Schlagwort: Schengen

  • 19. Juni – Ein Tag im Spiegel der Geschichte

    19. Juni – Ein Tag im Spiegel der Geschichte

    Am 19. Juni fielen im Laufe der Jahrhunderte entscheidende Weichen – ein Kaleidoskop an Ereignissen, das von klirrender Revolution, tiefgreifender Renaissance und bewegenden Schicksalen geprägt ist.
    In diesem Artikel entfalte ich die Geschichten dieses Tages – global wie in Frankreich – und verknüpfe sie mit heute – mit Anekdoten, rhetorischen Fragen und hier und da einer Prise Umgangssprache.


    🌍 Auf der Weltbühne:

    325 n. Chr. – Erstes Konzil von Nicäa
    Beim Konzil von Nicäa wurde am 19. Juni 325 der ursprüngliche Nicänische Glaubenssatz verabschiedet. Das Dokument, das die zentrale Basis christlicher Glaubenslehre bildete, prägt bis heute Diskurse über Glaube – auch modern interpretiert bleibt es relevant im Gespräch über interreligiösen Dialog und Trinität.

    1867 – Hinrichtung Kaiser Maximilians von Mexiko
    Der österreichische Erzherzog Ferdinand Maximilian, vom französischen Kaiser Napoleon III. als mexikanischer Kaiser eingesetzt, wurde am 19. Juni 1867 in Querétaro hingerichtet – ein Ende, das die Ambitionen Europas in Amerika brutal unterstrich (history.com). Dieses Ereignis zeigt: politische Abenteuer können gewaltig schiefgehen – und Mahnung sein, Grenzen des Machbaren zu respektieren.

    1953 – Julius und Ethel Rosenberg
    Am 19. Juni 1953 wurden Julius und Ethel Rosenberg in den USA wegen Spionage für die Sowjetunion hingerichtet – die ersten Zivilisten, die so bestraft wurden (britannica.com). Ihre Todesstrafe steht bis heute im Spannungsfeld Altern zwischen Abschreckung und Menschenrecht – wer setzt Grenzen – wer über Leben oder Tod entscheidet?

    1990 – Schengen-Vertrag tritt in Kraft
    An diesem Tag wurde 1990 der Schengen-Vertrag ratifiziert – ein Meilenstein für Reisefreiheit in Europa . Wer hätte damals gedacht, dass wir heute problemlos von Paris nach Berlin cruisen ohne Passkontrolle? Apropos Grenzen: Schengen verbindet Menschen – und stellt sicher, wie Europa heute funktioniert.

    2007 – YouTube startet in Frankreich
    YouTube-Liebhaber wissen, dass der französische Marktstart am 19. Juni 2007 fiel (cnews.fr). Heutzutage bestimmt Creator-Ökonomie unseren Medienkonsum – zurückzuführen auf diesen Moment.


    🇫🇷 France – Ereignisse, die prägten

    1299 – Vertrag von Montreuil-sur‑Mer
    In Frankreich wurde am 19. Juni 1299 der Vertrag von Montreuil unterzeichnet: König Philipp IV. gab die Guyenne an England zurück, behielt aber Bordeaux (fr.wikipedia.org). Ein diplomatischer Balanceakt zwischen Kontrolle und Zugeständnis – und heute noch Stoff für politische Ratgeber, wenn es um Halo-Zonen und Gebietsansprüche geht.

    1767 – Samuel Wallis erreicht Tahiti
    Der britische Kapitän Samuel Wallis landete am 19. Juni 1767 auf Tahiti, ein Kapitel der europäischen Expansion – mit weitreichenden Folgen für indigene Kulturen (fr.wikipedia.org). Globalisierung hat viele Gesichter – das kann man spiegeln bis heute.

    1790 – Abschaffung vieler adeliger Privilegien
    Ein Höhepunkt der Revolution: Am 19. Juni 1790 wurden in Frankreich zahlreiche Rechte von Adel und Klerus aufgehoben . Eine fundamentale Neuordnung – modern interpretiert: Wegbereiterin für Demokratie, Gleichheit & Sekularismus.

