Schlagwort: Sonnenfinsternis

  • Tagesüberblick: Hitze, Wassernot und ein außergewöhnlicher Blick in den Himmel

    Tagesüberblick: Hitze, Wassernot und ein außergewöhnlicher Blick in den Himmel

    Frankreich beginnt diesen Mittwoch, 12. August 2026, mit einer Nachrichtenlage, in der ein Thema alles andere überragt: die Hitze. Die Canicule hat inzwischen fast das gesamte Land erfasst. Gleichzeitig verschärft sich die Dürre, immer mehr Gemeinden kämpfen um ihre Wasserversorgung, und nach den schweren Waldbränden der vergangenen Wochen wächst der politische Druck, Frankreich dauerhaft besser auf extreme Sommer vorzubereiten.

    Doch am Abend wird sich die Aufmerksamkeit für einige Stunden vom Boden zum Himmel verlagern. Frankreich erwartet eine außergewöhnlich starke partielle Sonnenfinsternis – ein astronomisches Ereignis, das seit Tagen ebenfalls die Schlagzeilen bestimmt.

    Die Canicule erfasst fast ganz Frankreich

    Das dominierende Thema der französischen Medien ist heute eindeutig die Hitzewelle. Météo-France hat für Mittwoch 78 Départements auf Warnstufe Orange gesetzt. Damit betrifft die Canicule inzwischen nahezu das gesamte Land. Erwartet werden verbreitet Temperaturen zwischen 36 und 40 Grad.

    Besonders bemerkenswert ist die geografische Ausbreitung. Extreme Temperaturen sind längst kein ausschließlich südfranzösisches Phänomen mehr. Auch im Westen und Nordwesten werden Werte erreicht, die noch vor wenigen Jahrzehnten als außergewöhnlich gegolten hätten.

    Entsprechend verändert sich der Ton der Berichterstattung. Im Mittelpunkt stehen weniger einzelne Temperaturrekorde als vielmehr die Dauerbelastung eines Sommers, in dem sich Hitzeperioden nahezu ohne Unterbrechung abwechseln. Die Frage lautet zunehmend, wie viel Menschen, Landwirtschaft, Infrastruktur und Natur noch verkraften können.

    Die Dürre wird zur nationalen Wasserkrise

    Eng verbunden mit der Hitze ist das zweite große Thema: Wassermangel. Rund 70 Prozent Frankreichs unterliegen inzwischen Einschränkungen beim Wasserverbrauch. Nach aktuellen Angaben befinden sich 67 Départements in der höchsten Alarmstufe „crise“.

    Besonders alarmierend sind Berichte aus einzelnen Kommunen. In Figeac im Département Lot ist die Lage inzwischen so angespannt, dass eine Versorgung mit Tankwagen vorbereitet wird, falls die Pegelstände weiter sinken. Behörden und Kommune überwachen die Entwicklung inzwischen nahezu täglich.

    Damit erhält die Dürre eine neue politische Dimension. Es geht längst nicht mehr nur um Verbote für Gartenbewässerung, Autowäsche oder das Befüllen privater Swimmingpools. In einzelnen Regionen rückt inzwischen die Sicherstellung der Trinkwasserversorgung selbst in den Mittelpunkt.

    Nach den Bränden beginnt die Debatte über den nächsten Sommer

    Die extreme Trockenheit hält zugleich die Sorge vor neuen Wald- und Vegetationsbränden wach. Nach den verheerenden Feuern der vergangenen Wochen steht zunehmend die Frage im Mittelpunkt, welche Konsequenzen Frankreich aus diesem Sommer ziehen muss.

    Diskutiert wird über zusätzliche Löschflugzeuge, den Ausbau der Canadair-Flotte, Brandschutzstreifen, eine intensivere Waldpflege sowie eine veränderte Raumplanung. Denn das Risiko verschiebt sich geografisch. Regionen, die sich bislang kaum als klassische Waldbrandgebiete verstanden haben, müssen künftig ebenfalls mit großflächigen Vegetationsbränden rechnen.

