Schlagwort: Rohstoffknappheit

  • Knappheit: Diese Produkte könnten bald fehlen oder teurer werden

    Knappheit: Diese Produkte könnten bald fehlen oder teurer werden

    Es dauert nun schon einige Monate, dass bestimmte Produkte nicht mehr in den Regalen zu finden sind, und dieser Trend könnte sich bald noch verstärken.

    Senf, Sonnenblumenöl – die Liste der Produkte, die knapp geworden sind, könnte demnächst noch länger werden. Das sagt Myriam Qadi, Studienbeauftragte des NielsenIQ-Instituts, in einem Interview mit der Zeitschrift 60 Millionen Verbraucher am Donnerstag, dem 18. August.

    Nun sind es „stärkehaltige Nahrungsmittel, Grieß, Nudeln, Mehl und auch Reis“, deren Verfügbarkeit „weiter abnehmen wird“. Die Expertin beruhigt jedoch und sagt, dass die Bestände dieser Produkte derzeit noch keine kritischen Werte erreicht haben.

    Die Gründe für die drohenden Engpässe liegen im internationalen Kontext mit dem Krieg in der Ukraine einerseits, aber auch in Wetterbedingungen wie der Dürre, die die Ernten beeinträchtigt haben.

    Eine weitere Folge der aktuellen Lage ist ein möglicher Preisanstieg für bestimmte Produkte, da auch die Kosten für Verpackungsrohstoffe steigen. Laut Myriam Qadi könnte dies Produkte wie Fruchtkonzentrate oder gekühlte Getränke betreffen.

  • Lebensmittel: Deswegen gehen die Preise so stark in die Höhe

    Lebensmittel: Deswegen gehen die Preise so stark in die Höhe

    Nudeln, Kaffee, Senf, Mehl… Seit mehreren Monaten beobachten die französischen Verbraucher einen Anstieg der Lebensmittelpreise, der sich derzeit sogar noch zu beschleunigen scheint. Der Presianstieg, der seit einigen Monaten bei Lebensmitteln beobachtet wird, hängt hauptsächlich mit den Problemen…

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  • Ukraine-Krieg: Supermärkte haben Probleme beim Nachschub

    Ukraine-Krieg: Supermärkte haben Probleme beim Nachschub

    Der Krieg in der Ukraine hat inzwischen Auswirkungen auf den Alltag in Frankreich. Die Industrie ist besorgt und einige Geschäfte führen Rationierungen für Produkte wie Sonnenblumenöl ein.

    In einem Geschäft in Montpellier (Hérault) ist das Sonnenblumenöl im Regal halb leer. Darüber hängt ein Zettel, auf dem steht, dass der Kauf auf vier Flaschen pro Person beschränkt ist. In einem anderen Geschäft in Perpignan (Pyrénées-Orientales) sind es drei Liter pro Einkaufswagen. Die Supermärkte haben Lieferschwierigkeiten und bitten die Kunden daher, sich zurück zu halten. „Vielleicht ist es gar nicht so schlecht, dass wir uns jetzt einschränken, damit wir möglichst lange etwas davon haben“, meint eine Kundin gegenüber France 2. Eine andere findet die Situation besorgniserregend und plant, mehr auf Vorrat zu kaufen.

    Einige Geschäfte beginnen daher, solche Hinweise auszuhängen. Die großen Einzelhandelsunternehmen versichern jedoch, dass derzeit keine Gefahr einer allgemeinen Verknappung besteht, sondern dass die Geschäfte lediglich einem möglichen Ansturm auf bestimmte Grundnahrungsmittel zuvorkommen wollen. Nur ein Geschäft gibt an, Lieferschwierigkeiten zu haben. Aufgrund des Krieges in der Ukraine könnten sich solche Probleme in einigen Monaten vervielfachen, insbesondere bei Weizenprodukten. In Belgien, Deutschland und Spanien haben Geschäfte bereits damit begonnen, die Verkäufe zu rationieren.

  • Ukraine-Krieg: Explodierende Preise zwingen französische Unternehmen zur Kurzarbeit

    Ukraine-Krieg: Explodierende Preise zwingen französische Unternehmen zur Kurzarbeit

    Am Freitag, dem 11. März, dem 16. Tag des Krieges in der Ukraine, zwingt der Anstieg der Preise für Rohstoffe wie Gas oder Stahl französische Unternehmen dazu, auf Kurzarbeit umzustellen.

    In Damparis (Jura) wurden rund 50 Beschäftigte des Unternehmens Jurassienne de la céramique française auf Kurzarbeit gesetzt. Um funktionieren zu können, muss das Unternehmen seine Öfen tag und nacht laufen lassen. Aufgrund des Krieges in der Ukraine ist nun die Gasrechnung um das Zehnfache gestiegen. Die Beschäftigten hoffen, dass die Zwangspause nur von kurzer Dauer ist, sie könnte aber auch sechs Monate dauern.

