Schlagwort: Rafah

  • Wiedereröffnung des Rafah-Grenzübergangs in Gaza: Ein hoffnungsvoller Schritt für einen fragilen Waffenstillstand

    Wiedereröffnung des Rafah-Grenzübergangs in Gaza: Ein hoffnungsvoller Schritt für einen fragilen Waffenstillstand

    Nach monatelangen Diskussionen zwischen Israel und Ägypten wurde der Rafah-Grenzübergang in Gaza, der seit Mai 2024 größtenteils geschlossen war, wieder geöffnet. Dieser Schritt markiert eine potenziell bedeutende Entwicklung in den Bemühungen um Erleichterung für die Menschen in der Region.

    Der Grenzübergang Rafah ist der einzige offizielle Übergang zwischen Ägypten und dem Gazastreifen und spielt eine zentrale Rolle für die Versorgung der etwa zwei Millionen Menschen in Gaza. Die Schließung führte zu einer erheblichen Verschärfung der humanitären Lage in dem Gebiet, welches durch die Bombardierungen der israelischen Armee stark in Mitleidenschaft gezogen wurde.

    Die Wiedereröffnung wurde von lokalen und internationalen Beobachtern als kritischer Schritt zur Linderung humanitärer Not und als Beitrag zur Wiederherstellung des Friedens in der Region gewertet. Details zum Umfang der Wiedereröffnung und zu den damit verbundenen Sicherheitsprotokollen bleiben jedoch zunächst unklar, ebenso die langfristigen Auswirkungen auf den Waffenstillstand.


    Laura Fernández gewinnt die Präsidentschaftswahlen in Costa Rica

    Laura Fernández wurde zur Präsidentin von Costa Rica gewählt, einem Land, das traditionell für seine stabile Demokratie und sein friedliches Image bekannt ist. Ihre Wahl steht jedoch im Schatten einer Welle der Gewalt, die das Land in den letzten Jahren erschüttert hat.

    Die neue Präsidentin steht vor der Herausforderung, das Vertrauen in die politische Führung zu stärken und Maßnahmen gegen die grassierende Kriminalität zu ergreifen. Analysten zufolge wird von ihr erwartet, dass sie eine Reihe von Reformen im Bereich der öffentlichen Sicherheit und der wirtschaftlichen Stabilität initiiert.

    Die internationale Gemeinschaft blickt gespannt auf Fernández’ Amtszeit, da Costa Rica eine Schlüsselrolle in der regionalen Politik Mittelamerikas spielt. Ihre Fähigkeit, effektive Lösungen für die drängendsten Probleme des Landes zu finden, wird nicht nur die Zukunft Costa Ricas, sondern auch die geopolitische Dynamik in der Region beeinflussen.


    Weitere Nachrichten:

    US-amerikanische und iranische Beamte treffen sich zu Gesprächen, während Trump Drohungen ausspricht.
    Welt-Anti-Doping-Agentur erwägt unabhängige Dopingtests.
    Frankreich verabschiedet Haushalt nach monatelangem politischem Tauziehen.
    Norwegische und britische Königsfamilien geraten wegen Epstein-Akten unter Druck.
    – Empörung über ein mit dem Gesicht von Premierministerin Giorgia Meloni bemaltes Engelbild in Rom.
    – Trump kündigt Handelsabkommen mit Indien an, das Zölle senken soll.
    Indonesien hebt Verbot von Grok nach neuen Zusagen von X Corp auf.

    Von P. Tiko

  • Die Wiedereröffnung der Grenze zu Gaza: Ein Hoffnungsschimmer für Tausende

    Die Wiedereröffnung der Grenze zu Gaza: Ein Hoffnungsschimmer für Tausende

    Ab heute steht die Wiedereröffnung der Grenze zwischen Gaza und Ägypten bevor, eine Entwicklung, die Tausenden palästinensischen Patienten neue Hoffnung gibt. Diese Menschen warten verzweifelt darauf, für medizinische Behandlungen evakuiert zu werden, die im belagerten Gazastreifen nicht verfügbar sind.

    Die humanitäre Situation in Gaza ist höchst prekär. Eingeschränkt durch Blockaden und fortwährende Bombardierungen, mangelt es an grundlegender medizinischer Versorgung und Infrastruktur. Die nun bevorstehende Grenzöffnung könnte endlich den notleidenden Menschen helfen, die lebensnotwendigen Behandlungen zu erhalten, welche in Ägypten verfügbar sind.

