Schlagwort: Parlamentswahl

  • Frankreichs Defizit: Herausforderung und Zielsetzung

    Frankreichs Defizit: Herausforderung und Zielsetzung

    Bruno Le Maire, der französische Wirtschaftsminister, hat versprochen, das öffentliche Defizit des Landes bis 2027 auf 3% des BIP zu senken – vorausgesetzt, das Präsidentenlager gewinnt die kommenden Parlamentswahlen. Dieses ambitionierte Ziel kommt nach einer Rüge aus Brüssel: Die Europäische Kommission hat am Mittwoch ein Verfahren gegen sieben EU-Länder, darunter Frankreich, wegen übermäßiger Staats-Defizite eingeleitet. Diese Länder hatten im letzten Jahr die 3%-Grenze überschritten. Warum ist das Defizit so hoch? Laut Le Maire liegt der Grund für das hohe Defizit in der Pandemie von 2020 und der anschließenden Inflationskrise, ausgelöst durch den Ukraine-Krieg ab Februar 2022. „Wir haben die französische Wirtschaft während der Covid-Krise und der Inflation stark geschützt und auch die französischen Haushalte umfassend unterstützt“, erklärte er. „Das Ergebnis: Frankreich ist das erste Land der Eurozone, das sein Vorkrisenniveau wieder erreicht hat. Natürlich hat das einen Preis, un…

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  • Parlamentswahl 2024: Neue Volksfront fordert „wirtschaftlichen Patriotismus“ von Milliardären

    Parlamentswahl 2024: Neue Volksfront fordert „wirtschaftlichen Patriotismus“ von Milliardären

    Der Sozialist Boris Vallaud hat am Donnerstag, dem 20. Juni, in Paris vor einer Gruppe von Unternehmern gesprochen und ein „solidarisches und wirtschaftlich patriotisches“ Engagement der Milliardäre gefordert. Ein Appell an die Verantwortung der Reichen Vallaud betonte, dass die Reichen von öffentlichen Dienstleistungen und staatlichen Subventionen profitiert hätten: „Sie haben von unseren Schulen, unseren öffentlichen Dienstleistungen und unseren staatlichen Zuschüssen profitiert.“ Gemeinsam mit dem Vertreter der Partei „La France Insoumise“, Eric Coquerel, verteidigte er das Wirtschaftsprogramm der linken Allianz, das die Wiedereinführung der Vermögenssteuer (ISF) mit einem Klimakomponenten sowie die Abschaffung der in 2017 eingeführten „Flat Tax“ und die Wiedereinführung der „Exit Tax“ vorsieht. Ein Klarer Standpunkt Die Forderung des Linksbündnisses Neue Volksfront ist eindeutig: Die Reichen sollen mehr Verantwortung übernehmen, indem sie einen größeren Beitrag zur Gesellschaft lei…

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  • Wahl gegen die extreme Rechte: Feministinnen und Gewerkschaften mobilisieren

    Wahl gegen die extreme Rechte: Feministinnen und Gewerkschaften mobilisieren

    In einer Zeit, in der die politischen Wellen hoch schlagen und die Extreme in Frankreich auf dem Vormarsch sind, hat die Linkspartei „La France insoumise“ (LFI) am Freitag eine klare Ansage gemacht: In Wahlkreisen, in denen die Linke in der zweiten Runde der Parlamentswahlen nicht vertreten ist, wird die LFI dazu aufrufen, gegen den Rassemblement National (RN) zu stimmen. Dies erklärte Mathilde Panot, die scheidende Fraktionsvorsitzende der LFI-Abgeordneten. Ein starkes Zeichen setzen Der politische Aufruf von LFI ist ein klares Zeichen gegen die extreme Rechte und ihre zunehmende Präsenz in der französischen Politiklandschaft. Die Aussage von Panot kommt zu einem kritischen Zeitpunkt, an dem viele Bürgerinnen und Bürger die Rolle der Demokratie und die Werte, die sie vertreten soll, hinterfragen. Mobilisierung von Feministinnen und Gewerkschaften Gleichzeitig haben feministische Organisationen und Gewerkschaften zu einem landesweiten Protest gegen die extreme Rechte aufgerufen. Für si…

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  • Bildungsbeamte: „Wir werden nicht gehorchen“ – ein beispielloser Widerstand gegen den RN

    Bildungsbeamte: „Wir werden nicht gehorchen“ – ein beispielloser Widerstand gegen den RN