    1867 – Hinrichtung Kaiser Maximilians (s.o.)
    Frankreich war involviert. Die französischen Truppen Nanopé­oleons III. hatten ihn eingesetzt. Bis heute ist das ein Lehrstück über internationale Interventionen.

    1940 – Zweiter GG von Gaulle?
    Am 19. Juni 1940 hatten die deutschen Streitkräfte bereits Lorient eingenommen, Brest gekapert und De Gaulle hielt seine zweite BBC-Rede: „… For the moment I refer particularly to French North Africa…“ (en.wikipedia.org). Ein Schlüsselmoment – denn die Flamme der Résistance flog entzündet weiter.

    1986 – Tod von Coluche
    Der geliebte Comédien Michel Colucci, besser bekannt als „Coluche“, starb am 19. Juni 1986 nach einem Motorradunfall (cnews.fr). Schock für ein französisches Land, das den Komiker und Gründer der Restos du Cœur verehrt – Sein Erbe lebt weiter, nicht nur in den Herzen Bedürftiger.

    1972 – Geburt Jean Dujardin
    Filmfans feiern: der spätere Oscar-Gewinner Jean Dujardin wurde am 19. Juni 1972 geboren (cnews.fr).

    1959 – Geburt Anne Hidalgo
    Die Pariser Oberbürgermeisterin, geboren am 19. Juni 1959, prägt das Stadtbild unserer Stadt. Auch hier zeigt sich – Geschichte lebt in uns weiter (cnews.fr).


    🧭 Den Faden zur Gegenwart finden

    Fragen wir uns: Warum sollten wir an solch einem Tag innehalten? Ereignisse wie Schengen oder die Abschaffung von Privilegien zeigen den langen Weg zur Freiheit. Die Rosenbergs erinnern uns an die dunkle Seite von Sicherheitsdiktaten – wann genau überschreiten wir Grenzen der Menschenrechte? Und YouTube? Das symbolisiert unsere digitale Gegenwart – offen, unzensiert, chaotisch.

    Das alles sind keine trockenen Fakten – das sind lebendige Kapitel. Geschichte lebt in uns und durch uns – daran ändern auch hunderte Jahre nichts.

  • Eklatanter Eskalationsschub im Iran‑Israel‑Konflikt – und warum wir 40 Jahre Schengen feiern sollten

    Eklatanter Eskalationsschub im Iran‑Israel‑Konflikt – und warum wir 40 Jahre Schengen feiern sollten

    Israel hat am 13. und 14. Juni eine Serie gezielter Luftschläge gegen iranische Militär- und Nuklearanlagen geflogen. Mehrere hochrangige Militärs und Nuklearwissenschaftler kamen ums Leben. Im Gegenzug startete der Iran ballistische Raketen und Drohnen gegen Israel – mit zivilen Opfern und Sachschäden.

    Diese Eskalation fällt in eine äußerst angespannte Phase: Hintergrund sind die iranischen Nuklearambitionen und laufende Verhandlungen zwischen Teheran und Washington, die seit April 2025 in Oman stattfinden. Ziel war es, ein Abkommen zu finden – doch die jüngsten Angriffe lassen die Diplomatie ins Wanken geraten.

    Die internationale Staatengemeinschaft reagierte mit wachsender Sorge. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron rief zur Besonnenheit und Deeskalation auf, um eine regionale Destabilisierung abzuwenden. Auch China und Deutschland forderten beide Konfliktparteien auf, diplomatische Gespräche wieder aufzunehmen.

    Parallel kam es in Frankreich zu Solidaritätskundgebungen für Palästina. In Städten wie Paris, Lyon und Marseille gingen Menschen auf die Straße, mahnten Konsequenzen für israelische Militäreinsätze an und forderten internationalen Schutz für palästinensische Zivilisten. Obwohl die Protestierenden überwiegend friedlich agierten, kam es teils zu Spannungen mit Einsatzkräften.