    Diese Entwicklung kommt in einer Zeit, in der die internationale Gemeinschaft verstärkt auf die Notwendigkeit einer dauerhaften Lösung für Gaza drängt. Experten betonen, dass die medizinische Krise in Gaza symptomatisch für die breiteren politischen und sicherheitsbezogenen Herausforderungen in der Region ist, die eine umfassende und nachhaltige Strategie erfordern.


    Die in den Epstein-Akten genannten Männer

    Einige der mächtigsten Männer der Welt haben sich von Jeffrey Epstein distanziert und erklärt, sie hätten ihn kaum gekannt. Doch in den letzten Monaten veröffentlichte Dokumente – darunter fast drei Millionen Seiten, die am Freitag freigegeben wurden – widersprechen diesen Beteuerungen.

    Die Unterlagen und weitere Enthüllungen zeigen, dass Epsteins hochrangige Kontakte auch nach seiner Verurteilung wegen Sexualdelikten im Jahr 2008 bestehen blieben. Das ist nun bekannt geworden:

    Elon Musk hat bestritten, jemals auf Epsteins Insel gewesen zu sein. Die am Freitag veröffentlichten Dokumente legen jedoch nahe, dass Musk zumindest zeitweise sehr an einem Besuch interessiert war. „An welchem Tag/Nacht steigt die wildeste Party auf deiner Insel?“, schrieb Musk in einer E-Mail an Epstein im November 2012.

    Weitere Enthüllungen betreffen den früheren britischen Prinzen Andrew Mountbatten-Windsor. Neu veröffentlichte Fotos scheinen ihn kniend über einer am Boden liegenden Frau zu zeigen. Am Samstag erklärte der britische Premierminister Keir Starmer, er habe Andrew aufgefordert, vor einem US-Kongressausschuss über seine Verbindungen zu Epstein auszusagen.


    Weitere Nachrichten

    – Israel greift Gaza an: Bei Luftangriffen wurden mindestens 26 Menschen getötet. Ziel waren laut israelischem Militär Hamas-Kommandeure.
    – Pierre Poilievre bleibt Führer der Konservativen in Kanada: Trotz schlechter Umfragewerte wurde er erneut zum Parteivorsitzenden gewählt.
    – Einbruch der Öleinnahmen in Russland: Neue Steuern und höhere Schulden sind die Folge. Dies beeinflusst auch Friedensgespräche mit der Ukraine.
    – USA und China: Peking zieht diplomatische Vorteile aus der Verunsicherung Washingtons, macht aber bei Menschenrechten keine Kompromisse.
    – Russlands Vormarsch in der Ukraine: Mangelnde Truppenstärke des unkrainischen Militärs beim Verteidigen der Frontlinien wird sichtbar.
    – Wichtigkeit der Region Donezk für Putin: In Friedensgesprächen als zentrales Thema aufgeworfen.
    – Myanmars Exilregierung verliert an Relevanz: Kritik am Versagen, gesteckte Ziele zu erreichen.
    – Explosionen in Iran: Anstieg der Unruhen im Land, Kriegsangst wächst.
    – Proteste in Dänemark gegen Trumps Aussagen: Veteranen demonstrieren in Kopenhagen.
    – Finanzielle Krise bedroht die UN: Ohne Beitragszahlungen droht Schließung in New York.

    P. Tiko

  • Ukraine greift russische Luftwaffenstützpunkte an: Dutzende Flugzeuge beschädigt – und andere World-News

    Ukraine greift russische Luftwaffenstützpunkte an: Dutzende Flugzeuge beschädigt – und andere World-News

    In einer der bislang umfassendsten Offensiven des Krieges hat die Ukraine gestern mehrere Luftwaffenstützpunkte tief in Russland angegriffen. Die koordinierte Drohnenattacke traf Ziele von Ostsibirien bis an die westliche Grenze – eine Reihe russischer Militärflugzeuge gingen dabei in Flammen auf.

    Doch auch die Ukraine musste einen herben Rückschlag hinnehmen: Eine russische Rakete schlug in einem ukrainischen Ausbildungslager ein und tötete mindestens zwölf Soldaten. Dies geschah nur wenige Stunden, nachdem Russland laut ukrainischen Angaben den größten nächtlichen Luftangriff seit Kriegsbeginn gestartet hatte.

