Schlagwort: Sahara

  • Warum sehen wir heute an vielen Orten einen orangefarbenen Himmel?

    Warum sehen wir heute an vielen Orten einen orangefarbenen Himmel?

    Ein Phänomen, das direkt aus der Sahara zu uns kommt. Sie haben es wahrscheinlich schon bemerkt: Am Dienstag, dem 15. März, ist der Himmel in Teilen Frankreichs orangefarben und die Autos sind mit einem dünnen Film aus Sandstaub bedeckt.

    Clermont-Ferrand und seine Umgebung erwachten am Dienstag, dem 15. März, unter einem Himmel gefärbt in einem recht ungewöhnlichen orangenen Farbton. Und viele Autofahrer waren verwundert über gelben Staub auf Ihrem Fahrzeug. Dieses Phänomen lässt sich durch die derzeitigen Wetterbedingungen erklären. Es sind die starken Südwinde, die den Sandstaub aus Afrika mitbringen. Der gelbe Staub ist eigentlich Sand, der aus den Wüsten Nordafrikas kommt. Der Himmel ist mit Staub beladen und nimmt diese besondere orangenenFärbung an. Der Staub und die ungewöhnliche Färbung des Himmels kann diesmal sogar im Norden Deutschlands beobachtet werden.

    Dieses Phänomen ist nicht neu und hat Europa bereits im Jahr 2021 betroffen: Wetter: Eine Sahara-Sandwolke zieht auf Frankreich zu (20/02/2021)

     

    Die Episode wird voraussichtlich bis Mittwoch, den 16. März andauern und Spanien, West- und Nordfrankreich sowie Portugal, Belgien, Deutschland und Österreich treffen, so Copernicus, der europäische Dienst zur Überwachung der Erdatmosphäre.

  • Sahara-Staub: Eine sehr reale radioaktive Verschmutzung, für die Frankreich verantwortlich ist

    Sahara-Staub: Eine sehr reale radioaktive Verschmutzung, für die Frankreich verantwortlich ist

    Pierre Barbey, Spezialist für Strahlenschutz an der Universität Caen, erklärt, warum der Sand der Sahara, der vom Wind bis in den Norden Europas getragen wird, radioaktive Partikel enthält.

    „Bei den veröffentlichten Daten handelt es sich eindeutig um Cäsium 137“, das „aus den frühen 60er Jahren stammt, als Frankreich atmosphärische Atomtests in der Sahara durchführte“, erklärte der Strahlenschutzexperte der Universität Caen und Vizepräsident der Vereinigung zur Kontrolle der Radioaktivität, Pierre Barbey, am Freitag, 26. Februar, auf Franceinfo. Nach der Entdeckung von radioaktiven Partikeln im Saharasand, der im Februar durch die Winde auf einem Teil Frankreichs und Europas abgelagert wurde.

    Der Wissenschaftler betont: „Ihre Herkunft ist eindeutig geklärt. (…) Cäsium ist ein dominantes Spaltprodukt bei Atomtests. Es handelt sich um eine radioaktive Substanz, die eine durchdringende Strahlung, die Gammastrahlung, aussendet und in der Natur nicht existiert“, sagte Pierre Barbey. „Es ist eine sehr reale und vollkommen unbestreitbare radioaktive Verschmutzung“.

    Die in Frankreich gemessenen Mengen an Cäsium 137 sind laut Pierre Barbey „recht gering“. Er fügte hinzu, dass „es mir nicht darum geht, zu sagen, dass die Bevölkerung in Gefahr ist, sondern uns ein wenig an die Herkunft und die Verantwortung Frankreichs bei diesen Atomtests zu erinnern. Auch wenn für uns, die wir sehr weit von der Sahara entfernt sind, das Risiko sehr gering ist, so ist dies für die benachbarten Bevölkerungen überhaupt nicht der Fall“, sagt der Wissenschaftler. Bevölkerungen, die „in diesen Regionen leben und die dort vor 60 Jahren extrem hohen Strahlungen ausgesetzt waren“.

  • Wetter: Eine Sahara-Sandwolke zieht auf Frankreich zu

    Wetter: Eine Sahara-Sandwolke zieht auf Frankreich zu

    Dieses aus Algerien kommende Wetterphänomen wird zu einer Verschlechterung der Luftqualität in den betroffenen Gebieten führen.

