Schlagwort: Pilzzucht

  • Wenn Bierabfälle zu Gold werden: Wie Biertreber unsere Zukunft bereichern

    Wenn Bierabfälle zu Gold werden: Wie Biertreber unsere Zukunft bereichern

    Was nach dem Bierbrauen übrig bleibt, landet meist im Abfall – oder etwa doch nicht? Biertreber, also die festen Rückstände aus gemälztem Getreide, galten lange als wertlos. Heute entdecken immer mehr Menschen das gewaltige Potenzial dieser „braunen Reste“. Ob auf dem Acker, im Ofen oder sogar im Möbeldesign – Treber ist auf dem Weg vom Müll zur wertvollen Ressource. Tierfutter deluxe: Eiweißreicher Energielieferant Die vielleicht klassischste Nutzung von Biertreber liegt in der Tierfütterung. Rinder, Schweine, Hühner – sie alle profitieren von dem protein- und ballaststoffreichen Futter. Doch Vorsicht: Mit rund 80 Prozent Feuchtigkeit sind frische Treber nur wenige Tage haltbar. Damit das Futter nicht vergärt oder schimmelt, wird es entweder getrocknet oder eingelegt. So bleibt es länger haltbar und kann gezielt an landwirtschaftliche Betriebe verteilt werden. Vom Braukessel auf den Teller: Treber in der Küche Wer hätte gedacht, dass ein Nebenprodukt des Biers einmal auf der Zutatenli…

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  • In Straßburg werden in einem ehemaligen deutschen Bunker Pilze gezüchtet

    In Straßburg werden in einem ehemaligen deutschen Bunker Pilze gezüchtet

    In Straßburg, im Département Bas-Rhin, wurde ein Bunker aus dem Jahr 1878, der den Deutschen damals als Pulvermagazin diente, in eine unterirdische Farm umgewandelt, in der heute Bio-Pilze gezüchtet werden. 

    Im Herzen von Straßburg (Bas-Rhin), unterhalb der Stadtmauern, verbirgt sich ein ganz besonderer Bauernhof. Es handelt sich um einen ehemaligen deutschen Bunker, der jetzt zu einer Pilzzucht umgebaut wurde. In diesen Ziegelsteintunneln wachsen heute Austernpilze. Es ist feucht, aber nicht zu feucht; der Ort ist belüftet, aber ohne Zugluft, und vor allem ist die Temperatur ideal, um Pilze zu züchten.

    Shiitake-Pilze, eine japanische Sorte, benötigen für ihr Wachstum mehr Feuchtigkeit und werden daher in einem speziellen Raum des Betriebes gezüchtet. In dieser ehemaligen deutschen Militäranlage, die 1878 nach dem französisch-preußischen Krieg gebaut wurde, wurde früher Schießpulver gelagert. Heute haben die Pilze das Schießpulver ersetzt. Vier sehbehinderte Arbeitnehmer kümmern sich um die Produktion. Zwanzig Kilo Pilze mit Bio-Siegel werden jede Woche verkauft, ausschließlich über einen kurzen und direkten Vertriebsweg, an Restaurants und lokale Geschäfte, aber auch im Direktverkauf. Angesichts des bisherigen Erfolgs plant die Champignonzucht, noch mehr zu produzieren und ab Mitte März zwei neue Mitarbeiter einzustellen.