    Und das alles während heute in Istanbul eigentlich Friedensgespräche zwischen ukrainischen und russischen Delegationen beginnen sollen.

    Drohnen aus Lastwagen heraus gestartet

    Laut einem ukrainischen Sicherheitsbeamten wurden die ukrainischen Drohnen heimlich per Lkw nach Russland gebracht und von dort aus gestartet. Ziel: mehrere russische Luftwaffenstützpunkte. Nach Angaben desselben Beamten sollen Dutzende Flugzeuge beschädigt worden sein. Bilder und Berichte aus sozialen Netzwerken bestätigen brennende Flugzeuge auf mehreren russischen Flugfeldern.

    Ein russischer Militärblogger bezeichnete den Angriff als einen „rabenschwarzen Tag für die russische Luftwaffe“. Treffender lässt sich die Stimmung in Moskau wohl kaum zusammenfassen.

    Friedensverhandlungen und gegenseitige Vorwürfe

    Bei einem früheren Gespräch in Istanbul hatten beide Seiten ihre Vorstellungen von Frieden dargelegt. Doch seitdem werfen ukrainische Offizielle Russland Verzögerungstaktiken vor. Der gestrige Angriff wird die Verhandlungen mit Sicherheit nicht einfacher machen.

    Blutige Eskalation in Rafah – über 20 Tote bei Hilfsverteilung

    Auch im Nahen Osten eskalierte die Lage erneut. In Rafah, im Süden des Gazastreifens, wurden bei einem Vorfall an einem Hilfsverteilungszentrum über 20 Menschen getötet und mehr als 100 verletzt. Laut palästinensischen Gesundheitsbehörden hatten sich Menschen dort versammelt, um Lebensmittel zu erhalten, als sie plötzlich unter Beschuss gerieten.

    Ein israelischer Militärsprecher sagte, es seien lediglich Warnschüsse abgegeben worden – was die dramatischen Folgen kaum entschärft.

    Rettungskräfte der palästinensischen Hilfsorganisation Roter Halbmond bargen mindestens 23 Leichen in der Nähe des Zentrums. Das Rote Kreuz behandelte 179 Patienten, 21 davon kamen bereits tot im Feldlazarett an. Das Gesundheitsministerium von Gaza spricht von 31 Todesopfern.

    Gaza in der Hungerfalle

    Seit Israel im März jegliche Lieferungen von Nahrung, Treibstoff und Medikamenten blockiert, leidet die Bevölkerung Gazas unter akuter Not. Rund um die Hilfszentren – betrieben von amerikanischen Sicherheitsfirmen – entstehen dabei immer wieder chaotische Situationen. Die gestrigen Ereignisse zeigen einmal mehr, wie gefährlich selbst der Versuch, Hilfe zu leisten, derzeit in Gaza ist.

    Weitere internationale Entwicklungen im Überblick:

    • Mexiko: Über 2.600 Richter und Magistrate werden in einer umfassenden Justizreform neu gewählt.
    • Indien: Wegen der Aussetzung von Visa-Interviews platzen für tausende Studierende die USA-Pläne.
    • Malaysia: Eine LGBTQ-Veranstaltung wurde nach Drohungen und Hasskommentaren abgesagt. Der zuständige Minister sprach von „abweichender Kultur“.
    • Deutschland: In einem Krankenhausbrand in Hamburg starben mindestens drei Menschen, über 50 wurden verletzt.
    • Kanada: In Saskatchewan und Manitoba wüten dutzende Waldbrände.
    • Nordkorea: Russland liefert offenbar Waffen an das Regime in Pjöngjang – eine gefährliche Verschiebung der Kräfteverhältnisse.
    • Indien-Pakistan: Der militärische Konflikt ist abgeklungen, doch der Streit ums Wasser flammt neu auf.

    Wirtschaft & Technik

    • Ölmarkt: Saudi-Arabien, Russland und sechs weitere OPEC-Plus-Staaten verlängern ihre erhöhte Fördermenge – schon den dritten Monat in Folge.
    • Arbeitsmarkt: Junge US-Absolventen finden zunehmend schwer Arbeit – Unternehmen setzen vermehrt auf KI statt auf Berufseinsteiger.
    • Handel: Die anti-europäische Haltung vieler US-Konservativer erschwert die Verhandlungen über neue Zollabkommen erheblich.

