Schlagwort: Route du Rhum

  • Route du Rhum 2022: Ankunft des Rennens von zwei Todesfällen überschattet

    Route du Rhum 2022: Ankunft des Rennens von zwei Todesfällen überschattet

    Als Charles Caudrelier, der Sieger der Route du Rhum 2022, sich dem Ziel näherte, kostete ein Zwischenfall unter den Zuschauern des Rennens am Mittwoch, dem 16. November, zwei Menschen das Leben. Die genauen Umstände des Dramas sind noch unbekannt.

    Am frühen Morgen des Mittwochs, dem 16. November, ereignete sich bei der Ankunft der Route du Rhum auf Guadeloupe ein Drama. Ein Boot kenterte. An Bord befanden sich elf Personen. Zwei Männer im Alter von 35 und 38 Jahren starben. Sie waren Mitglieder der Firma OC Sport Pen Duick, die das Rennen organisierte. Das Drama ereignete sich kurz vor 5 Uhr morgens. Das Boot war Teil des Korsos, der den Sieger Charles Caudrelier bis zur Ziellinie begleitete.

    Die Umstände des Unfalls sind noch nicht bekannt
    Das Wetter war zwar gut, aber Dutzende von Booten versuchten, so nah wie möglich an den Maxi-Trimaran des Siegers heranzukommen. Die Boote beschleunigten und verlangsamten sich wieder, wodurch in ihrem Kielwasser starke Wellen entstanden. Eine Kollision scheint zwar bis jetzt als ausgeschlossen, aber die genauen Umstände des Dramas müssen noch geklärt werden. Es wurde eine gerichtliche Untersuchung wegen fahrlässiger Tötung und fahrlässiger Körperverletzung eingeleitet.

  • Route du Rhum: Charles Caudrelier gewinnt mit neuem Rekord

    Route du Rhum: Charles Caudrelier gewinnt mit neuem Rekord

    Charles Caudrelier (Maxi Edmond de Rothschild) gewann bei seiner ersten Teilnahme an der Route du Rhum, dem berühmten transatlantischen Einhandrennen, in einer Rekordzeit von 6 Tagen, 19 Stunden und 47 Minuten.

    Der 48-jährige Segler überquerte die Linie in Pointe-à-Pitre um 05:02 Uhr Ortszeit (10:02 Uhr Pariser Zeit) und verbesserte damit den von Francis Joyon (Idec Sport) im Jahr 2018 aufgestellten Rekord von 7 Tagen, 14 Stunden und 21 Minuten um fast einen Tag.

    „Das Rennen war anstrengend, aber ich habe es geschafft, meinen Rhythmus zu finden. Ich wollte dieses Rennen so gerne gewinnen. Ich habe schon als Kind davon geträumt“, sagte Caudrelier, nachdem er die Ziellinie überquert hatte.

    Charles Caudrelier, der schon eine Reihe anderer Trophäen gewonnen hat (3 Transat Jacques Vabre, 2 Volvo Ocean Race), war noch nie allein auf dieser besonderen Transatlantikroute gestartet. Es war der Kindheitstraum des zweifachen Vaters aus dem Departement Finistere, dessen Idol der Schweizer Segler Laurent Bourgnon ist, der das Rennen in den Jahren 1994 und 1998zweimal gewann.

    Caudrelier ging von Anfang an als Favorit am Steuer des Maxi Edmond de Rothschild ins Rennen, dem ersten Boot, das vollständig darauf ausgelegt ist, mithilfe von Foils regelrecht über das Wasser zu fliegen. Das Boot wurde 2017 zu Wasser gelassen und gilt als der erfolgreichste Maxi-Trimaran mit einer Länge von 32 m und einer Breite von 23 m. Caudrelier hat seit dem Startschuss in Saint-Malo am vergangenen Mittwoch um 14:15 Uhr ein perfektes Rennen hingelegt und die Flotte der Teilnehmer bereits nach den ersten Meilen angeführt.

