Schlagwort: Protest

  • Krise auf Martinique: Die Szenen der Gewalt häufen sich

    Krise auf Martinique: Die Szenen der Gewalt häufen sich

    Auf Martinique halten die Gewalttätigkeiten auch Ende November an. Es wurden zahlreiche Straßensperren vom Norden bis zum Süden der Insel errichtet. In der Nacht vom 26. auf den 27. November kam es zu Plünderungsszenen und Zusammenstößen.

    In den Straßen von Fort-de-France (Martinique) waren am Samstagmorgen, dem 27. November, die Verwüstungen einer weiteren Nacht der Gewalt deutlich sichtbar. Eine Tankstelle wurde in Brand gesteckt, doch eine Explosion konnte verhindert werden. „Die Leute sind rücksichtslos, eine Tankstelle ist wie eine Bombe. Es sind Leute aus der Umgebung“, vermutet Micheline Germarck, die Betreiberin der Tankstelle, gegenüber France Télévisions. Im gleichen Viertel wurde ein Postamt mit einem Bagger zerstört.

    Strassensperren blockieren den Verkehr
    Auf den Hauptachsen der Insel blockieren Strassensperren weiterhin den Verkehr. Am Freitagmorgen, dem 26. November, war es ruhig, aber die Nacht zuvor war turbulent. Es wurden Schüsse auf die Gendarmen abgegeben und die Ordnungskräfte mit Fahrzeugen angegriffen. Polizisten wurden mit einem Lieferwagen gerammt, und zum ersten Mal seit Beginn der Auseinadersetzungen auf Martinique wurden von den Ordnungskräften gepanzerte Fahrzeuge auf den Straßen der Insel eingesetzt.

    Lesen Sie auch: Neue Nacht der Unruhen auf Martinique: Polizisten und Journalisten im Visier

  • Neue Nacht der Unruhen auf Martinique: Polizisten und Journalisten im Visier

    Neue Nacht der Unruhen auf Martinique: Polizisten und Journalisten im Visier

    In der Nacht von Donnerstag auf Freitag wurden auf Martinique zehn Sicherheitskräfte verletzt und auf vier Journalisten geschossen. Die Gewalt löste eine heftige Reaktion der Regierung aus. Die Krise hält auch auf Guadeloupe an. Martinique war erneut Schauplatz einer Nacht der Unruhen und Sicherheitskräfte sowie Journalisten wurden mit scharfer Munition beschossen, wie die Staatsanwaltschaft von Fort-de-France am Freitag in einer Pressemitteilung bekannt gab. „Gestern gab es eine neue Nacht der Unruhen mit schweren Ausschreitungen: brennende Barrikaden, Einbrüche und Sachbeschädigungen, systematische Bedrohung der Bewohner“, berichtet die Staatsanwältin Clarisse Taron in ihrer Erklärung. Sie spricht auch von „Schüssen mit scharfer Munition“ auf Polizisten, Gendarmen und Journalisten. Laut einer Polizeiquelle wurden zehn Polizisten bei den Vorfällen in der Nacht, in der drei Geschäfte geplündert wurden, leicht verletzt. Die Staatsanwaltschaft in Fort-de-France berichtet, dass ein Gendar…

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  • Nach Guadeloupe erreicht die Krise Martinique: Schüsse auf Polizei und Feuerwehr

    Nach Guadeloupe erreicht die Krise Martinique: Schüsse auf Polizei und Feuerwehr

    Polizeiquellen zufolge wurden die Ordnungskräfte sowie Feuerwehrleute mit scharfen Schusswaffen beschossen und mit Wurfgeschossen beworfen, als sie im Viertel Sainte-Thérèse in Fort-de-France gegen Mülltonnenbrände vorgingen, die auf öffentlichen Straßen gelegt worden waren. Am Dienstag, dem 23. November, einen Tag nach der Ankündigung eines Generalstreiks auf Martinique, wurden Ordnungskräfte und Feuerwehrleute mit scharfen Schusswaffen beschossen, berichtet die Nachrichtenagentur AFP. Die Polizei sowie Feuerwehrleute wurden mit beschossen und mit Wurfgeschossen beworfen, als sie im Stadtteil Sainte-Thérèse in Fort-de-France bei Mülltonnenbränden auf öffentlichen Straßen eingriffen, wie Polizeiquellen berichteten. „Wir haben gegen 23.30 Uhr zur Unterstützung der Feuerwehr bei Mülltonnenbränden in Sainte-Thérèse eingegriffen. Wir wurden mit Geschossen beworfen. Weitere Mülltonnen- und Fahrzeugbrände wurden gegen 01:45 Uhr gelegt, zu diesem Zeitpunkt wurden die Patrouillen mehrfach mit …

