Schlagwort: Soziale Netzwerke

  • Schattenzensur: Wenn Algorithmen bestimmen, was du denkst

    Schattenzensur: Wenn Algorithmen bestimmen, was du denkst

    Wie digitale Plattformen mit unsichtbaren Mechanismen den öffentlichen Diskurs lenken.

    Willkommen in der digitalen Zensur

    Du scrollst durch deinen Newsfeed, klickst hier, likst dort – und ahnst nicht, dass dir längst etwas entgeht. Keine rote Warnleuchte, kein lauter Alarm. Es passiert still und leise: bestimmte Beiträge, Kommentare oder Accounts tauchen einfach nicht mehr bei dir auf. Nicht, weil sie verschwunden wären – sondern weil sie unsichtbar gemacht wurden.

    Willkommen in der Ära der Schattenzensur.

    Hier bestimmen nicht Menschen direkt, welche Inhalte du siehst, sondern Algorithmen – jene unsichtbaren Strippenzieher, die längst tief in den sozialen Netzwerken verwurzelt sind. Sie filtern, sortieren, priorisieren. Klingt nach Technik? Ist es auch. Aber dahinter steckt weit mehr als nur Code.

    Wenn Technik politisch wird

    Denn Algorithmen handeln nicht neutral. Sie folgen Regeln, die jemand festlegt – und diese Regeln sind alles andere als unpolitisch. Plattformen wie X (ehemals Twitter), Facebook oder TikTok behaupten oft, sie handeln nur zum Schutz der Nutzer:innen, zum Beispiel gegen Hassrede oder Desinformation. Doch immer wieder zeigen Enthüllungen: Hinter den Kulissen geht es auch um Macht, Interessen und politische Agenda.

    Ein Paradebeispiel? Die sogenannten „Twitter Files“ – interne Dokumente, die offenlegten, wie Inhalte gezielt gedrosselt oder hervorgehoben wurden. Besonders brisant: Auch politische Überlegungen spielten dabei eine Rolle. Da wird schon mal ein unliebsamer Tweet unsichtbar gemacht, ohne dass der oder die Verfasser:in je davon erfährt.

    Schon mal darüber nachgedacht, wie viele solcher Posts du wohl nie gesehen hast?

    Die Plattformen als Türsteher der Debatte

    Offiziell argumentieren die Betreiber sozialer Netzwerke: Wir müssen moderieren, um schädliche Inhalte fernzuhalten. Doch wo endet Moderation – und wo beginnt Zensur? Diese Grenze verschwimmt zunehmend. Denn was als „schädlich“ gilt, bestimmen letztlich die Plattformen selbst. Mal ist es ein Algorithmus, mal eine Handvoll Entscheidungsträger:innen, die festlegen, was du zu Gesicht bekommst.

    Und ja – es sind die großen Plattformen, die den öffentlichen Diskurs dominieren. Was dort unsichtbar bleibt, hat kaum eine Chance, Teil der gesellschaftlichen Debatte zu werden. Ein bisschen wie bei einer Party, auf der der Türsteher entscheidet, wer rein darf – und wer draußen bleiben muss.

    Versteckte Macht und schleichende Folgen

    Die Folgen dieser algorithmischen Steuerung sind gravierend. Denn wenn bestimmte Meinungen systematisch unterdrückt oder bevorzugt werden, wird der öffentliche Diskurs verzerrt. Die Vielfalt der Ansichten schrumpft, und damit auch unsere Möglichkeit, uns eine fundierte Meinung zu bilden.

    Kurz gesagt: Unsere demokratische Debattenkultur steht auf dem Spiel.

    Was bedeutet das für dich? Vielleicht, dass du in deiner Filterblase festsitzt, ohne es zu merken. Vielleicht, dass kritische Stimmen, die du gerne hören würdest, einfach nicht durchkommen. Das Internet, einst als Ort grenzenloser Freiheit gefeiert, wird so zum Schaufenster mit Scheuklappen.

    Rufen nach Transparenz werden lauter

    Immer mehr Expert:innen und Bürgerrechtsorganisationen schlagen Alarm. Sie fordern: Plattformen müssen offenlegen, wie ihre Algorithmen funktionieren. Nach welchen Kriterien werden Inhalte gefiltert, priorisiert oder ausgeblendet? Wer legt diese Regeln fest – und warum?

