Schlagwort: Präfektur

  • Ein Knall, der alles veränderte – wie ein Böller in Mulhouse ein Kinderleben erschütterte

    Ein Knall, der alles veränderte – wie ein Böller in Mulhouse ein Kinderleben erschütterte

    Es ist der Sonntagabend kurz vor Weihnachten, einer jener Abende, an denen die Städte ein wenig leiser wirken, obwohl das Jahr seinem lärmenden Höhepunkt entgegengeht. Auf dem Boulevard de la Marseillaise in Mulhouse spielen ein Vater und sein vierjähriger Sohn mit Feuerwerkskörpern. Ein vertrautes Bild in vielen französischen Städten zu dieser Jahreszeit. Ein paar Sekunden später ist nichts mehr vertraut. Der Knall kommt verzögert. Ein Böller der Kategorie F2 explodiert in der Hand des Kindes. Das Ergebnis ist verheerend: Ein Finger wird abgerissen, die Hand schwer verletzt. Der Vater, ebenfalls verletzt, kommt glimpflicher davon – Blessuren an beiden Händen, schmerzhaft, aber nicht lebensverändernd. Für den Jungen dagegen beginnt ein anderer Abschnitt seines Lebens. Einer, der so nie geplant war. Der Vorfall ereignete sich am 21. Dezember und wurde am folgenden Tag öffentlich gemacht. Die Polizei bestätigt den Ablauf: Der Böller zündete zunächst nicht. Der Junge wollte ihn aufheben. …

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  • Knallharte Maßnahme in Frankreichs Südwesten: Handy am Steuer kostet in den Landes jetzt den Führerschein

    Knallharte Maßnahme in Frankreichs Südwesten: Handy am Steuer kostet in den Landes jetzt den Führerschein

    Was bislang als Kavaliersdelikt galt, wird im französischen Département Landes zur ernsten Angelegenheit: Wer am Steuer mit dem Handy erwischt wird, riskiert den sofortigen Verlust seines Führerscheins – mindestens für zwei Wochen. Eine drastische Maßnahme, die nicht aus heiterem Himmel kommt, sondern eine klare Reaktion auf steigende Unfallzahlen ist.

    Seit dem 1. November 2025 gilt in den Landes: Null Toleranz gegenüber Handynutzung während der Fahrt. Autofahrer, die telefonieren, Nachrichten schreiben oder sogar nur das Display ihres Geräts checken, müssen nicht nur mit einem Bußgeld von 135 Euro und dem Abzug von drei Punkten rechnen – sie können jetzt auch direkt den Lappen verlieren. Die Polizei ist in erhöhter Alarmbereitschaft und kontrolliert mit strikter Konsequenz. Wer erwischt wird, bekommt binnen Tagen Post von der Präfektur – mit einem zeitlich befristeten Fahrverbot.

    Die Geduld der Behörden ist am Ende

    Gilles Clavreul, Präfekt der Landes, hat genug. Nach einer mehrwöchigen Aufklärungskampagne sei die Zeit für Nachsicht vorbei: „Wenn das Handy am Steuer die einzige Übertretung ist, reden wir über 15 Tage Fahrverbot. Wer zusätzlich zu schnell ist oder andere Verkehrsregeln missachtet, muss mit bis zu einem Monat rechnen“, erklärt er.

    Die rechtliche Grundlage dafür liefert der französische Code de la Route, der es Präfekten erlaubt, bei gefährlichem Verhalten den Führerschein temporär zu entziehen – auch ohne richterlichen Beschluss. Ein Mittel, das bislang selten angewendet wurde, aber jetzt zum festen Instrument der Verkehrspolitik im Südwesten avanciert.

    Mehr Tote, mehr Härte

    Die Entscheidung kommt nicht von ungefähr. In den Landes sind in diesem Jahr bereits 31 Menschen auf den Straßen ums Leben gekommen – fünf mehr als im Vorjahr. In einem Großteil der Fälle spielte das Smartphone am Steuer eine entscheidende Rolle. Für die Behörden ist das Maß voll: „Wir handeln nicht willkürlich, sondern gezielt. Der Schutz von Leben hat Vorrang“, heißt es aus einem Kommissariat.

    Diese neue Härte scheint von der Bevölkerung durchaus mitgetragen zu werden. Viele Fahrer zeigen Verständnis – einige aus eigener, schmerzhafter Erfahrung. Eine Frau, die kürzlich in einen Auffahrunfall verwickelt war, berichtet: „Die junge Fahrerin hinter mir war mit dem Handy beschäftigt und hat nicht gesehen, dass wir abbremsten. Ich habe jetzt ein Schleudertrauma.“ Die bittere Konsequenz einer Sekunde Unaufmerksamkeit.

