Schlagwort: Sommer 2025

  • Lyon: 42 Grad und kein Lüftchen – eine Stadt im Ausnahmezustand

    Lyon: 42 Grad und kein Lüftchen – eine Stadt im Ausnahmezustand

    Am 13. August 2025 hat Lyon einen Tag erlebt, der in die Klimageschichte eingeht.42 Grad Celsius, mitten in einer Großstadt, in der die Hitze zwischen Beton und Asphalt wie in einem Backofen steht. Dreizehn Grad über dem, was hier um diese Jahreszeit üblich ist – und Météo-France rief Alarmstufe Rot aus. Eine Maßnahme, die nur in extremen Ausnahmefällen verhängt wird. Schon am Morgen war klar, dass dieser Tag kein normaler Sommertag wird. Im Parc Blandan zeigte das Thermometer um 8 Uhr bereits 23 Grad. Die Luft stand still, die Sonne brannte ohne Unterlass. Am Nachmittag dann der Hitzerekord – 42 Grad, offiziell bestätigt. Und als die Sonne unterging, brachte das kaum Erleichterung: die Temperaturen sanken nicht unter 26 Grad. Eine tropische Nacht, wie sie Lyon selten erlebt. Gesundheit am LimitFür ältere Menschen, Kleinkinder und alle mit Vorerkrankungen ist diese Hitze nicht nur unangenehm – sie kann lebensgefährlich werden. Krankenhäuser und Notdienste sind in Bereitschaft, denn bei…

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  • Frankreich: Fünf Départements unter Warnstufe Rot – Hitze und drohende Gewitter

    Frankreich: Fünf Départements unter Warnstufe Rot – Hitze und drohende Gewitter

    Frankreich schwitzt, und das nicht zu knapp. Während die Atlantikküste etwas aufatmet, brennt sich die Hitze nun tief in den Südosten und Nordosten des Landes. Am Mittwoch, 13. August, stehen fünf Départements unter der seltenen roten Hitzewarnung: das Aude und vier Regionen entlang der Rhône – Drôme, Isère, Rhône und Ardèche. Erst Donnerstagfrüh werden sie auf Orange zurückgestuft.

    Doch auch außerhalb dieser Hotspots herrscht Alarmstimmung: 68 Départements stehen unter oranger Warnstufe wegen extremer Temperaturen. Lediglich ein Viertel des Nordwestens bleibt von diesem Hitzefeld weitgehend verschont. Für Millionen Menschen bedeutet das: Schwitzen, Vorsicht und ein wachsamer Blick auf den Himmel.


    Gewitter als Stimmungskiller – oder doch als Erlösung?

    Zwölf Départements im Landesinneren und Südosten müssen sich am selben Tag auf kräftige Gewitter einstellen – von Loiret über Allier bis zu den Hautes-Alpes. Das Perfide: Viele dieser Gebiete stehen gleichzeitig unter Hitzewarnung. Das heißt, ein Tag beginnt mit sengender Sonne und könnte am Nachmittag in Blitz und Donner münden.

    Diese Wetterlage erfordert doppelte Aufmerksamkeit: Hitzeerschöpfung am Vormittag, Sturzregen und Sturmböen am Nachmittag. Wer glaubt, der Regen bringe sofortige Abkühlung, irrt oft – die Luft bleibt schwül und drückend heiss.


    Rekorde fallen wie Dominosteine

    Schon am Montag und Dienstag purzelten Temperaturrekorde. 42,9 °C in Saint-Laurent-du-Pape (Ardèche) und Saint-Côme-d’Olt (Aveyron) – Werte, die eher an den Hochsommer in der Sahara erinnern. Besonders bemerkenswert: Im Bergdorf Les Sauvages (Rhône), 831 Meter über dem Meeresspiegel, kletterte das Thermometer erstmals überhaupt auf 37,2 °C.

    Solche Zahlen sind nicht nur meteorologische Kuriositäten, sie sind Alarmsignale. Der August 2025 schreibt sich mit dicken Hitzeschriftzügen in die Klimageschichte ein.


    Eine Welle, die fast ganz Frankreich erfasst

    Mit fast 70 Départements in orange und fünf in rot liegt Frankreich in einer Hitzeglocke, die nur den äußersten Nordwesten verschont. Viele Regionen erleben seit Tagen kaum Abkühlung in der Nacht, was besonders für ältere Menschen, chronisch Kranke und Arbeitende im Freien zur Belastung wird.

