Schlagwort: Präsident USA

  • Heute in der Geschichte: Der 4. März – Ein Tag des Wandels und der Neuanfänge

    Heute in der Geschichte: Der 4. März – Ein Tag des Wandels und der Neuanfänge

    Der 4. März hat in der Weltgeschichte immer wieder eine besondere Rolle gespielt. Ob politische Umwälzungen, bedeutende Erfindungen oder kulturelle Meilensteine – dieser Tag war Zeuge zahlreicher Ereignisse, die den Lauf der Geschichte beeinflusst haben. Besonders in den USA markiert der 4. März traditionell einen Wendepunkt, doch auch in Frankreich und anderen Teilen der Welt fanden an diesem Datum einschneidende Entwicklungen statt.

    USA: Die traditionelle Amtseinführung der Präsidenten

    Bis 1933 war der 4. März in den USA ein ganz besonderer Tag – nämlich der offizielle Amtsantrittstermin des Präsidenten. Von George Washingtons zweiter Amtszeit im Jahr 1793 bis zur Wahl von Franklin D. Roosevelt 1933 wurde das Amt des Präsidenten immer am 4. März angetreten.

    Warum gerade dieses Datum? Die US-Verfassung von 1789 hatte keine feste Regelung für den Amtsantritt, doch mit der Zeit setzte sich der 4. März als Übergangszeitraum nach der Wahl durch. Erst mit dem 20. Zusatzartikel zur Verfassung wurde das Datum auf den 20. Januar vorverlegt, um die lange Wartezeit zwischen Wahl und Amtsantritt zu verkürzen.

    Mehrere berühmte Präsidenten legten an einem 4. März ihren Amtseid ab, darunter Abraham Lincoln (1861 und 1865), Franklin D. Roosevelt (1933) und Thomas Jefferson (1801). Besonders Lincolns erste Amtseinführung 1861 war historisch bedeutsam, denn sie fand kurz vor dem Ausbruch des Amerikanischen Bürgerkriegs statt. In seiner berühmten Rede appellierte er an den Zusammenhalt der Nation – doch vergeblich.

    Frankreich: Der Fall von Louis-Philippe und die Zweite Republik (1848)

    Auch in Frankreich ist der 4. März ein Tag des Wandels. Nach der Februarrevolution von 1848, die das Ende der Julimonarchie von König Louis-Philippe besiegelte, wurde an diesem Tag eine der zentralen Reformen der neuen Regierung beschlossen: das allgemeine Männerwahlrecht.

    Vor 1848 war das Wahlrecht in Frankreich stark eingeschränkt und an Besitz gebunden. Nur ein kleiner Teil der Bevölkerung durfte wählen. Doch mit der Ausrufung der Zweiten Republik wurden demokratische Reformen eingeleitet – und eine der wichtigsten war das allgemeine Wahlrecht für Männer, das am 4. März 1848 gesetzlich festgelegt wurde.

    Diese Entscheidung markierte einen radikalen Wandel: Statt nur 250.000 wahlberechtigter Franzosen hatten plötzlich fast 9 Millionen Männer das Recht, ihre Stimme abzugeben. Frauen wurden allerdings weiterhin ausgeschlossen, ihr Wahlrecht erhielten sie in Frankreich erst 1944.

    Die Euphorie über die neuen demokratischen Freiheiten währte jedoch nicht lange. Schon 1851 putschte sich Louis Napoléon Bonaparte an die Macht, erklärte sich zum Kaiser Napoléon III. und beendete die Zweite Republik.

    Technologische und wissenschaftliche Errungenschaften

    Der 4. März war auch ein Tag, an dem bahnbrechende Entdeckungen und Entwicklungen stattfanden. Ein Beispiel ist die Gründung des Time Magazine im Jahr 1923. Das Nachrichtenmagazin entwickelte sich rasch zu einer der einflussreichsten Publikationen weltweit und prägte die moderne journalistische Berichterstattung entscheidend mit.