    Zudem steht die Forderung im Raum, unabhängige Aufsichtsbehörden einzurichten, die genau hinschauen und kontrollieren, ob Plattformen wirklich fair moderieren oder doch Interessen bedienen.

    Denn eines ist klar: Die Nutzer:innen haben ein Recht darauf zu wissen, warum sie bestimmte Inhalte sehen – oder eben nicht.

    Freiheit oder Filter?

    Ein Spagat, der schwerer kaum sein könnte. Denn ja – das Internet ist voller problematischer Inhalte. Hass, Hetze, Falschinformationen sind reale Bedrohungen. Natürlich braucht es Mechanismen, um dem entgegenzuwirken. Aber: Diese Mechanismen dürfen nicht selbst zur Bedrohung werden.

    Wenn Algorithmen zu Zensurinstrumenten mutieren, ist das gefährlich. Dann kippt das Gleichgewicht zwischen Schutz und Freiheit. Und genau hier müssen wir ansetzen: Transparente, nachvollziehbare Regeln für die digitale Öffentlichkeit sind kein Nice-to-have – sie sind essenziell für eine gesunde Demokratie.

    Denn was bleibt von Meinungsfreiheit, wenn sie heimlich beschnitten wird?

    Ein offener Blick auf die Zukunft

    Wohin steuern wir? Werden die Plattformen sich öffnen, ihre Filter offenlegen, die Entscheidungsprozesse transparent machen? Oder wird die Schattenzensur weiter ihren stillen Dienst tun, unsichtbar und doch wirksam?

    Die Antwort liegt – zumindest teilweise – bei uns. Je lauter der Ruf nach Transparenz wird, desto schwerer wird es für die Plattformen, sich hinter dem Algorithmus zu verstecken. Vielleicht ist es an der Zeit, den digitalen Türstehern mal genauer auf die Finger zu schauen.

    Von Andreas M. Brucker

  • TikTok im Visier: Frankreich startet Bürgerbefragung zum Schutz der Jugend

    TikTok im Visier: Frankreich startet Bürgerbefragung zum Schutz der Jugend

    Frankreich zieht die Notbremse – und das auf höchst demokratische Art. Seit dem 23. April 2025 läuft eine bislang einzigartige Bürgerbefragung: Die Assemblée nationale bittet junge TikTok-Nutzer und ihre Eltern um ihre Erfahrungen mit der Plattform. Worum es dabei geht? Um nichts Geringeres als die mentale Gesundheit einer ganzen Generation. Ein Fragebogen, der zum Nachdenken anregt Die Umfrage ist simpel aufgebaut, anonym und dauert weniger als zehn Minuten. Fragen wie: „Fällt es dir schwer, einen Tag lang auf TikTok zu verzichten?“ oder „Bist du schon einmal auf verstörende Inhalte gestoßen?“ zielen darauf ab, die tatsächlichen Auswirkungen der App auf Jugendliche zu beleuchten. Über eine eigens eingerichtete E-Mail-Adresse können auch ausführlichere Erfahrungsberichte eingereicht werden: commission.tiktok@assemblee-nationale.fr. Der Ansatz ist klar: Die Kommission, die diese Untersuchung begleitet, will nichts dem Zufall überlassen. Die Ergebnisse sollen in eine mögliche Gesetzgebun…

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  • USA: TikTok bleibt vorerst – Trump verschiebt Verkaufsfrist erneut

    USA: TikTok bleibt vorerst – Trump verschiebt Verkaufsfrist erneut

    Die Uhr tickt – aber TikTok bleibt. Zumindest bis zum Sommer.

    Donald Trump hat sich erneut Zeit verschafft: Die Verkaufsfrist für die US-Sparte von TikTok wurde um 75 Tage verlängert. Ursprünglich sollte ByteDance, das chinesische Mutterunternehmen der beliebten App, bis zum 5. April eine Lösung präsentieren. Jetzt liegt die neue Deadline auf dem 19. Juni.

    Klingt nach einer Verschnaufpause. Doch der Druck bleibt.

    Schon Anfang des Jahres hatte der frühere US-Präsident einen ersten Aufschub genehmigt. Es geht um nicht weniger als die Kontrolle über eines der einflussreichsten sozialen Netzwerke weltweit – mit rund 170 Millionen Nutzerinnen und Nutzern allein in den Vereinigten Staaten.

