blick auf kommende Großereignisse wie die Olympischen Spiele 2024 in Paris oder weitere internationale Fußballspiele zeigt sich, dass eine durchdachte Sicherheitsstrategie Vertrauen schaffen kann. Laurent Nunez’ Worte fassen den Abend treffend zusammen: „Es war ein gelungener Einsatz, und wir haben gezeigt, dass Paris solche Herausforderungen meistern kann.“

  • Frankreich-Israel: Nations-League-Spiel im Schatten hoher Sicherheitsmaßnahmen

    Frankreich-Israel: Nations-League-Spiel im Schatten hoher Sicherheitsmaßnahmen

    Die Spannung steigt: Am Donnerstag, dem 14. November 2024, empfängt Frankreich die israelische Nationalmannschaft im Stade de France – unter so strikten Sicherheitsvorkehrungen wie selten zuvor. Das Spiel der UEFA Nations League findet inmitten eskalierender Konflikte im Nahen Osten statt und wird von einem dichten Netz aus Polizeikräften geschützt. Mehr als 4.000 Polizisten und Gendarmen sollen rund um das Stadion, in den öffentlichen Verkehrsmitteln und in Paris im Einsatz sein. Dazu kommen 1.600 private Sicherheitskräfte im Stadion selbst.

    Außergewöhnliche Maßnahmen für ein außergewöhnliches Spiel

    Nicht nur die Präsenz der Polizei ist außergewöhnlich – auch das Innenministerium hat klare Vorgaben gemacht, um politische Botschaften zu verhindern. Im Stadion sind einzig die Nationalflaggen Frankreichs und Israels erlaubt, während palästinensische Fahnen und alle anderen politischen Banner strikt untersagt sind. Wer sich nicht daran hält, wird konsequent auf die Härte des Gesetzes treffen, betonte der Pariser Polizeipräfekt Laurent Nuñez.

    Auch das Elite-Team RAID ist im Einsatz und sichert die israelische Mannschaft, die seit ihrer Ankunft am Montag quasi in einer „Schutzblase“ lebt. Die israelischen Fans wurden von ihren Behörden sogar gebeten, dem Stadion fernzubleiben – dennoch wird eine kleine Gruppe von rund 100 israelischen Anhängern erwartet.

    Niedrige Zuschauerzahlen und eine politische Präsenz in der VIP-Tribüne

    Von den 80.000 Sitzplätzen des Stade de France bleiben viele leer. Zwischen 12.000 und 25.000 Zuschauer werden erwartet – eine der niedrigsten Besucherzahlen in der Geschichte dieses Stadions. Die leeren Ränge lassen den Veranstaltern möglicherweise Raum für eine entspanntere Sicherheitslage. Doch während die Ränge leer bleiben, wird die Ehrentribüne dafür umso prominenter besetzt sein: Präsident Emmanuel Macron sowie die ehemaligen Präsidenten Nicolas Sarkozy und François Hollande werden vor Ort sein. Mit ihrer Anwesenheit soll ein Zeichen gegen die antisemitischen Übergriffe gesetzt werden, die in Amsterdam nach dem letzten Spiel von Maccabi Tel-Aviv zu scharfer Verurteilung geführt hatten.

    Das sportliche Ziel: Ein Punkt genügt für die Bleus

    Obwohl die Aufmerksamkeit weitgehend auf die Sicherheit gerichtet ist, spielt sich auch auf dem Rasen eine Geschichte ab. Frankreich steht kurz vor der Qualifikation für das Viertelfinale der Nations League – ein Unentschieden reicht für den Einzug in die nächste Runde. Allerdings müssen die „Bleus“ ohne ihren Star und Kapitän Kylian Mbappé antreten, der mit Verletzungen und privaten Problemen zu kämpfen hat. Neben Mbappé fehlt auch Ousmane Dembélé, was Trainer Didier Deschamps dazu zwingt, seine Offensive neu zu organisieren. Doch ein Sieg gegen Israel scheint trotz der Ausfälle in Reichweite – zuletzt besiegte Frankreich die Israelis mit 4:1 in Budapest.