    Hitze, Dürre und Feuer werden deshalb immer weniger als voneinander getrennte Probleme betrachtet. Vielmehr gelten sie zunehmend als unterschiedliche Ausprägungen derselben strukturellen Herausforderung: Frankreich muss seine Infrastruktur, seine Wasserwirtschaft und seine Landschaften an ein dauerhaft heißeres Klima anpassen.

    Der Präsidentschaftswahlkampf läuft längst

    Trotz der Sommerferien ruht auch die Politik nicht. Gut acht Monate vor der Präsidentschaftswahl 2027 verschärft sich insbesondere die Debatte über mögliche ausländische Einflussnahme und Desinformation.

    Gabriel Attal warnt vor russischen Einflussoperationen im Umfeld des Wahlkampfs und hat nach einer mutmaßlichen Kampagne bereits Anzeige erstattet. Berichte verweisen darauf, dass neben Attal auch Édouard Philippe und Raphaël Glucksmann Ziel entsprechender Desinformationskampagnen geworden sein sollen.

    Der Rassemblement national weist den Verdacht zurück, von solchen Operationen politisch profitieren zu können. Die RN-Abgeordnete Edwige Diaz bezeichnete Attals Äußerungen über eine mögliche russische Unterstützung zugunsten Marine Le Pens als unbegründet.

    Damit wird ein Thema sichtbar, das Frankreich bis zur Wahl begleiten dürfte. Der Präsidentschaftswahlkampf findet längst nicht mehr ausschließlich auf Marktplätzen, in Fernsehstudios und sozialen Netzwerken statt, sondern zunehmend auch im schwer durchschaubaren Umfeld digitaler Einflussoperationen.

    Am Abend blickt Frankreich in den Himmel

    Das ungewöhnlichste Thema des Tages dürfte allerdings die Sonnenfinsternis sein. Am Mittwochabend wird der Mond einen außergewöhnlich großen Teil der Sonnenscheibe verdecken. In Frankreich ist die Finsternis zwar nicht vollständig, aber so ausgeprägt wie seit vielen Jahren nicht mehr.

    Je nach Region werden rund 90 Prozent der Sonne (Lille) und bis zu 99,5 Prozent( Biarritz) verdeckt. Die totale Verdunklung wird unter anderem in Teilen Nordspaniens und auf den Balearen zu beobachten sein.

    Das Ereignis beschäftigt die französischen Medien inzwischen fast ebenso intensiv wie die Hitze. Vor Geschäften bildeten sich bereits Warteschlangen, weil vielerorts geeignete Schutzbrillen knapp geworden sind.

    Der Engpass hat sogar eine politische Kontroverse ausgelöst. Die Grünen-Politikerin Marine Tondelier spricht von einem „Fiasko“ bei der Verteilung von Schutzbrillen, während die Regierung betont, das Ereignis sei ausreichend vorbereitet worden.

    Hinzu kommt ein ungewöhnlicher Nebeneffekt: Wegen der starken Verdunkelung wird die Solarstromproduktion in weiten Teilen Europas für kurze Zeit deutlich zurückgehen.

    So ergibt sich an diesem 12. August ein ungewöhnliches Bild der französischen Nachrichtenlage. Die Canicule bleibt das alles beherrschende Thema. Die Dürre entwickelt sich zunehmend zu einer Frage der Versorgungssicherheit. Die Erfahrungen mit den Waldbränden zwingen Frankreich zu einer Debatte über langfristige Anpassungsmaßnahmen, während im Hintergrund bereits der Präsidentschaftswahlkampf 2027 an Fahrt gewinnt.

    Und dann wird Frankreich am Abend für einige Minuten nach oben schauen.

    Ausgerechnet mitten in einem Sommer, in dem die Sonne für Millionen Menschen vor allem zur Belastung geworden ist, wird ihr beinahe vollständiges Verschwinden zum Ereignis des Tages. Es ist eine jener seltenen Konstellationen, in denen Natur, Politik und gesellschaftlicher Alltag auf eigentümliche Weise zusammenfallen: Frankreich leidet unter der Sonne – und wartet gleichzeitig gespannt darauf, dass sie verschwindet.

