Schlagwort: Rugby

  • Herbststurm über Frankreich: Côtes-d’Armor weiter in Alarmbereitschaft

    Herbststurm über Frankreich: Côtes-d’Armor weiter in Alarmbereitschaft

    Der Herbst hat sich in Frankreich mit voller Wucht angekündigt. Heftige Regenfälle, Sturmböen und überlastete Einsatzkräfte – das Land kämpft seit dem Wochenende mit Wetterkapriolen, die vielerorts für Chaos sorgen. Besonders betroffen: die Bretagne und der Südosten. Météo-France setzte das bretonische Küstendépartement Côtes-d’Armor am Montagmorgen in Alarmbereitschaft. Dort gilt die Warnstufe Orange wegen „Regen und Überschwemmungsgefahr“. Eine großräumige Regenfront, eingelagert in ein Tiefdruckgebiet über dem nahen Atlantik, bringt lange anhaltende Niederschläge in den Norden der Bretagne. Ein Wetter, das nicht nur graue Stimmung verbreitet, sondern auch Risiken birgt – von überschwemmten Straßen bis hin zu überlasteten Flüssen. Südfrankreich besonders hart getroffen Während im Norden die Sorge vor Dauerregen wächst, hat es den Süden am Wochenende bereits heftig erwischt. Eine sogenannte „épisode méditerranéen“, also ein wettertypischer Starkregen aus dem Mittelmeerraum, zog über d…

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  • Josaia Raisuqe – Ein Kämpferherz, das viel zu früh verstummte

    Josaia Raisuqe – Ein Kämpferherz, das viel zu früh verstummte

    Die Rugby-Welt steht still. Am Donnerstagmorgen, dem 8. Mai 2025, erlebte der französische Rugbyverein Castres Olympique einen der dunkelsten Momente seiner Geschichte – Josaia Raisuqe, der kraftvolle und beliebte Flügelspieler, kam bei einem tragischen Unfall ums Leben. Gerade einmal 30 Jahre alt, wurde sein Leben jäh beendet, als sein Fahrzeug an einem Bahnübergang bei Saïx im Département Tarn von einem Regionalzug erfasst wurde. Der Unfall geschah gegen 10 Uhr, während Raisuqe auf dem Weg zum Training war.

    Ein Leben voller Energie, Wendepunkte und Erfolg

    Geboren am 22. Juli 1994 in Naitasiri auf den Fidschi-Inseln, brachte Raisuqe nicht nur Kraft und Dynamik, sondern auch Charisma und Leidenschaft auf das Spielfeld. In Frankreich begann seine Profikarriere 2015 beim Stade Français – ein mutiger Schritt in ein neues Land, fernab der Heimat. Doch Josaia war kein Mann der halben Sachen.

    Nach einer Zwischenstation bei Nevers in der zweiten Liga, wo er 2018/19 Toptorschütze der Saison wurde, zog es ihn 2021 nach Castres. Mit seinem neuen Club erreichte er 2022 das Finale des Top 14 – ein sportlicher Höhepunkt. Und als wäre das nicht genug, holte er 2024 bei den Olympischen Spielen in Paris die Silbermedaille im Siebener-Rugby für Fidschi. Ein Mann mit einer beneidenswerten Vita – und einem Herzen, das größer war als jeder Pokal.

    Der Schock sitzt tief

    Die Nachricht seines Todes verbreitete sich wie ein Lauffeuer. Kaum hatte der Club von dem Unglück erfahren, wurden alle Aktivitäten eingestellt. Das für den 10. Mai geplante Spiel gegen Clermont wurde sofort verschoben – niemand hatte den Kopf für Rugby. Die Umstände des Unfalls sind tragisch: Raisuqes Fahrzeug wurde vom Zug über 200 Meter mitgeschleift. Jede Hilfe kam zu spät.

    Frankreichs Rugby verliert mehr als einen Spieler

    Xavier Péméja, sein früherer Coach bei Nevers, fasste die Stimmung in Worte: „Josaia war nicht nur ein Spieler, er war eine Seele auf dem Platz. Immer präsent, voller Lebensfreude.“ Auch andere Clubs, darunter der Stade Toulousain, äußerten ihre Bestürzung und lobten seinen Beitrag zum französischen Rugby.

    Sein Ruf eilte ihm oft voraus – nicht nur wegen seiner athletischen Fähigkeiten. Josaia war ein Spieler mit Ecken und Kanten. 2021 geriet er in die Schlagzeilen, als er nach einem Sieg euphorisch einen Schiedsrichter hochhob – ein unüberlegter, aber auch zutiefst menschlicher Moment, der ihm eine rote Karte einbrachte. Solche Ausrutscher änderten nichts an seiner Beliebtheit – ehe im Gegenteil. Raisuqe war ein Kämpfer, ein Motivator, jemand, der seine Mitspieler mitriss – auf und neben dem Platz.