    Neun Départements im Südwesten, die seit Wochenbeginn rot markiert waren, wurden am Mittwochmorgen auf orange zurückgestuft – ein kleiner Hoffnungsschimmer, aber noch weit entfernt von echter Entspannung.


    Der lange Schatten des Klimawandels

    Laut der Météo-France-Klimatologin Lauriane Batté sind diese Extremtemperaturen nicht nur Folge einer außergewöhnlich heißen Luftmasse, sondern auch Ausdruck einer tieferen Entwicklung: des menschengemachten Klimawandels. Die Luft ist heute im Schnitt deutlich wärmer als vor einigen Jahrzehnten – ein Trend, der Hitzewellen häufiger und intensiver macht.

    Das bedeutet: Was heute als Ausnahme gilt, könnte in baldiger Zukunft zum „normalen“ Sommer gehören. Eine Aussicht, die alles andere als beruhigend ist.


    Tipps, die Leben retten können

    Frankreichs Gesundheitsbehörden erinnern daran, dass extreme Hitze gefährlich ist – selbst für Menschen, die sich fit fühlen. Der kostenlose „Canicule Info Service“ ist unter der Nummer 0 800 06 66 66 täglich zwischen 9 und 19 Uhr erreichbar. Auf der Website des Gesundheitsministeriums finden sich zudem praxisnahe Ratschläge:

    • Viel trinken, auch ohne Durstgefühl.
    • Direkte Sonne meiden, besonders zur Mittagszeit.
    • Körperliche Anstrengung reduzieren.
    • Auf gefährdete Personen im Umfeld achten – Nachbarn, Familie, Kolleg:innen.

    All das klingt banal, doch jedes Jahr sterben Menschen in Frankreich an den Folgen von Hitzewellen, weil diese Regeln ignoriert werden.


    Blick nach vorn

    Der Mittwoch wird ein Wechselbad aus Glut und Gewitter, aus flirrender Hitze und plötzlichem Temperatursturz. Die große Frage: Bringt der Regen tatsächlich Abkühlung – oder nur eine kurze, drückende Atempause, bevor das Thermometer erneut durch die Decke geht?

    Die kommenden Tage werden zeigen, ob diese zweite große Hitzewelle des Sommers langsam ausläuft – oder ob der August noch einen weiteren Hitzerekord im Ärmel hat.

    Autor: C.H.

  • Wenn die Sonne zu viel wird – Reisen in Zeiten der Hitzewellen

    Wenn die Sonne zu viel wird – Reisen in Zeiten der Hitzewellen

    Der Sommer 2025 hat Frankreich wieder mächtig ins Schwitzen gebracht. Kein laues Lüftchen, kein sanftes Sommerwetter – nein, wir sprechen von Tagen, an denen das Thermometer nicht mehr nur klettert, sondern regelrecht sprintet. Und das bleibt nicht ohne Folgen für alle, die gern unterwegs sind. Das Land, einst ein Synonym für Sommerfreuden, sieht sich einer […]

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  • Leuchtturmromantik bei Sonnenuntergang – Magische Momente auf dem Phare du Cap Ferret

    Leuchtturmromantik bei Sonnenuntergang – Magische Momente auf dem Phare du Cap Ferret

    Ein Wahrzeichen mit Charakter Es gibt Orte, die nicht nur Geschichten erzählen, sondern selbst Geschichte sind. Der Phare du Cap Ferret, ein 57 Meter hohes Monument an der Spitze der gleichnamigen Halbinsel, gehört genau dazu. 1840 erstmals errichtet, wurde der ursprüngliche Turm im Zweiten Weltkrieg zerstört – und 1947 in seiner heutigen Form wieder aufgebaut. […]

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  • Gluthitze über Frankreich: 14 Départements unter Warnstufe Rot – bis zu 43 °C erwartet

    Gluthitze über Frankreich: 14 Départements unter Warnstufe Rot – bis zu 43 °C erwartet

    Frankreich brennt nicht nur unter der Sommersonne – es glüht.Am Dienstag, dem 12. August 2025, haben die Meteorologen von Météo-France Alarmstufe Rot für 14 Départements ausgegeben. Das bedeutet: Höchstgefahr für die Gesundheit, Tag und Nacht. Bis zu 43 °C werden erwartet – Spitzenreiter dürfte Cahors im Département Lot werden.

