Schlagwort: Soldaten

  • Drôme: Armee unterstützt Feuerwehr – 120 Soldaten im Einsatz gegen den Großbrand

    Drôme: Armee unterstützt Feuerwehr – 120 Soldaten im Einsatz gegen den Großbrand

    Die französische Regierung hat angesichts des verheerenden Waldbrands im Département Drôme die Armee zur Unterstützung der Löscharbeiten eingesetzt. Rund 120 Soldaten verstärken inzwischen die Einsatzkräfte vor Ort und unterstützen die mehr als 570 Feuerwehrleute, die seit Tagen gegen das Feuer kämpfen.

    Der Brand im schwer zugänglichen Massif du Justin oberhalb von Die zählt zu den schwersten Waldbränden, die die Drôme seit Jahrzehnten erlebt hat. Bis Donnerstagmorgen hatte das Feuer bereits mehr als 3.500 Hektar Vegetation zerstört. Die Kombination aus extremer Trockenheit, hohen Temperaturen, starkem Wind und steilem Gelände erschwert die Löscharbeiten erheblich.

    Militär soll schwer zugängliche Gebiete erreichen

    Die eingesetzten Soldaten stammen aus Einheiten, die auf Katastrophenschutz und logistische Unterstützung spezialisiert sind. Sie helfen den Feuerwehrkräften insbesondere bei der Erschließung unwegsamer Waldgebiete, dem Anlegen von Brandschneisen sowie bei Transport- und Versorgungsaufgaben. Zusätzlich wurden drei Hubschrauber der französischen Armee in die Region verlegt. Sie übernehmen Aufklärungsflüge, Materialtransporte und unterstützen die Bodentruppen.

    Mehrere Evakuierungen

    Die Flammen bedrohten zahlreiche Ortschaften. Drei Dörfer, zwei Campingplätze sowie ein Ferienlager mit rund 450 Kindern mussten vorsorglich evakuiert werden. Nach Angaben der Behörden konnten Wohnhäuser bislang weitgehend geschützt werden. Die Einsatzleitung warnt jedoch, dass sich die Lage bei erneut auffrischendem Wind jederzeit verschärfen könnte.

    Schwieriger Einsatz im Gebirge

    Besonders das zerklüftete Relief des Diois stellt die Einsatzkräfte vor große Herausforderungen. Viele Brandherde sind ausschließlich zu Fuß oder per Hubschrauber erreichbar. Löschfahrzeuge können zahlreiche Bereiche nicht anfahren, wodurch die Brandbekämpfung besonders personalintensiv ist. Gleichzeitig belasten hohe Temperaturen und dichter Rauch die Feuerwehrleute und Soldaten erheblich.

    Frankreich erlebt außergewöhnlich frühe Waldbrandsaison

    Der Großbrand in der Drôme ist Teil einer ungewöhnlich frühen und intensiven Waldbrandsaison in Frankreich. Bereits in den vergangenen Tagen zerstörten schwere Brände in den Pyrénées-Orientales, im Hérault und weiteren südfranzösischen Départements tausende Hektar Vegetation. Angesichts anhaltender Hitze, Trockenheit und hoher Waldbrandgefahr rechnen die Behörden damit, dass die Lage auch in den kommenden Wochen angespannt bleiben wird.

    Andreas M. Brucker

  • Verdeckter Kriegseinsatz? Was hinter dem neuen französischen Militärdekret wirklich steckt

    Verdeckter Kriegseinsatz? Was hinter dem neuen französischen Militärdekret wirklich steckt