    Warum die ganze Aufregung?

    Im Kern geht es um nationale Sicherheit. Der US-Kongress hatte 2024 ein Gesetz verabschiedet, das ByteDance zwingt, sich von TikTok in den USA zu trennen. Der Vorwurf: TikTok könnte ein Einfallstor für chinesische Einflussnahme sein – über den Algorithmus, über Nutzerdaten, über Meinungsmache. Gerade in einem Wahljahr ein brisantes Thema.

    Die Sorge: China könnte die Plattform nutzen, um politische Stimmungen zu beeinflussen oder persönliche Informationen amerikanischer Bürgerinnen und Bürger auszuspähen. Kein Wunder also, dass man in Washington genauer hinschaut.

    Doch so einfach ist das nicht

    Der Verkauf der US-Sparte von TikTok ist alles andere als ein unkomplizierter Deal. Denn nicht nur ByteDance muss zustimmen – auch Peking hat ein Wörtchen mitzureden. Und bislang halten sich beide Seiten bedeckt.

    „Es gibt noch offene Fragen“, hieß es am Freitag nüchtern aus dem Unternehmen. Gespräche würden geführt, aber bislang sei nichts spruchreif. Eine Transaktion müsse – klar – auch mit chinesischem Recht vereinbar sein. Klingt ein bisschen nach: Das kann dauern.

    Trumps doppeltes Spiel

    Auf der anderen Seite stehen Trump und sein Vize JD Vance, die sich demonstrativ optimistisch geben. Der Republikaner inszeniert sich gerne als Retter von TikTok – ein interessanter Rollenwechsel, wenn man sich an seine früheren Drohgebärden erinnert.

    „Wir wollen nicht, dass TikTok verschwindet“, betonte Trump erneut. Vielmehr wolle man mit TikTok und China zusammenarbeiten, um eine Lösung zu finden. Das klingt fast schon versöhnlich – fast.

    Was ist da los? Spielt Trump auf Zeit? Oder nutzt er TikTok als politische Verhandlungsmasse im Verhältnis zu China?

    Zwischen Politik und Popkultur

    TikTok ist längst mehr als eine Tanz-App. Es ist Plattform, Meinungsmacher, Trendbarometer. Gerade junge Menschen informieren sich hier, tauschen sich aus, mobilisieren. Wer die Plattform kontrolliert, hat Einfluss – kulturell, wirtschaftlich, politisch.

    Die Verlängerung der Frist ist deshalb mehr als nur ein juristischer Vorgang. Sie ist ein Symbol dafür, wie eng Politik und digitale Kultur heute verflochten sind. Und ein Zeichen dafür, wie schwierig es ist, globale Tech-Giganten in nationale Gesetzesrahmen zu pressen.

    Was passiert als Nächstes?

    Vieles hängt nun an den Gesprächen zwischen ByteDance und den US-Behörden – und an Pekings Zustimmung. Ein Verkauf ohne grünes Licht aus China? Undenkbar.

    Die kommenden Wochen dürften spannend bleiben. Denn was, wenn kein Deal zustande kommt? Wird TikTok dann tatsächlich verboten?

    Oder kommt es, wie so oft in der Politik, zu einer weiteren Verlängerung?

    Eines ist jedenfalls sicher: In dieser Geschichte tanzt nicht nur TikTok – auch die Politik bewegt sich in einem komplizierten Rhythmus.

    Von C. Hatty

  • Täuschung auf Social Media: Fast jeder zweite Influencer verstößt gegen Regeln

    Täuschung auf Social Media: Fast jeder zweite Influencer verstößt gegen Regeln

    Die Welt der Influencer ist längst kein rechtsfreier Raum mehr – zumindest nicht in Frankreich. Seit einer Gesetzesänderung im Juni 2023 nimmt die DGCCRF (Generaldirektion für Wettbewerb, Verbraucherschutz und Betrugsbekämpfung) Social-Media-Stars genauer unter die Lupe. Das Ergebnis? Von den 287 überprüften Influencern im Jahr 2024 wiesen fast die Hälfte (46 %) Verstöße in ihren Veröffentlichungen auf.

