Schlagwort: Planeten

  • Studie belegt: Ein erdähnlicher Planet könnte in unserem Sonnensystem existieren

    Studie belegt: Ein erdähnlicher Planet könnte in unserem Sonnensystem existieren

    Gibt es einen neunten Planeten in unserem Sonnensystem? Dies legt zumindest eine kürzlich veröffentlichte Studie nahe. Dieser Planet soll sich jenseits des Kuipergürtels befinden, Milliarden Kilometer von der Sonne entfernt.

    Bisher war die wissenschaftliche Gemeinschaft überzeugt: Unser Sonnensystem soll acht Planeten haben. Im Jahr 2006 wurde Pluto – der kleiner als der Mond ist – aus der Liste der Planeten gestrichen. Eine neue Studie, die im August dieses Jahres veröffentlicht wurde, legt nun nahe, dass es einen neunten Planeten in unserem Sonnensystem gibt, der außerdem unserer Erde ähnelt. Die Studie, die von der American Astronomical Society veröffentlicht wurde und von den beiden Forschern Patryk Sofia Lykawka und Takashi Ito geleitet wurde, sagt aus, dass sich jenseits der Umlaufbahn des Neptun ein kugelförmiges Objekt befinden soll, das wohl sehr groß ist.

    Der Kuipergürtel, eine massive Formation kleinerer Himmelskörper, die mehrere Milliarden Kilometer von der Sonne entfernt ist, hat es den Wissenschaftlern besonders angetan. In dieser Ansammlung von stellaren Objekten befindet sich unter anderem der „Zwergplanet“ Pluto und 2003 machte dort der Astronom Michael Brown die überraschende Entdeckung eines kugelförmigen, roten Körpers namens „Sedna“, der sich in etwa 40 Erdentagen um seine eigene Achse drehen soll.

    Es ist die Flugbahn von „Sedna“ und umliegender Formationen, die die Forscher jetzt aufhorchen lässt. Die Wissenschaftler behaupten nämlich, dass die Umlaufbahn dieser Gesteinsansammlungen durch die Anwesenheit eines potenziellen Planeten beeinflusst wird. Die Wissenschaftler haben mehrere Simulationen durchgeführt, die darauf hindeuten, dass der Planet 1,5 bis 3 Mal größer als die Erde sein könnte. Etwa 250 bis 500 Astronomische Einheiten (eine Astronomische Einheit entspricht der Entfernung zwischen der Erde und der Sonne, also genau 149.597.870,7 Kilometern) könnten uns von diesem Planeten trennen.

    Im Januar 2016 schätzten bereits frühere Studien, dass dieser Planet über eine Masse von etwa dem Zehnfachen der Erdmasse verfügt und sich auf einer Umlaufbahn befinden könnte, die zwanzigmal weiter entfernt ist als die des Neptun. Er wäre sehr langsam und könnte zwischen 10.000 und 20.000 Jahren brauchen, um die Sonne einmal zu umkreisen. Die Ergebnisse der Studien bestätigen die Existenz eines noch unentdeckten Planeten im äußeren Sonnensystem, so die Forscher. Diese Entdeckungen konnten bisherige Theorien über die Entstehung des Sonnensystems revolutionieren.

  • Merkur, Venus, Mars, Jupiter und Saturn bilden ab dem Wochenende eine seltene Konstellation

    Merkur, Venus, Mars, Jupiter und Saturn bilden ab dem Wochenende eine seltene Konstellation

    Fünf Planeten werden am Wochenende des 4. und 5. Juni vor Sonnenaufgang am Himmel zu sehen sein und bieten Himmelsbeobachtern die Gelegenheit, eine seltene Konstellation von Merkur, Venus, Mars, Jupiter und Saturn mit bloßem Auge zu sehen.

    Ab Freitag, dem 3. Juni, und den ganzen Monat Juni über werden Merkur, Venus, Mars, Jupiter und Saturn in einer Reihe ausgerichtet erscheinen. Merkur, der der Sonne am nächsten steht, wird am tiefsten am Horizont erscheinen, und Saturn wird am höchsten am Nachthimmel stehen.

    Sogar mit dem bloßen Auge sichtbar
    Um den besten Blick auf die Planeten-Konstellation zu erhaschen sollten Himmelsbeobachter in der nördlichen Hemisphäre etwa 30 Minuten vor Sonnenaufgang nach draußen gehen und sich einen Platz aussuchen, von dem aus man einen guten Blick auf den östlichen und südöstlichen Horizont hat. Die gleichen fünf Planeten werden vor Sonnenaufgang auch in der südlichen Hemisphäre zu sehen sein, aber die dortigen Astronomen müssen stattdessen einen Standort mit freiem Blick auf den östlichen und nordöstlichen Horizont wählen.

    Wenn der Himmel klar ist, sollten die Planeten hell genug sein, um sie mit bloßem Auge zu sehen. Merkur allerdings ist zu Beginn des Monats am schwächsten und daher ohne Fernglas etwas schwieriger zu entdecken.