    Christine Macha

  • Tagesüberblick: Waldbrände, Klimakrise und Staatsfinanzen dominieren Frankreichs Nachrichten

    Tagesüberblick: Waldbrände, Klimakrise und Staatsfinanzen dominieren Frankreichs Nachrichten

    Die außergewöhnliche Hitzewelle und ihre Folgen prägen auch am Freitag, 7. August 2026, die Berichterstattung in Frankreich. Im Mittelpunkt stehen die verheerenden Waldbrände, die zunehmende Wasserknappheit und die wirtschaftlichen Belastungen durch den Klimawandel. Gleichzeitig sorgen sicherheitspolitische Entwicklungen auf Korsika, Erfolge im Kampf gegen den internationalen Drogenhandel sowie astronomische Ereignisse für Aufmerksamkeit.

    Waldbrände rücken langfristige Herausforderungen in den Fokus

    Die anhaltenden Waldbrände beschäftigen weiterhin Politik, Einsatzkräfte und Wissenschaft. Neben der Bekämpfung der Feuer richtet sich der Blick zunehmend auf deren Ursachen und die notwendigen Konsequenzen. Fachleute gehen davon aus, dass der überwiegende Teil der Brände auf menschliches Fehlverhalten zurückzuführen ist – sei es durch Fahrlässigkeit oder vorsätzliche Brandstiftung.

    Zugleich gewinnt die Debatte an Bedeutung, wie Frankreich seine Einsatzkräfte künftig besser auf mehrere gleichzeitig auftretende Großbrände vorbereiten kann. Angesichts längerer Trockenperioden und extremer Temperaturen wird über eine Neuorganisation der Löschkapazitäten sowie zusätzliche Investitionen in Prävention und Früherkennung diskutiert.

    Rekordhitze verschärft die Wasserknappheit

    Nach dem heißesten Juli seit Beginn der Wetteraufzeichnungen warnen Klimaforscher vor einer zunehmenden Belastung der Wasserressourcen. Ausgetrocknete Böden, sinkende Grundwasserspiegel und erheblicher Stress für Landwirtschaft und Wälder verdeutlichen die wachsenden Folgen des Klimawandels.

    Parallel dazu prüft der französische Energieversorger EDF milliardenschwere Investitionen, um Kernkraftwerke widerstandsfähiger gegen steigende Wassertemperaturen und längere Dürreperioden zu machen. Die Versorgungssicherheit entwickelt sich damit zunehmend zu einer strategischen Herausforderung.

    Klimafolgen erschweren die Haushaltsplanung

    Auch die finanziellen Auswirkungen der Naturkatastrophen stehen im Mittelpunkt der politischen Debatte. Die steigenden Kosten für Waldbrände, Dürreschäden und Hitzefolgen könnten die Bemühungen der Regierung erschweren, das Haushaltsdefizit zu reduzieren.

    Gleichzeitig werden höhere Ausgaben für den Zivilschutz, die Feuerwehren und den Ausbau der Katastrophenvorsorge gefordert. In diesem Zusammenhang gewinnt auch die Diskussion über mögliche Anpassungen des Steuersystems und eine langfristige Finanzierung der Klimafolgen an Dynamik.

    Drohungen korsischer Separatisten sorgen für Besorgnis

    Für politische Aufmerksamkeit sorgen neue Drohungen der Untergrundorganisation FLNC. Die Gruppierung weist den von der Regierung vorgeschlagenen Autonomieplan zurück und richtet zugleich Drohungen gegen Nicht-Korsen, die auf der Mittelmeerinsel leben.

    Die französische Anti-Terror-Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen aufgenommen. Der Vorfall entfacht erneut die Diskussion über das Spannungsfeld zwischen politischem Dialog, Autonomiebestrebungen und staatlicher Sicherheitspolitik.

    Schlag gegen den internationalen Drogenhandel

    Den Sicherheitsbehörden gelang unterdessen ein bedeutender Erfolg im Kampf gegen die organisierte Kriminalität. In Algerien wurde ein mutmaßlich führender französischer Drogenhändler festgenommen.