    Versteckte Werbung und fragwürdige Finanzprodukte

    Ein Klassiker unter den Vergehen: Schleichwerbung. Manche Influencer bewerben Produkte, ohne darauf hinzuweisen, dass es sich um bezahlte Partnerschaften handelt. Ein scheinbar harmloser Beauty-Tipp oder eine persönliche Empfehlung entpuppt sich dann als geschickt getarnte Werbung – ein klarer Gesetzesverstoß.

    Besonders problematisch wird es, wenn es um riskante Finanzprodukte geht. Sarah Lacoche, die Generaldirektorin der DGCCRF, warnt: „Manche Influencer behaupten, Investitionen seien sicher und einfach – doch in Wirklichkeit haben einige ihrer Follower Hunderttausende Euro verloren.“ Ein perfides Spiel mit der Gutgläubigkeit der Zuschauer.

    Kosmetikprodukte und andere Risiken

    Aber nicht nur in der Finanzwelt lauern Gefahren. Auch im Bereich Kosmetik gibt es fragwürdige Praktiken. Produkte, die in Frankreich gar nicht zugelassen sind, werden in den Himmel gelobt – mit teils dramatischen Folgen. Allergien, Hautausschläge oder andere gesundheitliche Beschwerden können die Konsequenz sein.

    Wie kann das passieren? Influencer erhalten oft Produkte von Unternehmen, ohne sie selbst zu testen oder deren Inhaltsstoffe zu überprüfen. Die Folge: Verbraucher vertrauen auf Empfehlungen, die sich als gefährlich herausstellen können.

    Strafen und eine neue Strategie

    Die DGCCRF bleibt jedoch nicht untätig. Bei Verstößen können hohe Geldstrafen verhängt werden. In manchen Fällen müssen die betroffenen Influencer sogar eine Video-Warnung an ihre Community richten, um auf die Risiken hinzuweisen – eine Art digitale Wiedergutmachung.

    Um besonders junge Menschen besser zu erreichen, geht die Behörde neue Wege: Sie plant eine Zusammenarbeit mit der renommierten Pariser Hochschule „Les Gobelins“, die auf digitale Medien spezialisiert ist. Ziel ist es, junge Konsumenten zu sensibilisieren und sie für unseriöse Praktiken auf Social Media zu wappnen.

    Mehr als 91.000 Kontrollen im Jahr 2024

    Nicht nur Influencer stehen im Fokus der Behörde. Insgesamt führte die DGCCRF im vergangenen Jahr über 91.000 Kontrollen durch – im Schnitt fast 250 pro Tag. Ein beachtliches Pensum, das zeigt, wie ernst die Behörden die Bekämpfung von Betrug und Verbrauchertäuschung nehmen.

    Doch bleibt die Frage: Werden sich die Influencer anpassen und transparenter arbeiten? Oder wird die Jagd auf unseriöse Praktiken in den sozialen Medien weitergehen? Fest steht: Die Behörden lassen nicht locker – und die Community wird immer wachsamer.

    Catherine H.

  • Frankreich untersucht TikTok: Gefährdet die App die psychische Gesundheit von Jugendlichen?

    Frankreich untersucht TikTok: Gefährdet die App die psychische Gesundheit von Jugendlichen?

    Die französische Nationalversammlung hat eine Untersuchung zu den psychologischen Auswirkungen von TikTok auf Kinder und Jugendliche eingeleitet. Im Fokus steht die Frage, ob die Plattform gefährliche Inhalte verstärkt – und damit Risiken wie Suizidgedanken, Selbstverletzung oder Hypersexualisierung begünstigt. Eine Kommission für mehr Klarheit TikTok zählt in Frankreich über 15 Millionen monatliche Nutzer – darunter viele Kinder unter 12 Jahren, obwohl die App offiziell erst ab 13 erlaubt ist. Die Abgeordnete Laure Miller, die die Untersuchung vorangetrieben hat, sieht dringenden Handlungsbedarf: „TikTok hat die intransparenteste und wahrscheinlich ineffizienteste Moderationspolitik unter den sozialen Netzwerken.“ Die nun eingesetzte Kommission hat sechs Monate Zeit, um zu untersuchen, ob TikTok tatsächlich problematische Inhalte verstärkt. Besonders besorgniserregend: Eine US-Studie aus dem Jahr 2022 fand heraus, dass Jugendliche, die Anzeichen von psychischem Stress zeigen, im Schni…

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  • Nein, TikTok wird in Frankreich ab dem 25. Januar nicht verboten!

