Schlagwort: Segelyacht

  • Warnschüsse im Nebel: Zwischenfall im Ärmelkanal verschärft Spannungen zwischen London und Moskau

    Warnschüsse im Nebel: Zwischenfall im Ärmelkanal verschärft Spannungen zwischen London und Moskau

    Der Ärmelkanal zählt seit Jahrhunderten zu den meistbefahrenen Wasserstraßen der Welt. Täglich kreuzen dort Handelsschiffe, Fähren, Fischkutter und Kriegsschiffe ihre Wege. Umso größer war die Aufmerksamkeit, als sich am 16. Juni ein ungewöhnlicher Zwischenfall südlich der Isle of Wight ereignete.

    Im dichten Nebel näherte sich die britische Segelyacht „Bright Future“ der russischen Fregatte „Admiral Grigorovich“ bis auf rund 150 Meter. Nach Angaben der russischen Streitkräfte hatte die Besatzung des Kriegsschiffes zuvor mehrfach versucht, die Yacht auf ihre Nähe aufmerksam zu machen. Signalraketen und akustische Warnungen blieben offenbar ohne Wirkung.

    Als die Distanz weiter schrumpfte, ordnete der Kommandant der Fregatte Warnschüsse aus Kleinwaffen an. Kurz darauf änderte die Yacht ihren Kurs und entfernte sich wieder von dem russischen Schiff. Verletzt wurde niemand, auch Sachschäden sind bislang nicht bekannt.

    Das britische Verteidigungsministerium bestätigte den Vorfall. Die abgegebenen Schüsse seien nicht direkt auf die Yacht gerichtet gewesen, sondern hätten ausschließlich der Gefahrenabwehr gedient. Ziel sei es gewesen, eine mögliche Kollision zu verhindern. Die Royal Navy beobachtete die Situation und entsandte ein Boot der HMS Tyne zur Kontrolle der Segelyacht. Die Besatzung des kleinen Schiffes blieb unverletzt und konnte ihre Fahrt später fortsetzen.

    Besonders brisant wirkt der Vorfall vor dem Hintergrund der angespannten Beziehungen zwischen Großbritannien und Russland. Erst wenige Tage zuvor hatten britische Spezialeinheiten einen russischen Öltanker im Ärmelkanal festgesetzt. Zwar betonen die britischen Behörden, dass zwischen beiden Ereignissen kein direkter Zusammenhang bestehe, doch die zeitliche Nähe sorgt für zusätzliche Aufmerksamkeit.

    Während des Zwischenfalls wurde die russische Fregatte von der HMS Mersey begleitet. Solche Beobachtungsmissionen gehören inzwischen fast zum Alltag. Russische Kriegsschiffe, die durch den Ärmelkanal fahren, stehen regelmäßig unter Beobachtung der Royal Navy. Auf beiden Seiten herrscht erhöhte Wachsamkeit.

    Der aktuelle Vorfall verdeutlicht, wie schnell selbst kleine Navigationsfehler in sensiblen Gewässern politische Bedeutung erlangen können. Schlechte Sichtverhältnisse, dichter Schiffsverkehr und die Präsenz militärischer Einheiten bilden eine Mischung, die wenig Raum für Missverständnisse lässt.

    Die britischen Behörden haben inzwischen eine Untersuchung angekündigt. Im Mittelpunkt stehen die Kommunikationsabläufe zwischen den beteiligten Schiffen sowie mögliche Maßnahmen zur Vermeidung ähnlicher Situationen. Der Zwischenfall mag glimpflich ausgegangen sein. Er zeigt jedoch, dass die Sicherheitslage in europäischen Gewässern zunehmend von geopolitischen Spannungen geprägt ist.

