Schlagwort: Sicherheit

  • Paris in Flammen – wenn Proteste zur Brandgefahr werden

    Paris in Flammen – wenn Proteste zur Brandgefahr werden

    Ein gewaltiger Feuerschein mitten im Pariser Stadtzentrum – und das während einer Demonstration. Die Bilder der brennenden Hausfassade im Viertel Les Halles haben sich am 10. September innerhalb von Minuten viral verbreitet. Das Feuer, entfacht am späten Nachmittag, traf ein Wohn- und Geschäftsgebäude, dessen Fassade spektakulär in Flammen aufging. Passiert ist das Ganze im Schatten der Protestaktion „Bloquons tout“. Funken über dem Pflaster Die offizielle Version? Ein Restaurantbrand, der sich auf die Fassade ausbreitete. Doch so einfach will es sich in Paris niemand machen. Schließlich passierte das Ganze ausgerechnet zu dem Zeitpunkt, als Demonstrierende mit der Polizei aneinandergerieten – lautstark, teils gewaltsam, mit Flaschenwürfen, Tränengas und blockierten Straßen. Das Feuer, so munkelt man, könnte auch mit einem Polizeieinsatz zusammenhängen, bei dem Reizstoffe oder Blendgranaten gezündet wurden. Möglich ist das. Sicher ist nur: Die Ermittlungen laufen, und der Vorwurf laute…

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  • Wenn die Sirenen heulen – Deutschland übt den Ernstfall

    Wenn die Sirenen heulen – Deutschland übt den Ernstfall

    Heute Vormittag, Punkt 11 Uhr, schrillt es in deutschen Wohnzimmern, Büros und Klassenzimmern: Sirenen heulen, Handys vibrieren, Bildschirme blinken. Der bundesweite Warntag hat begonnen – eine Übung, die Routine schaffen soll für den Ausnahmezustand. Ein staatlich verordneter Moment der Irritation, der uns alle daran erinnert, dass Sicherheit im Alltag keine Selbstverständlichkeit ist, sondern organisiert, getestet, geprobt werden muss.

    Der Warntag ist mehr als eine technische Fingerübung. Er ist ein Symbol. Ein staatliches Signal, das Vertrauen schaffen will: Wir haben Systeme, wir haben einen Plan, wir haben die Mittel, um im Ernstfall schnell zu warnen. Sirenen, Apps, Cell Broadcast, Radio, TV, sogar Lautsprecherwagen – eine breite Palette von Instrumenten, die an diesem Donnerstag auf die Probe gestellt werden.

    Und doch stellt sich die Frage: Reicht das?

    Deutschland hat in den vergangenen Jahren schmerzhaft gelernt, wie fatal Kommunikationslücken sein können. Die Flutkatastrophe im Ahrtal 2021 offenbarte, dass Warnungen entweder zu spät, zu unpräzise oder schlicht nicht bei den Menschen ankamen. Seitdem ist viel passiert: Cell Broadcast wurde eingeführt, die Sirenen-Infrastruktur wird erneuert. Aber der heutige Test ist eben auch ein Eingeständnis – nämlich, dass man nicht davon ausgehen darf, dass im Ernstfall alles reibungslos funktioniert.

    Ein Blick nach Frankreich zeigt, wie unterschiedlich Länder mit dem Thema umgehen. Dort existiert seit Jahren ein dreistufiges System: Einerseits klassische Sirenen – das berühmte „Signal National d’Alerte“ –, andererseits modernisierte digitale Warnungen, zuletzt verstärkt über Cell Broadcast. Hinzu kommt ein noch stärkerer Fokus auf öffentliche Kommunikation: Im Ernstfall werden nicht nur Warnungen verschickt, sondern auch konkrete Handlungshinweise gegeben – wo Schutzräume sind, welche Straßen gemieden werden müssen, welche Behörden erreichbar sind. Frankreich testet dieses System ebenfalls regelmäßig, allerdings oft regional, nicht immer landesweit.

    Interessant ist, dass Franzosen die Sirenen eher als historisches Erbe wahrnehmen – Überbleibsel aus Zeiten des Kalten Kriegs. In Deutschland hingegen, wo vielerorts jahrzehntelang gar keine Sirenen mehr installiert waren, werden sie gerade erst wieder flächendeckend aufgebaut. Ein Unterschied, der zeigt, wie unterschiedlich nationale Gedächtnisse und Prioritäten funktionieren.

