Kleidung recyceln, um Ziegel herzustellen? Das ist die verrückte, aber ökologische Idee einer Architektin. Eine Initiative, die bereits von einigen Marken aufgegriffen wurde.
„Meine Idee ist es, alte Kleidung zu recyceln, um dieses neue Material herzustellen, einen recycelten Textilbaustein. Damit können wir Möbel und Trennwände herstellen und umweltschädliche und energieaufwendige Materialien wie Beton ersetzen“, erklärt Clarisse Merlay, Architektin. Sie holt unbrauchbare Kleidung von großen Einzelhändlern ab, und schrumpft sei ein. Vorher wird die Kleidung sortiert, gewogen und zerkleinert.
50.000 Ziegelsteine
Nachdem sie ein Leimbad durchlaufen haben, werden die Reste zu Ziegeln von jeweils 400 Gramm gepresst. Der Prozess ist von Anfang bis zum Ende nachhaltig: Nur Fuß- und Armkraft werden eingesetzt. Die hydraulischen Pressen sind manuell. Die Ziegel können zur Herstellung von Möbeln, aber auch von Wänden verwendet werden. Diese Vorteile haben bereits mehr als dreißig Unternehmen erkannt, darunter auch der Chef einer großen Marke, der stolz darauf ist, sein Image mit dieser Initiative aufzubessern. In nur zwei Jahren hat das Unternehmen bereits mehr als 50.000 Ziegel produziert.
Die Firma MéGO stattet Gemeinden, Autobahnraststätten und sogar Stadien aus, insbesondere zur Zeit der Frauenfußball-WM.
Die Zahl ist astronomisch. Jedes Jahr werden in Frankreich 30 Milliarden Zigarettenstummel weggeworfen, 40% davon landen in der Natur. In einem Versuch, das Verhalten von Rauchern zu ändern, kamen Mitglieder der Assoziation, Zéro Mégot, am Samstagnachmittag, 5. Juni, in Deauville an, nachdem sie 380 km in der Seine geschwommen waren, um den Weg einer weggeworfenen Zigarettenkippe aus der Hauptstadt zu rekonstruieren. Es gibt bisher noch kein organisiertes und finanziertes Netzwerk für das Recycling von Zigarettenkippen. Doch einer Firma gelingt es schon seit vier Jahren, daraus Möbel zu machen.
Was MéGO heute mit den Zigaretten herstellt, sind im Wesentlichen verschiedene Bänke für Stadtmöbel. Sie statten Kommunen, Autobahnraststätten und Stadien für die Frauenfußball-WM aus. MéGO ist vier Jahre alt und befindet sich in der Nähe von Brest. Das Unternehmen verarbeitet rund zehn Tonnen Abfall pro Jahr. „Wenn Sie zum Beispiel Outdoor-Möbel sehen, haben Sie immer eine Sitzfläche aus Holz oder Plastikspanplatten. Wir verwenden die Zigarettenfilter, die wir thermokomprimieren, um die Stadtmöbel herzustellen“, erklärt Bastien Lucas, Direktor des Unternehmens.
Ein echtes Ökosystem Der Zigarettenstummel wird zum Rohstoff. Er besteht aus Kunststoff, ist aber ein hochgiftiger Gegenstand, der zur Reinigung behandelt werden muss. Zigaretten enthalten Nikotin, Formaldehyde und Teer. In der Fabrik werden sie von den Zigarettenstummeln getrennt und dann wie der Sondermüll aus Krankenhäusern behandelt. Das Unternehmen hat ein echtes Ökosystem rund um das Recycling geschaffen.
MeGo organisiert die Sammlung von Zigarettenkippen in der Region Paris, indem sie Aschenbecher in mehreren Pariser Stadtteilen aufstellen, insbesondere in Meudon, Levallois und Sèvres. Früher waren die Raucher nicht über die Umweltauswirkungen einer Zigarettenkippe informiert. Sobald man sie aber informiert hatte, hat die große Mehrheit der Raucher begonnen, ihre Kippen in die bereitgestellten Recycling-Aschenbecher zu werfen.
MéGo hat eine Kette und ein Ökosystem in einem Bereich geschaffen, an dem bald auch Tabakhersteller beteiligt sein werden. Wie bei Kleidung oder Verpackungen müssen sie die Behandlung ihrer Abfälle finanzieren. Das Gesetz zur Kreislaufwirtschaft verlangt die Schaffung einer Wertschöpfungskette, die derzeit noch in der Erprobung ist. Jeder neue Akteur, der produktiv in dieser Kette tätig wird, wirkt sich auch positiv auf den Recyclingsektor aus.
Utensilien aller Art könnten bald aus recyceltem radioaktivem Material hergestellt werden. Ein Vorhaben, das Umweltaktivisten Sorgen bereitet.
Dies ist ein neues Material, das wahrscheinlich für viel Aufsehen sorgen wird. Am Mittwoch, dem 27. Januar, erklärte das französische Ministerium für den ökologischen Übergang, dass es „den gesetzlichen Rahmen (…) ändern möchte, um nach dem Einschmelzen und der Dekontamination ein Recycling von sehr schwach radioaktiven metallischen Abfällen zu ermöglichen“. Diese könnten für die Herstellung von Utensilien des täglichen Bedarfs der Franzosen genutzt werden.
Umweltaktivisten sind empört
Das Ministerium versichert, dass die Radioaktivität dieser recycelten Produkte, falls überhaupt vorhanden, unter dem Niveau der natürlichen Radioaktivität bleiben. Die Hypothese, dass aus solchem Material Dinge des täglichen Gebrauchs – zum Beispiel Pfannen und Töpfe – hergestellt werden könnten, beunruhigt jedoch viele Umweltaktivisten. „Das gewählte Verfahren …
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