Schlagwort: Preissteigerungen

  • Inflation steigt in Frankreich auf 6.1% – Rekord seit Juli 1985

    Inflation steigt in Frankreich auf 6.1% – Rekord seit Juli 1985

    Das Statistikamt Insee gab am Freitag, dem 29. Juli bekannt, dass sich der Anstieg der Verbraucherpreise in Frankreich im Juli wieder beschleunigt hat und auf 6,1% im Jahresvergleich gestiegen ist, verglichen mit 5,8% im Juni.

    Es ist laut Insee die höchste Teuerungsrate seit Juli 1985. Der Anstieg der Verbraucherpreise in Frankreich beschleunigte sich im Juli erneut und erreichte 6,1%, verglichen mit 5,8% im Juni. Dies geht aus einer ersten vorläufigen Schätzung hervor, die das Statistikamt am Freitag, dem 29. Juli veröffentlichte.

    Die Inflation wurde von steigenden Dienstleistungspreisen angetrieben, die im Juli um 3,9% gegenüber dem gleichen Zeitraum des Jahres 2021 stiegen, sowie von Lebensmitteln, die im Jahresvergleich um 6,7% stiegen. Trotz eines immer noch starken Anstiegs hat sich die Preisentwicklung der Energiepreise hingegen verlangsamt, so das Insee. Die sei auf einen Rückgang der Preise für Erdölprodukte zurückzuführen: Der Anstieg betrug im Juli 28,7% im Vergleich zum Juli 2021, gegenüber 33,1% im Vormonat.

    Einfluss des Krieges in der Ukraine
    Die Energiepreise sind in den letzten Monaten vor allem aufgrund der russischen Invasion in der Ukraine in die Höhe geschnellt, was zu einer Preisexplosion auf den Weltmärkten geführt hat. Im Monatsvergleich stiegen die Verbraucherpreise um 0,3%, nach +0,7% im Juni. Der harmonisierte Verbraucherpreisindex, der als Grundlage für europäische Vergleiche dient, stieg im Jahresvergleich um 6,8%, nach 6,5% im Juni.

  • Vogelgrippe: Preise für Eier explodieren

    Vogelgrippe: Preise für Eier explodieren

    Der Preis für Eier stieg in Frankreich zwischen März 2021 und März 2022 um 63,3%. Grund dafür war der Ausbruch der Vogelgrippe, aber auch der Krieg in der Ukraine, der einen sehr starken Anstieg der Produktionskosten verursachte.

    Seit dem Ausbruch der Vogelgrippe im November wurden in Frankreich 16 Millionen Tiere getötet, wie das Landwirtschaftsministerium am Montag, den 2. Mai mitteilte.

    Die Folge dieser Massenschlachtungen ist ein deutlicher Anstieg der Eierpreise. Seit November hat die Vogelgrippe zu einem Verlust von „etwa 6 % der nationalen Eierproduktion in einem Land mit 101% Selbstversorgung“ geführt, wie Loïc Coulombel, Vizepräsident des Branchenverbands für Eier (CNPO), feststellte.

    Die Eierpreise sind zwischen Februar und März bereits um 13% und zwischen März 2021 und März 2022 um stattliche 63,3% gestiegen, auch weil die Produktionskosten aufgrund des Krieges in der Ukraine laut dem Agrarpreisindex des Insee sehr stark angestiegen sind. So belastet der Konflikt in Osteuropa durch höhere Futterpreise auch den Eiermarkt in Frankreich.

    Die Preise für Tierfutter, das mindestens 60% der Kosten eines Eies ausmacht, gehen seit Beginn des Ukraine-Krieges immer weiter in die Höhe. Auch die steigenden Preise für Düngemittel, Energie zum Beheizen der Ställe, Kraftstoff oder Kartonverpackungen für den Transport belasten die Erzeuger.