    Der heutige Warntag ist also nicht nur eine technische Übung. Er ist auch ein Ritual. Ein Moment, in dem der Staat sichtbar wird – nicht durch Gesetze oder Verwaltung, sondern durch einen schrillen Ton, den niemand überhören kann. Ein Ton, der uns daran erinnert: Katastrophenschutz ist kein abstraktes Konzept, sondern kann ganz konkret Leben retten.

    Natürlich, viele Menschen werden genervt reagieren. Manche werden den Alarm für übertrieben halten, andere haben schlicht vergessen, was die verschiedenen Signale bedeuten. Aber gerade deshalb braucht es diese Wiederholung, diese Einübung. Nur wer die Sirene schon einmal im sicheren Alltag gehört hat, reagiert im Ernstfall nicht panisch, sondern gezielt.

    Deutschland steht mit seinem System heute besser da als noch vor wenigen Jahren. Aber Perfektion ist Illusion. Die wahre Probe wird nicht an einem Donnerstag um 11 Uhr stattfinden, sondern in einer Nacht, in der das Wasser steigt, ein Sturm tobt oder eine andere Bedrohung Realität wird. Dann zeigt sich, ob das heutige Heulen mehr war als ein symbolischer Akt.

    Autor: C.H.

  • Rennes im Griff der Dealer: Wie der Drogenhandel das Gesicht einer Stadt verändert

    Rennes im Griff der Dealer: Wie der Drogenhandel das Gesicht einer Stadt verändert

    Rennes, die bretonische Hauptstadt, stand lange für studentisches Flair, Musikfestivals und ein entspanntes Lebensgefühl. Doch hinter dieser Fassade breitet sich seit einigen Jahren ein Schatten aus, der die Stadt in eine neue Realität zwingt: Der Drogenhandel hat sich tief in bestimmte Viertel eingegraben – und verändert das soziale Gefüge spürbar. Der stille Aufstieg der Dealer-Ökonomie In Vierteln wie Le Blosne, Villejean oder Maurepas ist das illegale Geschäft längst Alltag. Straßenecken und Parkplätze, die früher Treffpunkte für Nachbarschaftsgespräche waren, sind heute Dreh- und Angelpunkte des Drogenhandels. Junge „choufs“, oft kaum älter als 14 oder 15, stehen als Wachen an den Eingängen der Siedlungen, Handys in der Tasche, bereit, jede verdächtige Bewegung zu melden. Wer hier unterwegs ist, spürt schnell: Man bewegt sich auf einem Terrain, in dem nicht mehr die Polizei, sondern die Dealer den Takt vorgeben. Die Umsätze sind enorm – Schätzungen sprechen von bis zu 20.000 Euro …

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  • Kommentar: Die Schweineköpfe von Paris – ein Fanal der Menschenverachtung

    Kommentar: Die Schweineköpfe von Paris – ein Fanal der Menschenverachtung

    Oh Mann – wie krank muss man sein, um Schweineköpfe vor Moscheen zu legen? Das ist nicht einfach nur geschmacklos. Das ist auch nicht bloß eine Provokation. Das ist blanker Hass, feige verpackt in Schweinefleisch und Blut.

    Neun Moscheen, neun Köpfe. Das riecht nach Kalkül, nach einer abgestimmten Aktion. Nach Menschen, die glauben, ihre armselige Ideologie mit Tierkadavern in die Gesellschaft kotzen zu können. Wer so handelt, hat den letzten Rest von Moral über Bord geworfen.

    Denn hier geht es nicht um „Meinungsfreiheit“. Hier geht es um gezielte Erniedrigung, um die Botschaft: Ihr gehört nicht dazu. Es ist die gleiche Sprache, die einst Synagogen brennen ließ und Friedhöfe entweihte. Nur wer Geschichte mit Dummheit verwechselt, kann das nicht sehen.

    Die Täter sind keine mutigen Kämpfer für irgendwas. Sie sind Kleingeister, die sich nachts mit Schweineköpfen an fremden Türen austoben, weil sie tagsüber zu feige sind, den eigenen Hass in Worte zu fassen. Armselig, erbärmlich, lächerlich.