    Ein weiteres historisches Ereignis war die Erfindung der ersten funktionierenden Morse-Telegraphenleitung. Samuel Morse, der Erfinder des Morse-Codes, testete am 4. März 1843 erfolgreich eine Telegrafenleitung zwischen Washington D.C. und Baltimore – ein Meilenstein in der Geschichte der Telekommunikation.

    Ein düsteres Kapitel: Das Massaker von My Lai (1968 bekannt geworden)

    Nicht alle Ereignisse des 4. März sind positiver Natur. Am 4. März 1968 wurde der Öffentlichkeit erstmals das Massaker von My Lai bekannt, bei dem US-Soldaten während des Vietnamkriegs hunderte vietnamesische Zivilisten ermordeten. Dieses Kriegsverbrechen schockierte die Welt und führte zu einem massiven Vertrauensverlust in die US-Regierung.

    Ein Tag der Geburtstage und Abschiede

    Ein Blick auf die Liste der Persönlichkeiten, die an einem 4. März geboren wurden, zeigt eine beeindruckende Vielfalt. Hier einige bekannte Namen:

    • Antonio Vivaldi (1678-1741) – Der italienische Komponist, bekannt für „Die vier Jahreszeiten“.
    • Garrett Morgan (1877-1963) – US-amerikanischer Erfinder, der die erste automatische Ampel entwickelte.
    • Miriam Makeba (1932-2008) – Südafrikanische Sängerin und Bürgerrechtlerin.

    Auch bedeutende Persönlichkeiten verstarben an diesem Datum. Ein Beispiel ist der sowjetische Diktator Josef Stalin, der am 4. März 1953 einen Schlaganfall erlitt und wenige Tage später starb – ein Moment, der das Ende einer Ära einläutete.

    Fazit: Ein Tag voller Wendepunkte

    Ob politische Umbrüche, technologische Fortschritte oder kulturelle Meilensteine – der 4. März hat eine Vielzahl bedeutender Ereignisse hervorgebracht. Von der Einführung des allgemeinen Wahlrechts in Frankreich über die traditionellen Amtseinführungen in den USA bis hin zu historischen Erfindungen ist dieser Tag ein Symbol für Wandel und Neuanfänge. Wer hätte gedacht, dass so viel Geschichte an einem einzigen Datum steckt?

  • Trump im Weißen Haus: Donald Trump wird als 47. Präsident der USA vereidigt

    Trump im Weißen Haus: Donald Trump wird als 47. Präsident der USA vereidigt

    Es ist der 20. Januar 2025, und alle Augen sind auf Washington D.C. gerichtet. Im Kapitol wird Donald J. Trump, 78 Jahre alt, erneut zum Präsidenten der Vereinigten Staaten vereidigt – und schreibt damit Geschichte. Nach einer turbulenten politischen Karriere kehrt er nach vier Jahren Pause ins Weiße Haus zurück. Doch was bedeutet diese Rückkehr, nicht nur für die Vereinigten Staaten, sondern auch für die Welt? Und wie hängt sie mit der außergewöhnlichen Geschichte der Trump-Familie zusammen, die vor über 140 Jahren in einem kleinen deutschen Dorf begann?


    Die Trump-Dynastie: Von Friedrich Trump bis ins Weiße Haus

    Um die Bedeutung dieses Moments zu verstehen, muss man in die Vergangenheit blicken – genauer gesagt, ins Jahr 1885. Damals wanderte ein junger Mann namens Friedrich Trump aus Kallstadt in der Pfalz in die Vereinigten Staaten aus. Er war auf der Suche nach einem besseren Leben und baute sich seinen Erfolg in der Ära des Goldrauschs auf, indem er in Alaska Restaurants und Hotels eröffnete. Obwohl er nach Deutschland zurückkehrte, wurde ihm die Wiedereinbürgerung verweigert, und er ließ sich endgültig in den USA nieder. Friedrichs Enkel Donald Trump sollte später den Namen der Familie weltweit bekannt machen.