    Von Daniel Ivers

  • Tragödie vor Sizilien: Tech-Magnat Mike Lynch und fünf weitere Personen nach Yacht-Unglück vermisst

    Tragödie vor Sizilien: Tech-Magnat Mike Lynch und fünf weitere Personen nach Yacht-Unglück vermisst

    Ein schwerer Sturm vor der italienischen Insel Sizilien führte zum Untergang einer Luxus-Superyacht – eine schreckliche Nachricht, die nicht nur die italienische Küstenwache, sondern auch internationale Behörden in Alarmbereitschaft versetzt hat. Die Suche nach sechs vermissten Personen, darunter der britische Milliardär und Tech-Magnat Mike Lynch, läuft auf Hochtouren. Trotz des Einsatzes von Tauchern und Rettungsteams bleibt die Hoffnung, sie lebend zu finden, bisher unerfüllt.

    Ein plötzlicher Sturm und sein verheerendes Ergebnis

    Es war früh am Morgen des Montags, 19. August, als die 56 Meter lange, britisch beflaggte Superyacht „Bayesian“ von einem plötzlichen Sturm überrascht wurde. Das Wetter hatte sich über Nacht dramatisch verschlechtert – mit einem Tornado über dem Wasser, einer sogenannten Wasserhose, der das Schicksal der Yacht besiegelte. Um etwa 4 Uhr morgens traf die Naturgewalt die vor Porticello, nahe Palermo, verankerte Yacht.

    Die Yacht, die für ihre auffällige Bauweise bekannt ist, verfügte über einen 75 Meter hohen Mast aus Aluminium – einen der höchsten der Welt, der nachts immer hell erleuchtet war. Doch trotz ihrer imposanten Erscheinung war sie dem wütenden Sturm nicht gewachsen. Mit 22 Menschen an Bord, darunter zehn Crew-Mitglieder und zwölf Passagiere, geriet die „Bayesian“ in Seenot und versank in den tiefen Gewässern vor Sizilien.

    Mike Lynch: Vom freigesprochenen Tech-Titan zum Vermissten

    Mike Lynch, eine bekannte Figur in der britischen Technologiebranche, war unter den Passagieren, die als vermisst gemeldet sind. Noch vor wenigen Monaten stand Lynch im Rampenlicht, als er in einem großen Betrugsprozess in den USA freigesprochen wurde. Der Fall drehte sich um die Übernahme seines Unternehmens Autonomy Corp. durch Hewlett Packard für 11 Milliarden Dollar – ein Geschäft, das in einem riesigen Skandal endete. Lynch wurde freigesprochen und sah sich schon auf dem Weg zurück in sein normales Leben – doch nun hängt sein Schicksal am seidenen Faden.

    Unter den Geretteten befindet sich seine Frau Angela Bacares, die wie durch ein Wunder dem Untergang der Yacht entkam. Insgesamt 15 Personen überlebten die Katastrophe, doch sechs weitere, darunter Lynch, sind weiterhin unauffindbar. Taucher der italienischen Polizei versuchen verzweifelt, das Wrack, das in einer Tiefe von 50 Metern liegt, zu durchsuchen. Doch die schlechten Wetterbedingungen erschweren die Rettungsbemühungen massiv.

    Dramatik in den frühen Morgenstunden

    Die Szenen, die sich in der Nacht des Sturms abspielten, sind erschütternd. Berichte einer Überlebenden, Charlotte Golunski, zeichnen ein Bild des Horrors: Sie verlor in den tobenden Wellen kurzzeitig ihre einjährige Tochter Sofia, konnte sie jedoch rechtzeitig wieder zu fassen bekommen und über Wasser halten, bis ein Rettungsboot auftauchte. Auch der Vater, James Emslie, überlebte das Unglück, doch das Schicksal der anderen bleibt ungewiss.

    Der Kapitän der nahegelegenen „Sir Robert Baden Powell“, Karsten Borner, bemerkte die „Bayesian“ während des Sturms, doch erst als der Sturm nachließ, sah er eine rote Leuchtrakete – ein verzweifelter Hilferuf. Schnell wurde ihm klar, dass das Schiff verschwunden war. Zusammen mit einem Crew-Mitglied fand er ein Rettungsboot mit 15 Personen an Bord und alarmierte umgehend die Küstenwache.