    In den USA blicken wir gleichzeitig auf einen Tag, an dem zehntausende Menschen in Los Angeles unter dem Slogan „No Kings Day“ gegen US‑Präsident Donald Trump protestierten – passend zum Geburtstag Trump’s und einer Militärparade in Washington. Dabei kam es zu Auseinandersetzungen mit dem Militärpolizei‑Korps der Marines – eine eher außergewöhnliche und Besorgnis erregende Situation im amerikanischen Innland.


    40 Jahre Schengen – Lichter, Grenzenlosigkeit, Frieden

    Und während wir auf dramatische Nachrichten aus Nahost schauen, stand in Europa ein ganz anderes Jubiläum im Mittelpunkt: 40 Jahre Schengen – ein Symbol für Zusammenhalt, Freiheit und ein Europa ohne Grenzen.

    Der Schengen-Traum: Wie alles begann

    Am 14. Juni 1985 unterzeichneten fünf Länder – Deutschland, Frankreich, die Benelux-Staaten – das Schengener Abkommen. Plötzlich verschwanden Grenzen: Eine Reise von Paris nach Brüssel ohne Passkontrolle? Plötzlich machbar – das war wirklich ein Game-Changer.

    Rückblickend erkennt man: Wer das damals einfädelte, hatte eine Vision – ein Europa, in dem Menschen zusammenleben statt sich abzugrenzen. Heute gehören 27 Staaten zu diesem „Schengen-Raum“, die Mehrheit aller EU-Mitgliedsstaaten und weitere Partner.

    Freiheit spüren: Warum Schengen bis heute rockt

    • Urlaubsgefühl von Tür zu Tür: Kein Anstehen an Grenzkontrollen, keine Sorge um gültige Pässe – das war damals bei meinem ersten Rucksack-Trip durch Frankreich ein tolles Gefühl!
    • Wirtschaft lebt von Mobilität: Binnenhandel boomt, Pendler*innen finden Arbeit über Grenzen hinweg – klar: das macht den Binnenmarkt stark.
    • Ein Raum für Vielfalt: Kulturen begegnen sich intensiver, Verständigung wächst. Wer auf dem Weihnachtsmarkt in Dresden oder Venedig ist, merkt: Europa bedeutet Nähe.

    Die große Feier – was war los zum Jubiläum?

    Anlässlich des 40-jährigen Jubiläums fanden Begegnungsfeiern in Schengen (Luxemburg), Straßburg und Brüssel statt. Höhepunkte waren:

    1. Podiumsdiskussionen mit EU-Kommissar*innen und Aktivist*innen – über Zukunftsthemen wie Klima, Migration und Digitalisierung.
    2. Straßenfeste mit Musik von Künstler*innen aus vielen Mitgliedsstaaten, Essen von nationalen Spezialitäten, Workshops für Kinder.
    3. Kunstaktionen an ehemaligen Grenzpunkten – etwa Lichtinstallationen, die symbolisch Grenzen durchbrechen.
    4. Bürgerdialoge: Menschen aus verschiedenen Ländern diskutierten über ihre persönliche Erfahrungen und die Bedeutung der offenen Grenzen – manchmal emotional, manchmal witzig.

    Eine Teilnehmerin aus Lyon erzählte:

    „Als ich damals über die Grenze nach Luxemburg fuhr – ohne einen einzigen Halt – hab ich mich so frei gefühlt. Das war wie im Kino.“

    Schengen heute

    Natürlich hat das alles auch seine Herausforderungen: Migration, Terrorabwehr, und pandemische Krisen haben auch die Schengen-Architektur gefordert. Einige Staaten führen zeitweise Kontrollen ein – doch grundsätzlich bleibt die Offenheit das Ziel.

    Zudem wächst die Debatte um externe Grenzen: Hafenstädte wie Lampedusa brauchen EU-weite Lösungen. Wie man Solidarität zeigt, ohne Schengen zu opfern? Es gibt viele Fragen.

    Zukunftsmusik à la Schengen – was noch kommt

    Es geht um: digitale Visa, bessere Zusammenarbeit beim Grenzschutz, Klimaflucht und Strukturhilfen für Küstenländer.

    Man stelle sich vor: Bald reicht vielleicht schon der Fingerabdruck an einer Schengen-Aussengrenze, und man ist durch – praktisch, oder?