    Handy, GPS und die Grauzonen

    Nicht jede Kontrolle verläuft konfliktfrei. Ein Fahrer wurde angehalten, weil sein Smartphone sichtbar in der Windschutzscheibe befestigt war. „Ich nutze es als Navigationsgerät, wie ein Tablet“, rechtfertigte er sich. Der Gendarm blieb hart: „Das ist gefährlich und behindert Ihre Sicht – es ist ein klarer Verstoß.“

    Diese Szene steht exemplarisch für das Dilemma moderner Mobilität: Smartphones sind längst Teil des Fahralltags, dienen als GPS, Musikquelle oder Kommunikationsmittel. Doch wo endet der sinnvolle Einsatz – und wo beginnt die Gefahr?

    Ein Modell für ganz Frankreich?

    Die Landes sind mit dieser Initiative landesweit Vorreiter. Noch hat kein anderes Département vergleichbare Maßnahmen ergriffen, doch Experten erwarten, dass sich das schnell ändern könnte. Die Erfolgskriterien dafür liegen auf der Hand: weniger Unfälle, weniger Tote – und ein spürbarer Mentalitätswandel im Straßenverkehr.

    Denn eines ist klar: Wer hinter dem Steuer aufs Handy schaut, fährt sekundenlang blind – und gefährdet nicht nur sich selbst, sondern auch alle anderen. Ist es da nicht nur logisch, wenn der Staat eingreift, bevor es zu spät ist?

    Die Landes haben ein Zeichen gesetzt. Die kommenden Wochen werden zeigen, ob es Schule macht.

    Autor: Andreas M. Brucker

  • Wenn der Wind das Kommando übernimmt

    Wenn der Wind das Kommando übernimmt

    Tempête Benjamin hat Frankreich durchgeschüttelt – und auf der Mittelmeerinsel Korsika eine tödliche Spur hinterlassen.

    Ein deutscher Urlauber, 45 Jahre alt, wird am Donnerstag in der Flussmündung des Fango bei Galéria vom Wasser mitgerissen. Er war mit seiner Frau und zwei Kindern zum Baden dort. Der Familienausflug endet in einer Tragödie.

    Die Behörden sind im Dauereinsatz. Und dennoch – oder gerade deshalb – klingt das Fazit am Freitagmorgen beinahe gelassen: „Die Lage ist unter Kontrolle.“ Das sagt Michel Prosic, Präfekt der Haute-Corse.

    Korsika unter dem Sturm

    Was klingt wie Durchatmen, ist in Wahrheit eine Bilanz voller Fragezeichen. Denn auch wenn am Morgen die Unwetterwarnung für Wind aufgehoben wird – die Gefahr ist nicht gebannt.

    Sturmböen zwischen 90 und 140 km/h jagen weiter über die Insel. Flugzeuge bleiben am Boden, Fähren liegen still, Straßen sind zwar passierbar, aber der Verkehr wird von umgestürzten Bäumen und herabgefallenen Ästen behindert.

    Die Natur hat sich mit voller Kraft gemeldet.

    Fünf Brände in nur 24 Stunden, zwei davon in der Nacht – vermutlich ausgelöst durch beschädigte Stromleitungen. Zehn Menschen mussten in Sicherheit gebracht werden.

    Einsatzkräfte rund um die Uhr

    450 Männer und Frauen – Feuerwehr, Polizei, technische Dienste, zivile Helfer – haben die ganze Nacht gearbeitet. Straßen freigeräumt, Flüsse beobachtet, Notrufe koordiniert.

    Die Präfektur lobt diesen Einsatz als „außergewöhnlich“, als „Beweis für die Widerstandskraft und Organisation der Region“. Und tatsächlich: Am Freitagmorgen sind alle Straßen wieder offen.

    Aber offen heißt nicht sicher.

    „Wer nicht muss, sollte zuhause bleiben“, mahnt Prosic. Spaziergänge im Wald oder am Strand? Keine gute Idee. Aktivitäten im Freien? Besser nicht. Die Gefahr, von herabstürzenden Ästen oder plötzlich steigenden Wassern überrascht zu werden, ist noch lange nicht gebannt.

    Ein stiller Freitag

    Die Straßen Korsikas wirken wie ausgebremst. Der Verkehr läuft, ja – aber zäh, vorsichtig, mit angezogener Handbremse.