    Ein Charakter, der Spuren hinterließ

    Er war nicht perfekt, aber authentisch. Josaia lebte Rugby mit jeder Faser seines Körpers – seine Leidenschaft, seine Hingabe, seine Energie. Wer ihn spielen sah, spürte sofort: Dieser Mann lebt für diesen Sport. Seine Sprints, seine Tacklings, sein unermüdlicher Einsatz – er war nicht nur eine Maschine auf dem Feld, sondern auch ein Symbol für Willenskraft und Entschlossenheit.

    Was bleibt, ist das Bild eines Mannes, der sich immer wieder aufrappelte, der nie aufgab und der trotz aller Rückschläge seine Träume verfolgte. Eine Anekdote eines langjährigen Fans bringt es auf den Punkt: „Er war wie ein Sturmwind, wild und unaufhaltsam – aber sobald er lachte, war alles hell.“

    Was kommt nach einem solchen Verlust?

    Die Welt des Rugby steht zusammen – trauert, erinnert, ehrt. Der Klub Castres Olympique kündigte an, ihm beim nächsten Heimspiel eine besondere Ehrung zu widmen. Schon jetzt erinnern sich Mitspieler, Fans und Wegbegleiter an einen Menschen, der mehr war als ein Spieler: ein Vorbild, ein Freund, ein Held des Alltags.

    Josaia Raisuqe wird fehlen – als Spieler, als Persönlichkeit, als Stimme in der Kabine. Aber sein Name wird in Erinnerung bleiben, auf den Tribünen, in Gesprächen, in Herzen.

    Von Daniel Ivers

  • Rugby-Weltmeisterschaft 2023: Emmanuel Macron bei Eröffnungsrede im Stadion ausgepfiffen

    Rugby-Weltmeisterschaft 2023: Emmanuel Macron bei Eröffnungsrede im Stadion ausgepfiffen

    Der französische Präsident wurde im Stade de France, in dem am Freitag das erste Spiel der Rugby-Weltmeisterschaft zwischen Frankreich und Neuseeland stattfand, mit Pfiffen und Buhrufen begrüßt. Als der Präsident der Republik, Emmanuel Macron, am Freitag, dem 8. September, den offiziellen Startschuss für die Rugby-Weltmeisterschaft 2023 geben wollte, wurde er von einem Teil des Publikums im Stade de France in Saint-Denis bei Paris (Seine-Saint-Denis) heftig ausgebuht.

    Macron war zunächst sichtlich überrascht über den negativen Empfang, als er zum Pult ging, um seine Rede zu halten. Später sorgte er allerdings sogar für Jubel, als er die französische und die neuseeländische Mannschaft, die im ersten Spiel der Weltmeisterschaft aufeinander trafen, beklatschen ließ. Zwei Stunden vor dem Spiel hatte der Staatschef auf seinem Twitter-Account ein ermutigendes Video für die französische Nationalmannschaft „Les Bleus“ veröffentlicht, in …

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  • Der ehemalige Rugbyspieler Christophe Dominici, Flügelspieler und Legende der XV de France, starb plötzlich im Alter von 48 Jahren.

    Der ehemalige Rugbyspieler Christophe Dominici, Flügelspieler und Legende der XV de France, starb plötzlich im Alter von 48 Jahren.

    Seine Leiche wurde im Park Saint-Cloud in der Nähe von Paris gefunden. Die Staatsanwaltschaft in Nanterre hat eine Untersuchung der Todesursache eingeleitet.

    Der ehemalige Spieler der französischen Rugby-Nationalmannschaft, Christophe Dominici, starb am Dienstag, dem 24. November, plötzlich im Alter von 48 Jahren. Frankreichs ehemaliger Schlüsselspieler der XV. de France wurde heute gegen 15.00 Uhr im Parc de Saint-Cloud in der Nähe von Paris gefunden, wie franceinfo berichtet. Ein Zeuge sagte, er habe ihn etwa zehn Meter fallen sehen. Die Staatsanwaltschaft in Nanterre hat eine Untersuchung zur Ermittlung der Todesursache eingeleitet.

    Christophe Dominici hat 67 Länderspiele für die französische Rugby-Nationalmannschaft bestritten. Insbesondere spielte er in einem historischen WM-Halbfinale 1999 gegen Neuseeland, wo er einen Versuch erzielte, der Les Bleus den Weg zum Sieg und zum Einzug ins Finale ebnete.

    „Das Französische Rugby verliert einen Star“
    „Das französische Rugby hat einen Star verloren, die XV de France einen Mythos, das Stade Français eine Legende und viele von uns einen Freund“, schrieb der Vizepräsident des französischen Rugbyverbands Serge Simon auf Twitter. Serge Simon sagt, er sei „erschüttert über die Nachricht vom Tod von ‚Domi‘, dem Rugbyspieler aus Toulon.

    Christophe Dominici, geboren am 20. Mai 1972 in Toulon, verbrachte den größten Teil seiner Karriere beim Pariser Club Stade Français. Mit diesem Klub gewann er nicht weniger als fünf französische Meistertitel.

    Er beendete seine Karriere im Jahr 2008. Danach war er als Berater für Radio und Fernsehen tätig, insbesondere für L’Equipe 21.