    Natürlich bleibt das politische Gleichgewicht entscheidend: Größere Solidarität bedeutet auch gemeinsame Verantwortung.


    Ein Gemeinschaftsprojekt

    Die Eskalationen im Nahen Osten zeigen einmal mehr: Wenn Diplomatie scheitert, bricht schnell Gewalt aus. Umso wertvoller erscheint das Schengen-Modell – ein praxisnaher Vertrag, der auf Vertrauen, Dialog und gemeinsamer Verantwortung basiert.

    Während an den EU-Außengrenzen weiterhin Lösungen nötig sind, zeigt Schengen, dass Grenzen nicht zwangsläufig Mauern sein müssen. Vielmehr gilt: Freiheit + Sicherheit = Möglichkeit.

    Also, feiern wir mit! Nicht weil alles perfekt wäre — gar nicht. Aber weil dieser Erfolg unser Europa ein Stück weit liebevoller, offener und lebendiger macht. Und das ist ganz schön was wert, oder?

    Autor: C. Hatty

  • Grenzkontrollen in Deutschland: Was sind die Folgen von Frankreich aus gesehen?

    Grenzkontrollen in Deutschland: Was sind die Folgen von Frankreich aus gesehen?

    Seit dem 16. September hat Deutschland erneut Grenzkontrollen eingeführt – ein Schritt, der nach den jüngsten Sicherheitsvorfällen im Land erfolgt. Die Kontrollen betreffen alle Landesgrenzen, auch die zu Frankreich, und sollen für mindestens sechs Monate gelten. Warum jetzt Grenzkontrollen? Die Entscheidung kommt nur zwei Wochen nach einem tragischen Angriff in Solingen, der von der Terrormiliz IS für sich beansprucht wurde und drei Menschenleben forderte. In einer solchen Lage überrascht es kaum, dass die Regierung sicherheitspolitisch reagiert. Laut der deutschen Innenministerin Nancy Faeser zielt die Maßnahme darauf ab, die innere Sicherheit zu stärken und die Grenzpolizei wurde mit mehr Befugnissen ausgestattet. Besonders im Fokus stehen irreguläre Migration und die Sorge um unkontrollierte Grenzübertritte. Was bedeutet das für die Menschen, die täglich zwischen Deutschland und seinen Nachbarländern pendeln? Auswirkungen auf Pendler – was ändert sich? Etwa 50.000 Franzosen pendeln…

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  • Kampf gegen den Terrorismus: Was man von dem Mini-Gipfel im Elysée-Palast mitnehmen kann

    Kampf gegen den Terrorismus: Was man von dem Mini-Gipfel im Elysée-Palast mitnehmen kann

    Emmanuel Macron empfing am Dienstag, dem 10. November, den österreichischen Bundeskanzler Sebastian Kurz im Élysée-Palast in Paris. Es wurden mehrere Möglichkeiten erörtert, wie die terroristische Bedrohung wirksamer bekämpft werden kann. Am Dienstag, dem 10. November fand im Élysée-Palast in Paris ein europäischer Mini-Gipfel zum Kampf gegen den Terrorismus statt. In Anwesenheit des österreichischen Bundeskanzlers Sebastian Kurz und – per Videokonferenz – der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel sprach Emmanuel Macron insbesondere über die Region Schenghen. „Dies ist seit mehreren Jahren ein Mantra der französischen Präsidenten“, sagte Pascal Verdeau, Korrespondent von France Télévisions in Brüssel (Belgien). Das Ergebnis dieses Mini-Gipfels ist, dass das Netz an den Außengrenzen noch enger gespannt werden muss. Dies ist eine Aufgabe, die von der Europäischen Grenz- und Küstenschutzagentur (Frontex) wahrgenommen wird. Besserer Informationsaustausch Angela Merkel betonte ihrerseits …

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  • Kampf gegen den Terrorismus: Österreichischer Bundeskanzler am Dienstag in Paris zu einem europäischen Mini-Gipfel

    Kampf gegen den Terrorismus: Österreichischer Bundeskanzler am Dienstag in Paris zu einem europäischen Mini-Gipfel