    Eine angespannte Lage in Europa

    Die Entscheidung, das Spiel stattfinden zu lassen, trifft nicht überall auf Zustimmung. Der französische Innenminister Bruno Retailleau machte jedoch klar, dass Frankreich nicht vor Gewaltandrohungen einknicken werde. Belgien hatte sich im September dagegen entschieden, Israel in Brüssel zu empfangen, und das Spiel stattdessen nach Ungarn verlegt. Doch Frankreich wolle sich „weder von Gewaltandrohungen noch vom Antisemitismus einschüchtern lassen“, so Retailleau.

    Vor dem Hintergrund der Auseinandersetzungen in Amsterdam – wo israelische Fans des Maccabi Tel-Aviv angegriffen und verletzt wurden – ist Frankreichs Entscheidung ein klares Statement.

  • LFI-Abgeordnete fordern Absage des Länderspiels zwischen Frankreich und Israel

    LFI-Abgeordnete fordern Absage des Länderspiels zwischen Frankreich und Israel

    Die Abgeordneten der Linkspartei La France Insoumise (LFI) haben am Dienstag auf einer Pressekonferenz die Absage des Fußballspiels zwischen Frankreich und Israel gefordert, das am Donnerstag im Stade de France im Rahmen der Nations League ausgetragen werden soll. Mathilde Panot, die Vorsitzende der LFI-Fraktion, verwies auf ein erhöhtes Risiko für „schwere Unruhen“, wie bereits beim Spiel in Amsterdam vor einer Woche. Panot erklärte in der Nationalversammlung: „Wir fordern, dass das am Donnerstag angesetzte Spiel zwischen Frankreich und Israel abgesagt wird.“ Der LFI-Abgeordnete Louis Boyard hatte schon Anfang November auf die Absage des Spiels gedrängt – als Zeichen des Protests gegen die Politik der israelischen Regierung und den Krieg in Gaza. Der französische Innenminister Bruno Retailleau reagierte auf die Forderung der LFI, indem er die Durchführung des Spiels als „eine Frage des Prinzips“ bezeichnete. Um die Sicherheit der Veranstaltung zu gewährleisten, werden rund 4.000 Poliz…

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  • Länderspiel Frankreich-Israel: Ein „Hochrisiko“-Spiel unter massivem Sicherheitsaufgebot

    Länderspiel Frankreich-Israel: Ein „Hochrisiko“-Spiel unter massivem Sicherheitsaufgebot

    Am kommenden Donnerstag, dem 14. November, wird das Stade de France in Saint-Denis zum Schauplatz eines außergewöhnlichen Fußballspiels: Frankreich tritt im Rahmen der Nations League gegen Israel an. Was eigentlich ein sportliches Ereignis sein sollte, entwickelt sich im Kontext der aktuellen geopolitischen Spannungen jedoch zu einem „Hochrisiko“-Event.

    Inmitten dieses heiklen Umfelds hat der Pariser Polizeipräfekt Laurent Nuñez angekündigt, dass zur Sicherung des Spiels rund 4.000 Polizisten und Gendarmen mobilisiert werden – ein „extrem verstärktes Sicherheitsdispositiv“, das laut Nuñez für ein internationales Fußballspiel „sehr ungewöhnlich“ ist.

    Ein außergewöhnlicher Sicherheitsplan

    Dieses außergewöhnliche Sicherheitsaufgebot wird sowohl im Stadion selbst als auch in den öffentlichen Verkehrsmitteln und auf den Straßen von Paris präsent sein. Zusätzlich werden rund 1.600 private Sicherheitskräfte direkt im Stade de France im Einsatz sein. Das Elitekommando RAID wird außerdem für die Sicherheit der israelischen Nationalmannschaft sorgen. Nuñez betonte, dass jeder Versuch, die öffentliche Ordnung zu stören, „nicht toleriert“ werde und die Kontrollen am Stadionzugang „extrem verschärft“ würden.