    Die Hitzekarte leuchtet dunkelrot Von der Ardèche bis zur Haute-Garonne, vom Rhône-Tal bis zur Atlantikküste – das Hitzegebiet zieht sich wie ein feuriger Gürtel quer durchs Land. Betroffen sind Ardèche (07), Aude (11), Dordogne (24), Drôme (26), Haute-Garonne (31), Gers (32), Gironde (33), Isère (38), Landes (40), Lot (46), Lot-et-Garonne (47), Rhône (69), Tarn (81) und Tarn-et-Garonne (82).Wer dort lebt, befindet sich im Zentrum einer Wetterlage, die statistisch nur alle paar Jahrzehnte auftreten sollte. 64 weitere Départements stehen inzwischen unter Warnstufe Orange – das bedeutet „ernste Gefahr“. Vor allem der Südwesten und das Rhône-Tal stechen heraus. Di…

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  • Frankreich unter einem Hitzedome – Eine neue Hitzewelle legt sich über das Land

    Frankreich unter einem Hitzedome – Eine neue Hitzewelle legt sich über das Land

    Ein flirrender Horizont, Luft flimmert über Asphalt, Thermometer kratzen an der 40-Grad-Marke – Frankreich erlebt im August 2025 seine zweite massive Hitzewelle des Sommers. Und diese hat es in sich: nicht nur wegen der Temperaturen, sondern vor allem wegen ihrer Dauer und geografischen Ausdehnung.

    Was sich seit dem 8. August über das Land legt, ist keine vorübergehende Sommerhitze. Es ist die 51. offiziell registrierte Hitzewelle seit 1947 – und sie trifft eine Nation, die mit jedem Grad Celsius mehr an ihre Belastungsgrenze stößt.

    Von Spanien bis in den Norden – die Hitze kennt keine Grenze

    Es fängt alles mit einer heißen Luftmasse an, die über Spanien hereinschwappt. Verstärkt wird sie von den Resten des ehemaligen Tropensturm Dexter, der sich über dem Atlantik in ein stationäres Hitzesystem verwandelte. Das Ergebnis: ein klassischer „Hitzedome“, wie Meteorologen sagen – ein gigantischer, heißer Deckel, unter dem sich die Hitze staut und kaum entweichen kann.

    Bereits am Freitag erreichen die Temperaturen im Südwesten Frankreichs zwischen 35 und 39 Grad – lokal sogar bis zu 40 Grad. Der Osten zieht schnell nach. Im Rhône-Tal, der Drôme oder dem Zentralmassiv herrscht seit Tagen Tropennacht-Alarm: Die Temperaturen sinken auch nachts kaum unter 20 Grad. Erholung? Fehlanzeige.

    Wetterdienste schlagen Alarm – elf Départements auf Warnstufe Orange

    Die Reaktion von Météo-France ließ nicht lange auf sich warten. Elf Départements – darunter der Lot, die Ardèche, die Isère oder die Loire – stehen mittlerweile auf „vigilance orange“, der zweithöchsten Warnstufe für Hitzewellen. 24 weitere Départements befinden sich in „vigilance jaune“ – eine gelbe Karte für eine sich zuspitzende Lage.

    Was das bedeutet? Die Behörden sind in erhöhter Alarmbereitschaft, Seniorenheime aktivieren Notfallpläne, kommunale Einrichtungen stellen Kühlräume zur Verfügung. Und doch kommt die Hitze oft schneller als die Hilfe.

    Eine Hitze mit Folgen – für Mensch, Natur und Infrastruktur

    Die Auswirkungen spüren besonders die Schwächsten: ältere Menschen, Kinder, Menschen mit Vorerkrankungen. Die Empfehlungen der Gesundheitsbehörden sind bekannt – viel trinken, körperliche Anstrengung meiden, Schatten suchen – aber was, wenn sich auch der Schatten aufheizt wie ein Backofen?

    Gleichzeitig steigt die Waldbrandgefahr dramatisch an. Im Süden reicht ein Funke, ein Zigarettenstummel, ein heiß gelaufener Auspuff – und Hektar für Hektar brennt. Die Feuerwehr ist im Dauereinsatz, Wasserflugzeuge kreisen über den Garrigues, und das Mittelmeer glitzert trügerisch kühl unter dem heissen Himmel.