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  • Martinique: Demonstrationen und Aufruf zu unbefristetem Streik

    Martinique: Demonstrationen und Aufruf zu unbefristetem Streik

    Die Gewerkschaften auf Martinique haben am Montag, den 22. November, zu einem unbefristeten Streik in dem französischen Überseegebiet aufgerufen. Der Journalist Franck Zozor berichtet für France 2 über die Situation. Martinique war am Montag, 22. November, von Blockaden und Demonstrationen geprägt. „Seit heute Morgen 5.30 Uhr ist der Hafen von Martinique blockiert, ebenso wie zahlreiche Industriegebiete“, erklärt der Journalist Franck Zozor von France Télévisions für den sender France 2. Teure LebenshaltungskostenGegen 9 Uhr morgens marschierten Tausende von Menschen durch die Straßen von Fort-de-France, „um Nein zum Gesundheitspass zu sagen, Nein zur Impfpflicht für Pflegekräfte und vor allem um zu zeigen, dass eines der Probleme von Martinique heute das teure Leben ist“, erklärt Franck Zozor. Eine Forderung der Demonstranten, die der Start einer neuen sozialen Bewegung auf der französischen Insel werden könnte. Lesen Sie auch: Polizeiverstärkung für Guadeloupe nach Ausschreitungen v…

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  • Krise auf Guadeloupe: Emmanuel Macron ruft zur Ruhe auf und predigt für Impfungen

    Krise auf Guadeloupe: Emmanuel Macron ruft zur Ruhe auf und predigt für Impfungen

    Die Krise in Guadeloupe veranlasste Emmanuel Macron zu einem kommentar, als er am Montag, dem 22. November, Amiens (Somme) besuchte. Die Spannungen in Guadeloupe blieben auch am Montag, dem 22. November, sehr hoch. Angesichts des Ernstes der Lage meldete sich nun auch Emmanuel Macron zu diesem Thema zu Wort. Es zeigt den Ernst der Krise, das sich der Staatspräsident in Amiens, nach einem Treffen mit Beschäftigten der Firma Whirlpool, zur Lage in Guadeloupe äusserte. Die Journalistin Anne Bourse von France Télévisions berichtet aus Amiens. „Die Impfung ist der beste Schutz“Die Journalistin berichtet, dass der Staatschef versicherte, dass der Minister für die Überseegebiete, Sébastien Lecornu, und der Innenminister, Gérald Darmanin, „die Situation beobachten“, die er als „sehr explosiv“ bezeichnete. Macron rief zur Ruhe und Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung auf und betonte außerdem die Priorität der Regierung, „davon zu überzeugen, dass die Impfung der beste Schutz ist“. Lesen S…

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  • Polizeiverstärkung für Guadeloupe nach Ausschreitungen von Impfgegnern