    Von C. Hatty

  • Netanjahus heikler Besuch bei Trump inmitten eskalierender Gewalt in Gaza

    Netanjahus heikler Besuch bei Trump inmitten eskalierender Gewalt in Gaza

    Als Israels Premierminister Benjamin Netanjahu das letzte Mal in Washington war, konnte er sich entspannt zurücklehnen. Im Oval Office der US-Hauptstadt saß er lächelnd neben Präsident Donald Trump, der mit seinem überraschenden Vorschlag für Aufsehen sorgte: Der schwer zerstörte Gazastreifen solle in eine luxuriöse Tourismusdestination verwandelt werden. Inmitten zäher diplomatischer Bemühungen um eine realistische Nachkriegsordnung für Gaza kam dieser Vorstoß für Netanjahu einem Geschenk gleich. Implizit sprach Trump von einer Massenemigration der palästinensischen Bevölkerung – eine Vorstellung, die in Teilen der israelischen Rechten seit langem Anklang findet. Über die Rechte der Palästinenser oder die Perspektive eines eigenen Staates verlor Trump hingegen kein Wort.

    Nun kehrt Netanjahu an diesem Montag erneut ins Weiße Haus zurück – doch das politische Klima hat sich deutlich eingetrübt. Anlass der Visite sind neue US-Zölle in Höhe von 17 Prozent auf israelische Exporte, ein Schritt, der Jerusalem vergangene Woche überraschend traf. Dies, obwohl Israel im Vorfeld angekündigt hatte, seinerseits Zölle auf US-Waren zu senken. Darüber hinaus dürfte Netanjahu das Gespräch mit Trump auch nutzen wollen, um seine Skepsis gegenüber einer möglichen Wiederaufnahme von Verhandlungen mit dem Iran zum Ausdruck zu bringen. Auch die Lage in Syrien, wo Israel immer wieder Luftangriffe gegen iranische Stellungen durchführt, dürfte zur Sprache kommen – nicht zuletzt wegen wachsender Spannungen mit der Türkei.

    Innenpolitische Turbulenzen und Korruptionsvorwürfe

    Während Netanjahu sich auf internationalem Parkett als Staatsmann inszeniert, wächst der innenpolitische Druck. Eigentlich hätte er diese Woche vor Gericht erscheinen sollen – im Rahmen eines langjährigen Korruptionsprozesses, der seine politische Karriere seit Jahren überschattet. Zusätzlich belasten zwei parallele Affären sein Amt: Zum einen Ermittlungen wegen finanzieller Verbindungen zwischen Katar und engen Vertrauten Netanjahus, zum anderen die kontroverse Absetzung des Chefs des Inlandsgeheimdienstes Shin Bet, Ronen Bar. Letzterer reichte am Freitag eine Stellungnahme beim Obersten Gerichtshof ein, in der er Netanjahu unterstellte, den Krieg in Gaza bewusst zu verlängern – um seine rechtsradikale Regierungskoalition zu stabilisieren und von den juristischen Problemen abzulenken.

    In Anbetracht dieser Gemengelage ist es kaum überraschend, dass Netanjahu den außenpolitischen Auftritt in den Vereinigten Staaten sucht. Doch selbst auf internationalem Parkett ziehen dunkle Wolken auf. Bei einem Staatsbesuch in Ungarn vergangene Woche kündigte Premierminister Viktor Orbán den Austritt seines Landes aus dem Internationalen Strafgerichtshof (IStGH) an – eine Entscheidung, die er auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Netanjahu mit den Worten begründete, der IStGH sei ein „politisches Gericht“. Hintergrund ist ein internationaler Haftbefehl gegen Netanjahu selbst wegen mutmaßlicher Kriegsverbrechen, unter anderem wegen der Anwendung von „Aushungern als Kriegswaffe“.

    Zunehmender internationaler Druck

    Trotz diplomatischer Schutzbehauptungen lässt sich der Fokus auf mutmaßliche israelische Kriegsverbrechen nicht verdrängen. Neue Handyaufnahmen, die der New York Times zugespielt und anschließend vom Roten Kreuz dem UN-Sicherheitsrat präsentiert wurden, dokumentieren mutmaßlich die Minuten vor dem Tod von 15 medizinischen Helfern in Gaza. Die israelische Armee hatte nach dem Vorfall am 23. März erklärt, die Konvois seien „verdächtig ohne Lichtsignale“ unterwegs gewesen. Erst Tage später wurden die verstümmelten Leichen und die zerstörten Fahrzeuge in einem Massengrab entdeckt.