    Laut dem Sender BFMTV fehlen heute jeden Tag fast 2,5 Millionen der 42 Millionen Eier, die normalerweise in Frankreich produziert werden. Loïc Coulombel schließt die Gefahr einer Eierknappheit in den Supermarktregalen zwar aus, räumt aber gegenüber der Zeitung Huffington Post ein, dass es „Spannungen oder Lieferverzögerungen geben kann“.

    Die französischen Geschäfte können sich auch nicht auf Importe verlassen, um einer Knappheit entgegen zu steuern, da kürzlich auch in Polen und Spanien Ausbrüche der Vogelgrippe festgestellt wurden. Und ntürlich leiden auch dort die Produzenten unter steigenden Kosten für Futtermittel und Energie.

  • Michel-Édouard Leclerc: Supermärkte müssen ihre Marge senken und billiger verkaufen können

    Michel-Édouard Leclerc: Supermärkte müssen ihre Marge senken und billiger verkaufen können

    Als Gast des Senders BFM Business forderte der Chef der Gruppe E.Leclerc am Mittwoch, dem 27. April, dass die Regierung die obligatorische Marge für Supermärkte, die auf 10% festgelegt ist, abschaffen solle, damit die Preise gesenkt werden können. Michel-Édouard Leclerc, Chef der E.Leclerc-Sopermärkte, war am Mittwoch, dem 27. April, zu Gast bei BFM Business. Er sprach die Regierung auf die vorgeschriebenen Gewinnspannen an, die den Supermärkten und Einzelhändlern auferlegt werden. Angesichts des Krieges in der Ukraine und der daraus resultierenden Inflation möchte der Unternehmer unter anderem diese Marge abschaffen, um den Verbrauchern die Waren „billiger zu verkaufen“.

    „Das Wichtigste für uns ist, billiger zu werden. Sowohl die Industrie als auch die Händler, wir müssen unsere Gewinnspannen senken“, fordert Michel-Édouard Leclerc. „Im Jahr 2018 hat der Gesetzgeber, ich weiß nicht, aus welchem Grund, eine Bestimmung getroffen, di…

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  • Kaufkraft: Autos werden immer teurer

    Kaufkraft: Autos werden immer teurer

    Die Kaufkraft wird das prominenteste Thema der TV-Debatte am Mittwoch, den 20. April, zwischen Emmanuel Macron und Marine Le Pen sein. Der Preisanstieg betrifft alle Produkte. Beispiel: Die Preise für Autos gehen drastisch in die Höhe. Die Preise für Neuwagen sind in Frankreich mehr als 6% in einem Jahr gestiegen. Innerhalb von drei Jahren waren es weitere 15%. Aufgrund von Covid-19 und des Krieges in der Ukraine gibt es Lieferprobleme bei vielen Komponenten der Automobilindustrie: Stahl, Kunststoff, aber auch Metalle, wie Kupfer für Kabel, Nickel für Batterien ist in wenigen Monaten um 70% teurer geworden. Palladium etwa, das für Katalysatoren unerlässlich ist, kommt größtenteils aus Russland. Durch den Krieg in der Ukraine ist das Edelmetall knapp geworden, was die Preise in die Höhe treibt. Auch die Lockdowns in China erschweren die Situation. Die Automobilindustrie leidet seit Monaten unter den stockenden Halbleiterlieferungen aus Asien, und die Situation wird nicht besser, wenn c…

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  • Lebensmittel: Deswegen gehen die Preise so stark in die Höhe

    Lebensmittel: Deswegen gehen die Preise so stark in die Höhe

    Nudeln, Kaffee, Senf, Mehl… Seit mehreren Monaten beobachten die französischen Verbraucher einen Anstieg der Lebensmittelpreise, der sich derzeit sogar noch zu beschleunigen scheint. Der Presianstieg, der seit einigen Monaten bei Lebensmitteln beobachtet wird, hängt hauptsächlich mit den Problemen…

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  • Auch die Preise für Kleidung werden in diesem Jahr steigen

    Auch die Preise für Kleidung werden in diesem Jahr steigen

    Wie viele andere Produkte könnte auch Kleidung in den kommenden Wochen und Monaten spürbar teurer werden. Die Baumwollpreise sind nämlich um 45% gestiegen und erreichten im Februar sogar eine Höhe, die man seit zehn Jahren nicht mehr gesehen hat.