    Ein Blick zurück – und nach vorn

    Erinnerungen werden wach: 2003, 2012, 2023 – alles Sommer, die sich eingebrannt haben ins kollektive Gedächtnis. 2003, das Jahr mit über 15.000 Hitzetoten in Frankreich, bleibt der düstere Maßstab. Doch 2025 rückt gefährlich nahe – nicht in der absoluten Extremtemperatur, aber in der Dauer und Flächenausdehnung.

    Was auffällt: Diese Hitze kommt nicht mehr plötzlich, sie kündigt sich an – Woche für Woche, Jahr für Jahr. Der Klimawandel macht aus Ausnahmen allmählich eine neue Regel. Und die Frage steht im Raum: Wie oft noch? Und wie lange noch ohne tiefgreifende Anpassung?

    Zwischen Schatten und Hoffnung

    In Paris füllen sich die Brunnen, in Marseille öffnen Kirchen ihre Türen für Schatten und Stille. In kleinen Dörfern des Südens hängen die Menschen feuchte Tücher vor Fenster, auf dem Land stellen Landwirte ihre Bewässerungspläne um. Es ist ein Sommer der Improvisation, der Widerstandskraft – und ein Testlauf für die kommenden Jahre.

    Denn eins ist klar: Diese Hitzewelle ist nicht nur Wetter. Sie ist Symptom eines sich wandelnden Planeten, einer Gesellschaft im Hitzestress und eines politischen Systems, das lernen muss, schneller zu reagieren.

    Die heiße Luft bleibt – und mit ihr die Frage, wie ein ganzes Land lernen kann, in der Glut kühlen Kopf zu bewahren.

    Von C. Hatty

  • Hitzewelle im Anmarsch – Frankreich rüstet sich für weitere glühend heiße Tage

    Hitzewelle im Anmarsch – Frankreich rüstet sich für weitere glühend heiße Tage

    Wenn der Sommer zur Prüfung wird, dann ist es wieder soweit: Frankreich steht erneut unter Hitzewarnung. Ab Freitagmittag ruft Météo-France die Warnstufe Orange in fünf Départements aus – ein Alarmsignal, das mehr ist als ein bloßer Hinweis auf Sonne satt.

    Betroffen sind diesmal die südwestlichen Départements Hautes-Pyrénées, Haute-Garonne, Tarn und Tarn-et-Garonne sowie Rhône-Gebiet rund um Lyon. Dort klettert das Thermometer nicht nur in sommerliche Gefilde, sondern rast direkt auf brütende 39 Grad zu – lokal kann es sogar noch heißer werden.

    Die Wetterlage ist eindeutig: Während sich der Norden des Landes vergleichsweise mild mit Temperaturen zwischen 30 und 33 Grad zeigt, herrscht in der südlichen Hälfte Ausnahmezustand. Die Hitze ist nicht nur unangenehm, sie wird zur Gesundheitsgefahr.

    Die Metapher vom „Backofen Frankreich“ wirkt in solchen Momenten nicht überzogen. Asphalt flimmert, Klimaanlagen ächzen, der Mittagsschlaf wird zur Notwendigkeit. Wer kann, meidet die pralle Sonne und sucht Zuflucht im Schatten oder in gut isolierten Gebäuden.

    Doch das ist nur der Anfang.

    Denn laut Wetterdienst Météo-France zieht sich die Hitze nicht nur durch das Wochenende – sie breitet sich weiter aus. Bereits zu Wochenbeginn soll die heiße Luft gen Norden vordringen und damit auch die Regionen oberhalb der Loire erfassen. Dort, wo man sich sonst auf gemäßigte Sommertage verlässt, kündigen sich ungewohnt hohe Temperaturen an. Der Höhepunkt der Hitze – der nationale „Hitzegipfel“ – wird für Anfang kommender Woche erwartet.

    Was bedeutet das konkret?

    Nicht nur Städte wie Toulouse, Albi oder Montauban müssen sich wappnen, auch die Metropole Lyon steht im Zentrum der Hitzewelle. In dicht bebauten Gebieten können die Temperaturen nachts kaum sinken – die so wichtige nächtliche Abkühlung bleibt aus. Gerade ältere Menschen, Kleinkinder und Menschen mit Vorerkrankungen leiden dann besonders.