    Frankreich rüstet sich – nicht für den Krieg, sondern für die Kooperation. Doch ein neues Dekret des französischen Verteidigungsministeriums sorgt für Aufregung, Missverständnisse und wilde Spekulationen. Die Rede ist von „Privatmilizen“, die angeblich in den Ukrainekrieg geschickt werden sollen. Die Wahrheit? Weniger dramatisch – und mehr Verwaltung als Verschwörung. Der Stein des Anstoßes: Ein Dekret, das am 1. November im französischen Amtsblatt erschien. Es trägt den spröden Titel „Verordnung über die Referenzbetreiber des Verteidigungsministeriums im Rahmen der internationalen militärischen Zusammenarbeit“ – klingt harmlos, ruft aber reflexhafte Empörung hervor. Vor allem in souveränistischen und prorussischen Kreisen, wo man sofort den nächsten Schritt Richtung Kriegseintritt wittert. Nicolas Dupont-Aignan etwa, Ex-Abgeordneter und Chef der Kleinstpartei „Debout la France“, sah in dem Erlass nicht weniger als die Legalisierung bewaffneter privater Gruppen – „nichts anderes als Sö…

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  • Verhängnisvolle Nacht in Clermont-Ferrand – Ein Soldat stirbt, ein Kamerad ringt mit dem Leben

    Verhängnisvolle Nacht in Clermont-Ferrand – Ein Soldat stirbt, ein Kamerad ringt mit dem Leben

    In den frühen Morgenstunden des 11. Juli 2025 wurde Clermont-Ferrand Zeuge eines dramatischen Vorfalls: Zwei Soldaten des 92. Infanterieregiments wurden nach einem Discobesuch brutal mit einem Messer attackiert. Die Tat kostete einem von ihnen das Leben. Der andere überlebte schwer verletzt. Der Tatort: Rue Saint-Claire, mitten im Zentrum, unweit von Lichtern, Musik und scheinbar unbeschwertem Nachtleben. Gegen 3:30 Uhr eskalierte dort eine Auseinandersetzung. Was als nächtliche Rauferei begann, endete in tödlicher Gewalt. Unter den Opfern: Caporal-chef Kévin Amodru, 28 Jahre alt, ein erfahrener Soldat mit mehr als neun Jahren Dienstzeit. Zunächst beim 54. Artillerieregiment, dann beim 92e RI. Sein Name steht jetzt für weit mehr als eine militärische Karriere – er steht für einen tragischen Verlust. Für einen Kameraden, der nie zurückkehren wird. Sein Begleiter, 23 Jahre alt, liegt weiterhin auf der Intensivstation. Stabil, aber gezeichnet. Von der Gewalt, der Nacht – und der Erinnerun…

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  • Französisch-israelische Soldaten in Israels Armee: Klage wegen Völkermord und Kriegsverbrechen in Paris

    Französisch-israelische Soldaten in Israels Armee: Klage wegen Völkermord und Kriegsverbrechen in Paris

    Die Schlagzeile klingt wie aus einem düsteren Roman, doch sie ist bittere Realität:

    Zwei Soldaten mit französisch-israelischer Staatsbürgerschaft, Sasha A. und Gabriel B., werden von mehreren internationalen Menschenrechtsorganisationen verklagt – wegen Kriegsverbrechen, Verbrechen gegen die Menschlichkeit und sogar Völkermord.

    Tatort: Gaza.

    Tatzeit: zwischen November 2023 und März 2024.

    Am 1. Juli 2025 reichten unter anderem die Fédération internationale pour les droits humains (FIDH), die Ligue des droits de l’homme (LDH) sowie drei palästinensische Organisationen – Al-Haq, Al-Mezan Center for Human Rights und das Palestinian Centre for Human Rights – eine Klage beim Pariser Pôle Crimes contre l’Humanité ein. Sie treten dabei als Zivilklägerinnen auf, was in Frankreich eine automatische Eröffnung eines Ermittlungsverfahrens ermöglicht.

    Was wirft man Sasha A. und Gabriel B. konkret vor?

    Exekutionen, gefilmt und dokumentiert

    Die beiden sollen Mitglieder einer Eliteeinheit des israelischen Militärs gewesen sein, der sogenannten „Ghost Unit“. Ihr Spezialgebiet: Präzisionsschüsse.

    Doch laut Anklage ging es nicht nur um gezielte militärische Angriffe, sondern um Exekutionen unbewaffneter palästinensischer Zivilist:innen – mitten in als sicher geltenden Gebieten in Gaza-Stadt und Khan Yunis.