    Die Bewohner? Müde, aber diszipliniert. Die Touristen? Überwiegend verständnisvoll – auch wenn viele mit gestrichenen Flügen oder unterbrochenen Fährverbindungen zu kämpfen haben.

    Inzwischen warnt ein SMS-Warndienst gezielt rund 2.000 Adressaten – darunter Bürgermeister, Campingplätze, öffentliche Einrichtungen. Sie sollen aufmerksam bleiben, nichts riskieren.

    Benjamin zieht weiter

    Tempête Benjamin war kein gewöhnliches Sturmtief. Es hat sich nicht leise verabschiedet, sondern mit voller Wucht Korsikas Berge, Täler und Küsten heimgesucht.

    Es hat gezeigt, wie verletzlich selbst eine robuste Insel wie Korsika sein kann.

    Und es hat daran erinnert, wie dünn die Grenze zwischen Alltag und Ausnahmezustand ist – ein Fluss, der über die Ufer tritt. Ein Baum, der fällt. Ein Windstoß, der alles ändert.

    Wie verarbeitet man so ein Ereignis? Vielleicht, indem man innehält.

    Die Familie des verstorbenen Urlaubers steht stellvertretend für das, was bleibt, wenn der Sturm vorüber ist: ein Moment der Stille und Trauer – und die Erkenntnis, dass Naturgewalten tiefen Respekt verlangen.

    Von C. Hatty

  • Waldbrandgefahr – Südfrankreich sperrt seine Wälder

    Waldbrandgefahr – Südfrankreich sperrt seine Wälder

    Ein Funke genügt – und das Chaos nimmt seinen Lauf. In den Départements Bouches-du-Rhône und Vaucluse herrscht am 28. Juli Alarmstufe Rot. Wegen eines „sehr schweren“ Waldbrandrisikos wurden sämtliche Waldgebiete für Besucher gesperrt. Der Grund: der Mistral. Ein Wind, der keine Gnade kennt.

    Bis zu 100 Stundenkilometer peitscht er über die Region – heiß, trocken, erbarmungslos. Gleichzeitig sackt die Wassertemperatur des Mittelmeers abrupt auf 15 bis 16 Grad ab. Diese meteorologische Spannungslage gilt als eine der kritischsten des gesamten Sommers. Besonders betroffen: das Département Bouches-du-Rhône mit all seinen 25 Waldmassiven. Und jedes einzelne ist jetzt im roten Bereich.

    Ein Blick auf die Karte zeigt: Es bleibt kein Wald offen. Ob Calanques oder Sainte-Victoire, ob Alpilles oder Cote Bleue – sie alle sind dicht. Kein Zugang, keine Durchfahrt, keine Ausnahmen.

    Die Entscheidung ist drastisch, aber alternativlos. Die Behörden reagieren damit auf eine gefährliche Mischung: monatelange Trockenheit, hochsommerliche Temperaturen, knochentrockene Vegetation – und eben dieser rasende Mistral. Die Gefahr ist so greifbar wie der Geruch von verbranntem Holz.

    Auch im Vaucluse schlagen die Alarmglocken. Dort bleiben ebenfalls alle Wälder gesperrt – mit zwei Ausnahmen: dem Ventoux-Massiv und dem Gebiet rund um die Enclave des Papes. Alle anderen – vom Luberon bis zu den Dentelles de Montmirail – sind tabu.

    Besonders streng sind die Regeln für den heutigen Montag. Zwischen 5 Uhr morgens und 13 Uhr dürfen nur klar definierte Arbeiten unter strenger Aufsicht stattfinden – etwa Forstarbeiten oder geführte Touren mit zertifizierten Experten. Außerhalb dieser Zeitspanne gilt: kein Zutritt, keine Ausrede.

    Doch selbst wer sich außerhalb der roten Zonen bewegt, ist nicht aus dem Schneider. Auch in als „orange“ klassifizierten Regionen ist Arbeiten mit potenzieller Brandgefahr – etwa durch Funkenflug – grundsätzlich untersagt. Nur mit spezieller Genehmigung darf dort gearbeitet werden. Die täglichen Karten, die jeweils um 17 Uhr aktualisiert werden, geben genaue Auskunft darüber, was wo erlaubt ist.

    Und dennoch: Die größte Gefahr sitzt hinter dem Steuer, wandert durch den Wald oder raucht am Wegesrand. Neun von zehn Waldbränden in Frankreich gehen auf menschliches Verhalten zurück. Und jeder zweite entsteht durch eine einfache Nachlässigkeit – ein Zigarettenstummel, ein Funke, ein Grillfeuer.