    Die veröffentlichten Aufnahmen jedoch zeigen deutlich gekennzeichnete Krankenwagen und ein Feuerwehrfahrzeug mit eingeschaltetem Blaulicht – ein Widerspruch zu den offiziellen Darstellungen. Die israelische Armee hat mittlerweile eingeräumt, dass Teile der ersten Berichte korrigiert werden müssen, und kündigte eine interne Untersuchung an.

    Der Vorfall steht exemplarisch für eine großangelegte Militäroffensive, die Israel seit dem Scheitern der Waffenruhe mit der Hamas im März durchführt. Nach Angaben der Vereinten Nationen sterben seit Wiederaufnahme der Kampfhandlungen am 18. März im Schnitt täglich rund 100 Kinder im Gazastreifen. Israel setzt dabei vor allem auf massive Luftangriffe und Artilleriebeschuss, um die militärische Infrastruktur der Hamas zu zerstören.

    Humanitäre Katastrophe ohne Zugang zu Hilfe

    Seit dem 2. März hat Israel zudem jegliche humanitäre Hilfe in den Gazastreifen blockiert. Nach Angaben von UNICEF handelt es sich um die längste derartige Blockade seit Kriegsbeginn. „UNICEF hat Tausende Paletten lebensrettender Hilfsgüter bereit, doch sie dürfen nicht ins Gebiet gebracht werden“, erklärte Edouard Beigbeder, regionaler UNICEF-Direktor für den Nahen Osten und Nordafrika. „Das ist keine Frage des Ermessens oder der Wohltätigkeit – es ist eine völkerrechtliche Verpflichtung.“

    Israels Verteidigungsminister Israel Katz kündigte derweil eine Ausweitung der Offensive an. Ziel sei nicht nur die „Evakuierung der Bevölkerung aus den Kampfzonen“, sondern auch die „Zerstörung terroristischer Infrastrukturen“ und die Schaffung neuer Sicherheitszonen unter israelischer Kontrolle. Bereits vergangene Woche erklärte Netanjahu, dass israelische Bodentruppen einen neuen Sicherheitskorridor im Süden des Gazastreifens errichtet hätten – konkret in Rafah, das einst als humanitäres Zentrum galt.

    Kritiker im In- und Ausland warnen, dass die anhaltende Offensive das Leben der noch in Hamas-Gefangenschaft befindlichen Geiseln gefährden könnte. Netanjahu hingegen beharrt darauf, dass der zunehmende Druck die Freilassung der Gefangenen wahrscheinlicher mache.

    Gleichzeitig deutet sich ein Szenario an, das international auf breite Ablehnung stößt: die forcierte Auswanderung der palästinensischen Bevölkerung aus Gaza. Netanjahu formulierte dies vergangene Woche offen auf sozialen Medien: „Wir werden die allgemeine Sicherheit im Gazastreifen gewährleisten und die Umsetzung des Trump-Plans für freiwillige Auswanderung ermöglichen“, schrieb er. „Das ist der Plan. Wir verheimlichen ihn nicht und sind jederzeit bereit, darüber zu sprechen.“

    Von P. Tiko

  • Schlussplädoyers im Strafprozess gegen Trump und andere World-News

    Schlussplädoyers im Strafprozess gegen Trump und andere World-News

    Gestern hielten die Staatsanwaltschaft und die Verteidigung ihre Schlussplädoyers vor der Jury im ersten Strafverfahren gegen einen amerikanischen Präsidenten. Hier sind die neuesten Entwicklungen.

    Der Staatsanwalt, Joshua Steinglass, behauptete, Donald Trump habe die amerikanische Öffentlichkeit am Vorabend der Wahl 2016 betrogen, indem er den Bericht einer Pornodarstellerin über eine sexuelle Begegnung mit ihm zum Schweigen gebracht habe. Er erklärte, die Zahlung von 130.000 Dollar an Stormy Daniels sei Teil einer Verschwörung gewesen, die „sehr wohl dazu beigetragen haben könnte, dass Präsident Trump gewählt wurde“.