    Die Festnahme gilt als Ergebnis der zuletzt intensivierten Zusammenarbeit zwischen den Behörden in Paris und Algier. Beide Länder wollen ihre Kooperation im Kampf gegen grenzüberschreitende Drogennetzwerke weiter ausbauen.

    Frankreich blickt in den Sternenhimmel

    Neben den politischen und gesellschaftlichen Themen sorgt auch ein astronomisches Ereignis für großes Interesse. Von heute bis Sonntag finden in ganz Frankreich die „Nuits des Étoiles“ statt. Sternwarten, Astronomievereine und Wissenschaftszentren laden zu zahlreichen Veranstaltungen rund um die Himmelsbeobachtung ein.

    Besonderes Augenmerk gilt der partiellen Sonnenfinsternis am 12. August, die in weiten Teilen Frankreichs sichtbar sein wird und bereits jetzt auf großes öffentliches Interesse stößt.

    Christine Macha

  • Wenn der Mond an der Sonne knabbert: Sonnenfinsternis fasziniert Toulouse

    Wenn der Mond an der Sonne knabbert: Sonnenfinsternis fasziniert Toulouse

    Ein Himmelsspektakel hat am Samstag, dem 29. März 2025, viele Menschen in Frankreich in seinen Bann gezogen. Eine partielle Sonnenfinsternis legte sich über Teile Europas – und machte auch über Toulouse nicht Halt. Besonders eindrucksvoll war das Schauspiel auf dem Gelände der Cité de l’espace zu erleben, wo Fachleute und Hobbyastronomen gemeinsam die Augen (mit Schutzbrillen!) gen Himmel richteten.

    Das Bild, das sich den Beobachtenden bot, war poetisch und doch real: Der Mond schob sich langsam vor die Sonne, als würde er sich ein kleines Stück davon stibitzen. Ein Mitarbeiter der Cité de l’espace brachte es charmant auf den Punkt: „Man beginnt zu sehen, wie die Sonne ein wenig von dem Mond angeknabbert wird, das ist faszinierend.“ Und genau das war es auch – faszinierend, lehrreich, bewegend.

    Teleskope, Schutzbrillen und staunende Gesichter

    Der Ablauf der Finsternis war genau getaktet. In Toulouse begann die partielle Verdeckung der Sonne um 11:02 Uhr. Der Höhepunkt war um 11:51 Uhr erreicht – da waren rund 17,4 Prozent der Sonnenscheibe vom Mond verdeckt. Um 12:43 Uhr war das Spektakel wieder vorbei.

    Die Cité de l’espace nutzte die Gelegenheit clever. Sie bot ein umfassendes Beobachtungsprogramm an, das nicht nur den Blick durch Teleskope ermöglichte, sondern auch durch zahlreiche Informationsangebote glänzte. Für Kinder, Familien und Schulklassen war es ein Ereignis mit Aha-Effekt – das Universum zum Anfassen nah.

    Mehr als nur ein astronomischer Schnickschnack

    Wozu der ganze Aufwand? Ganz einfach: Solche Erlebnisse machen Wissenschaft greifbar. Wenn plötzlich hunderte Menschen mit Schutzbrillen ausgestattet auf einem Platz stehen und ehrfürchtig den Himmel betrachten, wird die trockene Theorie lebendig. Es geht nicht nur um Zahlen, Winkel und Bahnen – es geht ums Staunen, um Fragen wie: „Was machen wir eigentlich hier auf diesem Planeten?“

    Die Veranstaltung hatte aber auch eine ernste Komponente. Der Schutz der Augen stand an erster Stelle. Die Sonne darf unter keinen Umständen ohne spezielle Schutzbrille beobachtet werden – das Risiko für bleibende Augenschäden ist enorm. Gut also, dass Aufklärung und Sicherheit bei der Cité de l’espace großgeschrieben wurden.

