Schlagwort: seuchenschutz

  • Salon de l’agriculture 2026: Agrarmesse ohne Rinder – Symbol einer krisenerschütterten Landwirtschaft

    Salon de l’agriculture 2026: Agrarmesse ohne Rinder – Symbol einer krisenerschütterten Landwirtschaft

    Erstmals seit seiner Gründung im Jahr 1964 findet der Salon international de l’agriculture in Paris ohne seine zentralen Protagonisten statt: Kein einziges Rind wird in den Messehallen der Porte de Versailles zu sehen sein. Die Entscheidung, die am 13. Januar offiziell bestätigt wurde, markiert einen Wendepunkt für die französische Landwirtschaft – nicht nur symbolisch, sondern auch strukturell. Der Ausbruch der Dermatose nodulaire contagieuse (DNC) zwingt Züchter, Veranstalter und Politik zu grundsätzlichen Fragen über den Umgang mit Tierseuchen, über Vertrauen und Sichtbarkeit im Agrarsektor. Der Verlust eines zentralen Symbols Jahrzehntelang bildeten die Rinder den lebendigen Mittelpunkt des Salons. Der Concours général agricole, bei dem Zuchtbetriebe ihre besten Tiere präsentierten, war nicht nur ein Publikumsmagnet, sondern auch eine wirtschaftlich relevante Plattform. Prämierungen auf dem Salon galten als Qualitätsnachweis, förderten Exportchancen und stärkten das Image regionale…

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  • Ariège im Ausnahmezustand – Wenn der Staat den Stall räumt

    Ariège im Ausnahmezustand – Wenn der Staat den Stall räumt

    Es sind Bilder, die man eher aus Sozialkonflikten kennt als aus der Welt der Viehzucht. Traktoren versperren Zufahrten, Baumstämme liegen quer, Männer in Arbeitsjacken stehen dicht gedrängt vor einem Bauernhof, während Tränengas in der kalten Dezemberluft hängt. In Bordes-sur-Arize, einem kleinen Ort im Département Ariège, ist ein agrarischer Gesundheitskonflikt in dieser Woche eskaliert – und hat gezeigt, wie dünn die Linie zwischen Seuchenschutz und sozialem Sprengstoff geworden ist. Am Donnerstagabend, dem 11. Dezember, rückten Gendarmen an, um einer staatlichen Anordnung Nachdruck zu verleihen: Mehr als 200 Rinder eines lokalen Betriebs sollten getötet werden. Der Grund ist die dermatose nodulaire contagieuse, eine hochansteckende Viruserkrankung bei Rindern, die für Menschen ungefährlich, für Betriebe jedoch existenzbedrohend ist. Was auf dem Papier als veterinärmedizinische Notwendigkeit gilt, löste vor Ort eine Welle der Empörung aus, die sich binnen Tagen aufgeschaukelt hatte. …

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  • Trotz Impfung: Erneuter Ausbruch der Vogelgrippe in der Dordogne zwingt zur Massentötung

    Trotz Impfung: Erneuter Ausbruch der Vogelgrippe in der Dordogne zwingt zur Massentötung

    Es ist ein Déjà-vu, das keiner will – schon gar nicht zur Hochsaison der Geflügelproduktion: In der beschaulichen Gemeinde Vergt in der Dordogne müssen rund 24.000 Enten notgeschlachtet werden. Grund: Ein bestätigter Fall von aviärer Influenza, besser bekannt als Vogelgrippe. Die Behörden handeln schnell und rigoros – zum Schutz der gesamten Branche, aber auch mit einer bitteren Konsequenz für die betroffenen Landwirte. Ein Schlag für die Region – und für einen Bauern ganz besonders Patrick Aublant, Geflügelzüchter in Vergt, steht vor einem Trümmerhaufen. Wieder einmal. Schon 2022 hatte er seine Tiere dem Virus opfern müssen, jetzt trifft es ihn erneut. Trotz zweifacher Impfung seines Bestands hat sich das Virus in seinem Betrieb breitgemacht. Aublant klingt gefasst, doch seine Worte sprechen Bände: „Ich halte mich tapfer – aber es ist eine Katastrophe.“ Und weiter: „Es ist einfach nur entmutigend.“ Tausende Tiere, die noch bis vor Kurzem in den Mastställen schnatterten, werden am Nach…

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