    François Gabart (SVR Lazartigue), wird als Zweiter in den nächsten Stunden in Pointe-à-Pitre erwartet.

  • Route du Rhum: Am Mittwoch startet das grosse Einhandseglerrennen

    Route du Rhum: Am Mittwoch startet das grosse Einhandseglerrennen

    Das Segelrennen Route du Rhum sollte ursprünglich am Sonntag, dem 6. November, starten, wurde aber aufgrund schlechter Wetterbedingungen verschoben.

    Nun geht es aber wirklich los. Mittwoch um 14.15 Uhr gibt die Rennleitung den Startschuss für die über 130 Teilnehmer für die Strecke Saint-Malo (Ille-et-Vilaine) nach Pointe-à-Pitre im französischen Überseedepartement Guadeloupe.

    Das Wetter sollte freundlich sein
    Heute verlassen 138 Boote den Hafen von Saint-Malo. Die Startlinie liegt vor der Küste von Dinard (Ille-et-Vilaine). Der Start am heutigen Mittwoch wird bei gutem Wetter erfolgen, es soll sogar etwas Sonne geben. Hunderttausende Zuschauer haben die Boote in den vergangenen Tagen bewundern können.

    „Wir sind mitten in der globalen Erwärmung“ Die Seglerin und Europaabgeordnete Catheriner Chabaud äußert sich zu den tropischen Tiefdruckgebieten, mit denen die Skipper der Route du Rhum 2022 zu kämpfen haben werden.

    24 Jahre nach ihrer letzten Teilnahme an einer Route du Rhum geht Catherine Chabaud erneut mit ihrer berühmten „roten Zigarre“ an den Start. Die Europaabgeordnete, die Gründungsmitglied der Plattform Ozean und Klima ist, will ihre Einhand-Transatlantikfahrt nutzen, um wichtige Botschaften zu verbreiten.

    Nach dem letzten Briefing der Skipper sprach Catherine Chabaud mit dem Sender France 3. Die 59-jährige Seglerin, eine der sieben Frauen, die an dem Rennen teilnehmen, kommt sehr schnell auf das Thema Klima und globale Erwärmung zu sprechen:

    „Sie haben es gehört, man hat es uns gerade bei der Wettervorhersage gesagt: Der Ozean ist zwei Grad wärmer, als er zu dieser Jahreszeit sein sollte! Das führt dazu, dass wir tropische Tiefdruckgebiete erleben, die recht heftig sind.“

    Der Ozean erwärmt sich in der Tiefe
    Für die berühmte Skipperin, die damals als erste Frau eine Einhand-Weltumsegelung beendet hat, gibt es keinen Zweifel: „Ich weiß, dass die Störungen und die brutalen Bedingungen, die wir am Sonntag hätten haben können (wenn der ursprüngliche Start beibehalten worden wäre), auf die Erwärmung des Ozeans in der Tiefe zurückzuführen sind. Wir sind mitten im Thema Klimawandel!“.

    Heute ist Catherine Chabaud auch politisch engagiert. Im Jahr 2015 war sie während der COP 21 Frankreichs Botschafterin für das Meer. Inzwischen wurde sie 2019 zur Europaabgeordneten gewählt und engagiert sich weiter für das Klima.

    „Am Montag war der Start der COP 27, ich habe seit der COP 21 an allen teilgenommen. Wenn ich nicht bei der Route du Rhum am Start gewesen wäre, wäre ich jetzt in Sharm el Sheikh“.

    Den Menschen auf der Erde helfen, die Dringlichkeit des Handelns zu verstehen
    Catherine Chabaud wird ab heute auf ihrem Boot, einem Mono-Rumpf, der berühmten „roten Zigarre“, unterwegs sein. Eine andere Art, Botschaften zu vermitteln:

    „Ich freue mich darauf, wieder in die großen Weiten einzutauchen, und darüber denke ich viel nach. Ich denke an die Sternennächte und an unsere Beziehung zum Universum. Wenn es den Menschen auf der Erde helfen kann, zu verstehen, dass sie dringend etwas tun müssen, dann bin ich auf jeden Fall dafür da“.