    Nein, TikTok wird in Frankreich ab dem 25. Januar nicht verboten!

    In den letzten Tagen hat sich ein Gerücht wie ein Lauffeuer in den sozialen Netzwerken verbreitet: TikTok soll in Frankreich ab dem 25. Januar verboten werden. Viele Nutzer zeigten sich besorgt, insbesondere nach einer vorübergehenden Sperrung der App in den USA. Doch diese Information ist falsch – TikTok hat das Gerücht offiziell dementiert.

    Wie entstand das Gerücht?

    Die Verunsicherung begann, nachdem TikTok in den USA kürzlich für einige Stunden blockiert wurde. Der temporäre Ausfall wurde zwar schnell behoben, sorgte jedoch für zahlreiche Spekulationen über mögliche zukünftige Verbote. In sozialen Netzwerken verbreiteten einige Nutzer die Behauptung, dass Frankreich TikTok ebenfalls verbieten könnte – eine Panikmache, die sich rasch viral verbreitete.

    TikTok reagiert auf die Gerüchte

    Das Unternehmen selbst hat die Gerüchte um ein Verbot in Frankreich klar zurückgewiesen. „Es gibt keinerlei Pläne oder Hinweise darauf, dass TikTok in Frankreich verboten wird“, erklärte ein Sprecher des Unternehmens. Auch von offizieller Seite in Frankreich gibt es keine Anzeichen für ein bevorstehendes Verbot der beliebten Plattform.

    Warum die Sorge um TikTok wächst

    Trotz der Entwarnung gibt es in vielen Ländern – auch in Europa – Debatten über die Sicherheit der App. Kritiker werfen TikTok vor, Nutzerdaten nicht ausreichend zu schützen und mögliche Verbindungen zur chinesischen Regierung zu haben. In den USA haben diese Vorwürfe bereits zu Einschränkungen geführt, etwa auf staatlichen Geräten.

    In Frankreich gab es bislang jedoch keine konkreten Maßnahmen, die auf ein Verbot hindeuten. Behörden und Datenschützer beobachten die Entwicklungen zwar genau, aber bislang genießt die Plattform weiterhin freie Nutzung.

    Ein weiteres Beispiel für Fehlinformationen

    Dieser Fall zeigt einmal mehr, wie schnell Fehlinformationen in sozialen Netzwerken Verunsicherung auslösen können. Besonders junge Nutzer, die TikTok als Hauptquelle für Inhalte nutzen, waren von der Nachricht betroffen. Es ist ein klares Beispiel dafür, wie wichtig es ist, Informationen zu überprüfen und nicht jedem Gerücht Glauben zu schenken.

    Fazit: TikTok bleibt verfügbar

    TikTok bleibt für Nutzer in Frankreich zugänglich, und ein Verbot ist aktuell nicht in Sicht. Die App bleibt eine der beliebtesten Plattformen weltweit – auch in Frankreich. Dennoch sollten Nutzer wachsam bleiben und sich auf vertrauenswürdige Quellen verlassen, um Falschmeldungen nicht auf den Leim zu gehen.

  • Patrick Watson: Ein Meilenstein für die französischsprachige Musik auf Spotify

    Patrick Watson: Ein Meilenstein für die französischsprachige Musik auf Spotify

    Es ist ein Moment, der in die Musikgeschichte eingeht: Der kanadische Künstler Patrick Watson hat mit seinem melancholischen Lied Je te laisserai des mots die beeindruckende Marke von einer Milliarde Streams auf Spotify überschritten – als erster französischsprachiger Song überhaupt. Eine Leistung, …

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  • Soziale Netzwerke: Wer steckt hinter dem Pro-Trump-Komitee in Frankreich?

    Soziale Netzwerke: Wer steckt hinter dem Pro-Trump-Komitee in Frankreich?