    Doch wie kam es dazu, dass aus einem Barbier und Gastronomen eine politische Dynastie hervorging? Die Antwort liegt in der Geschichte der USA selbst. Amerika war immer ein Land der Möglichkeiten, in dem der Glaube an den individuellen Erfolg tief verankert ist. Donald Trump verstand es wie kaum ein anderer, dieses Narrativ zu verkörpern – erst als Immobilien-Tycoon, dann als Reality-TV-Star und schließlich als Politiker.


    Donald Trump: Ein Präsident spaltet und vereint zugleich

    Als Donald Trump 2016 zum 45. Präsidenten gewählt wurde, löste er eine beispiellose Welle der Polarisierung aus. Seine Anhänger sahen in ihm einen Mann, der für den „kleinen Mann“ kämpfte, der das Establishment aufrüttelte und Amerika wieder groß machen wollte – ganz nach seinem berühmten Slogan „Make America Great Again“. Seine Gegner hingegen warfen ihm vor, die Demokratie zu untergraben, Lügen zu verbreiten und den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu gefährden.

    In seiner ersten Amtszeit von 2017 bis 2021 hinterließ Trump ein politisches und kulturelles Erdbeben. Mit seiner unkonventionellen Art zu regieren, seiner Nähe zu den sozialen Medien – vor allem Twitter – und seiner kontroversen Politik setzte er neue Maßstäbe, die die amerikanische Gesellschaft nachhaltig veränderten. Steuerreformen, ein harter Kurs in der Einwanderungspolitik, das Verlassen internationaler Abkommen und die Ernennung konservativer Richter waren nur einige seiner Maßnahmen, die sowohl gefeiert als auch heftig kritisiert wurden.

    Nach seiner Wahlniederlage 2020 gegen Joe Biden zog sich Trump jedoch nicht zurück. Stattdessen baute er seine Position innerhalb der Republikanischen Partei aus und blieb eine dominante Figur, die weiterhin die politische Agenda bestimmte. Seine Rückkehr ins Weiße Haus nach den Wahlen 2024 zeigt, dass er nach wie vor eine enorme Unterstützung in weiten Teilen der Bevölkerung genießt.


    Die langfristigen Auswirkungen der Trump-Ära

    Mit Trumps erneuter Präsidentschaft wird deutlich, dass die politischen und gesellschaftlichen Gräben, die in den letzten Jahren entstanden sind, sich nicht so schnell schließen lassen. Aber was bedeutet diese zweite Amtszeit langfristig für die USA? Die Antwort darauf ist komplex.

    Auf der politischen Ebene dürfte sich die Polarisierung weiter verschärfen. Trump ist ein Meister darin, Themen zuzuspitzen und seine Gegner zu provozieren – ein Ansatz, der in der Vergangenheit zwar seine Basis stärkte, aber auch die politische Landschaft vergiftete. Seine Politik der Abschottung und des „America First“-Gedankens könnte die Rolle der USA auf der Weltbühne weiter schwächen, während innenpolitisch Themen wie Einwanderung, Wirtschaft und soziale Gerechtigkeit weiterhin große Konfliktfelder bleiben.

    Gesellschaftlich hat die Trump-Ära ein neues Bewusstsein für politische Identität geschaffen. Viele Amerikaner fühlen sich zum ersten Mal dazu ermutigt, ihre Meinung lautstark zu vertreten, sei es für oder gegen Trump. Gleichzeitig hat die Ära jedoch gezeigt, wie zerbrechlich demokratische Institutionen sein können, wenn sie unter Druck geraten. Der Sturm auf das Kapitol am 6. Januar 2021 bleibt ein warnendes Beispiel dafür, wie politische Rhetorik in Gewalt umschlagen kann.


    Die Rückkehr einer politischen Dynastie?