    Anstieg der Preise für Rohstoffe wie Stahl.
    In Massiac (Cantal) wird ein Bauunternehmen seine Mitarbeiter ebenfalls in Kurzarbeit schicken müssen. Aufgrund des Anstiegs der Stahlpreise ist die arbeit derzeit nicht mehr rentabel. „Wir haben Baustellen, bei denen der Einkaufspreis der Stahlträger jetzt höher ist als der Preis des gesamten Kostenvoranschlags“, erklärt Michaël Boyer, Geschäftsführer von CMF Structures. Laut Nicolas Mancret, einem Anwalt für Arbeitsrecht, werden jedoch nicht alle Unternehmen Kurzarbeit in Anspruch nehmen können. Nur diejenigen, die einem großen Umsatzrückgang ausgesetzt sind, könnten davon profitieren.

  • Ukraine-Krieg: Welche Rohstoffe importiert Frankreich aus Russland?

    Ukraine-Krieg: Welche Rohstoffe importiert Frankreich aus Russland?

    Die Spannungen zwischen Paris und Moskau nach der Invasion in der Ukraine schlagen sich auch im Handel nieder. Es droht ein Importstopp u. a. für Industriemetalle, Brennstoffe und chemische Erzeugnisse.

    Die Nabelschnur zu Russland zu kappen, würde nicht ohne Folgen für die französische Wirtschaft bleiben. Wie bei Öl und Gas verlässt sich Frankreich seit Jahrzehnten darauf, dass das größte Land der Welt bestimmte Rohstoffe liefert, die für zahlreiche Industriezweige, allen voran die Luftfahrt, von entscheidender Bedeutung sind. Diese Handelsbeziehungen könnten jedoch durch den Einmarsch russischer Truppen in die Ukraine gefährdet werden.

    Während die Armee von Wladimir Putin ihre Offensive fortsetzt, hagelt es in der Tat Sanktionen der internationalen Gemeinschaft gegen das Regime in Moskau. Auf französischer Seite könnte der von Wirtschaftsminister Bruno Lemaire erklärte (und später relativierte) „Wirtschaftskrieg“ die Versorgung mit bestimmten Produkten aus dem Riesenland im Osten gefährden. Um hier Klarheit zu schaffen, listet Franceinfo die kritischen Importe, ihre Bedeutung für die französische Wirtschaft und die von der Industrie in Betracht gezogenen Alternativen auf.

    Gas und Öl
    Während etwa 46% des von den EU-Staaten importierten Gases aus Russland stammt, ist der Verbrauch von russischem Gas in Frankreich wesentlich geringer – und seit mehreren Jahren rückläufig. Er lag 2007 laut einem damaligen Informationsbericht des Senats bei rund 25% und beträgt heute etwa 17%. Im Falle einer vollständigen Unterbrechung der drei russischen Gaspipelines nach Europa hat Frankreich andere Partner, auf die es zurückgreifen kann, wie Norwegen oder Algerien, die jedoch nicht über die Produktionskapazitäten Russlands verfügen.

    Beim Öl sind es laut den Zahlen des Statistikinstituts Insee vor allem Saudi-Arabien und Kasachstan, die Frankreich mit dem schwarzen Gold versorgen. Russisches Öl macht knapp 13% des nach Frankreich importierten Öls aus.

    „Es ist vor allem eine Abhängigkeit von raffinierten Produkten, insbesondere von Diesel“, erklärte Nicolas Mazzucchi, Forscher bei der Stiftung für strategische Forschung (FRS), gegenüber France 2. Dies erklärt, warum russische Tanker, die mit Öl beladen waren, in den letzten Tagen noch in den Häfen Frankreichs anlegen durften.

    Die Kohle
    Auch wenn Frankreich seine Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen verringert hat, ist das Land weiterhin auf russische Kohle angewiesen. Im Jahr 2020 stammten laut Zahlen des französischen Ministeriums für den ökologischen Übergang etwa 30% der importierten Kohle aus Russland. Der Rest kam vor allem aus Australien (ebenfalls rund 30%) und den USA (rund 10%).

    Auf europäischer Ebene ist diese Situation noch ausgeprägter. Laut Eurostat lieferte Russland im Jahr 2021 immerhin 56,1 Millionen Tonnen feste Brennstoffe in die Europäische Union, was 46,7% der EU-Importe in diesem Bereich entspricht.