    Herzstück der Beweisführung ist ein 38-minütiger Dokumentarfilm des unabhängigen palästinensischen Journalisten Younis Tirawi, veröffentlicht im Oktober 2024. Darin zu sehen: Videos, die palästinensische Zivilisten heimlich aufgenommen haben, aber auch Aufnahmen israelischer Soldaten selbst.

    Die Bilder zeigen angeblich gezielte Tötungen, Misshandlungen und weitere Verstöße gegen internationales Recht.

    Man spürt beim Lesen der Vorwürfe die ganze Schwere dieser Szenen – und gleichzeitig die Ohnmacht, die solche Bilder oft hinterlassen.

    Juristische Hebel der Extraterritorialität

    Warum Paris? Warum Frankreich?

    Die Antwort liegt in der französischen Staatsbürgerschaft der beiden Beschuldigten. Diese ermöglicht es der französischen Justiz, aufgrund des Prinzips der extraterritorialen Zuständigkeit tätig zu werden. Konkret bedeutet das: Auch wenn die mutmaßlichen Taten nicht auf französischem Boden stattfanden, kann Frankreich seine Bürger dafür strafrechtlich verfolgen.

    Eine Möglichkeit, die besonders dann relevant wird, wenn es vor Ort – in diesem Fall in Israel – keine Ermittlungen gibt.

    Teil einer europäischen Rechtsbewegung

    Interessant ist, dass diese Klage kein isolierter Einzelfall ist.

    In mehreren europäischen Ländern laufen ähnliche Verfahren gegen Soldaten mit doppelter Staatsbürgerschaft, die in der israelischen Armee dienen oder dienten. Belgien, Deutschland und Italien prüfen ebenfalls Anklagen.

    Ein juristischer Flächenbrand? Nicht unbedingt – eher ein Zeichen wachsender Bemühungen, internationale Rechtslücken zu schließen.

    Die Frage der nationalen Verantwortung

    Frankreich sieht sich nun mit einer unbequemen Tatsache konfrontiert: Nach Schätzungen der FIDH dienen derzeit rund 4.000 französische Staatsbürger in den israelischen Streitkräften. Was bedeutet das für die französische Verantwortung? Wie lässt sich sicherstellen, dass Staatsbürger bei Auslandseinsätzen keine Kriegsverbrechen begehen – oder dass sie dafür belangt werden, wenn sie es doch tun?

    Hier steht nicht nur ein moralisches Prinzip auf dem Spiel. Frankreich ist als Unterzeichnerstaat der UN-Völkermordkonvention verpflichtet, die Tatbestände von Genozid und Verbrechen gegen die Menschlichkeit weltweit zu verfolgen.

    Durch die Klage mit Zivilbeteiligung ist die Einleitung einer richterlichen Untersuchung nahezu zwingend. Dadurch könnte die Justiz nicht nur die beiden Beschuldigten, sondern auch weitere mögliche Täter mit französischer Staatsbürgerschaft ins Visier nehmen.

    Man darf nicht vergessen: Für die Opfer und ihre Familien ist diese Klage ein erster Schritt – vielleicht der einzige – zu Anerkennung und Gerechtigkeit.

    Ein Ende der Straflosigkeit?

    Die zentrale Frage bleibt: Kann dieser juristische Vorstoß die Kette der Straflosigkeit durchbrechen, die sich wie ein Schutzschild um Kriegsverbrechen legt? Viele hoffen darauf. Denn solange Täter glauben, jenseits jeder Gerichtsbarkeit zu agieren, bleibt das Völkerrecht ein zahnloser eingesperrter Tiger. Doch sobald ein nationales Gericht wagt, diesen Tiger loszulassen, verändert sich das Gleichgewicht.

    Und genau hier könnte Paris ein Signal setzen.

    Autor: Daniel Ivers

  • Tragischer Unfall: Zwei Soldaten sterben bei Kollision mit Zug nahe Arras

    Tragischer Unfall: Zwei Soldaten sterben bei Kollision mit Zug nahe Arras

    Ein schweres Unglück erschütterte am Montagmorgen, den 17. März, die Region Pas-de-Calais: Ein Fahrzeug der französischen Armee kollidierte an einem Bahnübergang mit einem Zug. Zwei Soldaten verloren dabei ihr Leben, ein dritter wurde schwer verletzt.