    Auf den sozialen Netzwerken in Frankreich sorgt ein ungewöhnliches Phänomen für Aufmerksamkeit: Ein Komitee, das den ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump öffentlich unterstützt, ruft dazu auf, die Ideen seines politischen Programms auf Frankreich zu übertragen – und zwar unter dem Slogan „TRUMPISER la France“. Doch wer steckt hinter diesem politisch aufgeladenen Netzwerk? Die Strippenzieher: Ein Blick hinter die Kulissen Das Komitee wird von mehreren Akteuren geleitet, die teils tief in rechtsextremen Kreisen verankert sind. Eine zentrale Figur ist Georges Clément, ein 80-jähriger Aktivist, der auf Plattformen wie der extrem rechten Website „Riposte laïque“ oder dem Sender „TV Libertés“ regelmäßig zu Wort kommt. Clément ist bekannt für seine kontroversen Aussagen und die Verbreitung von Falschinformationen. Beispielsweise äußerte er im März 2023 unbelegte Behauptungen über angeblichen Wahlbetrug bei den US-Präsidentschaftswahlen 2020. Neben Clément agiert Vivien Hoch, der Schöpfer ei…

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  • USA verschärft Maßnahmen gegen russische Wahleinmischung – und andere World-News

    USA verschärft Maßnahmen gegen russische Wahleinmischung – und andere World-News

    Die Vereinigten Staaten haben Russland beschuldigt, seine staatlich gelenkten Medien einzusetzen, um die amerikanische Präsidentschaftswahl zu beeinflussen. Ein breites Gegenprogramm wurde gestartet, um den Plänen des Kremls entgegenzuwirken, die Wähler zu manipulieren. Nach Angaben von Geheimdiensten favorisiert die russische Kampagne offenbar Donald Trump gegenüber Vizepräsidentin Kamala Harris, da man ihn als kritischer gegenüber fortgesetzter US-Unterstützung für die Ukraine sieht.

    US-Justizminister Merrick Garland verkündete gestern die Anklage gegen zwei russische Mitarbeiter des staatlichen Senders RT und die Zerschlagung einer russischen Einflusskampagne mit dem Namen „Doppelgänger“. RT nutzte ein Unternehmen in Tennessee, um Tausende von pro-Kreml-Videos in den sozialen Medien zu verbreiten. Dies zeigt, wie tiefgreifend die Beeinflussung der Wähler durch digitale Medien sein kann – insbesondere, wenn der Kreml dahinter steckt.


    Schlussbericht zur Grenfell Tower-Katastrophe: Ein vernichtendes Urteil

    Sieben Jahre nach dem verheerenden Brand im Grenfell Tower in West-London, bei dem 72 Menschen ums Leben kamen, hat eine öffentliche Untersuchung deutliche Worte gefunden. In einem Bericht von über 1.600 Seiten werden skrupellose Hersteller, ein kostensparender Lokalrat und eine gefährliche Deregulierung für die Katastrophe verantwortlich gemacht. Das flammende Urteil zeigt, dass die konservativ-geführte Lokalregierung den Einbau von billigem und hochgradig entflammbarem Material genehmigte – wohl wissend, dass dieses in Hochhäusern nicht verbaut werden sollte.

    Der Brand im Grenfell Tower war die größte Wohnhaus-Katastrophe in Großbritannien seit dem Zweiten Weltkrieg und steht sinnbildlich für die Gefahren unregulierter Märkte und die unübersehbare soziale Ungleichheit in London. Es ist ein Paradebeispiel dafür, wie politische Versäumnisse und Gewinnstreben Menschenleben kosten können.


    Präsident Selenskyj plant umfassende Regierungsumbildung

    Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj kündigte eine umfassende Umbildung seines Kabinetts an. Gestern reichten rund sechs hochrangige Regierungsmitglieder ihre Rücktritte ein, während gleichzeitig eine Liste mit neun Kandidaten für führende Regierungsposten bekannt gegeben wurde. Diese Neuaufstellung kommt in einer heiklen Phase des Krieges. Russische Angriffe auf ukrainische Städte haben zugenommen, während ukrainische Truppen darum kämpfen, die Kontrolle über Gebiete zu halten, die sie zuvor im Westen Russlands eingenommen hatten.

    Die Dynamik der Kämpfe verändert sich ständig, und Selenskyj scheint entschlossen, seine Regierung auf diese neuen Herausforderungen einzustellen. Doch wird diese Neuaufstellung ausreichen, um den russischen Angriffen standzuhalten?