    Steinglass sprach umfassend darüber, wie Trump mit Hilfe von Michael Cohen, seinem ehemaligen Anwalt, und dem Boulevardblatt The National Enquirer negative Nachrichten vor der Wahl unterdrückt habe. „Das war offener Wahlbetrug“, sagte der Staatsanwalt, „ein Akt zur Förderung von Trumps Wahl durch ungesetzliche Mittel.“

    Früher am Tag verbrachte Trumps Anwalt Todd Blanche sein Plädoyer damit, die Glaubwürdigkeit von Cohen anzugreifen und nannte ihn „den G.L.O.A.T.“, den „größten Lügner aller Zeiten“.

    Blanches Kalkül ist einfach: Wenn die Geschworenen Cohen nicht glauben, könnte das einen begründeten Zweifel darstellen, der es unmöglich machen könnte, seinen Mandanten Trump zu verurteilen. Blanche bezeichnete Cohen als „die menschgewordene Verkörperung des begründeten Zweifels, buchstäblich“.

    Die Jury könnte Stunden aber auch Wochen benötigen, um ein Urteil zu fällen. Wenn Trump verurteilt wird, drohen ihm bis zu vier Jahre Haft.

    Israel setzt Angriffe in Rafah fort

    Die israelischen Streitkräfte erklärten, dass die Truppen gestern ihre Bodenoffensive in der Region Rafah fortsetzen, trotz internationaler Empörung über einen tödlichen Luftangriff auf ein Lager am Sonntag, bei dem mindestens 45 Menschen durch ein Feuer getötet wurden. Hier sind die neuesten Entwicklungen.

    Der Sprecher der israelischen Armee behauptete, die Bomben, die Israel bei dem Angriff verwendet habe, seien zu klein gewesen, um ein so großes Feuer zu verursachen.

    Separat erklärten die Behörden in Gaza, dass gestern erneut 21 Menschen bei Angriffen auf ein Lager mit Zelten für Vertriebene in Al-Mawasi, einer als sicher ausgewiesenen Zone nahe Rafah, getötet wurden. Das israelische Militär gab an, in der Gegend Nahkämpfe zu führen, bestritt jedoch, Angriffe innerhalb dieser Zone durchgeführt zu haben.

    Vertriebene Palästinenser flohen gestern aus Teilen von Rafah, nach einer Nacht schwerer Bombardierungen.

    Eine wegweisende Wahl in Südafrika

    Vor dreißig Jahren gaben Südafrikaner ihre Stimmen in den ersten freien und fairen Wahlen des Landes ab. Heute könnte der African National Congress (ANC) zum ersten Mal seine absolute Mehrheit verlieren.

    Eine neue Generation von Wählern hat die Apartheid nicht mehr selbst erlebt und macht die ANC für Arbeitslosigkeit, verbreitete Kriminalität und eine durch Stromausfälle beeinträchtigte Wirtschaft verantwortlich. Die Wahlbeteiligung fiel 2021 erstmals unter 50 Prozent. Vielen junge Menschen planen, die Wahl zu boykottieren.

    WEITERE TOP-NEWS

    Georgien: Die Abgeordneten hoben ein Veto der Präsidentin auf und genehmigten endgültig ein Gesetz, das die Bemühungen des Landes, der EU beizutreten, untergraben könnte.

    Ukraine: Westliche Nationen verstärken Forderungen, die Ukraine mit westlichen Waffen auch innerhalb russischen Territoriums zuschlagen zu lassen, da Russland Truppen an der Grenze für eine mögliche Offensive aufbaut.

    Vatikan: Der Papst entschuldigte sich, nachdem Berichte aufgetaucht waren, dass er ein beleidigendes Slangwort für homosexuelle Männer verwendet hatte.

    Taiwan: Zwei Oppositionsparteien setzten Maßnahmen durch, die die Befugnisse des neuen Präsidenten schwächen könnten, was zu hitzigen Protesten und Kämpfen unter den Abgeordneten führte.

    Nordkorea: Eine Rakete, die einen Spionagesatelliten trug, explodierte gestern nach dem Start, meldet das südkoreanische Militär.

    KLIMA

    Zyklon Remal: Mindestens 23 Menschen wurden getötet und Millionen waren ohne Strom, als der tropische Sturm Bangladesch und den Osten Indiens traf.

    Hitze: Jeder Mensch auf der Erde erlebte im letzten Jahr durchschnittlich 26 zusätzliche besonders heiße Tage aufgrund des Klimawandels, sagen Wissenschaftler.

    CO2-Kompensationen: Die Biden-Administration legte Richtlinien für die Finanzierung von Projekten vor, die Kohlendioxid aus der Atmosphäre entfernen.