    Ein kurzer Schatten – und ein langer Eindruck

    So eine Sonnenfinsternis ist schnell vorbei. Doch der Eindruck bleibt. Erwachsene, die sich an ihre erste Finsternis in Kindertagen erinnern, erzählen oft noch Jahrzehnte später davon. Für viele Kinder und Jugendliche in Toulouse war es am Samstag vermutlich das erste Mal – und definitiv nicht das letzte, dass sie sich für Astronomie begeisterten.

    Das Zusammenspiel von Sonne, Mond und Erde wurde nicht nur sichtbar – es wurde erlebbar. Und wer einmal gesehen hat, wie sich ein dunkler Schatten langsam über das gleißende Licht der Sonne legt, der versteht auch die Faszination, die Menschen seit Jahrtausenden mit diesen Himmelsphänomenen verbinden.

    Der Himmel als Bühne für Neugier

    Astronomie ist ein Fenster in die Vergangenheit, ein Spiegel der Gegenwart und ein Kompass für die Zukunft. Wer sich einmal auf dieses Abenteuer einlässt, will mehr – mehr wissen, mehr sehen, mehr verstehen. Und genau darin liegt der Reiz solcher Veranstaltungen. Sie machen nicht nur Spaß – sie wecken Fragen, die nicht mit einem Klick beantwortet sind.

    Was war das noch gleich mit der Mondbahn? Warum gibt’s eigentlich nicht jeden Monat eine Sonnenfinsternis? Und wie sieht das wohl von einem anderen Planeten aus? – Fragen über Fragen, die zeigen, dass Neugier das schönste Mitbringsel eines solchen Tages ist.

    Nicht alltäglich – und gerade deshalb besonders

    Sonnenfinsternisse sind seltene Gäste am Himmel Europas. Und doch bringen sie jedes Mal aufs Neue Menschen zusammen. Familien, Schulklassen, Rentnergruppen, Technikfreaks – sie alle stehen nebeneinander, schauen in dieselbe Richtung und erleben einen gemeinsamen Moment des Staunens.

    Das nächste Mal? Vielleicht nicht morgen. Vielleicht nicht mal im nächsten Jahr. Aber sicher irgendwann. Und wer dann wieder zur Schutzbrille greift, wird sich erinnern – an diesen Tag, an Toulouse, an das Gefühl, wenn der Mond sich ein Stück von der Sonne schnappte.

    Von C. Hatty

  • Halbschatten über Europa: Sonnenfinsternis am 29. März 2025

    Halbschatten über Europa: Sonnenfinsternis am 29. März 2025

    Ein Hauch von Dunkelheit legt sich bald über den Himmel – aber keine Sorge, die Welt geht nicht unter. Am 29. März 2025 erleben wir eine partielle Sonnenfinsternis, die über Teilen Europas, Nordafrikas und Nordamerikas sichtbar sein wird. Auch in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Frankreich wird das Schauspiel zu sehen sein, wenn auch nur teilweise. Doch was bedeutet das genau? Und warum lohnt sich ein Blick in den Himmel – natürlich nur mit der richtigen Schutzbrille?

    Wann, wie und wo?

    In Deutschland beginnt die Finsternis – je nachdem, wo man sich befindet – zwischen 11:18 Uhr und 11:41 Uhr mitteleuropäischer Zeit. Das Maximum liegt zwischen 12:04 Uhr und 12:19 Uhr, bevor die Sonne sich wieder vollständig zeigt – zwischen 12:52 Uhr und 13:07 Uhr. Die Verdeckung ist regional sehr unterschiedlich: Während in Wien gerade mal rund 5,9 % der Sonnenscheibe vom Mond verdeckt werden, sind es auf Sylt immerhin etwa 25 %.

    Auch Paris ist dabei: Dort startet die Finsternis um 11:08 Uhr, das Maximum wird um 12:02 Uhr erreicht, und um 12:56 Uhr ist der Spuk vorbei. Die sogenannte Magnitude – also der Anteil des Sonnendurchmessers, der vom Mond verdeckt wird – liegt dort bei 0,346.

    Na, wann hast du dir zuletzt bewusst Zeit genommen, den Himmel zu beobachten?

    Was passiert bei einer partiellen Sonnenfinsternis?