    Weitere Top-Nachrichten:

    Italien: 21 Migranten werden nach einem Bootsunglück in der Nähe von Lampedusa im Mittelmeer vermisst.

    Afghanistan: Ein 114-seitiges Manifest der Taliban zementiert die Einschränkungen der Frauenrechte, darunter ein Verbot für Frauen, in der Öffentlichkeit zu sprechen.

    Wirtschaft: Der globale Kursrutsch von US-Tech-Aktien hat auch in Asien und Europa zu einem massiven Einbruch an den Börsen geführt.

    Weltraum: Boeing’s „Starliner“ startet morgen seine Rückkehr zur Erde – nach zahlreichen technischen Problemen bleibt es spannend.

    Russland: Ein Moskauer Gericht hat einen auf Hyperschallflug spezialisierten Physiker wegen Hochverrats zu 15 Jahren Haft verurteilt.

    Elton John: Der britische Sänger erholt sich von einer schweren Augeninfektion, die seine Sehkraft stark beeinträchtigt hat – zeigt sich aber zuversichtlich.


    Krieg im Gazastreifen: Verhandlungen und Spannungen

    Geiseln: Hamas veröffentlichte ein Video von zwei gefangenen Israelis, deren Leichen diese Woche von der israelischen Armee gefunden wurden.

    Waffenstillstand: Internationale Vermittler arbeiten an einem neuen Waffenstillstandsabkommen zwischen Israel und der Hamas, um die Fronten zu beruhigen.

    Gaza: Israel fordert eine dauerhafte militärische Präsenz im Gazastreifen, was sowohl von der Hamas als auch von Ägypten abgelehnt wird. Die Meinungen innerhalb der palästinensischen Bevölkerung sind hierzu jedoch gespalten.


    Die Weltlage bleibt angespannt, sowohl im Krieg als auch in der Diplomatie. Bleibt die Frage: Wie wird sich die Situation in den kommenden Wochen entwickeln?

  • Paris 2024 : Das Olympische Dorf als Reality-Show auf Social Media

    Paris 2024 : Das Olympische Dorf als Reality-Show auf Social Media

    Seit dem Beginn der Olympischen Spiele in Paris gewähren die Athleten einen tiefen Einblick in ihren Alltag – und lassen dabei kaum eine Anekdote aus. Diese Offenheit dient nicht nur dazu, ihre Bilder als unantastbare Sportikonen zu entmystifizieren, sondern auch, um sich einem breiteren Publikum vorzustellen.

    Muffins und Matratzen – die Stars der sozialen Medien

    Ein Norweger sorgt derzeit für Furore – allerdings nicht durch seine sportlichen Leistungen. Henrik Christiansen, Schwimmer, wird auf Social Media und sogar auf Wikipedia als „Muffin Man“ gefeiert. Seine Liebe zu den Schokoladenmuffins aus der Kantine des Olympischen Dorfes hat TikTok im Sturm erobert. Andere Athleten haben diese Trends aufgegriffen, und so sind die Muffins zum viralen Hit geworden. Doch nicht nur Gebäck steht im Fokus: Der Südafrikaner Vincent Leygonie testet die Matratzen im Dorf auf ihre Stabilität, indem er mit einem BMX-Rad darüber rollt – ein weiteres Highlight auf TikTok.

    @henrikchristians1 When bae is looking like a snack #fyp #olympics #paris2024 #olympictiktok #olympicvillage #muffins @Olympics @paris2024 ♬ original sound – mywatchhistory

    Der Alltag im Olympischen Dorf

    Neben den lustigen Muffin-Videos und den Matratzen-Stunts teilen die Athleten auch Einblicke in ihr tägliches Leben im Dorf. Auf TikTok und Instagram zeigen sie die Gemeinschaftsaktivitäten auf dem Gelände in Saint-Denis. Diese Clips geben den Sportlern ein menschliches Gesicht und lassen ihre olympischen Erfolge für einen Moment in den Hintergrund treten. Laut Medienwissenschaftlerin Nathalie Nadaud-Albertini wird durch diese Posts das Bild des Athleten als reine Leistungsmaschine aufgebrochen. „Die sozialen Medien zeigen den Sportler als vollständige Person“, erklärt sie.