    Eine Frage drängt sich dabei immer wieder auf: Sind die USA bereit für eine dauerhafte politische Dynastie, die mit Friedrich Trump begann? Man könnte meinen, dass das Land, das sich einst von der britischen Monarchie losgesagt hat, wenig für Dynastien übrig hat. Doch die Geschichte zeigt das Gegenteil. Die Kennedys, die Bushs, die Clintons – viele einflussreiche Familien haben über Generationen hinweg die amerikanische Politik geprägt. Nun scheint es, als könnten die Trumps in diese Reihe treten.

    Mit Donald Trump zurück im Weißen Haus, seinen Kindern – allen voran Ivanka und Donald Jr. – in Schlüsselpositionen und einer treuen Anhängerschaft könnte die Trump-Familie zu einer festen Größe in der amerikanischen Politik werden. Die Gefahr dabei? Politische Macht, die über Generationen hinweg in einer Familie konzentriert bleibt, birgt das Risiko von Korruption und einer Schwächung demokratischer Prinzipien.


    Ein außergewöhnlicher Moment in der Geschichte

    Die heutige Vereidigung von Donald Trump markiert nicht nur ein politisches Comeback, sondern auch einen weiteren Höhepunkt in der außergewöhnlichen Geschichte der Trump-Familie. Sie begann vor über einem Jahrhundert mit Friedrich Trump, einem einfachen Auswanderer aus Deutschland, und führte zu einem Namen, der weltweit bekannt ist – ein Name, der für Erfolg, Kontroversen und Spaltung zugleich steht.

    Doch was bedeutet das alles für die Zukunft? Vielleicht ist die entscheidende Frage nicht, ob die USA bereit für eine Trump-Dynastie sind, sondern ob die amerikanische Demokratie robust genug ist, um auch weiterhin den Willen des Volkes zu repräsentieren – unabhängig davon, welcher Name auf dem Wahlzettel steht.


    Donald Trump steht heute im Kapitol, die Hand auf der Bibel, und legt seinen Amtseid ab. Seine Rückkehr ins Weiße Haus mag von vielen gefeiert und von anderen verurteilt werden. Eines jedoch ist sicher: Die Trump-Ära wird noch lange nachhallen – in der Politik, in der Gesellschaft und in den Geschichtsbüchern.

  • Die Ära Trump: Wie der 45. Präsident die USA prägte

    Die Ära Trump: Wie der 45. Präsident die USA prägte

    Kaum ein Präsident der Vereinigten Staaten hat die Welt so polarisiert wie Donald J. Trump. Vom Einzug ins Weiße Haus im Jahr 2017 bis zum Ende seiner Amtszeit im Januar 2021 schrieb der Immobilienmogul, TV-Star und Politiker Schlagzeilen wie kaum ein anderer vor ihm. Seine Präsidentschaft war geprägt von radikalen politischen Entscheidungen, tiefen gesellschaftlichen Spaltungen und einer schier endlosen Kette von Kontroversen. Doch wie genau hat Trump die politische Landschaft der USA verändert?


    Ein radikaler Kurswechsel: Steuerreform und Deregulierung

    Eine der zentralen Errungenschaften von Trumps Präsidentschaft war die umfassende Steuerreform von 2017, die unter dem offiziellen Titel „Tax Cuts and Jobs Act“ (TCJA) firmierte. Sie senkte den Körperschaftssteuersatz von 35 % auf 21 % – die niedrigste Rate seit Jahrzehnten. Während Unternehmen und wohlhabende Amerikaner von den Reformen profitierten, kritisierten viele Experten, dass sie die Einkommensungleichheit verschärften. Die versprochenen „Jobs für die Mittelklasse“ blieben in vielen Regionen aus.

    Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Deregulierung – insbesondere in der Energie- und Umweltpolitik. Trump löste die USA aus dem Pariser Klimaschutzabkommen, um „amerikanische Energieunabhängigkeit“ zu fördern. Stattdessen setzte er auf fossile Brennstoffe und hob zahlreiche Umweltauflagen auf. Gegner warnten vor langfristigen ökologischen Schäden, doch Trumps Anhänger sahen in seiner Politik einen „Befreiungsschlag“ für die Wirtschaft. Die große Frage bleibt: Kann man eine starke Wirtschaft wirklich auf Kosten der Umwelt aufbauen?