    Die Tragödie am Bahnübergang

    Der Unfall ereignete sich auf der Strecke zwischen Lens und Arras, als ein Regionalzug (TER) mit hoher Geschwindigkeit das Militärfahrzeug erfasste. Die Wucht des Aufpralls war so stark, dass die Armee-Transporter mehrere Meter weit geschleudert wurde.

    Warum es zu der Katastrophe kam, ist noch unklar. War es ein technischer Defekt? Ein menschlicher Fehler? Oder ein tragisches Zusammenspiel unglücklicher Umstände? Die Ermittler arbeiten mit Hochdruck daran, diese Fragen zu klären.

    Betroffene und Auswirkungen

    Im Zug befanden sich etwa 100 Passagiere, von denen drei durch umherfliegende Glassplitter leicht verletzt wurden. Der Lokführer erlitt einen Schock, blieb aber körperlich unverletzt.

    Die SNCF übernahm umgehend die Betreuung der Reisenden. Der Zugverkehr zwischen Lens und Arras wurde in beide Richtungen unterbrochen, die Wiederaufnahme war erst gegen 18 Uhr vorgesehen.

    Ein Moment, der zeigt, wie schnell sich das Leben verändern kann – für die betroffenen Soldaten tragischerweise mit endgültigen Konsequenzen.

    Von C. Hatty

  • Macron stärkt Unterstützung für die Ukraine: Besuch bei Soldaten und diplomatische Treffen

    Macron stärkt Unterstützung für die Ukraine: Besuch bei Soldaten und diplomatische Treffen

    Emmanuel Macron hat am Mittwoch, dem 9. Oktober, in einem militärischen Ausbildungslager im Osten Frankreichs ukrainische Soldaten besucht. Diese werden von der französischen Armee auf den bevorstehenden Einsatz an der Front vorbereitet. Das besondere Augenmerk liegt auf der Ausbildung der Brigade „Anne de Kiev“, einem symbolischen Namen, der die historische Verbindung zwischen Frankreich und der Ukraine unterstreicht.

    Die Unterstützung Frankreichs für die Ukraine: Mehr als nur Worte Frankreich hat sich seit Beginn des Ukraine-Krieges solidarisch gezeigt, aber Macrons Besuch bei den ukrainischen Soldaten geht über diplomatische Gesten hinaus. Bereits im Juli hatte Frankreich zugesagt, nicht nur die Brigade „Anne de Kiev“ mit militärischem Gerät auszustatten, sondern auch 2.200 der insgesamt 4.500 Soldaten der Brigade zu trainieren. Der Besuch Macrons in diesem militärischen Lager verdeutlicht diese Verpflichtung und zeig…

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  • Auf der Suche nach der Wahrheit: Neue Klage im Fall der ermordeten französischen Soldaten in Ruanda

    Auf der Suche nach der Wahrheit: Neue Klage im Fall der ermordeten französischen Soldaten in Ruanda

    Im Schatten des ruandischen Genozids liegt ein ungelöstes Rätsel – der Tod zweier französischer Soldaten und der Ehefrau eines von ihnen. Jetzt, dreißig Jahre später, soll eine neue Klage Licht ins Dunkel dieser tragischen Ereignisse bringen.

    Im April 1994, in den Wirren nach Beginn des ruandischen Genozids, verloren René Maïer, Alain Didot und dessen Ehefrau Gilda ihr Leben unter mysteriösen Umständen. Eine französische NGO, zusammen mit Familienangehörigen, fordert nun Aufklärung – eine Klage gegen Unbekannt wegen Kriegsverbrechen, vorsätzlichem Mord und Urkundenfälschung wurde eingereicht.

    Warum bleiben diese Tode nach so vielen Jahren ein Rätsel?

    Diese Frage führt uns zurück zum Kern der Tragödie: Zum Genozid an den Tutsi, der Ruanda 1994 ins Chaos stürzte und mehr als 800.000 Menschenleben forderte. Die französischen Soldaten und Gilda Didot könnten Zeugen eines entscheidenden Moments gewesen sein – des Attentats auf das Flugzeug des ruandischen Präsidenten Juvénal Habyarimana am 6. April, welches als Auslöser des Genozids gilt.

