Schlagwort: RER B

  • Hoffnung auf Schienen: Der neue RER B soll das tägliche Chaos in Paris entschärfen

    Hoffnung auf Schienen: Der neue RER B soll das tägliche Chaos in Paris entschärfen

    Wer morgens in Paris oder den Vororten unterwegs ist, kennt dieses Gefühl nur zu gut: ein voller Bahnsteig, flackernde Anzeigen, angespannte Gesichter. Und mittendrin der RER B — jene legendäre Linie, die täglich fast eine Million Menschen transportiert und dabei längst mehr ist als nur eine S-Bahn-Verbindung. Der RER B ist Pulsader, Dauerbaustelle und Geduldsprobe zugleich. Nun soll ein neues Kapitel beginnen. Die kommende Generation der Züge, die derzeit für den Einsatz in der Île-de-France vorbereitet wird, verspricht nichts Geringeres als eine kleine Revolution im Nahverkehr der französischen Hauptstadtregion. Schon beim ersten Blick fällt auf: Diese Züge wirken heller, moderner, beinahe futuristisch. Große Fensterflächen lassen Licht in die Wagen strömen, die Innenräume erscheinen offener, großzügiger — fast wie ein Gegenentwurf zu den oft stickigen und überfüllten Garnituren der vergangenen Jahrzehnte. Doch die eigentliche Veränderung steckt unter der Oberfläche. Die Kapazität de…

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  • Gas-Alarm: Wie ein Leck die Pariser Gare du Nord lahmlegte

    Gas-Alarm: Wie ein Leck die Pariser Gare du Nord lahmlegte

    Ein Donnerstagnachmittag, mitten im Sommer – doch an der Gare du Nord in Paris herrscht keine Ferienstimmung. Statt Kofferrollen und Eiltempo: Sirenen, Absperrbänder, Evakuierungsdurchsagen. Gegen 17 Uhr am 17. Juli 2025 entsteht plötzlich der Verdacht auf eine Gasleckage in einem der wichtigsten Verkehrsknotenpunkte Europas. Was folgt, ist ein logistisches Vakuum, das Tausende aus dem Takt bringt – und ein eindrückliches Beispiel dafür, wie fragil selbst die größten Infrastrukturadern in dieser Zeit sein können. Die Szene könnte aus einem Katastrophenfilm stammen: In der Rushhour riecht jemand Gas. Minuten später riegelt die Polizei den Bereich ab, Feuerwehrleute durchsuchen mit Messgeräten die Umgebung, und die Reisenden stehen draußen, Handys am Ohr, Stirn in Falten. Die Gare du Nord ist mehr als ein Bahnhof – sie ist die Lebensader von Paris nach London, Brüssel, Amsterdam. Und sie ist komplett stillgelegt. Stillstand auf ganzer Linie Die Auswirkungen dieses Zwischenfalls reichen w…

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  • Streik legt den Nahverkehr in der Île-de-France weiter lahm – Besonders RER B und C betroffen

    Streik legt den Nahverkehr in der Île-de-France weiter lahm – Besonders RER B und C betroffen

    Am Dienstag, den 6. Mai 2025, ist der Zugverkehr in der Region Île-de-France weiterhin stark beeinträchtigt. Grund dafür ist ein Streik der SNCF-Mitarbeitenden, zu dem die Gewerkschaften CGT-Cheminots und SUD-Rail aufgerufen haben. Besonders betroffen sind die RER-Linien B und C sowie mehrere Transilien-Strecken – das tägliche Pendeln wird für viele zur Geduldsprobe.


    Was heute fährt – und was nicht

    RER B: Im Norden fährt nur jeder zweite Zug, im Süden immerhin zwei von drei. Die Verbindung an der Gare du Nord bleibt bestehen – doch ab 22:45 Uhr ist zwischen dem Flughafen Charles-de-Gaulle und Mitry-Claye wegen Bauarbeiten komplett Schluss.

    RER C: Auch hier ist der Verkehr stark eingeschränkt – nur jeder zweite Zug ist unterwegs.

    RER D: Zwischen Juvisy und Malesherbes sowie Corbeil-Essonnes und Melun sind zwei von drei Zügen im Einsatz.

    RER E: Leichte Einschränkungen – zwischen Nanterre-la-Folie und Villiers-sur-Marne fährt jeder zweite Zug.

    Transilien-Netz:

    • Linie H: Vier von fünf Zügen fahren, außer zwischen Pontoise und Creil – dort bleibt es still.
    • Linie N: Nur jeder zweite Zug unterwegs.
    • Linie U: Zwei Drittel der geplanten Fahrten finden statt.
    • Linie V: Ebenfalls nur jeder zweite Zug fährt.

    Nicht betroffen: Die Linien J, K, L, P, R sowie der RER A und die Tramlinien T12 und T13 laufen nach Plan.


    Hintergrund des Streiks

    Auslöser der Proteste sind unzufriedenstellende Arbeitsbedingungen bei der SNCF. Die Gewerkschaften prangern kurzfristige Dienstplanänderungen und mangelnde Planbarkeit an. Auch unzureichende Vergütung steht zur Debatte.

    Christophe Fanichet, Präsident von SNCF Voyageurs, versicherte, dass der Fernverkehr nicht betroffen sei – TGV-Züge fahren zwischen dem 5. und 8. Mai planmäßig. Auch an den Tagen danach, vom 9. bis 11. Mai, werde mit nur geringen Einschränkungen gerechnet.


    Was Reisende jetzt tun können

    Die SNCF rät dringend dazu, sich vor Fahrtantritt über aktuelle Änderungen zu informieren – etwa über die offiziellen Websites oder Apps von SNCF und Transilien. Auch zusätzliche Reisezeit sollte eingeplant werden, um Verspätungen aufzufangen. Wer kann, sollte auf alternative Verkehrsmittel wie Fahrrad, Fahrgemeinschaften oder Homeoffice ausweichen.


    Ein wiederkehrendes Problem

    Der Streik reiht sich ein in eine Serie wiederkehrender Arbeitskämpfe im französischen Bahnsektor – mit Auswirkungen, die besonders Pendler in der Metropolregion Paris empfindlich treffen. Ob sich bald eine Einigung abzeichnet, ist offen. Die Gespräche zwischen Gewerkschaften und Management bleiben angespannt.

    Von Catherine H.