    Die Präfektur appelliert eindringlich an die Bevölkerung. Kein Feuer, kein Rauchen, kein Parken auf Waldwegen – und schon gar keine Kippe aus dem Autofenster schnipsen. Klingt selbstverständlich? Offenbar nicht.

    Denn immer wieder muss die Feuerwehr zu Bränden ausrücken, die vermeidbar gewesen wären. Deshalb: Wer Rauch oder Flammen bemerkt, wählt umgehend die 18 oder den europaweiten Notruf 112.

    Die Bilder der verheerenden Brände in Südfrankreich aus den vergangenen Jahren sind noch frisch im Gedächtnis. Hunderte Hektar Wald, zerstörte Lebensräume, evakuierte Dörfer – und Einsatzkräfte am Limit. Es ist diese Realität, die hinter den heutigen Maßnahmen steht.

    Bleibt die Frage: Müssen wir erst wieder die Flammen sehen, um das Risiko zu erkennen?

    Autor: C. Hatty

  • Alpes-Maritimes: Streit um Stellplätze für Wohnwagen – Kommunen in der Klemme

    Alpes-Maritimes: Streit um Stellplätze für Wohnwagen – Kommunen in der Klemme

    Sommer in Südfrankreich. Sonne, Hitze, Touristenströme – und ein Konflikt, der schon lange leise schwelt und nun offen ausbricht. Im Département Alpes-Maritimes eskaliert die Frage, wo und wie Menschen aus der Gemeinschaft der „Gens du voyage“ („Fahrende“ oder „Fahrendes Volk“) ihre Wohnwagen abstellen dürfen. Der Staat greift hart durch, Kommunen fühlen sich übergangen. Doch worum geht es genau? Besonders angespannt ist die Lage in Saint-Laurent-du-Var, direkt bei Nizza. Dort hat Präfekt Laurent Hottiaux 22 Grundstücke requiriert, um rund 120 Familien der Gens du voyage in den Sommermonaten aufnehmen zu können. Die Reaktion des Bürgermeisters Joseph Ségura (Les Républicains)? Empörung. Die Flächen seien ungeeignet, teilweise kontaminiert, schwer zugänglich und keinesfalls vorbereitet für einen geordneten Aufenthalt. Trotz eines Eilantrags vor dem Verwaltungsgericht bleibt die Beschlagnahme jedoch vorerst bestehen. Die Gemeinde ist in einer Zwangslage. Hintergrund ist die gesetzliche L…

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  • Hitzewelle, Trockenheit, Wind: 14 Wälder in den Bouches-du-Rhône gesperrt – Frankreichs Kampf gegen die Feuergefahr

    Hitzewelle, Trockenheit, Wind: 14 Wälder in den Bouches-du-Rhône gesperrt – Frankreichs Kampf gegen die Feuergefahr

    Es ist ein vertrautes Bild im Süden Frankreichs. Ein Bild, das jedes Jahr mehr Sorgen bereitet. Vertrocknete Büsche, flimmernde Hitze – und rote Verbotsschilder an den Waldwegen.

    An diesem Freitag, dem 27. Juni 2025, hat die Präfektur der Bouches-du-Rhône erneut drastische Maßnahmen ergriffen:

    14 Waldmassive sind vollständig gesperrt.

    Grund dafür sind die aktuellen Wetterbedingungen – eine gefährliche Mischung aus hohen Temperaturen, starkem Wind und anhaltender Trockenheit. Die Behörden wollen verhindern, dass ein kleiner Funke ein Inferno entfacht.

    Denn 90 % aller Brände entstehen durch menschliches Verhalten. Meist unabsichtlich, aber mit verheerenden Folgen.

    Welche Gebiete sind betroffen?

    Folgende Massive dürfen heute nicht betreten, befahren oder überhaupt betreten werden:

    • Alpilles
    • Arbois
    • Castillon
    • Chaîne des Côtes
    • Chambremont
    • Côte Bleue
    • Lançon
    • Les Roques
    • Montagnette
    • Pont de Rhaud
    • Quatre Termes
    • Rougadou
    • Sulauze
    • Montagnette

    Wälder ohne Spaziergänger, Radfahrer, Förster, Jäger oder Picknickgruppen. Es geht nicht um Schikane. Es geht darum, Leben, Häuser und Natur zu schützen.