    Doch wie konnte es sein, dass nach dem Tod der Drei keine Autopsie durchgeführt und keine Untersuchung eingeleitet wurde? Warum variieren die Todesursachen auf den acht ausgestellten Totenscheinen? Fragen über Fragen, die auf Antworten warten.

    In den frühen 90er Jahren unterstützte Frankreich den Hutu-Präsidenten Habyarimana gegen die Tutsi-geführte Rebellenbewegung, der Rwandan Patriotic Front. Die französischen Soldaten Maïer und Didot waren Teil dieser Mission, Didot sogar mit einer zentralen und sensiblen Rolle – er installierte eine Funkstation in seinem Zuhause in Kigali.

    Die jetzt eingereichte Klagschrift deutet darauf hin, dass die Synchronizität ihres Todes mit dem Flugzeugattentat und eine Notiz des französischen Auslandsgeheimdienstes DGSE darauf hindeuten könnten, dass sie beseitigt wurden, weil sie Zeugen dieses Attentats waren.

    Es ist ein Puzzle, das nach Jahrzehnten endlich zusammengesetzt werden soll. Die Anwälte der Kläger, Hector Bernardini und Jean Simon, hoffen, dass diese neue Untersuchung nicht nur die Umstände um den Tod der drei Franzosen klären, sondern auch Licht auf Frankreichs mögliche Verwicklung in das Attentat werfen wird.

    In einem wahren Ozean von Fragen, in dem die Wahrheit seit drei Jahrzehnten unter der Oberfläche verborgen liegt, könnte diese Klage die Welle sein, die nötig ist, um die Antworten an Land zu bringen. Wird die französische Justiz endlich die Dunkelheit lichten, die über diesem Fall liegt? Nur die Zeit wird es zeigen.

  • Ukraine-Krieg: 400.000 russische Soldaten in der Ukraine und 295.510 Tote seit Beginn des Konflikts

    Ukraine-Krieg: 400.000 russische Soldaten in der Ukraine und 295.510 Tote seit Beginn des Konflikts

    Während die Kämpfe an mehreren Punkten der Front toben, erklärte die ukrainische Armee, dass sie südlich der Stadt Robotyne einen „Teilerfolg“ erzielen konnte.

    Die ukrainische Stadt Awdijwka im Osten des Landes ist seit mehreren Wochen Ziel der russischen Armee. Dort finden erbitterte Kämpfe statt.
    Die Krim, eine ukrainische Halbinsel, die 2014 von Russland völkerrechtswidrig annektiert wurde, wurde am Wochenende von der Ukraine ins Visier genommen. Nach russischen Angaben wurden drei Raketen abgefangen.

    Am Samstag wurden bei russischen Luftangriffen im Nordosten der Ukraine mindestens sechs Menschen getötet und 14 verletzt.

    Und: Es gibt neue Gerüchte über den Gesundheitszustand des Kremlherrn: Laut einem angeblichen russischen Ex-Leutnant soll Wladimir Putin am Sonntag, den 22. Oktober einen Herzstillstand erlitten haben.

    295.510 russische Soldaten wurden laut der Ukraine seit Kriegsbeginn getötet.
    In einer auf Facebook veröffentlichten Erklärung behauptet die ukrainische Armee, dass seit Beginn des Konflikts im Februar 2022 295.510 russische Soldaten getötet wurden.

    Russisches Gericht ordnet an, dass eine russisch-amerikanische Journalistin bis zum 5. Dezember inhaftiert bleibt.
    Ein russisches Gericht ordnete am Montag an, die russisch-amerikanische Journalistin Alsu Kurmasheva, die letzte Woche verhaftet worden war, „bis zum 5. Dezember“ in Untersuchungshaft zu nehmen. Damit ist sie die zweite amerikanische Reporterin, die in dem Land inhaftiert wurde. Russland geht seit dem Beginn seines Angriffs auf die Ukraine im Februar 2022 massiv gegen unabhängige Medien, NGOs, Anwälte und Oppositionelle vor.