    @alessiofoconi Tocca trovargli un utilizzo #olympics #paris2024 #condoms ♬ suono originale – ducketto89

    Einige Athleten, wie die australische Tennisspielerin Daria Saville, sind besonders aktiv und kreativ. Sie filmt sich bei alltäglichen Tätigkeiten, sei es beim Friseur, in der Wäscherei oder bei der Suche nach Toilettenpapier. Diese intimen Einblicke machen die Athleten greifbarer und nahbarer für ihre Fans.

    Intimität und Gemeinschaft

    Die Athleten zeigen auch, wie sie miteinander im Dorf interagieren. Ein unvergesslicher Moment: Ein freiwilliger Helfer spielt Klavier, während jamaikanische und australische Athleten mitsingen – eine Szene, die an die „Star Academy“ erinnert, wenn sich die Kandidaten im Wohnzimmer versammeln. Solche Momente des Zusammenhalts tragen zur festlichen und humorvollen Stimmung bei, die viele der geteilten Videos auszeichnet.

    @matthijsfortiman

    In the Olympic Village today… sports brings people together.

    ♬ origineel geluid – matthijsvoortman6

    Ist das olympische Dorf also eine Reality-Show? Für die feministische Essayistin Valérie Rey-Robert haben die Athleten definitiv Elemente der Intimität aus solchen Formaten übernommen. Sie teilen banale Anekdoten und gewähren Einblicke in ihr psychisches Wohlbefinden. „Diese Videos erinnern an die Beichten in ‚Secret Story’“, so Nadaud-Albertini.

    Kontrolle und Authentizität

    Doch es gibt Unterschiede: Die Athleten bestimmen selbst, was sie zeigen wollen. Sie sind nicht rund um die Uhr von Kameras umgeben und vermeiden meist negative Szenen oder Streitereien, die in Reality-Shows oft im Mittelpunkt stehen. Einige Athleten spielen bewusst mit der Idee einer Reality-Show. Die amerikanische Rugbyspielerin Ilona Maher inszeniert auf TikTok ihre Ankunft im Dorf wie den Einzug in eine Reality-Show-Villa, komplett mit dramatischer Stimme aus dem Off. Auf Instagram schreibt sie humorvoll, sie sei auf der Suche nach der Liebe im Olympischen Dorf. „Gibt es wirklich einen Unterschied zwischen ‚Love Island‘ und dem Olympischen Dorf?“ fragt sie augenzwinkernd.

    @ilonamaher When in Paris@Olympics @paris2024 ♬ original sound – Ilona Maher

    Strategische Selbstdarstellung

    Die Reaktionen auf diese Inhalte sind überwältigend positiv. Viele Videos erzielen Millionen von Aufrufen, und die Kommentare zeigen, dass die Zuschauer begeistert sind. „Ich liebe diesen Blickwinkel auf die Olympischen Spiele. Danke fürs Teilen“, schreibt ein Nutzer. Die Athleten haben erkannt, dass diese Posts eine Möglichkeit sind, sich selbst und ihre Persönlichkeit zu präsentieren und gleichzeitig potenzielle Sponsoren auf sich aufmerksam zu machen. Medienwissenschaftlerin Nadaud-Albertini sieht darin eine neue Art der Selbstvermarktung.

    Die Nutzung sozialer Medien bietet auch eine generationelle Verbindung. Wie andere junge Menschen nutzen die Athleten Plattformen wie TikTok und Instagram aus Freude. Sportsoziologe Eric Monnin betrachtet diese Entwicklung als Teil einer größeren gesellschaftlichen Veränderung. Das Olympische Dorf, das schon immer ein Ort der Faszination war, hat sich weiterentwickelt und spiegelt nun die unmittelbare und vernetzte Welt wider, in der wir leben. Es ist zu einem Symbol für die Echtzeitkultur unserer Zeit geworden.

    Ein modernes Lagerfeuer

    Zusammengefasst zeigen die sozialen Medien eine neue Dimension der Olympischen Spiele – sie bieten einen ungeschminkten, humorvollen und oft überraschend intimen Einblick in das Leben der Athleten. Sie schaffen eine Verbindung zwischen den Sportlern und ihren Fans, die über das bloße Zuschauen bei den Wettkämpfen hinausgeht. Ist das nicht die wahre Magie der sozialen Medien – die Fähigkeit, Menschen zusammenzubringen und sie einander näher zu bringen?