    Und trotzdem brandgefährlich. Weil solche Gesten wirken. Weil sie Ängste schüren. Weil sie Familien verunsichern. Weil sie das Gift in die Adern der Gesellschaft tropfen lassen. Heute Schweineköpfe – und was morgen? Brandsätze? Messer? Schüsse? Wer das für übertrieben hält, der hat den Ernst der Lage nicht verstanden.

    Es wird Zeit, die Dinge beim Namen zu nennen: Das hier ist Terror. Kein Bombenanschlag, gewiss. Aber Terror in seiner subtilsten Form – Hass, der Symbole als Waffen benutzt. Wer vor einer Moschee einen Schweinekopf platziert, sagt: „Wir wollen euch demütigen. Wir wollen euch vertreiben.“ Das ist die gleiche Sprache, die Extremisten aller Art sprechen.

    Und jetzt die entscheidende Frage: Wie reagiert die Gesellschaft? Mit Schulterzucken? Mit dem üblichen „Wir dürfen das nicht überbewerten“? Oder mit einem klaren, lauten: Nicht mit uns!?

    Wenn wir jetzt nicht widersprechen, wenn wir jetzt nicht Solidarität zeigen, dann haben die Täter schon gewonnen. Dann haben sie ihren Giftpfeil ins Herz der Republik geschossen.

    Frankreich, Europa – wir dürfen nicht zulassen, dass Schweineköpfe unsere Demokratie aushöhlen. Nicht die Kadaver sind das Problem, sondern die Geisteshaltung dahinter. Und die gehört an den Rand gedrängt, bekämpft, ausgelacht, entmachtet.

    Alles andere wäre nichts anderes als Kapitulation.

    Ein Kommentar von Paul Tiko

  • Schockwelle in Paris: Moscheen mit Schweineköpfen geschändet

    Schockwelle in Paris: Moscheen mit Schweineköpfen geschändet

    Ein Dienstagmorgen in der Île-de-France, der viele Gläubige fassungslos zurückließ. Vor den Toren mehrerer Moscheen lagen am 9. September neun abgetrennte Schweineköpfe. Paris, Montreuil, Montrouge, Malakoff, Gentilly – eine gezielte Provokation, verteilt über das Herz der französischen Hauptstadtregion. Auf einigen Köpfen prangten Worte, in blauer Tinte aufgetragen, darunter auffällig: „Macron“. Die Schockbilder verbreiteten sich rasch. Besonders in Montreuil sorgten Aufnahmen der Überwachungskameras für Aufsehen: Ein Mann, europäisches Erscheinungsbild, komplett in Schwarz gekleidet, legte gegen 5.30 Uhr einen Schweinekopf direkt vor den Eingang der Moschee Islah. Bedacht, fast ritualisiert. Ein Akt, der keine Zweifel am Symbolgehalt ließ.

    „Abjekte Taten“ – die Reaktionen der Behörden Laurent Nuñez, der Präfekt der Pariser Polizei, fand klare Worte: widerwärtig, abscheulich. Mehr noch: Er deutete an, dass hinter der A…

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  • Frankreich vor dem Stillstand: „Bloquons tout“ und das Sicherheitsversprechen der Regierung

    Frankreich vor dem Stillstand: „Bloquons tout“ und das Sicherheitsversprechen der Regierung

    Frankreich steht am 10. September 2025 vor einer sozialen Mobilisierung, die schon jetzt als historisch gilt. „Bloquons tout“ – der Name ist Programm. Ein Tag, an dem Bürgerinnen und Bürger das Land lahmlegen wollen, als Ausdruck tief sitzender Unzufriedenheit. Doch bevor die ersten Barrikaden stehen, hat die Regierung die Schlagzeilen besetzt: 80.000 Polizisten und Gendarmen werden landesweit im Einsatz sein. Ein Sicherheitsdispositiv, das so viel verspricht wie es an Fragen aufwirft. „Bloquons tout“ begann als Graswurzelbewegung. Lose organisiert, horizontal, ohne klare Führung. Eine Art digitales Flächenfeuer, das in Chatgruppen, sozialen Netzwerken und über Mundpropaganda immer mehr Unterstützer fand. Doch inzwischen sehen die Behörden darin weniger eine spontane Bürgerbewegung als vielmehr einen Schauplatz für Gruppen der radikalen Linken. Ihre Handschrift – sagen die Nachrichtendienste – sei in den geplanten Aktionen sichtbar: blockierte Bahnhöfe, stillgelegte Raffinerien, lahmge…