    Mit diesem umfassenden Einsatz reagieren die Behörden auf mehrere Risikofaktoren. Eine Woche zuvor kam es in Amsterdam zu Ausschreitungen zwischen Unterstützern des Maccabi Tel Aviv und anderen Gruppen, die international scharf verurteilt wurden. Zudem hat die israelische Regierung ihre Bürger im Ausland dazu aufgerufen, Menschenansammlungen und insbesondere Sportereignisse, bei denen Israel involviert ist, zu meiden.

    Politische Spannungen und symbolische Präsenz

    Frankreichs Präsident Emmanuel Macron wird persönlich im Stadion anwesend sein. Laut Élysée-Palast möchte Macron durch seine Teilnahme ein Zeichen der Solidarität und Brüderlichkeit setzen – insbesondere nach den antisemitischen Ausschreitungen in Amsterdam. Seine Anwesenheit soll ein Zeichen gegen Hass und Spaltung in der Gesellschaft setzen und verdeutlichen, dass Frankreich für Toleranz und Sicherheit einsteht.

    Die Zuschauerzahl dürfte bei diesem Spiel jedoch deutlich geringer ausfallen als üblich: Die Fédération Française de Football schätzte die bisher verkauften Tickets auf rund 20.000 – eine Zahl, die weit hinter der maximalen Kapazität von 80.000 Plätzen des Stade de France liegt.

    Pro-israelische Kundgebung und umstrittenes Gala-Event

    Am Abend vor dem Spiel wird in Paris außerdem eine pro-israelische Kundgebung erwartet, organisiert von der internationalen rechten jüdischen Bewegung Betar in Zusammenarbeit mit dem Mouvement des Étudiants Juifs de France (MEJF). Der Anlass: ein Zeichen gegen Antisemitismus zu setzen. Der geplante Auftritt des israelischen Finanzministers Bezalel Smotrich, einer umstrittenen Figur, die von linken französischen Gruppen scharf kritisiert wurde, scheint jedoch abgesagt worden zu sein.

    Am selben Tag findet außerdem der Gala-Abend „Israël Forever“ statt, ein jährlich organisiertes Event zur Unterstützung Israels, das ebenfalls von rechtsextremen Gruppen organisiert wird. Trotz Kritik an der Veranstaltung hat Präfekt Nuñez der Veranstaltung grünes Licht gegeben und betont, dass die Sicherheitsmaßnahmen ausreichend seien, um mögliche Störungen der öffentlichen Ordnung zu verhindern.

    Frankreichs Balanceakt: Sicherheit und Freiheit

    Die umfangreichen Sicherheitsmaßnahmen rund um das Spiel Frankreich-Israel reflektieren die Herausforderungen, die in Zeiten geopolitischer Spannungen auf Frankreichs Behörden lasten. Es zeigt sich, wie sensibel die Balance zwischen der Wahrung öffentlicher Ordnung und der Einhaltung demokratischer Freiheitsrechte ist. Die kommenden Tage werden zeigen, ob Frankreich mit seinem hohen Sicherheitsaufgebot und den Maßnahmen rund um das Spiel und die parallel stattfindenden Veranstaltungen ein Zeichen für Frieden und Sicherheit setzen kann.

  • Emmanuel Macron beim Länderspiel Frankreich-Israel am Donnerstag: Ein Zeichen der Solidarität

    Emmanuel Macron beim Länderspiel Frankreich-Israel am Donnerstag: Ein Zeichen der Solidarität