    Eine partielle Sonnenfinsternis tritt auf, wenn sich der Mond zwischen Erde und Sonne schiebt – allerdings nicht exakt auf einer Linie. Statt die Sonne vollständig zu verdunkeln (wie bei einer totalen Finsternis), verdeckt der Mond nur einen Teil der Sonnenscheibe. Das Resultat: Ein „angebissener“ Sonnenball am Himmel, der besonders eindrucksvoll aussieht, wenn er durch eine geeignete Brille oder ein Teleskop betrachtet wird.

    Warum sieht man sie nicht überall gleich?

    Die Erklärung ist himmlisch einfach – aber nicht weniger faszinierend: Der Schatten, den der Mond auf die Erde wirft, besteht aus einem dunklen Kernschatten (Umbra) und einem helleren Halbschatten (Penumbra). Nur wer sich im Kernschatten befindet, erlebt eine totale Sonnenfinsternis. Alle anderen sehen die Sonne nur teilweise bedeckt – je nach Position auf der Erdoberfläche fällt der Blickwinkel anders aus.

    Die Erde ist eben kein flacher Teller – und die Sonnenfinsternis kein Film, der überall gleich läuft.

    Sicherheit geht vor: Ohne Schutz geht gar nichts

    So schön das Naturschauspiel auch ist – unsere Augen sind empfindlich. Ein kurzer Blick direkt in die Sonne kann bleibende Schäden verursachen. Normale Sonnenbrillen reichen da bei Weitem nicht aus.

    Was du brauchst: Eine zertifizierte Sonnenfinsternisbrille (DIN EN ISO 12312-2). Alternativ bieten viele Sternwarten geführte Beobachtungen mit speziellen Filtern und Teleskopen an. Auch astronomische Vereine organisieren öffentliche Veranstaltungen – oft mit kurzen Vorträgen, spannenden Hintergrundinfos und gemeinschaftlichem Staunen.

    Wer es lieber gemütlich mag: Einige Events werden auch per Livestream übertragen.

    Ein astronomischer Vorgeschmack

    Diese Finsternis ist – zugegeben – eher ein zarter Vorgeschmack auf größere Ereignisse. Am 12. August 2026 wird erneut eine Sonnenfinsternis über Mitteleuropa sichtbar sein, dann sogar noch eindrucksvoller. Wer richtig große Momente erleben möchte, sollte sich außerdem den 23. Juli 2093 vormerken – dann gibt es in Deutschland eine totale Sonnenfinsternis. Aber gut, bis dahin ist noch ein bisschen Zeit…

    Warum faszinieren uns Sonnenfinsternisse so sehr?

    Vielleicht liegt es daran, dass sie uns aus dem Alltag reißen. Für einen Moment werden wir daran erinnert, dass wir Teil eines riesigen kosmischen Systems sind – winzig klein auf einem rotierenden Planeten, der mit präziser Eleganz durchs Weltall tanzt.

    Oder liegt es daran, dass Sonnenfinsternisse seit jeher mit Mythen belegt sind? In vielen Kulturen galten sie als Vorboten von Veränderung, manche sahen sogar Drachen, die die Sonne verschlingen. Heute wissen wir es besser – und doch bleibt dieses Gefühl von Ehrfurcht.

    Wann hast du dich das letzte Mal so richtig klein – und gleichzeitig Teil von etwas Großem gefühlt?

    Autor: Andreas M. Brucker

  • Auch in Frankreich sieht man die Sonnenfinsternis vom 25. Oktober

    Auch in Frankreich sieht man die Sonnenfinsternis vom 25. Oktober

    Der Mond wird sich am Dienstag, dem 25. Oktober 2022, für eine partielle Sonnenfinsternis vor die Sonne schieben. Die Sonnenfinsternis wird in Frankreich kurz vor Mittag zu sehen sein.

    Der Mond trifft sich mit der Sonne: Am Dienstag, dem 25. Oktober 2022, wird in Frankreich Ende Vormittag eine partielle Sonnenfinsternis zu sehen sein. Die Menschen können „dem schönsten aller Himmelsphänomene beiwohnen, einer Sonnenfinsternis, bei der der Mond die Sonnenscheibe teilweise verdeckt“, teilt das Institut de mécanique céleste et de calcul des ephémérides (IMCCE) mit, wie der Sender TF1 berichtet.