    Der Klimawandel lässt grüßen – unübersehbar, spürbar, schweißtreibend. Frankreich erlebt nicht die erste, und sicherlich nicht die letzte Hitzewarnung dieser Art. Doch jede neue Welle zeigt deutlicher, wie stark die Extreme zunehmen. Was früher die Ausnahme war, wird zur neuen Normalität.

    Frankreichs Behörden rufen bereits jetzt zur Vorsicht auf: ausreichend trinken, körperliche Anstrengung vermeiden, vulnerable Gruppen schützen. Auch das soziale Miteinander bekommt in solchen Tagen eine neue Bedeutung. Ein Anruf bei der älteren Nachbarin, ein paar Flaschen Wasser für Obdachlose, ein offenes Fenster für kühlere Nachtluft – manchmal sind es die kleinen Gesten, die in großer Hitze zählen.

    Und wie geht es weiter?

    Die Meteorologen halten offen, ob die Hitze nach dem kommenden Montag abklingt oder in eine neue Runde startet. Klar ist nur: Wer noch auf einen moderaten Spätsommer hofft, braucht einen langen Atem – und einen gut gefüllten Wasservorrat.

    Denn Frankreich schwitzt. Und das nicht zu knapp.

    Autor: Andreas M. B.

  • Flammen im Ferienparadies – War der Hotelbrand in Mostuéjouls Brandstiftung?

    Flammen im Ferienparadies – War der Hotelbrand in Mostuéjouls Brandstiftung?

    Evakuierung in der Nacht: In der kleinen Gemeinde Mostuéjouls im Département Aveyron brach in der Nacht vom 5. auf den 6. August 2025 ein Brand in einem Hotel aus, der 84 Menschen – darunter 67 Urlauber – zur Flucht zwang. Drei Brandherde, ein klarer Verdacht: Die Ermittler gehen inzwischen von Brandstiftung aus.

    Drei Brände, ein Verdacht – und viele offene Fragen Wenn in einem Hotel nicht einer, nicht zwei, sondern gleich drei Feuer gleichzeitig ausbrechen, läuten bei Feuerwehr und Polizei alle Alarmglocken. So geschehen in Mostuéjouls. Die Einsatzkräfte fanden am Ort des Geschehens drei deutlich voneinander getrennte Brandherde. Die Schlussfolgerung? Kaum Zufall – vielmehr ein mögliches kriminelles Motiv. Noch gibt es keine Hinweise auf die Täter. Keine Bekennerschreiben, keine Video-Botschaften. Und doch ist der Verdacht so konkret, dass die Behörden umgehend eine kriminalpolizeiliche Untersuchung einleiteten. Derzei…

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  • Heisse Luft über Toulouse: Die Stadt schwitzt sich durch die Woche

    Heisse Luft über Toulouse: Die Stadt schwitzt sich durch die Woche

    Toulouse steht ein Hitzeschub ins Haus – und zwar einer der besonders schweißtreibenden Sorte. Während sich das Thermometer seit Wochenbeginn langsam hocharbeitet, droht der Höhepunkt am Freitag mit bis zu 39 Grad Celsius. Eine glühend heiße Vorhersage für die südfranzösische Metropole – und ein Vorgeschmack auf die Zukunft?

    Die Hitze kommt – und bleibt

    Schon am Mittwoch steigen die Temperaturen auf 32 Grad, doch das ist erst der Anfang. Am Donnerstag klettern sie weiter – auf brutale 38 Grad. Freitag erreicht die Gluthitze ihren Zenit: 39 Grad sollen es werden. Kein laues Lüftchen, keine nennenswerte Abkühlung – stattdessen stehende Hitze über Asphalt und Altstadt.

    Eine Belastung für Körper und Kreislauf. Und für die Infrastruktur.

    Gelbe Warnstufe – die erste Mahnung

    Die französische Wetterbehörde Météo-France hat für das gesamte Département Haute-Garonne die gelbe Warnstufe für Hitze ausgerufen. Sie gilt ab Donnerstag, 0 Uhr, und bleibt mindestens bis Freitagmorgen in Kraft. Gelb bedeutet: Achtung, es droht Gefahr – vor allem für wetterempfindliche Menschen und sensible Tätigkeiten im Freien.

    Noch ist es keine Notlage. Aber eine deutliche Mahnung, das Leben zu entschleunigen und Vorsichtsmaßnahmen zu treffen.