    In einer mutigen und bisher einzigartigen Aktion versichern hochrangige Mitglieder des französischen Bildungswesens, dass sie im Falle eines Wahlsieges des rechtsextremen Rassemblement National (RN) bei den kommenden Parlamentswahlen nicht gehorchen werden. Eine Petition, die von 700 Führungskräften der Nationalen Bildung unterzeichnet wurde, zeigt die tiefe Besorgnis über die Bedrohung der Bildung durch die extremen Positionen des RN. Die Beamten erklären unmissverständlich: „Weil wir dem Staat dienen, erklären wir schon heute, dass keiner von uns Maßnahmen umsetzen wird, die den Werten der Republik widersprechen.“ Widerstand gegen eine ideologische Bedrohung Die Unterzeichner der Erklärung haben das Wahlprogramm des RN gründlich geprüft und sind zu dem Schluss gekommen, dass bestimmte vorgeschlagene Maßnahmen, wie etwa die Überprüfung der französischen Identität der Schüler, unvereinbar mit den Grundwerten der öffentlichen Schulen in Frankreich sind. In einer Republik, in der die öff…

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  • Gabriel Attal: „Am 30. Juni möchte ich, dass die Franzosen mich zum Premierminister wählen“

    Gabriel Attal: „Am 30. Juni möchte ich, dass die Franzosen mich zum Premierminister wählen“

    Gabriel Attal hat bei einer Pressekonferenz am 20. Juni die Franzosen dazu aufgerufen, ihn bereits im ersten Wahlgang der bevorstehenden Parlamentswahlen am 30. Juni als Premierminister zu wählen. Mit den Worten „Es ist das erste Mal seit mehr als fünfundzwanzig Jahren, dass die Franzosen einen Premierminister wählen“ betonte Attal die historische Bedeutung dieser Wahl. Eine neue Ära der Macht Attal stellte klar, dass diese Wahl einen Wendepunkt in der französischen Politik darstellt. „Natürlich wird es ein Davor und ein Danach geben“, sagte er und fügte hinzu, dass das Ergebnis dieser Wahl die Praxis der Macht und das Gleichgewicht der Institutionen grundlegend verändern werde. Diese Aussagen unterstreichen die Bedeutung des politischen Moments und seine potenziellen langfristigen Auswirkungen auf das Regierungsgefüge Frankreichs. Ein persönlicher Appell Der Premierminister erinnerte daran, dass er am 9. Januar vom Präsidenten der Republik ernannt wurde und nun das Mandat der Bevölker…

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  • Umweltpolitik der Parteien bei den französischen Parlamentswahlen 2024

    Umweltpolitik der Parteien bei den französischen Parlamentswahlen 2024

    Die französischen Parlamentswahlen 2024 rücken näher und die Umweltpolitik ist ein zentrales Thema, das die verschiedenen Parteien durchaus unterschiedlich angehen. Hie ein Blick auf die Programme der wichtigsten Parteien in Bezug auf Umwelt- und Klimaschutz. Die Neue Volksfront und ihre Umweltversprechen Das Linksbündnis Neue Volksfront (NFP) setzt stark auf Umweltmaßnahmen und hat eine „Energie-Klimagesetzgebung“ in Aussicht gestellt. Ihr Ziel ist es, bis 2050 Klimaneutralität zu erreichen. Um dies zu verwirklichen, plant die Partei eine beschleunigte Förderung erneuerbarer Energien und die vollständige Kostenübernahme für Isolationsarbeiten bei einkommensschwachen Haushalten. Interessanterweise schweigt der NFP zum Thema Nuklearenergie. Innerhalb der linken Parteienlandschaft ist die Atomkraft ein heißes Eisen. Eric Coquerel, ein prominenter Vertreter des NFP, erklärte jedoch, dass die aktuelle französische Nuklearpolitik bis zur nächsten Präsidentschaftswahl nicht angetastet werde….

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  • Parlamentswahl 2024: Ginette Kolinka’s Appell gegen die extreme Rechte

    Parlamentswahl 2024: Ginette Kolinka’s Appell gegen die extreme Rechte

    Mit ihren 99 Jahren hat Ginette Kolinka das Grauen des Antisemitismus und der Konzentrationslager während des Zweiten Weltkriegs überlebt. Angesichts der bevorstehenden vorgezogenen Parlamentswahlen spricht sie sich entschieden gegen die extreme Rechte aus. In ihrem kleinen Zimmer schaut Ginette Kolinka politische Talkshows. Auf ihrem Fernseher sah sie die Aussagen von Serge Klarsfeld, einem Anwalt und ehemaligen Nazijäger. Klarsfeld erklärte, dass er im Fall einer Stichwahl zwischen dem Rassemblement National (RN) und La France Insoumise (LFI) für den RN stimmen würde. Diese Aussage schockierte Ginette Kolinka zutiefst. „Ich verstehe nicht, wie ein Jude für den Front National (jetzt Rassemblement National) stimmen kann“, beklagt die Auschwitz-Birkenau-Überlebende gegenüber dem Sender France 2. „Ich glaube nicht an die Aufrichtigkeit der extremen Rechten“ „Ich fass es nicht“, äußert sie sich ungläubig über Serge Klarsfeld. „Er wird gehört, bewundert und viele werden seinem Beispiel fol…

