Schlagwort: Polizeigewalt

  • Hauts-de-Seine: Video einer Festnahme mit erheblicher Gewaltanwendung in Bagneux geht viral

    Hauts-de-Seine: Video einer Festnahme mit erheblicher Gewaltanwendung in Bagneux geht viral

    In einem Video, das in den sozialen Netzwerken verbreitet wird, rammt ein Auto mit Blaulicht mit erheblicher Gewalt einen Mann in Shorts und T-Shirt.

    Die Staatsanwaltschaft von Nanterre gab am Sonntag, dem 13. August, bekannt, dass „am Samstagabend in Bagneux eine Untersuchung eingeleitet wurde, nachdem ein Video von einer gewalttätigen Festnahme in Bagneux (Hauts-de-Seine) in sozialen Netzwerken verbreitet worden war, insbesondere wegen des Tatbestands der erschwerten Befehlsverweigerung“.

    Die Aufnahmen zeigen, wie ein Auto mit Blaulicht mit großer Wucht einen dunkelhäutigen Mann in Shorts und T-Shirt rammt. Zwei weitere Männer – einer in Uniform mit Polizeiaufdruck und der andere in Zivil – stürzen sich auf ihn, als er sich aufrichten will, bringen ihn erneut zu Fall und halten ihn mit dem Gesicht gegen das Pflaster gedrückt fest. Der Mann in Uniform hebt seinen Arm, als wolle er zuschlagen, als das Video endet.

    Die Staatsanwaltschaft bestätigte, dass eine Person in Polizeigewahrsam genommen worden sei, ohne zu sagen, ob es sich dabei um den Mann handelte, der auf den Bildern am Boden liegend zu sehen ist. Nach einem psychiatrischen Gutachten sei diese Person am Sonntag zwangsweise in ein Krankenhaus eingewiesen worden, so die Staatsanwaltschaft, ohne Einzelheiten über den Gesundheitszustand des Mannes zu nennen.

    Der festgenommene Mann ist nach Angaben der Präfektur „nicht verletzt“.
    Die Bilder der von Le Parisien aufgedeckten Ereignisse wurden am Sonntagabend auf Twitter fast eine Million Mal angeklickt. Die Nachrichtenagentur AFP konnte bestätigen, dass das Video an der Stadtgrenze zwischen den Städten Bagneux und Fontenay-aux-Roses (Hauts-de-Seine) aufgenommen wurde.

    Die Präfektur des Départements Hauts-de-Seine erklärte auf Anfrage der Nachrichtenagentur AFP, dass der Mann sich zuvor geweigert hätte, für eine Polizeikontrolle anzuhalten und mit seinem Zweirad, eine Ampel überfahren und dann ein Polizeiauto gerammt habe. Die Präfektur versicherte, dass der Mann „unruhig und verwirrt“ gewesen, aber bei der Aktion nicht verletzt worden sei.

    Laut der Präfektur wurden bei der Festnahme aber zwei Polizisten verletzt, denen ein bzw. sieben Tage vollständige Arbeitsunfähigkeit bescheinigt wurde. Die Präfektur wollte keinen weiteren Kommentar zu den Umständen der Festnahme abgeben.

  • Marseille: Verlängerter Polizeigewahrsam für mehrere Polizisten nach Verdacht auf Polizeigewalt

    Marseille: Verlängerter Polizeigewahrsam für mehrere Polizisten nach Verdacht auf Polizeigewalt

    Die Polizisten werden in den Räumen der Inspektion der Nationalpolizei (IGPN) wegen des Verdachts unerlaubter Gewaltanwendung während der Unruhen nach dem Tod des 17-jährigen Nahel verhört.

    Der Polizeigewahrsam mehrerer Polizeibeamter wurde am Mittwoch, dem 19. Juli, verlängert, wie die Staatsanwaltschaft von Marseille gegenüber Franceinfo bestätigte, nachdem es während der Unruhen nach Nahels Tod zu möglichen Polizeiübergriffen gekommen war.

    Laut einer mit dem Fall vertrauten Quelle befinden sich sieben Beamte in Polizeigewahrsam, die alle der Brigade anticriminalité (BAC) in Marseille angehören. Sie werden in den Räumlichkeiten der IGPN im Rahmen eines am 5. Juli eröffneten Ermittlungsverfahrens wegen Gewalt durch eine Person, die Träger der öffentlichen Gewalt ist, befragt.

    In der Nacht vom 1. auf den 2. Juli war ein 21-jähriger Mann mit Kopfverletzungen ins Krankenhaus eingeliefert worden. Er war schwer verletzt worden, befand sich aber nicht in Lebensgefahr. Der junge Mann hat die Polizisten beschuldigt, ihn geschlagen zu haben. Der Vorfall soll sich im Stadtzentrum ereignet haben, als in der Nacht Unruhen in Marseille ausbrachen.

  • Polizeigewalt in Frankreich: „Wir befinden uns in einer alarmierenden Situation für die Demokratie“

    Polizeigewalt in Frankreich: „Wir befinden uns in einer alarmierenden Situation für die Demokratie“

    Patrick Baudouin, Präsident der Liga für Menschenrechte, kritisiert „unverhältnismäßige“ Einsätze der Ordnungskräfte. Seiner Meinung nach „muss man zu einer echten Deontologie der Ordnungskräfte zurückkehren“. „Wir befinden uns in einer besonders alarmierenden Situation für die Demokratie“, äußerte sich Rechtsanwalt Patrick Baudouin, Präsident der Liga für Menschenrechte, am Mittwoch, dem 22. März, auf Franceinfo. Mehrere Demonstranten bei Protesten gegen die Rentenreform beklagten Polizeigewalt und willkürlichen Festnahmen bei den Demonstrationen. Patrick Baudouin bezeichnet die derzeitige Situation als vorhersehbar und äußerst beunruhigend, weil man das Gefühl hat, dass sie unkontrolliert und unkontrollierbar ist. „Wir befinden uns in einer besonders alarmierenden Situation für die Demokratie und in Gegenwart von Polizeigewalt, die die Situation nur noch weiter eskalieren lassen kann.“ Innenminister Darmanin vermittle mit seinen Aufforderungen nicht angemeldete Demonstrationen nicht …

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