    Ein Schatten legt sich über den Alltag

    In der Stadt bedeutet das: Sport im Park? Lieber nicht. Kinder auf dem Spielplatz? Nur mit viel Wasser und Schatten. Alte Menschen, chronisch Kranke, Babys – sie alle sind jetzt besonders gefährdet.

    Toulouse rät, sich möglichst in kühle Innenräume zurückzuziehen, regelmäßig Wasser zu trinken, schwere Mahlzeiten zu meiden – und anderen zu helfen. Denn bei Hitze zählt Solidarität: Wer regelmäßig bei Nachbarn, Großeltern oder Freunden nach dem Rechten sieht, rettet mitunter Leben.

    Klimawandel? Längst angekommen.

    So extrem diese Tage wirken mögen – sie sind kein Einzelfall mehr. Die Region Okzitanien hat seit Beginn des 20. Jahrhunderts einen Temperaturanstieg von rund 1,8 Grad erlebt. Seit den 1970er-Jahren beschleunigt sich diese Entwicklung spürbar.

    Hitzewellen wie diese gehören inzwischen zur traurigen Normalität des Sommers. Längere Phasen ohne Regen, trockene Böden, überhitzte Städte – das neue Klima spielt sich nicht mehr in ferner Zukunft ab. Es ist schon da. Und es stellen sich Fragen: Wie soll man leben in einer Stadt, in der sich der Asphalt mittags anfühlt wie eine Herdplatte?

    Kleiner Leitfaden gegen den Hitzeschock

    Die Stadt Toulouse und Gesundheitsexperten raten zu fünf einfachen Maßnahmen:

    1. Trinken, trinken, trinken – auch wenn der Durst fehlt. Wasser ist Pflicht.
    2. Leicht essen – Gemüse, Früchte, Salate statt Fleisch und Frittiertem.
    3. Fenster zu, Rollos runter – tagsüber kühlen, nachts lüften.
    4. Mittagshitze meiden – wer laufen, joggen oder einkaufen will, macht das am besten am frühen Morgen oder späten Abend.
    5. Auf andere achten – ein Anruf bei Oma, ein Blick zum Nachbarn: einfache Gesten mit großer Wirkung.

    Was tun bei Symptomen wie Kopfschmerzen, Schwindel oder Übelkeit? Nicht zögern – Hilfe holen. Ein Hitzschlag ist keine Lappalie.

    Was bleibt?

    Die Erkenntnis, dass diese Woche in Toulouse mehr ist als nur ein Wetterkapitel. Sie ist ein mahnender Eintrag im Tagebuch des Klimas – und ein Vorgeschmack auf das, was kommen kann. Vielleicht sogar kommen wird.

    Aber sie ist auch ein Test: für unsere Anpassungsfähigkeit, unsere Fürsorge und unseren Umgang mit der neuen Hitze-Realität.

    Autor: C.H.

  • Verhängnisvoller Unfall am Mont Blanc: Warum der „Couloir du Goûter“ seinem Namen wieder gerecht wurde

    Verhängnisvoller Unfall am Mont Blanc: Warum der „Couloir du Goûter“ seinem Namen wieder gerecht wurde

    Ein Schritt daneben – und das Schicksal nimmt seinen Lauf. Am Montag, dem 4. August 2025, verlor ein griechischer Alpinist in den Dreißigern sein Leben bei einem tragischen Unfall im Mont-Blanc-Massiv. Der Mann stürzte im berüchtigten Couloir du Goûter mehrere hundert Meter in die Tiefe – allein, ohne Seilsicherung, auf dem Abstieg. Es ist einer jener Fälle, bei denen sich die Bergwelt gnadenlos zeigt. Gefunden wurde der Körper am späten Vormittag von den Rettern des Hochgebirgs-Gendarmeriezugs von Chamonix (PGHM). Der Mann, so heißt es, trug einen schweren Rucksack – möglicherweise zu schwer. Eine „technische Fehlentscheidung“ habe zum Absturz geführt, vermuten die Einsatzkräfte. Ein kleiner Fehler mit fataler Konsequenz. Und wieder steht ein Name im Fokus, den Alpinisten auf der ganzen Welt mit Ehrfurcht – oder blankem Entsetzen – aussprechen: Couloir du Goûter. Das „Todescouloir“ – eine tödliche Berühmtheit Unterhalb des Goûter-Hüttenrefugiums, auf 3.835 Metern Höhe, verläuft dieser…

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