    Catherine Chabaud am 09. Novemer 2022, kurz vor dem Start der Route du Rhum

  • Route du Rhum: Grünere Boote dank umweltfreundlicherer Materialien

    Route du Rhum: Grünere Boote dank umweltfreundlicherer Materialien

    Die Route du Rhum mit ihren 138 Booten startet am Mittwoch, dem 9. November, in Saint-Malo (Ille-et-Vilaine). Inzwischen stellen sich immer mehr Fragen nach den ökologischen Auswirkungen.

    In Saint-Malo (Ille-et-Vilaine) waren noch nie so viele Boote zu sehen. Bei der Route du Rhum, die am Mittwoch, dem 9. November beginnt, sind 138 Schiffe am Start. Sechsunddreißig dieser Boote wurden eigens für das Rennen gebaut, was eine Menge Umweltverschmutzung mit sich bringt. Die Herstellung eines Einrumpfbootes hat die gleichen Auswirkungen auf die Umwelt wie eine Flugreise von Paris nach New York und zurück. Einige Segler haben sich daher für eine Innovation entschieden.

    Bootsrümpfe aus Flachs hergestellt.

    Das ist zum Beispiel der Fall von Roland Jourdain (58), dem zweifachen Sieger der Route du Rhum. In Saint-Malo zeigt er gerne sein neuestes Boot, das von einem Flachsfeld in der Normandie stammt. Vergessen sind die Glasfaser und die aus Erdöl gewonnene Kohlefaser. Jetzt besteht das Boot zu 50% aus pflanzlichen Stoffen. Für den Rumpf, das Deck und das Segel wurden ein Hektar Flachs und acht Monate Bauzeit benötigt. Eine Initiative, um andere zum Nachdenken anzuregen. „Wir testen Produkte, Materialien und Vorgehensweisen (…). Wir zeigen, dass man Spaß daran haben kann, sich das Morgen vorzustellen. Es geht nicht um Nüchternheit oder Strenge, sondern um die Erfindung neuer Modelle“, sagt Roland Jourdain auf dem Sender France 3. An Ideen mangelt es im Segelsport nicht. So werden beispielsweise Teile von orthopädischen Implantaten aus Titan, einem Metall, das in Booten oft verbaut wird, recycelt, um verschiedene Teile für Segelschiffe herzustellen.

  • Sport: Saint-Malo setzt die Segel für die Route du Rhum

    Sport: Saint-Malo setzt die Segel für die Route du Rhum

    In Saint-Malo (Ille-et-Vilaine) wird am 6. November die Route du Rhum starten. Schon vorher kamen die Neugierigen, um die schnellen Boote zu bewundern.

    Um 10 Uhr morgens, hat das Event-Dorf gerade erst geöffnet und die Segelliebhaber drängen sich bereits am Quai Duguay-Trouin in Saint-Malo (Ille-et-Vilaine). „Gestern war es sehr voll, deshalb sind wir heute am Morgen gekommen“, erzählt ein Tourist. Sein Ziel ist es, den Booten möglichst nahe zu kommen, die am 6. November zur Route du Rhum aufbrechen werden. Am Sonntag werden 138 Boote den Hafen von Malouin verlassen und in einer Einhand-Transatlantikfahrt nach Guadeloupe segeln.

    1,5 Millionen Menschen werden erwartet.
    Kito de Pavant ist zum vierten Mal dabei. Er strebt eine Top-10-Platzierung in seiner Kategorie an, aber bevor er für 15 Tage aufbricht, ist das Bedürfnis nach Kontakt groß. „Wir sind Menschen, die auf dem Meer leben, natürlich ganz allein, also weit weg von den Menschenmassen (…) Man genießt diese Tage, diese Wochen, in denen man viele Leute kennenlernt“, erklärt er gegenüber Franceinfo. Das Event-Dorf am Hafen wurde in diesem Jahr vergrößert, um mehr Menschen aufnehmen zu können. Auf den 70.000 m2 Standflächen werden während der kommenden zwei Wochen 1,5 Millionen Menschen erwartet.