    Die Hoffnung schwindet – doch die Suche geht weiter

    Trotz intensiver Suchaktionen, die auch Hubschrauber und Rettungsboote umfassen, bleibt das Schicksal der Vermissten unklar. Fischer Fabio Cefalù, der ebenfalls am Unglücksort war, schildert die dramatischen Umstände so: „Ich sah eine Leuchtrakete von der Küste aus und machte mich sofort auf den Weg. Aber als ich dort ankam, war die Yacht bereits gesunken – nur Kissen, Holz und andere Gegenstände trieben im Wasser.“ Auch er konnte keine weiteren Überlebenden finden und vermutet, dass die Vermissten im Inneren des Wracks eingeschlossen sind.

    Ein internationales Unglück

    Die Tragödie hat internationale Dimensionen – nicht nur wegen der Prominenz von Mike Lynch. An Bord der „Bayesian“ befanden sich Passagiere und Crewmitglieder aus zahlreichen Ländern, darunter Großbritannien, die USA, Antigua, Frankreich, Deutschland, Irland, Myanmar, die Niederlande, Neuseeland und Spanien. Die britische Marineunfalluntersuchungsbehörde hat bereits ein Team nach Italien geschickt, um den Vorfall genauer zu untersuchen.

    Eine verhängnisvolle Nacht

    Was genau zum Untergang der „Bayesian“ führte, bleibt unklar. War es der massive Mast, der durch die Gewalt des Wasserwirbels brach? Oder versagte die Ankerkette, die die Yacht an ihrem Platz hielt? Sicher ist, dass die Yacht, die einst als „Salute“ unter niederländischer Flagge segelte, für ihre luxuriöse Ausstattung und ihr minimalistisches Design berühmt war. Doch all der Luxus konnte die Passagiere nicht vor der Naturgewalt schützen, die sie in jener verhängnisvollen Nacht traf.

    Die Welt schaut nun gespannt nach Sizilien, wo die Rettungskräfte unermüdlich nach den Vermissten suchen. Die Zeit wird knapp – und mit jeder verstrichenen Stunde schwindet die Hoffnung. Doch die Angehörigen und Freunde der Vermissten geben nicht auf und hoffen auf ein Wunder. Denn wer weiß, vielleicht gibt es doch noch einen Funken Hoffnung, dass Mike Lynch und die anderen gerettet werden können.

  • In der Bucht von Cannes geben sich 120 Segelboote ein Stelldichein

    In der Bucht von Cannes geben sich 120 Segelboote ein Stelldichein

    In der Bucht von Cannes (Alpes-Maritimes) findet das weltweit größte Seglertreffen statt.

    Sie bewegen sich nur mit der Kraft des Windes auf dem Wasser. Ein Wettbewerb und zugleich ein tolles Spektakel, an dem 120 Boote in der Bucht von Cannes (Alpes-Maritimes) teilnehmen. Sie haben alle Segel gesetzt und die Mannschaften versuchen, auch die kleinste Brise einzufangen, die auf dieser traumhaft glatten Wasserfläche recht selten sind. Auch sehr alte Segelschiffe halten eine Tradition hoch, die bei diesen königlichen Regatten gerne respektiert wird. „Es ist typisch für Traditionsschiffe, dass sie den Verlockungen der Moderne nicht nachgeben“, schwärmt Jean-François Cutugno, Präsident des Yachtclubs von Cannes, auf dem Sender France 2.

    Rennsegler neben komfortableren Booten, die anno dazumal für Familienkreuzfahrten gedacht waren. Die Orienda etwa beherbergt vier Schlafzimmer und einen Salon mit Bibliothek, der vollständig mit Holz dekoriert ist. Sie wurde 1937 gebaut und wiegt 76 Tonnen. Die Regatten werden bis zum Ende der Woche fortgesetzt. Am Sonntag geht es dann nach Saint-Tropez, um die Brisen und die Sonne des Mittelmeers bis zum Ende zu genießen.