    In Form einer Videokonferenz findet dieser Gipfel eine Woche nach dem Dschihad-Angriff in Wien und nach dem in Nizza und der Enthauptung von Samuel Paty in Frankreich im Oktober statt. Europa steht vor der Herausforderung des Terrorismus. Frankreich, Österreich, Deutschland und die EU werden am Dienstag, den 10. November um 15 Uhr einen virtuellen Mini-Gipfel über die europäische Antwort auf die terroristische Bedrohung abhalten, unmittelbar nach einem Treffen zwischen Emmanuel Macron und dem österreichischen Bundeskanzler Sebastian Kurz in Paris, teilte der Elysée am Montag, den 9. November, mit. An dieser Videokonferenz, die eine Woche nach den Dschihad-Angriffen in Wien und Nizza und der Enthauptung von Samuel Paty in Frankreich im Oktober organisiert wird, nehmen Emmanuel Macron und Sebastian Kurz in Paris, Bundeskanzlerin Angela Merkel in Berlin sowie der Präsident des Europäischen Rates Charles Michel und die Präsidentin der Europäischen Kommission Ursula von der Leyen in Brüssel…

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  • Attentat von Nizza: Christian Estrosi fordert Aussetzung des Schengener Abkommens 

    Attentat von Nizza: Christian Estrosi fordert Aussetzung des Schengener Abkommens 

    Der Schengen-Raum, dem Frankreich seit 1995 angehört, erlaubt Reisenden, sich mit einem einfachen Ausweis frei zu bewegen. Seit Ende 2015 wurden die Grenzkontrollen jedoch von den französischen Behörden, insbesondere in Menton bei Nizza, wieder eingeführt.

    Nach dem Anschlag, bei dem drei Menschen in einer Basilika in Nizza ums Leben kamen, fordert Christian Estrosi die Aussetzung des Schengener Abkommens, die Reisen ohne Grenzkontrollen in 26 europäischen Ländern ermöglichen.

    In einem Interview in Nice-Matin, das am Donnerstag, 5. November, veröffentlicht wird, schlägt der Bürgermeister von Nizza vor, „das Schengener Abkommen für eine gewisse Zeit auszusetzen“. „Nizza war nicht betroffen, weil es Nizza war, sondern wegen seiner Nähe zur italienischen Grenze“, sagte Estrosi.

    Der Angreifer, Brahim Aouissaoui, ein 21-jähriger tunesischer Staatsangehöriger, kam Ende September über die italienische Insel Lampedusa illegal nach Europa. es konnte festgestellt werden, dass er am Dienstag, 27. Oktober, zwei Tage vor dem Angriff in Nizza eintraf. Estrosi will auch, dass Flüchtlingen „im Falle einer Straftat“ der Schutzstatus entzogen wird.

    Und für ihn „müssen alle Asylverfahren in den gemeinsamen Generalkonsulaten auf dem Territorium der asylsuchenden Staatsangehörigen durchgeführt werden“. All dies sind Vorschläge, die er nach eigener Aussage im Rahmen eines gemeinsamen Ansatzes mit dem ehemaligen EU-Kommissar für die Sicherheitsunion, Julian King, macht.

    Eine Ehrung der drei Opfer findet am Samstagmorgen, 7. November, auf dem Hügel des antiken Kastells in Nizza statt, in Anwesenheit des Premierministers, fügt Christian Estrosi in der regionalen Tageszeitung hinzu.

    Zwei Personen befanden sich am Mittwochabend noch in Polizeigewahrsam. Der erste ist ein 17-jähriger Minderjähriger, der laut einer gerichtlichen Quelle in Seine-Saint-Denis verhaftet wurde. Ein 29-jähriger Tunesier, der am Dienstagmorgen in Sarcelles (Val-d’Oise) verhaftet wurde, wird ebenfalls verdächtigt, sich mehrmals mit dem Angreifer ausgetauscht zu haben. Letzterer, der nach seinem Angriff durch Kugeln verwundet wurde, leidet laut einer der Untersuchung nahestehenden Quelle neben der positiven Prognose bei Covid-19 noch an lebensbedrohlichen Verletzungen.