    Die Journalistin wurde am Mittwoch festgenommen und wird wegen Versäumnissen im Zusammenhang mit ihrer Registrierung als „ausländische Agentin“ angeklagt. Sie sei an der „absichtlichen Sammlung von Informationen über militärische Aktivitäten“ beteiligt gewesen, die für die „Sicherheit Russlands“ schädlich sein könnten, wie das Gericht letzte Woche mitteilte. Alsu Kurmasheva, die für das US-amerikanische Radio Free Europe/Radio Liberty (RFE/RL) arbeitet, drohen bis zu fünf Jahre Haft. Dessen Chef Jeffrey Gedmin forderte die „sofortige Freilassung“ seiner Journalistin.

    Russland hat mehr als 400.000 Soldaten in der Ukraine stationiert.
    Russland habe mehr als 400.000 Soldaten auf ukrainischem Gebiet zusammengezogen, sagte Andrei Yusov, Sprecher des ukrainischen Militärgeheimdienstes, dem Fernsehsender „Kiew“. „Es handelt sich um eine beträchtliche Anzahl (…) Die Kräfte reichen aus, um an vielen Abschnitten der Front (…) voneinander unabhängige Operationen durchzuführen“.

    Andrei Yusov: „Es gibt eine große Menge an Waffen der russischen Armee auf ukrainischem Gebiet und neue werden gerade wieder an die Front geliefert“.

    „Teilerfolg“ der Ukrainer südlich von Robotyne.
    Die ukrainische Armee, die zur Zeit eine Offensivoperation im Gebiet von Melitopol durchführt, hat laut der täglichen Bilanz des ukrainischen Generalstabs, „einen Teilerfolg südlich von Robotyne“ erzielt. Die ukrainischen Streitkräfte erklären, dass dieser Angriff „den russischen Besatzungstruppen große Verluste an Menschen und Ausrüstung bescherte und den Feind entlang der gesamten Frontlinie erschöpfte“.

  • Mit 20 Jahren in der Ukraine gestorben: Junge Franzosen kämpfen für die Freiheit

    Mit 20 Jahren in der Ukraine gestorben: Junge Franzosen kämpfen für die Freiheit

    Derzeit befinden sich wahrscheinlich immer noch etwa 100 französische Freiwillige in der Ukraine, um gegen die Russen zu kämpfen. Experten zufolge hat eine Mehrheit von ihnen keine oder nur sehr wenig militärische Erfahrung. Diese Truppen bestehen vor allem aus jungen, freiheitsliebenden Menschen. Etwa zehn von ihnen haben seit Beginn des Konflikts im Februar 2022 ihr Leben verloren.

    Von Mariupol bis Odessa in der Ukraine führte der Franzose Gaston Besson seine Männer inmitten der Kämpfe gegen die russische Armee. In Odessa verwundet kehrte Gaston Besson zu seiner Familie zurück und starb einige Monate später im Herbst 2022 im Alter von 56 Jahren.

    Nach mehr oder weniger genauen Schätzungen der Behörden in Kiew kämpfen heute etwa 100 Franzosen an der Seite der ukrainischen Streitkräfte. Diese Zahl ist jedoch schwer zu überprüfen. Das französische Verteidigungsministerium gibt bisher keinerlei Auskunft zu diesem heiklen Thema.

    Zu Beginn des Konflikts, am 24. Februar 2022, hatten sich fast 800 Franzosen freiwillig gemeldet, um sich in der Ukraine den russischen Soldaten entgegenzustellen. Dies war auch der Fall des 20-jährigen Adrien Dugay-Leyoudec, der nur vier Monate später getötet wurde.

    Eine Folge des historischen Aufrufs des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Zelensky vom 27. Februar 2022 an alle ausländischen Staatsangehörigen, sich der Internationalen Legion in der Ukraine anzuschließen. Es ist eine Einheit von Kämpfern, die sich aus verschiedenen Nationalitäten zusammensetzt. Gesuchte Profile: Männer, die im Umgang mit Waffen geübt sind.