  • Immer mehr Touristen entscheiden sich für die Überfahrt nach Korsika für das Segelboot

    Immer mehr Touristen entscheiden sich für die Überfahrt nach Korsika für das Segelboot

    Um vom Festland nach Korsika zu fahren, gibt es die großen Fähren oder das Flugzeug. Ab diesem Sommer gibt es nun eine weitere Möglichkeit, das Mittelmeer zu überqueren. Sie ist umweltfreundlicher, kostet aber etwas mehr: das Segelboot.

    Nach einem Blick auf die Wetterkarten und der Überprüfung der Schwimmwesten geht es los. „Wir verlassen den Hafen in Richtung Calvi“, verkündet Frédéric, der Kommandant des Segelschiffs, über Walkie-Talkie. Das 15 Meter lange Einrumpfboot fährt den ganzen Sommer über täglich zwischen Saint-Raphaël und Calvi an der Nordwestküste Korsikas hin und her. Es ist eine Initiative des Unternehmens Sailcoop. Die Idee dahinter ist, eine etwas umweltfreundlichere Alternative zum Flugzeug oder zur Fähre anzubieten, die viel Treibstoff verbrauchen und daher Treibhausgase ausstoßen, um das Mittelmeer zu überqueren.

    Die Überfahrt dauert zwischen 18 und 20 Stunden. An Bord ist Jérôme, ein 30-jähriger belgischer Passagier, der sich mit Freunden auf Korsika treffen will und davon überzeugt ist, dass man nicht mehr so reisen darf wie früher: „Ich versuche, den Leuten zu zeigen, dass es einen anderen Weg gibt. Ich habe den Zug von Brüssel aus genommen, es gibt also die Möglichkeit, von Brüssel nach Calvi oder noch weiter nach Korsika zu gelangen, und das fast ‚kohlenstofffrei‘.“

    Für diese Reise ist die Bilanz nur fast „null Kohlenstoff“, denn mangels ausreichenden Windes wird die Hälfte der Strecke schließlich mit dem Motor und nicht mit dem Segel zurückgelegt. Im Jahr 2022 wurden im Durchschnitt viereinhalb Liter Diesel pro Passagier verbraucht. Im allgemeinen ökologischen Interesse hat das Unternehmen Sailcoop grünes Licht erhalten, um in diesem Sommer eine tägliche Überfahrt anzubieten.

    Das hat allerdings seinen Preis. Die einfache Fahrt auf einem Segelschiff kostet 240 Euro pro Person, gegenüber durchschnittlich 40 Euro für eine Fähre und oft weniger als 100 Euro für ein Flugzeug. Trotz allem ist es für die acht Passagiere, die an Bord gehen können, eine großartige Erfahrung. „Der Urlaub beginnt wirklich schon auf dem Schiff“, meint Frédéric, der Kapitän. Wenn man hingegen in ein Flugzeug steigt, kann man es kaum erwarten, am Flughafen anzukommen und dann seinen Urlaub zu beginnen.

    Die Passagiere können die Überfahrt genießen: ein ruhiges und sanftes Meer, kein anderes Schiff am Horizont, nur ein leichtes Rollen ist zu spüren. An Bord wird ein Abendessen serviert, mit Blick auf den Sonnenuntergang und, wenn man Glück hat, auch mit Blick auf ein paar Delphine. Sobald die Nacht hereingebrochen ist, geht jeder in seine holzgetäfelte, gemütliche Kabine. Am nächsten Tag erreicht das Segelboot sein Ziel, den Hafen von Calvi. „Es dauerte die gleiche Zeit wie auf der Fähre, war aber zehnmal angenehmer. Es war eine sehr schöne Überfahrt“, sagt der belgische Passagier Jérôme.