    Außenpolitik: „America First“ und globale Erschütterungen

    Trumps außenpolitischer Kurs war schlicht zusammenzufassen: „America First“. Seine Botschaft lautete, dass die USA ihre Interessen über alles andere stellen sollten – sei es in Handelsabkommen, Verteidigungsbündnissen oder internationalen Institutionen. Diese Haltung brachte ihm sowohl Bewunderung als auch Kritik ein.

    Ein Höhepunkt seiner Außenpolitik war die Annäherung an Nordkorea. Mit den historischen Treffen zwischen Trump und Kim Jong-un brach der Präsident mit jahrzehntelangen diplomatischen Normen. Doch trotz der symbolischen Bedeutung blieben die Verhandlungen ohne konkrete Ergebnisse: Nordkorea behielt sein Atomprogramm bei.

    Auf der anderen Seite zog sich Trump aus internationalen Organisationen wie der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zurück und ließ traditionelle Partner wie die NATO zeitweise im Regen stehen. Stattdessen suchte er den Schulterschluss mit autoritären Führern – etwa Wladimir Putin oder Mohammed bin Salman. Kritiker warfen ihm vor, die Führungsrolle der USA in der Welt geschwächt zu haben.


    Die Spaltung der Gesellschaft: Trumps Einfluss auf die USA

    Trumps Präsidentschaft spaltete die USA wie selten zuvor. Er inszenierte sich als Sprachrohr für jene Amerikaner, die sich von der etablierten Politik im Stich gelassen fühlten. Sein rhetorischer Stil – oft provozierend, polarisierend und unversöhnlich – verstärkte jedoch die Gräben zwischen verschiedenen Bevölkerungsgruppen. Ob Migration, Rassismus oder Geschlechterfragen: Kaum ein Thema blieb unter seiner Präsidentschaft frei von Konflikten.

    Sein Umgang mit den Protesten nach dem Tod von George Floyd war beispielhaft für diese Polarisierung. Während Millionen Menschen friedlich gegen Polizeigewalt und Rassismus demonstrierten, verurteilte Trump die Bewegung wiederholt als „Radikale“ und setzte auf eine „Law and Order“-Rhetorik. Für seine Anhänger war das ein Zeichen der Stärke, für seine Kritiker ein Beweis seiner Gleichgültigkeit gegenüber strukturellen Problemen.

    Eine rhetorische Frage drängt sich hier förmlich auf: War Trump die Ursache der gesellschaftlichen Spaltung oder lediglich ein Katalysator, der tieferliegende Konflikte sichtbarer machte? Viele Beobachter argumentieren, dass die politischen und sozialen Spannungen in den USA lange vor Trump existierten – er habe sie nur gnadenlos verstärkt.


    Kontroversen und Amtsenthebungsverfahren: Ein Präsident unter Dauerbeschuss

    Kaum ein Präsident musste sich während seiner Amtszeit so häufig mit Kontroversen auseinandersetzen wie Donald Trump. Von der sogenannten „Russland-Affäre“ über den Umgang mit der COVID-19-Pandemie bis hin zu den Impeachment-Verfahren: Trumps Präsidentschaft war ein regelrechter Wirbelsturm.

    Das erste Amtsenthebungsverfahren begann 2019. Es drehte sich um Vorwürfe, Trump habe die Ukraine unter Druck gesetzt, Ermittlungen gegen Joe Biden und dessen Familie einzuleiten – ein Versuch, seinen politischen Rivalen zu schwächen. Trotz umfangreicher Beweise wurde Trump im Senat freigesprochen, da die republikanische Mehrheit geschlossen hinter ihm stand. Doch der Schaden war angerichtet: Das Vertrauen in die US-Demokratie erlitt einen weiteren Schlag.