    So wird die Sonnenfinsternis in Frankreich aussehen / IMCCE

    Die Sonnenfinsternis ist im Nordosten stärker sichtbar
    Die Sonnenfinsternis wird in ganz Frankreich zu sehen sein, wird aber im Nordosten stärker ausgeprägt sein. So wird der Mond laut IMCCE in Straßburg 19,5 % der Sonne verdecken, in Metz 18,4 % und in Lille 17,2 %, in Toulouse jedoch nur 5,4 % und in Pau 3,5 %. In Lyon werden es 11,8% und in Paris 13,7% sein.

    Die partielle Sonnenfinsternis beginnt um 11.15 Uhr im nördlichen Teil Frankreichs und gegen 11.30 Uhr im Süden. Sie endet gegen 13 Uhr.

    Einige Vorsichtsmaßnahmen sind unbedingt zu beachten: Bei einer Sonnenfinsternis sind die Risiken für die Augen nicht unerheblich. Es ist ratsam, eine spezielle Sonnenfinsternisbrille zu tragen. Übliche Sonnenbrillen bieten keinen ausreichenden Schutz.

  • Partielle Finsternis: Die Sonne verschwindet ab 11 Uhr in Frankreich hinter dem Mond

    Partielle Finsternis: Die Sonne verschwindet ab 11 Uhr in Frankreich hinter dem Mond

    Wenn der Himmel klar ist, können die Amateure der Astronomie in Nordfrankreich am Donnerstag am späten Vormittag beobachten, wie ein Teil der Sonne von der schwarzen Scheibe des Mondes verdeckt wird.

    Am Donnerstag, dem 10. Juni, überquert eine Sonnenfinsternis die nördliche Hemisphäre in einem Streifen von ca. 500 km von Kanada bis Sibirien und durchquert dabei Europa. Bei klarem Himmel können Astronomiebegeisterte zwischen 11 und 13 Uhr einen Teil der Sonne beobachten, der von der schwarzen Scheibe des Mondes verdeckt wird. Verfolgen Sie das astronomische Phänomen live dank der Übertragung des Observatoriums Paris-PSL.

    Orte, an denen das Phänomen beobachtet werden kann. Das schönste Schauspiel wird den Bewohnern der höchsten Breitengrade vorbehalten sein: Nordwest-Kanada, der äußerste Norden Russlands, Nordwest-Grönland und der Nordpol. Die Sonnenfinsternis wird auch in einem großen Teil Europas, darunter Frankreich und Großbritannien, sichtbar sein, allerdings nur teilweise. Der Anteil der bedeckten Sonne wird in London 20%, in Lille 16%, in Paris 13,2%, in Toulouse 5,5% und in Marseille nur 2,8% betragen.

    Sicherheitshinweise. Schauen Sie niemals direkt in die Sonne, auch nicht mit Sonnenbrille oder durch eine Wolke. Die Neugierigen werden sich mit speziellen Brillen schützen müssen.

    Ein seltenes Phänomen. Dies ist die erste ringförmige Sonnenfinsternis des Jahres 2021 und die 16. des 21. Jahrhunderts. Dieses astronomische Phänomen tritt während der Zeit des Neumonds auf, wenn Erde, Mond und Sonne perfekt in einer Linie ausgerichtet sind.

  • Eine Sonnenfinsternis wird diesen Donnerstag in Frankreich zu sehen sein: Wie man sie beobachten kann

    Eine Sonnenfinsternis wird diesen Donnerstag in Frankreich zu sehen sein: Wie man sie beobachten kann

    Am Donnerstag, 10. Juni, findet die erste Sonnenfinsternis des Jahres statt. Hier ist alles, was Sie wissen müssen, um sie zu beobachten.