  • Neue Ideen: Unternehmen baut Segelboote zu Camping-Bungalows um

    Neue Ideen: Unternehmen baut Segelboote zu Camping-Bungalows um

    In Nantes (Loire-Atlantique) baut der Unternehmer Thibault Saint-Olive alte Segelboote zu Camping-Bungalows um. Der Sender France 2 hat ihn besucht.

    Thibault Saint-Olives Idee „ist es, alte Segelboote zu sammeln, sie zu renovieren, umzubauen und ihnen irgendwann ein neues Leben zu geben“. Diese Boote waren eigentlich für den Schrottplatz bstimmt. Doch auf einer kleinen Werft in der Nähe von Nantes (Loire-Atlantique) haben Thibault und sein Team sie wieder zum Leben erweckt und in Bungalows umgewandelt. Für den Umbau der Boote muss man jeweils mit etwa 25.000 Euro rechnen. Auf einem Campingplatz in Noirmoutier (Vendée) werden die etwas speziellen Bungalows bald die ersten Touristen beherbergen. Für eine Nacht „Kreuzfahrt“ muss der Liebhaber 80 Euro bezahlen.

    Kampf gegen die Verschwendung
    Die Journalistin Valérie Heurtel berichtet für den Sender France 2 aus Sables-d’Olonne (Vendée) und stellt neben den Booten eine weitere Initiative zur Eindämmung von Verschwendung vor. Sie berichtet von der Rentnerin Françoise, die jeden Tag „die Geschäfte abklappert“ und „unverkaufte Obst-, Gemüse- und Frischprodukte einsammelt“. „Sie stellt dann Tische vor ihrer Garage auf und verteilt Körbe an diejenigen, die Hilfe brauchen. […] Sie hilft etwa hundert Familien“, berichtet die Journalistin und sagt, dass Françoise bei den derzeit steigenden Preisen viele Menschen glücklich macht.

  • Route du Rhum: Grünere Boote dank umweltfreundlicherer Materialien

    Route du Rhum: Grünere Boote dank umweltfreundlicherer Materialien

    Die Route du Rhum mit ihren 138 Booten startet am Mittwoch, dem 9. November, in Saint-Malo (Ille-et-Vilaine). Inzwischen stellen sich immer mehr Fragen nach den ökologischen Auswirkungen.

    In Saint-Malo (Ille-et-Vilaine) waren noch nie so viele Boote zu sehen. Bei der Route du Rhum, die am Mittwoch, dem 9. November beginnt, sind 138 Schiffe am Start. Sechsunddreißig dieser Boote wurden eigens für das Rennen gebaut, was eine Menge Umweltverschmutzung mit sich bringt. Die Herstellung eines Einrumpfbootes hat die gleichen Auswirkungen auf die Umwelt wie eine Flugreise von Paris nach New York und zurück. Einige Segler haben sich daher für eine Innovation entschieden.

    Bootsrümpfe aus Flachs hergestellt.

    Das ist zum Beispiel der Fall von Roland Jourdain (58), dem zweifachen Sieger der Route du Rhum. In Saint-Malo zeigt er gerne sein neuestes Boot, das von einem Flachsfeld in der Normandie stammt. Vergessen sind die Glasfaser und die aus Erdöl gewonnene Kohlefaser. Jetzt besteht das Boot zu 50% aus pflanzlichen Stoffen. Für den Rumpf, das Deck und das Segel wurden ein Hektar Flachs und acht Monate Bauzeit benötigt. Eine Initiative, um andere zum Nachdenken anzuregen. „Wir testen Produkte, Materialien und Vorgehensweisen (…). Wir zeigen, dass man Spaß daran haben kann, sich das Morgen vorzustellen. Es geht nicht um Nüchternheit oder Strenge, sondern um die Erfindung neuer Modelle“, sagt Roland Jourdain auf dem Sender France 3. An Ideen mangelt es im Segelsport nicht. So werden beispielsweise Teile von orthopädischen Implantaten aus Titan, einem Metall, das in Booten oft verbaut wird, recycelt, um verschiedene Teile für Segelschiffe herzustellen.