    Im Januar 2021 folgte dann das zweite Amtsenthebungsverfahren – diesmal im Zusammenhang mit dem Sturm auf das Kapitol am 6. Januar. Trump wurde vorgeworfen, den Angriff auf die amerikanische Demokratie angestachelt zu haben, indem er wiederholt unbelegte Behauptungen über Wahlbetrug verbreitete. Auch diesmal wurde er freigesprochen, doch die Ereignisse hinterließen tiefe Narben in der politischen Landschaft der USA.


    Ein politisches Vermächtnis voller Widersprüche

    Was bleibt von Trumps Präsidentschaft? Für viele Amerikaner war er ein Präsident, der endlich „aufgeräumt“ und das Establishment herausgefordert hat. Seine Wirtschaftspolitik und sein Außenseiterstatus machten ihn zur Ikone für Millionen konservativer Wähler. Auf der anderen Seite steht eine Präsidentschaft, die von Chaos, Skandalen und gesellschaftlicher Polarisierung geprägt war.

    Ob man Trump nun als Reformer, als Zerstörer oder als beides zugleich sieht – eines ist sicher: Seine Ära wird noch lange diskutiert werden. Trumps Einfluss auf die politische Kultur der USA ist nicht zu leugnen, und sein Schatten reicht weit über seine Amtszeit hinaus. Manche sehen in ihm einen politischen Meteoriten, der die Ordnung der Dinge auf den Kopf gestellt hat. Die Frage ist, ob die USA nach diesem Einschlag wieder zu einer stabileren Einheit finden können – oder ob sie auf immer in Trumps Spuren wandeln.

  • Biden verteidigt seine Kandidatur – und andere World-News

    Biden verteidigt seine Kandidatur – und andere World-News

    Präsident Joe Biden hat gestern vehement auf Bedenken reagiert, die eine breite Palette von Demokraten hinsichtlich seiner Wiederwahlkampagne geäußert haben. Im Laufe des Tages nahm er an einer vielgesehenen Morgensendung teil, verschickte einen trotzigen Brief an die demokratischen Kongressabgeordneten und skizzierte während eines Anrufs mit Parteispendern seinen Plan, Donald Trump anzugreifen.

    „Wenn einer dieser Leute denkt, dass ich nicht kandidieren sollte, dann tretet gegen mich an“, sagte er und richtete sich damit direkt an seine Kritiker. „Los, kandidiert für das Präsidentenamt. Fordert mich auf dem Parteitag heraus.“

    Biden sieht sich mit schwindender Unterstützung seitens der demokratischen Abgeordneten und zunehmenden Ängsten unter den Demokraten vor einer Niederlage gegen Donald Trump im November konfrontiert. Es wird erwartet, dass er eine Pressekonferenz abhält, höchstwahrscheinlich am Donnerstag, nachdem an dem NATO-Gipfel in Washington teilgenommen hat.

    Gesundheitsbedenken

    Ein Experte für Parkinson-Krankheit besuchte das Weiße Haus laut offiziellen Besucherprotokollen von letztem Sommer bis diesen Frühling achtmal. Das Weiße Haus präzisierte nicht, ob der Experte wegen Biden dort war, erklärte jedoch, dass der Präsident nicht wegen Parkinson behandelt werde.

    Kinderkrankenhaus in der Ukraine bombardiert

    Moskau ließ gestern Raketen auf die Ukraine regnen und zerstörte das größte Kinderkrankenhaus des Landes. Hunderte eilten zur Unglücksstelle, um verzweifelt nach Überlebenden zu suchen. Ein Arzt und eine weitere erwachsene Person kamen ums Leben, mindestens zehn weitere Menschen, darunter sieben Kinder, wurden verletzt, sagten lokale Beamte. Mindestens drei Kinder wurden aus den Trümmern gezogen, berichtete die ukrainische Notfalldiensteagentur.

    Im gesamten Land wurden bei den Bombardierungen mindestens 38 Menschen getötet, darunter 27 in Kiew, und mehr als 100 verletzt, so die Verwaltung. Die ukrainische Luftwaffe erklärte, sie habe 30 der 38 während des Angriffs abgefeuerten Raketen abgeschossen. Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen wird heute eine Dringlichkeitssitzung abhalten, um die Angriffe zu erörtern.