    Der französische Präsident Emmanuel Macron wird am Donnerstag beim Fußballspiel zwischen Frankreich und Israel im Stade de France anwesend sein, wie der Élysée-Palast am Sonntag, dem 10. November, bestätigte. Diese Begegnung, die Teil der UEFA Nations League ist, wird unter außergewöhnlich strengen Sicherheitsvorkehrungen stattfinden. Ein Zeichen gegen Antisemitismus und für Solidarität Macrons Anwesenheit soll nicht nur seine Unterstützung für die französische Nationalmannschaft zeigen, sondern auch eine klare Botschaft der Solidarität und Brüderlichkeit senden, insbesondere nach den antisemitischen Ausschreitungen, die kürzlich im Zusammenhang mit einem Spiel in Amsterdam stattgefunden haben. Nach der Partie zwischen Ajax Amsterdam und Maccabi Tel Aviv in der Europa League wurden Fans des israelischen Teams von Gruppen angegriffen, was zur kurzfristigen Hospitalisierung von fünf Anhängern und zur Festnahme von etwa 60 Personen führte. Mit seiner Teilnahme möchte Macron ein Zeichen se…

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  • Vendée Globe 2024: Rekordandrang beim Start der legendären Solo-Regatta in Les Sables-d’Olonne

    Vendée Globe 2024: Rekordandrang beim Start der legendären Solo-Regatta in Les Sables-d’Olonne

    Der Start der zehnten Ausgabe des Vendée Globe zieht dieses Jahr mehr Zuschauer an als je zuvor. Schon am Freitag, den 8. November, versammelten sich Tausende von Segelbegeisterten und neugierigen Besuchern in Les Sables-d’Olonne (Vendée), um die Vorbereitungen für das ikonische Rennen hautnah mitzuerleben. Für viele ist die Gelegenheit, die mutigen Segler und ihre hochmodernen Boote aus nächster Nähe zu sehen, ein Highlight – und ein Abschiedsmoment zugleich, bevor die Teilnehmer in die unberechenbaren Weltmeere aufbrechen.

    Eine unvergleichliche Menschenmenge für die 10. Ausgabe

    „So viele Menschen habe ich hier noch nie gesehen“, erzählt ein Paar, das bereits seit Jahren den Start des Vendée Globe verfolgt. Die zehnten Ausgabe scheint ein besonderes Publikumsmagnet zu sein: Die Zuschauer waren bereit, lange Wartezeiten in Kauf zu nehmen, um zu den Pontons zu gelangen und die Boote aus der Nähe zu bestaunen. Geduld war gefragt, denn der Zugang zu den Segelyachten war so begehrt, dass sich viele Besucher über zwei Stunden anstellen mussten. Doch die Faszination für das Rennen, das als härteste Solo-Segelregatta der Welt gilt, machte die Mühe mehr als wett.

    Die Stars des Tages: Die Segler und ihre Boote

    Die mutigen Segler, die sich auf die etwa drei Monate dauernde Weltumsegelung vorbereiten, waren die Stars des Tages. Geduldig gaben sie Autogramme, posierten für Fotos und verabschiedeten sich von der jubelnden Menge. Für viele Fans und Angehörige war dies die letzte Chance, ihren Helden und deren beeindruckende Yachten zu sehen, bevor diese sich in die Weiten des Ozeans wagen. Besucher aus ganz Frankreich reisten an, um die einmalige Atmosphäre zu erleben und die Segler in die unbekannten Weiten zu verabschieden.

    Vorfreude und Abschiedsmomente

    Für den eigentlichen Start am Sonntag, den 10. November, haben sich bereits zahlreiche Fans angekündigt, die früh morgens an den besten Aussichtspunkten Stellung beziehen wollen. Sie werden die ersten sein, die die Boote auf ihrem einsamen Weg um die Welt begleiten – zumindest mit Blicken und hoffnungsvollen Gedanken. Der Vendée Globe ist mehr als ein Rennen; er ist ein Symbol für Mut, Abenteuerlust und den ungebrochenen Willen, sich den Naturgewalten zu stellen.

    Mit diesem Andrang zeigt die diesjährige Ausgabe des Vendée Globe einmal mehr, dass diese außergewöhnliche Regatta im Herzen der Menschen verankert ist und die Faszination für das große Abenteuer ungebrochen bleibt.

