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  • Normandie: Seespinnen zerstören Muschelparks

    Normandie: Seespinnen zerstören Muschelparks

    Im Ärmelkanal, der bereits von der globalen Erwärmung betroffen ist, werden die Muscheln nun neuen Räuber gefressen. Nach den Möwen sind es jetzt die Seespinnen. Sie verwüsten die Muschelparks  – eine sehr besorgniserregende Situation für die Muschelzüchter.

    In seinem Muschelpark in Bricqueville-sur-Mer (Manche) in der Normandie ist Vincent Onfroy mit einer ungewohnten Situation konfrontiert: Bei jeder Flut werden die Muscheln von Seespinnen gefressen, die in nur wenigen Stunden eine verheerende Wirkung entfalten. Diese äußerst gefräßigen Krustentiere sind zu Hunderttausenden an die Küsten des Ärmelkanals gelangt, um sich dort zu vermehren.

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    Bis zu 20% Verlust für einige Muschelzüchter
    „Die Seespinnen waren schon immer da. Früher wurden sie aber viel mehr gefischt. Angesichts der geringen Einnahmen, die sie den Fischern einbringen, haben sie inzwischen aber das Interesse an dem Produkt verloren, sodass wir jetzt eine riesige Masse dieser Krebstiere haben, die selbst keine Fressfeinde haben (…)“, erklärt Vincent Onfroy, ein Muschelzüchter auf dem Sender France 3. Für die Branche ist das Phänomen besorgniserregend und kostspielig. Einige Muschelzüchter in der Normandie beklagen, dass die Seespinnen bis zu 20% ihrer Produktion verwüsten, und fordern, sie beseitigen zu dürfen. Zurzeit fischen sie die Seespinnen zwar, müssen sie später aber lebend wieder freilassen.

  • Großbritannien: Tausende Meeresspinnen belagern die Strände Cornwalls

    Großbritannien: Tausende Meeresspinnen belagern die Strände Cornwalls

    Touristen verliessen erschrocken die Strände, als Tausende von Seespinnen vor der Küste von Cornwall auftauchten.

    Touristen im Badeort Saint Ives in Cornwall, Großbritannien, werden sich sicherlich an diesen Tag erinnern. Während sie im Meer planschten, stellten sie fest, dass der Meeresboden plötzlich mit Tausenden von Seespinnen übersät war, berichtet die Zeitung The Guardian.

    Das Meerestier hat die Angewohnheit, sich ab April bis in den Sommer hinein in seichten Bereichen in der Nähe von Stränden aufzuhalten. So schützen sich die Seespinnen vor ihren Fressfeinden. In dieser Zeit nämlich verlassen die Krabben ihren alten Panzer und bilden einen neuen. Dadurch können sie jedes Mal um 25-40 % wachsen, bis sie im Alter von zwei Jahren ihre volle Größe erreicht haben. Nachdem sich der neue Panzer gebildet hat, tauchen die Tiere wieder in eine Tiefe von etwa 100 Metern ab, in der sie normalerweise leben.

    Die Wanderung der Spinnenkrabben ist also an sich nichts Ungewöhnliches. Erstaunlich ist jedoch die große Anzahl an Individuen, die vor der britischen Küste auftauchte. Wahrscheinlich sind sie in so großer Zahl vor Cornwall aufgetreten, denn das Wasser hat dort derzeit eine Temperatur von 16°C. Laut der Zeitung The Guardian könnten solche Massenansammlungen im Sommer aufgrund des Klimawandels in Zukunft häufiger vorkommen.

    Kate Low, Meeresfotografin für The Guardian, berichtete, dass „viele Touristen vor Schreck aufschrieen, als sie die Schalentiere sahen“.