    Die Angriffe verdeutlichen die zunehmende Zahl tödlicher Attacken Russlands auf ukrainische medizinische Einrichtungen, Fahrzeuge und Mitarbeiter.

    WEITERE TOP-NACHRICHTEN

    Gaza

    Israels Premierminister Benjamin Netanyahu und die Hamas gaben Erklärungen ab, die die Chancen auf einen Kompromiss über die Zukunft des Gebiets oder einen Waffenstillstand verringern.

    Indien

    Premierminister Narendra Modi traf sich in Moskau mit Wladimir Putin und demonstrierte Indiens Entschlossenheit, trotz westlichen Drucks enge Beziehungen zu Russland zu pflegen.

    Russland

    Ein Dramatiker und ein Theaterregisseur wurden wegen „Rechtfertigung von Terrorismus“ in ihrem Stück über den Islamischen Staat zu sechs Jahren Gefängnis verurteilt.

    Tropensturm Beryl

    Mindestens vier Menschen kamen ums Leben, als der Sturm die texanische Stadt Houston heimsuchte, und die Behörden warnten, dass es Tage dauern könnte, die Stromversorgung vollständig wiederherzustellen.

    Alec Baldwin

    Ein Richter entschied, dass die Rolle des Schauspielers als Produzent von „Rust“ nicht relevant für seinen Prozess wegen fahrlässiger Tötung bei der Erschießung der Kamerafrau des Films sei.

    Dänemark

    Während Reiseziele wie Venedig Einschränkungen für Touristen verhängen, versucht Kopenhagen einen anderen Ansatz: Besucher, die sich verantwortungsbewusst verhalten, werden belohnt.


    Wird Biden es schaffen, seine Kritiker zu besänftigen und eine weitere Amtszeit zu sichern, oder steht ihm ein harter Kampf bevor? Nur die Zeit wird es zeigen – aber eines ist sicher: Die nächsten Monate versprechen spannend zu werden.

  • Pariser Abkommen, die Mauer zu Mexiko… Joe Biden will Trumps Bilanz auslöschen

    Pariser Abkommen, die Mauer zu Mexiko… Joe Biden will Trumps Bilanz auslöschen

    Joe Bidens Amtseinführung als neuer Präsident der Vereinigten Staaten hat noch nicht begonnen, da hat er schon nicht weniger als 17 Maßnahmen angekündigt, um die Amtszeit von Donald Trump zu beenden. Von der Umwelt über die Migrationspolitik bis hin zur Gesundheitskrise fallen diese neuen Maßnahmen in vier Kategorien. Joe Biden wird, sobald er am Mittwoch das Weiße Haus betritt, 17 präsidiale Maßnahmen ergreifen, um einige von Donald Trumps Entscheidungen rückgängig zu machen, darunter die Rückkehr der Vereinigten Staaten zum Pariser Klimaabkommen und zur Weltgesundheitsorganisation, so seine Berater. La Dépêche du Midi berichtet über die ersten Maßnahmen, die der neue Präsident der Vereinigten Staaten angekündigt hat. Die Gesundheitskrise im Zusammenhang mit Covid-19 Der Immunologe Anthony Fauci wird bei einer Sitzung des WHO-Exekutivrats am Donnerstag im Namen der Vereinigten Staaten sprechen, sagte Jeff Zients, der die Reaktion der neuen Regierung auf die Covid-19-Pandemie koordini…

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  • Präsentkorb für Joe Biden

    Präsentkorb für Joe Biden

    Aktuelle Kurzmeldung: Die Präsidentin der Region Okzitanien, Carole Delga, hat einen Brief und einen Korb an den zukünftigen Präsidenten der Vereinigten Staaten, Joe Biden, geschickt, um ihn zu bitten, die Steuern auf bestimmte französische Produkte wie Weine aufzuheben, berichtet France Bleu Occit…

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