  • Route du Rhum: Start aufgrund des Wetters auf „Dienstag oder Mittwoch“ verschoben

    Route du Rhum: Start aufgrund des Wetters auf „Dienstag oder Mittwoch“ verschoben

    Der Start des transatlantischen Rennens für Einhandsegler, der für Sonntag in Saint-Malo mit Ziel Guadeloupe geplant war, wurde aufgrund der Wetterlage auf „Dienstag oder Mittwoch“ verschoben, wie die Organisatoren am Samstag bekannt gaben. Grund für die Entscheidung war die Vorhersage eines sehr heftigen Tiefs mit sehr starkem Seegang für die ersten Stunden des Rennens.

    Die Segler der Route du Rhum müssen sich noch etwas gedulden. Ursprünglich war der Start für Sonntag geplant, wurde jetzt aber auf Dienstag oder Mittwoch verschoben. „Aufgrund der erwarteten Wetterbedingungen in den ersten Stunden des Rennens (…), insbesondere der Durchzug eines sehr heftigen Tiefs, begleitet von einem sehr starken Seegang“, haben die Organisatoren beschlossen, den Start auf Dienstag, den 8. November oder Mittwoch, den 9. November zu verschieben, wie sie am Samstag in einer Erklärung mitteilten.

    Die Bekanntgabe erfolgte nach einem Wetterbriefing, das mit den 138 Seglern, die an diesem prestigeträchtigen Rennen, das seit 1978 alle vier Jahre stattfindet, teilnehmen, durchgeführt wurde. „Es ist eine gute Entscheidung, die darauf abzielt, die Sicherheit der Teilnehmer und die bestmöglichen Bedingungen für den sportlichen Erfolg des Rennens für die Segler und das breite Publikum zu optimieren“, so die Organisatoren.

    Seit mehreren Tagen stieg unter den angemeldeten Seglern, einer Mischung aus Amateuren und Profis, die Sorge über die angekündigten verschlechterten Wetterbedingungen. Die Rennleitung spricht von einem „sehr hohem Wellengang, der durch den Tropensturm Martin verursacht wirde“. „Ab Montag werden im Ärmelkanal sieben Meter hohe Wellen erwartet.

  • Route du Rhum: Besucherrekord in Saint-Malo

    Route du Rhum: Besucherrekord in Saint-Malo

    Die Route du Rhum zieht die Besucher in Scharen nach Saint-Malo. Täglich sind es mindestens 120 000. Um den Ansturm zu bewältigen, haben sich Hotels und Restaurants Saisonarbeiter zur Verstärkung geholt.

    Mindestens 120.000 Besucher strömen jeden Tag anlässlich der Route du Rhum in die Stadt Saint-Malo (Ille-et-Vilaine) – ein Rekord. Die Einwohnerzahl der Gemeinde hat sich verdreifacht. Die Hotels sind seit langem ausgebucht. „Es ist praktisch schon über einen Monat her, dass 90% der Buchungen gemacht wurden, das ist supergeil“, freut sich Michaël Ruste, Rezeptionsleiter im Hotel Le Beaufort, gegenüber France Télévisions. Bei nur 3.000 Hotelzimmern musste man schon sehr vorausschauend sein oder sehr viel Glück haben, um eine Unterkunft zu bekommen.

    Saisonarbeiter zur Unterstützung herangezogen
    „Wir haben bei der Buchung herausgefunden, dass es sich um die Route du Rhum handelt, aber wir wussten das nicht unbedingt und haben es ein bisschen zufällig erfahren. Wir sind sehr froh, hier zu sein“, meint ein Tourist. Die Preise hingegen sind regelrecht in die Höhe geschnellt: Plus 50% bis plus 70%. Egal in welchem Hotel, bei jeder Stornierung wird das Zimmer sofort wiedergebucht. Um die Besucherwelle zu bewältigen, mussten Saisonarbeiter zur Unterstützung herangezogen werden.