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  • Kugelhagel im Herzen von Dijon – wenn das Nachtleben zur Zielscheibe wird

    Kugelhagel im Herzen von Dijon – wenn das Nachtleben zur Zielscheibe wird

    Ein lauer Spätsommerabend, die Place de la République voller Leben – bis plötzlich Schüsse die Nacht zerreißen. In Dijon hat sich am Wochenende eine Szene abgespielt, die mehr an einen Film erinnert als an die Wirklichkeit. Zwei junge Männer, unterwegs in einem offenen Buggy, werden von einem vorbeifahrenden Scooter unter Beschuss genommen. Sekunden später ist einer tot, der andere ringt im Krankenhaus um sein Leben. Die Wucht dieses Vorfalls liegt nicht nur in der Brutalität des Angriffs, sondern auch in seiner Symbolkraft. Mitten im Herzen einer französischen Großstadt, dort, wo normalerweise Studenten, Familien und Nachtschwärmer flanieren, wird das Pflaster zur Bühne eines mutmaßlichen Drogenkriegs.

    Ein Tatort mit Signalwirkung Der 23-jährige Fahrer stirbt noch am Tatort, sein 26-jähriger Begleiter wird schwer verletzt abtransportiert. Beide Männer waren keine Unbekannten – zumindest nicht für die Polizei. Der Überlebende war bereits in Drogengeschäfte verwickelt, auch das Fahrzeu…

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  • Unwetter im Anmarsch – Moselle und Meurthe-et-Moselle unter Unwetterwarnung

    Unwetter im Anmarsch – Moselle und Meurthe-et-Moselle unter Unwetterwarnung

    Der Himmel über dem Nordosten Frankreichs zieht sich zusammen. Was bislang nach spätsommerlicher Ruhe aussah, droht sich am Abend des 8. Septembers in ein gefährliches Schauspiel zu verwandeln. Météo-France hat die Départements Moselle und Meurthe-et-Moselle in die Vigilance orange, die zweithöchste Warnstufe, versetzt – wegen heftiger Regenfälle und möglicher Überschwemmungen.

    Ab 21 Uhr soll es losgehen.


    Wenn der Regen nicht mehr aufhört

    „Eine sehr aktive Regen- und Gewitterstörung“, heißt es im nüchternen Französisch der Meteorologen, werde ab dem späten Abend über die Region hinwegziehen. Was das bedeutet? Regen. Viel Regen. Und das in erstaunlich kurzer Zeit.

    Lokal können bereits zu Beginn der Gewitter zwischen 15 und 30 Liter fallen – innerhalb weniger Minuten. Das klingt technisch. Übersetzt bedeutet es: Die Kanalisation könnte überfordert sein, Keller volllaufen, Straßen sich in Bäche verwandeln.

    Und das ist erst der Anfang.


    Die kritische Nacht

    In der zweiten Nachthälfte dreht die Wetterlage richtig auf. Die Gewitter sind nicht in Bewegung, sie bleiben stehen, schwenken, wirbeln – und regnen sich aus. Die Niederschlagsmengen, die in wenigen Stunden erwartet werden, sind beachtlich: 40 bis 60 Liter, teils sogar bis zu 80 Liter. Und auf bestimmten Abschnitten – vor allem im Westen der Moselle und im Norden der Meurthe-et-Moselle – könnten es sogar mehr als 80 Liter werden.

    Wer das geografisch einordnen will: Das ist mehr als ein Drittel des durchschnittlichen Monatsniederschlags – in einer einzigen Nacht.


    Warnstufe Orange – was heißt das?

    Vigilance orange heißt nicht „Panik“. Aber es heißt: sehr ernst nehmen.

    Laut Météo-France sind erhebliche Störungen im Alltag zu erwarten – von Sichtbehinderungen im Straßenverkehr bis hin zu überfluteten Kellern, blockierten Straßen und möglichen Schäden an der Infrastruktur. Wer kann, sollte auf Fahrten verzichten, sich von Ufern und tiefer gelegenen Gebieten fernhalten und höher gelegene Zufluchtsorte kennen.

    Nicht in den Keller gehen, keine überfluteten Wege betreten, keine Risiken eingehen – das sind keine übertriebenen Ratschläge, sondern konkrete Handlungsempfehlungen für diese Nacht.


    Und morgen?