    Ob unpolitische Freiwillige, ehemalige Soldaten, die im Söldnergeschäft tätig sind oder der Ultrarechten nahestehen – hunderte Franzosen im Alter von 25 bis 35 Jahren haben sich für den Anti-Putin-Kriegseinsatz gemeldet. Wie Gaston Besson waren einige von ihnen bereits 2014 auf der Krim engagiert.

    Experten sehen das Engagement der jungen Franzosen in einer Linie mit der Französischen Revolution über Garibaldi im Jahr 1870 bis hin zu den italienischen Freiwilligen, die gegen die preußische Armee an der Seite der Franzosen kämpften.

    Die Internationale Legion zur Verteidigung der Ukraine (LIDU) ist nach wie vor der wichtigste Kanal für die Anwerbung ausländischer Soldaten für das ukrainische Militär. Ein gültiger Reisepass genügt, um offiziell aufgenommen zu werden. Die Kämpfer können zwischen 500 und 3.000 Euro pro Monat verdienen, je nachdem, welche Positionen sie auf dem Schlachtfeld einnehmen.

    Der russisch-ukrainische Konflikt lässt bei vielen jungen Menschen auch antikommunistische Gefühle aufleben. Das Gespenst der russischen Panzer, die nach Westen rasen, um den westlichen Einfluss zu begrenzen und der Ausdehnung der NATO entgegenzuwirken, weckt in den Nachbarländern der Ukraine unweigerlich schlechte Erinnerungen an ihre zeit unter dem sowjetischen Joch. Daher wohl auch die starke Präsenz von polnischen oder tschechischen Freiwilligen an der Seite von Zelenskys Männern.

    Bei den Franzosen haben die russischen Kriegsverbrechen wesentlich dazu beigetragen, die Zahl der Freiwilligen hoch zu halten. Die Bombardierung einer Entbindungsstation in Mariupol am 9. März 2022 oder das Massaker von Butscha haben viele Franzosen „im Namen der Verteidigung und der Freiheit der Völker“ dazu veranlasst, dem Aufruf des ukrainischen Präsidenten zu folgen – bis heute.

    Ein 27-jähriger Mann aus dem Departement Tarn-et-Garonnais, Brandon Nicolas, meldete sich kurz nach dem 24. Februar 2022 freiwillig für die LIDU. Der im Kampf verletzte junge Soldat vertraute später der Zeitung Le Monde an: „Ich bereue meine Entscheidung nicht, gekommen zu sein, um für die Ukraine zu kämpfen, um der Bevölkerung zu helfen, sich von den Russen zu befreien […] Ich will bleiben […] Wenn man mich evakuiert, komme ich nach meiner Genesung direkt hierher zurück!“.

  • Ukraine-Krieg: Russische Deserteure können in Frankreich Asyl erhalten

    Ukraine-Krieg: Russische Deserteure können in Frankreich Asyl erhalten

    Der Nationale Asylgerichtshof ist der Ansicht, dass Russen, die aus ihrem Land fliehen, um nicht in der Ukraine kämpfen zu müssen, in Frankreich aufgenommen werden müssen, sofern sie ihre Situation nachweisen können. Diese Entscheidung beruht auf der Untersuchung der von der russischen Armee begangenen Kriegsverbrechen. Der Nationale Asylgerichtshof, ein Berufungsgericht für Flüchtlinge, rechtfertigt mit diesem Argument die am 20. Juli verabschiedete Doktrin, nach der russische Soldaten, die sich geweigert haben, in der Ukraine zu kämpfen, als Flüchtlinge anerkannt werden, wenn sie zwangsrekrutiert werden könnten. „Ein russischer Staatsangehöriger, der im Rahmen der Mobilisierung einberufen wurde, könnte direkt oder indirekt Kriegsverbrechen begehen“, meint das Gericht, das sich dabei auf eine EU-Richtlinie und ein Urteil des Gerichtshofs der Europäischen Union stützt. Es ist die erste Doktrin in Frankreich, die sich speziell auf Deserteure der russischen Armee bezieht. Dennoch gewährt…

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