    Einschränkungen auch in weiteren Wäldern

    Neben den kompletten Sperrungen gelten in sieben weiteren Waldgebieten Teilbeschränkungen:

    • Concors
    • Trévaresse
    • Collines de Gardanne
    • Montaiguet
    • Regagnas
    • Sainte-Victoire
    • Étoile

    Hier sind Arbeiten nur zwischen 5 und 13 Uhr erlaubt – ausschließlich mit spezieller Ausrüstung zur Vermeidung und Bekämpfung von Bränden.

    Spaziergänge, Sport und Freizeitaktivitäten sind zwar noch möglich, doch die Präfektur mahnt zu äußerster Vorsicht. Denn schon ein glimmender Zigarettenstummel am Wegesrand kann zur Katastrophe führen.

    Warum ist das Risiko aktuell so hoch?

    Die Bouches-du-Rhône sind einer der französischen Hotspots für Wald- und Buschbrände. Rund 250 Brände pro Jahr werden hier gezählt. Im Schnitt brennen pro Jahr 1.900 Hektar Land – das entspricht fast 2.700 Fußballfeldern.

    Die Gründe?

    • Langanhaltende Dürreperioden
    • Steigende Durchschnittstemperaturen
    • Starke Winde (wie der Mistral), die Flammen in Windeseile vorantreiben

    Der Klimawandel verschärft diese Dynamik zusätzlich.

    Welche Regeln gelten jetzt konkret?

    Die Präfektur ruft eindringlich dazu auf, folgende Grundregeln zu respektieren:

    • Zugangssperren strikt einhalten
    • Kein offenes Feuer oder Grillen in Waldnähe
    • Rauchverbot im Wald
    • Keine Zigarettenstummel aus dem Autofenster werfen – Zigaretten immer in Aschenbechern entsorgen
    • Keine Arbeiten mit Funkenflug in der Nähe von Vegetation
    • Im Ernstfall sofort die Nummer 18 (Feuerwehr) oder 112 (europaweiter Notruf) wählen

    Eine Karte mit den tagesaktuellen Sperrungen wird jeden Abend um 17 Uhr für den Folgetag aktualisiert. Wer Ausflüge plant, sollte sie vorab prüfen.

    Was droht bei Verstößen?

    Neben teils hohen Geldstrafen riskiert man für Verstöße vor allem eines: Einen Flächenbrand, der in Minuten außer Kontrolle gerät.

    Warum ist das Thema so brisant?

    Stellen wir uns eine rhetorische Frage: Wie viele Bäume müssen brennen, bis wir lernen, keinen glühenden Zigarettenstummel achtlos fallen zu lassen?

    Vielleicht klingt das drastisch. Aber diese drastische Realität erleben die Bewohner dieser Region jeden Sommer. Die Sperrungen sind keine lästige Pflicht.

    Sie sind ein notwendiger Schutzschild – für die Natur, für die Menschen, für die Zukunft der Provence.

    Von C. Hatty

  • Skandal um Ausländer-Liste in Seine-Saint-Denis – Gericht stoppt umstrittene Anweisung

    Skandal um Ausländer-Liste in Seine-Saint-Denis – Gericht stoppt umstrittene Anweisung

    Ein kleiner Paragraf, eine große Welle: Am 20. Mai 2025 hat das Verwaltungsgericht Montreuil eine aufsehenerregende Entscheidung getroffen. Es setzte in einem Eilverfahren eine Anweisung der Präfektur des Departements Seine-Saint-Denis außer Kraft – eine Anweisung, die nichts Geringeres vorsah als die systematische Meldung von Ausländern mit rechtmäßigem Aufenthaltsstatus, wenn sie sich in Polizeigewahrsam befinden. Die Reaktionen ließen nicht lange auf sich warten. Menschenrechtsorganisationen wie die Ligue des droits de l’homme hatten Alarm geschlagen – mit Erfolg. Ein rechtlicher Dämpfer für die Präfektur Die richterliche Entscheidung basiert auf ernsthaften Zweifeln an der Legalität der Anordnung. Besonders heikel: Die Anweisung könnte die Zuständigkeiten des Pariser Polizeipräfekten verletzen. Doch nicht nur die Zuständigkeiten standen zur Debatte – auch die Grundrechte. In der Entscheidung ordnete das Gericht an, dass bereits durchgeführte Meldungen unter Verschluss genommen werd…

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  • Loiret: Präfektin Régine Engström wegen illegaler Interessennahme vor dem Strafgericht angeklagt