    Noch ist unklar, ob die Lage bis in den Morgen andauert oder sich im Laufe der Nacht wieder beruhigt. Météo-France hat die Warnung zunächst bis Dienstag, 6 Uhr früh, ausgesprochen. Danach wird neu bewertet.

    Doch eines ist sicher: Die Nacht vom 8. auf den 9. September wird in Moselle und Meurthe-et-Moselle nicht ruhig verlaufen.


    Klimawandel oder Normalität?

    Natürlich gibt es immer mal wieder Starkregen – das ist kein Novum. Aber die Häufung solcher Ereignisse, ihre Intensität, ihre Unberechenbarkeit: All das lässt Fragen aufkommen. Ist das noch normales Wetter – oder schon ein neues Kapitel im Buch des Klimawandels?

    Gerade Regionen wie Lothringen, mit ihrer Mischung aus Städten, ländlichen Gegenden und Flusstälern, reagieren empfindlich auf solche Wetterextreme. Und die Infrastruktur – sei es Kanalisation oder Verkehrsnetz – ist darauf nicht immer ausgelegt.


    Fazit: Türen zu, Augen offen

    Was also tun? Informiert bleiben. Ruhe bewahren. Vorsorgen.

    Wer in den betroffenen Regionen lebt oder unterwegs ist, sollte sich regelmäßig über die Lage informieren – etwa über die Apps von Météo-France, lokale Nachrichten oder offizielle Warnsysteme. Das Handy aufgeladen, Taschenlampe griffbereit, Wertsachen in Sicherheit – all das kann im Zweifel den Unterschied machen.

    Und wer ohnehin zuhause ist, der tut gut daran, dort zu bleiben.

    Denn heute Nacht hat das Wetter das letzte Wort.

    Autor: C.H.

  • Wenn die Berge wanken: Spektakulärer Felssturz im Cirque du Fer-à-Cheval

    Wenn die Berge wanken: Spektakulärer Felssturz im Cirque du Fer-à-Cheval

    Ein Grollen, ein Beben – und dann ein tonnenschwerer Regen aus Fels und Staub: Am Samstag, dem 6. September 2025, verwandelte sich der sonst so idyllische Cirque du Fer-à-Cheval in der Haute-Savoie binnen Sekunden in ein Naturtheater der Urgewalten. Nahezu 12.000 Kubikmeter Gestein lösten sich aus rund 1.300 Metern Höhe und donnerten die steile Felswand hinab. Zurück blieb ein riesiger Schutthaufen – und ein spürbarer Hauch von Erleichterung: Niemand kam zu Schaden.

    Besonderes Glück hatten die Wanderer. Denn die beliebten Pfade rund um den imposanten Talkessel von Sixt-Fer-à-Cheval blieben von der Gerölllawine verschont. Dennoch war das Ereignis alles andere als harmlos. Ein riesiger Staubpilz schoss in den Himmel, das Grollen war kilometerweit zu hören – und die Szenerie erinnerte mehr an einen Katastrophenfilm als an einen Spätsommertag in den Alpen.

    Schnelle Hilfe aus der Luft

    Kaum war der Fels zur Ruhe gekommen, rückten die Einsatzkräfte an. Acht Feuerwehrleute und vier Gendarmen durchkämmten das Gebiet – nicht zu Fuß, sondern mit Drohnen und Hubschraubern. Denn bevor jemand vor Ort das Gelände betreten konnte, galt es, die Lage aus sicherer Entfernung zu beurteilen. Bröckelt noch etwas nach? Besteht erneute Gefahr?

    Die Antwort kam prompt – und mit ihr eine klare Maßnahme: Der Bürgermeister von Sixt-Fer-à-Cheval zog die Reißleine und sperrte den Zugang zum Fond de la Combe. Ein Verbot mit Ansage. Neue Hinweisschilder wurden aufgestellt, Wanderer gewarnt, Touristen informiert. Kein Risiko, kein Abenteuer – nicht dieses Mal.

    Ein Stein ist nie nur ein Stein

    Was sich als einzelner Felssturz darstellt, ist womöglich Teil eines größeren Musters. Denn das alpine Gelände zeigt in den letzten Jahren immer häufiger Risse – im wörtlichen wie im übertragenen Sinne. Geologen und Umweltexperten schlagen längst Alarm: Der Klimawandel hinterlässt Spuren im Hochgebirge, die man mit bloßem Auge sehen kann.