    Zuletzt war es der exponentielle Anstieg der Benzin- und Dieselpreise, der sich in den Köpfen der Menschen festgesetzt hat. Zuvor, im Laufe des Jahres 2021, stiegen aufgrund der weltweiten Pandemie auch die Kosten für Baurohstoffe sowie für bestimmte Lebensmittel.

    Laut einer im Dezember 2021 veröffentlichten Studie des französischen Statistikamts Insee stieg der Verbraucherpreisindex innerhalb eines Jahres um 2,8%. Der spektakulärste Anstieg, den viele Franzosen an ihren Energierechnungen bemerkten, betraf die Energie mit +18,5% im Jahr 2021. Das Insee stellt auch einen Preisanstieg bei den Sachgütern fest (3,3%).

    Nach Energie, Lebensmitteln und Baurohstoffen könnten nun auch andere Güter teurer werden: Kleidung. Das Insee hatte bereits einen Anstieg der Verbraucherpreise für Bekleidung und Schuhe um 3% für das Jahr 2021 festgestellt. Und es sieht nicht so aus, als würde sich dieser Trend bald umkehren.

    Ähnlich wie die Rohstoffe im Baugewerbe sind auch die Rohstoffe für die Herstellung von Kleidung in letzter Zeit stark angestiegen. Viele Kleidungsstücke werden aus Stoffen wie Polyester und Nylon hergestellt, bei denen es sich um Erdölderivate handelt, deren Preis in letzter Zeit stark gestiegen ist.

    Aber auch bei einem anderen wichtigen Textilrohstoff sind die Kosten in die Höhe geschnellt: Die Preise für Baumwolle sind 2021 um 45% gestiegen und erreichten im Februar mit 1,29 USD pro Pfund einen Preis, den es seit zehn Jahren nicht mehr gegeben hat. Und auch die Bio-Baumwollbranche bleibt von diesem Anstieg nicht verschont. In Indien, das neben China einer der größten Produzenten von Bio-Baumwolle ist, sind die Preise laut Branchendaten innerhalb eines Jahres um 90% gestiegen.

    Nun legen die Bekleidungshersteller angesichts dieser seit mehreren Monaten anhaltenden Preissteigerungen Vorräte an, um nicht den vollen Preis zahlen zu müssen. Doch diese höhere Nachfrage führt wiederum zu höheren Preisen. Ein Teufelskreis, aus dem es schwer sein wird, auszubrechen, zumal die Preisspitzen zu einem Zeitpunkt auftreten, an dem die Produktions- und Transportkosten ebenfalls Rekordhöhen erreicht haben, was wiederum auf die Energiekosten zurückzuführen ist, da die Textilindustrie einen hohen Verbrauch von Gas und Strom für die Herstellung von Kleidung sowie von Öl und anderen Energieträgern für den Transport hat.

    Es bleibt jetzt abzuwarten, wie die Bekleidungsunternehmen mit dieser Situation umgehen werden und wie sie sich auf die Verkaufspreise auswirken könnte. Denn je nach Marge werden einige Unternehmen wahrscheinlich ihre Preise erhöhen müssen. Umgekehrt versichern einige große Konzerne wie das schwedische Unternehmen H&M, dass sich die höheren Rohstoff- und Produktionskosten nicht auf die Preise ihrer Kleidung auswirken werden.

    Wie dem auch sei, all das könnte dem Second-Hand-Verkauf, der in letzter Zeit immer mehr Anhänger findet, einen weiteren Schub verleihen. Viele Verbraucher kaufen gebrauchte Kleidung und Schuhe, sei es aus Kostengründen oder aus Umweltbewusstsein. Schliesslich ist die Bekleidungsindustrie eine der umweltschädlichsten Industrien überhaupt.