  • Fussballmatch Frankreich-Israel im Stade de France: Ein Großaufgebot für die Sicherheit

    Fussballmatch Frankreich-Israel im Stade de France: Ein Großaufgebot für die Sicherheit

    Das Fußballspiel zwischen Frankreich und Israel, das am Donnerstag, den 14. November im Stade de France in Seine-Saint-Denis stattfinden soll, wirft im Vorfeld große Sicherheitsfragen auf. Trotz wachsender Spannungen und Aufrufe zur Absage des Spiels hat Frankreichs Innenminister Bruno Retailleau angekündigt, die Begegnung werde wie geplant stattfinden. Die Sicherheitsmaßnahmen rund um das Stadion werden jedoch massiv aufgestockt.

    Pro-palästinensische Proteste und Forderungen nach Absage

    Schon seit einigen Tagen ist das Spiel Ziel von Protesten. Anfang November besetzten etwa 40 pro-palästinensische Demonstranten die Zentrale des französischen Fußballverbands (FFF), um die Absage des Spiels zu fordern. Mit ihren Aktionen wollten sie Druck auf die Verantwortlichen ausüben, das Match abzusagen oder an einen anderen Ort zu verlegen. Doch trotz dieser Proteste hat der Innenminister klargestellt, dass er nicht nachgeben werde. Ein vorangegangenes Beispiel aus Amsterdam, wo es am Donnerstagabend zu Zwischenfällen bei einem ähnlichen Spiel kam, verstärkt die Anspannung.

    3.000 Polizisten und Gendarmen für die Sicherheit

    Bruno Retailleau unterstrich, dass die Entscheidung, das Spiel wie geplant stattfinden zu lassen, auch symbolische Bedeutung habe. Die Polizeipräfektur habe ihm zugesichert, die Sicherheit im Stadion gewährleisten zu können, betonte er. Um auf mögliche Zwischenfälle vorbereitet zu sein, werden am Donnerstag rund 3.000 Polizeikräfte und Gendarmen rund um das Stade de France im Einsatz sein. Trotz dieser intensiven Vorkehrungen wird jedoch mit einem großen Zuschauerdefizit gerechnet: Von den knapp 80.000 verfügbaren Plätzen wurden weniger als 20.000 Tickets verkauft.

    Symbolik und Sicherheit – eine schwierige Balance

    Das Match zwischen Frankreich und Israel findet in einem angespannten Klima statt, das durch geopolitische Konflikte und Spannungen um die israelisch-palästinensische Frage angeheizt wird. In diesem Kontext stellt die Entscheidung, das Spiel im Stade de France abzuhalten, nicht nur eine organisatorische Herausforderung dar, sondern auch eine symbolische Positionierung der französischen Regierung. Ob die umfangreichen Sicherheitsmaßnahmen den reibungslosen Ablauf des Spiels gewährleisten können, wird sich zeigen – die Augen der Öffentlichkeit und Medien werden jedenfalls auf das Stade de France gerichtet sein.

  • Saint-Méen-le-Grand feiert Louison Bobet: Startetappe der Tour de France 2025 im Zeichen eines Champions

    Saint-Méen-le-Grand feiert Louison Bobet: Startetappe der Tour de France 2025 im Zeichen eines Champions

    Am 12. Juli 2025 verwandelt sich Saint-Méen-le-Grand, die Geburtsstadt des legendären Radsportlers Louison Bobet, in ein pulsierendes Zentrum der Tour de France. Die Gemeinde im Herzen der Bretagne wird zum zweiten Mal in ihrer Geschichte Austragungsort des weltberühmten Radrennens und erinnert zugleich an einen der größten Radsporthelden, dessen 100. Geburtstag dieses Jahr gefeiert wird. Louison Bobet, der dreifache Tour-de-France-Gewinner, schrieb hier die ersten Kapitel in einer Sportlerkarriere, die bis heute unvergessen ist.

    Für die Bewohner von Saint-Méen-le-Grand ist dies weit mehr als nur ein sportliches Event. Viele erinnern sich noch lebhaft an die Magie des Sommers 2006, als der Tour-Tross bereits einmal durch ihre Stadt rollte und sie für einen Tag zum Mittelpunkt der Radsportwelt machte. Die Straßen waren voll, die Begeisterung grenzenlos – und so mancher hat sich jetzt schon seinen Platz gesichert, um auch diesmal nichts zu verpassen.