    Industriemetalle (Aluminium, Titan, …)
    In den letzten drei Jahren kamen aus Russland hauptsächlich Eisenerze und Nichteisenmetalle wie Aluminium nach Frankreich. Zu diesen Metallen gehören vor allem Palladium (das u. a. zur Herstellung von Autokatalysatoren verwendet wird), Titan (Luftfahrt), Nickel, Kobalt (Batterien, Windkraftanlagen), Wolfram (Elektronik), Platin oder auch Kupfer.

    „Ohne diese Metalle könnten einige französische Industrien ihre Produktion einfach nicht mehr gewährleisten“, erklärt Sarah Guillou, Leiterin der Abteilung Innovation und Wettbewerb der französischen Beobachtungsstelle für wirtschaftliche Konjunktur (OFCE), gegenüber Franceinfo. Aber Vorsicht: Die französische Versorgung erfolgt bei weitem nicht ausschließlich über Russland. Für einige Sektoren, wie die Luftfahrt, ist die Situation bekannt: Das Titan, das für die französische Luftfahrt verwendet wird, ist zu 50% russisch, berichtete die Zeitung La Tribune . Für die französische Automobil- oder Elektronikindustrie ist die Lage etwas weniger eindeutig.

    „Die Abhängigkeit von russischen Metallen ist schwer zu quantifizieren“, betont Sarah Guillou, „denn die Zollzahlen geben nicht unbedingt an, woher die Rohstoffe kommen. Offiziell importiert Frankreich 3% seiner Nichteisenmetalle aus Russland, aber diese Zahl ist sicherlich unterbewertet.“ Beispielsweise kann Palladium, das in den Niederlanden oder der Schweiz gekauft wurde, sehr wohl in Russland produziert worden sein und mehrfach den Besitzer gewechselt haben.

    Bisher hat Frankreich restriktive Maßnahmen gegenüber Russland ergriffen, aber kein Embargo für Rohstoffimporte erklärt. Es ist jedoch festzustellen, dass immer mehr Unternehmen gegenüber der Öffentlichkeit Stellung beziehen oder auf politischen Druck reagieren und auf den Handel mit Russland verzichten. Hinzu kommt, dass die Flugverbindungen nach Russland eingestellt wurden, was die Einfuhr bestimmter Metalle wie Palladium deutlich einschränkt.

    Im Jahr 2021 produzierte Russland 43% des weltweit hergestellten Palladiums. Der russische Konzern Rusal ist der zweitgrößte industrielle Aluminiumhersteller der Welt. Das Land ist drittgrößter Produzent von Nickelerz und zweitgrößter Produzent von raffiniertem Nickel.

    Wenn Russland beschließt, seine Exporte einzuschränken, werden die Weltmarktpreise stark steigen. Preissteigerungen bei diesen Primärprodukten werden sich zwangsläufig auf die gesamte Produktionskette auswirken. Für die französische Industrie ist es höchste Zeit, Rohstoffvorräte anzulegen, eine Herausforderung, die für kleinere Unternehmen schwierig zu bewältigen sein könnte.

    Eine grosse Herausforderung für die Wirtschaft ist die große Ungewissheit hinsichtlich der Dauer des Konflikts in der Ukraine.

  • Ikea erlebt beunruhigende Engpässe bei den Lagerbeständen

    Ikea erlebt beunruhigende Engpässe bei den Lagerbeständen

    Seit einigen Wochen hat Ikea mit einem noch nie dagewesenen Mangel an Lagerbeständen zu kämpfen. 10% der Produkte des Möbelhauses fehlen.

    Seit einigen Wochen werden einige Ikea-Produkte in den meisten Geschäften in Frankreich sowie auf der Website als nicht mehr vorrätig angezeigt, berichtet der Sender BFM Business. Zu den fehlenden Produkten gehören das Schuhregal Tjusig, der Bürostuhl Markus und das Sofa Friheten.

    Auf Nachfrage unserer Kollegen von BFMTV gibt das schwedische Möbelhaus zu, dass etwa „10% der Produktreferenzen nicht auf Lager sind“. „Eine noch nie da gewesene Situation“. Einige Geschäfte der Ikea-Kette haben den 6. Januar als Datum für die erneute Verfügbarkeit bestimmter Produkte angegeben.

    Diese Knappheit betrifft nicht nur Frankreich. „Wie viele Einzelhändler sehen wir uns aufgrund von Covid und Arbeitskräftemangel mit anhaltenden Herausforderungen in unseren Lieferketten konfrontiert, die sich auf den Transport, die Rohstoffe und die Beschaffung auswirken“, sagte ein Sprecher des Konzerns in Großbritannien gegenüber der Agentur Reuters. „Darüber hinaus verzeichnen wir eine steigende Nachfrage seitens der Kunden, da immer mehr Menschen mehr Zeit zu Hause verbringen. Infolgedessen erleben wir in einigen unserer Sortimente, einschließlich Matratzen, eine gewisse Knappheit“.