    Loiret: Präfektin Régine Engström wegen illegaler Interessennahme vor dem Strafgericht angeklagt

    Die Präfektin des Departements Loiret wird verdächtigt, ihren ehemaligen Arbeitgeber bei einem Antrag auf Eintragung einer Kaserne in Montargis in das Register der französischen historischen Denkmäler in unrechtmäßiger Weise unterstützt zu haben. Die französische Finanzstaatsanwaltschaft hat beschlossen, die derzeitige Präfektin des Départements Loiret, Régine Engström, wegen des Verdachts der „illegalen Interessennahme“ vor das Pariser Strafgericht zu stellen, berichtet France Bleu Orléans am Dienstag, dem 25. Juli. Die Regierung hat außerdem gerade angekündigt, dass Régine Engström in Kürze durch Sophie Brocas auf dem Posten der Präfektin ersetzt wird. Engström wird verdächtigt, ihrem ehemaligen Arbeitgeber, dem privaten Bauträger Nexity, im Zusammenhang mit dem Antrag auf Eintragung der Gudin-Kaserne in Montargis in das Register der historischen Denkmäler unzulässig unterstützt zu haben. Die Kaserne ist nach Abschluss der Untersuchung schließlich 2022 in das Register aufgenommen wor…

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  • Gedenkfeier zum 8. Mai: Demonstrationen in weitem Umkreis um die Champs-Elysées in Paris verboten

    Gedenkfeier zum 8. Mai: Demonstrationen in weitem Umkreis um die Champs-Elysées in Paris verboten

    Die Polizeipräfektur von Paris veröffentlichte am Freitagabend zwei Erlasse, die „nicht angemeldete“ Versammlungen und Demonstrationen am Montag verbieten.

    Demonstrationsverbot rund um die Champs-Elysées während der Gedenkfeier für den Waffenstillstand vom 8. Mai 1945 am Montag. Die Polizeipräfektur veröffentlichte am Freitag zwei Erlasse, die einen sehr großen Bereich um die Pariser Prachtstraße festlegen, in dem alle Demonstrationen sowie „nicht angemeldete“ Versammlungen verboten sind. In den Erlassen sind auch die Strafen aufgeführt, die bei Verstößen gegen diese Erlasse drohen.

    Die Verbote werden damit begründet, dass diese Gedenkfeier, bei der Regierungsmitglieder und Politiker um Präsident Emmanuel Macron versammelt sind, im „aktuellen Kontext einer sehr hohen Bedrohung ein bevorzugtes und symbolisches Ziel für Akte terroristischer Natur“ darstellen könnte.

    Emmanuel Macron wird die Flamme am Grab des unbekannten Soldaten erneuern.
    Präsident Emmanuel Macron wird in einem Fahrzeug, das von berittenen Republikanern begleitet sein wird, die Champs-Elysées hinauf zum Triumphbogen fahren, wo er die Flamme am Grab des unbekannten Soldaten erneuern wird.

    Seit der Verabschiedung des Gesetzes zu der höchst umstrittenen Rentenreform unter Anwendung von Artikel 49.3 der Verfassung, der die Verabschiedung eines Textes ohne Abstimmung der Parlamentarier ermöglicht, sind der Präsident und die Regierungsmitglieder bei jedem ihrer Auftritte Ziel von Demonstrationen und „Topfkonzerten“.

  • Rentenreform: Gewerkschaft CGT Energie schaltet Strom der Präfektur der Alpes-Maritimes ab

    Rentenreform: Gewerkschaft CGT Energie schaltet Strom der Präfektur der Alpes-Maritimes ab

    Die Gewerkschaft hat im Rahmen der Streiks gegen die Rentenreform der Präfektur am Dienstag für eine Stunde den Strom abgestellt, das berichtet der Sender France Bleu Azur. Die CGT Energie des Departements Alpes-Maritimes behauptet gegenüber France Bleu Azur, am Dienstagmorgen, dem 14. März, die Stromversorgung der Präfektur des Departements unterbrochen zu haben. Rund 100 Personen versammelten sich zunächst vor den Toren des Verwaltungszentrums des Departements (Cadam), bevor sie den Strom abstellten. Die CGT Energie 06 wollte nach eigenen Angaben die Präfektur nur eine Stunde lang von der Stromversorgung abkoppeln.

    Diese Aktion ist Teil der Mobilisierung gegen die anstehende Rentenreform. Seit Beginn der Mobilisierung kam es bereits in verschiedenen französischen Städten zu mehreren anderen „wilden“ Stromabschaltungen….

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