    Eine Hommage an den „Prinz von Saint-Méen“

    Der Ort, an dem die 12. Etappe der Tour de France 2025 startet, hätte kaum passender gewählt werden können. Vor fast 100 Jahren wurde hier Louison Bobet geboren, Sohn eines Bäckers, der später zur Radsportlegende wurde. Sein Lebensweg ist eine Geschichte der Hingabe und des Durchhaltevermögens, die noch heute inspiriert. 1953, 1954 und 1955 sicherte sich Bobet den Titel des Tour-de-France-Gewinners – und das in drei aufeinanderfolgenden Jahren. Damit schrieb er Radsportgeschichte und brachte den Franzosen den Glauben an ihre eigene Stärke zurück, nur acht Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs.

    „Louison Bobet war nicht nur ein außergewöhnlicher Athlet, er war ein Symbol für eine ganze Generation“, erklärt Jean-Louis Valain, der Präsident der Vereinigung „Amis de Louison Bobet“. Valain hat sich jahrelang dafür eingesetzt, dass Saint-Méen-le-Grand eine Etappe des Tour de France erhält, um dem legendären Sportler anlässlich seines 100. Geburtstags gebührend zu gedenken. Am 12. Juli 2025 wird es nun soweit sein – und Millionen von Fans weltweit werden zuschauen, wenn der Ort, an dem alles begann, in den Mittelpunkt des Radsports rückt.

    Eine Stadt im Zeichen des Radsports

    Saint-Méen-le-Grand bereitet sich schon jetzt intensiv auf das Ereignis vor. Die Vorfreude ist spürbar, und viele Bewohner haben begonnen, ihre Häuser und Straßen im Geiste des Radsports zu schmücken. Man kann sich bereits vorstellen, wie der Ort am Renntag vibrieren wird, wenn die Räder surren und die Fahrer aufbrechen, um diese erste Etappe im Jahr 2025 zu meistern. Fest steht: Die Atmosphäre wird geladen sein – und die Fans aus Saint-Méen-le-Grand wissen, wie man das Spektakel feiert.

    Eine Gedenktafel und eine kleine Ausstellung sollen die Bedeutung dieses besonderen Tages unterstreichen und an Bobets Erfolge und sein Erbe erinnern. In den Cafés und auf den Plätzen ist der „Prinz von Saint-Méen“ allgegenwärtig, Geschichten und Anekdoten aus seiner Zeit werden lebhaft erzählt. „Es fühlt sich an, als wäre er irgendwie noch hier“, sagt ein älterer Herr aus dem Ort, der selbst die Siege Bobets damals begeistert verfolgte.

  • Trail des Templiers: Wo das Rennen in Frankreich seinen Ursprung fand

    Trail des Templiers: Wo das Rennen in Frankreich seinen Ursprung fand

    Der Grand Trail des Templiers feiert an diesem Wochenende sein 30-jähriges Jubiläum in der wunderschönen Region Aveyron, genauer gesagt auf dem Plateau des Larzac. Diese Veranstaltung gilt als der erste Trail, der in Frankreich organisiert wurde, inspiriert von einer Idee aus den USA. Was damals mit einem kleinen Lauf begann, hat sich zu einem echten Kult-Event für Trail-Liebhaber entwickelt – und auch heute zieht es Tausende Teilnehmer an.

    Der Ursprung einer Legende Am 29. Oktober 1995 fiel der Startschuss für den allerersten Trail des Templiers. Eine einzige Strecke, 500 mutige Läufer und eine Idee, die aus einem Besuch in den USA entstand. Die Gründer, Odile Baudrier und Gilles Bertrand, beide Journalisten mit einer Leidenschaft für den Laufsport, ließen sich von den historischen Trails der amerikanischen Pioniere inspirieren. „Die Trails in den USA nutzten oft die Wege der ersten Siedler, das fanden wir faszinierend“, …

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