  • Route du Rhum: Start aufgrund des Wetters auf „Dienstag oder Mittwoch“ verschoben

    Route du Rhum: Start aufgrund des Wetters auf „Dienstag oder Mittwoch“ verschoben

    Der Start des transatlantischen Rennens für Einhandsegler, der für Sonntag in Saint-Malo mit Ziel Guadeloupe geplant war, wurde aufgrund der Wetterlage auf „Dienstag oder Mittwoch“ verschoben, wie die Organisatoren am Samstag bekannt gaben. Grund für die Entscheidung war die Vorhersage eines sehr heftigen Tiefs mit sehr starkem Seegang für die ersten Stunden des Rennens.

    Die Segler der Route du Rhum müssen sich noch etwas gedulden. Ursprünglich war der Start für Sonntag geplant, wurde jetzt aber auf Dienstag oder Mittwoch verschoben. „Aufgrund der erwarteten Wetterbedingungen in den ersten Stunden des Rennens (…), insbesondere der Durchzug eines sehr heftigen Tiefs, begleitet von einem sehr starken Seegang“, haben die Organisatoren beschlossen, den Start auf Dienstag, den 8. November oder Mittwoch, den 9. November zu verschieben, wie sie am Samstag in einer Erklärung mitteilten.

    Die Bekanntgabe erfolgte nach einem Wetterbriefing, das mit den 138 Seglern, die an diesem prestigeträchtigen Rennen, das seit 1978 alle vier Jahre stattfindet, teilnehmen, durchgeführt wurde. „Es ist eine gute Entscheidung, die darauf abzielt, die Sicherheit der Teilnehmer und die bestmöglichen Bedingungen für den sportlichen Erfolg des Rennens für die Segler und das breite Publikum zu optimieren“, so die Organisatoren.

    Seit mehreren Tagen stieg unter den angemeldeten Seglern, einer Mischung aus Amateuren und Profis, die Sorge über die angekündigten verschlechterten Wetterbedingungen. Die Rennleitung spricht von einem „sehr hohem Wellengang, der durch den Tropensturm Martin verursacht wirde“. „Ab Montag werden im Ärmelkanal sieben Meter hohe Wellen erwartet.

  • Orca-Angriffe: Boote vor der Bretagne werden von Orca-Walen angegriffen

    Orca-Angriffe: Boote vor der Bretagne werden von Orca-Walen angegriffen

    Seit einigen Monaten werden Sportboote an den europäischen Küsten von Orcas angegriffen. Vor zwei Wochen wurde eine norwegische Yacht vor der Küste von Brest angegriffen.

    Ein norwegischer Segler wurde vor zwei Wochen vor der bretonischen Küste von einem Orca-Angriff überrascht. Das Tier hatte es auf sein Boot und sein Rettungsboot abgesehen, berichtet der Segler Rolf Storkson dem französischen Fernsehsender TF1. Seit fast zwei Jahren greifen Orcas immer wieder ohne ersichtlichen Grund Sportboote an. „Das Ruderblatt wurde zerstört, obwohl es sehr lang war. Es war nur noch ein Drittel oder ein Viertel davon übrig“, erzählt der Freizeitsportler.

    Rund 60 Fälle sind bereits bekannt.
    Seit 2020 kam es jedes Jahr zu etwa 30 Begegnungen zwischen Segelbooten und Orcas. Sie finden normalerweise nur in Richtung Spanien oder Golf von Biskaya statt, aber dieses Mal haben sich die Orcas in Richtung Bretagne bewegt. Wissenschaftler verstehen den Grund für diese Änderung der Route und des Verhaltens nicht. Orcas sind normalerweise nicht aggressiv, sondern eher neugierig und gesellig.

    Bisher war noch keiner dieser Angriffe für Menschen tödlich, aber Ende Juli sank nach einem solchen Angriff ein Boot vor der Küste Portugals.