    Im Fokus steht dabei der Permafrost – jenes unsichtbare Eis, das in großer Höhe tief im Gestein schlummert und alles wie ein natürlicher Mörtel zusammenhält. Taut dieses Eis auf, verliert das Gebirge seinen inneren Halt. Der Berg wird zur Zeitbombe. Und genau das geschieht momentan schneller, als vielen lieb ist.

    Der stille Rückzug der Stabilität

    Die „Restauration des Terrains en Montagne“ (RTM), eine auf Gebirgssicherung spezialisierte Einrichtung, ist seit Langem in der Region aktiv. Sie misst, überwacht, analysiert – und wird auch diesmal wieder genau hinschauen. Denn selbst wenn die betroffene Felswand nun erst einmal ruhig zu sein scheint: absolute Sicherheit gibt es in den Alpen schon lange nicht mehr.

    Die Natur hat ihre eigene Dynamik. Und diese Dynamik scheint in Zeiten steigender Temperaturen an Fahrt aufzunehmen. Immer häufiger brechen Gesteinsbrocken aus eigentlich stabil geglaubten Wänden, immer öfter geraten ganze Felshänge ins Rutschen. Was jahrhundertelang unbeweglich schien, ist heute in Bewegung geraten.

    Was heißt das für die Wanderer?

    Wer in den Bergen unterwegs ist, weiß um gewisse Risiken – doch was früher seltene Ausnahmen waren, scheint inzwischen Teil der neuen Normalität. Klar: Die Wege sind meist sicher, die Warnsysteme funktionieren, und die Behörden reagieren rasch. Aber ein mulmiges Gefühl bleibt.

    Was also tun? Die Antwort liegt zwischen Respekt und Realismus. Wer gerne wandert, soll das weiterhin tun – aber nicht mit Scheuklappen. Auf Warnschilder achten, gesperrte Wege meiden, lokale Hinweise ernst nehmen. Denn der schönste Ausblick nützt wenig, wenn er vom nächsten Steinschlag überschattet wird.

    Ein Vorfall, der bleibt

    Der Felssturz im Cirque du Fer-à-Cheval war spektakulär – aber er war wohl kein Einzelfall. Vielmehr reiht er sich ein in eine beunruhigende Serie von Bergstürzen, Hangrutschen und Erdrutschen in den Alpen. Was einst als unerschütterlich galt, wankt. Und mit jedem neuen Vorfall wird klarer: Die Berge verändern sich.

    Vielleicht ist es an der Zeit, auch unser Verhältnis zu ihnen zu überdenken. Nicht aus Angst – sondern aus Ehrfurcht. Denn die Alpen sind nicht nur ein Postkartenidyll, sondern auch ein lebendiges, sich wandelndes Ökosystem. Und wer sie wirklich liebt, hört hin, wenn sie sprechen – oder donnern.

    Autor: Andreas M. B.

  • Wenn Wildschweine baden gehen – Ferienidylle im Var trifft tierische Realität

    Wenn Wildschweine baden gehen – Ferienidylle im Var trifft tierische Realität

    Es klingt wie ein Scherz – ist aber keiner: Auf den sonnenverwöhnten Stränden der Côte d’Azur tummeln sich plötzlich nicht nur Tourist:innen in Bademode, sondern auch Wildschweine mit Sand an den Klauen und Meersalz im Borstenkleid. Willkommen im Var, wo die Grenzen zwischen Natur und Zivilisation gerade auf tierisch unterhaltsame Weise verschwimmen. Strandbesuch mit Rüssel Der 15. Juli in Cavalaire-sur-Mer war kein gewöhnlicher Urlaubstag. Auf der charmanten Bonporteau-Bucht stürmte eine vierköpfige Wildschweinfamilie die Handtücher – nicht aggressiv, sondern neugierig. Sie schnüffelten durch Picknickkörbe, klauten Reste von Baguette und planschten seelenruhig in den Wellen. Ein paar Kilometer weiter, in Ramatuelle, wurde es noch kurioser: Dort machten es sich kleine Frischlinge über Wochen hinweg auf der Strandterrasse eines Restaurants gemütlich. Sie kamen, sie fraßen, sie blieben. Und das alles mitten in der Hauptsaison – zur Belustigung vieler Urlauber, zur Besorgnis der Anwohner….

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