    Am Donnerstag, dem 10. Juni findet die erste Sonnenfinsternis des Jahres 2021 statt. Sie wird etwa zwei Stunden dauern, zwischen 11:00 und 13:00 Uhr in Frankreich, mit ihrem Maximum zwischen 11:55 und 12:20. Dieses astronomische Phänomen tritt während der Zeit des Neumonds auf, wenn Erde, Mond und Sonne perfekt in einer Linie ausgerichtet sind.

    Von welchem Typ ist diese Sonnenfinsternis?
    Es gibt verschiedene Arten von Finsternissen, abhängig von der Entfernung des Mondes. „Wenn der Mond nahe genug an der Erde ist, ist er groß genug am Himmel und verdeckt die gesamte Sonne. Wenn er zu weit von der Erde entfernt ist, wird er nicht den ganzen Stern verdecken“, erklärt Frédéric Pailler, Ingenieur bei CNES und Astronomie-Enthusiast. Die Finsternis, die am Donnerstag stattfinden wird, gehört zum zweiten Typ: Nirgendwo auf der Erde wird es eine totale Finsternis geben. „Es wird eine ringförmige Sonnenfinsternis sein“, sagt der Spezialist. Der Mond wird sich langsam vor die Sonne schieben und sie für einige Minuten in einen dünnen leuchtenden Ring verwandeln, wie ein „Feuerkreis“ am Junihimmel.

    Von wo aus wird diese Sonnenfinsternis sichtbar sein?
    Das beste Spektakel wird den wenigen Bewohnern der höchsten Breitengrade vorbehalten sein, die genau in der Achse liegen: Nordwesten Kanadas, äußerster Norden Russlands, Nordwesten Grönlands und Nordpol, wo die Bedeckung der Sonnenscheibe bei 87,8% liegen wird, gibt das Observatoire de Paris-PSL an.

    Die ringförmige Finsternis wird auch im Nordwesten Nordamerikas, einem großen Teil Europas, einschließlich Frankreichs und Großbritanniens, und einem Teil Nordasiens sichtbar sein, allerdings nur teilweise. In diesen Breitengraden und bei klarem Himmel können Astronomiebegeisterte einen Teil der Sonne beobachten, der von der schwarzen Scheibe des Mondes bedeckt wird: 20% in London, 16% in Lille, 13,2% in Paris und nur 2,8% in Marseille….

    Zusammenfassend lässt sich sagen: Je weiter südöstlich Sie leben, desto weniger Verdunkelung wird es für Sie geben. So wird die Sonnenfinsternis in Toulouse maximal nur 6% der Sonnenoberfläche verdecken. „Diejenigen, die es nicht wissen, werden es nicht einmal bemerken“, sagt Frédéric Pailler, Ingenieur bei CNES. „Aber auch wenn es nicht die „Jahrhundertfinsternis“ ist, so ist es doch ein interessantes Phänomen. In der Tat, wenn man gut hinschaut, wird man in der Lage sein, eine leicht eingedrückte Sonne zu sehen. Wie eine runde Kerbe auf der Sonne.

    Aber: Vorsichtsmaßnahmen sind zu treffen, um die Augen zu schützen?
    Es ist jedoch unbedingt notwendig, nicht direkt auf die Sonne zu schauen, auch nicht mit Sonnenbrille oder durch eine Wolke. „Das Beobachten der Sonne ohne Schutz kann die Augen verbrennen“, sagt Frédéric Pailler. Außerdem ist die Netzhaut nicht schmerzempfindlich, man kann sich also verbrennen, ohne es zu spüren. Es ist daher wichtig, eine spezielle Sonnenfinsternisbrille mit zugelassenen Filtern zu verwenden. Und seien Sie vorsichtig mit Sonnenfinsternisbrillen, die Sie seit Jahren aufbewahrt haben. Denn: Sie dürfen nicht beschädigt, zerkratzt oder verbogen sein. Es ist auch möglich, die Sonnenfinsternis mit einem Teleskop oder einem Fernglas zu beobachten. Aber auch hier braucht man zugelassene Filter in gutem Zustand.

    Hier die ungefährlichste Art der Beobachtung: Die Sonnenfinsternis wird live von der Pariser Sternwarte auf ihrem YouTube-Kanal übertragen.