    Polizeiverstärkung für Guadeloupe nach Ausschreitungen von Impfgegnern

    Elitepolizisten und Anti-Terror-Beamte trafen am Sonntag auf der französischen Karibikinsel Guadeloupe ein, um die andauernden Unruhen einzudämmen, die durch Covid-19-Maßnahmen der Regierung ausgelöst worden waren, so die örtlichen Behörden. In dem französischen Überseegebiet mit rund 400.000 Einwohnern kam es nach der Ankündigung, dass Covid-Impfungen für alle Beschäftigten im Gesundheitswesen obligatorisch sein werden, zu Protesten, die von Zusammenstößen und Plünderungen begleitet wurden. In der Nacht zum Sonntag nahm die Polizei 38 Personen fest, nachdem Verstöße gegen die Ausgangssperre zu Plünderungen und Brandstiftungen in Geschäften und Apotheken geführt hatten; zwei Polizisten wurden verletzt. Nach Angaben von Oberst Jean Pierre von der Gendarmerie in Pointe-à-Pitre, der Hauptstadt der Insel, begannen die verstärkten Polizeikräfte kurz nach ihrer Ankunft damit, Straßenbarrikaden der Demonstranten zu beseitigen. Die Barrikaden hatten den Verkehr behindert, so dass die Schulen auf der Hauptinsel Guadeloupe am Montag geschlossen werden mussten, teilte das Bildungsministerium mit. Die Präfektur von Guadeloupe teilte mit, dass Demonstranten auf Sicherheitskräfte und Feuerwehrleute geschossen hätten und dass „organisierte Banden“ in die Unruhen verwickelt seien. Dreißig Personen werden am Montag in Pointe-à-Pitre wegen mutmasslicher Beteiligung an den Unruhen vor Gericht erscheinen, so Staatsanwalt Patrick Desjardins. Regierungssprecher Gabriel Attal bezeichnete die Situation als „unerträglich und inakzeptabel“ und versprach ein hartes Vorgehen gegen eine „kleine Minderheit“ von Protestierenden. Auf Guadeloupe gilt derzeit eine nächtliche Ausgangssperre von der Abenddämmerung bis zum Morgengrauen. Am Wochenende rief die größte Gewerkschaft Guadeloupes, die UGTG, zu weiteren Protesten auf. Die Demonstrationen wurden zwar durch die Impfpflicht im Gesundheitswesen ausgelöst, sind aber auch Ausdruck „eines tiefen Leidens, der Ungleichheit, der Armut und der Ausgrenzung der Bevölkerung, insbesondere der Jugendlichen und der älteren Menschen“, so UGTG-Generalsekretärin Maite Hubert M’Toumo. Seit dem Sommer hat die Impfkampagne in Guadeloupe an Fahrt aufgenommen. 90 Prozent des Gesundheitspersonals und fast die Hälfte der Bevölkerung sind geimpft. In Kontinentalfrankreich liegt die Impfquote bei fast 75 Prozent der Bevölkerung. Auch auf der Nachbarinsel Martinique wurde für Montag ein Generalstreik ausgerufen.
  • Paris: 18.000 Menschen demonstrieren gegen Gewalt gegen Frauen

    Paris: 18.000 Menschen demonstrieren gegen Gewalt gegen Frauen

    An einem Marsch gegen Gewalt gegen Frauen nahmen am Samstag, dem 20. November, in Paris nach Angaben der Polizei 18.000 und nach Angaben der Organisatoren 50.000 Menschen teil. Der Marsch „Nous Toutes“ fand zwei Jahre nach dem runden Tisch der Exekutive gegen häusliche Gewalt statt.

    Violett ist nun die Farbe des Protests gegen die Gewalt gegen Frauen. Am Samstagnachmittag, dem 20. November, versammelten sich 18.000 Demonstranten in Paris, vor allem Frauen. In ihren Augen tun die staatlichen Behörden nicht genug. „Die Gesetze werden nicht umgesetzt, die Mittel werden nicht bereitgestellt. Derzeit gibt es nur 360 Millionen Euro, die dem Kampf gegen häusliche Gewalt gewidmet sind“, kritisiert Marylie Breuil vom Kollektiv „Nous toutes“ gegenüber France 3.

    Unter den Teilnehmern des Demonstrationszuges befanden sich auch viele Opfer. Eine der Demonstrantinnen wird wohl nie vergessen, was ihr kürzlich in einem Bus passiert ist. „Links neben mir saß ein Mann und ich wurde gegen das Fenster gedrückt. Er nahm mit seinen Beinen viel Platz ein (…) Er kam mir immer näher, bis er seine Hand zwischen seinen und meinen Oberschenkel schob“, erzählt sie. Stalking, eine andere Form der Gewalt, ist für viele Frauen alltäglich, oftmals mit Worten, die verletzen und erniedrigen.

  • COP26: ein Tag der Kundgebungen und Aktionen für das Klima

    COP26: ein Tag der Kundgebungen und Aktionen für das Klima

    Nachdem Tausende von jungen Menschen am Freitag in Glasgow zum Handeln gegen den Klimawandel aufgerufen haben, sind für Samstag weltweit weitere Aktionen für Klimagerechtigkeit geplant.