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  • Parlamentswahl 2024: Die Sorgen der französischen Unternehmer

    Parlamentswahl 2024: Die Sorgen der französischen Unternehmer

    Mit der Ankündigung der Auflösung der Nationalversammlung am Sonntag, dem 9. Juni, hat eine Phase der Unsicherheit begonnen. Französische Unternehmer sind besorgt, da einige Wahlversprechen sie direkt betreffen. Ungewisse Zeiten Vor der bevorstehenden ersten Runde der vorgezogenen Parlamentswahlen herrscht in Frankreich große Unsicherheit. Charles Le Goff, der eine mittelständische Firma für den Import und Export von mechanischen Teilen leitet, fühlt sich seit der Auflösung der Nationalversammlung wie ein Schiff ohne Kompass. Um seine Firma abzusichern, hat er vorsichtshalber einige Investitionen eingefroren. Auch den Einkauf von Waren hat er reduziert und die Einstellung neuer Mitarbeiter auf Eis gelegt. Seine Mitarbeiter teilen diese Sorgen. Stéphane Roselli, der seit 30 Jahren im Unternehmen arbeitet, sagt: „Wir wissen nicht, wie es weitergeht. Ich bin weder links noch rechts, aber im Moment habe ich ein schlechtes Gefühl.“ Zweifel an den Wahlversprechen Nur wenige Kilometer entfern…

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  • Parlamentswahl 2024: Stiftung Abbé Pierre ruft zur „kollektiven Mobilisierung gegen den Sieg der extremen Rechten“ auf

    Parlamentswahl 2024: Stiftung Abbé Pierre ruft zur „kollektiven Mobilisierung gegen den Sieg der extremen Rechten“ auf

    Ein Appell für Solidarität und Zusammenhalt Die Stiftung Abbé Pierre hat zusammen mit rund 100 weiteren Organisationen, darunter die CFDT, Attac und die Fédération nationale des Samu Sociaux, einen dringenden Appell veröffentlicht. Ihr Ziel: Eine kollektive Mobilisierung, um einen Sieg der extremen Rechten bei den bevorstehenden Parlamentswahlen zu verhindern. Christophe Robert, der Generalsekretär der Stiftung, erklärte am 19. Juni auf dem Sender France Inter, dass es darum geht, ein solidarisches und gemeinschaftliches Miteinander zu bewahren.

    Angst vor sozialer Spaltung Viele der von der Stiftung betreuten Menschen fürchten eine Verschlechterung der gesellschaftlichen Verhältnisse, sollte das Rassemblement National (RN) an die Macht kommen. „Eine RN-geführte Regierung würde bedeuten, dass Menschen, die auf medizinische Hilfe angewiesen sind, aufgrund der Abschaffung oder Reduzierung der staatlichen medizinischen Unterstü…

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  • Parlamentswahl 2024: Die Vorschläge der Parteien zu Immigration und Laizität

    Parlamentswahl 2024: Die Vorschläge der Parteien zu Immigration und Laizität

    Die vorgezogenen Parlamentswahlen 2024 rücken zwei brisante Themen in den Fokus: Immigration und Laizität. Diese Themen, oft mit der extremen Rechten assoziiert, spalten die verschiedenen politischen Kräfte tief. Hier ein Überblick über die Vorschläge des Nouveau Front Populaire, der Koalition Ensemble (Macronisten) und des Rassemblement National. Nouveau Front Populaire: Ein Würdiger Empfang für Migranten Die Linke, vertreten durch La France Insoumise (LFI), die Sozialistische Partei (PS), die Grünen und die Kommunistische Partei (PCF), setzt sich für humanitäre Maßnahmen ein. Sie fordern die sofortige Schaffung von Notunterkünften, um Obdachlose bedingungslos aufzunehmen, unabhängig davon, ob sie Franzosen oder Ausländer sind, ob sie regulär oder irregulär im Land sind. Zudem sollen leerstehende Wohnungen beschlagnahmt werden, um Obdachlose unterzubringen. Das Programm des neuen Linksbündnisses Nouveau Front Populaire sieht vor, die Asyl- und Einwanderungsgesetze von 2018 und 2023 ab…

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