    Ab diesem Wochenende soll wieder Sandstaub aus der Sahara nach Europa kommen. Es ist noch nicht bekannt, ob dieses Phänomen den Himmel wie Anfang Februar färben wird, warnt der europäische Atmosphärenüberwachungsdienst Copernicus.

    Am ersten Februarwochenende färbte sich der Himmel vor allem über Süd- und Ostfrankreich ockergelb, da eine Staubwolke von Sandstürmen in Algerien durch Winde nach Norden gefegt wurde. Diese Episode hatte auch zu einer deutlichen Verschlechterung der Luftqualität in den betroffenen Regionen geführt.

    Von Spanien nach Norwegen
    Eine „große“ und „dicke“ neue Wolke von Saharastaub bewegt sich nordwärts und „wird voraussichtlich Teile Europas über das Wochenende und Anfang nächster Woche treffen“, so Copernicus in einer Erklärung am Freitag.

    Es wird erwartet, dass sich die Sandwolke hauptsächlich über Ostspanien und Nordfrankreich konzentriert, aber die Wolke könnte auch bis nach Norwegen kommen. „Wir haben in den letzten Wochen ähnliche Ereignisse mit erheblichen Auswirkungen auf die Luftqualität in den betroffenen Regionen gesehen“, sagte Mark Parrington, wissenschaftlicher Direktor bei Copernicus.

    Verschlechterte Luftqualität
    „Wir denken, dass dies auch für das kommende Ereignis der Fall sein wird, obwohl noch nicht sicher ist, wie sichtbar der Staub mit dem bloßen Auge sein wird“, bemerkt er. „Wüstenstaubfahnen können einen roten Himmel, eingeschränkte Sicht oder Flecken auf Autos und Fenstern aufgrund von Staubablagerungen verursachen, aber diese Auswirkungen sind vier oder fünf Tage im Voraus quantitativ schwer vorherzusagen“, fügt er hinzu.

    Copernicus prognostiziert jedoch bereits eine Verschlechterung der Luftqualität in Spanien, Frankreich und möglicherweise auch in Großbritannien und den Benelux-Ländern und warnt vor den Auswirkungen solcher Stäube auf die Atemwege und vor Ablagerungen am Boden.

    Die vorangegangene Staubwolke über Europa zwischen dem 4. und 8. Februar hatte zu einer Ablagerung von mehreren Mikrogramm Partikeln pro Quadratmeter über weiten Teilen Südeuropas geführt, eine Menge, die „mehrere hundert Mal höher“ als der Durchschnitt war, sagte Copernicus damals.

  • Schnee bedeckt mit Sand aus der Sahara: Unglaubliche Bilder aus den Pyrenäen

    Schnee bedeckt mit Sand aus der Sahara: Unglaubliche Bilder aus den Pyrenäen

    Sand, den der Wind aus der Sahara herangetragen hat, lagerte sich am Samstag in einem Teil Südfrankreichs ab. Die Skigebiete in den Pyrenäen haben ihre Farbe von weiß auf gelb geändert.

    Das Sandmännchen hat die Pyrenäen durchquert. Es ist ein erstaunlicher Anblick, den mehrere Skigebiete in den Pyrenäen an diesem Samstag boten. Der Schnee war mit einer mehr oder weniger dünnen Schicht aus Sand aus der Sahara bedeckt, wie auf Fotos und Videos von Météo Pyrénées zu sehen ist.

    Generell hatte der Himmel in einem Teil Südfrankreichs für einen Teil des Vormittags eine ocker-orange Farbe. Und viele Menschen im Südwesten haben Sand auf Ihrem Auto oder um Ihr Haus gefunden.

    Dieses von Meteorologen beobachtete Phänomen lässt sich durch eine sehr starke südliche Windströmung aus der Sahara erklären. Der Wind trug den Sand in der Höhe von Nordafrika bis nach Südfrankreich über das Mittelmeer. Ein Wetterphänomen, das nicht selten ist, aber sich diesmal mit bemerkenswerter Intensität entwickelte.