    Auch nach der Halbzeit der COP26 wird die Mobilisierung für das Klima nicht schwächer. Nach der Demonstration junger Menschen unter der Leitung von Greta Thunberg am Freitag in Glasgow (Schottland) werden am Samstag, dem 6. November, erneut Zehntausende von Demonstranten in der Gastgeberstadt der Klimakonferenz und in der ganzen Welt zu Demonstrationen erwartet.

    Mehr als 200 Demonstrationen. Von Sydney (Australien) über London (Vereinigtes Königreich), Nairobi (Kenia) oder Mexiko-Stadt (Mexiko) sind nach Angaben der Koalition von Organisationen, die hinter der Mobilisierung stehen, mehr als 200 Veranstaltungen geplant.

    Klimagerechtigkeit steht im Mittelpunkt der Demonstrationen. Zu den Forderungen der Demonstranten gehört „Klimagerechtigkeit“. Dieses Konzept basiert auf der Tatsache, dass die Reichen als Hauptverursacher von Treibhausgasemissionen für die globale Erwärmung hauptsächlich verantwortlich sind und dass die Armen unter den Folgen besonders stark zu leiden haben.

    Pariser Demonstration vor dem Rathaus. In Frankreich sind Demonstrationen in Marseille, Toulouse, Nantes und Rennes geplant, zu denen 112 Organisationen wie Attac und Greenpeace aufgerufen haben. In Paris findet eine Versammlung seit Mittag vor dem Rathaus statt.

  • Benzinpreise: Gelbwesten machen ab Samstag, 23. Oktober, wieder mobil

    Benzinpreise: Gelbwesten machen ab Samstag, 23. Oktober, wieder mobil

    Können die hohen Kraftstoffpreise die Gilets Jaunes wieder auf die Straße bringen? Für Samstag, den 23. Oktober, sind mehrere Dutzend Demonstrationen angekündigt. Sechs Monate vor den Präsidentschaftswahlen behält die Regierung die Situation im Auge. Das ist das Bild, das die Regierung fürchtet. Franzosen in gelben Westen besetzen wieder die Kreisverkehre und marschieren jeden Samstag auf den Straßen. Das Risiko ist real. Kraftstoff ist heute teurer als zu Beginn der Bewegung der Gelbwesten im November 2018. Eine erste Remobilisierung fand bereits am Samstag, dem 16. Oktober statt Um die schwelende Wut der Menschen zu besänftigen, hat Jean Castex das Scheckbuch gezückt. 38 Millionen Franzosen erhalten eine Inflationszulage von 100 Euro, wenn sie ein Gehalt von weniger als 2000 Euro netto pro Monat beziehen. Sie werden je nach Berufsgruppe Ende Dezember, Januar oder Februar ausgezahlt. Ein unzureichender Betrag, wie mehrere führende Vertreter der Opposition kritisieren. 60 Protestmärsch…

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  • Metz: 6 Monate Haft auf Bewährung für Anti-Gesundheitspass-Demonstrantin wegen antisemitischer Parolen

    Metz: 6 Monate Haft auf Bewährung für Anti-Gesundheitspass-Demonstrantin wegen antisemitischer Parolen

    Das ehemalige FN-Mitglied hatte am 7. August bei einer Demonstration gegen den Gesundheitspass ein antisemitisches Schild hochgehalten. Ein höheres Strafmaß als von der Staatsanwaltschaft gefordert. Cassandre Fristot wurde am Mittwoch, 20. Oktober, vom Strafgericht Metz zu einer sechsmonatigen Haftstrafe auf Bewährung verurteilt, weil sie bei einer Demonstration gegen den Gesundheitspass am 7. August ein antisemitisches Schild hochgehalten hatte. Der Deutschlehrerin und ehemaligen Front-National-Mitglied drohten bis zu einem Jahr Gefängnis und eine Geldstrafe von 45.000 Euro. Die Staatsanwaltschaft hatte eine dreimonatige Haftstrafe auf Bewährung und eine dreijährige Sperre gegen die Lehrerin beantragt. Die Beschuldigte erschien nicht zur Anhörung am 8. September und war auch am Mittwoch bei der Gerichtsverhandlung nicht anwesend. Die Verbreitung eines Fotos des Schildes, das Cassandre Fristot mit Baskenmütze bei der Demonstration in Metz Anfang August stolz hochhielt, hatte in der pol…

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